Nr. U2 Drittes Blatt
Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Zreitag, 15. Mai Ml
Schulungskurs des Christlich-sozialen VolkSdienfleS.
Nach dem Schulungskurs in Mainz hatte die Landesleitung des Christlich- S o z i a I e n Volks di en st es lCSVD.) — wie man uns schreibt — am vorigen Sonntag die Freunde der Bewegung aus Oberhessen zu einem Schulungskurs nach G i e h e n in die Herberge zur Heimat eingeladen. .
Man begann bereits am Samstagnachmrttag zu- nächst mit den Begrüßungen des Landesvorsihen- den und des Ortsgruppenvorsihenden. Eine kurze Andacht von Herrn Prof. Koch. Dietzen, dre zeugte, wie die Wurzeln alles Dolksdienstes in Gottes Wort liegen, gab der Tagung die rechte Weihe und den nötigen Ernst. Pfarrer Schumacher, Frankfurt, berichtete zunächst von der Entwicklung des CSVD., wie er aus dem Felderlebnis einiger deutscher Männer in Württemberg heraus entstanden ist, wie er sich dann von Württemberg aus, besonders nach der Verschmelzung mit den Christlich-Sozialen, die von Stöcker herkomme, über das ganze Reich ausbreitete. Interessant war es, zu sehen, wie man von vornherein auf alle Sensationen verzichtete, vielmehr den Mut zu wirklicher Arbeit hatte, die zunächst in den Gemeinden und Kreisen begann, dann über die Länder hinweg am 14. September vorigen Jahres zur Reichstagswahl führte, die durch den Eintritt von 14 Abgeordneten in den Reichstag als voller Erfolg betrachtet werden darf. Heute ist die Bewegung über das ganze Reich verbreitet, zwar nicht als Massenbewegung, aber als solche, die von ihren Gliedern erwarten darf, dah sie alles daran sehen, diesen Dienst am Volk zu tun.
Der Landesvorsihende, Lehrer G r e b, Mainz- Weisenau, gab alsdann eine Hebersicht über die Entwicklung des CSVD. in Hessen. Hier bestand zunächst die Evangelische Volksgemeinschaft, die nach Heberwindung mancher Schwierigkeiten mit der aus dem Süden kommenden Volksdienstbewegung zusammenschmolz und dadurch neue Kräfte und auch eine etwas veränderte Zielrichtung erhielt. Die Zahl von 19 000 Stimmen, die am 14. September 1930 in Hessen abgegeben wurden, zeigte den Stand der Bewegung in unserem Land, in dem trotzdem noch manches zu tun übrig bleibt.
Das Schlutzreferat von Pfarrer Schumacher versuchte, in wenigen Strichen die augenblick- politische Lage zu zeichnen. Er zeigte, wie auf allen Gebieten ein Ernst der Lage zu erkennen ist, wie er von den meisten unserer Volksgenossen gar nicht erkannt wird. Er schloh jedoch damit, datz daraus für den Christen nicht ein tatenloser Pessimismus erwachsen darf, sondern vielmehr die bedingungslose Bereitschaft, auch das Letzte für sein Volk einzusehen.
