Ausgabe 
13.1.1931
 
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Nachdruck verboten

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17. Fortsetzung.

DaS Herz schlug ihm laut.

Er war doch frei frei äußeren Fesseln er mußte

er abseits. Aeberhaupt, .manchmal dachte ich schon, wir leben hier alle wie in einem ver­gessenen Königreich, so einem etwas märchen­haften Reich, in dem nur ab und zu etwas von dem Windhauch aus der lauten Welt da draußen herüberweht

Wördehofs horte stumm zu.

Ein wenig war er zusammengezuckt, als Nico- lette das Wort von dem vergessenen König­reich sprach. Das gleiche Wort, das er seinem Stück gegeben hatte, von dem sie doch nichts wußte!

And was er aus seiner Phantasie und Sehn­sucht heraus in Worte und Gestalten geformt Nicolette erlebte es hier in Wirklichkeit!

Was war dagegen alle Dichtung?

3a sie hatte hundertmal recht: Hier, in dieser Ruhe, lag das vergessene Königreich, um das sich in Berlin an seiner Bühne die Ge­müter gestritten hatten. Du lieber Gott!

Sowas konnte man ja eigentlich kaum aus die Bühne bringen. Man muhte darin leben, und aus der Kraft solchen Lebens schreiben!! Kein Theater, nein, sondern Bücher, Romane!

Ein Königreich, das man vergessen hat", mur­melte er.3a Sie haben wohl recht, Fräulein Nicolette. And hinten über dem Städtchen steht das Königsschloß! And über die Landstraßen da unten zwischen den Bergen, fahren die Wagen, der Kutscher auf dem Bock, raucht seine Pfeife und blickt in die Wälder, und die Frauen und Kinder suchen nach Beeren und schönen gelben Pilzen. And des Abends in der Dämmerung klingen Lieder auf vom Heimatland, oder dem Mühlenrad und die Bäche rauschen. Man hat das alles vergessen da draußen in der großen, lauten Welt."

Nicolette blickte ihn mit leuchtenden Augen an. Ergriffen von seinen Worten.

Er schwieg.

Beide sahen in den Wald hinein.

Nun wird bald der Abend kommen", sagte Nicolette.

3a dann brennen die Bäume unter den letzten Strahlen der Sonne. Wollen wir so lange bleiben?"

Sie nickte.

Die Beeren waren verzehrt. Leise rauschten die Wälder.

Langsam begann Wördehoff, als müßte das so sein, von sich zu erzählen. Bpn seiner Kindheit sprach er, die er in der Stadt im Dunst und Dauch der Fabrikschlöte verlebt hatte. Bpn den Sorgen der Eltern um ihre Existenz. Bon seinem Streben erzählte er, seiner Sehnsucht, hochzu» 1 ommen aus dem Dunst, von seinen Lebensjahren 1 "ach drm Tod« der Eltern in den Hörsälen der »

Wird nicht angenommen, so gut es auch ge­meint ist. Seien Sie lieb und legen Sie sich hier ins Gras und bilden Sie sich ein. Sie wären ein Negerkönig!"

Wördehoff mußte lachen. Nicolette brachte den Negerkönig" gar zu drollig heraus.

Da muß ich allerdings gehorchen."

3a das müssen Siel" drohte sie schelmisch.

So lag er denn lang im Gras und Nicolette machte sich allein ans Beerenpflücken.

And die Sonne brütete heiß über dem Wald.

Wördehoff hatte die Augen geschlossen. Aber nach einer langen Weile, in der er lächelnd hin­geträumt hatte, fühlte er, daß Nicolette kam.

Er öffnete die Augen.

3a da schritt sie schon heran leicht und schwebend. And kniete schon neben ihm nieder mit einem heißen, glücklichen Gesicht und zeigte stolz den Hutkorb, der mit Erdbeeren voll­gefüllt war.

Da sehen Sie nur ob wir beide daran genug haben?"

3ch denke doch, Sie fleißige Beerenleserin!"

Er richtete sich auf.

