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Llm die DKB.-Meisterschafi

letzt ge- Komitee Austra-

Foriuna DüsseldorfEintracht Frankfurt 2 : 3 (2 : 2) n. Verl.

Dieser Erfolg des vorjährigen süddeutschen Meisters wiegt um so mehr, da er einmal in der Stadt des Gegners errungen wurde und da die Frankfurter Elf den Kampf mit der von früheren Verletzungen her noch invaliden Verteidigung Schuh-Stubb bestreiten muhte. Eintrachts Sieg verdient. Sie lieferte das taktisch klügere und ?uch technisch reifere Spiel, wenn auch die Ent­scheidung erst nach Verlängerung fiel.

Oberheffen.

60 Jahre Alice-Frauenverein in Schotten.

Barany schwimmt Europarekord.

Bei den Olympia-Prüfungsschwimmen des un­garischen Schwimmverbandes in Budapest am Dienstag gelang es Dr. Stefan V a r a n h , deii von ihm gehaltenen Curvparekord über p, 100 Meter Kraulstrecke um 2/io Sekunden auf 58,4 Sekunden zu verbessern. Sn diesem Rennen 7 wurde Andreas Rannie in 1:01,6 vor Doros in 1.02 Zweiter. Einen ungarischen Re­kord stellte über 300 Meter Kraul für Damen Slonka Toth mit 4:50 auf, womit sie erheblich unter der alten Destleistung von Margarete Sipos mit 4:57,8 blieb.

Oer Achter

der Mamz-Kasteler Ruder-Gesellschaft.

Der erste Achter der Mainz-Kasteler Rudergesellschaft, die im Vorjahre der schärfste Gegner der Mannheimer Amicita war, hat jetzt seine endgültige Zusammensetzung ge­funden, und zwar rudert die Mannschaft in fol­gender Desehung: Harthrath, Leber, Bock. Pape, Schandua, Callwood, Schollmayer, Soft. Sie ist etwas stärker als im letzten Sahr, hat aber die flüssige Form nicht wieder erreicht. Vorläufig

Nach einem Ruhetage hatten die Teilnehmer der Deutschland-Rundfahrt am Donnerstag mit der 9. Etappe, die von L i e g n i tz nach Berlin über 337 Kilometer führte, die längste Strecke zu bewäl­tigen. Obwohl es unterwegs zahlreiche Reifenschaden gab, kam eine Spitzengruppe von 25 Fahrern in Berlin an. Im Endspurt konnte sich dann Metze (Dortmund) einen knappen Sieg vor seinem Lands- mann S t ö p e l sichern. Die Zeit des Etappen­siegers betrug 11:46:46 Stunden. Der 15. Mai ist wieder Ruhetag.

Die Entscheidung über den Austragungsort der 11. Olympischen Spiele 1936 ist fallen. Das Internationale Olympische wählte mit großer Mehrheit Berlin als

gungsort der Olympischen Spiele 1936.

Körnig läuft Weltrekord.

Bei einem Sportfest in Regensburg durchlief gestern der deutsche Rekordmann Helmuth Körnig (Charlottenburg) die 100Meter in 10,3 S e - künden. Die Zeit liegt unter Weltrekord, es herrschte aber ein leichter Rückenwind.

Die Deutschland-Rundfahrt.

Metze gewinnt die 9. Etappe.

.®intracht Frankfurt, die nach ihrem schw^en Spiel gegen Fortuna Düsseldorf bereits nm Sonntag wieder in Altona gegen den Ham- burger Sport-Verein spielen sollte, hat dem SS 'S? schon allein wegen ihrer

vielen Verletzten das Spiel an diesem Tage nicht austragen kann Der DFD. hat darauf erklärt daß dann Hamburg kampflos in die zweite Zwi- schenrunde kommen werde.

München 60 süddeutscher Dritter.

Sv. München 60 Phönix Ludwigshafen 2:1 (2:0) zu erwarten war, machten beide Mannschaften einen müden Eindruck es war ihnen auch in den letzten Wochen mehr als

Sportfest unseres Bataillons.

Vorschau auf die Wettkämpfe am Freitag.

Am Freitag, 15. Mai, 14.30 Uhr, eröffnet das 1. Bataillon 15. Infanterie-Regiments fein Sport- f e ft mit den internen Wettbewerben. Die meisten Kämpfe werden bis zur Entscheidung aus- getragen, während in den interessantesten Disziplinen der Sonntag die Entscheidung bringt.

