Ausgabe 
14.2.1931
 
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Wirtschaft.

Holzversteigerungs - Termine.

Montag, den 16. Februar.

Versteigerer: Stadt Gießen. Dersteigrrungsort: Abteilungen des Stadtwaldcs: Zusammenkunft Straße nach Rödgen, 5. Schneise. 9.30 Ahr.

Versteigerer: Bürgermeisterei Mainzlar. Vcr° steigerungsort: Gemeindewald Mainzlar, Zusam­menkunft Hachborncr Straße am Waldeingang. 11 Ahr.

Versteigerer. Bürgermeisterei Wieseck. Verstei- gerungsort: Forstorte Hegwald, Klause, Teufels- Pfütze; Zusammenkunft auf der Straße nach Al- ten-Buseck, am Waldeingang. 10 Ahr.

Bezirkssparkaffe Grünberg.

Grünberg, 13. Febr. Die Entwicklung der hiesigen Dezirkssparkasse im Jahr 1930 kann im Hinblick auf die außerordentliche Belastung durch wirtschaftliche Rot als erfreulich bezeich­net werden. Die Spareinlagen betrugen Anfang 1930 1 560 789 Mk. Im Iahr 1930 gingen zu

an Einlagen und durch Zinsbeischreibungen 632 971 Mk., ab für Rückzahlungen 355 569 Mk. Es verblieb somit ein Retto-Zugang von 277 402 Mark, durch den die Spareinlagen auf 1 838 191 Mark anwuchsen.

Die Aufwertungs'pareinlagen be­tragen rund 450 000 Mk.» so daß sich der Gesamt­bestand an Spareinlagen am 1. Januar 1931 auf über 2,25 Millionen Reichsmark beläuft. Die Einlagen im Giro- und Scheckverkehr betrugen am Iahrescnde 119 575 Mk. Für die überaus rege Darlehnsnochfragc standen während des Jahres die nötigen Mittel zur Verfügung. Da Darlehen nur an Einwohner des Bezirks und Mitglieds-Gemeinden gewährt werden, so kamen die Darlehen restlos der Wirtschaft des Spar- kasscbezirts - der bekanntlich 40 Gemeinden um­faßt zugute. An Darlehen gegen Hypotheken und Güterkaufgelder gelangten 386 712 Mk. zur Ausleihung, so daß sich der Bestand an diesen Darlehen nach Abzug von 177 625 Mk. Rückzah­lungen um 209 087 Mk. auf 884 882 Mk. erhöhte. Ein großer Teil der neugewährten Darlehen floß dem Wohnungsbau zu und dürfte wesentlich zur Beschäftigung im Bau­gewerbe beigctragen haben.

An Gemeinden und Feldbercinigungsgesellschaf- ten wurden neu ausgeliehen 279 994 Mk., zur Rückzahlung gelangten 195 364 Mk., so daß eine Erhöhung um 84 630 Mk. auf 744 753 Mk. ein­trat. Auch mit den für diese Darlehen ausge- sührten Arbeiten ist Derdienstmöglichkeit für man­chen Erwerbslosen geschaffen worden. Die im Kontokorrentverkehr gewährten Kredite betrugen am Iahresende 257 515 Mk. gegen 255 144 Mk. am Anfang des Iahres; sie erfuhren also keine wesentliche Veränderung. Ebenso blieben die an Private gegen Bürgschaft gewährten Schuldschein­darlehen fast unverändert, da die Reu-Ausleihun­gen durch Rückzahlungen ausgeglichen wurden. Der Stand dieser Darlehen am Iahresende war 115 383 Mk.

Die trotz der schwierigen Verhältnisse der letz­ten Iahre günstige Entwicklung der Kasse stellt dem Sparsinn der Bevölkerung ein gut^s Zeug­nis aus. Sind doch heute die neuen S p a r e i n - läge n auf 62 Prozent desDorkriegs- standes angewachsen. Zusammen mit den Aufwertungseinlagen belaufen sich die Spareinla­gen auf 78 Prozent des Vorkriegsstandes.

