Ausgabe 
13.1.1931
 
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Dienstag, 15. Januar 193(

Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für ©bertjeffen

Nr. 10 Zweites Blatt

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haben.

23),li3ünudr 1931 init Professor Mriius

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hat die Genugtuung über Balbos Erfolg nicht Eecinträd)tigt, aber den Lärm des Jubels etwas abgcDämpft: Balbo sagt schlicht und einfach, solche Äälle seien das Risiko, das bei derBrenn- siossuberlastung nicht auszuschalten gewesen wäre. Das Wagnis ist jedensalls gelungen. Alt und jung b.tden mit berechtigtem nationalen Stolz auf i?ic blaugrauen Flieger, die als beschwingte CBoten ein Zeugnis von dem neuen Italien über

den Ozean nach Lateinamerika trugen.

Dör Geschwaderflug ist ein Ereignis für die Fliegerei der gesamten Welt, mit Recht vergleich­bar den ersten Flügen Wrights und dem un­gestümen Wagnis Lindbergs und Köhl-Hüne- fclds. Roch nie ist der Ozean von einem Flugge­schwader bezwungen worden. Zwölfmal sind Cinzelflieger in den letzten acht Jahren zum Flug Über den südlichen Atlantik ausgestiegen, unb ihre Leistungen werden durch den Geschwa­derflug nicht beeinträchtigt, aber noch nie hat eine Fliegertruppe eine ähnliche Gesamtleistung buchen können, wie die italienische.

Der erste südliche Ueberseeflug wurde im Jahre 1922 von den Portugisen Scadura, Cabral und Coutinho aus dem WasserflugzeugFairey" in Etappen von Lissabon nach Rio de Janeiro vom 30. März bis zum 16. Juni durchgeführt. Im Jahre 1926 folgte der Dornier Wal ..Plus Ultra" Lnit den Spaniern Franco. Ruiz de Alda. Duran

und Rada, die Buenos Aires von Spanien aus ebenfalls in Etappen erreuykn Der Dritte Flug wurde 1927 von den Brasilianern De Barros. Cunha Braya und Cinquini auf dem Savoia 55,Jahu" von Gibraltar nach San Fernando di'Roronha zurückgelegt, als Dierter überquerte 1927 der Italiener De Pinedo mit bei Prete und Zaechetti ebenfalls mit einem S. 55 den süd­lichen Ozean von Porto Praia nach San Fer­nando bi Roronha. Jrn gleichen Jahre folgten Garte Borges, Jbarra unb Rigoli (Hruguai) in ostwest.icher Richtung, hoch würbe chr Dor­nier Wal bereits bei Capo Judi in Westafrika zerstört.

Glücklicher war ber Dornier Wal ber Portu­gisen De Beires, De Castilho unb Gouweia, bie

Steigerer icr W

Der Route, Die nicht zuletzt von Deutschem Wagemut bezwungen wurde.

Das italienische Fluggeichwader hat mit der Strecke Bolarn aP ort Ql a t a l seine cigcnt- liche Probe bestanden, wenn auch das Ziel noch rund 2400 Kilometer entfernt ist. Die beiden Etappen von 1000 unb 1400 Kilometer über Bahia nach Rio de Janeiro Dürften keine Schwierigkeiten mehr bereiten, da die italieni­schen Flieger an derartige Streckenflüge durch sorgfältigste Ausbildung schon gewöhnt sind. Der Uebcrfceflug ist, von einem Geschwaders lug nach London und Berlin abgegeben, die dri11 e Un­ternehmung größeren Stils der italienischen Fliegertruppe. Im Jahre 1928 durchkreuzten 61 Aufklärungsflugzeuge 2800 Kilometer des west­lichen Mittelmeeres. Im Jahre 1929 trugen 36 leichte Bomben-Wasserflugzeuge die italieni­schen Farben nach Griechenland, der Türkei, Bul­garien. Rumänien unb Rußland. über rund 4600 Kilometer. Weit größer finb die Anforderungen des gegenwärtigen Fluges der schweren Bomben­flugzeuge.' der rund 10 400 Kilometer beträgt.

