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Ur. 241 Zweites Blatt
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)
vonnerstag, 15. (Dttober 1951
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Oben links: Der Gerichtshof unter dem Vorsitz von Amtsgerichtsrat Wiebel. Rechts: Der Angeklagte Professor Dr. Klotz, der Leiter des Lübecker Kin- derhospitals. Unten links: Die Angeklagten Professor Deycke, der Leiter des Allgemeinen Krankenhauses, und Obermedizinalrat Dr. Altstadt, der Leiter des Gesundheitsamtes. Unten rechts: Die Rechtsanwälte mit den Angeklagten.
Oie Lübecker Kindertragödie vor Gericht.
Oie Schuhfütterung gegen Tuberkulose. - Was- ist der BCG? - Ist Calmette schuld oder liegt Fahrlässigkeit in der Verwendung vor?
Von Dr. med. Kurt Hahn.
3n allen Ländern der Welt wird seit Jahrzehnten an der Bekämpfung einer Seuche gearbeitet, die alljährlich Hunderttausende hinrafst. die Millionen gefährdet: der Tuberkulose. Man fand Mittel und Wege, die dem Erkrankten mit großer Wahrscheinlichkeit Hilfe bringen können, aber das sind langwierige, kostspielige und nicht immer zum Ziele führende Verfahren. Es erschien wichtig, diese grausame Infektion bereits im er st en Keime zu ersticken, die Menschen schon in ihrer frühesten Jugend gegen Ansteckung zu immunisieren, ähnlich wie es bei den schwarzen Pocken durch die Impfung gelungen ist. Da der Bazillus, der die Krankheit hervorruft, bekannt war — was lag näher als einen ähnlichen Weg zu beschreiten als den, der zur Auffindung des Pocken-Impfstoffes führte? Vor etwas mehr als einem Jahrzehnt verkündete der französische Forscher C a l m e t t e der aufhorchenden Welt, es sei ihm gelungen, einen völlig schadlosen Stoff herzustellen, der besonders Säuglinge in tuberkulösem Milieu zu schützen geeignet sei. Jahrelange Versuche an Tieren waren vorausgegangen, ehe das Institut Pasteur in Paris, an dem Calmette arbeitet, sich entschloß, das Präparat für die Praxis sreizugeben. BCG heißt der Jmpf- ftofs: Bacillus C a l m e t t e - G u 6 r i n. Er besteht aus einer Aufschwemmung von Rindertuberkel- Bazillcn, die durch wiederholte Ueberimpsungen entgiftet werden, also keine neue Krankheit Hervorrufen können, im Körper aber die Bildung von Gegengiften gegen den menschlichen Tuberkulose-Bazillus anregen. Rach den Angaben von Calmette genügt es, dem Säugling innerhalb der er st en neun Lebenstage eine geringe Menge des Präparats, in Milch aufgelöst, zum Trinken zu geben, um ihn völlig zu immunisieren.
In Frankreich begann man bereits im Jahre 1921 mit den Impfungen, bei uns in Deutschland war man vorsichtiger. Man unterzog den Stoff BCG genauen Untersuchunoen, das Ergebnis war durchaus nicht überzeugend. Zwar konnte eine Schädigung der Kinder nicht nachgewiesen werden, aber man stand dem Erfolg des Mittels ziemlich skeptisch gegenüber. Wenn der geimpfte Säugling im Verlaufe der nächsten Jahre nicht an Tuberkulose erkrankte — wer konnte die Hand dafür ins Feuer legen, daß er etwa ohne die Impfung erkrankt märe? Fast jeder Mensch überwindet einmal in der Jugend eine tuberkulöse Infektion, ohne davon etwas zu merken, nur besonders dafür disponierte Personen oder solche, bei denen die Ansteckung durch dauernden Umgang mit Lungenkranken sich ständig wiederholt, sind gefährdet. Immerhin mehrten sich die 'Stimmen aus dem Auslande, die über nachweisliche Erfolge des neuen Mittels berichteten, und fo entschloß sich das R e i ch s g e s u n d h e i t s - amt, das Mittel zur Behandlung f r e i z u g e b e n. Freilich gab es auch jetzt noch genügende Skeptiker und prinzipielle Gegner, die von der Impfung eine beim heutigen Stande der Wissenschaft noch nicht nachweisbare Schädigung de- Geimpften Organismus befürchteten.
