Ausgabe 
14.10.1931
 
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Und der Fuß tritt eine sterbende Welt.

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Alle Gewürze zum niedrigsten Tagespreis.

Warenabgabe nur an Mitglieder!

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Jeden Husten beseitigt Bexalit!

was uns die verschiedenen

Konsumverein Gießen u. Umgeg. e. G. m. b. H.

3t. Und wir erleben dasselbe zu verschieden, weil es im Grunde

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Zum Einmarinieren: i Zwiebeln...................

(leben Sie f Ihrem Kinde \ Lebertran-Emulsion Denn jetzt beginnt die beste Zeit.

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lene deutsche Vollheringe ....10 Stück 45 pi.

worden wären. Er hob sodann hervor, daß die na­tionale Opposition in voller Erkenntnis der Not alle Anstrengungen zur Rettung von Volk und Vater­land machen wolle. Die Wahlen von Hamburg seien zum Fanal geworden. Jedermann müsse sich darüber

etwa 150 000 Mitglieder zählt, Hai unter dem TitelEin Stand ein Verband" einen Film­streifen geschaffen, der den Werdegang der Or­ganisation, der bis in das Jahr 1898 zurückgreift

Silvester Matuschka. lauft zu haben, weil ihm sein alter abhanden

größeren Genuß. Strahlender Sonnenschein beleuch­tete die in den schönsten Herbstfarben prangenden Wälder. Am Forsthaus Haina vorüber ging es durch das anmutige Schwalbenbachtal hinauf zur Dicken Eiche, wo eine längere Ruhepause gehalten wurde. Der alte Zeuge einer längst vergangenen Zeit, der dem Verfall nahe war, ist in dankenswerter Weiss von der Gemeinde Waldgirmes, in deren Bezirk der Baum steht, wiederhergestellt worden. Der gelben Strichmarkierung nach führte der Weitermarsch durch lauschige Schneisen und idyllische Tälchen mit unter­wegs prächtigen Blicken in das Lahntal, auf Garben­heim mit der Warte, Stoppelberg und Wetzlar mit dem Kalsmunt. Um den schönen Herbsttag voll aus­zukosten, wurde an besonders schönen, aussichtsrei­chen Stellen öfters Rast gemacht. Die Schlußrast fand in Nieder-Girmes statt, wo die fröhliche Stim­mung, die das herrliche Wetter bei den Teilnehmern ausgelöst hatte, recht zur Geltung kam.

Oie Wetterlage.

Bullenverkauf.

Die Gemeinde Stockhausen, Kreis Gie- ßen, verkauft einen fetten Bullen. Ange­bote sind in Lebendgewicht pro Zentner bis zum nächsten Dienstag, nachmittags 2 Uhr, einzureichen, wo der Zuschlag erteilt wird. 6859D

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BIc jetzt unter dem Hakenkreuz zusammengekom­menen Elemente von den Kommunisten bis zur äußersten Rechten lassen sich bei praktischer Ar- beit nicht zusammenholten. (Zwischenruf:Ist dies das Harzburger Echo?")

Dann ist die Debatte geschlossen. Die Abstim» mung wird auf Mittwoch vertagt.

Wo bleibt die dritte Notverordnung?

Aus der Pwvinzialhauptstabt.

Gießen, den 14. Oktober 1931.

Unter goldenem Laub.

Ein Farbenwunder ist mit den Herbsttagen über die Welt gekommen. Ach ja, ich weiß, das war im vorigen Jahre genau so wie vor zwei, zehn, tausend Jahren, wird auch im nächsten und in tausend Jahren dasselbe sein. Und darum wäre darüber kein Wort zu verlieren. Gewiß, man kann es als Selbstver­ständlichkeit hinnehmen, im Alltag dahinhetzen und an das schlechtgehende oder an ein gelungenes Ge­schäft denken. Aber es ist doch nicht immer dasselbe. Für uns nicht, für keinen von uns. Und wenn wir so tun, als ob es dasselbe wäre, so täuschen wir uns selbst oder wollen es uns nicht eingestehen. Natürlich, von Selbstverständlichem spricht man nicht. Aber viel­leicht ist es gar nicht so selbstverständlich, vielleicht ist noch etwas dabei, das dem Bilde einen anderen Gedanken gibt als nur den, der so am Wege liegt? Es kommt ja ganz darauf an, wie wir das erleben,

Bekanntmachung.

