Ausgabe 
14.3.1931
 
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Die Xßettertaae.

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Helden und Heldenverehrung.

Charlie Chaplin ist auf seinem Curopalrip auch nach Berlin gekommen: etwas früher, als in seinem Programm eigentlich vorgesehen war. Aber er scheint sich über seine Landsleute in Lon­don irgendwie geärgert zu haben und hat des­halb die Flucht auf den Kontinent angetreten, 1 um Land und Leute in Deutschland zu studieren, noch bevor der geschäftliche Teil seines Aufent­halts, die Premiere seines neuesten Films, be­ginnt. Wir kennen ihn alle aus seinen Filmen, wir haben oft gern und herzlich über ihn gelacht, | über diesen Ritter von der traurigen Gestalt, der die brutale Komil mit einem Schuf; tiefster Tra­gik vermenschlicht. Er ist gewiß auch mehr als ein Clown oder Spaßmacher, er ist ein großer Künstler und erfreut sich mit Recht in den Kino­theatern international einer großen Beliebtheit.

Aber ist das ein Grund, ihn nun zu feiern, als ob er der Geistesheros des zwanzigsten Jahrhun­derts wäre. Gerade Deutschland hat selbst einen Lieberfluß an glänzenden Schauspielern, die in ihrer Qualität matt braucht ja nur Pallenbcrg zu nennen Chaplin schon die Waage halten können. Aber deswegen wird niemand daran den­ken, bei ihnen derartige Irrsinnansähe überstei­gerter Sensationsgier aufzuführen, wie wir das jetzt bei Chaplin erleben. Wir sind wieder aus dem besten Wege, in einen neuen Rum­mel hineinzugeraten, in dem wir uns doch eigent­lich vor uns selbst lächerlich vorkommen sollten. Wer denkt nicht noch mit etwas peinlichem Be­fremden an den Triumphzug, den die Deutschame­rikanerin, Fräulein Gertrud Eder le genannt die Kanaltrude - durch Deutschland ausführen konnte, als sic den Kanal durchschwommen hatte: wer denkt nicht noch an die Szenen, die sich bei der Ankunft desWeltmeisters" S ch m e l i n g auf deutschem Boden abspielten.

Wir mißgönnen es gewiß Herrn Chaplin nicht, wenn er bei uns herzlich ausgenommen wird, aber wir empfinden es als eine Geschmacklos ig- leit, wenn nun tagtäglich besondere Bulletins über ihn ausgegeben werden und jeder Schritt, den er geht, sich im Rampenlicht vollster Oeffent- lichkeit vollzieht. Die Zeitungen sollten zuviel auf Ernst halten, um Rotiz davon zu nehmen, daß Herr Chaplin keinen Auftrag gegeben hat, ihn morgens zu wecken und daß es infolgedessen zwei­felhaft sei, ob er schon um neun Uhr morgens an einer bestimmten Veranstaltung teilnehmen könne. Das ist eine Würdelosigkeit, die über den Rahmen des Erlaubten hinausgeht. Gott schütze uns vor einem Amerikanismus, der sich an Aeuherlichkeiten und nur an solche Ob'ekte klam­mert. Es hat eine Zeit gegeben, wo wir uns stolz das Volk der Dichter und Denker nannten. Wir haben auch heute noch Gelehrte und Erfinder un­ter uns, um die uns die ganze Welt beneidet, und es wäre immerhin verständlich gewesen, wenn Filchner z. B. bei der Rückkehr von seiner Asiencxpedition einen begeisterten Empfang gefun­den hätte. Damals aber kümmerte sich niemand um ihn. Das soll nicht unbedingt ein Borwurf sein, aber wenn wir schon zu skeptisch sind, um uns in Heldenverehrung zu üben, dann wollen wir doch auch gewöhnlichen Sterblichen gegenüber die nötige Distanz wahren und uns nicht künstlich in Ekstasen hineinsteigern, die schon hart an Unkultur herankommen.

