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Zörse.

T2. Funkspruch.) Im it herrscht bii 'M W die Tendenz, zu- oh, eher freundlich zu t zu hören. 2m Te- London gegen Berlin 1, gegen Paris 12122, läfiigen Kurs, Kabel

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(4. Tag de« Kammerspielzhklu») statt. Die Spiel­leitung hat Dr. Karl Ritter, der für die Veran­staltung drei Hans-Sachs-Spiele ganz verschiede­ner Art husammengestellt hat. Es werden ge­gebenDre junge Witfrau Franziska". ..Da» heiße Eisen",Sankt Peter auf Erden". Eine besondere Freude wird es für das Gießener Theaterpublikum sein, daß es der Intendanz ge­lungen ist. die Weintraub- Ehncopatvrs bei ihrer Rückkehr aus der Schweiz nochmals für ein zweimaliges Gastspiel zu gewinnen, und zwar am Sonntag. 19. April. S.e werden um 15 U£>r und um 19 Uhr zwei Konzerte veranstalten.

Sin Gartenkonzert auf dem Flug- platz findet bei günstiger Witterung am morgi­gen Mittwochnachmittag statt. Der Eintritt ist frei. (Siehe heutige Anzeige.)

* Reichsbahnpersonalie. Der Reichs­bahnassistent Gustav Steffens am Bahnhof Gie­ßen wurde zum Reichrbahnsekretär befördert.

Schulperfonalien. Der Lehrer Hein­rich 2 u n k e r an der Volksschule zu Södel (KreiS Friedberg) und der Lehrer Andreas Merkel an der Volksschule zu Lang-DönS (Kreis Gie­ßen) werden auf eigenes Rachsuchen ab l.Mai 1930 in den Ruhestand versetzt.

" Bekämpfung der Schnakenplage. Das Polizeiamt Giesien teilt mit: Die Grund­stückseigentümer sind verpflichtet, im April jeden Iahres auf ihrem Grundstück befindliche, den Schnaken zur Brut dienend« Gewässer (Wasser- tümpel), Regen üfscr. Daffins, Wasserlachen, Iauchegruben, Abortgruben usw. mit einem zur Vertilgung der Brut geeigneten Wittel (Eaprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Richtbefolgung hat Bestrafung zur Folge.

* Straßensperre. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Georg-Philipp-Gail- Straße von Dienstag, 14. April, ab bis auf wei­teres für den gesamten Fährverkehr polizeilich gesperrt.

" Feuer in den Schneisen. In den letzten Tagen wurde das verdorrte Gras in den Schneisen im BergwerkSwalü, und zwar von der Rehschneise bis zur Bergschenve durch un­befugte Hände in Brand gesteckt. Die Täter scheuten sich auch nicht, in einzelnen Distrikten Feuer anzulegen, wodurch eine Anzahl junger Bäume und Sträucher beschädigt wurden. 3ung» Hasen und Fasanengelege gehen durch diese schäd­lichen Maßnahmen zugrunde und das Standwild sowie auch die Singvögel wandern ab. Mit allen Mitteln müßte dieser RohlingSarbeit ge­steuert werden. Alle Ratursreunde, die bei ihren Spaziergängen Gelegenheit finden, solchem Tun Einhalt zu gebieten, sollten mit aller Entschieden­heit für den Schuh der Ratur eintreten.

* Fahrraddieb stähle in steigender Zahl sind in den letzten Tagen hier vorgekommen. Allein an drei Tagen wurden sieben Fahrräder gestohlen, davon zwei sogar aus einem Grundstück heraus vom Hofe weg. Die Polizei empfiehlt allen Fahrradbesitzern, beim Abstellen der Fahrräder größte Vorsicht zu üben und vor allem das An­schließen des Rades nickt zu vergessen. Hoffentlich findet diese Warnung allgemein die gebührende De- achtung.