Am Donnerstag, dem 15. Oktober 1931, vormittags 9 Uhr, versteigere ich auf der Bürgermeisterei Glashütten zwangsweise gegen Barzahlung: 6847V

eine Partie Basalt-INosaik (ca. 20 cbm).

straft

Gerichtsvollzieher In Nidda.

Birefll

(Flasche 1.60 Mark und 3.00 Mark.) Zu haben nur hi der Engel-Apotheke am Marktplatz.

460S\ Herst.: Otto Stumpf A.-G., Chemnitx

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wenn Sie sie frühzeitig genug aufgeben

** Geldspenden für d i e Gießener Winternot Hilfe 1 93 1 /32 werden an den Schaltern der hiesigen Banken und Sparkassen ent­gegengenommen, die Beträge können auch auf das Konto 3372 der Gießener Winternothilfe bei der Dezirkssparkasse Gießen überwiesen werden.

** Der Reichsverband Deutscher Post- und Telegraphen-Beamten, Ortsgruppe Gießen, veranstaltete am Sonntag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, eine Filmvor­führung. Der Reichsverband, der in der Säule l l dem Deutschen Deamtenbund angeschlossen ist und

©Wolkenlos.© neittr. Onaro oeoeoti »woiztg, eoedecki eltegtt

* Schnee o Graupein wehet K <iewiner.(§)uindstiiie,»O> seh# leichter Ost massiger Südsüdwest q stürmischer «ordwesl die Pfeile ihegen mit dem Winde Oie neigen Stationen stehenden Zan­ten geben die Temperatur an. Die Linien verbinden Orte mit gleichet* «uf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die von der Rordseite vorgedrungene kühle Luft ist bis in unser Gebiet gelangt und hat wechselnde Bewölkung verursacht, in Mittel- und Rorddeutschland bereits auch Riederschläge. Gleichzeitig ist der hohe Druck, der sich mittler­weile noch weiter aufgebaut hat, ostwärts gewan­dert, so daß Deutschland erneut in den Bereich des Hoch gelangt. Dabei wird anfänglich die kühle Luft noch leichte Bewölkung verursachen, jedoch dürfte das Wetter wieder beständig und mehr aufheiternd werden. Zwischen Tag und Rächt verschärfen sich die Temperaturgegensähe, wobei die nächtliche Ausstrahlung einen Temperatur­rückgang verursachen dürfte, so daß Bodenfrost­gefahr besteht.

Aussichten für Donnerstag: Anfänglich etwas wechselnd wolkig, aber mehr und mehr auf- heiternd, trocken, im ganzen kühler, nachts Tempera­turrückgang bis in Gefrierpunktnähe.

Aussichten für Freitag: Nachts Boden- froftgcfahr und lokale Frühnebel. Tagsüber heiter und mild.

Berliner Börse.

Berlin, 14. Oft. (WTB. Funkspruch.) Nachdem schon in den gestrigen Abendstunden eine Reak­tion auf die starken Steigerungen ein- getreten war, neigte auch im heutigen Frühverkehr die Tendenz weit eher zur Schwäche, zumal aus Neuyork schwache Kurse gemeldet wurden. Das Ge- schäft bewegte sich in sehr engen Grenzen. Am D e - visenmarkt taxierte man Pfund gegen Kabel 3,89 gegen Paris 98,75, gegen Schweiz 19,85, gegen Amsterdam 9,60, gegen Spanien 43,15.

Boykott des Gießener Biehmarktes?

Bor einiger Zeit wurde von den Viehhändlern die Forderung an die Stadtverwaltung gerichtet, das Standgeld auf dem Biehmarkt von 80 auf 60 Pfennig pro Stück Großvieh zu ermäßigen. Der Finanz­ausschuß des Stadtrats hat dieses Gesuch im Hin­blick auf die Finanzlage der Stadt abgelehnt. Am Montagabend fand nun im Gewerlschaftshaus eine Versammlung der Viehhändler statt, in der nach längerer Aussprache beschlossen wurde, vom nächsten Markt ab (2 7. Oktober) den Gießener Viehmarkt nicht mehr zu befahren, wenn bis dahin die Stadt in der Marktstandgeldfrage kein Entgegenkommen zeigen sollte. Der Vorstand des Verkehrsvereins hat es übernommen, in dieser Angelegenheit zunächst noch einmal vermittelnd Rücksprache mit der Stadtver­waltung zu nehmen.

