über diese Material einzuholen. Sin entsprechendes Aufnahmegesuch FalkenbacherS ist aber von der RSDAP. Anfang April ob» gelehnt worden.
Schwere Slreikunruhen in Rordfchweden.
In Avalen (Rordschweden) ist es zu blutigen Zusammenstößen -wischen ft retten- den Arbeitern und einer Militärabtetlung gekommen, wobei 6 Personen geto t e t und ebenso viele verletzt wurden. Noch niemals ist m Sch weder ein derartiger Zusammenstoß vor gekommen. Die Leitung der Zellstofft^rke von Avalen hatte versucht, den Betrieb, der durch emen plötzlichen Streit lahmgelegt war, mit Hilfe von Arbeitswilligen Wetterzufuhren. Unter dem Einfluh kommunistischer Agitatoren wurden einige Arbeitswillige von einem großen Demon- stationSzuge streikender Arbeiter schwer mrtz- handelt. Die Ortspoltzer war machtlos, so daß aus der nächsten Garnison Tolles teo Militär angefordert wurde, das in einem Extrazuge in Avalen eintraf. Dort wurden die Truppen m i t Steinen beworfen, wodurch mehrere Soldaten verletzt wurden. Als die Mass« gegen das Militär vorging, versuchte man die Anwendung von Rauchgaskwmben. Eine berittene Abteilung muhte mit gezogenem Säbel vorgehen. Als die Demonstranten anfingen, auf das Militär zu schiehen, gab der befehlshabende Offizier das Kommando zu einigen Schreckschüssen. Als auch dies nicht half und die Gefahr bestand .daß die Truppen von der Volksmenge überwältigt werden konnten, wurde scharf geschossen. Das Rkilitär hat sich in Notwehr befunden. Die Zahl der Streikenden in dem nord schweb tscheir Sägewerksgebiet wird mit 20 000 beziffert. Freitagabend wurde der Generalstreik Prokla- nitert von dem noch weitere 12 000 Arbeiter betroffen werden. Auf ein« Interpellation der Kommunisten im Reichstag, in der die Demis- sion der Regierung gefordert wird, versprach der Ministerpräsident ein« streng« und unparteiische Untersuchung der Zwischenfälle.
Trauerfeier für den Tsinglau-Jlieger.
ImHamburgerHafen fand an Bord des Dampfers, der die Ascheurnen des tn Südamerika abgestürzten Fliegers Günther Plüschow und seines Begleiters Ernst D r e b l o w nach Deutsch- land brachte, eine Trauerfeier in Anwesenheit von Angehörigen und Vertretern des Hamburger Senats und mehrerer Verein« statt. Am Anschluß fand die Ueberführung der Urnen nach Berlin statt.
(Eine 100 000-Mork-Stiflung für die Universität Göttingen.
Konsul Fritz Groenewold, Genf, ein gebürtiger Ostpreuße, hat dem Institut für Leibesübungen an der Universität Göttingen eine Stiftung in Höh« von 100 000 Mk. gemacht, die dazu dienen soll, dem Institut grgtze zentrale Sportanlagen zu schaffen. 1
Unter einer einstürzenden Mauer begraben.
In E s ch w e g e ereignete sich in einer Gartenwirtschaft ein schwerer Unglücksfall. Der städtische Techniker Sttcckhardt hatte mit seiner Frau und dem Malermeister Maurer an einem Tisch Platz genommen, als ein Teil der in unmittelbarer Rähe befindlichen Stützmauer, die den Garten gegen den ansteigenden Abhang schützen sollte, plötzlich e i n st ü r z t e. Durch das Steingeröll und die nachfolgenden Erdmassen wurden die drei Personen verschüttet. Während Streck- bardt nur noch als Leiche geborgen werden tonnte, erlitten seine Ehefrau und der Malermeister so schwere innere und äußere Verletzungen, dah ihr Zustand besorgniserregend ist.
Aus Oer provinzialbauptfiadi.
Gießen, den 16.Mai 1931.
Zrühsommer.
Run spannt sich wieder sommerlicher Himmel über uns, auf dem di« schneeigen Segel der Wolken ziehen. Und glitzernde Sonne liegt in den Straßen, spiegelt in den Fenstern, malt zitternde Kringel durch das leuchtende Grün der Kastanien, küßt bunte Blumen in den Vorgärten und wirft eine goldene Decke über meinen Schreibttsch.
