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Sesreimigs- und SmiWgimgsinvMleileli bei der staatlichen Grundsteuer für das Rechnungsjahr 1931.

Die Hessische amtliche Pressestelle in Darmstadt teilt mit:

A. Steuerbefreiung.

1. Für Grundstücke und Gebäude, die im Eigentum des Reiche-, Staates, der hessi­schen Provinzen, Kreise. Gemeinden, der evange­lischen und katholischen Kirche, der rechtsfähigen Retigionsgesellschosten sowie der überwiegend sur hessische Staatsangehörige bestimmten gemcinnützi- gen Anstalten und Stiftungen steten und die un­mittelbar dem öffentlichen Dienst, dem ösientsichen Gottesdienst, der ölsentlichen Lo enbestaltuno dem öffentlichen Unterricht und der sonstigen geistigen Fortbildung, der Armen-, Kranken- und Waisen- pslege, der Strafrechtspflege und der Fürsorge für Besierungsbedürfttge dienen.

2. Für Grund st ücke und Gebäude, falls der Gesamtwert deS in Hessen gelegenen Grundvermögens deS Steuerpflich'igen den "Be­trog von 3000 Mark nicht erreicht.

3. Für Gebäude, die zur Unterbringung des lebenden oder toten Inventars, oder der rohen Erzeugnisse einem landwirtschaftlichen Betrieb (einschließlich der Biehzucht, deS Wein-, Obst- und Gartenbaues) dienen.

Dient ein Grundstück oder Gebäude nur teil­weise den unter 1 und 3 angegebenen Zwecken, so bleibt es nur für diesen Teil von ter Steuer be­freit.

4. FürRvdfelder (Leuanlagen von Weinbergen) in Gröhe von mindesten- 3 Ar für die ersten drei Jahre nach der Anpflanzung.

5. Für Reubauten (oder Teile von t hnen), die Wohnzwecken dienen und nach dem 31. März 1924 bezugsfertig wurden, für acht Rech- nungSjayre nach der Fertigstellung. Für daS 9. und 10. Rechnungsjahr nach der Fertigstellung wird nur die Hälfte der Steuer erhoben. Die Frei­stellung bzw. die Erhebung der halben Steuer endet jedoch in allen Fällen spätestens mit Ablauf des Lj. 1938 (31. März 1939).

Der Hofreitegrund (Bauplatz) ist in allen Fallen voll steuerpflichtig.

Für Wohngebäude, die nach dem 31. März 1931 bezugsfertig werden, gelten die reichsrechtlichen

Aus der provinzialhaupistadi.

Gießen, den 15.3uli 1931.

Gniiebetrachtung.

Don Wilhelm Seemann.

Lun neigen sich wieder die Halme unter der Last der Lehren. Und die Sonne saugt da» Grün, das uns im Frühiahr auf den Feldern grünte, aus Aehre und Halm. Lur wenige Lachte lang wird Himmclstau die Felter feuchten und sie glitzern lassen im Morgenlicht, dann kommen kxe Messer und schneiden und enden ötc eommerlult te« Wachsens und all da- Reisen. Es hat etwas unbeschreiblich Rührendes wie so langsam die Aehre sich neigt, weil die Korner allmahltch schwerer werden. Die Aehre weigert sich nicht. GS ift ihr lieber, sie darf sich neigen und Frucht bringen, alS dah sie stolz ausrecht stehenbletbt und leer ist. Wenn ich solche sich beugende Aehre sehe, muß ich an die Braut denken, die ihrem Bräutigam sich zuneigt. an ihn gelehnt durch den Abends rieten geht und von kommender Zeit ge­meinsamem Glückes und gemeinsamer Arbeit träumt, und dankbar ist, daß sie ihrem Geliebten dienen darf und ein schwere- Leben ihm leichten machen. . - . . o