In den Läufen trifft man die von hiesigen Sportfesten bekannten Namen, wie Heise, Salz, Nehren, Günther, Reitz ufm., die für ihre Kompanien In Kurz-, Mittel- oder Langstrecken star- ten. Während die kurzen Strecken und die 4 X 100 - Meter-Staffel der 1./15 kaum zu nehmen sein wer­den, sollten über 1500 Meter die 3. und 4. Kompanie, im 5000-Meter.Mannschaftslauf 2., 3. und 4. Kom­panie bei taktisch richtigem Lauf die gleichen Aus­sichten haben. Im Wurf beherrschen M o h l und Gugel mit Kugelstoßen um die 13-Meter-Marke das Feld, zu denen im Wurf mit halbscharfen Hand­granaten junge gute Sportsleute der übrigen Kom­panien treten. Der Hochsprung ist Jakob (2./15) nicht zu nehmen. Der feldmarschmäßige Weitsprung ist offen für Fähnrich Boden st ein (1./15), Ge­freiter Berghöfer (4./15) und Obergefreiter ©ruber (2./15). Die Wettkämpfe schließen mit einem Handballspiel 1. gegen 2. Mannschaft des Gre­nadierbataillons, die sich in ihrer Güte nicht viel nachstehen. Mit dem Schluß der Wettkämpfe ist um 16.30 Uhr zu rechnen.

Handball

der Gießener Siadtniannschast.

Anläßlich des Bataillonssportfestes trägt die Gießener S t a d t e l f ein Spiel gegen die Bataillvnsmannschaft aus. Bei der Ausgeglichenheit der beiderseitigen Spielstärke ist ein spannender Kampf zu erwarten, der seinen Werbe- zweck sicher nicht verfehlen wird.

Olympische Spiele 1936 in Berlin.

v Schotten, 13.Mai. Der Zweigverein Schotten des Alice-Frauenvereins blickte auf sein 60jähriges Bestehen zurück. Sm Krieasjahr 1870/71 erfolgte seine Gründung Aus Anlaß des Subiläums hielt der Verein am Sonntag in der Turnhalle, die geschmackvoll ge­schmückt und von Besuchern überfüllt war, eine stimmungsvolle Feier ab. Das Philharmonische Orchester unter Leitung von Dr. S e u l i n g brachte wertvolle musikalische Stücke zu Gehör. Darauf begrüßte die Vorsitzende des Vereins, Frau Direktor Hertsch, die Gäste, unter denen sich auch die Protektorin des Alice-Frauenvereins, Großherzogin Eleonore, befand. Das Drohherzogspaar hatte schon Tags zuvor dem hiesigen Krankenhaus einen längeren Be­such abgestattet und das Haus und das neue, vom Verein und der Stadt eingerichtete S ch w e - sternerholungsheim besichtigt. Die Herr­schaften sprachen sich sehr lobend über das Ge­sehene aus. Zur Feier in der Turnhalle war die Großherzogin wieder gekommen. Vom Hauptverein in Darmstadt waren die Vorsitzende Frau Staatsminister Excellenz Ewald, Frau Dr. Merck und Frau Oberin v. Pflugk er­schienen. Vürgermeister M e n g e l sprach herzliche Begrußungsworte namens der Stadt und über­brachte den Dank und die Glückwünsche der Stadtverwaltung. Kreisdirektor Dr. Sann über­mittelte Glückwünsche namens der Kveisfürsorge- stelle und des Sugendamtes. Der von der Kinder­gärtnerin Frl. M. W e b e r gut geleitete Kinder- garten führte allerliebste Kinderreigen auf. Sn verschiedenen lebenden Bildern wurde die Arbeit und Tätigkeit des Roten Kreuzes und des Alice- Frauenvereins gezeigt. Ein flott gespieltes MarchenstückHänsel und Gretel" mit Den Humperdingkschen Melodien bildete den Schluß des schönen Programms. Dank der vorzüglichen Leitung des Vereins genießt der Verein " unserer Stadt große Sympathie. '

man einem Berufsspieler zumutet ausgebürdet worden. München fand sich mit diesen widrigen Umständen, zu denen sich auch noch ein starker Wind gesellte, besser ab und dominierte in der ersten Haltzeit. Sn diesem Spielabschnitt fielen auch die beiden Münchener Torerfolge. Kurz nach Wiederbeginn wurde zwar ein Schuß von Hörnle, der ans Retz gegangen war, vom Unparteiischen als Tor gewertet, doch widerrief dieser die Ent­scheidung auf Reklamation von München hin. Erst Derk konnte barni in der 29. Minute den ver­dienten Chrentreffer erzielen. Sn den Schluh- minuten war wieder München überlegen, ohne aber die gute Verteidigung von Phönix nochmals schlagen zu können.