Zwölf Monate lang ist bie Mannschaft des Ueberseegeschwabers in Orbetello einer beson­deren Vorbildung für die neue Aufgabe unterzogen worden. Gewiß, es waren nur 56 Mann, und doch hebt auch diese Zahl bie durch- schnittliche Fähigkeit bes italienischen Militär­fliegers. Auf die Gesamtleistung allein kommt *an; unb es ist bezeichnen!), baß in ben Mel­dungen über die Ankunst in Brasilien hier weder die wohlbehaltene Qlnhmft des Generals Balbo noch die fehlenden Flugzeuge überhaupt erwähnt, sondern nur ber Erfolg bes Geschwa - ders festgestellt würbe.

Wie ber Ausgang bes Fluges auch sei", er­klärte Balbo vor seinem Start,wir sind ruhig. Ich, der ich den Aufbau des Militär- unb Zivilflugwesens ber gesamten Welt kenne, er­kläre mit Bestimmtheit, bah gegenwärtig ein an­deres Volk, bas denselben Weg wagen wollte, vielleicht das gleiche leisten könnte wie w r. aber nie Besseres toie toi r." Mit dieser Heber-

imng.

i Mcseck 3 Jahre hing er= und sind ir, nach- Mislerei

293D

Einsicht

Das Zlötenkonzeri von Sanssouci."

Dieser tönende Film schließt sich - nicht histo­risch-chronologisch, aber in der Anlage, im Stil unb vornehmlich in der f)auptroUenbefeyung - an die vor Jahren erschienenen stummen Fridericus-Fllme an Und die Klangsasjung ist hier nicht einmal von wesentlicher Bedeutung, da die Regie von Gustav U c i ck y den ganzen Streifen in erster Linie auf eine schone und möglichst getreue Bildwirkung an­gelegt hat. wie denn die große entscheidende Szene, die dem Ganzen den Namen gab. und schon zuvor die berühmte Tafelrunde sich eng die klassischen Vorbilder der Menzeljchen Malerei anlehnen Ver­blassend ist wiederum, wie schon früher, die Maske, in der Otto Gebühr den König darstellt, er ent­spricht dem Bilde, das man sich nach der porträt­mäßigen and literarischen Ueberlieferung macht er überzeugt auch im ruhigen, sicheren Sprechton und in der zugleich geistig überlegenen und menschlich sympathischen Darstellung die Friedrich II nicht nur als König unb Feldherrn behandelt, sondern gleicherweise auch als Diplomaten und als ritter­lichen Kavalier Die Fabel des Films, die ins Jahr 1756 kurz vor Ausbruch des siebenjährigen Krieges verlegt wird, ist an sich ziemlich dürftig und kaum ausreichend für einen Streifen von solchem For­mat: wie weit sie historisch ist fällt hier nicht ins Gewicht Sie ist ledenfalls mit viel Geschick und manchem hübschen Einfall gestreckt aber man

Lochschulnachrichten.

Dcr durch b;c Emeritierung von Pros. C. Grün- berg an der Universität Frankfurt erledigte Lehrstuhl der Rationalökonomie ist dem ordent­lichen Professor Dr Adolf Löwe in Kiel, an» geboten worden.

Pröfesfor Dr Ricolai Hartmann in Köln, dem als Rachfolger von Prof. Ernst Troeltsch ber Lehrstuhl ber Philosophie an ber Universität Berlin angeboten wurde, hat Den Ruf zu Ostern 1931 angenommen Prof. Hartmann, ber feit fünf Jahren bem Lehrkörper ber Universität Köln an­gehört. war früher Paul Ratvrps Rachfvlger in Marburg Seine zahlreichen Veröffentlichungen liegen auf Dem Gebiete ber Erkenntnistheorie^ Ethik unb Ontologie.

räche nßen:

in

Erft Originalaufnahme vom Start Der- 14 italienischen Flugzeuge, die unter Führung des Luftfahrt­ministers Balbo in 17 Stunden ben Ozean von Westafrika nach Brasilien überquerten.

man bieFantasie quasi Sonata" (Apres une Lecture du Dante) als einen geistigen Vor­läufer ber Danke-Symphonie bezeichnen. Wie schon bei Schumann, bewies sich auch hier Luise ©meiner auf ber Höhe ihres Könnens: sie gab bem Rhythmilch-^estrafften, Rhapsobischen ebenso Geltung wie bem thematisch Durchbrochenen unb bem klanglich Sublimierten. Im Erleben unb Er chließen des geistigen Geschehens im Werke zeigte sie sich hier als eine Pianistin großen Stiles.

