sei kein Ding an sich, und von einer Sanierung der Wirtschaft und Finanzen im Sinne des bekannten Regierungsprogramms könne solange nicht gesprochen werden, solange den Gemeinden sprunghaft steigende, nicht übersehbare so- ziale Ausgaben auferlegt blieben, für die die Gemeinden einfach keine Mittel mehr aufbringen könnten.
Die in der Iuli-Rotverordnung des Reichspräsidenten den Gemeinden neugegebenen ©teuer* quellen — Dürgcrsteuer. Bier,teuer, Geyreinde- getränkesteuer — reichten selbst bei völliger Ausschöpfung nicht einmal annähernd aus, um auch nur die inzwischen gestiegenen sozialen Lasten zu decken. Dabei sei eine Steuer, wie gerade die Gemeindegetränkesteuer, wegen ihrer Konjunkturempfindlichkeit für die Landgemeinden besonders ungeeignet. Vielfach bestehe heute noch die Meinung, daß die Erwerbslosigkeit nur in den großen Städten, weniger oder gar nicht in den Landgemeinden und kleineren Städten, hohe Ausgaben verursache. Das sei aber keineswegs der Fall. Ziffernmäßig belegte der Redner, daß in den Landgemeinden dürchschnittlich die doppelte Steigerung der Arbeitslosenzahl wie in den großen Städten vorhanden sei. Der gegenwärtige Zustand sei untragbar und müsse schleunigst beseitigt werden. Solange das Reich erhebliche Zuschüsse zur Arbeitslo-sen- versicherNng zahle — zur Zeit sind es 420 Millionen Mark jährlich —, könne man nicht von einem reinen Dcrsicherungschc^akter der Reichsanstalt für Arbeitslosenversicherung sprechen. Da das Reich seinerseits nicht über genügende Mittel verfügen könne, um die Gemeinden von ihren erdrückeirden Lasten zu befreien, so müsse im Interesse der Aufrechterhaltung des ganzen sozialen Gesehwerkes der Gedanke der Prüfung der Bedürftigkeit, wie er jetzt in den Gemeinden bei den Wohlfahrtserwerbslosen bereits bestehe, generell erwogen werden. Es müsse ferner eine angemessene Beteiligung nicht nur des Reichs, sondern auch der Länder an den zwangsläufigen sozialen Lasten der Gemeinden erreicht werden und mit der Reichsregierung eine Verständigung schleunigst herbeigeführt werden. Es erscheine angesichts der katastrophalen Finanzlage der Gemeinden angemessen, wenn von den Kosten der Reichsarbeitslosenfürsorge das Reich 50 Prozent, die Länper 35 Prozent und die Gemeinden 15 Prozent trügen. Selbst die Aufbringung der 15 Prozent werde für die Landgemeinden angesichts des durch die Rotverordnung verkündeten Realsteuer- senkungsgesetzes und der geringen sonst zur Verfügung stehenden Steucrquellen außerordentlich schwer sein.
Oberheffen.
Doranschlagsberatung in Schlitz.
£ Schlitz, 11. April. Bürgermeister Dr. R i e p o t h teilte in der jüngsten Gemeindevertretersitzung zunächst mit, daß der Landtag vor kurzem eine Vorlage, an der er selbst nicht unbeteiligt gewesen sei, verabschiedet habe. 3n dieser Vorlage werde die Wände rx- lager st euer neu festgesetzt. Sie g?be den Gemeinden das Recht, zu der staatlich festgesetzten Steuer einen Zuschlag bis zu 100 Prozent zu erheben. Auf Vorschlag der Finanzkommis'ion beschloß der Gemeinderat, von dieser gesetzlichen Möglichkeit Gebrauch zu machen.