And ich habe derweilen auf der Bärenhaut gelegen! Also ein richttges germanisches Fa° milienidhll I"

Nun sahen sie beide im Gras, und Nicolette stellte die Erdbeeren zwischen sich und Wördehoff.

Sie dürfen anfangen, Waldläufer!"

Ditte erst Sie!"

Nein Sie!"

Sie nahm eine der Beeren zwischen die Finger- spchen und steckte sie ihm zwischen die Lippen. Mit einer verhaltenen, scheuen Zärtlichkeit. Eine Sekunde lang tagen ihre Finger an seinem Mund aber dann griff sie schnell wieder in den Hut und ah selbst.

Die Glut des Mittags schien verrauscht zu sein. Die Sonne war milder geworden. Das Flimmern m der Luft verlor sich mählich.

3a es war Nachmittag geworden.

Wir werden bald umkehren müssen", sagte Wördehoff leise.

Aber Nicolette antwortete:

O nein, bitte! Wir bleiben noch ein wenig. Papa ist es heb, wenn wir nicht so früh wieder­kommen. Er will ja doch heute gerne allein sein ich weih das. And dieser Tag ist so wunderschön, dah man ihn voll auskosten muh. Noch nie waren wir so lange im Wald."

(Sie blickte rund herum und über die Lichtung hmaus, wo leichte weiße Wolken über den Himmel segelten und in der Ferne im grünen Wipfel­meer untertauchten.

Mir ist hnKcr, fuhr sie fort,als wäre der -wald hier von tax Zeit vergessen- als stände

_ . . fie zerreißen!

Da.wandte sie den Kopf zu ihm und ließ den Arm fallen. Eine feine Röte glitt über ihr Gesicht. Ruhig lag nun die Hand dicht neben ihm. Ob sie auf eine Berührung wartete?

Er hatte nicht den Mut dazu.

And Nicolette ließ sich mit einemmal vom . Stein gleiten und sagte:

Die vielen Blumen hier. 3ch werde 3hnen einen Strauß pflücken"

Wördehoff folgte ihr mit den Blicken.

Mit kurzen Schritten ging sie hierhin und dahin, und ihr toeißes Kleid wehte um ihre schlanken, feinen Glieder. Wie eine junge Dirke im Wind, dachte er, so ist sie.

Rach einer Weile kam sie mit einem bunten Strauß zurück und Wördehoff meinte:

3ch danke 3hnen. Die sollen wohl in mein Zimmer?"

Sie nickte eifrig.

Er lächelte geheimnisvoll.

Dann haben Sie wirklich die ,sühe Heber» raschung' verdient, die ich 3hnen zugedacht hatte."

Eine Aeberrafchung?" fragte sie gedehnt. ..Was denn für eine?

»Das werden Sie bald erleben. Wollen wir weiter gehen?"

3ch bin ausgeruht genug.

Dann Abmarsch!"

Sie wanderten weiter. Wie lange? Die Zeit verrann. Dis Wördehoff plötzlich stehen blieb und auf eine Schonung zeigte.

Da ist die Aeberrafchung. 3ch habe neulich zufällig diese Stelle gefunden."

Dor langem mußte hier ein Schlag gewesen sein. Aber neuer Same war auf die Lichtung gefallen, und ein neues Geschlecht junger Tannen drängte empor. Grillen zirpten im Gras irgendwo rief der Kuckuck in die Stille hinein' und dann wuchsen hier Erdbeeren!

Nicolette sah es gleich und klatschte entzückt m die Hände.

Erdbeeren!"

»3a und es scheint, als ob diese Stelle hier noch reichlich unbekannt geblieb n ist. Denn alles ist noch voll! Die schönsten Walderdbeeren, die man sich denken kann. Merken S e den Dust? Run genieren Sie sich nick, Fräulcui Nicolette' Pflücken Sie, pflücken Scs! 3ch helfe mit!"

Aniversitäten und dem Labyrinth der Welt. Da tauchte auch manch lustige Episode in seiner Erinnerung auf und manchmal lachte Nicolette hell und klingend.