Der Epielplan für den 17. Mai.

Bevor die Weigerung der Frankfurter Eintracht bekannt wurde, hatte der DFD. für die weiteren Spiele um die DFD.-Meisterschaft folgende Ter­mine angesetzt:

S o nn t a g, 1 7. M a i: Vorrunde: in München: München 1860 Meidericher Spielverein. 1. Zwi­schenrunde: in Dresden: Dresdener SC. Hol­stein Kiel; in Berlin: Hertha BSC. Sp. Dg. Fürth; in Altona: Hamburger SV. Eintracht Frankfurt. M o n t a g. 2 5. M a i: in Duisburg: Tennis Borussia Berlin gegen den Sieger des Spieles München 60 gegen Weiderich.

Oer mutmaßliche Räuber von Bad-Rauheim.

WSR. Bad-Rauheim, 14. Mai. Zu dem Raubüberfall, der Sonntag früh gegen 4 11 hr hier verübt wurde, teilt das hiesige Po­lizeiamt mit, daß der Schuhmacher Franz Bohn von hier, geboren am 8. April 1901 in Rodalben (Pfalz), der Tat dringend ver­dacht i g ist. Bohn, der mehrfach vorbestraft ist. ist seit Sonntag verschwunden, wurde aber noch morgens um 4.30 Uhr gesehen, und zwar auf dem Wege nach Friedberg.

Landkreis Gießen.

* -Rödgen. 13. Mai. Unser Bürgermeister Philipp Horn konnte dieser Tage in geisttger und körperlicher Frische die Feier seines 7 0. Ge - E> u r t S t o g e $ begehen. Aus einer führenden Anneröder Familie stammend, wurde er durch das Vertrauen der Gemeinde wiederholt und einstim­mig zum Bürgermeister gewählt. Er bekleidet das verantwortungsvolle Amt nun schon 37 Sahre und hat es in dieser langen Zeit verstanden, die Ge­meinde durch alle Stürme und Klippen hindurch zu lenken. Während seiner Amtszeit erhielt die Gemeinde eine Anzahl wichtiger Reuerungen: Wasserleitung und elektrisches »Licht, ein impo­santes neues Schulhaus, zuletzt Feldbereinigung. Dazu wurden für die Kirche, deren Vorstand Herr Horn ebenfalls seit vielen Sahren angehört, neue Glocken beschafft, sowie die Kirche kürzlich wieder neu hergestellt. Bürgermeister Horn vertritt da­zu als weltlicher Abgeordneter die Pfarrei Röd­gen-Annerod im Dekanatstag. außerdem bekleidet er noch einige andre Ehrenämter.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

WSN. Biedenkoof. 14. Mai. In dem aus­gedehnten Jagdrevier der Gemeinde Dautphe, das von dem Jagdoerein Biedenkopf gepachtet ist, wurde ' it einiger Zeit arg gewildert. Jetzt ge­lang es einem der Jagdpächter, zwei junge LeuteausSilbergbeirnWildernzuer- wischen. Die beidenKnapper" gaben ihre Ge­wehre und die Munition ab, nannten aber falsche Namen und rissen obendrein.noch aus Trotzdem gelang es, sie ausfindig zu machen und nach Mar­burg ins Genchtsgefängnis einzuliefern.

gegen holte sich Adolf Schepers über­zeugend den Gaumeistertitel im Schwergewicht. Auch in den Sugend- und Altersklassen gab es für Gießen einige Siege. Rachstehend die Ergeb­nisse:

Ringen:

Sugendleichtgewicht: Hermann Ruß 2. Preis. Sugendschwergewicht: Heinrich Emmerich 1. Pr. Altersklasse, Mittelgewicht, Karl Hartmann, 1. Preis.

Aktiv, Federgewicht, Hans Kraft 3. Preis; Ak- ttv, Leichtgewicht, Alois Funk 2. Preis; Aktiv Mittelgewicht, Willi Belloff, 3. Preis; Aktiv Schwergewicht, Adolf Schepers 1. Preis.

