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Aus aller Welt
Trüber Karneval.
der Frau des Theaterdirektors aus der Han gerissen. Fräulein Esterhazy wurde aus dem Bureau gewiesen, das sie unter Drohungen verlieh. Sie zerrih vor dem Theater zwei Plakate, die die Ausführung des Stückes anzeigten. — Eamclots du Roi (rechtsradikale Royalisten) ver- onstalteten während der Rachmittagsvorstellung Kundgebungen. Elf von ihnen wurden aus dem Theater gewiesen und zur Feststellung ihrer Personalien nach dem Polizeikommissariat ge-
Zechc .Minister Achenbach" in Lünen wurden zwei Bergleute von GesteinSmassen verschüttet.
ttonstrankheiten.
Huntemüller war ein unermüdlicher und erfolgreicher Forscher. 3n der Wissenschaft hat er sich einen dauernden, ehrenvollen Platz gesichert. Wer ihn als Mensch kannte und seine Seelcngröhe bewundern durfte, wird ihn nicht vergessen.
Metzcncr Wochcnmarktpreise.
Es kosteten auf dem heuttgen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1,10 Mk. an; Butter 1.20 bis 1,30; Matte 30 bis 35; Wirsing 25 bis 30; Weihkraut 12 bis 15; Rottraut 15 bis 20; gelbe Rüchen 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 30 bis 35; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 50; Feldsalat 1,00 bis 1,50; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis
’• Wechsel im Präsidium des Oberlandesgerichts. Auf Grund des Alters- grenzegesetzcs tritt am 1. April der Präsident des Oberlandesgerichts zu Darmstadt Dr. Ferdinand Stein in den Ruhestand.
•• Oeffentliche Sitzung des Kreisausschusses. Am nächsten Samstag, 21. Febr., 9 Uhr, findet im Regierungsgebäude zu Giehen, Landgras-Philipp-Plah, eine öffentliche Kreisausschutzsitzung statt. Tagesordnung: 1. Einspruch gegen den Gemeinderatsbeschlutz wegen Aufwertung des Cinkaufsgeldes in Watzenborn-Steinberg. 2. Einspruch gegen den Gemeinderatsbe- schlutz wegen Aufwertung des Einkaufsgeldes in Rieder-Bessingen.
•• Gastspiel des Gieh euer Stadttheaters in Grünberg. Die Intendanz des Giehener Staüttheaters teilt mit, datz am Samstag, 28. Februar, 20 Uhr in der Turnhalle zu Grünberg ein einmaliges Gastspiel
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vier Meter hoch.
Der Tod in der Grube.
Der Schlutz der vergangenen Woche hat einem Tage fünf Todesopfer
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Aus der Provinzialdauptstadt
Giehen, den 17. Februar 1931.
Prof. Dr. Huntemülleri'.
3m besten Mannesalter, in der Bollkraft seines Lebens, schloh Professor Dr. OttoHunte- müller in Davos, wo er Heilung von einer
Heist uns helfen!
Städtische Noihilfe 1930
3n dem Bureau des Theaters, das das ötucr i --- -—----- ■ ■
Die Affäre Dreyfus" von Jacques Richepin dem Verlust von Bagdad vertraute man ihm im ','yas nach seiner Tendenz mit dem deutschen Mai 1917 das frühere Internationale Gesund-
Jcfiü/ze Dich, nimm tögßcfi ejiriigerol- Jtetarrh-Bonbons erit -xih seplisdi wirk LumU
40; Kartoffeln 3.5 bis 4: Aepfel 30 bis,45; Dirnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1.10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Russe 50 bis 60; Käs« (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben S:ück 70 bis 80; Eier 11 bis 13; Blumenkohl 40 bis 70; Salat 25 bis 30; Endivien 20 bis 50; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bcs 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zenter 2,50 bis 3,00; Weibkraut 8,00 bis 10,00; Wirsing 15,00 bis 20,00; Rotkraut 10,00 bis 12.00 Mk.
Burgen im alten Hessen.
