Ausgabe 
13.8.1931
 
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.tixxnx« 1^4)nxnuunD(1 J>o7Din\ 4*n Xnx* p*i er als Infanterie-Offizier mttgemacht. Er ist verwendet und mit dem KriegSkrcuz ausgezeich­net morden. Er ist auch Offizier der Ehrenle­gion. Aach dem Kriege gründete er eine toirt- schaftliche Studien- und Aachrichtcngeiellfchaft, deren tägliche Bericht« in Frankreich txm Banken und großen Wirtschaftsorganisationen vielsach be­nutzt werden. 3m Jahre 1924 wurde Poncet m Paris zum Abgeordneten gewählt. Seit dieser Zeit hat er der Kammer angehört und war verschiedentlich Staatssekretär. Zuletzt war er UnterstaatSlekretär de« Ministerpräsidium« und Wirtschaftsministerium« und er hat in dieser Sigenschast an allen Sitzungen der lettzen Mo­nate m Pari-, London usw teilgenommen. Pon­cet ist verheiratet und hat vier Kinder. Er hat eine große und schnell« Karriere gemacht und güt in Frankreich als einer der kommenden Männer.

wurde betont daß Einsparungen von nur em paar Millionen keinen Zweck hätten, sondern daß zum mindesten auf eine Ersparnis von 8 »ei Milliarden Mark hingezielt werden mutzte.

Frankreichs neuer Botschafter in Berlin.

^raupne Poncet, der kommende Mann

Berlin. 13. Äug. (TU.) An Stelle deS bis­herigen Botschafter« d« M ärgert«, der seit 1922 die französische Republik in Berlin vertritt, wird nun Francois Poncet dte Lettung der Botschaft übernehmen Der neu« französische Bot­schafter ist 1887 geboren; kin Tater war Kam­merpräsident. Poncet war Schuler der «cote Normale in Pari» und ist al» Doktor und Pro­fessor auS dieser Schule hervorgegangen. Sr hat verschiedene Bücher geschrieben, so eine« über

Oie Finanzierung der Ernte.

NeichSminister Or. h r. Schirle speicht im Nundfun».

B e r l i n, 12. Äug. (WTB.) Reichsemährungs- Minister Dr Schiele sprach im Berliner Rund- funk über die Srntesinanzierung und die von der Regierung eingelciteten Hilfsmaßnahmen Der Minister legte dar, daß die Vorgänge der letzten Wochen aus dem Geld- und Kreditmarkt nicht ohne schwerste Rückwirkungen für die Landwirt- schast bleiben konnten. DaS deutsche Volk werde nunmehr erkennen, welchen Aktivposten seine Landwirtschaft in seiner Wirtschastsbtlanz darstelle. Di« Ernährung des deutschen Volkes sei zu einem über alle« Erwarten großen Teile auf feiner heimischen Scholle ge­sichert- Wenn die Regierung trotzdem, und zwar aus Grund der derzeitigen Devisenlage der Reichsbank, zunächst eine weitgehend eAus- ledetung der Devisenbewirtschaf­tung vorgenommen habe, so habe sie doch gleich­zeitig in nüchterner Erkenntnis deS anhaltenden Ernstes der Situation an daS deutsche Volk, an die Verbraucher, den Handel und die Danken die dringend« Mahnung gerichtet, nur bann zur AuSlandware zu greifen, wenn der Bedarf auS eigener Produktion nicht hinreichend gedeckt werden könne. ..Ich wieder­hole den Appell, sich bei der Einfuhr, insbeson­dere von LuxuSwaren und Genußmtttcln b* durch die Wirtschaftslage gebotene Zurückhaltung aufzuerlegen, weise aber gleichzeitig auch daraus hin daß allein von der Besonnenheit des deut­schen Volke« die weiteve Devisenregelung ab- Mngen wird.- Die bitter« Notwendigkeit, alle Produktion«- und DerbrauchSmöglichkeiten in­nerhalb der deutschen Volkswirt- schast voll auszuschöpfen. werde zwangsläufig zu einer neuen Gleichgewichtslage innerhalb der deutschen Volkswirtschaft zugunsten der bisher benachteiligten Landwirtschaft führen.