Während er noch sprach, tauchte die Sonn« hinter den Wäldern unter.

Die Wipfel flammten rot auf unter dem lehtey Widerschein. Aber da beider Blicke sich an dem Farbenwunder berauschten, sahen sie nicht, tote von der anderen Seite her sich eine dunkle Wolks immer weiter über den Himmel schob, schwer von all der Feuchtigkeit, die die Erde tags- über unter der Gluthitze hatte ausströmen müssen.

Erst als ein paar Regentropfen herunterfielen, merkten sie es und sprangen nun- schnell auf.

O das ist aber eine dumme Aeberrafchung", rief Nicolette und griff nach ihrem Hut.

Wördehoff lachte.

Aber sie war ja doch schon lange nötig. Nun aber schnell schnell"

Der Regen wurde stärker.

Sie durcheilten die Lichtung, liefen dem dich­teren Wald zu, wo Wördehoff unter einer breit- kronigen Buche halt machte.

So hier wollen wir fürs erste bleiben, denke ich. Dieses Dach schützt uns, wenn's nicht gar zu schlimm kommt. And es ist auch schön, von hier aus in den Regen hinauszusehen. :

Die Wolke schien es in der Tat nicht allzu schlimm zu meinen.

Ein gleichmäßiger feiner Regen riefelte nun herunter und goß erquickende Kühle aus. Wörde­hoff und Nicolette konnten es ruhig wagen, unter der Buche Platz zu nehmen, das Laubdach ließ keinen Tropfen durch.

Eintönig fiel der Regen und füllte mit feinem kühlen, lebendigen Rauschen den ganzen Wald.

Die Erde duftete.

Wördehoff blickte Nicolette von der Selle an. 2 3n' ihren Augen war ein dunkler, verhängter Glanz. 3hre Hände lagen still im Schoß und hielten den bunten Strauß.

Unfer Königreich", dachte er.Da sitzen wir \ nun mitten drin. Alles andre ist vergessen. Wir beide nur sind b#a ich und Nicolette. 1 Ob sie wohl ebenso denkt?"

Er zog vorsichtig sein Notizbuch hervor.

Ein besonderer Gedanke war ihm gekommen.

So froh und still-glücklich war ihm zumute.

Rasch glitt fein Bleistift in steiler, klarer Schrift über das Papier. Er lächelte während des Schrei-, bens und blickte kaum auf.

Dann war er damit zu Ende.

Riß das Blatt heraus und legte es Nicolette in den Schoß. Gerade auf die Blumen.

»Ditte das gehört 3hncn."

^Fortsetzung folgt!

Die kleine Nicolette

Vornan von Paul Hain

verbunden. Oder um es genauer zu sagen: 12 Mil­lionen Kilometer Ortsleitungen sind schon jetzt in Betrieb, aber die vorsorgliche Reichspost hat weitere vier Millionen Kilometer bcreitgcftellt, um jederzeit neuen Wünschen Rechnu« tragen zu können. Das sind zusammen bereits 16 Millionen Kilometer Ka­bel. Dazu kommen aber noch etwa 4% Millionen Kilometer Fernleitungen, die die verschiedenen Orts­netze miteinander verbinden, und von denen mehr als drei Millionen Kilometer unter der Erde liegen. Insgesamt verfügt das deutsche Fernsprechwesen demnach über mehr als 20 Millionen Kilometer Kabel. Diese Strecke ist zu groß, um ohne entspre­chenden SZergleich vorstellbar zu werden. Der Aequa- tor ist nur 40 000 Kilometer lang; würde man alle deutschen Fernsprechleitungen aneinander legen, so konnte man das entstehende Kabel fünfhundert- rnalurnden Erdball schlingen!

