Ausgabe 
14.8.1931
 
Einzelbild herunterladen

Aus aller Welt

ger. Gießen hielt, wie man

und

Wl

O

waS

schlichtes grü mißt und teff

besonders schätzt und das ...

,v.____jffen Fehlen man bedauert "

Das ist richtig. Rur wird man selten diese Vollkommenheit und Geschlossenheit finden."

..Gewiß. Aber es kann sein, daß man einen Strauß gerade um eines kleinen Wangels willen

ist nicht immer die rote Relle. eS kann auch ein n«s ReiSlein sein, das man dct-

gebracht.

Der

e r tu-". Verein weid

gäbe und die wünschenswerte Vollendung stellte."

..Sic gehen wohl etwas zu streng ins Ge­richt". wendete ich ein.

Ach nein, ich halte mich dabei an das.--

man überall alS ausschlaggebend betrachtet. TS

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

Dießen. 13. Aug. AuS der Unters uchunas- halt wurden zwei Angeklagte vorgeführt. t»te während der Psingstseiertage nachts in mehrer« GartenhäuSchen die-seits und jenseits der Lahn, eingcbrochcn waren und dort alles, was für sie verwertbar war, mitgenommen hatten. 3n den meisten Fällen waren sie über die Umzäu­nung gestiegen und hatten die an den Düren angebrachten Kasten- und Vorhängeschlösser ge­waltsam ausgebrochen. Der eine von ihnen, der rückfällig war, wurde zu 1 Jahr 6 Monat, ter andere zu 9 Monat Gefängnis verurteilt.

Tin früherer Kaufmann war geständig^ mit 'dem Hamen seines DaterS ohne dessen Wissen und Willen eine größere Zahl Wechsel akzeptiert zu haben, die er sich bei einer Spar- und Leih- lasse diskontieren ließ. Wegen schwerer Ur­kundenfälschung In fortgesetzter Begangcnschaft wurde er unter Zubilligung mildernder Um­stände zu 5 Monat Gefängnis verurteilt.

Wegen Vergehens gegen daS Gesetz zum Schutz« der Republik wurde ein auswärts wohnende« Handwerksmeister an Stell« einer an sich ver­wirkten Gefängnisstrafe von 10 Tagen zu einer Geldstrafe von 50 Ml. verurteilt. 3n einer politi­schen Versammlung war er als Diskussionsredner aufgetreten und hatte sich dabei durch einen Zwischenruf zu der Aeußerung:Heute haben wir lauter Aindviehcher da oben sitzen!" hinrechen lassen. Strafmildernd nahm das Gericht an. dast der Angeklagte durch den Zwischenruf gereizt worden war.

diese blutrote Aelle fehll. die erst den Ausgleich dar-

durch über 4 Millionen Ballen Baumwolle ver­nichtet würden. Das Farmamt verspricht dafür, die Riesenvorräte au» dem Vorjahre in Höbe von 3 Millionen Ballen nicht vor dem 31.Juli 1 9 3 2 a u f den Marktzu bringen. Da, Farmamt gibt offen zu, daß die Etabilisierungs- versuche o ö l l i g f e h l g e s ch l a g en seien und daß es nicht mehr Herr der Lage sei. Tine gerne,nfame Aktion vor dem 1. September ist unbedingt notig, um eine allgemeine Katastrophe zu vermelden-

Der Vorschlag des Farmamts über die Vernichtung eines Drittels der bevorstehenden Baumwollernte hat eine sehr geteilte Aufnahme gefunden .T'we» schreibt: Die Verwirrung und Not in den Agrar- floaten könne unermeßlich groß werden. Wahrend e» in den Landwirtschastsgegenden bereit» gare, und

.....DaS ist eS. was meist LiebeS- und Freund- chastsbande knüpft. Aur muß eben diese Un­vollkommenheit in diesem besonderen Fall als Vorzug empfunden werden, wenngleich es meist im Unterbewußtsein geschieht."