Der Voranschlag für das Rj. 19 31 schließt in Einnahme und Ausgabe im Betrieb und Vermögen mit 192 575,09 Mark, gegenüber 193 502,33 Mark im Vorjahre! der Voranschlag des Elektrizitätswerkes mit 81 600 Mark, gegenüber 87 000 Mark im Vorjahre, ab. Rach längeren Aussührungen des Vorsitzenden wurden beide Voranschläge in der vorgeschlagenen Fassung genehmigt. Der Hin» lagebedarf wird gegenüber dem Vorjahre bei der Grundsteuer um 6 Prozent, bei der Gewerbesteuer um 12 Prozent gesenkt. Der dadurch entstehende Fehlbetrag wird aus Mitteln der staatlichen Sondergebäudesteuer ersetzt. Zu dem Voranschlag des Elektrizitätswerkes führte der Vorsitzende ergänzend aus, daß die allgemeine wirtschaftliche Deprcs ion naturgemäß auch nicht ohne Einfluß auf den Betrieb des Elektrizitätswerkes im abgelaufenen Jahre geblieben sei und daß für das Jahr 1931 mit einem weiteren Rückgang der Stromabnahme gerechnet werden mühte. Wenn es auch schwierig sei, bei einem wirtschaftlichen Betrieb überhaupt einen kameralistischen Voranschlag aufzustellen, so habe er doch, um der Entwicklung einigermaßen Rechnung zu tragen, die Einnahmen aus Strom
Wickschast.
gelt) um 8000 Mark senken müssen. Es sei infolgedessen ein Ausgleich unter Beibehaltung der seitherigen Ablieferung an die Stadtkasse nur möglich gewesen in der Annahme, dah normale Witterungsverhältnisse die Ausnützung der gegrämten Wasserkräfte im vorjährigen Umfang ermöglichen. Um dän Stromabsah weiter zu heben, wird nach den Vorschlägen der Elektrizitätswerkkommission die Einführung eines Tarifs D beschlossen. Rach diesem Tarif wird der seitherige Höchstverbrauch als Grundgebühr erhoben und die früher bezoame Strommenge nicht berechnet. Jede weitere -Stunde kostet 15 Pf.
In bezug auf den Voranschlag der Stadt teilte der Bürgermeister mit, dah nach dem bisherigen Ergebnis zu hoffen fei, dah das Rechnungsjahr 1930 ohne Fehlbetrag abschließen werde. Für 1931 sei jedoch infolge des Ausfalls an Reichssteuern der Ausgleich nur durch Heranziehung der Reserven der Jahre 1928 und 1929 möglich gewesen. Don der Einführung einer Bürger st euer und der erhöhten Bier st euer könne zunächst noch abgesehen werden. Völlig verändern würde sich jedoch die finanzielle Lage, falls der Staat dazu überginge, seine gesetzlich sestgelegten Kosten- beteiligungen und die gesetzlich festgelegten Steuerüberweisungcn nach Grundsätzen zu verteilen. die praktisch eine Strafe für sparsame Wirtschaft bedeuten mühten.
Landkreis Gietzen.
k. Watzenborn-Steinberg, 13. April. Am Samstagabend fand im „Grünen Dar m" eine Versammlung des Gewerbevereins statt, in welcher zunächst der Vorstand bestimmt wurde. Außer den in einer früheren Mitgliederversammlung für den vorbereitenden Ausschuß gewählten Mitgliedern wurden noch Schlossermeister Georg Schmandt VIII. und Gastwirt und Metzger- meister Phil. Georg II. als Vorstandsmitglieder bestimmt. Rach der Festsetzung des Mitgliederbeitrags wurde der Anschluß an den Be- zirksverband Gießen der Ortsgewerbevereine beschlossen.. Die Beratung der Satzungen wurde dem Vorstand übertragen.
i Ettingshausen, 12. April. Gestern nachmittag ereignete sich hier ein schwerer Unfall Der Wagnermeister Phil. Pfeiffer I. war mit Spalten von altem Holz beschäftigt. Dabei sprang ein Scheit so unglücklich ab, daß es den Mann ins Gesicht traf und das rechte Auge verletzte. Der sofort herbei- gerufene Arzt, Dr. Claus von Lich, ordnete die unverzügliche Ueberführung des Verletzten in die Klinik an, wo man sofort zur Operation schritt. Allem Anschein nach dürfte das Augenlicht auf dem verletzten Auge verloren sein.
Kreis Schotten.
-^-Schotten, 11. April. Zur Förderung des heimischen Obstbaues sollen versuchsweise in den größeren Orten des Kreises Sprechtage abgehalten werden, an denen der zuständige Sachverständige, Obstbauinspekior E n k l e r (Gießen), Interessenten in allen Fragen des Obstbaues beraten wird. Sollte die Einrichtung der Sprechtage bei der Kreisbevölke- rung Anklang finden, so ist beabsichtigt, sie in den kommenden Jahren regelmäßig im April, Juli und Oktober durchzuführen.
Brand im Hessischen Landesiheaier.