nationalsozialistischen Abgeordneten Dr. Goeb­bels ein Antrag auf Erlaß eines B o r f ü h - rungsbefehlö und ein Antrag auf Zu­lassung der Haft vor. Der Geschästsord- nungsausschuh beschloß, zunächst nurdenVor- führungsbefehl zu genehmigen. Es soll abgetoartet werden, ob Dr. Goebbels ihm Folge leistet. Erst wenn dieser Schritt erfolglos bleibt, will der Ausschuß dem Plenum die Genehmigung

Berlin, 13. März. (WTB.) Die Deutsch- Französische Gesellschaft setzte gestern abend die Reihe der Vorträge, mit denen sie eine deutsch­französische Aussprache durchzuführen beab­sichtigt, mit einer Gegenüberstellung der Pariser Rechtsanwältin Madeleiu Misard und F auHennyPortenim Hotel Esp anabe fort.

Aus aller Welt.

Die neuen Grohrundfunksender.

Arbeiten zur Verstärkung

Der Reichsrat erhebt Einspruch.

die Aufhebung des Brotgesehes und gegen das Gefrierfleischkontingent.

Berlin, 13. März. (DDZ.) Der Reichs r a t rhob Einspruch gegen die vom Re chstag be- chlossene Novelle zum Brotgesetz und ;egcn das vom Reichstag angenommene sozial- emokratische Initiativgeseh, das weder ein ollfreies Gefrierfleischkontinent inführcn wollte.

Den Einspruch gegen das Gefrierfleischkontm- ient begründete der thüringische Gesandte Dr. Renzel. Der sächsische Gesandte Dr. Grad- lauer schloß sich diesem Einspruch an, ebenso «er Vertreter von Lippe. Dagegen erklärten ich Staatssekretär Dr W e i s m an n für Preu- >en. sowie ferner die Vertreter von Hamburg, Recklenburg-Strelitz und Lübeck, während der Vertreter Hessens sich der Stimme n t h i e l t.

Reichsernährung ^Minister Schiele führte dazu ms, die Reichsregierung habe bereits im Sep- ember dem zuständ gen Reichstagsausschuh eine Vorlage unterbreitet, in der Mittel angefordert ourden sür die Abgabevonver billigtem Frischfleisch an die minberbemüteltc Brvöl- erung. Er werde diesen Antrag mit aller Energie

Deutschlandsenders auf 75 Kilowatt und die Erprobung der neuen Großleistungs- röhren, die int übrigen für alle neuen Groß­sender vorgesehen sind, sind soweit fortgeschrit­ten, daß mit der Inbetriebnahme des verstärkten Senders im April zu rechnen ist. Die Ver­stärkung des Langenberger Senders geht in der Weise vor sich, daß ein neuer 75-Kilowatt-Sender aufgestellt wird, um einen glatten ilebergang auf die höhere Leistung sicher- zustellen. Mit der Fertigstellung der neuen -An­lage ist im Herbst dieses Iahres zu rechnen. Den nächsten Abschnitt im Großsenderbau bildet die Erstellung der Sender Breslau, Leipzig und Frankfurt a. M. Der Bres­lauer Großsender, der an die Stelle des jetzigen Breslauer Senders tritt und seine COktte 923 kHz (325 Meter) übernimmt, wird 15 Kilometer südlich von Breslau bei dem Dorfe Rotsürben errichtet. Für Leipzig wer en d.e Messungen zur Aus­wahl des Platzes in der Rähe von Leipzig in den nächsten Tagen abgeschlossen fein. Der Leipziger Sender erhält die bisherige Welle des Frank­furter Senoers 717 kHz (389,6 Meter). Infolge­dessen wird die Frankfurter Anlage, für die ein Sender von 25 Kilowatt auf der bis­herigen Leipziger Welle 1157 kHz (259,3 Meter) vorgesehen ist, im Anschluß an die Leipziger Messungen ausgekundet und gleichzeitig in An­griff genommen. Mit der Fertigstellung der drei genannten Anlagen ist in zehn b i s elf Mo­naten zu rechnen.

Schwere Bluttat in einer Irrenanstalt.