Diese Zahlen genügen, um zu zeigen, was aus einer Erfindung geworden iftz von der man zuerst nichts wissen wollte. Dem Mann, der den ersten ^ernsprechapparat gebaut hat, ist es sehr schlecht gegangen. Er ist früh gestorben, und die Nachwelt hat ihm nicht einmal den Ruhm gelassen, der Er­finder dieser wichtigen Einrichtung gewesen zu sein. 6>ewöhnlich bezeichnet man heute Graham Bell als den Konstrukteur des ersten Telephons. Aber ebensowenig wie der Fernsprecher an einem be­stimmten Tag eingeführt wurde, ist er von einem einzelnen Menschen erfunden worden. Lange vor dem Amerikaner Bell bastelte in Deutschland der Lehrer Johann Philipp Reis an einem Apparat, der dem menschlichen Ohr nachgebildet war und Töne übertragen sollte. Reis, der im Jahre 1834 zu Gelnhausen geboren wurde, war ein Lehrer, den feine Schüler für eine Art Zauberer hielten. Mit allerlei unheimlichen Apparaten belauschte er die Unterhaltungen seiner Schüler, ohne im Klassenzim­mer anwesend zu fein. Der Fernsprecher, den er mit primitivsten Mitteln konstruierte, war gewiß sehr unvollkommen, wurde aber schon im Jahre 1865 von einem amerikanischen Gelehrten dem Zaren Alexander II. vorgeführt, der sich sehr anerkennend darüber aussprach. Im übrigen wurde Reis nicht ernst genommen. Er starb am 14. Januar 1874 an einem Lungenleiden, das er sich durch die Benutzung giftiger Gase bei feinen Experimenten geholt hatte.

Am 14. Februar 1876, zwei Jahre nach dem Tode des ersten Erfinders, meldete Graham Bell in Ame­rika einen Fernsprecher zum Patent an. Und am selben Tag, nur zwei Stunden später, reichte der Amerikaner Elisha Gray ein Patengesuch für einen ganz ähnlichen Apparat ein. Die Sache lag in der Luft. Bell war ein Lehrer, der Taubstumme unterrichtet hatte. Er hatte nicht immer in Amerika gelebt, sondern Anfang der sechziger Jahre des vo­rigen Jahrhunderts in Schottland studiert und dort einen Apparat des deutschen Erfinders Reis ken­nengelernt. Diesen Apparat hatte er nun verbessert und hoffte, damit viel Geld zu verdienen. Zwischen ihm und seinem Konkurrenten Gray entspann sich ein langwieriger Prozeß, der nicht immer sehr vor­nehm geführt wurde. Schließlich legte man den Streit dadurch bei, daß die beiden Patente vereinigt wurden. Im Oktober 1876 wurde Bells Apparat auf der Weltausstellung in Philadelphia gezeigt, wo übrigens gleichzeitig auch Edisons neue Glüh­lampe ausgestellt wurde. Die praktischen Ame­rikaner hielten den Fernsprecher keineswegs für eine Spielerei, sondern im Gegenteil für ein großes Geschäft, und die amerikanische Presse beschäftigte sich eingehend mit dieser Sensation

Im Spätherbst 1877 sah der Generalpostmeister Heinrich Stephan auf dem Titelblatt einer wis­senschaftlichen amerikanischen Zeitschrift das Bild Graham Bells, wie er in Neuyork an einem merk­würdigen Apparat stand und hineinsprach. Dazu gab die Zeitschrift eine genaue Beschreibung des Apparates. Stephan setzte sich mit aller Kraft für die neue Erfindung ein und wurde dabei von Emil Rathenau unterstützt. Freilich ahnten beide Männer nicht, welchen Erfolg ihre Bemühungen schließlich haben würden. Sicher konnten sie sich nicht vor- stellen, daß in einem halben Jahrhundert auf je 100 Deutsche fünf Telephone entfallen würden. Noch weniger konnten sie sich denken, daß I

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ausgerechnet aus der ,Höhle des Löwen", vom Platz des Tabellenführers und voraussichtlichen Meisters mit nach Hause bringt Dabei kann Mar­burg froh sein, wenigstens noch ein Unentschieden erzielt zu haben, da dem Spielverlauf nach Gießen, das bis zur Mitte der zweiten Halbzeit mit 2:0 in Führung lag, Öen Sieg verdient hätte. Die BfB.er können' jedenfalls stolz fein auf den Verlauf und das Resultat dieses Treffens Bezeichnend für sie ist, daß fie gegen die stärksten Gegner stets die besten Spiele lieferten.