Darmstadt, 12. April. (WSN.) In einem Requisitenraum des Hessischen Landestheaters kam es am Sonntagfrüh gegen 4 Uhr aus bisher noch unaufgeklärte Weise zu einem kleinen Schadenfeuer. Durch die vor einiger Zeit eingeführte thermo-elektrische Feuersicherungsanlage wurde die Feuerwehr alarmiert, die den Brand sofort löschen konnte und größeren Schaden verhütete. Der Theaterbetrieb wurde durch das Feuer nicht beeinträchtigt.
Taten für Dienstag, 14. April.
Sonnenaufgang 5.35 Uhr, Sonnenuntergang 19.16 Uhr. — Mondaufgang 4.49 Uhr, Monduntergang 15.23 Uhr.
1831: der Afrikareisende Gerhard Rohlfs in Vegesack geboren; — 1927: der Verlagsbuchhändler Johannes Klasing in Bielefeld gestorben.__________
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bi- 12.33 Uhr. 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
Anzei., enaustrage sind lediglich an die Geschäftsstelle w richten
Tür unverlangt eingesandte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
• D i e Indexziffer der Großhandelspreise. Die vom Statistischen Reichsamt für den 8. April berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 113,5 gegenüber der Vorwoche (113,6) nahezu unverändert geblieben. Die Indexzisf.m der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 103,9 (— 0,1 Proz.), Kolonialwaren 97,2 (— 0,4 Proz.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 105,4 (—0,1 Proz.) und industrielle Fertigwaren 137,8 (— 2 Prozent).
* Betriebsein st eltung in Oberhes- s e n. Die seit 70 Jahren bestehende Fabrik für photographische Papiere, Trapp & Münch A G. in Friedberg, wird ihren Betrieb ein- stellen. Der Stillegungsantrag ist bereits bei der Behörde eingereicht. Spätestens bis l.Iuli soll das Friedberger Unternehmen der Mimosa AG. in Dresden angegliedert werden. Letztere hat über 90 Prozent des AK. der Firma Trapp üc Münch AG. in Händen. Die steuerliche Belastung soll in erheblichem Maße zur Beschleunigung der Stillegung des Betriebes beigetragen haben. Vor dem Kriege waren Trapp & Münch in ihrer Branche führend.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 13. April. Tendenz: ruhig. Die Börse eröffnete zu Beginn der neuen Woche in sehr ruhiger und zum Teil schwacher Haltung. Trotzdem wieder einige kleine Kauforders Vorgelegen Haven, neigte die Spekulation eher zu Abgaben. Das Geschäft war außerordentlich gering, zumal Aid) keine anregenden Momente vorgelegen haben. Eine Zurücksetzung und Verstimmung ging von den deutsch-russischen Verhandlungen aus, da entgegen einigen Pressemeldungen nicht über eine quotenmäßige Aufteilung der Aufträge auf die einzelnen Industriezweige oder gar auf einzelne Firmen gesprochen worden ift; was man besonders für AEG. geglaubt hatte. Die wenigen Kurse, die genannt wurden, lagen uneinheitlich und später meist schwächer. Don Chemiewerten eröffneten I.-G.-Farben und Rüt- gerswerke je 1 Prozent höher. Am Elektromarkt gewannen Schuckert auf unbestätigte Gerüchte, die von einer llprozentigen Dividende wissen wollten, 2 Prozent zurück. Mehr abgefchwächt lagen Berger mit minus 2,65 Prozent und Phönix, die 2 Prozent einbüßten. Schifsahrtswerte behauptet. Ebenso behauptet Iunghans und Wayß & Frey- tag. Sehr fest, jedoch ohne Geschäft, Deutsche Linoleum, die aus unbekannter Llrsache 6 Prozent fester notierten. Bankaktien uneinheitlich. Während Danatbank 1,5 Prozent verloren, gewannen Deutsche und Diskonto-Gesellschaft und Dresdener Bank je 1,5 Prozent. Karstadt setzten 2 Prozent höher ein, dagegen Konti Gummi zwei Prozent niedriger. Am Anleihemarkt lagen Schutzgebiete 0,35 Prozent schwächer. Don fremden Werten Türken und Rumänen gehalten. Der Pfandbriefmarkt lag ruhig und meist unverändert. Reichsfchuldbuchforderungen bis 0,5 Prozent schwächer. Bei sehr ruhigem Geschäft ergaben sich im Verlaufe neue kleine Kursrückgänge. Am Geldmarkt blieb Tagesgeld mit 4 Prozent unverändert. Am Devisenmarkt lag Madrid auf den Verlauf der Wahlen schwächer. Man nannte Mark gegen Dollar 4,20, gegen Pfunde 20,4075, London gegen Reuhvrk 4,8592, gegen Paris 124,25, gegen Madrid 44,46, gegen Mailand 92,80, gegen Schweiz 25,2550, gegen Holland 12,1050.