Um so erstaunlicher war es, daß sich Ende 1929 der Gesundheitsrat der Stadt Lübeck dazu entschloß, alle Neugeborenen mit dem Präparat BCG vorbeugend impfen zu lassen. Er beschränkte sich nicht darauf, nur solche Säuglinge zu behandeln, die durch eine tuberkulöse Umgebung besonders gefährdet waren. Ob man damit ein großzügiges Experiment im Dienste der Wissenschaft machen wollte, um die Wirksamkeit des Mittels zu beweisen, oder ob man lediglich von der völligen Unschädlichkeit
überzeugt war, sei dahingestellt. Die Tatsache bleibt bestehen, daß man nicht einmal den Versuch machte, sich durch Impfung einiger Säuglinge von der Wirkung zu überzeugen.
Man bestellte beim Institut Pasteur eine Kultur, die dann .zur „Derfütterung" zubereitet werden mußte. Diese Zubereitung übernahm der Chefarzt des Allgemeinen Krankenhauses in Lübeck, Professor Deycke, in seinem Laboratorium. Bereits im März 1930 fiel es einigen Hebammen auf, daß die Neugeborenen, denen man das Präparat mit der Milch gegeben hatte, einen etwas sonderbaren und nicht sehr frischen Eindruck machten. Anfang April machten einige Kinderärzte dem Direktor des Kinderhospitals von sehr befremdlichen Wahrnehmungen Mitteilung. Die geimpften Kinder machten durchaus den Eindruck, als ob sie an — Tuberkulose — erkrankt wären. Sie wurden blaß, magerten ab, es trat Fieber auf, eine typische Schwellung der Halsdrüsen kam dazu — bei einigen kleinen Patienten wurde der Zustand so besorgniserregend, daß man sie ins Krankenhaus überführen mußte. Aber noch immer konnte man sich nicht entschließen, die Impfung einzustellen.
Erst am 26. April, als bereits über 250 Neugeborene das Mittel erhalten chatten, als das Unglück nicht mehr gutzumachen war, stellte man die Impfungen ein Fast alle Kinder erkrankten etwa 4 Wochen, nachdem man ihnen BCG eingeflößt hatte, a n schwerer Tuberkulose. Mehr als siebzig starben trotz aller Bemühungen.
Es ist kein Wunder, daß man im Anfang die Schuld in dem Präparat suchte, das aus Paris geliefert worden war. Eine heftige Diskussion der Fachleute setzte ein.^pUe Bedenken, die im Laufe der Jahre aufgetaucht waren, wurden wieder vorge- bracht. Es entbrannte ein Streit um Calmette. Nun gelang aber der Nachweis, daß von der gleichen Kultur, die das Institut Pasteur nach Lübeck gesandt hatte, an anderen Orten Impfungen vorgenommen worden sind, bei denen keinerlei sichtbare Schädigung eingetreten war
Die nun einsetzende Untersuchung durch die zuständigen Behörden scheint den Verdacht bestätigt
Profesior Calmette, der französische Mediziner, dessen Verfahren zur Tuberkulosebekämpfung in dem Lübecker Prozeß einer wissenschaftlichen Diskussion unterzogen wird.
au haben, daß durch irgendeine Fahrlässigkeit bei der Zubereitung das Mittel mit virulenten Tuberkeln vermischt worden ist. Es besteht sogar die Möglichkeit, daß man es völlig mit einer Kultur giftiger B a - zillen verwechselt hat. Kann der Anklagevertreter diesen Nachweis erbringen, so ist eine Verurteilung der beschuldigten Aerzte mit Sicherheit zu erwarten. Sie haben in diesem Falle die primitivste Sorgfaltspflicht in einer Weise vernachlässigt, die in der Geschichte der Medizin einzig dasteht.
