Ausgabe 
16.5.1931
 
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Vorstandes und des Dekanatsausschusses de« Evangelischen Dekanats Schotten. Der Kirchen­vorstand und eine Abordnung der Kirchenge­meindevertretung begaben sich in die Wohnung des Jubilars, wo der Ortsgeistliche in einer An­sprache die Glückwünsche der Kirchengemeinde darbrachte und ein Geschenk übermittelte, außer­dem ein Glückwunschschreiben des Landeskirchcn- amtes verlas und ein von der Landeskirche ge­sandtes künstlerisches Gedenkblatt überreichte.

Preußen.

Bauernschafts-Protest im KreiseWehlar

# Wißmar, 14. Mai. Hier fand eine Ver- treterversaimnlung der Ortsbauernschaf­ten von Launsbach und Krofdorf statt, die sich eingehend mit der Notlage der Landwirtschaft beschäftigte. Es wurde fol­gende Entschließung angenommen:

Die Mitglieder der Ortsbauernschaften von Launsbach und Krofdorf erklären einmütig, daß sie am Ende ihrer Kräfte angelangt sind. Seit Jahren haben wir unsere Notrufe an die Regie­rung ergehen lassen, uns vor unserem Untergang zu bewahren, aber leider sind sie unerhört ge­blieben. Die Notlage der Landwirt­schaft ist immer schärfer geworden, so -daß wir jetzt hilflos dastehen. Wir stellen den Antrag an die Kreisbauernschaft, sich restlos für unsere am Boden liegende Landwirtschaft einzusehen. Schon seit Jähren fordern unsere Führer Taten und wollen nicht mit Worten abgespeist werden. Der Käuferstreik der Landwirtschaft war schon einmal fix und fertig und ist bis heute noch nicht gekommen. Wir sehen uns genötigt, die schärf­sten Wege zu beschreiten. Wir fordern die Kreisbauernschaft auf, unseren Antrag weiter zu behandeln, und wir stehen einmütig auf dem Standpunkt, sämtliche Zahlungen an Steuern und sonstigen Abgaben ein­stellen zu müssen, toenn wir nicht die Ver­schuldung unseres gesamten Besitzes herbeiführen wollen. Wir fordern nochmals schleunigste und gründlichste Behandlung der Angelegenheit. Fer­ner fordern ioir die Kreisbauernschaft auf, das Bürgermeisteramt, das Landratsamt und das Finanzamt von dieser Entschließung sofort in Kenntnis zu setzen."

Die Kreisbauernschaft Wetzlar hat diese Ent­schließung weitergeleitet. In einem Schreiben an den Landrat des Kreises Wetzlar weist sie be­sonders auf die bevorstehenden Etatsberatungen im Kreistage hin und fordert äußerste Spar­samkeit auf allen Gebieten, ganz besonders aber Senkung der überall hohen Ge­meindeabgaben. Die Erbitterung der Orts­bauernschaften sei berechtigt, denn bei den heu­tigen Preisen der landwirtschaftlichen Produkte, insbesondere beim Vieh, komme der Bauer von Haus und Hof, wenn die Entwicklung so weiter­gehe. __

Daten für Sonntag, 17. Mai.

Sonnenaufgang 4.34 Uhr, Sonnenuntergang 20.10 Uhr. Mondaufgang 3.56 Uhr, Monduntergang 20.38 Uhr.

1821: Pfarrer Sebastian Kneipp in Stephansried (Bayern) geboren; 1840: der Großindustrielle August Thyssen in Eschweiler geboren.