Im OberhesfischenGeschichtsverein hielt am vorigen Donnerstag Herr Cand. hist. H. Büttner einen Dortrag über „D u r g « n im alten Hessen und ihre Dedeu- tung". Der Redner führte etwa Folgendes aus: In der Entwicklung der Territorien nimmt die Burg eine wichtige Stellung ein. Ihre Bedeutung beruht auf verschiedenen Gründen: einmal aus ihren Wert als militärisch-strategischem Punkt, dann aus dem zugehörigen Grundbesitz und zuletzt aus dem Bestreben, die Gerichtsbarkeit an sich zu ziehen. Im 10. Jahrhundert sind nur wenige Burgen in Hessen zu finden: Gleiberg, Weilburg. Fritzlar. Amöneburg, auch Fulda und Hersfeld. Eine bestimmte Linie zu Ansätzen von Territorialherrschaften ist zu dieser Zeit noch nicht anzutref en. In Verbindung mit der Politik der SaUer-Kaiser gegen die Sachsen tritt im 12. Jahrhundert decRordenHessens immer mehr hervor; besonders di« Gegend von Fritzlar, nördlich nach dem Diemelland und der Werra zu. Dann seht mit dem Zurückweichen der Reichspolitik nach Süden ein grvhangelegter Durgen- bau in der Wetterau ein: es entstehen die
Or. Kleinkurt-Oarmstadt f.
Darmstadt. 16. Febr. (WSN.) An einer Blutvergiftung ist der Landesgeschästsführer des Hessischen Landbundes, Dr. Hermann Kleinkurt, in der Nacht zum Montag plötzlich verschieden. Dr. Kleinkurt war mit mehreren Herren auf einer Besichtigungsfahrt auswärts. Dabei gingen die Pferde des Wagens durch und dio Insassen wurden aus dem Waaen geschleudert. Während die übrigen Insassen ohne Verletzungen daoonkamen, erlitt Dr. Kleinkurt einen mehrfachen Bruch des Unterarmes, was zu einer Blutvergiftung führte. Auch durch Amputation des Armes konnte der bedauernswerte Mann nicht mehr am Leben erhalten werden. Dr. Kleinkurt war am 24. April 1893 in Langsdorf (Kreis Giehen) geboren, studierte an der Landesuniversität, wo er 1920 zum Doktor promovierte. Seit Juli 1923 stand er als Landesgeschäftsführer im Dienst des Hessischen Landbundes, wo er insbesondere im Außendienst hervortrat. Kleinkurt hinterläßt eine Witwe mit fünf Kindern.
Große Schneeverwehungen im Westerwald.
ftür Kraftfahrzeuge unpassierbar.
WSR.Diltenburg, 16. Febr. Di« Schneeverwehungen auf dem Westerwald haben im Laufe des heuttgen Tages einen Grad erreicht, der den Verkehr auf den Hauptstrahen fast völlig unterbunden hat. Seit heute mittag geht ununterbrochen heftiger Windschnee nieder. Die Landjägermeistfrei Driedorf «rläht heute abend eine Warnung an sämtlicheKraft- fahrer, auf ihren Fahrten den hohen Westerwald zu berühren. Auf der Strecke Roth- Driedorf—^Rennerod—Westerburg ist die Hau X>Xr verkehrSstrahe unpassierbar.
Vie Wetterlage.
Bergbau gefordert. So wurden auf Schachtanloge „Konstantin der Große" in Bochum zwei Bergleute durch Gesteinschlag getötet. Auf der Zeche ^Gottes Segen" in Dortmund- Lüttringshausen stürzte ein Bergmann bei Reparattonsarbeiten unter Tage aus einer 5She von vier Dieter ab und war sofort tot. Auf der
Die Schneefälle in Südslawien haben zur Verkehrseinstellung auf zahlreichen Strecken geführt. Die gröhte Schneemenge ist in Montenegro gefallen. Das Land ist bis auf die Straß« von Dori von der QI u 6 eji • Welt völlig abgeschnitten. Rach letzten Rachrichtcn liegt dort der Schnee
Stück von Hans Rehfisch und Wilhelm Herzog heitsamt in Jerusalem an. 2m September 1917 kaum noch etwas zu tun hat) aufführt, erschien wurde er auch beratender Hygieniker an der die Tochter des Majors Esterhazy Sinaifront. *3m Januar 1918, nach Heberstehen und verlangte, bei Richepin und dem Direktor einer Malaria und Arnobenruhr-Erkrankung trat des Theaters vorgelassen zu werden. Als sie er einen Erholungsurlaub nach Deutschland an. empfangen wurde, erklärte sie diesen: „Sie ver- Da er nicht mehr tropendtenftfcchig wurde, stellte letzen dasAndenkenmeinesVatersda- er sich dem stellvertretenden Generalkommarttw durch datz sie die Affäre Dreyfus aufführen des Garde-Korps zur VerfÜMmg und übernahm lassen" Bei diesen Worten wollte fye mit die Malaria-Abteilung im Barackenlcyarett auf einer Hundepeitsche, die sie unter ihrem dem Tempelhoferfelde. Im Dezember 1918 schied Mantel verborgen hielt, auf Ricke Pin ein- er aus dem Heeresdienste <^s ZUs Krregsaus- sch la g e n. Die Peitsch« wurde ihr jedoch von Zeichnungen erhielt er das EK.2. Klasse, den der Frau des ThcaterdirektorS aus der Hand bayerische Militärverdienstorden 4. Klasst und den türkischen Eisernen Halbmond. Rach dem Kriege war Huntemüller zunächst wieder Assistent am Hygienischen Instttut der Hessischen Landesuniversität. Im Jahre 1919 wurde er zum autzer- ordentlichen Professor ernannt und 1923 mit der Leitung der Medizinischen Abteilung des Institutes für Körperkultur betraut, um dessen Entstehung und Einrichtung er sich große Verdienste erworben hat. .
