Ausgabe 
16.3.1931
 
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Ur. 65 (Erftcs Blaff

I8f. Jahrgang

Montag, 16 März 1951

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Dr Friedr Wilh Lange. Verantworilich fürDoIitik Dr Fr Wilh. Lange, für Feuilleton Dr H.THynot; für den übrigen Teil Crnft Blumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, fämllich m (Biehen

Oie Eröffnung der Neichshandwerkswoche.

Reichskanzler Or. Brüning spricht über die Ausgabe des deutschen Handwerks innerhalb der Wirtschaft der Gegenwart.

zur Milderung der Nöle des Augenblicks im Hand­werk beizutragen, finden die wärmste Anerkennung der Reichsregierung.

wenn das Handwerk die Forderung der Zeil erkennt, wenn es in all feinen Teilen wieder bemüht i|t, das Verhältnis zwischen ihm und feinen Auftraggebern zu kräftigen, durch billige und solide Arbeit zu Bestellungen anzuregen, dann erwirbt es sich ein Verdienst um die Ge­sundung der wirtschaftlichen Lage. Dann dient es am besten und wirksamsten dem wohlver­standenen eigenen Interesse.

Der Präsident des Deutschen Handwerks- und Dewerbckammertagcs Magdeburg, E. Pflug- macher, dankte dem Reichskanzler für feine

Worte, die er als ein Zeichen dafür bezeichnete, daß die Reichsregierung bereit ist, das deutsche Doll mit festen Händen durch die Ver­trauenskrise der Wirtschaft zu in­nerer Gesundung zu führen. Vicht minder sei dem Reichstage und den Parlamenten der Länder dringend ans Herz zu legen, dah auch sie die Fragen des Handwerks unvoreinge­nommen und sachlich behandeln. Mit dem deut­schen Volk verlange das Handwerk nach sach­lichen Entscheidungen in allen Fragen der Gesetzgebung und Verwa tung. Die Ansprache klang aus in ein begeistert aufgenommenes Hoch auf Reichspräsident v. Hindenburg, den Ehrenmcister des deutschen Handwerks und Schirmherrn der Rcichshandwerkswoche.

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Der feierliche Eroffnungsakt im Reichswirtfchaftsrat zu Berlin. In der Ehrenloge von rechts nach links. Reichskanzler Dr. Brüning, Reichsarbeitsminister Dr. Sieger wald, Staatssekretär Tren­del e n b u r g. Im Kreis: Reichskanzler Dr. B r ü n i n g bei feiner Rede._____________

Schiele un) fialdreuth auf dem Aeichsparleilag des Deutschen Landvolks.

'Berlin >4.März. (WTV.) Bei der heutigen E ös nunz.s. c: i cc Reichshandwerkswoche im Ge- bäude des Reichswirtschaftsrats begrüszte der Vorsitzende des Reichsverbands des Deutschen Handwerks Hannover. Friedrich Derlien, im Vamen des Reichsverbandes des Deutschen Handwerks und des Deutschen Handwerks­und Gewerbekammertages, vor allem den Reichskanzler Dr. Brüning. Er bezeichnete es als Sinn und Zweck der Reichshandwerks. Woche, das deutsche Volk an sein Handwerk und das Handwerk an seine Aufgabe in der Wirtschaft und Gemeinschaft des Volkes zu binden. Als M i 11 e l st a n d. d. h. als Berufsstand inmitten anderer Stände und Klassen habe das Handwerk nach allen Seiten hin auszugleichen und einer Klammer gleich die Volksgemeinschaft zu- sammenhallen zu helfen. Das könne nur geschehen, wenn die wirtschaftliche Grundlage fest genug sei, das Handwerk in der Mitte zu halten. Seine Pflicht bestehe darin, jedem De- rufsangehörigen die Möglichkeit des Ausstiegs zu geben; sie sei zugleich die beste Form, für sozialen Ausgleich zu sorgen. Sie beruhe aber nicht auf dem Fürforgegedanken, sondern auf dem alten Spruch: Jeder ist feines Glückes Schmied.

IZeichSkanUer Or. Brüning

überbrachte die Grütze der Reichs- und der preu- tzischen Staatsregierung. Er sprach die lieber- zeugung aus. dah das Handwerk trotz der gegen­wärtigen Krise nicht in müder Resigna­tion zu verzagen brauche. Der Reichs­kanzler erinnerte daran, dah das Handwerk schon einmal in seiner Geschichte beim Aufkommen von Fabrik und Eisen­bahn im vorigen Jahrhundert eine Krise durchmachen mutzte, die noch mehr als heute seinen Fortbestand in Frage stellte. In den 90er Jahren fei der Verein für Sozialpolitik zu dem Ergebnis gekommen, dah bei der fort­schreitenden Technik und bei der gewaltigen Kon­zentration des Kapitals und der Produktions­mittel der selbständige Handwerksstand völlig aufgefogen werden müsse und datz die hand­werkliche Detriebssorm sich nur in den nutzeren, noch nicht voll entwickelten Kreisen der kapitalistv- schen Wirtschaft zu halten vermöge. Die Ver­treter dieser Viedergangstheorie haben f i ch gründlich geirrt.