Marburg fand sich auf dem gefrorenen, unebenen Boden zuerst und kam in mehreren Angriffen nach vorne, ohne jedoch gefährlich zu werden Bald tarnen auch die Gießener in Fahrt und zeigten ein präch­tiges Spiel, gegen das die Einheimischen zeitweise etwas abfaüen ließen In flottem Tempo kämpfte man beiderseits unter Einsatz aller Energie VfB. kam erst kurz vor der Pause durch den Mittelstürmer zum Führungstor. Die zweite Halbzeit beginnt VfB Kurhessen mit einer Reihe von Angriffen, ohne aber erfolgreich zu sein. Etwa nach zehn Mi-

25 Milliarden Ortsgespräche und eine Milliarde Ferngespräche geführt werden. In Deutsch­land hat man es nur auf etwas über 2 Milliar­den Ortsgespräche gebracht, zu denennoch nicht einmal" 300 Millionen Ferngespräche kommen. Im­merhin steht das deutsche Fernsprechwesen auf dem europäischen Kontinent an erster Stelle. Aber es ist merkwürdigerweise nicht nur von den Vereinigten Staaten, sondern sogar von Japan überflügelt wor­den, das es auf nahezu 3 Milliarden Ortsgespräche im Jahr gebracht hat.

nuten Spielzeit vermag Gießen einen feiner forsch vorgetragenen Gegenangriffe durch eine feine Lei­stung seines Rechtsaußen mit einem Torschuß abzu­schließen und so feinen Vorsprung auf 2:0 zu er­höhen. Die VfB.er mußten sich dann aber von der Platzmannschaft, die, von den zahlreichen Zuschauern angefeuert war, etwas zurückdrängen lassen. Mar­burg bekam einen Elfmeter zugesprochen, der ge­halten wird. Wenig später fällt aus einem Gedränge heraus das erste Tor für die Einheimischen, dem bald daraus durch das leichtsinnige Spiel des sonst vorzüglichen VfB.-Tormanns das zweite und da­mit das Ausgleichstor folgte. Gießen bot noch ein­mal alles auf, konnte aber einen Sieg nicht mehr sicherstellen.

Mit großem Interesse sahen die Fuhballan- hänger dem Tressen der beiden Reservemann­schaften der hiesigen Vereine entgegen. Auf dem Waldsportplah hatten sich trotz der reichlich küh­len Witterung eine Anzahl unenttoegter Zuschauer eingefunden, die denn auch keine Enttäuschung er­lebten. Deide Mannschaften lieferten sich einen überaus flotten und technisch hochstehenden Kampf, der die DfDer zum großen Teil in leichtem Feld­vorteil sah und eine Menge spannender Situatio­nen brachte. Dereits in der 7. Minute vermochten die Plahbesiher den ersten Erfolg zu erzielen, dessen sie sich allerdings nicht lange erfreuen durf­ten, denn bereits in der 12. Minute fiel der Aus­gleich. Mit verstärkter Energie gingen die bei­den Mannschaften an den Dali, ohne daß der einen oder anderen Partei vor dem Wechsel noch ein Erfolg beschieden gewesen wäre. Ein 1900er muhte sich vor dem Wechsel eine Herausstellung gefallen lassen. Die zweite Halbzeit brachte eine Kampfhandlung von unvermindertem Elan. Den DfBern war in der 12. Minute aus dem Ge­dränge heraus ein zweiter Erfolg möglich, Tor­chancen wurden indeslen auf beiden Seiten nickt ausgenützt. Den Dlauweihen war eine glänzende Möglichkeit zum Ausgleich in Form eines Elfme­ters gegeben (von Enders getreten), der aber in allzugut gemeinter Plazierung direkt an der Latte landete, ins Feld zurücksprang und durch den Ver­teidiger aus der Gefahrenzone befördert wurde. Der Ausgang des Kampfes bedeutet eine kleine Lleberraschung, denn allgemein war den 1900em auf Grund ihrer letzten Überzeugenden Leistungen der Sieg zugesprochen.