nada die Einwanderung britischer Landarbeiter nicht gleich ganz untersagen, aber die kanadllche Regierung half sich damit, daß sie die Ern- wanderungsbestimmungen verschärfte. Dre Einwanderung britischer Landarbeiter fuhrt über kurz oder lang immer zu einer Zuspitzung der Lage am industriellen Arbeitsmarkt tm Osten. Der Landwirt selbst aber, der entschlossen ist, sich in Kanada anzusiedeln, hat mit der 2ttbetts- losigkeit in der kanadischen Industrie luchts zu tun. Er ist nicht nur für den Arbettsmartt ungefährlich, sondern sogar erwünscht, denn ledes neue Stück Land, das besiedelt und urbar gemacht wird, bedeutet sehr bald Saisonbedarf an land­wirtschaftlichen Hilfskräften. Außerdem ist di« Besiedelung Kanadas für Kanada selbst eine Lebensfrage. Es ist darum durchaus erklärlich und verständlich, daß Kanada die Einwanderung von deutschen Landwirten wieder gestattet. Man kennt in Kanada die Zähigkeit und unermüd­liche Ausdauer des deutschen Bauern, und man weiß diese feine Fähigkeiten sehr zu schätzen. Und gerade jetzt, wo die kanadische Landwirtschaft unter einer Krise zu leiden hat, wie sie sie fett vier Jahrzehnten nicht mehr erlebt hat, ist das Verlangen nach der harten Ausdauer des dertt- schen Dauern besonders groß. Kanada braucht den deutschen Dauer!

Aber vor übereilten Schritten kann nicht genug gewarnt werden. Der kana­dischen Landwirtschaft geht cs augenblicklich bei dem Rekordtiefstand des Weizenpreises außer­ordentlich schlecht; viele Landwirte haben ihre Ernte gar nicht eingebracht, sondern auf dem Felde liegen lasten, weil die Arbeit nicht lohnte und der Weizen nicht loszuwerden ist. Und ein Ende dieser schweren Lage ist vorläufig noch gar nicht abzusehen. Wer also glaubt, daß er in kurzer Zeit drüben großer Weizenbauer und reicher Mann werden kann, der sollte sich den Auswanderungsgedanken aus dem Kops schlagen. Unermüdliche, sehr harte Arbeit und zunächst gar kein und dann sehr karger Ertrag sind der Lohn der ersten Jahre. Die 160 acres wilden Landes, die die kanadische Regierung dem Einwanderer gibt, muffen erst urbar gemacht wer­den, ehe der an und für sich fruchtbare Doden goldenen Weizen trägt. Und dann muh auch der Weizen wieder etwas einbringen, und das ist zur Zeit nicht der Fall. Die 1000 Dollar Kapi­tal, deren Nachweis die Regierung von jedem einwandernden Dauern verlangt, sind angesichts der schweren wirtschaftlichen Lage und der fort­dauernden Krise der kanadischen Landwirtschaft gar nicht viel Geld, und mancher wird gut tun, mehr mitzunehmen, toenn er es kann, um sich über die ersten Jahre zu helfen.

Auf eine andere Schwierigkeit muß auch immer wieder hingewiesen werden: Wer allein hin- übergeht, kann unter Umständen sehr lange warten, bis es ihm gelingt, seine Angehörigen nachkommen zu lasten. Mancher deutsche Dursche ging hinüber, um sich drüben eine eigene Scholle zu schaffen und heute ist es ihm unmöglich, seine Braut oder andere Angehörige hinüber- zubekommen. Die Einwanderungsbehörden ver­fahren da sehr streng, und mancher Bauer, der sich drüben sein Haus baute, wartet vergeblich auf seine Braut: Die Behörden lassen sie nicht herein.

Immerhin aber bestehen nach der Milderung des strengen Einwanderungsverbots für den deut­schen Bauer wieder gewisse Möglich­keiten. Die Wirtschaftslage der deutschen Land­wirtschaft ist noch trostloser als die der kanadi­schen; in Deustchland ist es vor allem wegen der hohen steuerlichen Belastung auch bei härtester Arbeit oft nicht möglich, den Hof zu halten. In Kanada aber kann harte Arbeit immer zu einem Erfolge führen, besonders, wenn 'sich der Dauer nicht dem Weizenbau allein .widmet. Auch das ist eine der hochgeschätzten Eigenschaften des deutschen Dauern, daß er gute und große Kenntnisse der Vieh- und Ge­flügelzucht mitbringt, so daß er dem Weizen­bauer gegenüber immer einen Vorteil hat. Deutschland: Volk ohne Raum; Kanada: Raum ohne Volk! Und ein einwandernder deutscher Dauer ist überall in der Welt, auch in Kanada, mehr geschäht als zwei und drei Einwanderer aus anderen Staaten. Ch. R i e d w e g.

Ober&effen.

