Ausgabe 
13.8.1931
 
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MAGGIs Rheinische Suppe (mit Karotten) MAGGIs Legierte Suppe m.Gemüse

________ die auch Jhnen gut schmecken werden

Oberheffen.

Schottener Sommermarkt 4931.

§ Schotten, 12. Slug. Der diesjährige Schotte- ner Sommermarkt hatte unter der schweren, wirt- schaftlichen Not und außerdem unter der ungünstigen Witterung zu leiden. Am Montag waren etwa 120 Pferde und 80 Fohlen aufgetrieben. Der Verkauf der Pferde ging etwas schleppend, der Verkauf der Fohlen war flotter. An Rindvieh waren etwa 180 Stück Großvieh und 80 Stück Kleinvieh aufgetrieben worden, darunter auch mehrere schöne Vogelsberger Bullen. Der Verkauf des Rindviehes vollzog^ sich flott. Gegenüber den früheren Auftrieben zum Som­mermarkt in den Vorkriegsjahren (der oft mehrere tausend Stück betrug) ist der Viehauftrieb sehr zu­rückgegangen. An Ständen, Verkaufsbuden, Schau­buden usw. war dagegen eine große Zahl aufgestellt; mehr als jemals in früheren Jahren. Die Schloß- und die Marktstraße hat nicht ausgereicht, es muhten auch die Seitenstraßen noch hinzugenommen wer­den. Karussell, Affentheater, Kasperletheater, Schieß­buden und dql. sorgten für Unterhaltung. Eine große Zahl Marktbesucher war anwesend^ Am Dienstag fand in der Turnhalle das übliche Som­mermarktskasino statt, das zugleich mit einer Verfassungsfeier verbunden war. Das Phil­harmonische Orchester unter Leitung von Dr. Se u- l i n g gab gute Musik zum Besten. Fräulein Hedwig Ulrich- Schotten sang einige schöne Lieder. Rektor Reiber, M.d. L., hielt die Festrede. Die Feier nahm einen würdigen Verlauf. Am heutigen Mitt- woch fand der S ch w e i n e m a r k t statt. Aufgetrie- den waren etwa 550 Ferkel, 50 Läufer und 50 Ein­leger. Die Preise bewegten sich für Ferkel bis 6 Wo­chen zwischen 12 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen 15 bis 22 Mark, 8 bis 13 Wochen 23 bis 36 Mark. Läufer und Einleger kosteten 35 bis 48 Mark. Der Geschäftsgang war anfangs etwas schleppend. In den verschiedenen Lokalen der Stadt herrschte heute großer Betrieb.

Hessische Bauvereine tagen in Friedberg

WEN. Friedberg, 12. Aug. Der Verband der Dauvereine in Hessen hielt am Sonntagvor­mittag eine gutbesuchte Tagung ab. Nach De- grußungsworten des Derbandsvorsitzenden Mini­sterialrat Klump (Darmstadt) hielt Oberregie­rungsrat Kadel (Landesfinan^amt Darmstadt) einen Vortrag überDie neue Einheitsbewertung sür den bebauten Grundbesitz", in der er die Grundsätze der neuen Einheitsbe- wertung in Hessen darlegte und u. a. zeigte, wie die neuen Einheitssätze aus der Rohmiete mit Hilfe sogenannter Rormalsätze festgestellt werden. Aus dem Geschäftsbericht, den hierauf der Vor­sitzende erstattete, ging hervor, daß sich die ge­meinnützige Bautätigkeit infolge der starken Kür­zung der verbilligten Vaudarlehen in bescheidenen Grenzen gehalten habe. Don den 1930 in Hessen erbauten 5400 Wohnungen seien 1140 auf ge­meinnütziger Grundlage erstellt worden. Der Ver­band umfaßte am 1. Januar 1931 rund 50 Ver­bandsmitglieder mit 7400 Einzelmitgliedern. Der- bandsrevisor £ e r gen (Darmstadt) erstattete den Revisionsbericht. 3m abgelaufenen Jahre wurden 26 ordentliche und vier außerordentliche Revi­sionen durchgesührt. An Stelle von Ministerialrat Klump, der sein Amt als Vorsitzender nirder- legte, wurde Rechtsanwalt Dr. R e u s ch ä f f e r (Darmstadt) zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Landkreis Gießen.