Calmette ist — man kann das heute mit ziemlicher Sicherheit behaupten — nicht schuld. Eine andere Frage ist es, ob man das Mittel nun ruhig weiter verwenden soll. In Deutschland sind — nach den Unglücklichen Vorfällen in Lübeck — die Voraussetzungen dafür nicht gegeben. Denn es handelt sich gar nicht darum, ob das Mittel unschädlich ist, sondern vor allem um die Frage, ob es etwas nützt. Und darüber sind die Meinungen vorerst noch sehr geteilt.
Landnöten.
In der preußischen Koalition liebt man Ueberraschungen, die Ministerwechsel vollziehen sich in der Regel wie auf der Bühne, der Vorhang fällt, geht nach zwei Minuten wieder hoch, und schon ist ein anderer Minister zur Stelle. Das ist die besondere Taktik des Ministerpräsidenten Braun, der in der Behandlung seiner Ministerkollegen, zumal wenn sie seiner eigenen Partei angehören, gern etwas „monarchische" Formen annimmt. Der jetzt aus der Sozialdemokratie ausgetretene Abgeordnete Waentig, der fünf Minuten vor seinem Rücktritt noch keine Ahnung von seinen Demissionsabsichten hatte, weiß davon ein Lied zu singen, ebenso wie vorher Herr Grzesinsky, der sich auch ganz plötzlich durch seinen Vorgänger Seve- ring ersetzt sah. Jetzt ist Herr Braun krank, wird wohl auch für einige Wochen noch in Gastein fest- aehalten, und infolgedessen klappt die Regie nicht so recht. Er hätte es vermutlich nicht dahin kommen lassen, daß der Finanzminister Höpker-A schoss ohne Vorbereitung der Oeffentlichkeit aus der Regierung ausspringt und dadurch eine Vorstellung gibt von den tiefen Meinungsverschiedenheiten die - >m Kabinett bestehen, denn nur, wenn man von dem Vorhandensein schwerer Konflikte ausgeht, ift der Rücktritt Höpker-Aschoffs verständlich.
Er hat zum Anlaß genommen, daß er von dem interfraktionellen Ausschuß und auch vom Ministerrat übernimmt worden ist bei der Aufhebung der Ausrückungssperre für preußische Beamten — die notwendig geworden war, nachdem das Reich in seiner letzten Notverordnung diese Sperre nicht eingeführt hatte — und bei der Unterstützung der
Gehüpft ist nicht gesprungen!
Von Hone» Albers.
Hans Albers spielt die Rolle des Kapitäns Craddock in dem neuen Tonfilm ..Bomben auf Monte Carlo", der in nächster Zeit im Gießener Lichtspielhaus laufen wird.
Gehüpft ist noch lange nicht gesprungen ... genau sowenig wie aufgefordert — eingeloden. Es gibt da feine Unterschiede, die nur das unbestechliche Auge des Kenners ... usw.
Doch Scherz beiseite. Wie ist es denn wirklich mit so einer Rolle? Was tut der Schauspieler, um soundso viel Seiten maschinengeschriebener Rede in Leben umzusehen? Hier soll doch ein Wesen geschaffen werden, das nicht wie ein Automat auf zwei Beinen daherwackelt, nur einen plappernden Mund besitzt und dessen Vorzüge nur in einem tadellosen Anzug bestehen. Rein, in diesem Wesen muh warmes Blut pulsieren, muh ein menschliches Herz schlagen.
Dem sportbegeisterten Zeitalter eine Episode aus meiner Rolle als Kapitän Craddock in dem neuen Tonfilm der Erich-Pommer-Produktion der Ufa „Bomben auf Monte Carlo". Der Schauspieler muh springen — in diesem Film springe ich auch, und zwar ins Wasser. In meiner Eigenschaft als Kapitän eines vor Monte Carlo liegenden Kriegsschiffes von der Kommandobrücke ins Mittelmeer, um von dannen zu schwimmen. Man könnte einwenden, dah Kapitäne im allgemeinen nicht in voller Kriegsbemalung von ihren Kommandobrücken zu springen pflegen, um mit unbestimmter Adresse davonzuschwimmen. — Aber hier liegt doch irgendwie des Pudels Kern.