Berliner Börse.
Berlin, 13. April. Rach sehr ruhigem Vor- mittagsverkchr zeigte die Börse wieder ein freundliches Bild, doch brachte im Verglich hierzu der offizielle Beginn eine gewisse Enttäuschung. Abgesehen von einigen Spezialwert_n, in denen das Geschäft lebhaft und KurZbes'erungen bis zu 3,5 Prozent zu verzeichnen waren, wies ein großer Teil der Rotirrungen Abschwä- ch u n g e n bis 1 Prozent, Oereiry.lt sogar bis 2 Prozent auf. Die Spekulation und auch die Provinzkundschast schritten in den Werten, die in den letzten Tagen stärker angeboten waren, zu Realisationen. Der Amsatzrückgang bei den Vereinigten Stahlwerken, der im zweiten Geschäftsquartal zu verzeichnen war, die unbefriedigende Lage der Eisen- und Stahlwerke und des Schrottmarktes, sowie die unregelmäßige Haltung der Reuyorker Börse sind natürlich dazu anaetan, eher etwas zu v e r st i m m e n. Sehr lebhaft war das Geschäft in Deutsche Linoleum, die bei Plus-Plus-Rotiz und bei einem Umsatz von 120 Millionen 6 Prozent anzogen. Man sprach von einer Dividende von 5 Prozent und Abschreibungen von etwa 12 Millionen
Schweizer Franken. Auch Karstadt waren weites gefragt, nachdem sie schon an der Samstagbörse bei größerer Rachfrage erschienen waren. Zu nennen waren noch Akkumulatoren, Berger, Eisenbahnverkehrsmiltel, Feldmühle und Buderus, die sehr fest lagen. Dagegen lagen Polyphon, Schubert & Salzer schwächer. Phönix tagen auf die 4,5prozentige Dividende (im Dor- jahre 6,5 Prozent) fast 2 Pvozent niedriger. Chade gingen auf den Ausfall der Wahlen in Spanien um 6 Mcrk zurück. Deutsche Anleihen erneut leicht anziehend. Ausländer zeigten ganz uneinheitliche Tendenz. Reichsschuldbuchsorderun- gen veränderten sich nur wenig. Der Pfandbrief- markt lag sehr ruhig und behauptet. Der Geldmarkt zeigte in Anbetracht des bevorstehenden Medios steifere Haltung. Tagesgeld notierte 4,75 bis 6,75 Prozent, MonatSgeld 5 bis 7 Prozent. Warenwechsel etwa 5 Prozent. Am Devifen- mL.r.'t ging Madrid auf 43,85 am Samstag, heute auf 46,10 gegen Pfund zurück. Der Ausgang der Wahlen wurde allgemrln-^eöbaft dis« futtert. Im Verlaufe gingen die Kurse, nachdem die vorliegenden Orders erledigt waren, bis 1,5 Prozent, bei Bernderg, Svenska, Deutsche Linoleum bis 2,5 Prozent zurück. Einzelne Mon- tanpaptere konnten sich leicht erholen.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 13. April. Auftrieb: 1366 Stück Kälber; darunter 346 Ochsen, 113 Bullen, 507 Kühe, 382 Färsen; ferner 524 Kälber, 39 Schafe, 5500 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 45 bis 49, ältere 40 bis 44, sonstige vollfleischige, jüngere 36 bis 39; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 41 bis 45, sonstige vollfleischige, oder »usgemästete 36 bis 40; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 37 bis 40, sonstige dollfleischige oder ausgemästete 32 bis 36, fleischige 27 bis 31, gering; genährte 23 bis 26; Färsen (Kalbinnen, Iung- rinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 45 bis 49, vollfleischige 40 bis 44, fleischige 36 bis 39; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 63 bis 67, mittlere Mast- und Saugkälber 59 bis 62, geringe Kälber 50 bis 58; Schweine: vollfleischige von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43, von etwa 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 41 bis 44, von etwa 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 40 bis 43, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 40 bis 42. Marklverlauf: Rinder ruhig, geringer äleberstand, Kälber und Schafe ruhig, geräumt; Schweine schlecht, geringer Ueber- stand.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M, 13. April. Der Frankfurter Produktenmarkt eröffnete die neue Woche in fester Haltung. Das Angebot in Brotgetreide war weiter knapp. Das Dementi auf Zollermäßigunz ließ eine Belebung des Geschäftes jedoch nicht zu. Cs bestand immer noch starke Zurückhaltung. Weizen lag um 2 Mk., Roggen um 1 Mk., und Hafer um 2,50 Mk. fester. Das Mehlgeschäft war weiterhin recht gering, nur Roggenmehl halle einige Umsätze. Don Futtermitteln Weizen- und Roggenkleie weiter sest, Hafer und Gerste ruhip Kartoffeln schon recht fest. Es wurden notiert: Weizen 305—307, Roggen 215, Sommergerste für Brauzwecke 235—240, Hafer 192,50—200, Weizenmehl 43,50—44,50, Roggenmehl 29,50—31, Weizenkleie 12, Roggenkleie 12.75, Erbsen 26—31, Linsen 27—65, Weizen- und Aoggenstroh, draht- gepreßt, 2,90, Weizen- und Roggenstroh, gebündelt, 2,75—2.80, Treber, getrocknet, 10—10.50; Kartoffeln, Industrie, hiesiger Gegend per Zentner bei Waggonbezug 4,20—4,30 Mk. Tendenz: fester.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M, 11. April. Infolge der mehrtägigen Unterbrechung durch die Osterfeier- tage ist eine wesentliche Veränderung in der Marktlage nicht eingetreten. Die Preise blieben im ganzen behauptet, nur die Balkansorten gaben erneut etwas nach. Die Umsätze waren sehr gering. Es notierten in Pfennig per Stück ab Frankfurt a. M: italienische 81/» bis 9, bulgarische 7‘/2 bis 73/4, jugoslawische 7’/« bis 8, rumänische 71/» bis 7V2, holländische V/2 bis IO1/,, dänische 71/, bis 11, belgisch-flanderische 81 /2 bis "8V4, schlesische 7V2 bis 8, bayerische 73/t bis 8. norddeutsche 71/, bis IO1/*.
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die hohe den zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 o S)., Lornbardzinsfuß 6 d. S).
Jraniiun a. j)l. |
8trlia
ifrranliuri o. -
Berlin
Ech.uß-, lurd I
i-Uhr- fr rd
Schluß- Anfang» furd [ flur<
Schluß«! lur< |
t-Uhr- Kure
Schluß-: Anfang» für» । Nurs'
Datum
11.4.
14.4.
11.4. | 14.4.
Dalum
114.
14.4
11.4.
14.4.
6% Deutsche Reichtamethe non 1927 .........
7% Deutsche ReichSanierh« Don 1929 ..........
Deutsche Slnl.-Ablös.-Schuld mit Sluslos.-Rcchten ......
DeSgl. ohne Auelos.-Rechte . .
8% Hell. VolUhaal von 1929 (rüd)ohlb. 102%)......
Cbftfxllcn Provinz • Anleihe mii Auelos.-Rechten.......
Deutsche ftomm. GammelabL Anleihe Serie 1 . . .
8% firanlf. Hnp.-Bank Goldpse XIII unlünebnr bU 1991 . . . 7% Franks. Hov.-Aank Goldpse unlünobor bi» 1932 .....
Wi% Rdcinhche Hrw.-Bank fiiqu. (Dolopfe.........