3a. Und ich möchte fast behaupten, daß viele Verbindungen zwischen Menschen nur daraus aufgebaut sind und daß. wenn etwas in die Brüche geht, meist so eine kleine blutrot« Aelle zuviel oder zuwenig vorhanden ist."

Was aber soll man dagegen tun?"

Aichts, weil es nichts zu tun gibt. Hier, wie so oft im Leben, herrschen Gesetze, die sich nicht in Paragraphen zwängen lassen. Aur das kann man erstreben, daß man ein harmonischer Mensch wird."

In unserer aufgewühlten und unausgeglichenen Zeit?"

Tben darin, denn keine Zeit hatte solche Menschen nötiger als diese. Allerdings es war wohl auch keine Zeit so weit entfernt von diesem Ziel wie unsere. Trotz aller Bemühungen darum, vielleicht gerade wegen dieser Be­mühungen." -r-

Durchführung der Oevisenverordnung.

Das Aeichswirtschaftsministerium hat eine wei­tere Ergänzung der Richtlinien für_ die Devisen­bewirtschaftung den Landesfinanzämtern zuge­leitet. Die Richtlinien bringen eine Reihe tech­nischer Erleichterungen für die Abwicklung des Dankverkehrs, die daS Ergebnis eingehender Ver­handlungen mit dem Spitzenverbande des Bank- gewerbcs sind. IrrSbesondere sind gewisse Ge­schäfte mit Devisen, die nach der Devisenverord- nung genehmigungspflichtig find, von der Ge­nehmigung srcigestellt worden, soweit sie von den von der Reichsbank anerkannten Devisen­banken durchgeführt werden. Ferner ist angeord- net worden, daß zur Dezahlung von Warenschul­den im innerdeutschen Verkehr Devisen nur zu- geteilt werden dürfen, wenn es sich um die Er­füllung einer vor dem Inkrafttreten der Devisen- Verordnung entstandenen Forderung handelt, oder wenn für Geschäfte der betreffenden Art die Zahlung in csfektiver ausländischer Währung handelsüblich ist. \

Dadurch soll der neuerdings um sich greifenden volkswirtschaftlich nicht gerechtfertigten Fakturie­rung in effektiver ausländischer Währung ent­gegengetreten werden. Schließlich wurde klar­gestellt. daß zur Errechnung der 3000 Mark, bis tu denen nach § 11 der Devisenverordnung eine Person während eines Kalendermonats Geschäfte, die nach der Devisenverordnung an sich genehmi­gungspflichtig wären, frei vornehmen kann, der Erwerb von Devisen und die Verfügung über anderweit erworbene Devisen sowie der Erwerb ausländischer Wertpapiere und die Verfügung über solch? Papiere als ein einheitlicher Tat­bestand gelten. Ebenso gilt di« Einräumung von ReichSmarkkrediten zugunsten eineS AuSlanderS und die Abtretung von Reichsmarkforderungen an einen Ausländer alS ein einheitlicher Tat­bestand»

eine Strickjacke.

Don gültigen und ungültiaen Freimarken. Die Oberpvstdirektion Darmstadt teilt mit: Gs kommt ab und zu vor. daß einzelne Freimarken auf den mit der Post beförderten Driessendungen nur geringfügige oder schwache Entwertungszeichen, oftmals nur Striche oder schwärzliche Flecken tragen, weil sie beim Abstem­peln in der Eile nicht voll getroffen worden find. Selbstverständlich ist es verboten und auch straf- fällig, solche unvollständia entwertete Freimarken, nachdem sie von den Umschlägen abgeLÖft worden sind, nochmals zur Freimachung anderer Postsen­dungen zu benutzen Trotzdem geschieht dies in der falschen Voraussetzung, der Detrug würde nicht bemerkt. In den meisten Fällen werden dies« Gebührenhinterziehungen aber bei den Post- anstalten, die angewiesen sind, hierauf besonders zu achten, entdeckt; gegen die Absender wird dann von der oberen Postbehörde die dafür in dem Post­gesetz vorgesehene Geldstrafe verhängt. Allem An­schein nach werden derartige schwach entwertete Freimarken auch vielfach in betrügerischer Absicht als Ersatz für Kleingeld in Verkehr gesetzt. Darum tut jedermann, der sich ^lnannehml.chkeiten erspa­ren will. gut. Freimarken, die er nicht selbst am Postschalter gekauft hat, vor ihrer Verwendung genau zu besichtigen. Dei verdächtigen Wahrneb- mungen. insbesondere auch beim Fehlen des Kleb­stoffes auf der Rückseite empfiehlt sich eine An­frage über ihre Gültigkeit am Pvst'chalter.