Dieser Sprung nämlich ist nicht nur die logische, fondern auch die durch das Blut, das Temperament, durch die gesamte Lebensauffassung des Mannes vorgeschriebene Folgerung seiner Handlung. Dieser Kapitän Craddock ist ein Vollblutmensch, der die Frauen, aber auch — die Freiheit liebt. Aus dem Abenteuer im Spielsaal von Monte Carlo hat er sich durch einen Gewaltstreich gerettet. Als ihn nun, den Freiheitsliebenden, die Liebe einfängt, versucht er, sich auch ihr durch einen Gewaltstreich zu entziehen, und springt ins Meer, um davonzuschwimmen.
Dieser Sprung ins Wasser ist das Ende, der Hchlußpunkt, der Schlüssel zum Charakter dieses
Mannes, den ich verkörperte Und diesen Sprung sollte — der 12 Meter wegen — ein anderer für mich tun, ein Artist, ein Springer. Das ging mir gegen den Strich. Riemand hätte es gemerkt, jedxr Zuschauer im Theater hättv darauf ge-
Hans Albers.
schworen, dah ich selbst gesprungen wäre — aber für mich war es ganz klar, dah ich selbst springen muhte.
Richt aus sportlichem Ehrgeiz — ich darf wohl auch annehmen, dah niemand denkt, ich erzähle dies der lächerlichen 12 Meter wegen, ... sondern einfach weil ich muhte. Ich war doch Craddock, war der Kapitän, der Abenteurer, der tolle Kerl, der sich in der ganzen Welt Herumgetrieben hatte, fein Leben lang ohne Hemmungen, immer nur das getan hatte, was ihm der Augenblick, der Wunsch gerade eingab. Und wenn ich sage, dah ich in diesen Tagen fast gar nicht mehr der Schauspieler Albers war, sondern mir wirklich mit der Seemanns-Uniform auch die Seele dieses Mannes ungeeignet hatte — dann stimmt das.
So etwas gibt es. Das hat nur noch sehr wenig mit Intellekt zu tun — das wird zum wachsenden inneren Zwang. (Falls das jemanden interessieren sollte, in diesen Vorstellungen steckt auch meine persönliche Auffassung von der Schau
spielerei.) Für mich war es so: Hätte ich den anderen springen lassen, dann hätte mir irgend etwas gefehlt — die Sache wäre irgendwie nicht zu ihrem Ende gekommen, unaussprechlich unbefriedigend für mich geblieben, trotzdem der Artist den Sprung technisch sicher ganz ausgezeichnet ausgeführt hätte, — für mich wäre er nur gehüpft. Richtig springen konnte und durfte in diesem Fall nur ich.
Daher auch die Ueberschrist: Gehüpft ist nicht gesprungen. Richt der Schein ist für den Darsteller das Wesentliche, sondern das Sein. Die innere Echtheit.
Und das ist die Wahrheit. Ich bin mit einem Beispiel bewaffnet, das unserem Sport-Zeitalter entgegenkommt, ziemlich darum herumgegangen, aber ich hoffe, es ist ein gutes Beispiel. Es ist ziemlich schwer für einen Schauspieler, etwas über sich selbst zu sagen — so den doppelten Uhrdeckel des eigenen Jchs aufzumachen und zu sagen: So, nun schaut einmal herein!
Zeitschriften
— Das Oktoberheft der „Zeitwende" (C. H. Deck, Verlag München) bringt über die spanische Revolution einen Aufsatz von Theodor Fliedner. dem in Madrid seit langem ansässigen und in der dortigen evangelischen Arbeit an führender Stelle tätigen Pastor. Auf eine Gegenwartsfrage läuft auch >cr Beitrag Emanuel Hirschs aus: Der Schr:,.steiler und die Zeit. Zu Hans Grimms Bekenntnisbuch. Der Verfasser gibt nachdrücklich die Mahnung des Dichters von „Volk ohne Raum" weiter, dah sich die deutsche Literatur auf ihre nationale Aufgabe besinnen möge. — Zu Zwinglis 400 Todestag zeichnet Peter Barth ein fesselndes Bild des Schweizer Reformators, dessen Persönlichkeit und eigenartige Ausprägung der reformatorischen Gedanken den deutschen Gebildeten noch allzu wenig bekannt ist.
