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imposanteUkko-Pekka" mit dem silbergrauen Bart an den deutschen Heerführer und Reichspräsidenten. Die aufrechte militärische Haltung Hindenburgs hat er freilich nicht bewahrt. Seine ganze Arbeitskraft hat Svinhufvud für den Freiheitskampf Finnlands eingesetzt; vier Jahre lang war er unter der Zaren­herrschaft nach Sibirien verbannt. Auch auf Seiten der bürgerlichen Linken kann niemand ernstlich böse werden, wenn Svinhufvud gewählt wird. Doch er hat nie verstanden und nie danach getrachtet, allen nach dem Munde zu reden und sich überall beliebt zu machen. Obwohl aus altem finnlandschwedischem Adel und mit einer Schwedin verheiratet, hat der jetzige Ministerpräsident sich immer als finni­scher Nationalist bekannt. Trotzdem dürften sich auch viele schwedische Stimmen auf ihn ver­einigen, zumal die Schweden ja keinerlei Aussicht haben, einen eigenen Kandidaten durchbringen zu können und Svinhufvud im Sprachenkampf stets eine vermittelnde Stellung eingenommen hat.

Der Name S t a h l b e r g ist im vorigen Jahre durch die Entführung des Präsidentenpaares welt­bekannt geworden. AlsMann ohne Lachen" wird er in den Zeitungen gekennzeichnet. Die Lappo- bcwegung und alle nationalen Elemente des Lan­des lehnen Stahlberg entschieden ab; nur ein um berechenbarer Zufall könnte ihn zum zweiten Male zum Staatsoberhaupt machen obwohl feine Kandi­datur bei der Urwahl viel mehr Stimmen sammelte, als man erwartet hatte.

Die mächtige Agrarpartei hat offiziell den österbottnifchcn Bauern K a l l i o in Abstam-

Eenhundcrtzweeunachtzigdrerhundertundeensl" Hm!"

Ein kleiner Saal im Zentrum Berlins, wie für ein Liebhabertheater geschaffen: eine etwas er­höhte Bühne, ein Zuschauerraum mit Stuhl- rcihen und Stehplätzen. Atemlose Buhe, ge­spannteste Aufmertsamkeit in der dichten Menge. Werben dort oben die ergreifenden Worte eines Dichters gesprochen? Begibt sich eine packende Handlung? Bein, nur Zahlen sind zu hören: olle fünf Sekunden eine lange, sechsstellige Zahl. Aber sie ist manchem wichtiger und erregender als alle Dramen der Welt, sie bedeutet mehr für ihn als sämtliche Dichterworte von Homer bis Bert Brecht...

Wir sind im Ziehungssaal der Preu- hisch-Süddeutschen Klassenlotterie. Die Bühne wird von zwei Requisiten beherrscht, die in schnellem Tempo bedient werden wollen: es sind zwei drehbare trommeln mit gläsernen Wänden, die Lostrommel und die Ge­winntrommel, beide voll von kleinen Papier­röllchen. Sie stehen rechts und links an den beiden Enden eines langen Tisches, an dem drei Beamte sitzen. Der eine entnimmt der Lostrommel ein Röllchen nach dem andern und liest die auf­gedruckte Rümmer vor, der zweite holt zugleich ein Röllchen aus der Gewinntrommel, öffnet es und sagt meistens wenigstensHm!", der dritte bekommt von rechts und links die beiden Stückchen Papier und spießt sie auf eine lange Radel auf.

Der Sinn dieser Zeremonie ich nicht schwer zu erraten. Es werden die Gewinne einer Losklasse gezogen.Hm" heißt: das be­treffende Los hat den kleinsten Gewinn erhalten, es kommtmit dem Einsatz heraus". 01 nb die merkwürdige Aussprache des Bortesenden? Das i,st, wie uns gesagt wird, Tradition;eens" und ,'zwee" soll besser zu unterscheiden sein als £eins" undzwei". Seit jeher, wahrscheinlich schon seit dem Geburtsjahr der Klassenlotterie, 5'1794 werden diese Zahlen so ausgesprochen; sicher hat auch damals der gute alte Berliner Dialekt mit Pate gestanden!