Von den zahlreichen Veröffentlichungen, die in den verschiedensten Zeitschriften erschienen sind, können hier nur die wichtigsten angeführt werden. In mehreren Schriften legte er seine Forschungen über filtrierbare Dirusartcn nieder. Gemeinsam mit Len h fand er z. 2., daß cs sich beim Erreger der Kinderlähmung um ein filtrierbares Virus handelt. Zu nennen ist ferner das nach ihm benannte Verfahren zur Anaerobenzüchtung. 2m Kriege veröffentlichte er mehrere Arbeiten, vorwiegend über exotische Krankheiten, wie Cholera, Malaria, Ierichobeulen usw. In der Rachkriegszeit entstanden eine Reihe von Arbeiten über die normalen Widerstandskräfte (Alexinc) und auch eine Methode zu ihrem Rachweis. Don zusam- mengefaßten Darstellungen seien genannt: In G o t f ch l i ch s Handbuch der hygienischen Unter- suchungsmethvden das Kapitel Doden, im Kolle-Kraus-Hhlenhuth. Handbuch der pathogenen Mikroorganismen, das Kapitel Infektionen durch Trichobaktcrien; gemeinsam mit Kliewe schrieb er einen Leitfaden: Die Infek-
veranstaltet wird. Zur Ausführung gelangt hei IubiläumSschwank (25. Schwank) des bekannten Schwankautvrs Franz Arnold, „Das öfsentlichv Aerzernis". Dieser Schwank wurde am Weihnachtstage 1930 in Dcr.in mit dem denkbar größten Erfolg« uraufgeführt und ist seit dieser Zeit mit demselben Erfolge weiterhin aUabend- lich (inzwischen bereits fünfzigmal!) auf dem Spielplan.
'• Zur Richtigstellung. Durch ein technisches Versehen ethielt in einem Teil der gestrigen Auflage der Aufsatz unseres Sonderberichterstatters aus Monte Carlo eine falsche Heber- schrist. Sie sollte heißen: „Stone und Roulette. — Revolte in Monte Carlo."
*• E i n Brief, der über a ch t Jahre unterwegs war. Ein Leser der .Essenbacher Zeitung" in Offenbach hatte am 28. Dezember 1922 einen Brief an seinen in Boston (Bereinigte Staaten von Amerika) lebenden Bruder geschrieben und damals mit 80 Mark Porto richtig frankiert abgesandt. In diesem Briefe schrieb er ihm, daß in Offenbach teure Zeiten Herrichten und das Pfund Fleisch 500 Mark koste. (Natürlich Papiermark.) Wie groß war aber das Erstaunen des Absenders, als er gestern, am 16. Februar 1931, seinen Brief als unbestellbar zurückerhielt Wo mag der Brief, der über acht Jahre unterwegs war, inzwischen gesteckt haben?
mächtige Feste Münzenberg nnd das Wasserschloß Düdingen. Aber der Süden kommt durch Zersplitterung der Kräfte nie zu einer kraftvollen territorialen Entfaltung. Der Rorden hingegen wird das Gebiet, in dem der Kurfürst von Mainz und der Landgraf von Hessen kraft einer wohlüberlegten Durgenpolitik sich territoriale Machtzentren schaffen.