Gemeinderai in Laubach.

d Laubach, 13. Mai. Der Gemeinde- rat genehmigte in feiner gestrigen Sitzung zu­nächst die von der Direktion der Realschule ein­gereichte Liste der Freistellenbewerber für das Schuljahr 1931/32. Weiter wurde eine Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben der Realschule vor­gelegt, aus der sich ein günstiges Ergebnis fest­sten en lieh. Ueber den Rückerwerb des Frosch­lochgeländes ist es zu einem Vergleich gekommen, wonach die Rückauflassung des Geländes an die Stadt gegen Zahlung von 500 Mk. an den seitheri­gen Eigentümer erfolgen soll. Der Gemeinderat genehmigte den Vergleich. Eine längere Aus­sprache entspann sich über die Rückforderung der den Anliegern bei der Ausführung von Kanali­sationsarbeiten vorgelegten Beträge von insge­samt 6150 Mk. Die Summe soll in sechs gleichen Jahresraten zurückerhoben werden.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 15. Mai. Die jüngste Gemeinderatssihung fand im neuen De- ratungszimmer im Rathause statt. Bürgermeister Rinn würdigte in einer Ansprache die lokal­geschichtliche Bedeutung dieser Sitzung und gab dem Wunsche Ausdruck, daß auch in dem neuen Deratungsraume in friedlicher Zusammenarbeit nur ersprießliche Tätigkeit zum Wohle der Ge­meinde geleistet werden möchte. Hierauf wurde der neue Beigeordnete Ludwig Sack V 11. vom Bürgermeister in sein Amt ein geführt und ver­pflichtet, ebenso wurde das neue Gemeinderats­mitglied Ludwig Jung I I I. in sein Amt ein» gewiesen. Die Arbeiten für die Haus- anf (bluffe der Wasserleitung und Kanalisation für 1931 wurden dem Instal­lateur Albert Schmidt übertragen, die Ar­beiten zur Erweiterung des Ortsnetzes der Wasserleitung und Kanalisation erhielt der Bau­unternehmer Ludwig Schneider 11. Um für die Wohlfahrtserwerbslosen Ar -

beitsgelegenheitzu schass«», soll der Aus­bau der Wilhelmstraße demnächst in Angriff genommen werden. Der Kostenvoranschlag bezif­fert sich auf 9600 Mark. Die Arbeiten will man in ortsüblicher Weise ausschreiben. Rach dem Bau der Wasserleitung sind die Gemeinde- brunnen zwecklos geworden, sie sollen nach und nach beseitigt werden. Als erste will man drei Brunnen zuschütten. Im übrigen wurde noch eine Anzahl kleinerer Angelegenheiten erledigt.

a Klein-Linden, 15. Mai. Der Ge­meinderat beschäftigte sich in feiner jüngsten Sitzung mit dem Dau der Kläranlage und beschloß, darüber zunächst noch einige Gutachten einzuholen. Gegen den neuen Ortsbau- plan ist von einem Einwohner Einspruch er­hoben worden. Der Gemeinderat beschloß Be­sichtigung des betreffenden Geländes, ferner soll das Hochbauamt Gießen einen genauen Plan über die an dieser Stelle geplante neue Straße vor­legen Es handelt sich um eine neue Straße, die am Ortsausgang nach Grohen-Linden ab- zweigt und direkt nach Gießen führt, ohne Klein- Linden zu berühren. Ueber ein Ersuchen des Landeskirchenamtes, zu der Stelle eines Pfarr- assistenten gemäß Gemeinderatsbeschluh von November 1907 wieder einen jährlichen Zu­schuß in Höhe von 500 Mk. zu zahlen (seit zehn Jahren ist kein Beitrag mehr von der Gemeinde geleistet worden) soll das Kreisamt Gießen um ein Gutachten gebeten werden. Dem Krie- gerberein wurde der Gemeindeplatz beim