Achtet auf bie Kohlweißlings- raupenl Don der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen wird mitgeteüt: AuS vielen Gegenden kommen Klagen über starkes Auftreten der Raupen der 2 Generation des Kohlweißlings. Leider wird ihr« Anwesenheit zumeist erst an ihrem Zerstörungswerk felbft erkannt, wenn der Schaden nicht mehr lohnend zu verhüten ist. Wer also mit dem Einschreiten wartet, bis die gefräßigen Raupen fich über die Blätter der Kohl- und anderen Pflanzen zer­streut haben, wird in der Regel wenig Erfolg erzielen. Auch hier ist Vorbeugung am besten. Worin besteht diese nun? Wan muß die leicht erkennbaren, goldgelben Sierhäufchen, die sich an der Unterseite der Blätter befinden, rechtzeitig und wiederholt ablefen und vernichten, am ein­fachsten durch Zerdrücken mit den Fingern. Hat man die Vernichtung der Eier versäumt, so wird es schon schwieriger fein, durch direkte- Ab lesen der Raupen der Plage Herr zu werden. Die Anwendung von Giftmitteln dürste aus Gesund­heitsrücksichten weniger zu empfehlen sein.

Sin Wetzlarer Defraudant verhaftet.

WSA. Wetzlar, 13. Aug. Sin Angestellter der Genossenschaft HessewAasfau, Zweigstelle

die Stabte fich auf einen Winter mit größerer Br- deitslosigken denn je vorbereiten, habe Hoover und feine jtegurung auf dem Gebiete her Außenpolitik während der nächsten Monate eine Entscheidung oomäußerfter Dich­tigkeit zu fallen. 6s feien Gerüchte darüber ver­breitet worden, welcher Art die Aktion Hoovers in der Frage der Abrüstung, der Repara­tionen und Schuld en sowie die Organisierung des Frieden» in der ganzen Welt sein werde. Hoover werde aber nicht st a r k genug (ein, so zu handeln, wie er handeln müsse, wenn das Land, wie die» unzweifelhaft der Fall fei, do» vertrauen in Hoover» Führung der innerpolitischen An­gelegenheiten verliere.

gerechter _

unS schreibt, am Mittwoch, nach vorausgegangc- nem Schießen, seine Monatsversammlung im Schützenhaus ab. HauptverhandlungSpunkt war die IagdauSstellung. die, an die Obst- und Gartenbauausstellung angegliedert, vom 3. bis 5. Oktober in den Räumen der LiebigShöhe ver­anstaltet werden wird. Ferner nahm die De- sprechung über die Handhabung der Iagdpacht- schutzordnung in Preußen und Hessen viel Zeit in Anspruch. Diese Frage hat für alle 3agb- pächter. die schon vor einigen Jahren unter ganz anderen wirtschaftlichen Verhältnissen gepachtet haben, heute erhöhte Bedeutung. Dekanntgegeben wurde ferner eine Antwort deS Hessischen Mini­steriums deS Innern auf eine Eingabe deS Ver­eins. wonach in Zukunft von feiten der KreiS- ämter nur noch Iagdpäffe neuesten Formular- vcrwendet werden dürfen, sowie «ine Mahnung zur Schonung von oberirdischen Fernsprechleitun­gen bei Abgabe von Schrotschüssen. Sin vor­gesehener Vortrag über den Entwurf eines hefsi- schen RaturschutzgesetzeS mußte wegen der vor­geschrittenen Zeit verschoben werden.