Der Sonntagnachmittag, der noch viele Gäste brachte, führte zunächst in das jüngste Glied der Bewegung ein: Die studentischen Arbeitsgemeinschaften im CSVD., wie sie schon an verschiedenen Universitäten bestehen. Auch hier in Dietzen haben sich einige Studenten zusammengefunden, die ihrem Volk damit dienen möchten, datz sie sich gemeinsam in die politischen Fragen einarbeiten und versuchen, als Christen dazu Stellung zu nehmen. So ist der Arbeitsgegenstand für dieses Semester die Bodenreform und ihre Probleme. Psarrer Schumacher legte danach in einem grundsätzlichen Referat nochmals die Grundlagen der Bewegung dar. Er ging davon aus, datz es drei Arten von Christen gäbe. Die einen leben von der Welt abgewandt und betrachten jedes Eingreifen in das öffentliche Leben als etwas Nebensächliches, sie wählen anv Wahltage das „kleinere Hebel“. Die andern errichten mit Hilfe des Wortes „Eigengesehlichkeit" eine Scheidewand zwischen ihrem privaten Leben als Christen und alle anderen Lebenskreisen, wie Politik, Wirtschaft usw. Cs gibt aber noch eine dritte Art von Christen, die einmal die Verpflichtung gegenüber ihrem. Volk zu ernst nehmen, als dah sie sich ihrer am Wahltage mit dem kleineren Hebel entledigen könnten, die aber auch weiter glauben, dah nicht nur unser privates Leben, sondern die ganze Welt unter dem Anspruch Gottes steht und dah unserm Volk erst dann wirklich geholfen werden kann, wenn es diesen Anspruch, der sich auf alle Gebiete erstreckt. wirklich anerkennt. Solche Menschen find es, die im CSVD. stehen. Wie sich eine solche Haltung zur Politik auswirken muh, zeigte wohl besser als alle theoretischen Erwägungen der
Vortrag über die Arbeit der Dolksdienstabgeord- neten im Reichstag. Greifen wir nur einige von den etwa 60 eingebrachten Anträgen heraus, die zum Teil durchgegangen sind, ober aber noch verhandelt werden: Revision des Voungplanes (53), Beseitigung der Mineralwassersteuer (116), Reichsrenten-Dersorgungsgeseh (133), Ausmahlungszwang für Roggen (257), Ladenschluß am Heiligen Abend (301), Aenderung des Lichtspiel- gesehes (476), gegen § 231 des Versailler Vertrages (566), Forderung eines Reichsschulgesetzes (744). bis hin zum jüngst eingebrachten Wohnheimstättengesetz (911). Wenn man etwas von dieser Arbeit der kleinen Zahl von Abgeordneten hörte, und von Zuschauern etwas davon, wie allzu menschlich es in den Zusammenkünften der Vertreter des deutschen Volkes zugeht, dann konnte man verstehen, was es bedeutet, wenn auf diesen Posten Männer stehen, die aus einer letzten Gebundenheit an Gott heraus handeln.
Das letzte Referat von Studien-Assessor Schneider (Grünberg) behandelte die Aufgaben bis zur Landtagswahl und zeigte bis ins einzelne gehende Ratschläge, wie diese Arbeit in Angriff zu nehmen ist.
3h der anschließenden Aussprache, an der man sich'rege beteiligte, ging man auf die verschiedenen Referate ein, vor allem aber gab es immer wieder Beiträge zu dem letzten Vortrag. Durch die im Herbst stattfindenden Landtagswahlen erhielt ja der Schulungskurs seine besondere Bedeutung. 3m Blick auf sie darf man wohl sagen, datz der Kursus seinen Zweck erfüllt hat. Wenn man in der Aussprache davon hörte, wie treue Mitarbeiter mit der Bereitschaft zum Opfer an allen Orten an der Arbeit sind, wie etwa zwei Arbeiter aus dem Dillkreise, wo sich die Ortsgruppen des CSVD. aus über 90 Prozent Arbeiter zusammensehen, ihren Dienst am Volke tun, dann darf man wohl sagen, dah diese Bewegung, die so von ihren Gliedern getragen wird, mit Zuversicht in die Zukunft schauen kann.
Bildungstagung Der Buchdrucker.
Samstag und Sonntag hielt der Bildungsverband der Buchdrucker. Bezirk Frankfurt, in Gietzen einen Bildungstag ab. Hm 18 Hhr am Samstag wurde im Gewerkschaftshaus, Schanzenstrahe, eine Ausstellung von Druckarbeiten eröffnet, die auch am Sonntag geöffnet war und einen Einblick bot in die verschiedenen Drucktechniken.
Am Samstagabend hielt Gewerbeoberlehrer Gottlieb Fischer (Nürnberg), der in seiner Eigenschaft als Vorsitzender des Nürnberger Duchgewerbesaales auch die Ausstellung vermittelte. einen Vortrag über Technik undFort- schritt im Buchdruck. Der Vortragende gab zunächst einen Heberblick über d e Entwicklung der Technik des Buchdrucks von Gutenberg bis zum heutigen Tage und wies auf die Bemühungen hin, die eine weitere Technisierung, einen weiteren Ausbau zum Ziele haben. Er erinnerte an die Hochleistungsmaschinen der 3ehtzeit, an den Aufschwung. den Offset- und Tiefdruckverfahren zu verzeichnen hatten, und vergatz nicht, darauf aufmerksam zu machen, datz auch der Buchdrucker bemüht sei, Schritt zu halten mit der Zeit und auch stets auf dem Laufenden geblieben fei. Mit der Entwicklung des Technischen müsse aber eine Entwicklung der geschmacklichen Ausgestaltung Hand in Hand gehen, wenn man zugleich von einem kulturellen Fortschritt sprechen will. Der Buchdrucker müsse sein Teil dazu beitragen, und den Auftraggeber durch entsprechende Anregungen zur modernen und guten Ausstattung der Drucksachen die Wege weisen. Die durch die Technik geschaffene quantitative Höchstleistung dürfe nicht zu einer Herabdrückung der Qualität führen. 3m Zusammenhang damit warnte der Redner vor dem Extrem in der Ausgestaltung der Drucksache. Der weitere Verlauf des Abends brachte neben einer Reihe von Begrüßungsansprachen musikalische, humoristische und gesangliche Darbietungen.