In der Irrenanstalt in Schleswig hat sich Freitagabend eine schreckliche Bluttat ereignet. Die zehnjährige Tochter des An -- staltsarztes, Sanitätsrat Dr. Rep­ke w i tz , wurde von einem 32jährigen, aus Flens- birg stammenden Anstaltsinsassen namens Rich­ter auf bestialische Weise ermordet. Der Mörder, der mit häuslichen Arbeiten bei Sanitätsrat Repkewitz beschäftigt war, hat das Kind in den Garten gelockt und dort das Vev- brechen begangen. Rach der Tat flüchtete der Mörder. Er konnte bisher noch nicht ergriffen werden.

Henny poden spricht in der Deutsch-französischen Gesellschaft

Verschrfung der Krisis in Thüringen.

Weimar, 13. März. (Sil) Die thüringische Koalitionskrisis nimmt ernsten Charakter an. Die

Kunst und Wissenschaft.

weihe des Schinkel-wuseums in Berlin.

Karl Friedrich Schinkel zu Ehren wurde an seinem 150. Geburtstage ein Museum geweiht, das dauerndes Zeugnis geben soll vom Genie und Fleiß dieses größten der preußischen Bau­meister. Was bis jetzt von den von ihm hinter­lassenen Schätzen unzulänglich verpackt, niemand recht zugänglich, bewahrt wurde, hat zusammen mit den Beuthschen Sammlungen im ehema­ligen P r i n z c s f i n ne n p a l a i s Unter den Linden, das Heinrich Genh erbaut hat. eine würdige Stätte gefunden im lebendigen Um­kreis der schönsten Bauten des Toten: der ge­genüberliegenden Reuen Wache, der Kirche auf den nat^n Wcrderschen Markt und dem Schau­spielhaus am Gendarmenmarkt. Bei der Feier der Eröffnung erzählte der Direktor der Ra­tionalgalerie, Geh. Rat Iusti, von der Ge­schichte der Schinkel-Beuthschen Sammlungen, die nach einer abenteuerlichen Wanderung und allzu­langer Zeit der Unzulänglichkeit nunmehr durch Gemälde Schinkels aus der Rationalgalerie ver­mehrt, an günstigster Stelle ein würdiges Heim gefunden hätten, das sich als ein lebendes Denk­mal des Meisters erweisen werde. Ein Gang durch das neue Museum, dessen Erdgeschoß seinem Freunde Deuth zugeeignet ist, zeigt^daß es kaum einen Bezirk gibt, in dem Schinkel nicht Meister war. Der Kreis, den sein Wirken erfüllte, werd demonstriert durch die großartige Mannigfaltig­keit der ausgestellten Entwürfe und Bilder, die sich zusammensügen zu einem Denkmal des preu­ßischen Klassizismus, also würdigster Ehrung ihres Schöpsers.

Die neuen Münzen des Vatikans.

Mit dem neuen vatikanischen Münzgeseh wer­den Münzen folgender Werte in Umlauf gesetzt: Goldmünzen zu 100 Lire, Silbermünzen zu 10 u d 5 Lire, Rickelmünzen zu 2 und 1 Lire und 50 und 20 Centesimi, Kupfermünzen zu 10 und 5 Gen* tefimi. Alle Münzen tragen die AusschriftStadt des Vatikans" und das Emissionsdatum. Die Goldmünzen zeigen auf der Vorderseite die Büste des Pap st es mit Chvrrock und Kappe, die Silbermünzen die Büste des Papstes mit dem Bischofsmantel mit der Stola und der kleinen Kappe: die Rickelmünzen trage i das päpstliche Wappen. Auf der Rückseite z i- gen die Goldmünzen das Bildnis von Christus als König, die Silbermünzen zu 10 Lire das Bild der auf dem Throne sitzenden Mutte« Gottes, die zu 5 Lire die Figur des Heillgen P e t r u s. der in einer Barke sitzt di - rechte Ha d erhebt und mit der Linken das Steuer hält. Die Rickelmünzen zu 2 Lire tragen das Bildnis des guten Hirten mit dem Schaf auf der Schulter.