Das Handwerk lebt als gleichberechtigles, gesun­de», entwicklungsfähiges und lebensberechtigtes Glied unserer Gesamtwirtschast. weder die sprunghafte kapitalistische Entwicklung in der Vor. und Nachkriegszeit, noch die dem Hand- werk besonders abträglichen Bedingungen der Kriegs- und Jnflationsjahre haben es in seinem Bestände zurückdämmen können. l'A Millionen Handwerksbetriebe bestehen im Reich, mehr als 3Yi Millionen Menschen sind im Handwerk tätig und mehr als 8 Millionen leben in Deutschland vom Handwerk. Und das ist gut so« Denn Staat und Wirtschaft sind auf die Erhaltung einer breiten Mittelschicht und deshalb auf die (Er­haltung eines kräftigen handwerksstandcs an- gewiesen. Der gewerbliche Mittelstand hilft Gegensätze überbrücken, die sonst zwischen Groh- kapital und Arbeiterschaft in weit stärkerem Mähe aufeinanderprallten. Der Handwerks­meister ist in seiner Person der ausgleichende Mittler zwischen Kapital und Arbeit.

'Jlod) heute bietet das Handwerk Aufstiegsmöglich­keiten, indem es dem Strebsamen verhilft, zur Selbständigkeit zu gelangen. Dazu kommt, daß das Handwerk in der Heranbildung des ge­werblichen 'Nachwuchses eine sich erst in der Zukunft auswirkende Arbeit leistet, die der Gesamtheit, ins­besondere auch der Industrie, zugute kommt Neben diese Ausgabe tritt die soziale Mission des Handwerks. Ihr Kern liegt in dem seelischen Ver­hältnis des handwerksmäßig schaffenden Menschen zu seiner Arbeit Noch heute geben zwei Merkmale dem Handwerk das charakteristische Gepräge: das grundsätzliche Ueberwiegen der menschli­chen über d i e mechanische Arbeit und die allseitige Beherrschung des Arbeits- q c b i e t e 5 durch die im Betrieb beschäftigten Menschen Die gegenwärtige schwere Krise würde sich noch anders und noch tiefer auswirken, wenn sich nicht ein erheblicher Teil unserer Produktion noch immer auf Betriebe stütze, die sich den Cha­rakter des Handwerks erhalten haben. Denn es find nicht materielle Dinge allein die den Gang des Wirtschaftslebens beeinflussen, sondern in hohem Maße auch geistige Strömungen. Es ist das beson­dere Verdienst des Handwerks, daß es der Wirt­schaft nicht nur fachliche und technische, sondern auch geistige Kräfte zuführt.

Wieder, wie im vorigen Jahrhundert, klopft d i e N o t an die Türen der handwerksstäiten. Eine Not, die diesesmal eine Not des ganzen Volkes ist. Ge­wiß: die Regierung ist bestrebt, alles, was an ihr liegt, zu tun, um dieser Not zu steuern und das Mögliche zur Erhaltung und Förderung des Hand­werkes beizutragen. Alle staatliche Förderung soll und kann aber nur immer Beihilfe sein, die stärkeren und wertvolleren Kräfte, die ein Berufs­stand aus s i ch f e I b ft entfaltet, anzuspornen Der Reichsverband des Deutschen Handwerks hat sich zur Selbsthilfe bekannt. Seine Bestrebungen, das Seine

Weimar, 14. März. ($11.) Am Samstag trat in Weimar der ordentliche Parteitag der Christlich-Rationalen Bauern- und Landvolkpartei zusammen, der in Vertretung des erkrankten Par­teiführers Höfer von dem Reichstagsabgeordne­ten Hepp geleitet wurde. Der Parteitag nahm zur politischen Lage eine Entschließung an, in der cs u. a. heißt: Der Parteitag der Christ­lich-Rationalen Bauern» und Landvolk-Partei bil­ligt einmütig die Stellung, die Parteiführer, Parteivorstand und Reichstagsfraktion eingenom­men haben. Er fordert erneut von der Reichsre­gierung. dah sie ungesäumt von den zur Verfü­gung stehenden Mitteln zur Revision des OJoung- planes Gebrauch macht An der Opvositionsstel- lung zur Reichsregierung hat sich nichts geändert. Der Parteitag sieht auf dem Standpunkt, dah alle Vorschläge zu unter st ühen sind, die die Lage der Landwirtschaft bessern und ihre Rentabilität sicherstellen Deshalb billigt der Parteitag ausdrücklich, dah die Reichstagsfrak- tion des Deutschen Landvolkes sich aus der par- lamcntarischcn Kampflinie nicht zurückgezogen hat. ..Das Agrarprogramm der Reichsregierung entspricht nicht in vollem Umfange den Forderungen, die das Deutsche Landvolk gestellt hat. Der Parteitag fordert deshalb weiter Kampf um die Erreichung dieses Zieles Er dankt dem Reichsernährungsminister Schiele, dah er un­ermüdlich in der Reichsregierung unter den schwie­rigsten Verhältnissen für die deutsche Landwirt­schaft gefochten hat." Im Anschluh an den Reichsparteitag fand eine große Kundgebung des Landvolkes statt, auf der