g. Klein-Linden, 12. Aug. 3n der jüng­sten Gemeinderatssitzung machte der Bürgermeister zunächst davon Mitteilung, daß die -Beigeordneten-Stichwahl auf Sonn­tag, 16. August, festgesetzt ist. Der Gemeinderat l stimmte den durch ministerielle Verordnung fest- . gesetzten Erleichterungen auf dem Ge­biete der Sondergebäude ft euer zu, wenn die Einspruchsfrist eingehalten wird. Die Brücke am Lahnweg, die seither mit Holzbelag versehen war, soll aus Beton neu hergerichtet werden. Die Ausführung wurde Maurermeister Karl Jung 11. dahier zum Voranschlagspreis von 287 Mk. übertragen. Don dem Abschluß einer Schülerversicherung soll Abstand genommen werden. Hinsichtlich der Freistellung der vor dem 1. April 1931 bezugsfertig gewor­denen Wohngebäude von der Gemeindegrund­steuer schloß sich der Gemeinderat dem Dorgehen des Hessischen Finanzministers an. Für diese Ge­bäude ist also die Steuer für die nächsten 5 Jahre erlassen. Bezüglich der Installationsarbeiten in den Gemeindegebäuden wurde eine nachträgliche Mehrforderung in Höhe von etwa 700 Mk. für die Durchführung von Arbeiten, die im Doran­schlag nicht vorgesehen waren, genehmigt.

V Watzenborn - Steinberg, 12. August. Am vergangenen Sonntag fand im Gottesdienst die We i he des Wimpels für unsere Mäd­chenvereinigung statt. Auf dem von Linden beschatteten Kirchrnplah versammelte sich eine zahlreiche Gemeinde. Rach gemeinsamem Gesang, nach der Weiherede und dem Weihespruch des Pfarrers schloß die junge Schar sich um ihr Der- einszeichen im Kreise zusammen mit dem Dundes- liedeKein schöner Land". Mit demVater unser" und dem Segen schloß die Feierstunde.

s. Beuern, 12. Aug. Tie hiesige Zweig­zigarrenfabrik der Firma Roll, die seit­her ihre gesamte Belegschaft voll beschäftigen konnte, sieht sich genötigt, von dieser Woche ab Kurzarbeit einzuführen. Montag und Sams­tag wird nicht gearbeitet, an den übrigen vier Wochentagen je neun Stunden. Auf diese Weise werden Entlassungen vermieden.

+ (8rünberg,12.Aug. Für die Wabl eines Beigeordneten, die auf den 30. August an- beraumt Ht, sind drei Bewerber vorhanden, die sämt­lich dem Gemeinderat angehören. Es sind dies Metz- aermeister Karl B ö ß, der gemeinsame Kandidat des Landbundes und der Mittelstandsoereinigung, ferner Fabrikant Karl Repp und Bahnassistent Ernst S ch e l l h a a s.

= Aus der Wetterau, 12. Aug. Der Sch nitt des Getreides ist beendet. Die Winterfrucht ist bereits eingefahren oder wird ge­

genwärtig auf dem Felde gedroschen. Trotzdem die Witterung des Iahres als günstig zu bezeichnen ist, ist der Körnerertrag nur gut mittet. Das regnerische Wetter fördert den Wuchs der Hack­früchte ungemein. Die Kartoffeln lassen eine Re­kordernte erwarten, auch Dickwurz stehen präch­tig. Der Futtermittelüberfluß macht sich durch starke Milchanlieferung zu den Molkereien be­merkbar. Infolgedessen wurde der M i l ch p r e i s neuerdings von 13 auf 12 Pf. je Liter ermäßigt.

Kreis Büdingen.

ow. Unter - Widdersheim, 12. August. Ein tragisches Ende fand am Sonntag der 78iäh- rige frühere Weißbindermeister Philipp Karl Schäfer von hier. Er wurde nach 18 Uhr t o t im Dvrfbach gefunden. Anscheinend hat sich der alte Mann an abschüssiger Uferstelle zum Ausruhen niedergesetzt, ist in das Wasser gefallen und ertrunken. _

--- Aus dem Riddatal, 12. Aug. In den hochgelegenen Teilen des Vogelsberges, in denen sich die Heuernte sehr lange hinzog, bereitet das Einbringen der Fruchternte infolge der Unbeständigkeit der Witterung groheSchwie- tigfeiten. In vielen Gemarkungen ist nur das Korn in den Scheunen. Am Rande des Gebirges sind die Fruchtfelder zum größten Teil geräumt Rur vereinzelt trifft man noch Fruchthaufen in den Gemarkungsteilen.