Am Sonntagvormittag sprach Herr A l b i n u s (Frankfurt a. M.) über das Thema „W i e steht es um die neue Typographie?" Er betonte, dah sich die Typogravhie in einem etwas anderen Sinne entwickelt habe, wie es vor wenigen Zähren vorausgesagt worden fei. Es habe sich eine Sachlichkeit ermöglicht, die jede Illusion ausschalte und doch den Bedürfnissen der 3ehtzrit in hohem Mähe gerecht werde. Der Redner ging auf die mannigfachen Veränderungen ein, die die neue geistige Richtung in der Behandlung der verschiedenen Arten der Drucksachen ausgelöst hat,
und gab so seinen Zuhörern einen vollständigen Heberblick über den Stand der heutigen Typographie.
3m Anschluß daran sprach Herr Scheifele über die Arbeitsabende der Ortsgruppe Giehen des Dildungsverbandes, betonte die Notwendigkeit beruflicher Weiterbildung. Nach ihm sprach Herr Köhler noch über die ausgestellten Arbeiten der Giehener Gruppe und wies daraufhin, dah die Arbeitsabende und Bastelstunden der Ortsgruppe Giehen des Bildungsverbandes der
Buchdrucker eine wertvolle Ergäiizung und Vertiefung der Kenntnisse, die unmittelbar in die Praxis übertragen werden können, darstelle.
Sodann fand eine DesichtigungderHni- versitätsbibliothel in gemeinsamer Führung statt. Der Direktor der Hniversität, Professor Dr. Ebel ging in kurzen Worten auf die Entwicklung und Organisation der Bibliothek ein. Der Rundgang, an dem sehr viele Mitglieder teilnahmen, lieh die Besucher'einen geschlossenen Einblick in die bedeutende Einrichtung gewinnen.
Wirtschaft.
Oiskontermäßigung der Bank von England.
WTB. London, 14. Mai. Der Diskontsatz der Bank von England ist heute von 3 auf 2,5 . $). herabgesetzt worden. Der bisherige Satz von 3 d. $). war seit dem 1. Mai unverändert geblieben. Der neue Diskontsatz ist der niedrigste seit dem Jahre 1909.
* Mainkraftwerke 21®., Frankfurt am Main - Höchst. In der Aufsichtsratssitzung wurde beschlossen, der auf den 9.Iuni eiyzuberusen- den Generalversamlung die Verteilung von wieder 6 v. Sy Dividende auf das 22,40 Millionen RM. betragende Aktienkapital oorzuschlagen.
* Adlerwerke norm. Heinrich Kleyer 21®., Frankfurt a. M. Obwohl die Aufnahmefähigkeit des deutschen Automobilmarktes im Jahre 1930 um 20 v. H. geringer war, als im Jahre vorher, konnte die Gesellschaft ihren Autoabsatz stück- mäßig auf der Dorjahrshöhe halten. Wertmäßig war der Kraftwagenumsatz im Bergleich zu 1929 um 15 v. Sy geringer, was auf die Senkung der Preise zurückzuführen ist, die in der Verbilligung des Rohmaterials und der Zubehörteile sowie in der Herabsetzung ' ’r Löhne, Handlungskosten usw. einen Ausgleich findet. Der Jnlandabsatz an Schreibmaschinen litt außer durch die Wirtschaftskrise unter den Sparmaßnahmen der Behörden. Der Auslandabsatz konnte den Ausfall nicht ausgleichen, so daß der Gesamtumsatz gegen 1929 zurückgeblieben ist. Das Fahrradgeschäft hatte unter dem starken Anwachsen der Arbeitslosigkeit und den Schwierigkeiten für Radfahrer im Stadtverkehr zu leiden. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr 1930 auf rund 58 Millionen Mark. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Bruttoüberschuß von 7,97 (9,79) Millionen Mark ab. In der Gewinnung Verlustrechnung werden Handlungsunkosten mit 3,13 (3,58), Steuern und soziale Abgaben mit 1,72 (1,98), Abscheidungen (Konto Wertberichtigung) 2,25 (2,48) Millionen Mark ausgewiesen. Der Generalversamlung wird vorgeschlagen, dem Reservefonds 250 000 Mark zuzuweisen und den verbleibenden Gewinnrest von 124 884 Mark (65 222) auf neue Rechnung vorzutragen.