4 0. 2) len ft Jubiläum. Der Postfekretar Karl Rohrbach feiert am 16. August da» Jubi­läum seiner 40jährigen Tätigkeit bei der Reichspost.

Eine raffinierte Schwindlerin. In den letzten Tagen suchte in verschiedenen hessischen Städten eine angebliche Vertreterin deS Beyerverlages alleinstehende Frauen auf und verpflichtete fie zum AuStragen der wöchentlich erscheinenden Beyerschen Vkodehefte. Unter dem Versprechen, die Hefte würden von der Buch­handlung Heil in Mainz geliefert und es seien bereits zahlreiche Bezugsmitglieder im Orte vor­handen und für daS Heft würden 10 Pf. Trägev- lvhn vergütet, forderte di« Betrügerin die Frauen auf, felbft Mitglied zu werden und di« mit dem Bezug der Zeitschrift verbundene Versicherung zu bezahlen. Sie erschwindelte sich auf diese Welse in mehreren Fällen je 3 Mk. und traf sich später mit einem jungen Manne, der vermutlich mit ihr herumreist. Da» Landeskriminalamt warnt vor der Schwindlerin und bittet, bei ihrem Dor­sprechen die nächste Polizeistatton au verständigen. Die Betrügerin benutzt auch DersicherungSmaterial mit dem Stempel der Firma Baaden. Binger­brück. Buchhandlung und Zettschriflenverlag. Die Betrügerin ist etwa 25 Iahre alt. hat bleiches, längliches Gesicht, aussallend hellblond gelockten Bubikops. Sie trägt ein rosasarbigeS Kleid und

Sius öer provinzialbaupistabt.

Gießen, den 14. August 1931.

Gin Strauß.

Ein schöner Blumenstrauß I" sagte ich be- Wundemd zu der Hausfrau, in deren gastlicher Häuslichkeit ich wohlaufgenommen war.Ein aufmerksamer Schenker also", fügte ich hinzu.

Ja", antwortete sie.Beides, und doch nicht ganz so, wie eS zu wünschen wäre."

..Sie sprechen in Ratteln. Daß der Strauß schön ist und kostbar, da» ist ohne weiteres zu erkennen, und «6 ist wohl auch nicht schwer, auf den Spender zu schließen."

Rein, beziehungsweise ja. Sie haben recht. Aber es ist da doch etwa» dabei, das einen zu anderer Meinung bringen kann. Rur eine Kleinig­keit aber sie ist nicht unbeteutenb. Sehen Sie. nur ein klein wenig Rot fehlt zwischen Den -Blumen. Stellen Sie sich vor, in bieser Sinfonie dec Kinber FloraS wäre noch eine blutrote Relle, dann wäre die Farbenzufammenstellung viel günstiger."

Möglich", entgegnete ich-So Plastisch vermag ich mir bas nicht vorzustellen."

Ach, e» hat auch nichts aus slch. Ich habe mich über die Aufmerksamkeit auch gefreut. Aber bann mußte ich einen Vergleich ziehen zwischen dem Spender und dem Strauß, und ich 'am 8U einem ähnlichen Urteil. Auch dort fehlt geötffer- maßen diese eine blutrote Relle. Ein Mensch, der mir nicht unangenehm ist, ein Mensch, der sich durch seine Wesensart, durch seinen Charakter vom Durchschnitt unterscheidet, aber diese blut­rote Relle fehlt. Viele Eigenschaften besitzt er, die schätzenswert sind, aber nur eine fehlt ihm, die vielleicht den AuSfchlag gibt: das Herz, wie wir Frauen das nennen. Sin kluger Mensch, ein im Lebenskämpfe Bewährter, auch ein guter Mensch, aber daS alle- mehr ober weniger von der Seite des DenkenS, nicht be» Fühlens her. In seiner Rähe ist c» immer ein wenig Winter­luft. Rein, ich sage nicht- dagegen, auch solche Menschen sind zu schätzen, besitzen ihre Vor­züge und sind in vieler Hinsicht zuverlässiger als die andern. Aber was hilft das, wenn man immer wieder daran erinnert wird, daß eben

Der Relchspräsitenl in Dietramszell.