Handball der Sp.-Bg. 1900.

Tv. Wieseck l 1900 I 5:12.

Zum fälligen Gefellschaftsrückspiel trat 19008 erste Handballelf auf dem Wiesecker Sportplatz der gleichen Mannschaft des dorttgen Turnvereins (ADT.) gegenüber. Obwohl die Gießener mit einigen Ersatzleuten antraten, übernahmen sie sofort das Kommando. Alle Teile arbeiteten gut zusammen und der Sturm brachte bis Halbzeit sieben Tore zustande, denen der Gastgeber nur eins entgegenzusehen vermochte. Rach dem Wechsel gingen die ADT.-Leute mit großem Eifer an die Sache, um ein günstigeres Ergebnis zu erzielen. Die Gießener Hintermannschaft wurde stark in Anspruch genommen und konnte nicht verhindern, daß die Plahbesiher noch zu vier Erfolgen kamen. Für die 1900er boten sich

Daß es zu der in der Vorschau als durchaus .... Bereich der Möglichkeit liegend bezeichneten Sensa­tion, nämlich einem Sieg der Gießener VfB.-Els über ihren Marburger Namensvetter nicht kam, verdankt Marburg lediglich einem glücklichen Zufall. Immerhin bedeutet es noch Ueberraschung genug, daß VfB. seinen ersten auswärts erftrittenen Punkt

in den Vereinigten Staaten von Amerika einmal 20 Millionen Sprechstellen bestehen und in der gan­zen Welt weit mehr als 25 Millionen A p - parate aufgestellt sein würden, deren Besitzer über viele tausend Kilometer hinweg mit größter Selbstverständlichkeit ihre Meinungen auszutau- schen vermöchten Das Telephon war vor 50 Jahren eine recht primitive Einrichtung, und man war sehr zufrieden, wenn mit ihm eine Strecke von ein paar Kilometer überwunden wurde. Keineswegs dachte man an einen Masfenbetrieb, der jetzt dazu geführt hat, daß in den Vereinigten Staaten jährlich über

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Die Ligamannschaft raffte sich im Spiel gegen die Sportvereinigung 03 Frankfurt a. M.Fechen­heim (Süddeutsche Oberliga) zu einer ganz beson­deren Leistung auf und rang dem ausgezeichneten Gegner in einem schnellen und spannenden Spiel ein Unentschieden 3:3 ab. Nach einer überragen­den ersten Spielhätfte ließ die Kampfkraft der Gießener gegen Schluß des Spieles etwas nach, so dah Fechenheim in den letzten 15 Minuten noch zum Ausgleich kam, beidesmal im Nachschub nach glänzender Abwehr des Gießener Torwarts vor­her. 1900 trat den kompletten Süddeutschen mit Ersatz für Adelsberger, Henrich und Langsdorf entgegen, war aber von einem Kampfgeist be­seelt und zeigte dabei so gute Leistungen, daß nach dem Führungstreffer der Fechenheimer Gie­ßen dreimal hintereinander erfolgreich war. Halb­zeit 3:1 für 1900. Dis dahin hatte der Platzverein durchweg mehr vom Spiel und durch das tadellose Zusammenarbeiten die weitaus größere Anzahl der sichersten Torchancen. Auch nach der Pause wogte der scharfe, aber ritterliche Kampf aus und ab. Eine glänzende Chance für Gießen unterband der Schiri durch Abseits. Die Gäste holten dann bei dem Nachlassen der Giehener auf. Die Ge­legenheit zum Sieg verpatzte aber der einheimische Halblinke, als er zwei Minuten vor Spielschluh vor dem verlassenen Fechenheimer Tor versagte.