Wochenbericht

vom Sronffurfer Effektenmarkt.

Die Berichtswoche war eine ausgesprochene Hausseperiode. Am Freitag trat vorübergehend eine leichte Abschwächung ein, da das Stahl- helmvolksbegehrcn auf Auflösung des Preußischen Landtages verstimmte. Auch ungünstige Indu­striemeldungen drückten auf die Stimmung. Da­gegen ging von der flüssigen Siemensbilanz eine Anregung aus, so daß sich später wieder eine neue Aufwärtsbewegung durchsetzte. Rachdem an den ausländischen Börsen, unterstützt durch eine außerordentliche Geldfülle, eine feste Tendenz zum Ausdruck gekommen war, begannen sich aus­ländische Kapitalistenkreise wieder für deutsche Aktien zu interessieren. Eine Beruhigung und Vcrtrauenssestigung ist unverkennbar. Indessen hat auch die deutsche Entwicklung Zeichen einer gewissen Besserung aufzuweisen, wenn freilich zu­nächst nicht auf wirtschaftlichem Gebiet. Daneben verfehlte die günstige Entwicklung des deutsch­

französischen Handels ihren Eindruck nicht, ebenso die Bevorschussung eines französischen Kredits für die Reichskasse. Reue eintre,sende Ausland­orders liehen die Börse in fester Haltung ver­kehren, wobei das Geschäft zeitweise sehr rebhast war. Besonderer Rachfrage er'reuten sich haupt­sächlich I.-G.-Farben, Elektro- und Kaliwerte. Später trat jedoch eine empfindliche Reaktion ein, so daß das Kursniveau sich teilweise beträchtlich senkte. Am am letzten Dörsentage hielt die schwä­chere Tendenz an, da die politische Ansicherheit weiter verstimmte und aus der Industrie neue ungünstige Meldungen vorlagen.

Anter diesen Amständen verstärkte sich das Angebot, so daß die erzielten Kursgewinne zum Teil verloren gingen. Gegen die Vorwoche er­gaben sich jedoch in der Mehrzahl nvch Kurs­gewinne. Von Bankaktien standen besonders Dank siir Brauindustrie mit plus 7 Prozent im Vor­dergründe, während die Werte der D.-Danken unter Schwankungen nur behauptet blieben. Am Schif'ahrts- und Dahnenaktienmarkt lagen AG. für Verkehrswesen 5 Prozent und Allgemeine Lokal- und Kraftwerke 6 Prozent fester. Reichs­bahn-Vorzugsaktien hatten größeres Geschäft, die Kursbesserung war nur unwesentlich. Hapag und Rorddeutscher Lloyd blieben gegen die Vorwoche behauptet. Am Markt der Inoustriepapiere la­gen besonders Rebenwerte wie Karstadt, Leonh. Tictz, Rhein. Elektro, Metallgesel.schaft, Zement Heidelberg und Zellstoff Waldhof von 3 bis 6 Prozent fester. Chemieaktien tendierten unein­heitlich, I.-G.-Farben konnten ihren Kursstand der vergangenen Woche nur knapp behaupten. Obavi-Minen und Mansfelder Bergl-au verzeich­neten Kursgewinne bis zu 5 Mark bzw. Pro­zent. Am Montanmarkt war die Kursentwick­lung ebenfalls unregelmäßig. Gelsenkirchen, Ilse Dcrgbau, Stahlverein und Phönix zogen bis zu 5 Proz. an, dagegen verloren Harpener, Klöckrer- werke, Rhein. Braunkohlen, Mannesmann und Buderus bis zu 3 Prozent. Don Kaliaktien zeigten nur Salzdetfurth eine Erhöhung von 6 Prozent. Don den schweren Elektrowerten lagen Schuckcrt um 5 Prozent gebessert, Siemens, Licht & Kraft und Gesfürel knapp gehalten. Stärkere Kursbesserungen hatten außerdem noch Schwach­stromwerte, von denen Lahmeyer etwa 12 Pro­zent und Felten 6 Prozent fester notierten. Von internationalen Aktien Chade plus 8 Mark und Svenska plus 9 Mark.