Frankfurter Börse.
Frankfurt am Main. 15. Mai. Tendenz: schwächer. Nach der Unterbrechung des Geschäfts du vH den gestrigen Feiertag kam das Geschäft zu Beginn der heutigen Börse nur sehr langsam in Gang. 3m Anschluß an die rückständigen Kurse der Mittwvchabendbörse neigte die Tendenz auch heute weiter zur Schwäche. Die Tatsache, daß nach dem Bericht des Instituts für Konjunkturforschung der Tiefstand vorerst noch an hält, und der schwache Verlauf der Neuyorker Börse wirkten ebenso wie die Nichtwahl Briands zum französischen Staatspräsidenten verstimmend, zumal man auch im Zusammenhang damit außenpolitische Befürchtungen hegte. Auch die ungeklärte Lage der Oesterreichischen Creditanstalt und die schlechte Placierung der Reichspostschahanweisungen fanden stärkere Beachtung. Die Ermäßigung dec Londoner Diskontrate hinterließ keinen besonderen Eindruck, da die Reichsbank zur Zeit keine Herabsetzung ihres Diskontos vornehmen wird. Die Hmsatztätigkeit bewegte sich in ziemlich engen Grenzen. Das herauskommende Material fand nur zu ermäßigten Kursen Aufnahme. Cs notierten J.-G.-Farben, Scheideanstalt, Elektrowerte und Rheinstahl bis zu 2,5 Prozent niedriger. Starke Kursrückgänge verzeichneten Salzdetfurth (— 9 Prozent), Deutsche Linoleum (minus 3,5 Prozent), Zellstoff Waldhof (minus t Brozentt und Harpenor auf den ungültigen Abschluß mit minus 3,5 Prozent. Auf dem Bankenmarkt tagen
Reichsbank auf Auslandabgabe 2,5 Prozent schwächer, Danatbank minus 1,5 Prozent, sonst aber nur wenig verändert. Höher zur Notiz gelangten nur Rütgerswerke (plus 1,25 Prozent) und Bauwerte mit plus 1 Prozent. Zement Heidelberg notierten erklusive Dividende. Deutsche Anleihen uneinheitlich. Ausländer meist nichtiger. Am Pfandbriefmarkt lagen deutsche Liqui- dationspfandbricse etwas nachgebend, sonst kaum verändert. Reichsschuldbuchsorderungen 0,5 Prozent niedriger. 3m Verlaufe lagen die Kurse bei stillem Geschäft unerholt. Teilweise ergaben sich nochmals kleine Rückgänge bis zu 0,5 Prozent. Stärker rückläusig tarnen auch Aku (3,5) zur Notiz. Dyckerhosf und Widmann tagen auf den relativ mäßigen Dividendenvorschlag (8 Prozent nach 10 Prozent) etwa 4 Prozent höher. Am Geldmarkt war Tagesgeld zum ©teuertermin gesucht, so dah der Satz erneut um 0,5 Proz. auf 4,5 Proz. erhöht wurde. Am Devisenmarkt blieb die Diskontsenkung in London und die Ermäßigung der. Bankakzepte in Neuyork ohne Eindruck. Man nannte Mark gegen Dollar 4,1930, gegen Pfunde 20,4125, London gegen Neuyork 4,8628, gegen Paris 124,25, gegen Mailand 92,89, gegen Madrid 48,45, gegen Schweiz fester mit 25,2296, gegen Holland 12,1060.
Berliner Börse.