Die dritte Mannschaft verlor gegen die gleiche Mannschaft des Lokalgegners 2:1, obwohl sie, zah­lenmäßig geschwächt, größtenteils feloübcrlegen war. 1900 lieh in diesem Spiel einen Elfmeter aus, der zu einem Llnentschieden gereicht hätte.

BfB.-Gießen.

VfB. kurhessen Marburg VfB. 2:2.

Der Kreis Vogtland des DSV. hielt am Sams­tag und Sonntag bei recht guten Schneeverhält­nissen seine Kreiswettkämpfe ab. Den Wander­preis der Stadt Falkenstein für den besten Läu­fer in der Kombination konnte Walter Glatze Klingenthal, erfolgreich verteidigen und damit auch die Kreismeisterschaft an sich bringen.

Borsitzendentag der Turner.

Aus dem 5. Bezirk im Turngau Hessen der DD,

Der 5. Bezirk im Turngau Hessen hielt am Sonntag in Butzbach unter dem Vorsitz von! I Studienrat Th ierolf (Friedberg) seinen dies­jährigen D o r s i tz e n d e n t a g ab, bei dem in iS zwei Ausnahmen alle Bezirksvereine vertreten waren; vom Gau war zweiter Gauvertreter Schneider (Butzbach) anwesend. Die Tagung diente u. a. auch der Vorbereitung aus den vor­aussichtlich am 8. März in Gießen stattfinden- den großen Gauturntag. Die rege Aus­sprache über turnerische Tagesfragen befaßte sich zunächst eingehend mit der Stellung der D. T.-Verein« zu anderen Verbänden. Dabei kam einmütig zum Ausdruck, daß die D. T. in die­sen politisch bewegten Zeiten einmütig an dem Paragraphen 2 ihres Grundgesetzes festhalten müsse, der unbedingte parteipolitische und kon­fessionelle Neutralität fordert.

Dann galt die Aussprache der Erwerbslosen- V? frage. 3n einer Entschließung wird die Ij Gauleitung gebeten, bei den übergeordneten Or- h ganisationen dafür einzutreten, der sich infolge t Zunahme der Erwerbslosen unter den Mitglie- j dem vieler Vereine bemerkbar machenden Geld­knappheit durch Herabsetzung der Beiträge für den Kreis und die D. T. während der Notzeit ; Rechnung zu tragen. Nächsten Samstag findet in Lang°G öns abends eine Turnstunde der ge­übteren Turner des Bezirks statt. Das Bezirks- * geräte-Wetturnen wird in Lang-Göns am V- 22. März veranstaltet, das volkstümliche Bezirks-,?! turnen anfangs 3uni in Dorn-As senheim.M

Südwestdeutsche

Eishockeymeisterschasteu in Frankfurt.

Am ersten Tage der in Frankfurt zum Austrag kommenden Eishockeymeisterfchaften des Südwest- deutfchen Eislaufverbandes kamen zwei Spiele zum Austrag. 3m ersten Treffen standen sich die beiden Frankfurter Mannschaften SC. Forst- : Haus st ratze und Tennisclub 1914 ge- genüber, wobei der SC. Forsthausstraße 6:1 (1:0, i

zwar auch wieder eine Menge Torchancen, jedoch wurden durch zu eigennütziges Vorgehen der Stürmer nur fünf ausgewertet.

Handball im Gau Hessen (D.T.)

Tv. Großen-vuseck I To. 1846 Gießen I 7:2.

2lm Sonntag trafen sich die beiden Mannschaften auf dem Platz in Großen-Bufeck. Das Spiel wurde als Geselljchaftsspiel ausgetragen und brachte dem Platzbesitzer einen verhältnismäßig hohen Sieg, der um so bedeutungsvoller ist, als im letzten Verbands- spiel die Gießener Turner den Kamps für sich enb scheiden konnten. Beide Mannschaften traten mit nur zehn Mann an und lieferten sich einen zwar harten und schnellen, aber doch fairen Kamps.

Glaß Boqtlond-MeiNer.