OeutschnationaleWählerversammlung.

Die Gießener Ortsgruppe der Deutschnationalen Volkspartei veranstaltete am Sonntagabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine öffentliche Wäh­lerversammlung, die stark besucht war. Landtags­abgeordneter Staatsanwalt Dr. Wolf- Mainz sprach über das Thema:Nach Hamburg Hessen!^ Der Redner schilderte zunächst in großen Zügen die gesunden wirtschaftlichen und politischen Verhält­nisse vor dem Kriege. Er streifte hierauf die Nöte der Kricgsjahre und der Nachkriegszeit unter schar- fer Kritik an der damaligen Jnslations-Mache, die man als kalte Sozialisierung bezeichnen könnte. So- dann schilderte er die in der Deflation eingetretene Scheinblüte unserer Wirtschaft durch die Jnanspruch- nahme ausländischen Geldes zum Zwecke der Re­

gestern doch ein anderes war, als es heute und morgen sein wird, so sehr es im äußeren Bilde ein­ander ähneln mag.

Der Herbst, der uns vor dreißig oder vierzig Jahren geschenkt wurde, war für uns ein anderer, als der von heute. Nur für uns. Und das ist es ja. Damals war das bunte Kleid der Natur für uns Freude und barg Schönheit, an die wir uns be­denkenlos verschenken konnten. Heute? Das fallende Laub, das sich wie flatterndes Gold von den Zweigen löst, ist nicht mir goldenes Laub, sondern auch ein Gedanke, ein Erinnerungsbild vielleicht, freundlich und schön. Aber auch ein Gedanke, der verschleierten Zukunft zugewandt. Und zugleich ein Wissen um unentrinnbares Zukunftsschicksal. Es ist ja nicht das Laub allein, das fällt, sondern es ist Gegenwart, Vergangenheit, es kann sein, als ob ein Stück von uns selbst fiele. Und irgendwann fallen auch wir ins Ungewisse.

Waren diese und ähnliche Gedanken bei uns vor soundso vielen Jahren? Nein. Sie sind auch nicht del denen, die jetzt in unsere Fußstapfen von einst treten. Aber sie werden bei ihnen sein, wenn ihr Herbst ge­kommen ist.

Wie könnte also der Herbst, wie könnte überhaupt eine Zeit der andern Zeit gleichen, die srüher ober später liegt?

Und bas golbene Blatt fällt. Fast lautlos. Der blaue Himmel blickt burch bas farbenprächtige Laubbach.

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Die TvMldemokraten :e hauszinsstcuer. ufgehoben wird uni unstseuer im bisherigen leinwohnongsbau

klar sein, daß es jetzt nicht mehr um das Schicksal des Einzelnen, sondern um das Geschick der ganzen Nation, des ganzen Vaterlandes gehe. Bei der Wahl in Hessen müsse die nationale Opposition die Män­ner ihres Vertrauens ans Ruder bringen, damit es endlich auch hier wieder besser werde. In Hessen gebe man heute das 2jfache der Aufwendungen vor dem Kriege aus, ein Zustand, der im Hinblick auf den verlorenen Krieg unmöglich sein sollte. Der Red­ner kritisierte in diesem Zusammenhänge eine Reihe von Staatsausgaben und machte dann die Forde- rung geltend, auf allen Gebieten der Staatsverwal­tung strengstens zu sparen. Die Wahl in Hessen müsse eine Etappe sein auf dem Wege, durch den Deutschland wieder bis in den Kern hinein deutsch werde. Die nationale Opposition sei sich bewußt, daß sie bei der Neugestaltung des Staatswesens schwie­rige Aufgaben zu bewältigen haben werde, aber sie sei gewillt, im Geiste des Frontsoldatentums zu wirken, damit in Deutschland alle Menschen sich wieder zu einer unlösbaren Schicksalsgemeinschaft zusammenfinden könnten. Das deutsche Vaterland müsse wieder groß und stark werden, Gerechtigkeit für jedermann, Sauberkeit und Ehrlichkeit müßten die obersten Leitgedanken sein. Nachdem der Redner noch kurz auf die Gefahr des Kommunismus hin­gewiesen hatte, forderte er zur Zusammenfassung aller Kräfte zur Sicherung des Vaterlandes, zum Kampf für die Durchsetzung der deutschen Idee, zum Vertrauen auf die eigene Kraft des deutschen Vol­kes und zum Dienst für die Volksgesamtheit auf. Die Rede wurde mit starkem Beifall aufgenommen. Da eine Aussprache nicht beliebt wurde, schloß der Versammlungsleiter, Rechtsanwalt Zimmer, mit einem nochmaligen Appell an die Wählerschaft die Versammlung

Berufsberatung.