Reisende Lehren erinnern daran, daß des xe- benS schönster Sinn dienen heihL Uno wie vielen Menschen dienen doch die Mehren! Dem Landmann bringen sie Geld. Auch dem Muller, der sie zu Mehl vermahlt. Und wenn em Kind mit lachendem Munde in eine Scheibe Brot 6m- einbetßt. dann freuen sie sich, die Achrem daß (te mitbauen dürsen an einem lebendigen Menßven- leib, dem wundersamen Tempel einer ewigen Seele Sin Teil der Körner wird im Herbst sorg­sam gereinigt, gepflegt und aufbewahrt. DaS sind Die Körner, die bestimmt sind,,noch emmal den Acker zu grüßen im neuen Frühling. Doch auch sie müssen sterben, damit ter Halm wach­sen und die Aehre sich bilden kann. Das Leben ter Aehre heißt dienen nur dienen.

Jetzt neigen sich die Halme, und wetm du emen Weg zu einem Aehrenseld weißt, dann geh noch einmal hinaus allein eh die Halme fallen. Ein heiliges Schweigen umgibt dich, daS Schwei­gen derer, die zum Dienst bereit sind bi- in den Tod. Und wenn dann die 2lbendsonne hinter dem Wald finkt, dann bist du ganz einsam, und du erkennst in den leise wiegenden Lehren die Menschen wieder, die mit dir heute noch die Sonne sehen, jeder an seinem Platz. Auch sie wachsen und reifen und dienen der Menschenwelt entweder zum Segen, oder -um Fluch. Deine Oebanfcn kehren sich nach innen und die Stimme in dir be­ginnt zu grübeln und fragt, ob auch du gereift bist und Frucht gebracht hast, und ein Frieren überkommt dich, wenn du den Lehren dich ver­gleichen mußt, die so stolz und leer vereinzelt vor dir stehen.

Einen neuen Tag wird Gott uns schenken, vor­erst wird nur unser Feld geerntet. Loch haben wir Frist, unS von Gott erfüllen zu lassen mit Liebe zu den Unseren und mit Mitleid zu den Brütern, Die ärmer und unglücklicher sind, als wir. Einst kommt ter Tag, daß auch wir werten geerntet werden. Jener SchicksalStag, an dem uns Golt mit ter Lebensfrage aller Lebensfragen begegnen wird, mit jener großen Erntefraae: "Weh wird es sein, das du bereitet hast? Willst du dann als Spreu von ihm verworfen werden? Geh' also noch einmal hinaus aufS Feld, eh' die Halme fal­len, laß die sich neigenden Halme zu dir reden. Sieh', wie sie sich beugen. Beugt sich auch dein Haupt? Horchst du auf deine Seele, gibst du den innersten "Werten In dir Raum? O, neige dich tiefer, knie nieder niemand sieht dich hier In der Seite infam (eit, nur Gott aber er spricht zu dir durch das leise Harfen der Halme von Glauben, von Hoffen und Dienen.

Vornotizcn.

Ta'geSkalender für Mittwoch: Bortrag für Bienenzüchter. 20.30 Uhr im Forst­institut. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Wenn die Soldaten."

Sparerbund. Rentnerbunb und Bolksrechlpartei halten am morgigen Don­nerstag. 17.15 Uhr. im -katholischen Bereins- haus eine gemeinsame Mitgliederversammlung ab. in der der Landtagsabgeordnete Pwfessor Axt- Darmstadt einen Bortrag über ..Bolks- not und Bvlksrecht" halten wird. LähereS in ter heutigen Anzeige.

Bis auf weiteres keine Post­anweisungen ins Ausland. Das Reichs­postministerium teilt mit: Da zur Zeit Börsen­kursnotierungen nicht ftattfinten, ist es der Post bis auf weiteres nicht möglich, Einzahlungen auf Postanweisungen nach dem Ausland anzunehmen. Die Pvstanstatten lind entsprechend angewiesen worden. Außerdem sind die Postscheckämter eben­falls wegen der Unterbrechung in Kursnotierun­gen an ten deutschen Börsen angewiesen worden, die bei ihnen eingehenden Ucbertoeifungen nach dem Auslände bis auf weiteres nicht auszuführen.