Große Goethe-Reichsfeicr 1932 in Weimar.

Aus Anlaß der 100. Wiederkehr des Todes­tages Goethe wird in der Woche des 22. März 1932 in Weimar eine grohangelegte Reichsfeier stattfinden, an der das Deutsche Reich und Preu­ßen neben Thüringen, Weimar und der Goethe* gesellschaft beteiligt sein werden. Die Bühne des - Deutschen Rationaltheaters wird festliche Gast­spiele des Wiener Burgtheaters und der Staatstheater in Berlin (Schau­spielhaus), Dresden, München und S t u 11- gart sehen, wobeiIphigenie",Tasso",Eg- mont,Götz von Berlichingen" undClavigo" zur Ausführung kommen Das Weimarer. Theater selbst wird den Ablauf der Reichsfeier mit Goe­thes Faust I. und Il.Teil mit Gästen in den

Der Einspruch des Reichsrates gegen die beiden Gesetze kann nur beseitigt werden, toejn der Reichs ag se ne i Deschlu; mit Zweidrit e I» mehrh».il wied.rpolt. d efe bür t< ab;, kaum Zustandekommen.

Der Reichsrat b'riet ferner das Gesetz über Zolländerungen. Die Regieru g Vorlage verläng.rt die Er,..ächtigurg der Reichsregierung zur anderweitigen Festsetzung der Zollsätze für Roggen. Gerste, Hafer und Erbsen bis zum 31. März 1932, sie dehnt diese Ermächtigung auf andere Waren aus und füg die Ermächtigung zur Kündigung laufender Handelsver­träge hinzu. Ferner wird auch die Ermächtigung zur anderweitigen Regelung der Einfuhr- scheine auf ein Iahr verlängert und ihre Aus­dehnung auf Holz hinzugefügt. Auf Vorschlag seiner Ausschüsse beschloß der Reich'rat, die Reichsregierung zu verpflichten, daß Verordnun­gen über Zolländerungen oder Aufhebung von Wirtsch.^llsabkommen dem Reich tag und d'm Reichsra vorzulegen und auf überein ft im» mendeS Verlangen beider aufzuhe­ben sind Bei Stimmenthaltung Hamburgs wurde die Vorlage mit Mehrheit angenommen.

Madame Misard gab eine ausführliche Definition der Französin von heute, wobei sie sich gegen die Behandlung ihrer Landsmännin unter einem Sammelbegriff verwahrte Sie gab Be.spiele da­für, daß die im Auslande als moderne Frau an­gesehene Französin im öffentlichen Leben und im Berufe Tüchtiges leiste und sich in einem Maße durchgeseht habe, wie es in einem Lande ohne Frauenstimmrecht kaum zu erwarten war. In scherzhaft-geistreicher Form stellte sie den verschiedenen Berufszweigen und ihren Repräsentantinnen die Gesellschafts­dame gegenüber, die als Dame einer nicht fest umschriebenen Verpflichtung gewöhnlich die Meist- befchäftigte fei.

Henny Porten, die bei dieser Gelegenheit zum erstenmal das Rednerpult betrat, ver­suchte den Unterschied zwischen der berufstätigen Französin und der Deutschen herauszuarbeiten. Aber anstatt einer Antithese entwickelte sich im Munde der sympathischen Vortragenden eher e i n Bild mit weitgehend übereinstim­menden Zügen. Am meisten überraschte Frau Porten wohl ihre Zuhörer durch eine große An­zahl plastischer Schilderungen üb?r die Arbeit der Frau im Berufe und schließlich gab sie e i n B i l d ihrer eigenen beruflichen Tätigkeit. Ihre Ausführungen gipfelten in einem Appell an die Verständigungsbereitschaft der beiden Völker und die Mitwirkung der Frau an diesem Werk. Starker Beifall dankte den reizvollen Repräsen­tantinnen der beiden Rationen zum Schluß. Ein gesellschaftliches Beisammensein, an dem viele Persönlichkeiten des Berliner öffentlichen Lebens teilnahmen, schloß sich der gelungenen Veranstal­tung an.