Berlin, 15. Mai. Man hatte am Mittwoch sich noch außenpolitisch in bezug auf Genf einige Hoffnungen gemacht. Doch war die Beurteilung der Situation nach der Nichtwahl Briands wieder febr skeptisch: auch daß die Auslandbörsen anhaltend schwach waren, verstimmte, und nicht einmal die überraschende Londoner Diskontsenkung auf 2,5 o. H. wirkte sich in der Tendenz aus, da man kaum damit rechnet ,daß die Deutsche Reichsbank in näherer Zeit folgen wird, und man anderseits in den niedrigen Umsätzen (auch die Neuyorker Akzeptrate erfuhr erneut eine Ermäßigung um 0,13 v. H.) nur die Folge einer noch nicht überstandenen Wirtschaftskrise sehen will. Die Provinz hatte kleine Verkaufsaufträge hergelegt, die bei der Spekulation auf wenig Aufnahmeneigung stießen, so daß gegen Mittag verschiedentlich 1= bis 3-o. H.-Kursrückgänge eintraten. Die Verluste waren allerdings nicht ganz so stark, wie man vorbörslich auf Grund der schwachen Auslandbörse befürchtet hatte. Nur Spezialwerte, wie Hamburg-Süd, Schultheis, Aku-Aktien, Deutsche Linoleum, die Hauptelektrowerte und die sog. Auslandpapiere Svenska und Chade waren stärker gefragt. BMW., Bergmann und Aschersleben erschienen sogar mit Minus-Minus-Zeichen, ohne daß man von einem erheblichen Angebot sprechen konnte. Bei Bergmann soll es sich z. B. nur um eine Ler- kaufsorder von 18 Millionen gehandelt haben, die bann einen 7-v. H.-Verlust zur Folge hatte. Auch Julius Berger gelangte später 6 v. H. niedriger zur Notiz. Eine Ausnahme machten Laurahütte, die 2,5 v. H. gewinnen konnten. Anleihen uneinheitlich, Altbesitz eher fester, Neubesitz abbröckelnd. Pfandbriefe überwiegend angeboten. Reichsschuldbuchforderungen 0,5 bis 3,25 v. H. schwächer. Auch Reichsbankvorzugs- aktien im Verlaufe stärker angeboten und fast 1 v. H. unter Mittwochs-Schlußnotiz. Geld zu Medio eher versteift. Tagesgeld 4 bis 6 v. H., nur vereinzelt 3,75 v. H. Monatsgeld 5,5 bis 6,75 v. H., Warenwechsel zirka 5 bis 5,25 v. H.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 15. Mai. Auftrieb: Rinder 72 Stück: Kälber 961, Schafe 50, Schweine 724. Es wurden notiert: Kälber: Beste Mastrind Saugkälber 66—70; mittlere Mast- und Saugkälber 61—65; geringe Kälber 55—60. Marktverlauf: Kälber reger, zum Schluß abflauendes Geschäft, ausverkauft. Schafe wie Kälber, Schweine ruhig, geräumt.
Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschloßenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o. H., Lombardzinsfuß 6 v. H.
JranHun a. Hl.
Berlin
Schluß« lur<
1-Uhe- Kur»
Schluß-: Ansang«
kur»
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Datum
13.5.
15.5.
13.5.
15.5.
6% Deutsche Reichranleihe
von 1927 ......
84,75
——
84,6
—
7% Deutlche Reichsanleihe
Bon 1929 .......
101
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Deutsche Anl.«AblSi.-Schuld mit
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4,9
54,9
5,05
55,25
4,9
Detgl. ohne AuSlos^Rechte . . 8% Hell. Boltrsloat von 1929 (rüdiatilb. 102%)......
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—
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vberhessen Provinz - Anleihe mit AuStos.-Rechten......
Stutldit Komm. Sammelabl.
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—
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Anleihe Serie 1 ....
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—
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nnlQnbbat bl» 1932 .....
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97,5
—
—
—
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8% Pr. Landerpf andbriesankalt.
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100,5
—
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—
——
7% Pr. Sanbeevfanbbriefanliali, Psandbricse £R. tl......
AEG- abg. Bormeg^Obligatio-
96,5
—
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—
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22
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21,8
4,20% Ocsicrreichische Silberrente
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—
tc
4% Ungarische Soldrente . . . .
18,25
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_
4% Ungarische Staatirenle v. 1910
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—
4H% bergt, von 1913 . . . .