Der Reichspräsident ist am Donnerstag um 10.15 ilfcrr in Dietramszell ginget ros- s en. Zur Begrüßung hatten sich neben der Fa­milie von Schilcher, Vertreter te» amte» WolsratShausen und der Gemeinden Schönegg und Dietramszell, der katho.ischen und evangelischen Geistlichkeit, der Gut»- und Forst- txam-Zn. sowie die Schuljugend von Dietramszell «ingesunhen. Sine große Mensche"meng begrüßte den ReichSprasttenten mit lebhaften Hochrufen. Das DeutschlandSlied wurde an- getrimmt, während sechs 5^? *

slugzeugklubs München über dem Schloß kreisten und eine Huldigungsadresse abwarfen. Rach der Begrüßung durch Frau von Schilcher erschien bet Reich-Präsident an einem Fester be» ersten Stockwerks und sagt« zu der Meng«:3<f> bante Ihnen von ganzem Herzen für den Empfang. In dieser schweren Zeit tut mir da« beider» wohl. Nochmals lausend Dank." Der Reichspräsident wird über drei Woch-n in Dietramszell bleiben.

Der 5. Reich»jugendlag be» Dhv.

Der Deulschnalional« HandlungSgehilsen-Ber- banb veranstaltet seinen ReichSjugendtag vom 15. bi» 17. August in Innsbruck. Am Samstag­abend ist der BegrüßungSabend. Im Mittelpunkt steht die Ansprache des Tiroler VolksmanneS. Pater Innerkofler. Den Ausklang gibt ein Laienspiel .Grenzmark", das von 200 Iung- mannen auf geführt wird. Der Sonntag beginnt mit Gottesdienst Eine umfassend« Ausstellung und Messe der Scheinfirmen gibt der Tagung den beruflichen Lharakter. Ein Slaffellauf der Gaue von dem AndreaS-Hofer-Denkmal auf dem Berg Otel zur Hofburg inmitten der Stadl beendet die Veranstaltung am Vormittag. Der Rachmitiag wird au»gefülll von einem großen Volksfest, ba» In der Hauptsache von den Iungmannen selbst au »gestaltet wird. Ater Tiroler Heimat- und Trachtenvereine werden diesem fröhlichen Treiben ein betontere» Gepräge geben. Den Sonntag beschließt «in Fackelzug. Rach dem AuS- klang am Montagmorgen sammelt sich die junge Mannschaft zum Abmarsch i n d i e D e r g l a g e r, um hier noch einige Tag« inmitten ter majestäti­schen Schönheiten ter Berg« Erholung und Ent­spannung zu finden.

Reichsführertagung der Stahlhelmstubenten.

In Hall« fand die 2. Reichstagung bet Stahl­helm st u den'.« n statt, an der etwa 60 Stutenten- führer sowie der 2. Dundesführer tes Stahlhelm. ObcrTtleutnant a. D. Duesterberg. unb ter Bundeskanzler Major a.D Wagner teilnaßmen. Der Führer des Stahlhelm-Sludentenr.nge»

ßangemarcT. Dr. Eduard Stadl l e r - Berlrn, eröffnete die Tagung mit grundsätzlichen Aus­führungen zu dem preußischen Volksentscheide. Der 9. August habe eine erhebliche Verbrei­terung und ein zahlenmäßige» Anschwellen der na:.analen OpposilionSironl gebracht. Der Dun- te-kanzlcr Wagner betonte, daß «s jetzt vor al .cm auf das weitere Zusammenhalten dieser Front ankomme. Am wichtigsten sei ter gemein­sam« E.nsah dieser Front bei den im nächsten Frühjahre stattt.ndenden ReichSpräsidenlenwah- len. Kamerad Duesterberg wie» auf di« Ap- rüstungskonferenz im Februar 1932 hin, in Ine Deutschland unbedingt mit einer starken natio­nalen Regierung hinemgehen müsse. Aufgabe de» Stahlhelm sei e». nelen ter geistig-politischen Schulung die wehrsportlich« Erlüchtiguna weitester Kre-.se ter deutschen Iug:nd durchzuführen. Die Tagung befaßte sich eingehend mit den Fragen der Hochschulpolilik. des Wehrsportes und ter politischen Schulung.