Andächtig lauscht die versammelte Gemeinde auf die ausgerufenen Zahlen, auf dasHm!", das manchmal von einer aufregenderen Mitteilung abgelöst wiro: wenn ein Gewinnröllchen über zweehundert" oder noch mehr Mark gezogen wird. 51nd wer genug Geduld hak, erlebt auch d i e großen Sensationen die beiden Gewinne zu 500 000 und die beiden Prämien im gleichen Werte. Eine Sekunde lang herrscht dann auf der Bühne und imParkett" Mäuschenstille bis die Wogen der Erregung anschwcllen und die Stimme des Kontrollbeamten, der noch einmal Rümmer und Gewinn ansagt, mühsam durchzu­dringen versucht. Rach fünf Minuten hat lief) alles wieder beruhigt, man hat cs aufgegeben, im Gesicht des Rachbarn zu forschen, ob er etwa der glückliche Gewinner ist und die eintönige Litanei beginnt wieder:Eenhundert ..." Hin­ter den drei Männern am Tisch stehen drei Kon­trollbeamte, die auf ordnungsgemäßen Ablauf der Dinge zu achten haben; nach je hundert Losen werden die Rollen vertauscht, die Plätze an den Trommeln und hinter dem Tisch gewechselt, die Trommeln geschlossen und tüchtig gedreht, damit der Zufall unbeeinflußt walten kann. Unten an der Bühne sitzen sechs Schreiber vor großen Blättern, in die jede gezogene Rümmer eingetra­gen wird, wie ein phantastisches Ballett sieht es au^ wenn die Arme der sechs Schreiber gleich­zeitig über das Papier rutschen, um die Los­nummer an der dafür vorbestimmten Stelle ein­zutragen ...

Das Interessanteste in diesem Raum sind aber wenigstens für den, der kein Los in der Brief­tasche behütet - nicht die Zahlen, sondern d i e Menschen. Auf den Stühle.n sitzen Leute, die sichtlich hier ihren Tag verbringen und der gan­zen Ziehung bis zum Schluß beiwohnen. Mit Butterbrotpaketen beladen, stehen sie schon um acht Uhr vor dem Tor, um nur ja gute Plätze zu bekommen, und keine der vielen Borberei­tungen zur Ziehung entgeht ihrer Aufmerksamkeit. Besonders wichtig ist für sie auch das C i n - schütten der Lose in die Glücksräder; manche gehen vorher, wenn die Lose noch geordnet in ihren kleinen Drahtkästchen liegen, zu den Kon­trollbeamten und lassen sich ihre Rümmer her­ausnehmen und zeigen, um sicher zu sein, daß ihr Los auch mitgespielt wird! Dann sitzen sie out ihrem Platz, stunden- und stundenlang, und gönnen sich keine Minute frische Luft aus Angst, den großen Augenblick zu versäumen, da ihr Los den Treffer macht. Es sind sehr viel Frauen darunter, ein paar ältere und ärm­liche Männer, die sich Wohl das Geld für ein Achtellos vom Mund abgespart haben. Aber merkwürdigerweise sind auch eine ganze Anzahl von Menschen dabei, die gar kein Los be­

mung, Sprache und Denkweise Urtyp der finnischen Rasse als ihren Vertreter aufgestellt; eine Reihe von Wahlmännern haben sich ledoch bereits s ü r eine Wiederwahl des jetzigen Staats­präsidenten Relander ausgesprochen, der gleichfalls aus der Agrarpartei hervorgegangen ist. Außerhalb der eigenen Partei dürfte nur Relander imstande fein, die notwendige Unterstützung zu fin­den. Kallio muß im besonderen mit sachlich begrün« detern Widerstand von Seiten der schwedischen Minorität rechnen.

Die finnische Verfassung läßt die Möglichkeit offen, daß bei der Präsidentenwahl noch neue Kandi­daten ausgestellt und gewählt werden; u. a. sind der Reichsbankpräsident R y t i (liberal) und der Unioersitätskanzler S u o l a h t i genannt worden. In Wirklichkeit dürfte jedoch die letzte Entscheidung zwischen Svinhufvud und Relander stehen. Da die Lappobewegung in beiden Rechts­parteien starke Wurzeln besitzt, rechnen die natio­nalen Elemente Finnlands damit, mit Hilfe der Schweden Svinhufvud zum Staatsoberhaupt ma­chen zu können. Das Wort Lappo wirkt jedoch auf alle Linkskreise wie ein rotes Tuch und man wird dort alle Kräfte einsetzen, um die vermeintliche Lappodiktatur zu verhindern. Sollte Svinhufvud sich nicht durchsetzen können, wird die Agrarpartei sicher auf den jetzigen Staatspräsidenten" Relander zurückgreifen, dessen vorsichtige und taktvolle Amts­führung nirgends Anstoß erregt und auch außer­halb der eigenen Partei Sympathien erworben hat.