Heber den Sinn einer Zeitschrift, d. h. einer ernsten und gehaltvollen Zeitschrift, läht sich der Herausgeber des „K u n st w a r t s" (Callwey, München), im Oktoberheft lehrreich vernehmen. Rach einer kräftig gezeichneten Darstellung d^s Gesamtzustandes der Meinungsäußerung je er Form und Art formuliert er u. a.: Was also kann der Sinn einer Zeitschrift fein? „Wirken gegen die Entwertung des Wortes wie gegen die Verwirrung der Maßstäbe. Arbeiten im Sinne der Besinnung, der Sichtung und Sammlung, der Ver
antwortlichkeit des Geisteslebens, einer produktiven Kritik, der Erhaltung des Lebendigen und Förderung neuer positiver Kräfte." Diese Sähe können zugleich als Bekenntnis des „Kunstwarts" zu feiner Aufgabe gelten. Aus dem Inhalt des Oktoberheftes, mit dem der 45. Jahrgang beginnt, nennen wir noch: „Krisenpsychose und Wirklichkeit" von Herm. illlmann; „Hans Burgkmair" von Hans Rupe: „Das Geheimnis des Schlafes" von Wilh. Michel; eine Rovelle von Gertrud le Fort, „Die Letzte am Schafott". Bilder von Burgkmair schmücken das Heft.
Das Große Los! Wer hätte nicht schon davon geträumt, Pläne geschmiedet über die Verwendung der 500 000 Mark, die ihm eines Tages in den Schoß fallen konnten! Zum 100jährigen Jubiläum der Sächsischen Staatslotterie erscheint in öem Verlag I. I. Weber (Leipzig), eine Sondernummer der „3 [ l u ft r i r t c n Leitung“, die die Entwicklung der Sächsischen Staatslotterie und ihre hohe volkswirtschaftliche Bedeutung vor Augen führt. Alten Zeichnungen von Lotterieziehungen stehen moderne Skizzen, die denselben Gegenstand behandeln, gegenüber. Unb Paul Gg. Münch, der bekannte Pädagoge, bietet einen Einblick in die Große-Los-Psychologie des Volkes indem er aus der Schule plaudert, d. h. aus Schulaufsätzen über das so vielseitig erörterte Thema.
- „Mutter und Kin d". Zeitschrift für Ernährung, Pflege und Erziehung des Kindes. Verlag Elwm Staude, Osterwieck am Harz. Vierteljährlich (3 Hefte) 1,65 Mark. - Die bekannte Zeitschrift bietet im Oktoberheft wieder eine Reihe interessanter und lehrreicher Beiträge zum Studium der Kindespflege, wie z. B. .'.Etwas über Pflege und Ernähriing der werdenden Mutter", „Hausmittel und Säuglingspflege" usw. Fachärzte von Ruf schreiben über die gesundheitlichen Fragen in verständlicher Form. Dr. Hunaeus behandelt das Thema „Der Viskose-Schwamm in der Säuglings- und Kleinkinderpflege", Dr. Reich schreibt über „Taubstumme Kinder werden ,ver- kehrsfähig' gemacht" und Dr. Deitl bringt eine Abhandlung: „Von Brummelo und Wullewux und anderen ( Korndämonen, welche die Kinder schrecken". Dr. Thomalla erläutert, wie notwendig es ist, daß Mütter frühzeitig ihren Kindern erklären, was ein weggeworfenes Streichholz an- richten kann, welch zerstörende Gewalt in einer Flcische Benzin aufgespeichert ist. wie feuergefährlich Spiritus. Petroleum u. a. m. bei unachtsamer Handhabung werden kann. Das Heft ist reich bebildert.