Durch das weitvffene Fenster streicht der Atem eines durchsichtigen, berauschend schönen Rachmittags. eines Sommernachmittags — erster Sommer, der viel verspricht, Ahnung ist von heißer, zitternder Luft über goldgelben Weizenfeldern und flammenden Mohn. Erster Sommer: das ist schönste Freude, Vorfreude auf Feiertage, auf warme, samtblaue Rächte unter geheimnisvoll rauschenden Bäumen, Vorfreude auf lustige Dadr- tage in Fluß und See...
Schon sind die Abende zärtlich und weich wie das Lächeln einer wunderbaren Frau, und warmer Wind geht über das weite Land, wenn die Sonne ihre blutroten Schleier über den blassen Himmel webt. Herrlich ist der strahlende Morgen, tausend Vögel singen und jubeln schon in den Büschen, wenn man erwacht und der junge Tag schon längst angebrochen ist.
Sommer ist das Gebot der Stund«. Uebereifrige Iünglinge, schon in Sporthemd und ohne Hut, und die jungen Mädchen haben ihre Strümpfe im Schrank gelassen und die kleinen weißen Söckchen des Vorjahres zu neuem Leben geweckt. Die Iugend wie stets voran, auch unter dem Risiko
eines ausgewachsenen Schnupfens. Für das kleinste Iungvolk sind Wadenstrümpfe sowieso schon längst Ehrensache. Die Mottenkugelfabriken haben Hochkonjunktur. Ucberall öffnen sich knarrend« Schränke und empfangen dicke Mäntel und wollene Sweater, die nun dort im kamplerduften- den Dunkel ihren Sommerschlaf zu halten haben, bis — aber nein, wir sind ja froh, dah wir den Winter gerade hinter uns haben und wollen vorerst nichts mehr von ihm wissen.
Auf den Tennisplätze surren wieder die weißen Bälle über das Reh, und auf dem Wasser treiben schaukelnde Boote, di« Parkbänke haben Hochbetrieb, auch oder besonders abends, buddelnde Iun- gens finden Maikäfer und gn den Ecken stehen di« weihen Kästen der Eisverkäufer — man muß schon glauben, dah es Sommer ist, erster, schönster Sommer, auf den wir so schmerzlich gewartet haben, nicht bloß wegen der Kohlenrechnung...
Lind noch eins: durch die leuchtende Weite des Himmels schwingen sich Schwalben, schwingen und jagen um Türme und Dächer, stoßen jauchzend vor in blaue Unendlichkeit. Ich liebe dies« schlanken Segler des Sommerwinds, diese schwerelosen Himmelsstürmer, deren schriller Ruf die Semen» sehnsucht weckt und die uns'den Sommer bringen, ersten Sommer und Sonne...
$rau Lina Goll-Eichrodt t.
Die langjährige Ballettmeisterin unseres Stadttheaters, Frau Lina Goll-Eichrodt, di« unter dein Künstlernamen Lina Oldini viel« Iahre dem Ensemble unseres Theaters angehörte, ist nach schwerem Leiden gestern verstorben. Frau Goll hat durch die interessante Art ihrer Dallettgestaltung zahlreichen Stücken in tanzkünstlerischer Hinsicht eine besonder« Rote gegeben und sich dadurch die Wertschätzung unseres Gießener Theaterpublikums erworben. Das Andenken an die Künstlerin wird hier in bester Erinnerung fortleben. ,
Oie landwirtschaftliche Einheitssteuer.
Vom Finanzamt Gießen wird uns mitgeteilt: Der Reichsminister der Finanzen hat di« landwirtschaftlich« Einheitssteuer bereits für das Rechnungsjahr 1931 in Kraft gesetzt. Infolgedessen sind Pflichtige, die zuletzt mit Rein- einkünften aus landwirtschaftlichem, ^forstwirtschaftlichem und gärtnerischem Vermögen von nicht mehr als 6000 Mark veranlagt sind, und die Einkünfte anderer Art nicht oder im Betrage von weniger als 1000 Mark bezogen haben, von den Einkommen st euervorauszah- lungen erstrnals am 15. Mai 1931 befreit. Steuerpflichtigen, bei denen di« landwirtschaftlichen Reineinkünfte mehr als 6000 Mark, oder bei denen die Einkünfte anderer Art 1000 Mark oder mehr betragen haben, wird der auf di« ersten 6000 Mark des landwirtschaftlichen Einkommens entfallende Teilbetrag der Vorauszahlungen nach näherer Mitteilung des Finanzamts gestundet. Pflichtige, denen «ine Mitteilung bis zum 8. Iuni 1931 nicht zugegangen ist, haben die Vorauszahlungen in der bisherigen! Höhe spätestens bis zum 15. Iuni 1931 zu leisten.