auf die große Beteiligung auswärtiger Schützen beim vorjährigen Hauptschiehen hin. Die Rech­nung für 1930 schloß bei 1398 Mk. Einnahme und 1335 Mk. Ausgabe mit einem Ueberschuß von 63 Mk. ab. Ueber die Tilgung der bei der hiesigen Dezirkssparkasse und dem Dorschutzver- ein bestehenden Schulden wurde längere Zeit be­raten. die Entscheidung aber vertagt. Der bis­herige Vorstand wurde wiedergewählt. Mit der Dildung einer Jungschützenabteilung wurden die Mitglieder Dr. Roßbach und O. Högh be­auftragt. Del dem Erösfnungsschiehen war Gustav Schneidt jun. der beste Schütze des Tages; er errang neben der Königskette mit 162 Ringen auch noch die Tagesehrenscheibe und den ersten Preis auf Kleinkaliber-Meisterscheibe. Den ersten Preis auf Meisterscheibe (100 Meter) erzielte A. Enders. Der hiesige Gesangverein Harmonie" trat nach zweijähriger Pause mit einem Konzert im Saale desSolmser Hofes" wieder vor die Oeffentlichkeit. Der Verein, der vor 30 Jahren von Oberreallehrer Gerhard gegründet und lange Jahre geleitet wurde, ver­fügt auch heute noch über einen stimmlich hervor­ragenden Chor, der unter der Leitung des Diri­genten, Reallehrers Haas, eine Reihe Chöre, Quartette usw. in hervorragender Weise zu Gehör brachten. Auch Sologesänge der Mitglieder Christian D v n E i f f und Karl Jockel bewiesen die hervorragende Gesangskultur in dem Verein. Um die Klavierbegleitung machte sich Herr Fritz Jost sehr verdient. Sämtliche Darbietungen fan-

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den verdientermaßen den starken Deisall der Zu­hörer. Der Verein kann mit diesem Erfolg sehr zu­frieden sein.

cp Gedern, 13.Mai. Seinen SO.Geburts- tag feierte heute in voller körperlicher und geistiger Frische der Mühlenbesitzer Christian Ober heim IX., Mitglied des hiesigen Kirchen-

Rundfunkprogramm.

GasthausZur deutschen Eiche" als Festplatz für das Bezirkskriegerfest zur Verfügung gestellt. Die Kosten für Erweiterungen des Elek- trizitätsortsnetzes, die im Gesamtbeträge von 1083,50 Mk. vom Gießener Elektrizitätswerk der Gemeinde in Rechnung gestellt wurden, sollen auf die Gemeindekasse übernommen werden, nach­dem sich keine Klarheit über die Besteller dieser Leitungen hat schassen lassen. Es handelt sich um Zuleitungen für Neubauten, die außerhalb des Ortes stehen. Nach Mitteilung des Gießener Elektrizitätswerkes werden Zünftig Kosten für derartige Ortsnetzerweiterungen, wenn diese nicht mehr als 100 Meter lang sind, nicht mehr be­rechnet. Die vorläufig beschlossenen Aus- s ch l a g s s ä tz e für das Rj. 1930 gelten als end­gültig. mit Ausnahme der Gewerbesteuer vom Gewerbeertrag, bei der wegen anderweitiger Fest­setzung des Ertragssteuerwertes eine Umrechnung stattfindet.

H Grvhen-Linden, 15. Mai. An Hun- melfahrt ereignete sich hier ein Unglücksfall, der leicht schlimmere Folgen hätte haben können. Ein R a d s a h r e r aus Lang-Göns fuhr die sehr abschüssige Dahnhofstraße hinunter und rannte da­bei in der Frankfurter Straße gegen ein in Rich­tung Gießen fahrendes Auto. Infolge des hef­tigen Anpralls wurde der Radfahrer vom Fahr­rad herunter über den Kühler des ßlutod auf die andere Seite der Straße geschleudert und vom Auto noch ein Stück geschleift. Glücklicherweise trug er nur einige Verletzungen am Kopfe davon. Dr. Speck von hier leistete die erste ärztliche Hilfe und verband den Verunglück­ten. der dann mit einem Auto nach seiner Woh­nung in Lang-Göns gebracht werden konnte.

Dg. Grohen-Duseck, 15. Mai. Die wäh­rend der Inflationszeit erbaute ehemalige Lack­fabrik ging in den Besitz von Rinn & Cloos über. Es wird mit einer Beschäftigung von hun­dert Arbeitern gerechnet. Dieser Besihwechsel wird für unsere Gemeinde von großer Bedeutung sein.