Die agrarpolitischen Maßnahmen der ReuhS- regierung hätten in erster Linie der Bewe­gung und Finanzierung der Ernte gegolten. Die Reichsregierung habe die notwendi­gen Schritte eingeleitet, um ein lieberangebot in 5er Landwirtschaft zu verhindern und aus der anderen Seite die Aufnahmefähigkeit des Marktes für bas herandrängende Angebot au verstärken Die erste Aufgabe, einem übereilten An-ben- Markt-bringen bet Ernte vorzubeugen. könne ge­löst werben, wenn bte Lanbwirtschaft trotz ihrer bebrflngten Lage ihre Ruhe und Qbefonnenbeit bewahre, und keinesfalls zu überstürz­ten Ang st Verkäufen schritte. Beim Rog­gen stände einer Ernte von 7,2 Millionen Ton­nen ein ebenso großer Bedarf und beim Weizen einem Bedarf von etwa 4.8 Millionen Tonnen eine Ernte von nur 4,5 Millionen Tonnen mit einem sich infolgedessen ergebenden Einfuhr- zuschuhbedars von 300 000 Tonnen gegen­über.

Um durch Verringerung des Geldbedarfes der Landwirtschaft eine allmähliche Verwertung der Ernte zu ermöglichen, habe sich die Reichsbank in Verhandlungen bereit erklärt, die von ihr rediSkvntterten landwirtschaftlichen Wechsel zu prologieren. Zur Beschaffung von Geld werde dem Landwirt weiterhin die Lombar­dierung feiner Srn tevo träte zu eigen« hierfür verbilligten Zinssätzen dadurch ermöglicht werden, daß die Deutsche Getreide- Handelsgesellschaft durch Rotverordnung ermäch- ttgt worden fei, tnboffoble Lagers cheine au-zustellen. Zur Verringerung des Angebvts- btucks der Landwirtschaft sei wetterhin mit Hilfe verschiedener Danken die (Betreibe-, Industrie- unb Eommissions-AG. wie in den Vorjahren durch Dereitstellung von 50 Millionen Reichsmark mit entsprechender Zinsverbilligung wieder in die Lage versetzt worden, die DevorschussungSge- schäfte zu tätigen. Zur Steigerung der Aufnahme­fähigkeit der abnehmenden Hand habe er zu­

nächst für eine möglichst schnelle Wieder­ingangsetzung des handelsrecht­lichen Lieferungsgeschäftes Sorge ge­tragen. Um für Handel und Wühlen ausgedehn­tere Kreditmöglichkeiten für die Erntebewegung zu schaffen, habe sich die Reichsbank in den Ver­handlungen bereit erklärt, die ErntebewegungS- wechsel von der allgemeinen Kreditrestriktion au szunehmen. Eine gleich« Zusicherung lüge zu dem g'cichen Zweck für die Getreide-, Inbustrle- unb EornrnissionS-AG in einem Umfange von 50 Millionen Mark seitens der Reichsbank vor.

lieber biefe allgemeinen Maßnahmen zur Stützung des Getreidemarktes hinaus werbe beim Roggen Aur Ueberwindung de« Saison- brude« in erster Linie eine Magazinierung von notfalls einigen 100 000 Tonnen nötig. Die Entlastung des Roggenmarktes werde wetterhin dadurch gefördert werben, bah schon .in den nächsten Tagen bie Möglichkeit geschaffen werbe, Roggen auszuführen. Der DorzugSzoll- satz bei der Wiedereinfuhr dieses Austausch- geschästes werd« 1 Mk. je Doppelzentner betragen. In gleicher Weise wie beim Roggen werde auch beim Weizen ein Austausche xpvrt bei einem Wiedereinfuhrzoll von 2Mk- je Doppel­zentner eingeleitet. lieber die Finanzierung Der AuSfuhrschein« schwebten zur Zeit noch Verhandlungen. Das Reich werd« sowohl bie Erntebewegungskredite wie die zur Bevor» schullung und Durchführung bet Lombardierung nötigen Kredite aus eigenen Mitteln für di« Dauer eines Reichsbankdiskonte« von 10 Prozent und darüber um 6 Prozent verbilligen. So­weit der ReichSbankdiskontsah unter 10 Prozent finkt, ermäßigt sich die ReichSverbilligung von 6 Prozent entsprechend.

Oer Reichslandbund zum Ernteangebot.

Berlin, 12. Aug. (TU.) 3n der Sitzung des Bundesvorstandes des Reichsland', b u n d e s ab 11. August wurde einstimmig folgende Entschließung angenommen:Der Reichsland' l'und stellt mit Befriedigung fest, daß in fast allen Teilen des Reiches sein Aufruf zum oorsichti- gen Angebot der Ernte Zustimmung gefun­den hat und von den Landwirten im wesentlichen befolgt worden ist. Nachdem nunmehr auch von der Regierung Maßnahmen getroffen worden sind, die geeignet fein können, die Bewegung der Ernte in geordnete Bahnen zu lenken, erwartet der Reichs­landbund, daß auch dort, wo das Angebot bisher der Nachfrage noch nicht angepaßt wurde, die Land­wirte unter Ausnutzung aller gebotenen Möglich­leiten entsprechend den Richllinien des Reichsland­bundes den Verkauf zurückhaltend ge­lt alten. Es muffen baldmöglichst wieder Preise erzielt werden, die den Herstellungskosten einiger­maßen entsprechen. Dies ist um so notwendiger, als die bisherigen Druschergebnisse in den meisten Gebieten des Reiches hinter dem erwarteten Ergeb­nis zurückbleiben.