Am Anleihe in arkt lagen deutsche An­leihen bis zu 1 Prozent höher. Industrieobliga­tionen im Einklang" mit der Dewegung des Aktienmarktes ziemlich fest, später? jedoch sehr ruhig und wieder abbröckelnd. Der Pfandbrief- markt hatte stilles Geschäft.

Wochenbericht

vom Frankfurter Produktenmarkt.

Auf dem internationalen Markt sind größere Preisveränderungen nicht eingetreten, die er­heblichen Bestände lasten immer noch auf dem Markt und nur ungünstige Wetterberichte aus den Erzeugungsländern verhindertem Den Preis­rückgang.

Am hiesigen Markt war das Geschäft im ganzen weiterhin ruhig. Die Stimmung war indessen nicht unfreundlich und Preisverände­rungen traten nur sehr wenig ein. Die Insolvenz einer alten, angesehenen Mehlgroßhandlung am hiesigen Platze übte keinen nachteiligen Einfluß aus. Die Stimmung für Inlandweizen war bei etwas größerem Angebot im allgemeinen ruhig. Der schwache Mehlabsatz ließ kein grö­ßeres Geschäft aufkommen. Der Preis gab gegen die Vorwoche um 2,50 Mark per Tonne nach, lag aber gegen die Dotierung vom letzten Mon­tag etwas fester. Auslandweizen wurde nur in beschränkten Mengen eingeführt. Die Preise konnten sich allgemein befestigen. Für Roggen war die Tendenz etwas matter, da das Angebot wieder umfangreicher geworden ist, uni so mehr, als der erhöhte Preisstand zu Verkäufen anregte, während die Müh'en infolge des langsameren Roggenmehlabsahes im Einkauf zurückhielten.

In Hafer waren die Amsätze in der ganzen Woche wieder sehr klein. Das Angebot hat sich namentlich aus Rassau, Hessen und Baden verstärkt. Der Preis gab infolgedessen um 2,50 Mark per Tonne nach. Der Ger st en markt zeigte eine nur wenig veränderte Marktlage. Braugerste lag infolge der Zurückhaltung der

Brauereien weiter ruhig. Futtergerste hatte nur kleinen Markt.

Am Mehlmorkt war das Geschäft bei unver­änderten Forderungen durchw g sehr klein. Der. Großmühlenpreis bewegte sich um etwa 0,50 Mark über dem Angebot seitens der zweiten Hand. Roggenmehl blieb unverändert.

Der Futtermittelmarkt lag stetig bis fest. Während für vordere Sichten einige Käufe erfolgten, lag das Geschäft auf spätere Lieferung fast darnieder. Die Preise zeigten zwar keine Veränderungen, lagen aber im ganzen fest. Für Kraftfuttermittel war die Tendenz nicht ein­heitlich. Während Sojaschrot feinen Preis zu befestigen vermochte, und Kokos-, Erdnuß- und Palmtuchen sich gut behaupteten, mutzten Lein­kuchen und Leinkachcnmehl ihre Preise ermäßigen. Infolge des starken Frostweiters fanden Amsätze in Waggonladungen für Kartoffeln nicht statt.

Die Woche schloß zu folgenden Rotierungen (für Getreide je Tonne, für alles übrige je 100 Kilogramm): Weizen 282,50 bis 285; Roggen 182,50; Gerste 210 bis 215; Hafer 157,50 bis 162,50; Weizenmehl, süddeutsches 42,25 bis 43,25; Weizenmehl, niederrheinisches 42 bis 43; Rog­genmehl, 60prozentige Ausmahlung. 26 25 bis 27,25; Weizenkleie 10; Roggenkleie 9,50 Mark.