Die Berufsberatung beim Arbeitsamt Gießen wurde im Sept, von 97 Ratsuchenden (76 männ­lichen, 21 weiblichen) in Anspruch genommen, wovon eine Anzahl höhere Schulbildung hatte. Ein großer Prozentsatz waren wiederum ältere Ratsuchende, Arbeitslose, die schon einen Beruf gelernt haben und trotz überhöhten Alters eine neue Lehre nicht scheuten, wenn sich dadurch bessere wirtschaftliche Zukunftsaus­sichten bieten würden. Auch Studenten, die nur aus Verlegenheit vorübergehend studieren, bis sie irgendwo ein passendes Unterkommen gefun­den haben, und andere, die sich für das gewählte Studium nicht mehr recht geeignet halten, ober denen, die späteren Berufsaussichten zu schlecht erscheinen und deshalb umsatteln wollen, kommen öfters zur Berufsberatung, sich Rat und Aus­kunft über andere Derufsmöglichkeiten zu holen.

Die männlichen Ratsuchenden äußerten 21, die weiblichen acht verschiedene Berufswünsche. Die Unentschlossenen und diejenigen, die kaufmännische Berufe wünschten, standen, wie fast immer, an erster Stelle. Einige Ratsuchende wurden wegen zweifelhafter gesundheitlicher Eignung für den gewünschten Beruf einer besonderen ärztlichen Untersuchung zugeführt, ebenso einige auf aus­drücklichen Wunsch an Arbeitgeber begutachtet.

Reue offene Lehrstellen kamen 13 zur Anmel­dung, wovon durch unsere Vermittelung 10 be­seht werden konnten. In den Volksschulen und höheren Lehranstalten haben für die Entlaß- Schüler und -Schülerinnen die Besprechungen über Berufswahl und 'Berussmöglichkeiten be­gonnen, die von den Fachkräften der Berufs- oeratung abgehalten werden.

Bornotizen

- Tageskalender f ü r Mittwoch: Stadttheater Gießen:Voruntersuchung", 19.3) bis gegen 22 Uhr. - RE. Germania: 20.30 Uhr, Jahres-Hauptversamm!ung,Bayrischer Hof". Lichtspielhaus, BahnhofstraßeDer wahre Jakob".

uno inToigeDcffen nicht verhandlungsfahig sei. i Die übrigen Angeklagten waren zur Stelle. Der I Eröffnungsbeschluh legt den drei Hauptangeklag- 1 ten, den Brüdern Sklarek, Betrug, Urkundenfäl­schung, aktive Beamtenbestechung und Konkursver­gehen zur Last. Die Buchhalter Lehmann und Tuch sind der Beihilfe angeklagt. Die Stadtbank­direktoren Schmidt und Hoffmann, die Bür­germeister Kohl und Schneider, die Stadt- räte D e g e n e r und G a e b e l, sowie der Bü­cherrevisor Lu ding werden der passiven Be­amtenbestechung und Sokolowski wird der Un­treue beschuldigt.

Aus der Vernehmung ergibt sich, daß der Vater der Brüder Sklarek aus Rußland eingewan­dert ist; die Mutter war eine Deutsche. Leo Sklarek erklärte, daß er sich im Kriege sofort freiwillig ge­meldet habe. Dazu stellte der Vorsitzende fest, daß dies erst ein halbes Jahr später erfolgt sei, und daß er zunächst Heereslieferungen gehabt habe. Der medizinische Sachverständige Dr. Freiherr von Mah­renholz, der M a x Sklarek untersucht hatte, er­klärte ihn für längere Zeit für verhandlungs­unfähig. Das Verfahren gegen Max Sklarek wird abgetrennt und'die Verhandlung gegen ihn vertagt. Der Vorsitzende gab dann einen Ueberblick über die KVG. (Kleiderverwer- t u n g s ° G e s e 11 s ch a f t), die eine Kriegsgrün­dung aus der Zeit der Kleidernot gewesen sei. An­geklagter Kohl, der unbesoldeter Stadtrat war,