Gewichtheben:

Altersklasse, Federgewicht, Heinrich Hartmann 1. Preis Altersklasse, Schwergewicht, Heinrich Staubach 1. Preis.

Aktiv, Leichtgewicht, Heinrich Fink, 680 Pfd., 2. Preis.

Fünf kamps : x

Aktiv, Mittelgewicht, Albert Forbach, 710 Pfd., 1. Preis; Aktiv, Halbschwergewicht, WM Belloff, 735 Pfund, 1. Preis.

Rasenkraftsport.

Steinstoßen, Federgewicht, Hans Kraft, 1. Pr.;

Steinstoßen, Leichtgewicht, Heinrich Fink, 2. Pr.; Steinstoßen, Mittelgewicht, Albert Forbach, 1. Pr. Boxen.

Leichtgewicht, Karl Mellhöfer 1. Preis; Mit­telgewicht, Kurt Beyer, 1. Preis.

Fußball her höheren Schulen.

(Bnmnpfium Realgymnasium 2:5.

Beide Mannschaften zeigten ein recht beachtliches Können. Die Realgymnasiasten gewannen infolge besseren Zusammenspiels verdient mit obigem Re­sultat.

wird in dem ruhigen Rheinarm zwischen Peters- aue und Biebrich trainiert, später, zur Prü­fung der Schnelligkeit, werden die Hebungen auf den Main verlegt.

Fechten im Turngau Hessen (OT.).

Sn Gießen sand am Sonntag das erste Ober­stufe-Fechten für die Fechterinnen des Gaues Hessen unter Leitung von Gausechttvart Kuhn (Friedberg) statt, dem erfahrene Kampf­richter zur Seite standen. Bon den 18 Angehöri­gen der Oberstufe beteiligten sich 13 an dem Kampf, der durchweg gute Leistungen in recht spannenden Gefechten aufwies. Rach zwei Bor- und zwei Zwischenrunden kamen acht der Teil­nehmerinnen in die Endrunde, in der es folgende Placierung gab:

1. Lotte Mohr, Tv. 1846 Gießen, 5 Siege; 2. Marie Eckhardt, Tv. 1846 Gießen, 4 Siege; 3. Else Wirth, Tv. 1846 Gießen, 4 Siege; 4. Luise Kühn, Tgm. Friedberg, 4 Siege; 5. Marie Krehschmar, Mtv. Gießen, 4 Siege; 6. Erna Kut­scher, Tv. 1860 Dad-Rauheim, 3 Siege; 7. Hilde Panse, Tv. Wetzlar, 2 Siege; 8. Erika Fehn, Tv. 1846 Gießen.

Die sechs ersten Siegerinnen erwarben sich die Berechtigung, an den Meisterschaftskämpfen des Mittelrheinkreises teilzunehmen, die am 4. und 5. Suli in Bad Kreuznach stattfinden.

Handball im Gau Hessen (O. T.)

Tv. Heuchelheim I Tv. von 1846 I 4:6 (1:2).

Die 1846er waren, obwohl sie nicht in stärkster Aufstellung antraten, den Gästen während des ganzen Spiels überlegen. Die Heuchelheimer wurden stark in die Defensive gedrängt und verdanken es lediglich dem Scyußpech des Gießener Sturmes, daß nicht mehr als sechs Bälle den Weg ins Netz fanden. Anzuerkennen ist der Eifer, mit dem die Gaste wäh­rend des ganzen Spieles kämpften.

Am kommenden Sonntag fährt die 2. Mannschaft nach Steinbach zum dortigen Turnverein. Das Vorspiel mußte beim Stande r0 für Gießen infolge Unwetters abgebrochen werden.

Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.

Entscheidungsspiel um den Meister der Jugendgruppe II

TD. Londorf 1. Sugend TD. Lollar 1. Sugend 5:3 (3:3), nach Verlängerung 2:2.

Sofort nach Beginn setzte flottes Spiel ein, das Lollar in der 12. Minute in Führung gehen sah. Rach kurzer Zeit erhöhte dasselbe auf 2:0. Londorf wurde nun merklich besser und konnte troß Schußpech bis zur Pause noch gleichziehen. Sofort nach dem Wechsel stand das Spiel wieder 3:2 für Lollar. Das Spiel nahm an Härte zu, ohne jedoch unfair zu werden, und lieh Londorf kurz vor Schluß der regulären Spielzeit wieder zum Ausgleich kommen. Sn der folgenden Ver­längerung vermochte die besser durchstehendern Londoner Mannschaft durch zwei weitere Erfolge den Sieg zur Meisterschaft sicherzustellen.