* Film-Vorführungen der Erdal- Gesellschaft. In den Palast-Lichtspielen ge­langen in diesen Tagen einige Filme zur Vor­führung. Reben einem Bildstreifen aus b-rr Erdal- Schuhcreme-Fabrik, der die Herstellung der Schuh­creme. die Fertigung der Schachteln und die Verpackung zeigt, läuft ein Expeditionsfilm der Ufa, der zwar seiner Aufnahme nach sicherlich schon älter ist. nichtsdestoweniger aber gut unter­hält und eine Reihe hervorragender Tierauf­nahmen bringt. Bilder von Leoparden, Giraffen, von einem Steppenbrand und flüchtenden Gnus. Aufnahmen von einer sensationellen Löwenjagd, «irrer Iagd auf Elefanten mit Giftpfeilen u. a. m. geben einen Einblick in das Leben im afrikanischen Dusch. Weiter wird ein Film vom Mainzer Karneval gezeigt, und schließlich hat man Ge­legenheit. Charlie Chaplin in einer typischen amerikanischen Groteske zu sehen.

Schühenverein G keßen. Man berich­tet uns: Die Frühjahrs-Hauptversammlung des Schühenvereins Gießen erfreute sich eines guten Besuches und gab dem verflossenen Vereinsjahr einen harmonischen Abschluß. Aus dem Iahres- bericht des ersten Vorsitzenden Philipp R i c o - laus ging hervor, daß auch das Iahr 1930 er­folgreich genannt werden kann. Der Verein ver­mochte seine Mitglieder»ahl äu behaupten. Die einzelnen Vorstandsmitglieder gaben Rechenschaft über die von ihnen verwalteten Aemter. Allgemeine Anerkennung fand der klare Bericht des Rechners, der die günstige Finanz­lage deS Vereins erkennen ließ. Ebenso berichtete der Oberschühenmeister sehr übersichtlich über die schiehsportlich geleistete Arbeit und die schönen Erfolge der aktiven Schützen. Hierbei wurden

Aus der Provinzialhauptstadt.

D i e ß e n. den 14. April 1931.

Milch als Gegengift.

Don Dr. med. Gchweisheimer.

Bestimmte Gifte haben vielfach Gegengifte, die ihre Schädlichkeit besonder- wirksam entkräften. Bei Vergiftungen ist es aber meist so. daß ein Gegenmittel Im Augenblick nicht zur Verfügung steht und erst aus der Apotheke oder vom Arzt geholt werden muß. Trotzdem muh augenblicklich Hilfe gebracht werden, denn nur durch rasche Hilfe läßt sich bet Vergiftungen dauernder Schaden ver­meiden. Tie Gifte müssen möglichst unschädlich ge­macht werden, ehe sie sich allzuweit in den Kör­per eingesressen haben oder mit dem Blut überall hingelangt sind. Auch die beste ärztliche Hilfe muß versagen, wenn sie nicht gleich eingesetzt wird. So sind die unmittelbaren Gefährten de» Vergif­teten oft genug zur Selbsthilfe gezwungen.

Wie aber läßt sich rasch und wirkungsvoll da» Gift unschädlich machen?

Es hat sich gezeigt, daß mit Milch vielfach Ver­giftungen entgegen getreten werden kann. Milch gehört zu den Stoffen, die In der Regel überall zu haben sind. Wenn nun nach einer Vergiftung eine Magenspülung vorgenommen wird, so wird der Spülslüssiglcit zweckmäßigerweile elwasMilch zugesehk Tas Eiweiß, das in der Milch enthal­ten ist, verbindet sich mit einem Teil der Gifte, namentlich mit Metallsägen, zu unlöslichen Ver­bindungen >unb damit wird verhindert, daß es weiter in den Körper eindringen kann, denn der Körper kann nur aufsaugen und aufnehmen, was löslich ist. Das Trinken von Milch bei Vergif­tungen hat weiter den Vorteil, daß. da die Milch harntreibend wirkt, die Rieren zu regerer Tätig­keit angespornt werden. In der Mehrzahl der Vergiftungen haben die Rieren ja ohnehin die Aufgabe, die Hauptbestandteile de» Giftes auS dem Körper mit dem Ham zu entfernen, und alle-, waS ihnen ihre Arbeit erleichtert, fördert die rasche Ausscheidung deS Giftes. DaS Trin­ken von Milch bringt schließlich viel Flüssigkeit auch inS Blut und verdünnt dadurch die Gift­stoffe. die Im Blut ihre böse Wirkung ausüben wollen. ES gibt eine ganze Reihe von Vergiftun­gen. bei denen Gaben von Milch angezeigt sind. Dor allem sind.da» Verätzungen mit Laugen oder Säuren, bei denen Milchgaben eine Verdünnung de» DcrätzungSmittels Hervorrufen und die schäd­liche Wirkung auf Speiseröhre. Magenschleim­häute usw. aufheben. Bei Metallvergistungen wirkt eine Magenspülung mit Milch besonders schnell helfend, ebenso wie Kleesalzvergiftungen. die besonder» neben örtlichen Verätzungen die Rieren angreifen, durch Milchgaben bekämpft werpm können.