Straßensperrungen, mitgeteilt vom Oeberhesstschcn Automobil-Club E D. (A. v. D.), (Sie: hcn: Die Provinzialstraßc Butzbach H o ch -

Bestimmungen sLotverordnung des Reich-Präsi­denten vom 1. Dez. 1930, 3. Teil, Kap. II, §20).

B. Steuerermäßigung.

1. Für Gebäude: Berechnung ter Steuer von einem Wert, ter dem zwanzigfachen Betrage der Friedensmiele entspricht, falls diese weniger als 5 v. H. des FrietenSwerteS deS Hauses be­trägt und deshalb eine entsprechende Ermäßigung der Sondergebäudesteuer stattzufinden hat.

2. Für a l S Bauland bewerte te Grundstücke, die landwirt'chaf llich. forstwirt­schaftlich oder gärtnerisch benutzt werden: Berech­nung der Steuer von einem Wert, ter für diese Grundstücke im Zahre 1914 sestzusetzen gewesen Ware, wenn sie damals lediglich diesen Zwecken gedient hätten.

3. Für Bauplätze: Lich'erhebung des Grundsteuerzuschlags nach dem Gesetz vom 5. De­zember 1930, falls der Steuerwert des Bauplatzes relativ hoch und das Grundstück dabei ertrag­los ift

4. Für Gebäude, die im Eigentum inlän­discher Personenvereinigungen und Bermögens- massen stehen, svsern diese unmittelbar und aus­schließlich gemeinnützigen, mildtätigen, ethischen oder religiösen Zwecken dienen, vorausgesetzt, daß der Grundbesitz für diese Zwecke benutzt wird. Der Grundsteuerzuschlag nach dem Gesetz vom 5. Dezember 1930 bleibt unerhvben.

5. Für a ls Eichenschälwald bewer­tete Grundstücke, die feit 1923 In Hochwald­kulturen umgewandelt töteten sind, oder in Zu­tuns t umgewandelt werden. Die Steuer ist inso­weit zu ermäßigen, als sie von einem Steuerwert berechnet worden ist, ter 200 Mark. je Hektar übersteigt. Die Ermäßigung tritt nicht ein, wenn der gesamte Waldbesitz des Steuerpflichtigen einen Flächenlichalt von mehr als 25 Hektar hat.

Die Steuerermäßigungen nach B, Ziffer 1, 3 und 4 werten nach pflichtmäßigem Ermessen ter entscheidenden Stelle nur dann gewährt, wenn die wirtschaftlichen Verhältnisse des Steuerpflichttgen ein Entgegenkommen dringend erforderlich machen.

nur mit Hilfe des Mutterlandes, m-belonder* mit Hilfe des Gustav-Advls-Frauenverein- zu leisten möglich war. Man dürfe nie vergeben, dah die Deutschen im fremden Lande mit heißer Liebe mit dem Batet'.ante verbunden feien: böf« Feinde könnten harte Grenzen ziehen, unnütz« Zollschranken gewaltsam aufrechterhallen, sie könn­ten aber niemals die Liebe des Deutschen zum Baterlante aus seinem Herzen reißen. 2n Glaube, in Liebe und in Hoffnung feien die Deutschen im fremden Lande stets mit ter Heimat verbun­den, die Liebe fei aber unter allen Eigenschaften die größte, im besonderen dann, wenn die Lieb« Aitr Tat werte. 3n seinem Schlußwort dankte Pfarrer Becker ter Bor tragenden. Er Wies auf die Arbeit des Guftav-Advlf-Berein- bin und machte auf das 100jährige Jubiläum bei Vereins und em damit verbundene- großes Hilfswerk aufmerksam.