LJ Nonnenr oth, 15. Mai. Am nächsten ßomttag findet hier im GasthausDeutsches Haus" ein Liedertag des Gaues Chat- tia-Wettertal statt. Die Gauvereine werden dabei je einen Pflicht- und einen selbstgewählten Chor, anschließend Massenchöre zum Vortrag bringen. Näheres ist aus der Anzeige im gestrigen Gießener Anzeiger" ersichtlich.

F Rabertshausen, 14.Mai. Hier fand in der Wirtschaft von Schwer derHassia"- Bezirkstag des Bezirks Hun gen statt. Rach einem Begrüßungschor des hiesigen Män- nergesangvereins und einer Ansprache des Vor­sitzenden des hiesigen Kriegervereins nahmen die Verhandlungen unter dem Vorsitz des Bezirks- Vorstehers, Förster Büttner (Langd), einen flotten Verlauf. Reben den geschäftlichen An­gelegenheiten wurden u. a. auch eine Anzahl Ehrenzeichen überreicht. Bei der Vorstandswahl wurde der gesamte Vorstand einstimmig wieder- gewählt. Als Delegierte zum Dertretertag wur­den der Bezirksvorsteher Förster Büttner (Langd) und Lehrer Roth (Rabertshausen) be- sttmrnt.

Kreis Schotten.

Laubach, 13. Mai. Der hiesige Schützenverein hielt seine diesjährige Haupt­versammlung imSchützenhof" ab. Der Vor­sitzende, Schühenmeister W. K r e i ck e r, erstattete zunächst den Jahresbericht und wies dabei u. a.

Sonntag, 17. Mai.

7 (Von Hamburg): Hafenkonzert auf dem DampferCap Arcona". 8.15: Morgenfeier, ver­anstaltet von der Evangelischen Landeskirche. 9.15 (Don Mainz): Stunde des Chorgesangs. 10.10: Laienmusik. 11.10:Friedrich Maximilian Klin­ger", Vortrag von Curt Desch. 11.30 (Don Leip­zig): Reichssendung: Kantate am Sonntag Exaudi"Sie werden euch in den Bann tun" von Joh. Seb. Dach. 12 bis 12.30: Konzert. 12.30: Schallplattenkonzert: Kabarett und Tonfilm. 13.50: Stunde des Landes. 15: Stunde der Ju­gend: Die Stemtaler von den Drüdern Grimm. 16 (Von Wiesbaden): Einweihung der Segelflug­halle. 16.15: Vortrags stunde Adrienne Thomas. 16.50 (Von Hamburg): Schlußspiel des Arbeiter- Turn- und Sportbundes e. D. um die deutsche Fußballmeisterschaft. 17.40: Operetten-Konzert des Rundfunk-Orchesters. 19.20 (Von Mannheim): Wilhelm v. Scholz liest aus eigenen Werken. 19.50: Cello-Konzert. 20.30: (Bunter Abend. 22.50: Das Mikrophon belauscht eine Nachtigall. 23.10 bis 24: Tanzmusik.

Montag. 18. Mai.

8 bis 9 (Don Dad Orb): Frühkonzert des Kur­orchesters. 11.50: Schallplattenkonzert. 16:Aus der Schulfunkarbeit", Vortrag von Ministerialrat Haslinde. 16.30 bis 18 (Von Kassel): Konzert. 18.10:Was wollen die Kunstausstellungen in Dad Homburg?", Vortrag von Dr. von Holst vom Frankfurter Historischen Museum. 18.25: Eine Forschungsreise nach Kleinasien", Vortrag von Karl Moeller. 18.50:Zum 500. Todestag der Jungfrau von Orleans", Vortrag von Dr. Hermann Wendel. 19.15: Englischer Sprachunter­richt, erteilt von Oberstudienrat Paul Olbrich. 20.15: Lebensweisheit in der Nuß, HL Ein viel­genannter Unbekannter: Knigge. 20.30 (Von Genf): Bericht von der Genfer Ratstagung. 20.40: H. M. S. Royal Oak, ein Jazz-Diatorium nach Worten von Otto Rombach. 22: Zeitbencht: Außenpolitische Debatte in Italien.

Dienstag. 19. Mai.