Kreis Schotten.

Schotten, 12. Aug. Das Kreisamt hat eine Polizeiverordnung erlassen, die der zunehmenden Verschandelung des Land­schaftsbildes durch Anbringen von Re­klameschildern entgegenwirken soll. Sie ver­bietet das Anbringen oder Aufstellen von Schil­dern, Aufschriften und Abbildungen für Werbe­zwecke außerhalb der geschlossenen Ortschaften. Vorhandene Reklametafeln müssen entfernt wer­den. Auch innerhalb der Ortschaften dürfen an öffentlichen Straßen, Plätzen oder Wegen keine Schilder angebracht werden, die für das land­schaftliche Bild mißständig erscheinen oder die vorhandenen Verkehrszeichen verdecken.

lOber-Lais. 12. Aug. Die hiesige Feld- Bereinigung, für deren Zurückstellung zeit­weise sehr lebhaft gekämpft wurde, kommt nun doch zur Durchführung. Man hofft, dabei die Wohlfahrtserwerbslosen beschäftigen zu können. Daneben müssen allerdings große Teile der nö­tigen Arbeiten im Wege des freiwilligen Arbeitsdienstes der Grundbesitzer durch­geführt werden, da andernfalls die finanzielle Be­lastung des einzelnen zu groß werden würde. Als erste Arbeit soll die Geradelegung des Laisbaches vorgenommen werden, die unbe­dingt erforderlich ist, um Ueberschwemmungen vor­zubeugen.

Hartmannshain, 11. Aug. Bei der Kleinbahn Wächtersbach Birstein Hartmannshain (Vogelsberger Südbahn) AG., Gelnhausen, wurden neu in den Aufsichts­rat gewählt Reichsbahndirektionsvizepräsident Dr. Fr. Haas- Frankfurt a. M., Oberregierungsrat W. Vogler- Kassel und Geh. Oberbaurat I. G e i b e l - Darmstadt.

Kreis Alsfeld.

»-»Alsfeld, 12. Aug. In der Stadt­vorst andssihung vom Montag befaßte man sich nochmals mit dem erst in der letzten Sitzung behandelten Gegenstand der Erbauung einer Kläranlage für die städtische Ge - samtkanalisativn. Der vor kurzem abge­schlossene Rachtragsvertrag mit der Firma Deutsche Abwässer-Reimgungsgefellschaft, Städte­reinigung Wiesbaden, und dem Unternehmer Reuß (Friedberg), der die Finanzierung des Bauvorhabens sicherstellte, muhte einer Abände­rung unterzogen werden, da die ausführende Fir­ma im Hinblick auf die inzwischen erfolgte Er­höhung des Reichsbankdiskontsatzes auf 15 Pro­zent einer Aendernrng der Bedingungen hinsicht­lich der Stundung der Dertragssumme wünschte. Die vorgeschlagene Abänderung wurde genehmigt, so daß nunmehr die begonnenen Arbeiten fortge­setzt werden können. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 48 000 Mark. Die Anlage soll noch im Laufe des Herbstes fertiggestellt werden. Die Ar­beiten werden hauptsächlich unter Zuhilfenahme von Wohlfahrtserwerbslosen ausgeführt.

Rheinhessen.

TU. Mainz, 12. Aug. In den Abendstunden des Dienstags wurde das Gebäude der sozial­demokratischenVolkszeitung" mit Hakenkreuzen bemalt. Drei aus den Fenstern hängende schwarz- rot-goldene Fahnen wurden abgerissen. Auch in der Gerichtstraße versuchten Kommunisten am Gewerkschaftshaus die Reichsflaggen herunterzu­holen. wurden aber von der Polizei daran ge­hindert. In Gau-Odernheim kam es zwi­schen Reichsbannerleuten und Äationalsozialisten zu einem blutigen Zusammenstoß, bei dem auch geschossen wurde. Sieben Personen wurden schwer verletzt. Ein aus Mainz herbeigerufenes Ueber- fallkommando verhaftete fünf Personen, in deren Besitz man Schußwaffen und Mu­nition fand. Sie wurden ins Landgerichtsgefäng­nis Mainz eingeliefert. Die Untersuchung über diese Vorfälle ist noch im Gange.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

WSN. Wetzlar, 12. Aug. In den Morgenstun­den des Mittwoch brach im Hinterhaus einer in der Altstadt gelegenen Schneiderwerkstatt ein Feuer aus, das den Dachstuhl des Hauses in Asche legte und große Waren- und Stoffvorräte vernichtete. Da sich der Brandherd inmitten eines Komplexes uralter und äußerst feuergefähr­licher Häuser befand, entstand ein außerordent­liches Gefahrenmoment, das die Feuer­wehr nur durch äußerste Maßnahmen beseitigen konnte. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt.