Das Bistum Mainz baut ganz systematisch I von Amöneburg und Fritzlar aus ein Reh von I Festungen aus. Die Erzbischöfe von Adalbert I. bis auf Siegfried III. Haven in ihre weitschauende Polittk immer einzelne in sich geschlossene Gebiete einbezogen und nicht wahllos da und dort, wo sich eine Möglichkeit bot, zugegrisfen. Auf diese Weise vermochte Mainz, sich mit seinem System von Burgen einen ausreichenden Schuh seines Herrschaftsgebietes zu schaffen, der allen Angriffen der hessischen Landgrafen bis ins 15. Jahrhundert Stand hielt.
Den Ziegenhainer Grafen, einem an Land- i besitz und Hilfsquellen aller Art an sich den übri- ! gen hessischen Herren überlegenen Geschlecht, gelang es infolge des Fehlens einer berechneten Durgenpolittk nicht, sich zur ersten Macht in Hessen aufzuschwingen. So kam es, daß die Landgrafen, die ebenso systemattsch wie Mainz ihre Burgen anlegten, Hessens Territorialherren werden konnten. Die Ziegenhainer konnten nur den letzten Rest von Besitz und Macht, besonders nördlich des Vogelsberges, retten, als im 14. Jahrhundert eine von Fulda aus «nttachte Durgenpolitik einsetzte, bevor die Landgrafen zugriffen. Die Burgenbauten geben uns Auskunft über die Straßen und ihre Bedeutung. So läßt sich z. B. erkennen, daß ein Rückgang des Verkehrs auf der Ridderstraße im 10. und 11. Jahrhundert gegenüber der Kinzigstraße stattgefunden haben muß, der erst nach der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts ausgeglichen wurde. Aehnlich läßt sich bei der Straße durch die ^kurzen Hessen" nachweisen, daß die Bedeutung der Straße erst mit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts begann. Die altbesiedelte Wetterau weist bis in diese Zeit auch keine Durgenbauten auf, woraus zu schließen ist, daß ihr« polittsche Bedeutung ebenfalls nicht groß gewesen ist; erst der in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts lebhafter werdende Rord-Süd-Derkehr zieht auch sie in den großen Fernverkehr mit hinein.
Im Anschluß an den beifällig aus genommenen Vortrag gaben der Vorsitzende, Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Ebel, und Hniversitäts- professor Dr. Mayer noch einige Ergänzungen, die das lebhafte Interesse der Besucher fanden.
Taten iü Mittwoch, 18. Februar
1546: Martin Luther in Eisleben gestorben. — 1564: der italienische Maler Michelangelo in Rom gestorben. — 1838: der Physiker Ernst Mach in Turas (Mähren) geboren. — 1890: bet ungarisch« Staatsmann Graf I. Andrassy gestorben.
Bornotizen.
— Tageskalender für Dienstag. Stadttheater Gießen: „Das öffentliche Aergernis" von 20 bis 22.30 Uhr — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Weg nach Rio".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Hhr (als Vorstellung im Mittwoch-Abonnement), der diesjährige erfolgreiche FaschingS- schwank ..Das öfsentliche Aergernis" von Franz Arnold, unter der Spielleitung von Heinrich Hub. — Morgen, Mittwoch (Aschermittwoch!), 20 Hhr. unter der Spielleitung des Intendanten MarL:? Pagnols Dollsstück „Marius ahoi"; diese Vorstellung für die Dienstagabonnenten. — In Vorbereitung: Mo- lieres Komödie „Misanthrop".
nen Zügen zum Lustgarten marschieren darf. Dem dort statttindenden Appell der Schuhformationen des Reichsbanners wird sich dann ein Vorbeimarsch an dem Bundespräsidenten Hörsing anschließen. Bei der Feier im Sport» palast wird Kultusminister Grimme die Festansprache halten.
bracht.
Schneestürrne in Südungarn.
Die Donau—Save—Adria-Bahn ist durch Schneefälle vollkommen eingeschneit, so daß vom Budapester Bahnhof keine Personenzüge abfahren und auch keine dort einlaufen. Zur Freilegung der Strecken wurden Hilsszüge mit Arbeitern an die betreffenden Stellen entsandt, die aber infolge der noch immer tobenden Schneestürme mit der Arbeit nur sehr langsam vorwärtskommen. Die Freimachungs- arbeiten werden auch dadurch sehr erschwert, daß die Telephonverbindungen vielsach unterbrochen sind. Vorläufig ist es noch ganz unbestimmt. wann der Verkehr wieder aufgenommen werden kann.
vier Meter Schnee in Montenegro.