Burkhardsfelden I Steinbach I 6:1 (3:0).

Es war ein sehr flottes Spiel. Burkhardsfelden spielte in der ersten Halbzeit überlegen und konnte so innerhalb kurzer Zeit drei Tore für sich buchen. Sn der zweiten Halbzeit kam der Platzbesitzer noch zu drei Erfolgen, denen Steinbach nur das verdiente Ehrentor entgegensetzen konnte. Schiedsrichter Wal­lenfels (Mendorf) leitete das Spiel einwandfrei.

Schwerathletik.

Bei günstigem Wetter wurden am vergange­nen Sonntag die Meisterschaften des Gaues l. im 7. Kreis des Deutschen Ath­letiksportverbandes 1891 im Marbur­ger Stadion ausgetragen. Es wurdep durchweg gute Leistungen geboten. Der Gießener Kraft - und Sportklub von 1 893 schnitt hierbei gut ab. Er konnte insgesamt 11 erste, 4 zweite und einige 3. Preise erringen. Schon bei den Wettkämpfen im Gewichtheben und Rasen­kraftsport konnten sich die Gießener Vertreter gut durchsetzen. Am Rachmittag traten die Ringer in Aktion. Sn den aktiven Klassen gab es einige Tleberraschungen; so muhte sich im Fe­dergewicht der mehrmalige Kreismeister Hans Kraft, Gießen, mit dem 3. Platz begnügen; auch der Leichtgewichtler Funk verlor im Endkampf gegen den zähen Techniker Schember, Als­feld; im Mittelgewicht konnten sich Belloff und Forbach nicht ganz durchsetzen, Belloff lan­dete auf dem 3., Forbach auf dem 4. Platz; da-

Fellingshausen, 15. Mai. Gestern vor­mittag ereignete sich am Eingang zu unserem Dorfe von Krofdorf her ein schwerer 11 n - glücksfall. Das etwa 21 Sahre alte Dienst­mädchen Katharine Bernhard von hier, das in Gießen in Stellüng war, befand sich auf dem Fahrrad unterwegs nach hier, um die Eltern zu besuchen. An dem steilen Abhang der Chaussee vor dem Dorfeingang verlor das Mädchen die Herrschaft über das Fahrrad und rannte gegen ein Haus am Dorf ende, wobei es einen schwe­ren Schädelbruch erlitt. Die Freiwillige Sa- nitätskolonne vom Roten Kreuz in Gießen ver­brachte die Bedauernswerte alsbald nach Gießen in die Chirurgische Klinik, wo sie gestern abend ihren schweren Verletzungen erlag.

Hessischer Landes-Lehrerverein und pädagogische Institute.

^SR Darmstadt, 13. Mai. Der Haupt­vorstand des Hessischen Landes-Lehrer- vereins nahm zu der nunmehr beschlossenen 3u|(immen[ e g u ng der Pädagvgis chen iv n einstimmig nachfolgende

7," e&u n 9 Hessische Landtag

bat durch seine Beschlüsse vom 23. April 1931 Die hessische Lehrerbildung auf eine^Bahn ge­drängt, bve verglichen mit den Forderungen, die der Deutsche Lehrerverein seit Sahrzehnten er­hebt, einen unzweifelbaren Rückschritt darstellt. Die Landtagsmehrheit hat der Regierung den Weg freigemacht, die bereits vor der Abstim­mung begonnene Auflösung des Darmstädter Pä­dagogischen Snstituts zu vollenden, indem sie die überaus bedeutungsvolle Frage der Lehrer­bildung zu einer Angelegenheit der Verwaltung degradierte. Regierung und Landtag ließen die von den verschiedensten Seiten vorgebrachten schwerwiegenden Gegengründe völlig unbeachtet, obwohl sie niemals widerlegt wurden und zu keiner Zeit stichhalttge Gründe für die Auf­hebung des Snstituts am Orte der Hochschule an­geführt werden konnten. Der Hessische Landes- lehrewerem sieht sich deshalb veranlaßt, ;egen- uber der Haltung der Regierung und der Land­tagsmehrheit schärfsten Protest einzulegen und sein tiefstes Bedauern und Be - ! rem d en auszusprechen. Er erwartet, daß die in Aussicht gestellte Errichtung eines Päda­gogischen Snstituts an der Landes- un i ve r f itä t Gießen in kürzester Frist erfolgt.