84,75
100,5
95,7
58
58,9
101,5
97,5
93,5
100,5
96,5
23
18,6
16,5
4,55
4,55
4,55
7,13
's i i £ i i i 11 ii i i i i i । । i । । । ।
85,1
100,7
. 59,5
6,65
95,9
58,8
100,5
96,5
2,5
18,6
16,13
4,4
59,9
6,7
2,6
18,65
16,5
4,4
4,4
4,4
8,5
15,4
7,1
Hamburg-Amerika Paket ... 7 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 8 Homo Dampfichtil .... 10
Norddeutscher Lloyd.....8
Allgemeine Deutsche Creditanft. 10
Barmer Bankverein ... 10
Berliner Handelsgesellschaft . 12 Commerz- und Privat-Bank . 11 Darmstädt-r und Nationalbanl 12 Deutsche Bank und
Dlsconto-Gelellschaft, ... 10 Dresdner Bank......10
RetchSbank........12
AEG............8
Bergmann.........9
Eleitr. LieserungSgesellschoft. 10 Licht und Strati......10
Hellen & Guilleaume . . . IV* Gesellschaft für Elektrische
Unternehmungen .... lu Hamburger ElektrizitätS-Werle 10 Rheinische Elektrizität .... 9 Lchleiische Elektrizität. ... 10 Schuckert L Co.......11
Siemen» S HalSie.....16
Traueradio.........8
rabmeyer 8 Co.......10
vuderu«..........k>
Deutsche ErdSl.......6
Essener Steinkohle ...... i Geilenkirchener.......8
Harpcner ........ 0 Hoelch Eisen........»Vi
Iisc Bergbau ....... 1< Klücknerwerke........7
tiöln.'Jieucllcn..... 7
Mannesmunn-Röhre» .... 7 Monvselder Bergbau . .... 7 Oberschlcl. Eiwnbcvarl . . . . 6
1 Oberschlcs. Koktwerle . .... 7 Phöntr Bergbau . . . x» 6% Rhetnilche Braunkohle» . . 10 Rhei „stahl...... 6
Rtebeck Montan......7L
76,5
77,9
132,25
122,5
151,5
115,75
115,25
118,75
141
135
95,5
134,5
126
146,25
190,75
135
58,5
85
87,5
79,5
206
76
83
38
67
186,5
90,5
77,75
123
150
117 116,75
118,25
133,5
134,25
148
85
65
89,5
76,5
95,9
78
131,25
123
150,9
116,5
115.75 274
118,75
98,5
140,5 133,65
96,25
134
124,9
146,4
189,75
135,5
54,25
85,4
88
80
74,75
202,25
76,13 31,75
83,25
38
84
66,25 186,5
90,4
76
77,65
130,5 123 151
117
116,5
11^,9
101,75
141,65 134
96
134,4
126
147,5
188,5
59,4 84
87
73
203,5 75,75
81,25 82,5
38,25
83,75 64,5
187 90
8% Br. LandeLvIondbriesansialt, Pfandbriefe 8i. t» . . . .
8% Pr Landespiandbriesanskalt, Romm^Cbl. 8L 20......
7% Pr. Landecvtandbrlefankalt, Pfandbriefe 81. tl......
A.E.G abg. BonriegS-Obligatio- ne«, rüthablbar 1933 .....
<% Oesterretchtsche Goldrente . . 1,20% Oeilerreichische Silberrente 4% Ocsterreichische Einheitliche
Rente .........
4% Ungarische Goldrente ....
4% Ungarische Slaatirente v. 1910
<%% oe<fll. non 1913
1% Ungarische Kronenrente . . .
1% Türlische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl Serie 1 ...
4% Beifll. Serie II.......
6% Rumänische vereinh. Rente oon 1903 ......
V/i% Rumänische vereinh. Rente von 1913 ..........
4% Rumänische vereinh. Rente
AranNun a. DI.
Berlin
Banknoten.
tsdiliiD» luro
i-Uhr- Nur-
Schluß- tur.i
Änfo.g- Kurs
Berlin, 11 .April
Meld
Brief
Amerikanische Noten . . .
Belgische Noten ....
Tauiiche Noten ....
Englische Noten .....
TTTä 58,13 111,98 20,345
4,20 .58,37 112.42 20,425
Dalum
114
14 4.
14.4.
Bereinig re Stahlwerke
. . 16'/.
63
—
62,65
61
ivrnasüillche Noten . . .
16,3/6
16,436
Otavi Minen . .
33
—
33
33,25
Holländische Noten . . .
157,93
168.61
Kaliwerke Aschersleben
, . . 10
176,5
—
174,5
174,5
Zialienische Noien....
22,03
22,11
Kaliwerke Westeregeln
. . . \10
181
—
179,5
179,4
Norwegische Noten.......
Deutich-Oeslerreich, 1 100 Schilling Rumäniiche Noten.......
111,98
112,42
Kaliwerke Salzdetfurth
. . . 15
270
—
269
267,5
58,83
2,4/7
59,07
2,497
Schwedische Noten . . .
...