Wochenbericht

vom Frankfurter Schlachtviebmarkt

Am Frankfurter Schlachtviehmarkt machte sich im Verlauf der Woche weiter eine leichte Kon­solidierung der Preise bemerkbar, trotzdem der Auftrieb zum Teil wieder erheblich größer war. Die Metzgerschaft schritt trotz der immer noch schwer lastenden Depression am Arbeitsmarkt zu größeren Käufen, da sich der Absatz infolge des etwas billigeren Preisniveaus merklich gebessert habe. Der Handel v ar dah r auf allen Märkten lebhaft, besonders bei Ruivern und Schweinen. Am Rindermarkt hielt sich der Auftrieb auf der Höhe der Vorwoche. Rach lebhaftem Handel wurde der Markt geräumt. Die Preise zogen allgemein um 2 Mk. an. Auch Bullen zwischen 12 und 14 Monaten waren mehr gefragt. Von Kühen fanden nur vollfleischige, junge Tiere Käufer. Der K ä l b e r m a r f t lag in dieser Woche auffällig vernachlässigt. Das Geschäft hielt sich, wohl auch infolge des stärkeren Auftriebs, in engen Grenzen. Die Preise erfuhren gegen die Vorwoche Rückgänge von 1 bis 2 Mk. Beste Kälber, die allerdings nur sehr wenig am Markte waren, erzielten meist Preise über Rotiz. Auf dem Schafmarkt war das Geschäft bei gleich- bleibenden Preisen lebhaft. Am Schweine- markt war die Beschickung wieder erheblich stärker, doch war das Geschäft sehr lebhaft. Die Preise konnten sich um 4 bis 6 Mk. bessern.

Der Gesamtauftrieb bestand aus 1035 (1333 gegen die Vorwoche) Rindern, darunter befanden sich 240 Ochsen, 71 Bullen, 426 Kühe und 350 Färsen, ferner aus 1512 (1045) Kälbern, 308 (190) Schafen und 6263 (6046) Schweinen. Bezahlt wurde pro Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 49 bis 52, a2) 44 bis 48, bl) 40 bis 43; Dullen a) 48 bis 50, b) 44 bis 47; Kühe a) 40 bis 43, b) 35 bis 39, c) 30 bis 34, d) 26 bis 29; Färsen a) 49 bis 52, b) 44 bis 48, c) 40 bis 43. Kälber b) 62 bis 65, c) 57 bis 61.

Konkurse und Vergleichsverfah­ren im Ianuar. Im Laufe des Ianuar wur­den imReichsanzeiger" 1085 Konkurse und 518 gerichtliche Vergleichsverfahren bekanntgegeben. Die Anzahl der Konkurse ist gegenüber dem Vor­monat um 27,6 Prozent, die der Vergleichs­verfahren um 8,6 Prozent gestiegen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 14. Febr. Tendenz: fester. Zum Wochenschluß konnte sich nach ben'ftarfen Ab­schwächungen am gestrigen Tage die Tendenz wieder befestigen. Das Geschäft war jedoch infolge des frühen Börsenbeginns klein. Die Spekulation schritt zu einigen Deckungen, zumal in einigen Werten wieder größere Deconverts bestanden haben sollen. Bei kleiner Nachfrage ergaben sich gegen die Abendkurse Befestigung von 1 bis 2 v. H., im übrigen stellten sich Kursgewinne bis 2,5 v. H. ein. Am Far­benmarkt lagen I.-G.-Farben und Nütgerswerke je 2 v. H. höher. Bon Kaliwerten lagen Salzdetfurth 3,5 v. H. schwächer. Am Kunstseibemarkt zeigte sich weiteres Interesse für 21 tu, die 2 v. H. höher eröff­neten. Bis zu 2,5 v. Sy höher lagen außerdem Deut­sche Linoleum, Karstadt, Zellstoff Waldhof, Holz- mann. Am Montanmarkt kamen nur Rheinstahl, die 1,5 v. S). gewannen, zur Notiz. Bankaktien lagen unverändert An den übrigen Märkten herrschte in­folge der Orderlosigkeit Stagnation. Anleihen eben­