/ Aerziliche Tagung in Gießen.

Die Tagung der südwestdeutschen Kinderärzte am Sonntag in Gießen, die von Veit über 100 Teilnehmern besucht war, nahm einen sehr harmonischen Verlauf. Die Teilnehmer, die zum Teil auch von weither (Freiburg, (Saar­gebiet, Tübingen Würzburg. Köln, Düsseldorf, Magdeburg, Allgäu) teilweise schon am' Tage vorher eintrafen, waren hochbefriedigt von den wissenschaftlichen Vorträgen, wie überrascht von der Zweckmäßigkeit und Schönheit der Gießener Rniversitätsinsritute und voll Anerkennung über die Leistungen der vorsorglichen hessischen Regie­rung. Die Vorträge konnten fast alle zu Gehör gebracht werden und regten eine lebhafte Aus­sprache an. Dazu bot sich Gießen in voller Sonne dar. und ein großer Teil der Teilnehmer war von Bewunderung erfüllt über den prächtigen Aus­blick vom Turm des Physiologischen Instituts.

Oberhessischeö Schwurgericht. /

Das Schwurgericht der Provinz Oberhessen wird am kommenden Montag feine zweite diesjährige Sitzung beginnen.

Für Montag, 20. April, sind folgende Fälle zur Verhandlung vorgesehen: Anklage gegen den Landwirt Heinrich Glänzer II. in Schwarz we­gen Brandstiftung. Anklagevertreter Oberstaats­anwalt Dr. Brill. Verteidiger Rechtsanwalt Albrecht: Anklage gegen Karl Appel von Herchenhain wegen Bestechung. Anklagevertreter Staatsanwalt Dr. Eckert, Verteidiger Rechts­anwalt Hvmberger.

Für Dienstag. 21. April, ist die Anklage ge­gen den Landwirt Wilhelm Lehr von Alten­stadt wegen Mordes vorgesehen. Die Anklage wird Staatsanwalt Dr. Eckert vertreten, die Berteidigung wird Rechtsanwalt Dr. E n g i s ch führen. Es handelt sich um die Ermordung der Martha Peppel aus Oberseemen, die von Lehr cm 4. Januar abends in der Rähe von Ortenberg in die hochgehende Ridder gestoßen wurde, damit da» Mädchen in den Fluten den Tod finden sollte.

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Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt da» T'funb: Kochbutter von 1,10 Mark an; Duttec 130; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Äot- Jraut 20 bis 25; gelbe Rüben 12 bis 15; rote ^üben 12 bis 15; Spinat 30 bi« 35; Unter-Kohl- nabi 5 bis 6: Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl <5 bis 40; Feldsalat 120 bis 150; Tomaten 70 K» 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis M; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Kartoffeln 4 biS5; ^cpsel 40 bis 50; Birnen 30 bis 40; Dörrobst Ä) bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 60 bis 110; Suppenhühner 90 bis 110; Düsse 60 bis 70; bas Stück: Tauben 70 bis 80; Eier 8 bis 9; Blumenkohl 30 bis 70; Salatgurken 60 bis 100; Endivien 15 bi» 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; £aud> 5 bi» 15; Rettich 10 bi» 15; Sellerie 10 bis 50; da» Bund: Radieschen 20 bi« 25 Pfennig; btt Zentner: Kartoffeln 3 bis 4; Weißkraut 10 6i« 12; Wirsing 20 bi« 25; Rotkraut 20 bis 25 Mark.