Maßnahmen, die ein zurückhaltendes Angebot der landwirtschaftlichen Erzeugnisse erleichtern, sind.

1. Inanspruchnahme der für die Erntebewegung I zur Verfügung gestellten verbilligten Kre­dite, insbesondere des auf 4 v. H. verbilligten Erntebevorschussungskredites.

2. Inanspruchnahme der Möglichkeiten des n e u e n Lagerfcheingesetzes.

3. Teilweise Zahlung von Löhnen und anderen Ausgaben durch Gutschrift unter gleichzeitiger Hinterlegung von Getreide als Deckung.

4. Förderung des Gedankens teilweiser Steuer­zahlung durch Naturalien und Sicherstel­lung der Wohlfahrtsunterstützung durch Naturalien im Winter seitens der Kommunal- verbände."

Aus aller Welt.

Der Reichspräsident auf Urlaub in Dietramszell.

Der Herr Reichspräsident hat sich mit dem fahrplanmäßigen Zuge von Berlin über München nachDietrarnszell begeben, wo er einen drei- bi« vierwöchigen Erholung s- und Iagdaufenthalt zu verbringen beabsichtigt. Der Herr Reichspräsident traf heute 9.02 Uhr mit dem fahrplanmäßigen Berliner Schnellzug in München ein und fuhr in einem Auto der Landespolizei nachDietrarnszell weiter.

Heradsehung der Gebühren

für Zahnbehandlung bei den Krankenkasten.

Amtlich wird mitgeteilt: Am 10. August verhan- beiten die Epiyenverbände der Zahnärzte und der Krankenkassen im Reichsarbeitsministerium über bie Herabsetzung der Vergütungen für die zahn- ärztlich« Tätigkeit. Die Verhandlungen führten zu einer Vereinbarung, auf Grund deren die Zahn­ärzte den Krankenkassen Abschlä ge gewähren, bie je nach der Höhe der bisherigen Kosten für ben Behandlungsfall 10 bis 15 v. H. betragen, soweit schon bisher örtlichweitergehende Ermäßigungen vereinbart worden sind, verbleibt es bei diesen. Es wurde weiter feft- St, daß während der Dauer des Abkommens ärzte. die im Vertrags Verhältnis zu einer stehen, nur aus einem wichtigen Grunde (8 626 BGB.) von der Kassentäli^ett ausgcschlos- fen werden können. Ferner werden die Kassenver-

bände sich bei ihren Mitgliedern dafür ein setzen, daß dort, wo Kassenkliniken bestehen, die Versicherten nicht zur ausschließlichen Denut- zuna dieler Kliniken gezwungen toerben. Am 12. August führten Verhandlungen zu einer ent­sprechenden Senkung der Gebühren der Zahn­techniker.

Bei der 3agb auf Schmuggler erschaffen.

Bei der Verfolgung eines Schrnugglerautos in den Straße Aachens wurde ein unbeteiligter Passant erschossen. Der Erschossene befand sich a u f b e m Heimwege und lief mit anderen jungen Leuten die Straße entlang, durch die ein Polizeiwagen das Schmugglerauto verfolgte. Bei Schüssen, die die Po- lizeibeamten auf das Auto abgaben, prallteeine Äugel an einem Stein ab und traf den jungen Mann tödlich.

3m Bregenzer Duld verstiegen.

Bei der Suche nach Edelweiß auf der Kadisfluh im Bregenzer Dald verflieg sich ein reichs- deutscher Tourist, dessen Name noch nicht bekannt ist. An der Nordwand kam er weder vor noch rückwärts und mußte die Nacht an der Wand verbringen. Es ging eine Re 11 u n g se r pe d i- tion ab, die aber wegen der Unzugänglichkeit der Unglücksftelle ergebnislos zurückkehren mußte. Dann stieg eine zweite Rettungsexpedition auf unter Führung des Gendarmerie-Inspektors Düringer bei strömendem Regen. Als Düringer bis m die

Die riesige Nordschleuse von Bremerhaven, ein Wunderwerk der deutschen Wasserbautcchnlk, ist jetzt mu einer Durchschleusung des größten deutschen Schiffe», derBremen", feierlich in Betrieb genommen worden.