falls ohne Geschäft. Nach den ersten Kursen ergaben sich kleine Erhöhungen, später kam jedoch Material an den Markt, so daß Kursrückgänge bis 2 v. S). eintraten. Die Umsatztätigkeit ging auf ein Minimum zurück. Am Geldmarkt lag Tagesgeld mit 5 v. Sy unverändert. Am Devisenmarkt lag das Pfund sehr schwach; der Dollar fest. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2090, gegen Pfund 20,4450, London gegen Kabel 4,856750, gegen Paris 123,94, gegen Mailand 92,85, gegen Schweiz 25,1850, gegen Hol­land 12,1050.

Berliner Börse.

Berlin, 14. Febr. Nachdem die gestrige Frank­furter Abendbörfe auf kleine Interventionen der Banken neue Abschwächungen gebracht hatte, wußte man im heutigen Bormittagsverkehr sich noch kein rechtes Bild von der Tendenzentwicklung zu machen. Die Nichtbestätigung des Gerüchts, daß sich die SPD. gespalten habe, genügte aber schon, um einer be­ruhigteren Auffassung Platz zu machen. Die Bank­orders seitens der Kundschaft trafen spärlich ein da­gegen zeigte das Ausland, besonders Holland und die Schweiz, etwas stärkeres Kaufinter­esse, und für einen Samstag war auch das Ge­schäft zu Beginn der Börse ziemlich lebhaft. Die Spe­kulation schritt zu Deckungen, wobei sich Material­mangel einstellte. Die ersten Kurse lagen überwiegend fester. Jndustriepapiere erschienen gegen gestern mittag mit Gewinnen von 1 bis 2 L. H. Im Durch­schnitt darüber hinaus waren Salzdetstlrth, AEG., Siemens, Gesfürel, Bergmann, Kunstseideaktien, BMW. und Deutsche Erdöl bis zu 3,5 v. H. gebessert, und Schubert & Salzer gewannen, obwohl zu An­fang mit Plus-Plus-Zeichen erschienen, 6,25 v. H. Anleihen roeiter-veränbert. Bon Ausländern Mexi­kaner weiter nachgebend. Pfandbriefe ruhig. Reichs- fchuldbuchforderungen eher freundlicher. Geld blieb zum Medio steif. Der Satz für Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 7 v. H., Monatsgeld auf 6 bis 7,5 v. Sy, Warenwechsel 5,25 o. H. Im Verlaufe setzten sich Deckungen und kleine Meinungskäufe fort, zumal sich herauszustellen schien, daß die Befürchtungen hin­sichtlich der folgenden Insolvenz der Magdeburger Bau-AG. gestern- übertrieben waren. Im Verlaufe zogen die Kurse meist um 0,5 bis 1,5 v. Sy an, nur einige anfangs besonders stark gestiegene Werte bröckelten etwas ab. AEG. für Verkehrswesen lagen heute schwächer (Anfangskurs4 v. H., im Ver­laufe weitere 2 v. Sy niedriger).

Lpielplun -er Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 15. Febr.. 15 bis 18 ilßr: Der Zigeunerbaron. 19.30 bis 22.30 Ahr: Das Spielzeug Ihrer Majestät. Montag, 16., 19.30 bis nach 22 ilfjr: Dallett-Abend. Dienstag, 17., 19.30 bis 22.30 Ahr: Das Spielzeug Ihrer Majestät. Mi'twoch. 18., 19 bis gegen 22.30 Ahr: Tannhäuser. Donnerstag. 19., 19 bis gegen 22.30 Ahr: Carmen. Samstag, 21., 19.30 bis 22.30 Ahr: Don Iuan.