Buntes Allerlei.

Die durchleuchtete Mumie.

Eine Mumie der 20. Pharaonendynastie, die luh in einem besonders guten Zustande der Erhaltung im Museum der englischen Stadt Leeds befindet, ist jetzt von Dr. A. S. Cave, Der be­reits zahlreiche Studien an Mumien vor genom­men hat, mit Röntgenstrahlen untersucht worden. Die Mumien aus dieser Epoche Altägyptens zei­gen die Technik der Einbalsamierung auf Der Höhe, Denn es ist hier gelungen, den Mumien die runde Fülle des lebenden Körpers zu erhal­ten. Wenn freilich Der Gelehrte hoffte, mit Hilfe der Durchleuchtung diesen Geheimnissen der Mu­mifizierung auf Die Spur zu kommen, so mußte er eine Enttäuschung erleben, denn auch Die Röntgenstrahlen vermochten an der aus ihrem Glaskasten genommene Mumie Einzelheiten der Behandlung nicht aufzuweisen. Wohl aber ist es Cave gelungen, mit Hilfe der Röntgenstrahlen das Geschlecht festzustellen und verschiedenes über den Gesundheitszustand herau^ubekommen. in Dem sich dieser unbekannte Untertan Der Phara­onen bei Lebzeiten befand. Die Mumie erwies sich als ein stattlicher Mann von 183 Zentimeter Körperlänge, Der im Alter zwischen 40 und 50 Zähren gestorben war.Sch konnte an den Kno­chen nicht Die geringsten Krankheitsspuren erken­nen," erklärt Dr. Cave,und es besteht kein Zweifel, daß es sich hier um eine besonDers ge- funDe Person hanDelte. Es waren nicht Die leise­sten Andeutungen rheumatischer Erkrankungen zu bemerken; alle Gelenke waren in vortrefflichem Zustand und ebenso die Zähne. Solche B«>b- achtungen sind aber für die Feststellung der Todesursache von geringem Wert, da sie sich nur auf die Knochen beziehen, während die Organe des Körpers, wie Herz, Leber und Rieren, so mumifiziert sind, daß man über ihren Just and nichts mehr erkennen koimte."

Die Traumgeige.

Ein neues Saiteninstrument, das von Fedor v. Perbandt erfunden wurde und eine erstaun­liche Reinheit und Schönheit des Tones darbietet, verdient den RamenTraumgeige" in zweifacher Bedeutung. Einmal ist es, wie Dr. Alfred Gradenwih inReclams Universum" aus­führt, Die Erfüllung eines alten Traumes, Der Die Sehnsucht nach einer besonders schön klin­genden Geige enthält und schon manchen Er­finder verlockt hat. Dann aber wurde die Er­findung tatsächlich durch einen Traum ermöglicht. Als sich Perbandt mit dem Problem eingehend zu beschäftigen anfing, hatte er eines Rachts im Schlaf eine seltsame Erscheinung: ein Unbe­kannter legte ihm etwa 20 verschiedene Modelle vor, die alle voneinander und auch von der her­kömmlichen Geigensorm abwichen. Schließlich aber holte der Fremdling unter besonderen Zeremo­nien ein Geigenmodell hervor, das eine große Ähnlichkeit mit einem menschlichen Ohr aufwies, und sagte, er wolle ihm nun nochetwas ganz Besonderes" zeigen. Als Der Träumer erwachte, hatte er Die einzelnen Konstruktionen vergessen, nur Die Ohrform war ihm im GeDächtnis hasten geblieben. Durch anDere Arbeiten abgelenkt, ließ er zunächst Den im Träum angeDeuteten Gedanken unausgeführt, aber jetzt ist er wieder auf Den Geigenbau zurückgekommen und hat ein erstes Modell hergestellt, Dessen Ton so überraschend schön, rein und edel ist, Daß Diese Geige mit Den teuersten Snftrumenten Den Kampf aufnehmen kann. Diese äleberlegenheit Der neuen Geige be- rubt z. T. Darauf, Daß Die Resonanzflächen zur Dogensübrung senkrecht liegen. Das Snstrument also hochkanttg gestellt ist. Da Die Saiten über Der Zarge angeorbnet sind, kann der Bogen un­gehindert darüber hinstreichen, so daß Die bis­herige seitliche Einschnürung der Klangflächen sich erübrigt. Sodann wird Die Resonanz durch die der Ratur nachgebildete Ohrfvrm verbessert.

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