WSN. Wetzlar, 12. Aug. Beim Abmarsch des Reichsbanners von der Verfassungsfeier

wurde der Reichsbannerzug durch beleidigende Zwischenrufe von politischen Gegnern provoziert. Es entwickelte sich, ehe die den Zug begleiten­den Polizeibeamten eingreifen konnten, eine schwere Schlägerei. Ein einer Rechtspartei angehörender junger Mann erhielt einen tiefen Messerstich und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Der Verletzte wurde, als er zusammen­brach, von einem Polizeibeamten in einen Haus­flur geschafft. Die erregte Menge drängte nach und riß von dem Treppengeländer Stangen her­aus, die als Waffen benutzt wurden. Dabei gab es noch mehrere Verletzte. Das Ueber- fallkrmmando sperrte die angrenzenden Straßen- züge ab und sicherte den Weitermarsch des Zuges. Gegen 21 Uhr war die Ruhe in der Stadt wieder­hergestellt.

Kreis Biedenkopf.

T Waldgirmes, 12. Aug. In der Nacht zum Montag ereignete sich auf der Straße zwi­schen Naunheim und Waldgirmes ein Un- gl ü ck s f a 5l. Ein Kraftwagen, der aus der Richtung von Naunheim kam und einschließlich des Kraftwagenführers von drei Personen be­setzt war, kippte in einer Kurve um. Alle drei Insassen erlitten Verletzungen. Die beiden Fahrgäste Heinrich Gaus und Adolf Hoff­mann aus Waldgirmes, bzw. Bieber, muhten nach der Gießener Chirurgischen Klinik gebracht werden. Heinrich Gaus erlitt einen Unter­schenkelbruch, Adolf Hoffmann trug einen Oberschenkelbruch davon.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 12. Aug. Als ein Kaufmann aus der Feuerbachstraße am Dienstag von seinem Urlaub zurückkehrte, mußte er feststellen, daß Einbrecher während seiner Abwesenheit seiner Wohnung einen Besuch abgestattet hatten. Die Tür war mittels eines Nachschlüssels geöffnet worden. Die Diebe hatten eine fachmännische Aus­wahl unter dem Schmuck getroffen und unter Bei­seitelassung aller anderen Dinge für 9000 Mark Schmucksachen mitgenommen. Unter dem gestohlenen Schniuck befindet sich auch ein Kollier im Werte von 6000 Mark.

Kombinierter

Reichsbahn-Krastpost-Betrieb.

Nach dem zwischen der Deutschen Reichsbahn- GeseUschaft und der Deutschen Reichspost am 1. Juni v. I. in Kraft getretenen Abkommen über den Gemeinschaftsbetrieb sind im Bereich des Reichsbahnbeauftragten für das Kvaftfahrwesen für die Direktionsbezirke Frankfurt a. M., Köln, Karlsruhe, Stuttgart, Trier und teilweise Wuppertal im Benehmen mit der Kraftpost- Betriebsleitung Südwest in Frankfurt a. M. eine Reihe von Vereinbarungen zustandegekommen, die eine begrüßenswerte Erleichterung des Ausflugs­verkehrs bringen. Im Anschluß an bestehende Reichsbahnverbindungen wurden für die haupt­sächlichsten Ausflugstage der Woche, Mittwoch, Samstag und Sonntag, Postkraftverbindungen nach besonders beliebten Ausflugspunkten ein­gerichtet, ebenso auch für die Rückfahrt. Dke Fahrkarten für diese Kraftpoststrecken sind er­mäßigt, sie werden bei den Fahrkartenausgaben der Reichsbahn ausgegeben. Eine weitere vorteil­hafte Vereinbarung besteht darin, daß das Ge­päck nach den Postanstalten dieser Kraftpostlinien durchgehend abgefertigt wird. Diese Postanstalten geben auch umgekehrt Fahrkarten für die Reichs­bahnstrecken aus und fertigen das Gepäck eben­falls durchgehend ab.