'cmmen sei. Ferner wurde an dem Attentatsort in Mio Torbagy auch ein in ungarischer Sprache ab- cc'oßter Zettel gefunden. Auf die Frage, ob die cchrist von f etn e r Hand stamme, erklärte Ma- schka, baß bie Schrift wohl so aussehe, als ob er

Zettel geschrieben habe. Wenn es seine Schrift i, könne er ben Brief geschrieben haben, als er u April in Berlin gewesen sei. Dann fer müßte er bie Worte nur im Auftrage bes Inbefannten unb in einem Zustanbe geschrie- . t?n haben, in bem er nicht Herr über sein fswußtsein war. Als man Matuschka ein tcüd des Zugdrahtes zeigte, das von der cteile des Anschlages herrührte, meinte er, es sei Je r gleiche Draht, w i e er ihn besessen iibe. Er habe auch den Draht dem geheimnis- rollen Fremden auf dessen Verlangen 'le geben. Matuschka gab an, baß b e r eigent - die Täter, ber bie Anschläge bei Jüterbog unb «Bio Torbagy verübt habe, Bergmann heiße, ivwohl Matuschka mit bem Täter angeblich wieder- zusammen war, will er roeber seinen Dar­innen noch seine Wohnungsabresse kennen oder fn.it näheres über seine Person wissen.

Eie Untersuchung erstreckt sich auch auf das Atten- tt, das in der Nacht zum 31.Januar d.I. bei Hlra) bad) in Niederösterreich erfolgte. Dort lleieen schwere Schraubstöcke und Schwellen auf den $i)iicnen angebracht worden. Matuschka hat i n u n- Mittelbarer Nähe des Attentatsortes M-'vohnt, so daß mit der Möglichkeit gerechnet nirö, daß auch dieser Anschlag auf sein Konto zu buten ist. Der Polizeipräsident teilte mit, daß bei m Gegenüberstellung Matuschkas mit den Zeu - ce n des Anzbacher Attentats alle vier Zeugen über- iHimmend erklärt hätten, daß sie i n M a t u s ch k a ivn Attentäter von Anzbach wiederzu- tr Hennen glaubten. Matuschka selbst leugnet, br Täter von Anzbach zu sein.

beginn des Sttarekprozeffes.

Max sklarek verhandlungelunkähig.

Berlin, 13. Ott. (ERD.) Heute vormittag be­sonnen im alten Kriminalgericht die Prozeßver- hnblungen gegen die drei Brüder S k l a - Ie I und ihre Helfer. Das Kernstück des Prozesses t ber Betrug an ber 'Berliner Stabt« ant, die durch insgesamt 218 gefälschte Unter­sten um etwazehn Millionen Mark c chädigt worden ist. Die Vorermittlungen in den Prozeß Haden etwa 2 Jahre in Anspruch mommen. Den Vorsitz führt Amtsgerichtsrat Kffler, die Staatsanwaltschaft ist durch Ober- ta.ctsanwalt v. Steinäcker vertreten. Schöffen und hiWsschöffen sind zwei Arbeiter, ejn Schneider und tiL Motorenschlosser. D : Angeklagte Mar tkl a re k war nicht anwesend. Sein Anwalt ligie ein ärztliches Zeugnis vor, daß Max Sk. an 'Aerenschrumpfung und Herzmuskelfchwäche leide

und infolgedessen nicht verhandlungsfähig Jet. | parationszahlungen. Weiter übte er Kritik an der - r.-- Ä mannigfaltigen Geldverschwendung in Deutschland,

die sich z. B. in den ungeheuer angeschwollenen Haushalten der öffentlichen Verwaltung und der sozialen Einrichtungen (Versicherungen, Kranken- rassen, Fürsorgewesen usw.) offenbare. Er wandte sich dann gegen die Aufblähung der Verwaltung durch die Parteiwirtschaft, mit der gebrochen werden müsse. Hierauf beschäftigte sich der Redner mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten unserer Zeit, die in der starken Steigerung der Offenbarungseide, Kon­kurse, Vergleiche, Zwangsversteigerungen usw. sicht­bar seien. Er betonte in diesem Zusammenhänge, daß durch die Dlotoerortmungen die Verhältnisse in keiner Weise besser, sondern nur noch schlechter ge»