Italiens Kolonialwünsche.

Kritik an der englischen Mandatspolitik.

N o in, 13. März. (WTV.) In dcr italienischen Kammer stand das Mandatsproblem im Vorder­grund. B a r a g i o l a , der vor einem halben Jahre von einer zweijährigen wirtschaftlichen Studien­reise durch Zentralasrika zurückgekehrt ist, erklärte, der italienische Handel in Afrika sei geringer als der Güterabsatz Deutschlands, das in voller Erkenntnis des Kolonialproblems nach dem Verlust seiner afrikanischen Kolonien mit ver­doppeltem Eifer an die wirtschaftliche Durch­dringung des schwarzen Kontinents herangehe. Vasile und de David kritisierten die Politik der Mandatarstaaten, die nidjt immer in vollem

Einklang mit dem Mandatsbegriff und den Mandats­bestimmungen stehe. Vasile stellte fest, daß Deutsch­land und Italien die einzigen Groß­mächte seien, die nicht über die politisch und wirtschaftlich für sie notwendigen Kolonial- gebiete verfügen, de David ging besonders auf d i e englischen Pläne in O.stafrika und im Irak ein, die eine so offene Verletzung der Mandatsbestimmungen darstellten, daß man sie eigentlich mit dem Widerruf des Mandats be­antworten müßte. Angesichts der riesigen franzö­sischen und englischen Besitzungen in Afrika könne Italien nicht vergessen, daß seine Bedürfnisse völlig übergangen worden seien.

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Wettervoraussage.

Die Luftbruckverteilung hat sich seit gestern wenig verändert. Von den britischen Inseln er­streckt sich über die Rordsee nach Skandinavien und Finland hin eine Tiefdruckrinne, welche je­doch keine nennenswerte Beeinflussung der Wet­terlage hervorruft. In Mittel- und Südbeutsch- land traten unvermindert weiter Strahlungsfröste auf, die die Temperaturen bis 11 Grad unter Rull brachten. Die Wetterlage sieht vorerst noch keiner Umgestaltung auf V.rschlechlerung ent­gegen. Der Rachtfrost dauert fort, jedoch ist durch stellenweise Dunst- und Wolkenbildung eine 21b- schwächm.g möglich Tagsüber herpich! Tauwetter.

AussichtenfürSonntag: Nachtfrost, tags­über Temperaturen über Null, bewölkt mit Auf­heiterung, trocken.

Aussichten für Montag: Milderung, sonst im allgemeinen Fortdauer der herrschenden Wetter­lage.

Lufttemperaturen am 13. März: mittags 2,4 Grad Celsius, abends3,2 Grad; am 14. März: morgens 7,4 Grad. Maximum 3,7 Grad, Minimum 8,2 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 13. März: abends0,4 Grad-, am 14. MärZ: mor­gens 1 Grad Celsius. Sonnenscheindaue^ 4H Stunden.

Fraktion der De u t s ch en V o l k s p a r t e i stellt in einer Erklärung fest, daß die Rational- sozialisten auf ihre Frage, wie sie die Hin- t dernisse einer interfraktionellen Zusammenarbeit . zu beseitigen gedächten, Vorschläge nicht jpg emacht, sondern im Gegenteil erklärt hätten, daß sie gar nicht daran dächten, ihre ge- r gen die Volkspartei gerichteten Presseauslassungen zurückzunehmen. Damit hätten die Rationalso­zialisten die Koalition gebrochen und sich außerhalb der Koalitionsgemeinschaft gestellt. Rach allem Vorgefallenen sei die Deutsche Volks­partei, so wirb ausdrücklich festgestellt, von einer koalitionsmähigen Bindung an die Äationalso- zialisten nunmehr frei, sie halte sich demgemäß an koalitionsmäßige Abreden mit ihnen nicht mehr gebunden. Mit den anderen bisherigen Regie­rungsparteien werde die Volkspartei weiter in Fühlung darüber bleiben, ob und wie die Schwie­rigkeiten, unter denen Thüringen gerade jetzt stär­ker als je ;u leiben habe, in den nächsten Wochen überwunden werden können.