Reichsernährungsminister Schiele

u a. folgendes ausführte: Die Zeit verlangt nach Ordnung und Sammlung der Front, sie verlangt nach klaren Marschparolen. Las deutsche Landvolk in seinem harten Schicksal hat keine Wahl. E-s muh schöpferisch positiv ein­gestellt sein. Deshalb müssen wir heraus aus der Unfruchtbarkeit des Resi­gnierens und des Resolutionierens. Wehe denen, die uns in dieser elementaren Rot den Rücken kehrten, in der es täglich gilt, unsere Scholle neu zu erobern. Mit der Parole: Macht Euren Dreck alleine!" ist weder der deut­schen Landwirtscha ft noch dem deut­

sch e n D o l k e z u h e l s en. Es ist ja so bequem, wenn man nun fern von den politischen Geschäften im Lande umherzicht und erklärt: All das Elend von heute haben wir ja längst vorausg.sagt; jetzt wird das Volk erkennen, wie es unter der Last eines unfruch baren Systems zu seufzen hat, jetzt mögen doch diejenigen Par e en. die dieSuppe" unserer heu igen ifot eingebrockt haben, sie auch auslöffeln! Demgegenüber frage ich, muß nicht das ganze deutsche Volk, dein Volk und mein V lk, namen lich auch das deutsch? Landvolk diese Wassersuppe des Elend : ausloifeln? Ver­stärken wir wirklich unsere Stellung im Kampf um das System, wenn wir uns selbst von den ent­scheidenden Machtpositionen im Staate aus- schalten?

Glaubt man wirklich in den Kreisen der Se- zessionisten. daß man einer gefahrdrohenden Han­dels olitischen Entwick'ung anders er o g eich be­gegnen kann, als durch aktive Mitarbeit im Brennpunkt der politischen En scheidungen? Wäre diese nicht längst in der Frage des pol­nischen Handelsabkommens gegen die deutsche Landwirtschaft ausgefallen, wenn wir nicht seit dem Jahre 1927 in der Regierung aus der Wacht gewesen wären? Wohin führt denn der Weg der unentwegten Rogation? Verzweiflung und Verhetzung machen heute bereits vor keiner Autorität mehr halt. Aber dem Taumel wild entfachter Leidenschaften und Hoffnungen wird die Ernüchterung folg ir. Tann kommt zur wirtschaftlichen Rot noch die seelische Entwurze- lang des Volkes hinzu. Man versteh? uns klar: Wir kämpsen nicht etwa gegen die äußerste Rechte, unser Ziel ist vielmehr, sie aus ihrer Weltenferne, aus ihrer Romantik herunterzu- zwingcn in den realen Kampf um Sein oder Richtsein der Ration. In diesem Sinne habe ich an die im Reichstag fehlende Rechte meinen Appell gerichtet. Für uns, meine Freunde und alle, die mit uns in der Grünen Front für die Rettung der Landwirtschaft kämpfen wollen, fqnn es nur eine Marschparole geben: zähes Festhalten an dem Errungenen, keine über­eilte Preisgabe von Machtpo i tonen und ftän» diges Bereitsein zu aktivem Han­deln, soweit und solange ich es vor meinem Gewissen verantworten kann Das ist der Weg, den ich bisher gegangen bin, und den ich weiter- gehen werde.

Oer Präsident des Reichslandbundes, Gras von Kalckreuth

führte u. a. aus:

Der Rcichslandbund kämpft um eine Reichs­leitung. die sich frei macht von den bisheri­gen schädlichen Einflüssen und Abhängigkeiten und fordert daher den Rücktritt einer Re­gierung. die nicht sofort und ungeschmä­lert diese Forderung zur Tat macht. Trotz des Einbringens der Agrarvorlage haben wir ge­rade in den letzten Wochen erneut erfahren müssen, wie eifrig die Landwirtschaftsgegner am Werke sind, wie stark vor allem ihr Einfluß im Reichskabineti selbst ist. Die Agrar­vorlage fordert bekanntlich eine Ermächti­gung der Reichsregierung für freie Handhabung der Zölle auf allen Ge­bieten. In der Hand einer für die Rational­wirtschaft energisch kämpfenden Reichsregierung kann diese Ermächtigung ein wirksames Instru­ment werden, vorausgesetzt, datz die Regierung durch Lösung der handelspolitischen Bindungen sich die freie Handhabe der Zollermächtigung ermöglicht. Die gegenwärtige Zusam­mensetzung der Reichsregierung läßt diese Hoffnung allerdings als einen gefährlichen Optimismus erscheinen. Die Tatsache, daß es Reichsernährungsminister Schiele gelungen ist, nach schweren Kämpfen die Zollermächtigung durchzusehen. bedeutet zwar für ihn einen per­sönlichen Erfolg aber für die Sache selbst noch keinen entscheidenden Sieg. Die Lo­sung der Hauptfragen steht vielmehr noch aus: Sie würde nur aus dem Parlament in das Ka­binett verlegt sein.

Die Denkschrift des Reichswirtschasts- ministeriums gegen die Agrarpläne des Reichsernährungsministers beweist, daß die ent­scheidenden Kämpfe erst einsehen werden, wenn es um die praktische Reu"'stal1ung der deutschen Handelspolitik gehen w rd. Schulter an Schuller mit dem Reichswirtscha, ^Ministerium hat dis zur letzten Stunde der Reichsarbeits­mini st er gegen die Agrarpläne der Reichs­regierung gekämpft. Auch der Reichsfinanz- m i n i ft e r hat (eine Gelegenheit vorübergeheu lassen, seine landwirtschaftsfeindliche Cinstellunx zu bezeugen. Die Einbringung der Genfer Zollfriedensvvrlage kommt geradezu einer Sabotage der von der Landwirtschaft ge­forderten Schutzmaßnahmen gleich. Meint es Reichskanzler Brüning wirklich ernst mit dem Auftrage des Reichspräsidenten zur Rettung der Landwirtschaft, so kann er an der Tatsache nicht vorübergehen, daß die Ablehnung des Zoll­friedensvertrages der Angelpunkt der Qingelei- teten Agrarmaßnahmen ist. Bedenkt man, daß so wichtige Forderungen des Reichslandbundes wie die nach einer allgemeinen Lastensenkung nach Einführung eines Sleuernotjahrcs usw. gänz­lich unberücksichtigt geblieben sind, vergegenwär­tigt man sich die Unzulänglichkeit auch der neuen Osthilfepläne, so kann man nur zu dem Gesamt­urteil kommen, daß die vorhandenen Ansätze so gering sind, dah der Reichslandbund seine ganze Kampfeslraft einseyen mutz, um einen weiteren Ausbau der Agrarmaßnahmen und ihre ziel- bewußte Handhabung zu erzwingen.

Der Reichspräsident empfängt eine Abordnung des Handwerks.

Berlin, 14. März. (WTD.) Reichsprä­sident v. Hindenburg, Ehrenmeister des deutschen Handwerks, empfing aus Anlaß der heute beginnenden Reichshandwerks­woche eine Abordnung des deutschen Handwerkes, bestehend aus dem Vorsitzen­den des Reichsverbandes des deutschen Hand­werks, Derlien, dem Präsidenten des Deut­schen Handwerks- und Gewerbekammertages Pslugmacher, dem Präs d ntcn der Hand­werkskammer Berlin Ludwig und den geschäftsführenden Präsidialmitgliedern Dr. Mensch und Hermann. Die erschienenen Herren berichteten dem Herrn Reichspräsidenten über Zicke und Zweck der heute eröffneten Reichs- handwerkswoche und über die wirtschaftliche Lage im deutschen Handwerk. Am Schluß der Be­sprechung gab der Herr Reichspräsident seinem besonderen Interesse für das deutsche Handwerl und seinen besten Wünschen für einen guten Er­folg der Reichshandwcrlswoche Ausdruck.

Eröffnung der 9. Reichsgastwirtsmeffe und Kochkunstausstellung.

Auf dem Ausstellungsgelände am Berliner Kaiser- dämm wurde die große Einheitsveranstallung 9. Reichsgastwirtsmefse und Kochkunstausstellung" von Ministerialrat S ch u st e r in Vertretung des durch Dienstgeschäste verhinderten Reichsernöhrungs- rninisters Dr Schiele, des Protektors der,Koch­kunstausstellung, eröffnet Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß namentlich auch die mit dieser Schau verbundenen besonderen Wettbewerbveran- ft a 11 u n g e n neue Anregungen für weite Kreise bringen. Das Bestreben, die internationale Geltung der deutschen Kochkunst heroorzuheben, verdiene be­sondere Beachtung im Hinblick auf die Förde- r u n g des Fremdenverkehrs. Mit Rücksicht auf den schweren Kampf, in dem unsere Land«