heimtückischen Erkrankung suchte, für immer die Augen. Die Rachricht von dem Ableben des vortrefflichen Menschen und Wissenschaftlers, hat Die Not der Zeit hat auch dem diesjährigen Kar- alle, die ihn kannten, aufs ttefste erschüttert, ncval in K ö l n, der Hochburg der Narrenzunft, den Leine edelmüttge und vornehme Gesinnung, seine Stempel aufgedrückt. Am Sonntag waren zwar viel I hohe Auffassung für alles Gute und Schöne, Festfreudige auf der Straße, aber nur wenig fein offenes und natürliches Wesen, waren die Stoftümicrte. Die großen KarneoalsgeseUschaf- hervorragendsten Lharaktcreigenschastnr dieses ten hielten ihre letzten Sitzungen ab, die üblichen selbstlosen Mannes, der nicht nur dem einzelnen Itrembenfihunaen. Es waren aber nur wenige Menschen, sondern dem Volke, ja der ganzen Fremde nach Köln gekommen und die Reichsbahn Menschheit Wertvolles gegeben hat. Das Ab- konnte nur einen mittleren Sonntagsverkehr fest- leben des Gelehrten ist um so tragischer, als (teilen Aus der Straße hatte besonders die Jugend er ein Opfer seines Berufs wurde. Als Hygiem- das Regiment in der Hand, während sich erst in den fcr und Dateriolog« suchte er immer mehr die Abendstunden die Masken der älteren Narren zu Lebensdedingungen der K.einlebewescn und Maß- ^eiaen wagten. Man hatte daher um so größere „ahmen zu ihrer Bekämpfung zu ergründen. Aoffnunaen auf den Rosenmontag, den Hohe- Aus der richttgen Erkenntnis heraus, daß nicht. punft des Festes, gesetzt. Aber die Not der Zeit allein der Erreger, sondern auch die Empfäng- hatte die Gesellschaften zur Aufgabe des eigentlichen sichkeit des Menschen eine entscheidende OMle Karnevals gezwungen und nicht einmal eine Kap- beim Zustandekommen einer ansteckenden Krank- oenfahrt war zustande gekommen. Damit war der spielt, galt sein Streben im letzten Jahr- Hauptanziehungspunkt für den Kölner Karneval ge- ^fmt, durch Pflege der Leibesübungen eine »allen. Die meisten Geschäftsunternehmen Kölns Hebung der Konstitutton und damit einen gehalten jedoch ihren Betrieb am Nachmittag geschlos- wissen Schuh gegen ansteckend« Krankheiten zu len und so war es verständlich, daß bald in sämt- erzielen. v
liehen Straßen der Innenstadt außerordentlich reger Otto Huntemüller wurde am 13. Dezem- 'Berfebr herrschte. Es waren aber meistens „Zivi- | her 1878 zu Hoya als Sohn eines Kreisarztes listen" die etwas sehen wollten. Sie kamen kaum geboren. Ostern 1900 bestand er am Gymnasium auf ihre Kosten. Das Maskentreiben auf der Straße zu Bückeburg die Reifeprüfung, hierauf ftu- mar recht mäßig. Die sonst gewohnte tolle Fröhlich- friert« er in München und Freiburg i. B, legte feit aller fehlte. Eine etwas lebhaftere Note brachten 1905 das medizinische Staatsexamen in München lediglich einzelne Karneoalsgesellschaften in das ab und promovierte daselbst mit der Dissertation Straßenbild. Am Abend konzentrierte sich alles auf .Vernichtung der Bakterien im Wasser durch die einzelnen Gaststätten, wo bald recht lebhafter Protozoen." Rach seinem Staatsexamen war er Betrieb herrschte 'Nur wenige Lokale mußten ihre cttoa eineinhalb Jahre lang Schiffsarzt beim Pforten wegen ÜebcrfüUung schließen, während in -Aorddeutschen Lloyd und kam als solcher nach den vergangenen Fahren in den Abendstunden kaum Aord- und Südamerika, Indien, China, Japan nock Zugang zu Den Gaststätten zu finden gewesen usw. Seine wissenschaftliche Tättgkeit begann war. Huntemüller nach seiner Rückkehr als 2lsitttent
vund der Heilberufe für soziale Erneuerung. am Instttut für ^nfekttonskrankheiten -Fobert Unter Führung des Danziger Arztes Dr L U t | auf^d^n Gebote ^Infekttonskrank-