Schwere ffxplofion»kalaslrophe in Lyon.

Mm 2.30 ll&r wurde in einer Straß« in Lvon- Dllleurbanne durch eine Srplosivn ein von zahl­reichen französischen, spanischen und italienischen Arbeitern bewohntes Mietshaus zumSrn- slurz gebracht. Etwa 30 Personen, b ar iin- tcr 10 Kinder, sind unter den Trüm­mern begraben. Die Feuerwehr konnte bei den AufräumungSarbeiten gegen 3.45 ilßr vier Leichen bergen und 12mai leicht verletzte Per­sonen in» Krankenhaus überführen.

Zwei Münchner am Montblanc tödlich abgcftürjL

Die beiden Münchener Alpinisten Leo Hillier unb Hans Brehm find im Monlblanc-Gebiet ab- gestürzt. Sie hatten versucht, bic Iorassesgrupp« von ter Rordseil« her zu besteigen. Diese Be­steigung ist bisher noch nie auSgesührt worben. Die Verunglückten würben auf dem Gletscher von LeSchau? tot aufgefunden.

Bandenkrieg in Kuba.

Nach spärlich durchsickernden Meldungen wütet in ganz Kuba ein Bandenkrieg. Obgleich Präsident M a ch a d o eine optimistische Erklärung abgab, in der er auf die Stärke der Armee, die 14 500 Köpfe zählt, hinweisl, ist cs klar erkennbar, daß die Aufständischen stündlich an Boden ge­rn i n n c n. Der Berichterstatter derNewyork Times" spricht bereits von einer großen bevor- stehenden Entscheidungsschlacht. Die Verbindungen mit dem Inneren des Landes find teilweise unter­brochen. In Neuyork wurde eine revolutionäre kubanische Junta gegründet.

Wetzlar, hatte bei feiner Firma ungefähr 25000 Mark unterschlagen und war bann flüchtig ge­gangen. Er wurde in Bad Fiinsterg während te» KurkvnzerleS von ter Tanzdiele weg verhaf­tet und am nächsten Tage In» Friedberger ®e- fängni» ütergcsührt In seinem Besitz befanden sich noch etwa 11000 Mk.

12 000 Flaschen beschlagnahmt.

DSN. Matnz. 13. Aug. Segen bie ff arolu». Kellerei in Mainz schwebte seil längerer Zeil ein Verfahren wegen Verfälschung von Trau­be n w e i n s e k t. In der heutigen Verhandlung wurde feftgefteUt, daß die Kellerei den gelieferten Sekt mit Obstwein verschnitten hatte ff» wurden im ganzen 12 900 Flaschen Sekt beschlag­nahmt. Der Inhaber der Kellerei wurde zu einer Geldstrafe von 15000 Mark und zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten und drei Wochen verurteilt. Der beschlagnahmte Dein und Sekt rourte eingezogen.

taten für Freitag, 14 August.

Sonnenaufgang 5 08 Uhr, Sonnenuntergang 19.50 Uhr Mondausgang 5.33 Uhr, Monduntergang 20.19 Uhr.

1840: der Psychiater Richard Freiherr von Krafft- ff ding in Mannheim geboren; 1841: der Philo- oph Ioh. Friedrich Herdari in Göttingen gestorben.

Vornotizen.

Tageskalendersür Freitag: BHE. Gießen, WonalSversammlung bei Hopfcld. Lichttpielhau». Bahnhofstraße: .Die Drei von ter Tankstelle" iDvikslagi.