Demgegenüber wird die Deutsche Volkspartei in der ZeitungDer Rationalist" für die Krise verantwortlich gemacht. Die Rationalsozialisten, so heißt es darin u. a., ließen sich unter keinen Umständen das Recht einer Kritik an der Reichspolitik der Dolkspartei neh­men und auch nicht die Ton-art dieser Kri­tik vorschreiben.

Attentat aus einen Hamburger Polizeirat.

Hamburg, 13.März. (TU.) Die Staatliche Pressestelle teilt mit: Als der Polizeioberwacht­meister Friedrich Pohl heute mittag von den Regierungsrat Lassally in einer Dienststraf­sache wegen nationalsozialistischer Betätigung vernommen wurde, zog er feinen Dienst­revolver und gab auf Regierungsrat Lassalll einen Schuh ab, der diesen schwer v e r - letzte. Pohl wurde festgenommen. Pohl fol sich in letzter Zeit stark in der national- fozialistischen Bewegung betätig haben. Da eine olch politische Betätigung der Beamten der Hanwurger Polizei v e r b o t e i ist, war ein Ermittlungsverfahren gegei Pohl eingeleitet worden, der am Freitag burd Regierungsrat Lassally vernommen werde, sollte. Pohl war dazu im Dienstanzua erschienen Die Vernehmung hat sich anscheinend zunächs in ruhigen Bahnen bewegt. Erst zum Schlus zog Pohl plötzlich seine Dienstwaff und gab den Schuß auf Lassally ab. Beamt' aus den Rebenzimmern eilten sofort zur Hilf und überwältigten Pohl. Regierungsrat Lassalll befindet sich außer Lebensgefahr. Bei dem Täte handelt es sich um den 28 Jahre alten Polizei oberwachtmeister Pohl, Sohn eines Arztes au der Lüneburger Heide, der nach Bestehen seine Einjährigenprüfung in Polizeidienste getreten wai Aus dem GeschäftSorduungsausschu^

Berlin, 13. März? (DDZ.) Im Geschäfts ordnungsausschnh des Reichstags lag gegen de.

eines Haftbefehls empfehlen. Dagegen emp­fahl der Ausschuß die Genehmigung eines An­trags auf Vollstreckung einer Gefäng­nisstrafe gegen den nationalsozialistischen Abg. Münch meyer mit der Begründung, daß Münchmeyer an den Arbeiten des Reichstags doch nicht teilnehme. Die Richlvollstreckung von Freiheitsstrafen solle nur dem Zweck dienen, den Abgeordneten die Ausübung ihres Mandats zu ermöglichen.

Die Abrüstungskonferenz.

Bleibt die deutsch - italienische Zusammen- ar eit erhalten?

Rom, 13. März (TU.) Der deutsche Bot­schafter in Rom, Dr. von Schubert, ist nach Berlin abgereist. Er wird Diens­tag früh in Rom wieder zurückerwartet. Es liegt auf der Hand, daß die Reise des Botschafters mit Fragen der Vorbereitung der Ab­rüstungskonferenz zusammenhängt, der nach dem römischen Flottenpakt noch erhöhte Be­deutung zukommt. Schubert dürfte in Rom er­neut die Versicherung erhalten haben, daß der Flottenpakt in der Haltung Italiens bezüglich der übrigen Abrüstungsfragen, insbesondere der Frage der Landabrüstung keineAenderung zur Folge haben werde. Dagegen läßt sich na­türlich nicht übersehen, ob nicht gewisse fran­zösisch-englische Bindungen in irgend­einer Form vorliegen, die sich vor allem auch auf die Person des tschechollowakischen Außen­ministers B e n e s ch als Kandidat für den Vor­sitz der Abrüstungskonferenz erstrecken dürften. Gerade dieser Personenfrage, die auf den Ein­spruch Deutschlands uird Italiens hin im Rate vorläufig vertagt worden ist, kommt für den von Frankreich gewünschten Charakter und Ver­lauf programmatische Bedeutung zu.