Vornotizen.

Tages kalender für Dienstag. Uabttfceater: ,3m Spiel der Sommerlüfte", 20 "J 22 Uhr. - Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .Ariane". Palastlichtspiele: Erdal-Film-Vor- srhrungen, 15.30 Uhr, 18 ülhr, 20.15 ÜIHr.

Aus dem Etadttheaterbureau «>rd uns geschrieben: Heute abend, 20 ülhr. ®itcr der Spielleitung von Walter BäuerleIm ^piel der Sommerlüfte" von 2L Schnitzler. Dittwoch, 20 ülhr,Die Welt in der man sich cngtocilt" von Pailleron; Spielleitung Peter aoffott. In der Rolle der Herzogin Frau Auguste Prasch-Grevenberg als Gast. Frei- tag, 17. April, 20 Uhr. zum letzten MaleLady Windermeres Fächer", von Oskar Wilde. öDnntag, 19. April, 11.30 Ähr, findet im Rahmen o« Goethebundes eine Hans - Sachs - Matinee

die Leistungen der Dereinsschühen bei dem deut­schen Bundesschietzen in Köln hervorgehoben. Genannt zu werden verdient die überragende Leistung vom Schützend rüder Heinrich Appel, der im Kampf mit den besten deutschen Schützen an 11. Stelle den goldenen Konkurrenzbecher er­ringen konnte. Bei den Dundesmeisterschaften waren erfolgreich: Georg Schilling (2 goldene Meisterschafts-Eichenlaubkränze in Kleinkaliber und Wehrmann); Willi Georg (den silbernen Meisterschafts-Eichenlaubkranz in Pistole); Franz Möbs (den silbernen Meisterschafts-Eichenlaub­kranz in Kleinkaliber); Otto Schönau (den grünen Meisterschafts-Eichenlaubkran- in Klein­kaliber). Dah sich der Vorstand in allen Teilen des Vertrauens erfreute, zeigte die einstimmige Wie­derwahl mit Ausnahme der auf eigenen Wunsch ausgeschiedenen Mitglieder. Den scheidenden Vor­standsmitgliedern wurde vom Vorsitzenden der Dank des Vereins ausgesprochen. In der Aus­sprache wurde angeregt, daß da» jagdliche Schie­ßen mehr als bisher gepflegt und gefördert wer­den soll.

Oie Kosten der Sranffurfer Großmarkthalle.

WSR. Franks urt a. M. 13. April. Der Magistrat nahm in seiner heutigen Sitzung den Bericht des Revisionsamtes über die Abrech - nun g des Baues der Grohmarkthalle zur Kennt­nis und genehmigte die Abrechnung und den Prüfungsbericht. Aus der Abrechnung ergibt sich, daß von den städtischen Körperschaften ins­gesamt 14 377 000 Mark für den Bau der Groß­markthalle, einschließlich Geländeerwerb. bewil­ligt worden waren. Die Gesamtausgabe beläuft sich, obwohl bei verschiedenen Titeln des Voran­schlags Mehrleistungen erfolgt sind und obwohl

während der Bauzeit durch gewisse Preissteige­rungen mit einer Neberfchreitung des Kosten- voranschlagS gerechnet werden mußte, auf Mark 13 871 282,96. fo daß eine Gefamterfpar- ni» gegenüber den bewilligten Mitteln von 50 5 717,04 Mark eingetreten ist. Der Magi­strat beschloß von diesem als erspart nachgewie­senen Betrag 395 000 Mark al» extraordinären Kr^ditrest für die zwar vorgesehenen, aber noch

nicht durchgeführten Ltrahcnherstellungen Weller» zusühren und den Restbetrag al» verfallen anzu« sehen.

__________(Schluß de» redaktionellen Teil».)

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