sitzen. Was führt sie her? Schwer zu sagen; die Hoffnung auf das Glück der anderen, die At­mosphäre des märchenhaften Schicksals, das hier waltet oder auch nur die warme Stube, die sie sich zu Hause nicht verschaffen können. Dann gibt es noch die flüchtigen Besucher, die schnell mal auf einen Sprung hereinkommen, ein paar Minuten lang, rind neugierig die Prozedur an- sehen: Arbeitslose, die vom Stempeln kommen, Geschäftsleute mit Aktenmappen, die der Weg ge­rade vorbeiführt, interessierte Loskäufer, die ein­mal sehen wollen, wie es hier eigentlich zugeht. 51nd alle, alle blicken sich rasch um, wenn cini hoher Gewinn gezogen worden ist: steht es nicht neben mir, das Glückskind? Aber alle Blicke sind vergeblich die ältesten Ziehungsbeamten können sich nicht daran erinnern, daß jemals einer der Gewinner zufällig anwesend war oder, selbst wenn er cs war, sich zu erkennen gab...

Das Glück des Lotteriegewinnes ist nämlich gar nicht so eindeutig, wie cs scheinen mag. Und wer es nicht geschickt zu verbergen versteht, wenn er eine große Summe gewonnen hat, der läuft Gefahr, daß ihm nicht viel davon übrig bleibt und ihm obendrein noch das Leben sauer gemacht wird! Zunächst einmal die lieben Rach - barn, bie Verwandten und Dekann- ten! Hat sich das sensationelle Gerücht erst ein­mal mit Windeseile verbreitet, bann kann sich ber unglückliche Gewinner nicht mehr retten vor der Flut von Besuchern, Bittstellern, alten und neuen Freunden, Bettelbriefen, Crfinbern mit Riesenprojekten, Agenten unb Heiratsanträgen. Deshalb sink» bie Lotterieeinnehmer von ihrer Direktion zur strengsten Verschwiegenheit ver­pflichtet, unb nur ber Gelbbriefträger ist eingeweiht in bas Glück des Gewinners, ber sich nun seinerseits vor allzu verräterischer Freube hüten muh. Dieser Gelbbriefträger spielt über­haupt eine große Rolle in ber Geschichte bes Großen Loses", bie uns ein Historiker noch schreiben müßte. Wie benehmen sich bie Menschen, wenn ihnen mehr ober minber unerwartet Reich­tum unb Glück in ben Schoß fallen wenn sie aus einem ärmlichen ober kläglichen Dasein plötz­lich hinaufgerissen werben in ben strahlenben Ab- Ö des Golbes? Gelbbriefträger, bie in plöh-

Freude abgeküßt werben, gibt es nicht nur in Romanen, l'onbem in Wirklichkeit; oft zerrt man ben Boten bes günstigen Zufalls in die gute Stube, bewirtet ihn festlich und dankt ihm so herzlich, als sei er der alleinige Urheber alles ®uten._ Letztes Jahr erhielt der Geldbriefträger, der 125 000 Mark zu überbringen hatte, von dem freudestrahlenden Gewinner 100 Mark als Trink­geld! Es war ein biederer Schlossermeister, ein Kriegsbeschädigter, ber seinem Beruf nicht mehr so recht nachgehen konnte. Jetzt hat er eine große Firma, sein Sohn studiert und seine Tochter be­kommt einmal einen schönen Batzen mit. Ein anderer Fall: ein blinder Dürstenhändlcr spielte ein Achtellos. Run besitzt er ein Auto, sein Sohn schoffiert, und der Blinde darf sich ein bißchen Lebensfreude gönnen. In letzter Minute machte ein Junglehrer fein Glück: gerade wollte er sich mit einem armen Mädchen verheiraten, als sie das Große Los gewann und plötzlich zurguten Partie" wurde. Vielfach werden große Gewinne imKollektiv" erzielt: 20 Arbeiter und Arbeite­rinnen machten vor drei Jahren zusammen auf ihr Los den Haupttreffer, und dieses Jahr hatten 30 Angestellte einer Elektrizitätsgesellschast das gleiche Glück.