e BHE. Dießen. Eine genußreich« Wan­derfahrt nach einem der lieblichsten Teil« deS Vvgelsberges unternahm am Sonn­tag ter BHE. Gießen bei herrlichstem Wettes in ter Stärke von rund 50 Personen. Der Frühzug brachte die 'Wanderschar nach Lidda, daS durchschritten wurde, um bei strahlen­dem Sonnenschein die Straße nach Michelnau ein­zuschlagen, hinter dem alsbald ter Wald begann» Durch schön gepflegten Mischwald ein großes Kompler war sogar mit Zypressen bepflanzt. reizende Lichtungen mit hübschen Ausblicken und liebliche, parkarttge Wiesentäler ging ter Weg unter kundiger Führung über ten Breitenstein. Auch ter abseits gelegenen, vielhuntertjübrigens TrautweinSeiche" wurde ein Besuch abgestattet» Lach geraumer Zeit erreichte man das tieflm Tale gelegene Gichelfachsen, wo auSgiebige Mit­tagsrast gehalten wurde. Einem Fußweg folgend ging eS von hier wieder aufwärts, am Dörfchett Wingershausen vorüber, -um Haselberg otes Schönen Stein, einem ter schönsten Aussichts­punkte des ganzen BogelsbergeS. Weit schweift« ter Blick bis zu den Höhen des Taunus und deS WesterwaldeS, auch Burg Münzenberg und ter Dünsberg waren deutlich sichtbar, während norte östlich der HohervdSkops mit ten Clubhäusern, der Bilstein, die Herchenhainer Höhe mit dem Bater-Benterbcim, sowie ter hochgelegene Hof Zwiefalten herübergrüßten. äleberau- reizvoll war auch ter Blick auf die zu Füßen liegenden Dörfer Eichelfachsen und Wingershausen. Der Abstieg erfolgte auf stillen Waldpfaten, später an dem stimmungsvollen Försterdenkmal und ten teilten Felspartlen des AitenburgkopsS vorbei zum Endziel Schotten, teo man im Garten des Hess. HauS" mit dem dortigen Bruderverein bei Ansprachen und Liedern einige gemütliche Stun­den zubrachte.

Zeppelin-Briesmarken zur Pol- fahrt. Die Polarfahrt deS Luftschiffes .Graf Zeppelin" wird Sammlern eine betontere Ge­legenheit geben, seltene Marken zu erhalten. Dia Deutsche Reichspvst wird drei besondere Marlen mit Aufdruck Polarfahrt ausgeben, welche speziell zur Frankierung dieser Post bestimmt sind und bei jedem größeren Postamt in den nächsten Tagen erhältlich fein werden. Mit diesen Marken fran­kierte Postkarten oder Briefe die an jede Adresse, auch diejenige des Absenders, gerichtet fein können find bis spätesten- 22.3ull in einem Umschlag an daS Postamt Friedrichshafen (Zeppelinpost) zu senden, welche- die Sendungen zur Weiterbeförderung dem Luftschiff .Gras Zep­pelin" übergibt Das Porto für Sendungen, welche bis Ceningrab mit dem Luftschiff befördert werten sollen, ist 1 Mark für eine Postkarte und 2 Mark für einen Brief, Sendungen welche bis zum Polargebiet (Franz-ZofephS-Land otev Eisbrecher Maligin) befördert werten fallen, kosten 2 Mark für eine Postkarte und 4 Mark für einen Brief Porto. Auf den Sendungen ist noch an^ugeben, ob die Post bis Leningrad, Franz* Josephsland oder Maligin mit dem Luftschiff befördert werten soll. Sollten die Sondermarken beim Postamt nicht erhältlich fein, so können di« Sendungen auch unfrankiert unter gleichzeitiger Kleber Weisung des PortobetrageS an das Post­amt Friedrichshafen gesandt werden. Die Sen­dungen erhalten außerdem noch besondere Stem­pel Luftschiff .Graf Zeppelin" Polarfahrt.