Nähe der Stelle kam, wo der reichsdeutsche Tourist sich befindet, ftür Ate er, wahrscheinlich infolge Ausbrechens eines Felsengriffes, in 200 Meter Tiefe ab. Düringer blieb zerschmettert liegen. Zwei weitere Mitglieder der Rettungsexpedition hängen zur Zeit ebenso wie der reichsdeutsche Tourist noch an der Norbwand ber Kabisfluh. Sie können weder vor noch rückwärts.

3n den Jlammen umgekommen.

In dem Dorfe Neu-Kaletka im ostpreußischen Kreise Allenstein, da» erst kürzlich von zwei Groß- feuern heimgesucht worden ist, gerieten ein Stall und eine Scheune, die unter einem Dach vereinigt sind, in Brand. Auf dem Heuboden schliefen vier Söhne des Besitzers. Rur einem ber vier Söhne gelang «s, sich durch die Lucke des Heu­bodens zu retten. Der zweite stürzte in den brennen­den Stall und kam in den Flammen um. Der Vater versuchte mit der Axt ein Loch in den Boden des Heuschuppens zu schlagen, aus dem er auch schließlich einen weiteren Sohn retten konnte, der jedoch schon erhebliche Brandwunden erlitten hatte. Auch das vierte Kind wurde vom Vater g e rettet, doch hatte es schon so erhebliche Verletzun­gen daoongetragen, daß es bald darauf im Kranken­haus starb, lieber die Ursache des Brandes ist bisher nichts bekannt.

Tlotlanbung eines Flugzeug, im Jeflungeratjon von Metz.

(Ein von dem Deutschen Heinrich Stale aus Rastatt gesteuertes Flugzeug welches einem Hol- l ä n d e r namens Friedrich Raster gehört ist auf dem Militärflugplatz von Frescaty bei Metz ge- landet. Die Flieger, die auf dem Weae nach Groningen waren, gaben an, sich infolge des schlechten Wetters verirrt und nicht gewußt zu haben, daß sie sich in der Zone von Metz befanden, deren Uebcrfliegen verboten ist. Das Flugzeug wurde beschlagnahmt. Die Flieger bleiben bis zur Klärung der Angelegenheit in Metz.

Seine vier Kinder ermordet.

Der Wirtschostspächter Moser in Asritz (Kärnten) hatte die Anzeige erstattet, daß sein 17jähriger Sohn Äarl nicht mehr nach Hause zurück­gekehrt sei. Daraufhin wurden im Gebirge Nach- sorschungen angefteUt, an denen sich Moser selbst beteiligte. An einer schwer zugänglichen Felsschlucht fand man Äarl Moser tot auf. Die Gendarmerie bezichtigte den Vater an Ort und Stelle des Mor­des da schon früher Verdachtsmomente Vorlagen. Moser gestand schließlich, daß er nicht nur diesen Sohn, sondern auch seinen Sohn Andreas und zwei neugeborene Kinder ermordetundim Walde vergraben habe. Der Ehe Mosers waren sieben Kinder entsprossen, von denen er also vier be­seitigt hat.

Anschlag auf den Schnellzug TemesoarBukarest.

Die verbrecherischen Anschläge auf die rumänischen Eisenbahnen finden noch immer kein Ende. In der Nah« der Stadt Jablanitza im Banat verübten vier bewaffnete Individuen einen Ueberfall auf den Schnellzug TemesoarBukarest. Es gelang ihnen, in den Postwagen einzudringen und mehrere Pakete zu rauben. Da das Zugpersonal unbewaffnet war, gelang es den Räubern, im Dunkel der Nacht zu verschwinden. Ein Postpaket haben sie auf der Flucht verloren. In Süd-Bessarabien wurde auf einen Personenzug ein Anschlag versucht, indem die Attentäter einige Eisenbahnschwellen entfernten. Der Zug konnte jedoch rechtzeitig zum Stehen ge­bracht werden. Auf der Strecke von Bukarest nach Sinaija wurden ein Streckenwachter und ein Soldat von einer Gendarmeriepatrouille überrascht, als sie unter dem Gleis eine Grube aushöhlen wollten. Die Beiden wurden verhaftet.

Die tägliche Liste bet Antvuasälle.