Die Statistik soweit sie uns die Diskretion der Lotteriedirektion zugänglich machte zeigt, daß d a s Große Los m e i ft e n s den trifft, der e s gerade am nötigsten braucht, und daß die unbemittelteren Volksschichten den weitaus größten Anteil an Gewinnern stellen. Die letzten drei Jahre brachten folgende Gewinner des Haupttreffers: 8 Handwerker, 6 Gastwirte, 17 kleinere Beamte, 3 Vertreter, 4 Arbeitslose, 14 Angestellte, 10 Musiker, 5 Maschinenmeister, 7 Eisenbahner, 1 Photograph, 3 Buchhalter, 2 Hausfrauen, 4 Chauffeure, 2 Der- Käuferinnen, 2 Blinde; von beffergcfteUten Spielern gewannen das Große Los: 2 Fabrikbesitzer, 1 Land­gerichtsdirektor, 1 Redakteur, 7 Gemeindevorsteher, 2 Geschäftsinhaber.

Und doch ist diese Verteilung, die wie eine befon- bere Glücksbevorzugung der ärmeren Volksschichten oussicht, kein Zufall. Von den 800 000 Losen, denen 348 000 Gewinne einschließlich der Einsatzrück- gewinne im Betrage von 96 Millionen Mark ent­sprechen, werden 90 Prozent in eben diesen Volksschichtengespielt denn wer ohnehin Geld hat, hat wenig Interesse an der Gunst des Lotterieglücks. Das aber ist ein Punkt, der von den Gegnern des ftaatlichen ßotteriefpiels und es hat ernsthafte und scharfe Gegner als stärkstes Ar­gument benutzt wird: der Staat, so wird gesagt^ sollte sich schämen, gerade den Aermsten seiner Bür­ger das Geld aus der Tasche zu ziehen, die er jedem Privatmann streng verbietet; es wäre besser und

gescheiter, in deutschen Kurorten Spielsäle zu er­öffnen, in denen doch hauptsächlich Fremde oder Leute, denen es nicht viel ausmacht, ihr Geld ver­lieren würden. Vielleicht ist das aber ungerecht ge­dacht, und die Welt wäre ärmer, wenn jener glei­ßende Märchenstern nicht mehr glänzte am grauen Alltagshimmel das Große Los.

Oderheffen.

Lano.rc.s Netzen.

ch Aus dem Lumbatal, 12. Febr. In den letz.cn Wochen haben bie Preise für ( e 11 e Schweine eine star.e Senkung erfahren. Es werben zur Zeit nur 43 bis 50 Pf. |ür bas Pfund Lebendgewicht bezahlt. In allen Dörfern besteht vermehrtes Angebot. In Anoetracht der ungünstigen Preisverhättnisse werden viele Haus- sch.achtungen vorgenommen. Die Preise für er lei haben ebenfalls eine starke Senkung erfahren.

v. Londorf, 14. Febr. Der Reichsbahnschaffner Georg Hillgärtner, ber bts vor einigen Jah­ren an ber hiesigen Station Dienst tat, beging am 5.Februar das Jubiläum seiner 25jährigen Dienstzeit bei der Reichsbahn.

O Göbelnrod, 12. Febr. Unser Krieger- verein wurde im Jahre 1898 gegründet. Er be­steht mithin jetzt 33 Jahre. Während dieser langen Zeit wurde der Verein dauernd von seinem jetzigen 1. Vorsitzenden, Bürgermeister Weber, geleitet. Für seine verdienstvolle Tätigkeit wurde ihm nun am vorigen Samstag anläßlich eines Familienabends von Bezirksvorstehcr Lehrer Roth (Grünberg) das H a f f i a - E h r e n k r e u z überreicht. Der Geehrte dankte für die Auszeichnung unb versprach, auch weiterhin seine Kräfte in ben Dienst bes Vereins zu stellen.