8 bis 9 (Don Dad Orb): Frühkonzert des Kur- orchesters. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15.50; Hausfrauen-Nachmittag. 16.30: Nachmit­tagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15:Aus der Praxis des Vormundschaftsgerichtes", Vor­trag von Amtsgerichtsrat E. Levi, Frankfurt am Main. 18.45:Der Dom zu St. Marien in Riga", Vortrag von Georg Geist. 19.15 (Don Karlsruhe):Geistige Grundlagen unserer Wirt­schaft", Dortrag von Hermann Hagen. 19.45: Nacht im Obdachlosenasyl, Hörbericht von Paul Laven. 20 (Dom Frankfurter Opernhaus): Sa­lome. 21.40 (Don Genf): Bericht von der Genfer Ratstagung. 21.50: Klavierkonzert, Werke böh­mischer Meister aus dem 18. Jahrhundert.

Mittwoch. 20. Mai.

8 bis 9 (Don Dad Salzschlirf): Frühkonzert des Kurorchesters. 10.20 bis 10.50: Schulfunk, Proben aus demMusikbaukasten" von Dernhard Selles. Dorgetragen von (Stubienrätm Cilla Geis mit ihrer Klasse. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.15:Modernes Gift", 3. Dortrag von Dr. Irene Levis. 18.45: Espe­ranto-Unterricht, erteilt von Dr. Vogt. _ 19.15: Neuerungen auf dem Gebiet der Sozialfürsorge feit 1928: Militärverforgung", Dortrag von Ober- regierungsrat Dr. Kümmerlen. 19.45: Dalalaila- Konzert des Balalaika-Orchesters Stuttgart. 20.30 (Don Breslau): Reichssendung: Das ist Schlesien, Bericht, Spiel und Dichtung. 22 (Don Karlsruhe): Bilderbuch ohne Bilder.

Donnerstag, 21. Mai.

8 bis 9 (Von Bad Orb): Frühkonzert des Kur- vrchesters. 9: Schulfunk, Die Edertalsperre, Hör­bild von Paul Laven. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Nachmittags­konzert des Rundfunkorchesters. 18.10: Zeitfragen. 18.30:Der Moselwein", Eine Plauderei von Pros. Dr. Wirtz. 18.50:Zur Seelenkunde deut­scher Stämme und Landschaften". Vortrag von Professor Dr. Paul Zaunert. 19.20:Die inter­nationale Verschuldung", Vortrag von Dr. Levi- sohn. 19.45: Richard-Wagner-Konzert des Rund­funkorchesters. 21: Pedro Calderon de la Darca, zum 250. Todestag des Dichters.Das Große Welttheater", übertragen von Joseph Freiherrn von Eichendorff. 22.50 bis 24: Tanzmusik.

Freitag, 22. Mai.

8 bis 9 (Von Bad Nauheim): Frühkonzert des Kurorchefters. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20 bis 15,50: Erziehung und Bildung:Abiturienten haben das Wort", Gespräch zwischen drei Abi­turienten und Dr. Paul Laven. 16.30: Nach­mittagskonzert des Rundfunk-Orchesters. 18.05: Stunde des Films. 18.45: Aerztevortrag:Das Milieu als Krankheitsursache". 19.15: Dr. h. c. Ad. Damaschke. 19.45: Volksliederabend. 20.30: Im Fluge um die Welt. 21.30: Konzert des Phil­harmonischen Orchesters Stuttgart.

Samstag, 23. Mai.

8 bis 9 (Von Bad-Nauheim): Frühkonzert des Kurorchesters. 11.50: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend': Die Drückeberger, ein Hör­spiel von Kurt Freud. 16.40: Opel-Deutschland- fahrt, Etappe Trier. 17.10: Konzert. 18.15: Grenzlandnot", Vortrag von Regierungspräsi­denten Dr. Sassen. 18.45: Stunde der Arbeit: Einst und jetzt", Gespräch zwischen Theodor Tho­mas und Fritz Algesheimer. 19.15: Spanischer Sprachunterricht, erteilt von Dr. H. Petriconi. 19.45: Verräter, nach dem Englischen des L. Dee- ston, von Karl Köstlin. 20.15: Das Weib im Pur­pur, Operette in drei Akten. 22.35: Tanzmusik.