—
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4% Ungarische Kronenrente . . .
—
—
—
4% Türkische Zollanleihe von 1911
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3,9
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—
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6% Rumänische vereint). Rente
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7,8
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Hamburg-Amerika 'Batet . .
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Hamburg-Südam. Dampfschiff
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—
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103.5
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10
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—
72,25
71,25
Norddeutscher Liovd ....
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Allgemeine DeutscheCredttanN. 10
—
—
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10
—
—
—
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Berliner Handelsgesellschaft .
18
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Commerz- und Prioat-Bank .
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104,5
104
104,5
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Darmslüdt-r und Nationalbans
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128
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128
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DiLconw-Gesellschaft, . . .
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102,5
—
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A.E.S...........
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95,75
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—
—
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—
Elettr LleserungSgesellschast.
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—
—
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10
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—
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108,25
Feiten & Guilleaume . . .
iVi
77
—
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76,75
Geiettschast für Elektrische
Unternehmungen ....
10
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—
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Hamburger ElektrizitätL-Werke
10
——
—
—
—
Rheinische Elektrizität . . .
. 9
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—
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—
Schlesische Elektrizität. . . .
10
——
—
—
—
Cchuckcn & Co.......
11
130,5
128,5
131,25
128,5
Siemen« L Halste.....
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—
—
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—
121
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—
44
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. 6
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—
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64,13
Essener Steinkohle . . . . .
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—
—
—
—
Gelsenkirchener......
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72
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59
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59
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—
—
54
53
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—
—
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—
54
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—
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59
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—
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—
32,5
—
Qberschles. Eisenbcdarf . . .
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—
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7
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Rheinische Braunkohle» • .
10
155
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—
133
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10
137
—
137.9
133
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•
•
15
205
196
205
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-
■
12
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—
—
—
Echeideanslalt.....
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—
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_
Goldschmidt.....
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•
-
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Danknoten.
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4.181
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Belgische Noten. .......
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Dänische Noten .......
112.08
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Englische Noten .......
20,36
20.44
Französische Noten.......
16.387
16,447
Holländische Noten .......
168,16
168,84
Italienische Noten........
22,02
22,10
Norwegische Noten.......
112,05
112,49
Deutich-Oesterreich, i 100 Schilling
58,91
59,15
Rumänische Noten.......
2,482
2.502
Schwedische Noten.......
112,20
112.64
Schweizer Noten........
80.64
80,96
Spanische Noten........
41,67
41,83
Tschechoslowakische Roten.....
12,41
12,47
Ungarische Noten .....
72,98
73,28
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
13.Mai
15.Mai
Amtliche Noiiemng
Amtliche Notierung
(»elD
Brief
Geld
»rief
flmft.« Rott.
168,43
168.77
168,48
168.82
Bucn-AireS
1.309
1,313
1,303
1,307
Brss.-Anttv-
58,33
58,45
58,335
58,455
Gbriftiania.
112,26
112,48
112,26
112.48
Kopenbag.'n
112,24
112,46
112,26
112.48
Stockholm -
112,43
112,65
112,42
112.64
Helsingsors-
10,553
10,573
10,555
10,575
Italien. . .
21,96
22.00
21,96
22,09
London. . .
20,391
20,431
20,395
20,435
Wemjort ..
4,194
4,202
4,1945
4,2025
Baris....
16,407
16,447
16,413
16,453
Schwei, • .
80,83
80,99
80.85
81,01
Spanien . .
41,81
41,89
42,18
42,26
yavcm . . .
2,075
2,079
2,075
2,079
Nio de Jan.
0,269
0,271
0,271
0,273
Wien in D-- Ceft abgeft.
58,95
59,07
58.93
59,05
Prag . . . .
Belgrad . .
12,423
12,443
12,426
12,446
7,383
7,397
7,381
7,395
Dadapeft. .
73,10
73.24
73,14
73,28
Bulgarien.
3,035
3,041
3,038
3,044
Lissabon
18,86
18,90
18,86
18,90
Danzig - - -
81,52
81.68
81,52
81,68
Ronftuntin.
1,784
1,789
1.784
1,789
Athen. .
5,436
5,446
5,437
5,447
Canaöa . .
4,191
4,199
4,191
4,199
Uruguay -
2,597
2,603
2,567
2,573
Latrv - .
20,91
20,95
20,915
20,955