t Grünberg, 12. Febr. Der hiesige Ob st­und Gartenbauverein hielt feine ordent­liche Hauptversammlung ab. Der Vor­sitzende, Assessor Dr. Böcher, erstattete zu­nächst den Jahresbericht, der einen Ueberblick über die Tätigkeit des Vereins, die sehr vielfäl­tig gewesen ist, gab. Reben der 51nterstühung der Mitglieder in praktischer Hinsicht wurde auf theoretischem Wege die Weiterbildung der Mit­glieder auf dem Gebiete des Obst- und Garten­baues durch Veranstaltung von Vorträgen ge­fördert. Der Tätigkeitsplan für das laufende Jahr sieht wiederum 3 bis 4 Vorträge vor. Für einen vom Vorstand geplanten probewcisen Anbau von neueren Gemüsesorten erklärte sich eine Anzahl Mitglieder bereit. Die Rechnungsablage hatte einen Ueberschuß aufzuweisen. Dem Rechner, Kaufmann Schweiß au th, wurde Entlastung erteilt. Der vom Vorstände ausgearbeitete Satzungsentwurf wurde ohne Aussprache ange­nommen. Der Jahresbeitrag wurde in der vor­jährigen Höhe belassen. Die Vorstandswahl ergab die Wiederwahl der bisherigen Vorstandsmitglie­der. Zu dem satzungsgemäh zu wählenden stellver­tretenden Vorsitzenden wurde Fabrikant Heinrich Schmidt lil. bestimmt. Sodann sprach Garten­bauarchitekt Schwarz, Gießen, überBlüten­stauden im Garten". An Hand von zum Teil farbigen und schönen Lichtbildern gab der Red­ner einen lieberblict über die Materie und ver­mittelte ben Zuhörern manche wertvolle Anre­gung. Der Vorsitzende dankte dem Redner in herzlichen Worten und schloß nach einer kurzen Aussprache die sehr anregend verlaufene Haupt­versammlung.

-/- Lich, 12. Febr. Der hiesige Frauenchor veranstaltete einen Unterhaltungsabend, dem eine besondere Rote zu eigen war. Eine Ouvertüre leitete den Abend ein, dessen Höhepunkt die Aufführung eines Singspieles von Abt darstellte, dem das MärchenAschenbrödel" zugrunde lag. Fräulein Lutz, Hungen, sang die Rolle des Aschenbrödels und zeigte eine ansprechende ge­sangliche Leistung. Die anderen Rollen wurden von Mitgliedern des Chores bestritten, die unter der Leitung von Fräulein Jäger die Auf­führung zu einem großen Erfolg werden liehen. Die Höhepunkte des Märchens toaren in wir­kungsvollen, von Fräul.in Weber geschaffenen Schattenbildern dargestcllt. Der Chor des Ver­eins bot im Laufe des Abends außerdem einige

Sonntag, 15. Februar.

7 von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15 von der Weihfrauenkirche, Frankfurt a. M.: Morgenfeier, veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche Frankfurt a. M. 9.30: Stunde des Chorgesangs. 10.30: Liederstunde. 11.30: Erlebte Geschichten: Das Postamt" von Ossip Kalenter. 12: Mittags­konzert. 14: Stunde des Landes 15: Stunde ber Jugend. 16 vom Kurhaus Wiesbaden: Karne­valistisches Konzert des Kurorchesters Wiesbaden. 18:Rheinische Charakterbilder: Freiligrath am Rhein", Vortrag von Dr. Harrs Hartmann, Elber­feld. 19. Konzert. 20.15: Paganini, Operette in drei Akten. 22.35: Tanzmusik.

Montag, 16. Februar.

7.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20:Welches Wahlsystem sichert am besten die parlamentarische Vertretung der Frauen?", Vor­trag von Dr. D. von Velsen, Heidelberg. 16 von Freiburg: Zwei Stunden Buntfunk. 18.15:Aus der Werkstatt der Opcrnschule am Hochschen Konservatorium", Dr. Herbert Graf und einige Schüler. 18 45:Grenzprobleme der saarländischen Kunst: Die hohe Kunst", Vortrag von Dr. Zim­mermann, Saarbrücken. 19.15 von Berlin; Zeit­bericht. 20: 220 Minuten Karnevals-Konzert. Rur Unterhaltung!

Dienstag, 17. Februar. .