Gewitter.
Gestern abend entluden sich über Gießen und Umgegend kräftig« Gewitter, die zum Teil noch gegen Mitternacht kurz bemerkbar wurden. In der Zeit zwischen 19 und 20 Uhr zogen mehrere Gewitter gleichzeitig vorüber, die reichliche Regenfälle brachten. Bei den elektrischen Entladungen entstand nach den bis jetzt vorliegenden! Meldungen in Gießen selbst kein Unheil. Dagegen schlug der Blitz gegen 19.30 Uhr in Hochelheim in die Scheune des Landwirts und Käsehändlers Iohannes Schmidt ein und zündete. Im Ru stand die Scheune an allen Ecken in Flammen. Rur mit großer Mühe gelang es, das Vieh zu retten. In kurzer Zeit brannte die Scheune bis auf di« Umfassungsmauern völlig nieder. Die Flammen fanden an einer größeren -Menge Heu, die in der Scheune aufgestapelt war, reichlich Rahrung. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. In Dornholzhausen schlug der Blitz in die Scheune des Gastwirts K. S ch i e - ferstein und im Wohnhaus des Bauemschrift- stellers Wilhelm R e u t e r in die Lichtleitung ein, in beiden Fällen ohne zu zünden. Wolkenbruch- artiger Regen ging über diese beiden Orte des Kleebachtales nieder und setzte teilweise die Dvrf- straßen vorübergehend unter Wasser. In Heuchelheim schlug der Blitz in den Heizungskamin der Turnhalle ein, zum Glück auch ohne Zündung. Iedoch wurde der Kamin in seiner oberen Hälfte etwa zwei Meter lang aufgerissen. Die herabfallenden Steinmassen zertrümmerten einen Teil des Daches und richteten erheblichen Schaden an. In der Rähe von Lang-Göns nahm ein Flieger, der mit einem Leichtflugzeug der Fliegergruppe der Technischen Hochschule Berlin unterwegs nach Gießen war, eine Außenlandung vor, da der Gießener Flughafen bereits im Bereich des Gewitters war. Die Landung ging glatt vonstatten. Heute früh setzte der Flieger seinen Flug zum Gießener Flughafen fort, wo er in den ersten Morgenstunden landete.
Kommunistischer Lteberfatt.
In der letzten Nacht gegen 23 Uhr entriß ein Kommunist einem im Seltersweg stehenden Nationalsozialisten ohne jede Beranlassung dessen Parteiabzeichen und trat den Mann gleichzeitig gegen den Leib. Auf diesen Angriff hin stürmten noch andere Kommunisten hinzu, so daß der überfallene National.
sozialist seine Rettung in der Flucht nach der Gastwirtschaft von Soldan suchte. Eine Anzahl Leute stürmte daraufhin in das Lokal von Soldan hinein, wobei sie laute „Rotsront!".Rufe erschallen ließen, und forderte von dem Gastwirt Soldan den Ausschank von Bier. Als ihnen wegen ihrer schweren Betrunkenheit das Bier verweigert wurde, schlugen sie die Möbel und alle Einrichtungsgegenstande in dem Lokal in Trümmer: gleichzeitig warfen sie mit Biergläsern umher, so daß schließlich das Lokal einer einzigen Trümmerstätte glich. Als die zu Hilfe gerufene Polizei eintraf, hatten die Ruhestörer mittler- weile die Flucht ergriffen, sie konnten aber in der Frankfurter Straße noch eingeholt und zum Teil verhaftet werden. Bier Inhaftierte befinden sich zur Zeit noch in polizeilichem Gewahrsam, zwei von ihnen gehören nach den Erklärungen der anderen Verhafteten der Kommunistischen Partei an. Samt« liche Verhafteten — ein Handlungsgehilfe, ein Schuhmacher, ein Schlosser und ein Arbeiter — sind aus Bad-Nauheim bzw. aus Schwalheim. Sie weilten gestern hier am Gericht als Zeugen und hatten im Anschluß daran mehrere Gastwirtschaften ausgesucht. Ein Anlaß zu ihrem brutalen Vorgehen gegen den Nationalsozialisten und in der Gastwirtschaft von Soldan hat nach dem Ergebnis der bisherigen (Ermittlungen nicht vorgelegen. Die Ruhestörer werden nunmehr mit dem Schnellrichter Bekanntschaft machen.