heiten wurde Huntemüller von seinem Lehrer, Geheimrat Gaffky, beauftragt, in Ost- und Westpreußen Stattonen zur Bekämpfung von Typhus und Cholera einzurichten. Im Jahre 1913 schuf er eine bakteriologische und Wutschuhstatton in Jerusalem. 1914 habilitierte er sich unter Pro- fessor P. Schmidt an der Hessischen Landes- universitat mit der Habilitationsschrift: ^Kritische Studien zur Morphologie und Züchtung
ist vor einiger Zeit eine Bewegung ins Leben ge- rufen worden, die sich gegen das jetzige Sy- st em der Sozialversicherung wendet und Deren noUftänDigen Umbau forDert. Die Bewegung hat inzwischen zuv OrünDung eines Dunbes Der Heilberuse für soziale Erneuerung geführt. In einem von mehreren hundert Aerzten, Zahnärzten unb Apothekern unterzeichneten Aufruf wirb „Der Ersatz ber heutigen proletarifierenbcn staatlichen Fürsorge durch eine in d e r F ° m N i e wur - . H^rbarer Dirusarten." zelnde Vorsorge und zur Durchführung dieser 6cinc Lehrtätigkeit wurde aber bald durch den der Umbau der heutigen kollektivistischen sozial- Llusbruch des Weltkrieges unterbrochen. Am Versicherung in ein Spar sy st em mit voller Der. Mobilmachungstage rückte er als Ober-
antmortlid)feit lebes Einzelkken geforbert. arzt in das Feldlazarett 9 des 3. bayerischen AK.
Vrosessor von Rümelin 70 Jahre alt. ein und machte in seinem Verband« Ende 2lugust
TnEinncr Hniverlitätskcrnzler Staatsrat 1914 die Lothringer Schlacht mit. Anfangs Sep°
P^fesso^Dr. v 0 n R ü m e l i n wurdonzu seinem ^s^er 1914 wurdem: als
berg und Vertreter der württembergischen gifäe ^ubersuchungsamt der ^?Wrmsch^wurde iÄWÄÄÄ ritoen AK?v-E°°n »»<*•« veransta.tete einen Facke z g. beratender Hygieniker der Deutschen Jrak-Gruppe
Zwischenfälle in Pari« bei ber Filmvorführung in Bagdad. Hier rief er ein bakteriologisches Hn- „S>ie Affäre DreyfuS". tersuchungsamt ins Leben und wurde Leiter des
dem Bureau des Theaters, das das Stück Seuchenlazaretts der deutschen Jrak-Gruppe. Rach
Qwolkenlos, ©ntne». {Jnoib Dedtm 9 woixiq. • oroeckt »Rrgta w Sehnte a Crauptln. s Heoel R 0ewitier.@Winfl5tiHe.-O «hr «enter Ost £ nassifle» Südsüdwest q stürmischer «tordwesi Oie Piene fliegen mit dem wmfle. Die oeiden Stationen stenenoen lat» <en gehen die Temperatur an. Die Linien vereinten Orte mit gielchcfll <ui Meeresniveau umoervcHnrie* luftdruti
Wettervoraussage.
Der Kern ber Norbmeerstörung hat sich abgeslacht unb sübostwärts weiter bewegt, so bah er heute morgen über Holland lag. Dabei gelangte der Kaltlufteinbruch an Der Rückseite Der Störung bereits bis über Die britischen Inseln vor. Die Kaltluft wirb ihren Weg weiter nach bem Festlands vornehmen und die bei uns gegenwärtig noch lagernde mildere Ozeanluft wegräumen, wodurch neuer Temperaturrückgang in Aussicht steht. Gleichzeitig wird sich zunächst die Störungstätigkeit in unbeständigem Wetter entfallen, unb es werben Nieberschläge, bie mehr ben Charakter von Schauern annehmen, in Form von Schnee unb Graupeln auftreten. Die Temperaturen gehen, noch begünstigt burch Auf- klaren, später auf ben Gefrierpunkt zurück.
Aussichten für Mittwoch: Wiebcr Temperaturrückgang, wechselnb bewölkt mit Schnee- schauern, westliche bis norbwestliche Winde.
Lufttemperaturen am 16. Februar: mittags 1,1 Grad, abends 0,7 Grad, am 17. Februar: abends — 0,5 Grad. Maximum 2,4 Grad, Minimum —0,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. Fe- bruar: abends —0,2 Grad; am 17. Februar: morgens 0 Grad. — Niederschläge 3,8 mm.
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