Reichsbahn schafft DezirkSnehkarten.

Wie WSN. erfährt, wird die Deutsche Reichs­bahn in der nächsten Zeit, vielleicht schon zum 1. September, die sog. DezirkSnehkarten einführen. Man ist zur Zeit mit der Abgrenzung der dafür besonders zu schaffenden Bezirke beschäftigt. Grundsätzliche Bedenken dürften nicht mehr be­stehen.

Zeitschriften.

Wie ist eine so verbreitete Gegnerschaft gegen eine so geistvolle und viele neue Erkennt­nisse vermittelnde wissenschaftliche Richtung ent­standen, wie sie die Psychoanalyse darstellt? Man muh den Aufsatz von Professor Aschaffenburg, dem Kölner Psychiater, überPsychoanalyse und Strafrecht" in dem neuen SonderheftGegen Psychoanalyse" derSüddeutschen Mo­natshefte" lesen, um die Verzweiflung und Fassungslosigkeit zu begreifen, mit der gerade manche heiß bemühten wisfenschastlichen Kreise bestimmten unleidlichen lleberfteigerungen der psychoanalytischen Lehre gegenüberstehen. Das Heft wendet sich nicht gegen die neuen Erkennt­nisse, wie wir ihr auch nach Auffassung dieser Monatsschrift auf einem genau umgrenzten Ge­biet zweifellos verdanken, aber es wendet sich da gegen sie wo sie beansprucht, über Dinge zu urteilen, die ihr nicht zugänglich sind.

Das Augustheft derZeitwende" (C.H. Beck. München) bringt einen Essay über Reichs­freiherrn Karl vom Stein von Tim Klein, ein scharf herausgemeißeltes Bild des großen Staats­mannes. Um ein niedergebeugtes Volk am Bilde seiner großen Vergangenheit wieder aufzurich- ten, gibt uns Alexander Cartellieri einen knappen Ueberblick über denHöhepunkt des alten deut­schen Kaisertums", dessen das Abendland be­herrschende innere und äußere Machtstellung er um das Iahr 1000 unter Heinrich III. erreicht sieht. Neben diesen historischen Beiträgen bietet das Heft eine Einführung in eines der gewaltigsten Dichtungen der Weltliteratur: das Buch Hiob. Mit geschickter Hand führt uns Mat­thias Simon zum innersten Verständnis dieses Menschheitsbuches. Fritz Hauh schildert in einem fesselnden Reisebericht Bilder aus den deutschen Siedlungen in Süd-Bessarabien. Iohan Falk- bergetsSiri", Erzählung aus dem norwegischen Bergbaugebiet des 17. Jahrhunderts, wird fort­gesetzt. Hingewiesen sei noch auf Karl Simons

aufschlußreichen Aussatz über die Nazarener und Oskar Langs Randbemerkung über den Maler Otto Wirsching, aus dessen Werken das Heft zwei Bilder darbietet.

Im Augustheft desKunstwarts" (Ver­lag G. D. W. Callwey, München) ist ein breiter Raum dem Dichter Hermann Burte, dem Kleist- preisträger von 1912 und Schillerpreisträger von 1927, gewidmet; ein Aufsatz von Kurt Martin würdigt die wenig bekannte Doppelbegabung Burtes, der als Dichter und daneben auch als Maler und Zeichner gestaltet; von seinem bild- künstlerischen Schaffen geben die Reproduktionen nach Gemälden und Federzeichnungen sympathische und überzeugende Proben; hingegen scheint der Dichter desWiltfeber" und des kraftvollen preußischen SchauspielsKatte" in feiner lyrischen Produktion doch wohl überschätzt zu werden. Der beigegebene Derlagsprospekt zitiert sehr rühmende Aeußerungen Rilkes über einiges aus dem BandUrsula", doch vermögen die im vorliegen­den Heft abgedruckten, z. T. sehr schwachen Ge­dichte dieses sicherlich gewichtige Urteil kaum zu rechtfertigen. Aus dem übrigen Inhalt scheinen besonders lesenswert einBlick auf das Theater" von Franz Graeher; ferner Briefs Jacob Burck- hardts; dieChronik des Films"; und die tultur* kritischen Miszellen aus der Tagespresse.

Aus alter Wett.

Am Skilfser-Ioch verunglückt.