Schauspielhaus. Sonntag. 15. Febr., 16 bis gegen 18.30 Ahr: Grand Hotel. 20 bis gegen 23 Ahr: Phaea. Montag. 16.. 20 bis nach 22.30 Ahr: Viel Lärm um nichts. Dienstag. 17., 20 bis nach 22 Ahr: Gelegenheit macht Diebe. Mittwoch. 18., 20 bis gegen 22 Abr: Clavigo.' Donnerstag, 19., 19.30 bis gegen 23 Ahr: Ge­schichte Gottlriedens von Devlichingen mit der eisernen Hand. Freitag, 20., 20 bis gegen 22 Ahr: Clavigo. Samstag, 21., 15 bis 18.15 Ufr: Wil­helm Teil. 20 bis nach 22 Ahr: Gelegenheit macht Diebe.

Srieffaffen der Redaktion.

(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung)

Zahlungsbefehl. Sofortige Erhebung des Wider­spruchs erscheint angezeigt. Der Ehemann ist nicht Besteller. Ihr eigenes eingebrachtes Gut haftete nach § 1412 Bürgerliches Gesetzbuch nur bann, wenn ber Mann seine Zustimmung gegeben hätte.

Letzte Nachrichten.

Oie Osthilfe vom Reichslabinett verabschiedet.

B e r l i n, 14. Febr. (Eigene Conti-Meldung.) Wie wir erfahren, hat das Reichskabinell in seiner heuli. gen Sitzung, die gegen 13.30 Uhr zu Ende ging, die drei Gesetzentwürfe über die Oslhilfe verabschiedet. An der kabinetlssihung nahmen auch Vertreter dec zuständigen preußischen Stellen teil. Vie wir hören, ist es gelungen, eine vollständige Uebereinstimmung auf der bereits gemeldeten Grundlage herbelzuführen.

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börfe.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende au. Reichsbankdiskont 5 ü. Sy, Lombardzinsfuß 6 u. Sy

:frannun a. . |

Berlin

Schluß«!

(urd |

l«Uhr« fiurd

Schluß« Iure

Unfanq» fturt

Dalum

13.2.

14.2.

13.2.

14.2.

6% Seutldic Setdjfanleihe von 1927 .........

84,75

84,8

__

7% Deutsche ReichSanleihe von 1929 . .......

98,65

98,65

Seutldic Sln1.-Ablöl.-Schuld mit Auelos.-Rechten.......

53,13

53

53,1

DcSgl. ohne AuSlos.-Rechte . .

5,13

5,1

5,13

8% Heil. ypltHiaai von 1029 (rfidtoblb 102%).....

Cberbcffcn Provinz - Anleche mfi Aueiol.-Rechicn......

SS,5

_

89,5

50

'

_

Deutsche Komm. Sammclabl.

Anleihe Serie 1 ...

51,5

51,25

6% firnntf. hnp.-Bonk Goldpse XIII unkündbar bis 1931 . . .

100,5

7% flrants Hiw.-Aank Goldpse unkünvbar bis 1932 ...

93

_

_

_

4>A% Rbeiniiche Hnp.-Bank Liqu. Goldpse.......

88,65

6% Pr. Lanverplandbriesanstakt, PlandbrieseR.lv

100,5

_

100,5

8% Pr L'anDeirian:brief<mftalt, Kvmm.'Lbl. R. 2V. . .

97

_

97

_

7% Pr. Lande i mnobriesanltalt, Psondbriesc N 21 .....

97

_

97

_

A.li.G. abg. Bor.riegS-Obligatto- iicn, rückzahlbar 1932 . .

1 97,5

4% Ocsterretchtsche Goldrenie . .

24.8

_

24,75

__-

4,20% Ocstcrreichilchc Siibcrrentr 4% Oellerreichilche Einheitliche

2,8

2,9

Mente .........

1,45

1.4

4% Ungarische Goldrenie ....

19,8

20,13

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

17

17,43

4 y2% vesgi. von 1913

17,25

1% Ungarische Kronenrcnte .

1,35

1,4

1,35

4% lürlildie üvllanleihe von 1911

4% Türkische Bogdadbabn-Anl

3,65

3,675

1,75

Serie 1

3,75

3,7

4% beSgl. Serie II .....