sei Aufsichtsratsvorsitzender der KVG. geworden. Die Angeklagten Kohl, Gäbel und Stadt­rat Degner, der als Mitglied der Stadtverordneten­versammlung in den Aufsichtsrat der KVG. beordert war, erklärten, sie hätten sich als Aufsichtsratsmit­glieder der KVG. nicht als Beamte gefühlt. Dagegen erklärte der Angeklagte Sakolofski, er habe den Vorsitzenden des Aufsichtsrates Kohl als Vor­gesetzten und als Beamten angesehen.

(in feiner jetzigen Form aber im Jahre 1908 erstand), im Bilde wiedergibt. Reben den Bildern aus der guten alten Zeit der Postkutsche und des Postillons waren auch Bilder zu sehen, bi« den Kampf der unteren Postbeamten für ihre wirtschaftlichen Interessen veranschaulichten. In vielen Bildern und Zahlen wurde den Besuchern die Entwicklung der Organisation im einzelnen aufgezeigt und aus den kleinsten Anfängen her­aus bis zur heutigen Größe vor Augen geführt. Der Film, der lebhaften Beifall fand, schloß mit bem Bekenntnis:Wir wollen sein ein einig Volk von Brüdern". Die Vorführung war von bet hiesigen Postbeamtenschaft, von Den Mitgliebern befreunbeter Organisationen unb einer Anzahl gelabener Gäste gut besucht.

** V. H. C. Gießen. Das Biebertal und sein« reizvolle Umgebung übte stets eine ziehungskraft auf den Naturfreund aus._________

aud) die stattliche Zahl von nahezu 90 Teilnehmern anläßlich der Oktoberwanderung des VHE. Gießen am vergangenen Sonntag. Gleich hinter Rodheim, dem Ausgangspunkte der Wanderung, wurde dis Höhe erklommen, um von oben einen überraschen­den Blick auf das liebliche Tal mit dem hochragen­den Dünsberi r ...... ~

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NSDAP! erklärt, er w°Ür einer IolksversamirlunS Ottern würden seineM' tiflt ife Debatte.

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Brühl'schen Druckerei

Ist Matuschka

der Eisenbahnatientäter?

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Wien, 13. Okt. (WTB.) Der unter bem Ver­dacht der Täterschaft bei den Eisenbahnattentaten , bei Jüterbog und Bia Torbagy verhaftete Kaufmann Matuschka blieb dabei, nicht der eigentliche Täter ju sein. Bei Bia Torbagy wurde bekanntlich e in eiter 3 oll ft ab, der mit den beiden Batterien in Verbindung stand, gefunden. Nun ist Matuschka im Besitz eines ähnlichen zusammen- legbaren Zo 11stabes. Er erklärte, diesen Be­

rufsschule sowie an ber Mädchenberufsschule. Die | sozialdemokratische Landtagsfraktion wird aufgefor­dert. sich einem solchen Schulabbau mit aller Macht widersetzen.

.... _Jnsberg, sowie auf die beiden Burgen, dia trotzig ihre Häupter aus dem Nebel streckten, zu genießen. Die weitere Wanderstrecke bot immer

Darmstadt, 13.Okt. (WHP.) Es ist damit zu rechnen, daß die von der Regierung vor einigen xagen angetünöigte dritte Notverordnung, die c > ne n B e t r a g u o n etwa 2,5 Millionen 9t e t d) 5 mar f e i n f p a r e n soll und zu tief ein­greifenden Maßnahmen auchaufdem Gebiete des Schulwesens führen dürfte, auch in dieser Woche noch nicht der Oeffentlichkeit unterbreitet wird. Aus taktischen Gründen der Landtag ist zur Zeit versammelt wird man mit der Veröffentlichung noch etwas warten. Aller- dkgs sollen auch die geplanten Maßnahmen im Ka­binett noch keine völlige Einmütigkeit gesunden haben. Dafür spricht auch, daß die sozial- demokratischen Partei- und Gewerkschaftsfunktionäre auf einer Tagung in Darmstadt scharf Front gemacht haben gegen einen Abbau an der Volks- und Be-

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