-- Au» dem ©tabttbeaterbureau w rd un» geschrieben: Da» Ensemble Berliner Bühnenkünstler (ff. L. Franken. Cottma Baart. Curt linier) wirb sich am Sonntag, 16. August, nach zweimaligem erfolgreichem Gastspiel in die­sem Sommer mit einer Aufführung von Der- neull» Lustspiel ..Meine Cousine au» Warschau' von unS verabfch'.eten. Dic'e 9. Vorstelluna im Sommer-Abonnement ist gleichzeitig das letzte GaslsP'-«l auSwär.iger Bühnenkünstler in dleier Sommerlpielzeit. Veginn 20 Uhr, Ente 22 llßr.

Unfall bei der Arbeit. Heute vormittag kurz nach 9 Uhr stürzte ein junger Dachdeckergeselle mit einem Arm voll Siegel bei Ausbesserung», arbeiten an einem Hause in der Johannesslraße rückwärts von der Leiter unaesähr vier Meter tief ab. Er erlitt dabei einen Schädelbruch und wurde in bewußtlosem Zustande in die Chirurgische Klinik

flirdilttbt Jla<hri»fen.

Israelitische Gemeinden.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst In der Synagoge lSüdanlage). Samstag, 15. August. Vor­abend 7.30 Uhr; morgen» 830 Uhr; abend» 7.55 und 8.35 Uhr.

Oie Wetterlage.

Q*f*eeloi.o nenef »Ren etetfti »wemo

# Jthntt a 6revPCin e R<6tl K trwilltf.©U'nd>tiiiL«Cr* KM ttkhief Ost y «»»» »»' SueiuewCSl \ »tureiKRt' "or«wol 6I< Pfeil« flifflcn mH dtm Winflt OK ov 0«a Itlliontn $U"<nd«n Zl> len erben die lemperelur «n. Pi« H»ien «erwedee Oft« eil giCKNCW eef n<er<im#teu vmflcf«(iu><tcn lulldrack

Wettervoraussage.

Rachtem die kühl« Lust ter Skandinavienstb- rung, die in nordöstlicher Richtung über Finn­land hin abziehl, auch unseren Bezirk überflutet hat. drehen in Westteulfchland die Winde übet Osten nach Süden zu. Denn die westliche Störuna. die In ihrem Kem starkes Temperaluraesälte zeigt, ist bereits bi» nach England und ten Kanal vorgedrungen und führt in ihrer Vorder­seite ein verbreitetes Regengebiet mit sich. Die ausgleitende Warmluft wird auch bei uns die Temperaturen etwa» ansteigen lassen und batet vielfach bewölktes unb rednerisches Wetter ver­ursachen. Bei feinem Wetterzug wird da» Ties den Weg über Deutschland nehmen, so daß später durch die nachfolgende kühle Luft der Rückfeil» die Witterung einen unbeständigen Lharakter an­nimmt und wieder Abkühlung einsetzl.

Dorbersage für Samstag: Meist bedeckt mit Niederschlagen, etwas wärmer.

Vorhersage für Sonntag: Unbeständig, wechselnd bewölkt und regnerisch, spater wieder Ab« kühlung.

Lufttemperaturen am 13. August: mittags 18J Grad Celsius, abends 13 Grad: am 14 August: mor« gens 10 Grad. Maximum 18,3 Grab, Minimum 9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. August: abends 18,8 Grad: am 14. August: mor­gens 13,6 Grad Celsius. Sonnenscheindauer sechs Stunden.

Gegen Wundlaufen ffSSMS ii !! ii Schweis; Lös onds» runfl an Fühen u. anderen KSrpettellen (Wolf), S°nnen-(diel, scher brand. Sosott fchmer^tillend u. heilend Leodar-Fe^em« (blaut Ladung) auch als Kosmetidun für Hände u. D«sicht. Lw« 60 m. u. 1 2aL in allen ThlorodalU-Deckaus »stellen zu habe».

pzzz

46. LU

LTl

osa

Paris rrtme

V~\*