112,03
112,47
3. G. Warben Industrie Dynamit Nobel . . .
. . . 12
158,25
157
157,65
156,75
Schweizer ''loten ....
. - .
80,64
80,96
. . . . 6
--
—
Spanische Noten ....
46,46
46,64
Scheibeanstalt....
. . . . 9
138
139
——
T'chechoitowaliiche Noten.
12,39
12,45
Goldschmidt ....
. ... 6
56,13
—
56
56,4
Ungarische Noten
72,97
73,27
RütgerSwerke ....
. . . . 6
62
61,4
61,75
61,25
Melallgesellschaft. . .
. . . . 8
-
—
79,5
80
Dcvifenmarkl Berlin
- Frankfurt
a. M.
PWpp Holzmann . .
. . . . 7
102,75
102,5
102,7
103
11. April
14. April
Zementwerk Heidelberg
. 4 10
83
—
—
—
Amtliche JloUtruiw
Amtliche Notierung
Cementwerk Karlstadt. Watch 8t Nreytag
. . . 10 . . . . 8
38
38,25
37,5
—
("flO
Brie,
Geld
Briet
AmE.- >Rott.
168,29
168,63
168,41
168,75 ’
EchullbeUl Patzenhofer
. . . 15
—
—
180
181
Bu n--AireS Brss. Anttv
1,451
58.32
1,455
58,44
1,444
58,31
1.448
58.43
Cftroerfe......
. . . 12
—
—
—
—
Christiaitia.
112.26
112,48
112,24
112.46
Aku ......
. . . 18
94,25
93
94,25
93
stop:nhag:n
112,25
112,47
112,22
112.44
Bembcrg......
. . . 14
106,65
104
105,5
104,5
112,32
112,54
112,29
112,51
Zellstoff Waldlwl .... 1B7,
Zellstoff Aschaffenburg ... 12
Charlottenburger Wasser ... 8
112,5
88,5
—
112
88,5
112,5
87
Helsiiigfors
Italien. . .
10,556
21,965
10,576
22,005
10,557
21,97
10,577
22,01
—
—
—
—
Bonbon. . ,
20,389
20,429
20,386
20.426
Dessauer Ma» . .
. ... y
—
—
143,4
142,75
s),eunnrf ■ •
4,1965
4,2045
4.1965
4,2045
Daimler «Rotoren . .
. ... 0
34
34,75
34,75
35
Paris....
16.404
16,444
16,405
16,445
Deutsche Linoleum
97
103
98
103,25
Schwei) • •
80,825
80,985
80,83
80.99
Maschinenbau A.-G. .
. ... 0
—
—
—
—
L?vani'N . .
46,50
46,60
44,82
44,90
Nal. Automobll . .
. . . . 0
—
—
—
—
Japan .. .
2,073
2,077
2.073
2,077
Crcnfiein & Koppel .
. . . . 6
—»
—*
56,75
57,75
-ttio de Jan-
0,307
0,309
0,306
0,308
Leonhard Tietz z .
... 10
123
—
124,5
125,5
Wien in D-»
EvenSka ■ •
• • • • •
264
—
264
264
Ceft. abgest
58,98
59,10
58,995
59,115
Prag - - . Belirad . .
12.429
12,449
12,427
12,447
rtranffutlcr Malchinea
18,5
18,75
19,25
—
7,380
7,394
7.380
7.394
Griyner . . .
.... 6
40,5
—
Buouv'st. .
73,15
73,29
73,13
73,27
Heyligenltaedl . . .
. . . . 0
—
—
—
Bulgarien
3,047
3,053
3,042
3.048 ID, 89
Iungbans.....
. . . . C
__
——
—
s'tssabon .
18,85
18,89
18,85
Lechwerke......
. . . . 8
—
—
—
—
Danzig. . .
81,53
81,69
31,51
81.67
Mainkrastwerte Höchst a. M.. . k
——
—
—
—
«onst.unu.
1,784
1,789
1,784
L789
Miag ......
... 10
_
—
——
—
Athen
5.44
5.45
5.41
5,49
Gebt. Roeder ....
. . 10
—
—
—
—
Lanaoa
4.193
4.200
4,193
4,201
Botgt & Haeffner . .
. . . . 0
——
—
—
—
Uru uan . .
2.827
2,833
2,827
2,833
Süddeutsche Zucker .
. . . 10
136,25
—
134,5
—
Lairo
20,91
20,95
20,91
20,95