5% iRumdnlldif vereinh. Rente

L675

1,65

von 1903

9,13

<%% Rumänische vereinh Rente

14,6

von 1913 ... ......

L% Rumänische vereinh. {Rente

14.8

7,4

7,5

7,4

Sranhuri a DI.

Berlin

cSch.-l

t'Ubr-

Schluß» l Anfang«

kurs |

re

Iur« |

Hur«

Dalum

13.2.

14.2.

13.2-

14.2.

vamvurg-Amrrtka Poker ... 7

Hamburg-Südam.Dampslchlss. 8

62

61.9

61,75

123,75

Hama Tampsschiss.....10

NorbdeuNcher Llohd.....8

64

64

64

Allgemeine DeutscheCrevitanst. 10

97,25

97

Barmer Bankverein .... 10

100,75

101

100,75

101,25

Berliner Handelsgesellschaft . 12

121,5

121

120

Commerz- und Privat-Bank. 11

110

109,9

110

109.9

Darmstädter und Narionatbank 12 Deullche Bant und

139

138,5

138

Tisconlo-GeseUschast, ... 10

107,25

107,5

107.25

Dresdner Bant......10

108

107,5

108

107.5

Reichsbank....... 12

axs.es ...........8

99,25

101,75

99

101,9

Bergmann.........9

109,25

-

cklektr Lieserungi-gelelllchaft. 10

116.5

-

Licht und Sltüll......10

111,9,

113,5

111

113

«eilen S Guilleaume . . . iyt Geselllchait iur Elektrische

80

79,25

81

Unternehmungen .... 10

Hamburger iLlektrtzttätS-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

107

107,5

106,5

107.5

109

112,5

111,5

111,5

Lchlciilche Elektrizität. ... 10

106.5

109

Schlickert S Eo..... . 11

115

119

115

117,5

Siemens & Halste.....16

172

174

171

173,75

Ztaneraolo.........8

i-abmeherLCo.......10

119

118

120,25

Buderus..........5

47,5

47

47

Deullche Ecdül . ......6

61

61,75

64

Ellener Steinkohle......8

Gelsenkirchener ....... 8

76

76

76,25

Harpener.........O

73,5

72,75

Hoejch Eilen. ....... 6Vt

62

Iile Bergbau ....... 1<

168

Klöcknerwcrke . ....... 7

55

-

55,5

57

Köln-Neucllen........7

68

ManncSmnttn.Rvlirea .... 7

63,75

-

64.13

65,5

Manet,1 der Bergbau . .... 7

Lberlchlci Eiienbevars . . . . 6

11,5

-

36

1 cberlckilel Not-werte.....7

I -

69

70,5

1 Phönix Bergbau .... S'/r

55,75

1 Rheinllche Braunkohlen . . IC

154

154,25

1 Rheinstahl ........

1 Ricbcck Montan......7,-

68

1 69,5

68

69

Hrankiun a. M.

Berlin

Schluß-

Schluß»

Ansa g«

hird

Kure

lurs

Kurs

Datum

13.2

14.2.

13.2.

14.2

Bereinigte Stahlwerke .

57,5

57,75

57,75

Otavt Minen......16'/,

32,5 |

33,4

33,25

Kaliwerke Aschersleben . . .

10

129,5

130

Kaliwerke Westeregeln . . .

10

137,5

138

-

Kaliwerke Salzdetfurth . . .

15

201,75

205

202,5

205,5

fl. G. Warben Industrie . . .

12

132

134

131,5

133,5

Dynamit Nobel......

6

65

64

Echeideanstalt.......

9

121

-

Goldschmidt .......

. b

38

37

Rütgerswerle..... .

. 6

45,4

47,5

45,75

46,75

Metallgelelllchasl......

. 8

68,5

69

Philipp Holzmmm.....

72.5

75

72,5

Zementwerk Heidelberg . .