Auf der Landstraße Nürnberg Feucht fuhr ein Personenkraftwagen vermutlich durch einen Dremssehler an einen Baum. Der Wagen überschlug sich und kam wieder auf allen vier Rädern m einem Straßengraben zum Stehrn. Die Kaufleute Geigelöder und Flamm aus Nürn­berg wurden getötet, der Kaufmann Groh- meier schwer verletzt. Ein vierter Mitfahrer, der bekannte Ringer und Olympiasieger Leucht aus Nürnberg wurde leicht verletzt. Dr. E d e - n e r. der sich in den bayerischen Bergen aufhält, stieß in der Nähe von E n d o r s. von Äönig«fce kommend, mit seinem Wagen mit einem Berliner Lieferfrachtwagen zusammen, wobei da« Liefer­auto in den Straßengraben geschleu­dert wurde und sich dort überschlug. Das Auto Dr Eckeners, das von ihm selbst gesteuert wurde, ist leicht beschädigt. Bei dem Zusammenstoß erlitt glücklicherweise niemand Verletzungen. Auf der Landstraße zwischen Herrenalb und Wildbad stieß der Vertreter der Mer- cedes-Venzwerke Hans v. 2adum aus Bingen u| voller Fahrt mit seinem Personenwagen gen einen Daum. Durch den Zusammen­prall entstand eine Explosion, und der Wagen fing Feuer. Der Führer des Wagens, der offen­bar durch den Zusammenstoß schwer ve rieht wurde, tomtte sich nicht mehr in Sicherheit brin­

gen. Er wurde ein Opfer der Flammen. Aus der Landstraße 2schcrSlebenHoym fuhr ein Arzt aus Aschersleben mit seinem Kraft­wagen in eine Gruppe Radfahrerinnen. Zwei Frauen wurden so schwer verletzt, daß si« kurze Zeit daraus starben. Der Arzt fuhr, ohne sich um die Getöteten zu kümmern, i n scharfem Tempo weiter, er konnte jedoch tn Frose von der Polizei verhaftet werden. In Duisburg fuhr an der Oberbürger* meister-Karl-Lehr-Brüde zwischen Dui-burg unb Ruhrort, an der, um den starken Verkehr nicht zu behindern, während der Nachtstunden Repara* turarbeiten vorgenommen werden. daS Auto einer Fahrschule, in dem sich vier Herren befanden, durch die geschlossene Schranke und stürzt« Hinte« der Schranke indenHasen, da dieser Brücken- tcil während der Reparaturarbetten hochgezogen war. Das Auw mit den Insassen versank in den Fluten, und ehe Hilfe herangeschafft werden tonnten, waren sämtliche vier Per­sonen ertrunken. Aus dem mit Schranken versehenen Bahnübergang, kurz vor dem Bahnhof Hersfeld, wurde ein Personen­kraftwagen aus Berlin von einem Güterzug über­fahren. Don den Insassen wurde eine junge Dame fofort getötet; ein Herr wurde mit schweren, aber nicht leben-gefährltchen Verletzun­gen nach dem Krankenhaus übergeführt. Die Ur­sache des schweren Hnglüd« ist allem Anschein nach darin zu suchen, daß der Schrankenwärter dieSchrankenzuspätgeschlvssen hatte. Das Automobil wurde vollständig zertrümmert. Der Schrankenwärter erlitt nach dem Unglück einen Toösuchtsanfall und muhte in Schutzhaft genommen werden.

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Wettervoraussage.

Die flache Störung über Skandinavien hat durch das Vorhandensein von feucht-warmer Ozean­luft auf dem Festlande ihre Zugrichtung wieder südwärts genommen und sich erneut vertieft. Infolgedessen wurde der hohe Druck sehr rasch abgeschwächt und die in Aussicht gestellte Besse­rung der Wetterlage kommt zum Schwinden. An der Rückseite des TiefS leitet kühlere ozeanisch« Luft unbeftänbige« Wetter ein. Eine Umgestal­tung auf Besserurm ist vorerst nicht zu erleben, denn mittlerweile sind westlich der brittschen In­seln Anzeichen einer neuen Störung vorhanden. Mit dem wechselhaften Witterungscharakter schwanken auch die Temperaturen welche anfäng­lich etwas zurückgehen und mit dem Herannahea der neuen Störung wieder ansteigen.

Vorhersage für Freitag, llnbeftänbt* ges Wetter, wähselnd bewöltt und zeitweise Re­genschauer, Temperaturen schwankend, nach an­fänglich leichterem Rückgang wieder Anstieg.

Zur Gesichts-Bräunung

aber auch gut Bräunung des ganzen Körpers bet Sonne» bäbem verwende man bie reijmilbembe unb tühlenbe Cremt Leodor fettfref ln roter Packung: fetthaltig ht blauer Packung, Tube 60 Df. u. 1 SIL Ätttfam unierjtützt durch Leodor-Cdek seife Stück SO Pf. Zu haben in allen llhlorvdont- vertagten«.