** Rundfunk st örun gen sind feine BefUft örungenl Ein Rundfunkhörer hatte einen Schmiede meister verklagt, weil dessen drei Elektromotore feinen Empfang störten. 3n einem rechtskräftigen Urteil entschied nun daS Landge­richt Schwerin als Berufungsinstanz, daß auf Rundfunkstörungen nicht die Borschriften des Bürgerlichen Gesetzbuches über Besitz und Eigen­tum anzuwenden feien, sondern nur die Spezial* beftimmungen des Gesetzes über Fernmelde­anlagen. Bei diesen kommt es in erster Linie darauf an, ob das störende Gerät oder die Rund* sunkcmpfangSanlage zuerst in Betrieb genommen tourte. Ist die elektrische Einlage älter, so kann ter Rundfunkhörer nicht verlangen, daß der Be­sitzer ter störenden Anlage Schutzvorrichtungen anbringt. Da die Motoren des Schmietemeisters bereits bereit- vor ter Empfangsanlage im Be* , triebe waren, tourte die Klage kostenpflichtig ab* | gewiesen.

I BeranttoortL f. d. Feuilleton: LB. Dr. Sange.

den Bvlksschulen (mit E-Älaffen, d. h Klassen mit erweiterten Lehrzielen) in Darmstadt, Mainz, Offenbach, Worms. Gießen, Michelstadt und Erbach zuerkannt. Fachschulen, die nach ter Lan- tervereinbarung die mittlere Reise erteilen dürfen, find: Höhere Landesbaufchule Darmstadt, Höhere Bauschule Bingen, Höhere Bauschule Offenbach, Höhere Maschinenbauschckle Darmstadt, Ma- schinenbauschule Offenbach, Maschlnenbau- schule Gießen, Kunstgewerteschule Mainz und Kunstgewerbefchule Offenbach.

** 14. Deutscher Studententag ver­schoben. Der Vorstand der Deutschen Studenten­schaft (D.St.) hat den für den morgigen Donners­tag nach Graz einberufenen 14. Deutschen Stuten» tentag mit Rücksicht auf die gegenwärtige politische und wirtschaftliche Lage bis auf weiteres verschoben. Der Hauptausschuß wurde zur Stellungnahme zur derzeitigen Lage auf Donnerstag, 16. 3uli, nach Berlin berufen.

D ie Beschädigung deS Wetter­häuschens in der Südanlage. Der Po­lizeibericht meldet: Die Täter, die in ter Lacht vorn 5. zum 6. Juli das Wetterhäuschen in der Südanlage beschädigten, konnten nunmehr er­mittelt werden. Es handelt sich um die Studenten Hermann Rinne und Werner Seltner, die beide dem KorpsSilvania" angehören. ES steht einwandfrei fest, daß weitere Personen an ter Zerstörung nicht teilgenommen haben.

Heimat und Diaspora. Der Gustav- Adolf-Frauenverein, Ortsgruppe Gießen, ver­anstaltete am Freitag einen gut besuchten Bor* tragsabend im Gemeindehaus in ter Kirchstraße, den Pfarrer Becker mit einer kurzen Ansprache einleitete. Frau Cic Claußen sprach über das ThemaHeimat und Diaspora". Aus reichem Wissen und vielen Erfahrungen gab sie einen Einblick in das Wesen und in den Kampf, den die eva/igel'schen Diaspora-Gemeinden in anderen Ländern zu führen haben. Die Rednerin wandte sich zunächst den evangelischen Gemeinden in Steiermark zu, denen sie lange Zeit gedient hat, gab einen Rückblick auf die Geschichte ter protestantischen Bewegung inmitten der großen katholischen Religionsgemeinschaften Oesterreichs und schilderte die Widerstände, die dem Glau­bensbekenntnis der Evangelischen entgegengesetzt wurden. Dann erzählte sie von ihrer langjähri­gen Tätigkeit (sie hat insgesamt 16 Jahre in ter Diaspora gewirkt) im Dienste der evangelischen Deutschen in der Tschechen Sie sprach von der Entwicklungsgeschichte des deutschen Diaspora- Diakonisfenhauses in Szöptau (Tschechv-Slowakei) und von der mannigfachen Arbeit und Hilfe­leistung dieses Hauses. Richt allein evangelische Arbeit fei e-, die das Mutterhaus zu leisten habe, es fei auch DeutschtumSarbeit, die aber