Bornotizen.
— Tageskalender fürSamstag. DHV.: Vortrag im Heim über „Arbeitslosigkeit, Luxuseinfuhr und Wirtschaftsnot". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Mörder Dimitri Karamasoff". — Astoria-Lichlspiele: „Die Wüstenpatrouille".
— Tageskalender für Sonntag. Stadt- theater Gießen: „Haus Rothschild", 18.30 bis 20.30 Uhr. — Sportliche Wettkämpfe und militärsportliche Vorführungen des 1. Bataillons 15. Inf.-Regts.: 15 Uhr auf dem Universitäts-Sportplatz. — Volks- Hochschule: Pflanzenkundlicher Ausflug in den Stadtwald, Treffen 8 Uhr an der „Stadt Lich". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Mörder Dimitri Ka- ramafoff". — Astoria-Lichtfpiele: „Die Wüsten- Patrouille".
— Aus dem S tadtlheaterbur eau wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag. 17. Mai, 18.30 Uhr, vorletztes Gastspiel der Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Frau Gudula in dem historischen Schauspiel „Haus Rothschild" von Harms Satzmann unter der Spielleitung von Intendant Dr. Prasch. Die Fremdenvorstellung findet zu ermäßigten Preisen stakt. — Dienstag, 19. Mai, letzte Vorstellung des Dienstag-Abonnements und zugleich Erstaufführung von SuppsS komischer Oper „Die schöne Galathee" und Leo Falls Altwiener Singspiel „Drüderlein fein". Beide Werke kommen in neuen Inszenierungen unter der Spielleitung von Heinrich Hub und der musikalischen Leitung Fritz Cujös heraus. Als Gäste für die beiden Aufführungen wurden gewonnen Meta Liebermann vom Stadttheater Mainz, Käthe May vom Operettentheater Duisburg und Opernsänger Kurt Richter. Operettengutscheine haben zu dieser Vorstellung Gülttgkett. Mittwoch, 20. Mai, vorletzte Vorstellung im Mittwoch-Abonnement und letztes Gastspiel von Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Frau Gudula in dem historischen Schauspiel „Haus Rothschild" von Hanns Sahmann, Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Beginn 20 Uhr, Ende nach 22 Uhr. — Donnerstag, 21. Mai, 15.45 Uhr, letzte Schüler- vorstellung und zugleich Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen von Schillers romantischer Tragödie „Die Iungfrau von Orleans“, Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Die Titelrolle spielt Beatrice Doering. — Freitag, 22. Mai, 20 Uhr, letzte Vorstellung im Freitag-Abonnement „Die schöne Galathee" komische Oper von Franz Suppe und „Drüderlein fein“, Altwiener Singspiel, Musik von Leo Fall. Spielleitung Heinrich Hub, musikalische Leitung Fritz Cuje.
— U e b e r „Kirche und Staat" spricht @e- neralfuperintenbent v. Zöllner am Montagabend im Iohannessaal. (Siehe heutige Anzeige.)
** Gin Siebzigjähriger. Professor Dr. K o o b feiert heute in voller körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag. Viele unserer Mitbürger haben von ihm auf der Realschule ihren französischen Unterricht erhalten. Er war den Schülern nicht nur ein Lehrer, der strengsten Sinn für Gerechtigkeit besaßt sondern ein wirklich treuer Freund und Berater. Mit vielen ehemaligen Schülern ist er in freundschaftlichen Beziehungen verbunden. Seine vielseitige Begabung und Interessen, insbesondere auf dem Gebiete der Botanik und Astronomie sind allzugut bekannt. Möge ihm ein weiterer sonniger Lebensabend beschieden fein.
** Arbeitsjubiläum. Der Installateur Wilhelm Dörr feiert heute fein 25. Arbeitsjubiläum beim Gas, und Wasserwerk. Der Jubilar wurde von seinen Arbeitskollegen mit einem Geschenk ausgezeichnet.
** Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Preisen geöffnet.
** Rindermarkt in Gießen. Am nächsten Dienstag findet in Gießen Rindvieh. (Nutzvieh.) Markt statt.
** Eine Warnung des Gas - und Was- s e r w e r k s vor Reisenden mit Gassparern und gas. sparenden Brennern enthält der Anzeigenteil unseres gestrigen Blattes. Auf diese Anzeige sei besonders yingewiesen.
** Der Derkehrsunsall in Marburg, von dem der Autoomnibus des Herrn Walldorf von hier betroffen wurde, ist — wie Herr Wall« d o r f uns mitteilt — nicht auf einen Umfchaltungs- ehler bei der Bergfahrt zurückzuführen, sondern hat eine Ursache in einem Bruch der Haupt. (Kardan-) Antriebswelle. Don Sachverständigen und Polizei- beamten sei die Ursache des Unfalles an Ort und Stelle sofort festgestellt worden.
•• Altersvereinigung 1881/19 3 L In der jüngsten Versammlung der Altersvereinigung 1881/1931 wurde — wie man uns berichtet — die von der Altersvereinigung 1879 gestiftete und der Altersvereinigung 1880 überlieferte Fahne an die Fünfziger 1881/1931 übergeben. In Ansprachen der Vorsitzenden der drei Altersvereinigungen wurde der Sinn dieser Tradition hervorgehoben. Bei dieser Gelegenheit war es das erste- mal. daß mehrere Fünfzigervereinigungen in echter Kameradschaft geschlossen beisammen weilten. Der Abend verlief bei Liedervorträgen, humoristischen und gesanglichen Darbietungen usw. in bester Weise.
•• Vortrag von Prof. Willi Reh- b e r g. Im Rahmen einer Vorttagsveranstal- tung des Reichsverbandes deutscher Tvnkünstler und Musiklehrer, Ortsgruppe Gießen, sprach Professor Willi Rehder g, Mannheim, über moderne Klavierliteratur für den Unterricht. In kurzen einleitenden Worten wies er auf den großen musikerzieherischen und pädagogischen Wert moderner Unterrichtsliteratur hin, die den Schüler in di« Musik, die est heute hört oder hören kann, einführt, und ihm eine starke Hilfe bei dem Versuch einer geistigen! Erfassung moderner Klangbilder ist. Prof. Rehberg betonte ausdrücklich, daß mit der Verwen- Äneuerer Unterrichtsliteratur die bisher berste keineswegs völlig auszuschalten ist, jedoch bedarf manches der Ergänzung bzw. Weiterentwicklung. Ganzbes anders wertvoll waren die den einleitenden Worten des Vortragenden folgenden Demonstrationen am Klavier, bei denen eine reiche Fülle verschiedener Werke und Komponisten geboten wurde. Aus der fesselnden Art des Vorttags ging mit aller Deutlichkeit hervor, welchen großen, leider oft gerade im Elternhaus« unterschätzten Wert die neuere Klavier-Unterrichtsliteratur besitzt. Der Vortragende erntete reichen Beifall.
Oie Wetterlage.
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Wettervoraussage.
Unter dem Vorschub ozeanischer Lust kam eS in den gestrigen Abendstunden und während der Rächt zu verbreiteten Gewitterstörungen und Gewitterregen. Obwohl die Rordmeerstörung nach Skandinavien hin abzieht, so gelangt durch ihren südlichen Teil weitere maritime Luft nach dem Festlande, welche in den heutigen Morgenstunden über dem Kanal und England ein weiteres Riederschlagsgebiet mit sich fuhrt. Auf dem Fesllande dürften namentlich bei der erneuten Erwärmung auch außer Riederschlägen sich Gewitterstörungen bilden. Die Gewittertätigkeit hat ferner Abkühlung zur Folge.
Aussichten für Sonntag: Teils aufheiternd, teils bewölkt, Gewitterstörungen unb Regen mit nachfolgender Abkühlung.
Lufttemperaturen am 15. Mai: mittags 22,8 Grad Celsius, abends 15,2 Grad: am 16. Mai: morgens 15,1 Grad. Maximum 22,8 Grad, Minimum 12 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 15. Mai: abends 21,6 Grad; am 16. Mai: morgens 16 Grad. — Sonnenfcheindauer 10 Stunden. — Niederschläge 16,4 mm.
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