10

70,25

-

Cemcntwerk Karlstadt. ...

10

93

Watch & Drehtag.....

. 8

75

43

Echullhels Patzenhoser . . .

15

»

165

166

Lstwerke.........

12

Aku...........

18

67

70

67,25

70

Bembcrg.........

14

57

57

60.5

RelKtofl Walddof .... 13'/,

93

90.5

92.5

HeNNosl Aichaslenburg . . .

12

70.25

72

_

Charlottenburger Waller . .

. 8

-

_

86,75

88

Testauer Mas......

. 9

-

110

111,13

Daimler Motoren.....

. O

23

22,5

23

Deullche Linoleum ....

e .

101,4

102,5

100,5

102

Maschinenbau A.-G- ....

. 0

31,5

31,75

Nal. Automobil .....

. o

Orenstein & Koppel ....

. 6

-

45

46

Leonhard Tietz ......

10

102

__

103,5

106,5

CvenLka.........

250

251

251,5

Nranksurter Maschinen . .

. 4

11,75

Oirihnet . ......

.

31

31

Heyligenstaedt ......

. 0

--

Iunghan»........

.

30,75

31,25

Lecknmrke. - .......

. i

82

83

Mainlraitwcrkc Höchst a. M..

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Miag .........

1(

63,5

Gebt. Roeder ......

10

Boigi & Haessner.....

.

\

Süddeutsche Zucker ....

10

122

120,5

l

Banknoten.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. M.

Berlin, 1Z Februar

Geld

Äries

Amertkani'che Noten......

4.192

4,212

Belgische Noten .......

58,38

58,62

Dbnilche Noten .......

112.18

112.62

Englische Noten........

20,38

20.46

ffronzchilche Noten.......

16,452

16.512

Holländische Noten.......

168,51

169,19

Italienische Noten........

22,00

22,08

Storwegiiche Noten.......

112,08

112,52

Deutsch-Oesterreich, 6 100 Schilling

58,92

59,16

OiumäniidK Noten.......

2,48

2,50

Schwedische Noten..... .

112,30

112,74

Schweizer Noten........

81.12

81,44

Spanische Noten........

40,87

41,03

Tschechoslowakische Noten.....

12.39

12,45

Ungarilche Noten ....

. 73,13

73,43

13.$c8niüi

14.Jebruai

Amtliche Notiemna

Amtliche Notierung

<»,ld

»rief

Geld

Ariel

Limit.» Rott

168.73

169,07

168,70

169,09

Blieii. Aires

1,326

58.54

1,330

1,327

1,331

Brss.-Äntw

58,66

58,54

58,66

Cliristiania.

112,41

112,63

112,41

112,63

Kopenhagen

112,47

112,67

112,42

112,64

Stockholm HelnngiorS. Italien. .

112.52

112,72

112,51

112,73

10.576

10.598

10,579

10,599

22.04

22,00

22,04

22,00

London. . .

20,423

20,463

20,421

20,461

Neunork . .

4,203

4,211

4,205

4,213

Paris.... Schweiz .. Spa kn . .

16,472

16,512

16,474

16,514

81,10

81,26

81,08

81,24

40,96

41 ,04

41.06

41,14

Japan - -

2,081

2,085

2,079

2,083

Nio de Jan

0,362

0,364

0,362

0,364

Wien in D- Oft. abgcst

59,045

59,165

59,08

59,20

Prag . .

12.44

12,46

12,443

12,463

Belirad .

7.399

7,413

7.399

7,413

Buoap.'st.

73,33

73,47

73,36

73,50

tont arten

3.042

3,048

3,042

3.048

Lissabon

18,86

18,90

18.85

18.89

Darum .

81,61

81,77

81,61

81,77

Konst uiin

1.784

1,789

1,784

1,789

91u.cn

5,445

5,455

5,445

5,455

Lanooa

4,202

4,210

4,203

4,211

Uvu uaö

2,887

2,893

2,887

2,893

Cairo .

20,935

20,975

20,535

20,975