Eine Gruppe deutscher Touristen, die von Prato dello Stelvio aus einen Aufstieg auf den Monte Livrio im Stilfser Ioch (3174 Meter hoch) unter­nommen hatte, wurde Zeuge eines ungewöhn­lichen ' Unglücksfalles. Der Eisenbahninspektor Eugen A u p p e l aus Stuttgart, der zusammen mit dem Münchener Ingenieur Hermann Hu­ber vorausgegangen war, fand während des Aufstiegs einÄrtilleriegefchoß. Er wollte es aufheben und in eine Schlucht schleudern, als das Geschoß explodierte. Ein Splitter drang Huber in die Brust. Auf die Detonation hin eilte der übrige Teil der Gesellschaft herbei und fand Huber in feinem Blut liegen, während Aup- pel die Besinnung verloren hatte. Auf einer not­dürftig hergerichteten Tragbahre wurde Huber talwärts gebracht und in das Krankenhaus von Mals im oberen Dintschgau eingeliefert, wo die Aerzte feststeUten, daß Huber die Lunge durch­schlagen worden war. Er schwebt in Lebens­gefahr. '

Kunst und Wissenschaft.

15 000-Mark-Novellen-Preis.

Zur Linderung der Not des deutschen Schrifb tums hat die Monatsschriftdie neue l i n i e" (Beyer-Verlag, Leipzig) einen Preis von 15 000Mk. ausgesetzt. Der Preis soll auf die Dauer von fünf Jahren jährlich in Höhe von 3000 Mark zur Ver­teilung kommen. Die Ausschreibung erfolgt alljähr­lich für ein bestimmtes Novellenthema, das für das kommende Jahr noch bekanntgegeben wird. Der Jury gehören an: Dr. Paul Fechter, Berlin; Dr. Alfons Paquet, Frankfurt a. M.; Frau Helene v. Nosti tz, Berlin; Dr. Wilhelm von Scholz, Berlin; Dr. Bruno E. Werner, Berlin. Die näheren Bedingungen wird das Septemberheft der neuen linie" enthalten.

Neuerscheinungen im Propyläen-Verlag.

Der Propyläen-Verlag in Berlin gibt jetzt fein Herbstprogramm bekannt. Es enthält il a. die folgenden wichtigen Neuerscheinungen: Pro­pyläen-Weltgeschichte: Das Zeitalter des Absolutismus. Dies ist der 6. Band des neuen großen von Professor Dr. Walter Goetz, Leip­zig, herausgegebenen Verlagsunternehmens, in dem zum erstenmal der Versuch gemacht wird, das Weltgeschehen aus dem Blickfeld des20.Jahr- hunderts darzustellen. Propyläen-Kunst­geschichte: Die Geschichte des Porzellans in Europa. Nach Abschluß seiner 16bänbigen Kunst­geschichte ist der Verlag dazu übergegangen, Teil­gebiete der Kunst in Einzeldarstellungen zu be­handeln. DerBaukunst des Möbels", derGe­schichte der graphischen Kunst" folgt dieser vom Direktor des Münchener Residenzmuseums Fried­rich Hofmann noch kurz vor feinem Tode vollendete Band, in dem eine Lebensarbeit zu- fammengefaht ist. Propyläen-Gesamt­ausgaben: Allen Stürmen der Kriegs- und Nachkriegszeit zum Trotz gelangen mit dem 45. (Register-) Band der große Propyläen- Go ethe, und mit dem 12. Band Turgen­jews Werke zum Abschluß. Propyläen- Romane:Nippernaht und die Jahreszeiten". Mit diesem Buch wird der estnische Dichter Aug. G a i l i t in Deutschland eingeführt. Der Held des Romans entflieht, den Menschen Hamsuns ähnlich, aufs Land, um in Natur und primitivem Liebeserleben wieder zu gesunden. Unzählige in die Geschichte verwobene Volksmärchen geben ihr eine eigenartige und poetische Farbe.

Verantwortlich für Lokales: i. V. H. L. Neuner.

Line Bereicherung des Küchenzettels bringt die Maggi-Gesellschaft mit ihren beiden neuen Suppen­sorten: Rheinische (grüne Erbsen mit Karotten) und Legierte mit Gemüse. Wer Freund einer guten Suppe ist, sollte diese beiden Sorten probieren: Wie alle Magg'i-Suppen schmecken auch sie vorzüglich. 5303D

EINE GANZ ÜBERRASCHEND SCHMERZSTILLENDE

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