6.45: Frühkonzert des Bläserquintetts 12: Schallplattenkonzert:Rheinisch" bevorzugt! 15.20: Haussrauen-Rachmittag. 16.30: Rachmit­tagskonzert. 18.15:Die Kartellreform", Vortrag von Dr. Danielcik, Darmstadt. 18.45:Lustiges und vorteilhaftes Rechnen", Vortrag von Dr. Karl Wenninger, Heppenheim a. d. B. 19.15 von Mannheim: Heiteres Bläserkonzert. 19 45: Lies­chen und Fritzchen, elsässisches Singspiel von I. Offenbach. 20.15: Vier Grotesken von Cami. 20.45: Wellenblech, zwei heitere Funkstunden. 23.15: Schlagerstunde

Mittwoch, 18. Februar.

7.15 von der Friedenskirche Frankfurt a. 22?.. Orgelkonzert. 10.20: Schulfunk. 12: Schallplatten­konzert 13.05: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15 20: Stunde der Ju­gend. 16 30: Rachmittagskonzert. 18.10;Radja", Oper von Eduard Künnecke, Einsührungsoortrag von Oberregisseur Fricderici anläßlich der Ur­

schöne Volkslieder und brachte auch ein Lustspiel zur Aufführung. Die Darbietungen fanden ver­dienten herzlichen Beifall.

-/- 2 i ch. 12e Febr. Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Geil hielt der Volksbil­dungsverein seine Hauptversammlung ab. Aach ber Begrüßung der Mitglieder und Gäste hielt S.iftspfarrer Draudt an Hand vorzüg­licher Lichtbilder einen Vortrag über .,Volks­charakter unb Baustil". Der Redner behandelte besonders den griechischen, gotischen und ben Barockstil und fand für seine Ausführungen eine dankbare Zuhörerschaft. Rach dem Vortrag erstattete der Vorsitzende einen Bericht über die Tätigkeit des Vereins in den letzten zwei Jahren. Der Verein hat über 150 Mitglieder und unter­hält eine Bibliothek von über 2000 Bänden. Rach Entlastung des Rechners und nach einer nötig gewordenen Qlenbcrung der Satzungen wurde die Vorstandswahl vorgenommen. Da Bürgerme.ster Geil wegen Arbeitsüberhäufung den Vorsitz niederlegen mußte, wurde Stifts- Pfarrer Draudt einstimmig zum Vorsitzenden gewählt. Weiler wurden Schrcinermeister Men­ges zum stellvertretenden Dorschenden, Kauf­mann Goldschmidt zum Rechner, Lehrer Meckel und Hild zu Schriftführern, Lehrer Schön und Postbeamter S ch ä f er zu Bibliothe­kare, Dentist Insel und Spenglcrineister Al- b o h n zu Beisitzern gewählt. Der"^7nusikalische Teil des Abends wurde vom Posaunenchor unter Leitung von Herrn Müller bestritten.

Rieder-Bessingen, 13. Febr. Der hie­sige Gemischte Chor veranstaltete seinen ersten Unterhaltungsabend. Der Verein hat cs sich unter der Leitung von Lehrer Hinkel zur Ausgabe gemacht, nur gute Liedmusik zu pflegen. Das Programm brachte neben Volksliedern für gemischten und Fraucnchor auch ein Volkslieder­spiel. Außerdem gelangten neben einem Puppen­tanz zwei Schwänke zur Aufführung. Die Dar­bietungen wurden mit großem Beifall ausgenom­men. Stunden fröhlicher Geselligkeit beschlossen ben Abend.

s. Trais-Horloff, 13. Febr. Unter großer Beteiligung der Gemeinde wurde der Bürger­meister R u d l o f zu Grabe getragen. Pfarrer Dock (Hungen) hielt die Grabrede. Beigeordneter Otto Raab legte einen Kranz für die Gemeinde nieder und hob die großen Verdienste des Ver- ftiorbenen um die Gemeinde fcmor. Weitere Kranzniederlegungen fanden statt für den Krie­ge rüerein durch dessen Präsidenten, jen Veteran Georg 23lei, für ben Turnverein durch Friedrich Wilhelm Kraft, für den Radfahrerverein durch Karl F r i h g e s, für den Schulvorstand durch Lehrer Wahl, für die Bürgermeister des Kreises Gießen durch Bürgermeister Fendt (Hungen), für die Sozialdemokratische Ortsgruppe durch Karl B a u m b a ch, für ihre Bezirksleitung durch Parteisekretär Häuser (Gießen), für dieHessische Bauernschaft durch Schreiner Blei. Der 23er- storbene war sieben Jahre Bürgermeister und 31 Jahre Gemeinderatsmitglied.