weife! ist vom Abzweig nach Hausen vom 16.Juli ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung über NieterweiselVstheim und umgekehrt. Die Orts- durchfahrt Schlitz im Zuge der Straße Schlitz- Lauterbach ist vom 20. Juli ab für jeglichen Ver« kehr gesperrt. Umleitung über SalzschlirfAngers« bad). Die Provinzialstraße AlsfeldLauterbach (2Ibtlg. Vrauerschwend Neumaar) ist vom 25. Juli ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Um­leitung über HergersdorfWallenrod. Die Pro- vinzialstraße Großen-Linden Leihge « ft em ist in der Nacht vom 18. auf 19.Juli für ]eg- lichen Verkehr gesperrt. Umleitung über Gießen ober Lang-Göns. ,

"DieGesellfchaftLiebig-Museum in Gießen hält am 19.3uli, 10.30 Uhr, in ten Räumen des Liebig-Museums eine Bcrfamm- lung ab, zu ter die noch lebenden Rach kommen und Bertoanbten von 3.0.2 lebig als Gäste gelaten sind. Zugefagt haben bereits Familie Thiersch aus Dresden (darunter Exzellenz Frau Geheimrat A. von Hamack, geb. Thiersch), C. Lie­big auS Balparalso, Geschwister Knapp aus Basel und ter 83jährige Georg Liebig aus Lauenstein, ein Reffe tes großen Chemiker-. Bcrbunten mit ter Berfammlung ist die Einweihung des phar­mazeutischen Laboratoriums, das nach mühevoller Arbeit wieder in seiner ursprünglichen Form her- gestellt ist. Prof. Dr. B r a n d in Marburg wird die Einweihungsrede halten über .Der Einfluß 3. v. Liebigs auf die Entwicklung ter pharma­zeutischen Chemie". Anschließend spricht der erste Borfitzente ter Gesellschaft, Geheimrat Som­mer. über »Die Nachkommenschaft von I. von Liebig und von feinen Geschwistern". Berbunten mit ter Berfammlung ist eine Ausstellung über die Beziehung von 5. von Liebig zu dem Pro­fessor ter Chemie und Pharmazie Würger in Marburg: die Ausstellung ist eine Leihgabe von Herrn und Frau Dr. Kortüm in Gießen.

Bortrag des Prälaten D. Dr. Diehl in Gießen. Der Oberhessische Ge­schichtsverein veranstaltet in Gemeinschaft mit ter historischen Fachschaft ter Universität am Freitag, 17. 3uli. 20.15 Ähr im Hörsaal 44 des Borlesungsgebäudes einen ^Vortragsabend. Prä­lat D. Dr. Diehl wird überKulturgeschicht­liche Bilder aus dem Leben tes Hessen-Darm» städtischen Pscrrrstandes" sprechen. Räheres im Anzeigenteil.

Zeugnisse der mittleren Reife an hessischen Anstalten. Das hesiische Mini- fterium für Kultus und Bildungstoesen gibt in einem Rundschreiben die Bereinbarung der deut­schen Länder über die sog. mittlere Reise be­kannt. Unter Berücksichtigung ter derzeitigen Schulverhaltnisse in Hessen wird daS Recht der Ausstellung von Zeugnissen der mittleren Reife

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