Kreis Schotten.

* Groß-Eichen, 12. Febr. In dem Bericht über bie Versammlung bes VfR. Groß-Eichen mußte ber Name bes Vorsitzenben Ernst Rühl lauten.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

co Hörnsheim, 12. Febr. In ber Sitzung des Gemein berats wurde über bie Vergebung des Wusserleitungs b a u e s verhandelt. Der Zu­schlag würbe ben Bauunternehmern Zöller (Dorn­holzhausen) unb Gümbel (Hörnsheim) auf ihr An­gebot von 28 643 RM. erteilt. Den Unternehmern ist bie Verpflichtung auferlegt, baß sie bei dem Bau nur ortseingesessene Arbeiter beschäftigen unb auch bie erforberlichen Fuhrleistungen durch Fuhrwerks­besitzer aus dem Orte ausführen lassen. Mit dem Bau soll in Kürze begonnen werden. Zur Finanzierung des Wasserleitungsbaues soll eine Anleihe von 35 000 RM. ausgenommen werben. Der ©emeinberat be­schloß, von einem vorliegenben entsprechenben An­gebot ber Lanbesbank Gebrauch zu machen.

aufführung am Kasseler Staatstheater. 18.20: Theodor Acrcbürgcr", Vortrag von Geheimrat Dr. Ludwig Rosenmeycr. 18.45:Der Kalerrder als Zeitspicgel II", Vortrag von Ernst Franzscph. 19.15:Adagio bis Allegro", eine musikalische Plauderei von Gustav Görlich. 19.45: Heinrich Heine, ein Hörspiel von Hemnann Wendel. 21: Meister des Rokoko.

Donnerstag, 19. Februar.

9 von Köln: Schulfunk. 11:Eine Unterrichts­stunde über neuzeitlichen Frühkartoffelbau aus der Landwirtschastsschule Hof Geisberg in Wies­baden. 12: Schallplattenkonzert. 13.05 von Köln: Mittagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30; Rachmittagskonzert. 18.05: Zeitfragen. 18.25: Frau Rat Goethe und ihre 25klt, Vorlesung von Dr. Alfons Paquet aus seinem neuen Buch. 18.50:Poincare", Vortrag von Dr. Friedrich Sieburg. 19 20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Unterhaltungskonzert. 20.10: Armin-Knab- Stunde. 21.10: Der Wunderdoktor, Hörspiel. 22.45: Tanzmusik.

Freitag, 20. Februar.

7.15 von Luna°Lichtspiele: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Erziehung und Bil­dung. 16.30: Rachmittagskonzert. 18.45: Eine Viertelstunde Deutsch. 19 15: Schweizer Jodel- Trio, Frey-Bernhardsgrütter singt. 20.15: Wer nicht liebt Wein, Weib, Gesang...! 21.15: Kon­zert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.35: Unterhaltungsmusik.

Samstag, 21. Februar.

7.15 nach Köln: Blas°Ko zert. 1023: Schu'f nk. 12. Schallplattenkonzert. 13.uj von Köln: Mck- tagskonzert des Orchesters des Westdeutschen Rundfunks. 15.20: Stunde ber Jugend. 16.30: Rachmittagslonzert. 18 05:Wohlfah.tspf ege u.ti) Dildungsarbeik, Vortrag von Ilse Pheiß. 18.30: Frau Rat Goethe erzieht ihren Sohn", Vortrag von Dr. Eugenie Schwarzwald. 18.55:3m eng­lischen Dergarbciterdorf", Vortrag von Professor de Man. 19 25: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Frau Aja, Hörszenen aus ihrem-Leben. 21.15 vom Palmengarten: Der geplatzte Rund­funk, ein bunter Abend. 22 aus der Stadthalls Stuttgart: 5. Stuttgarter Hallensportsest. 23 von Budapest: Zigeunermusik.

Die Jagd nach dem Großen Los.

3m Ziehungssaat der Preußisch-Süddeutschen Ktaffenlotterie.

Don Egon Larfen

Rundfunkprogramm.