Daß ber Konzertgeberin bret Zugaben abge­nötigt würben, mag als Maßstab für ben Er­folg gelten, ben sie sich beim Publikum erspielt hakte. _

Vielleicht wäre es für fommenbe Veranstal­tungen ratsam, mehr Gewicht auf bie Durch­heizung ber Aula zu legen. Dr. H.

zeugung stieg Balbo vor Orbetello auf. bet jüngste Luftfahrlminister Der Welt, der anderen die Hingavc an eine Ausgabe, die bie Ehre unb das Leden auf das Spiel setzt, nichts zu- muten will, ohne sich selbst der gleichen Sache ganz zu ver chreiden".

General Balbo ist einer Der bekanntesten Führer des Fasch.smus. dessen Figur als Oua- drumvir des Marsches auf Rom mit ber fa­schistischen Revolution aus bas engste Der-unDcn ist. Am 5. Juni 1896 in Ferrara geboren, zählt er erst 3 4 Jahre unb dock blickt er auf eine langjährige Tätigkeit im D.enste des fa­schistischen Regimes als Bcsehlehaoer ber Miliz, Unterstaats etretär im Wirtschafisministerium, Unterstaatssekretär unb schließ.ich Minister füc Luftfahrt zurück. Als ber Weltkrieg ausbrach, gehörte er allerbings zu ben Interventisten. Als Offizier ber Alpenjäger nahm er freiwillig an bem großen Ringen teil. Rach bem Waffen- ftillftanb gründete unb leitete er in Udine die Zeitung ..L'AlPino", widmete sich bann dem Studium Der Volkswirtschaft und gab sich schließ­lich. nach Ferrara zuruckgekehrt, ganz Der f a - schiitischen Revolution hin. In seiner Heimatstadt gründete er u. a den beute noch bestehenden(Sortiere Padona". Im Jahre 1926 vertraute ihm Mussolini das Unterstaats- s e f r e t a r i a t für Luftfahrt an. In we­nigen Monaten bestand er seine Pilvtenprüsung und machte sich gleichzeitig an die Reuord - n u n g ber italienischen Zivil- unb Militärfliegerei, bie unter seiner Lei­tung zahlreiche Einzel- unb Gesamtleistungen buchen konnte, weil das italienilche Flugwesen durch keine erniedrigenden Fesseln eines soge­nannten Friedensvertrages an seiner Entwick­lung gehemmt ist. Balbo wurde im August 1928 zuni General unb etwa ein Jahr später zum Minister ernannt. Aber er vergaß sein jour- nalistisches Herz nicht. Davon zeugen selbst feine Flugberichte, Denen nicht nur die italienische Oessentl.chkeit. sondern die ganze Welt mit Span­nung folgte.

Gießener Konzertverein.

V Konzen. Klavier-Abend tune Gmcincr

Beethovens Fantasie in O-Moll, op. 77, stellt nach Czernys Angabe ein Musterbeispiel für bie Art- bar, wie Beetyoven frei improvi­sierte. Dieses aus bem Augenblick geborensein prägt sich im Ausbau bes Werkes ab. Cs gilt zunächst ein Sammeln, ein Tasten, ein Suchen, Vis bann sich enblich greifbares melodisches Gut findet, das der augenblicklichen inneren Ver­fassung zu entsprechen scheint, es wird aber wieder verworfen, unb erst nach verschiedentlichen Ansätzen stellt sich bas erwünschte Thema ein. In feiner Durchsührung vermögen sich nun Können wie auch geistige Haltung bes Improvisierenden «auszubreiten und auszuwirkcn Ril)t burch eine worher bestehenbe Form wirb ber geistige Gehalt «ingefangen und g.Kunden, sond.rn bas Schaffens «rlebnis ist gleichzeitig ber Jmproviiationsvor- «iang. - Für ben Wiebergebenden biefer Beet­hoven-Fantasie besteht bie Schwierigkeit barin, Daß er keinen geschlossenen Formkomplek vor- , linbet, ber ihm bas Einbringen in bas Wesen I R's Werkes erleichtert, zu bem Erfassen bet geistigen Hintergründe muß ber günstige Moment 1>es Augenblicks hinzutreten als innerlicher Auf­schwung

Deshalb ist es nicht immer ratsam, diele Fan- tafie an ben Anfang bes Programms zu sehen , Luife ©meiner wird man bei pielsweiie zu.ben Individualitäten rechnen mülsen. bie erst im Laufe ler Darbietungen zur vollen Entfaltung ihres Innern gelangen Es soll hiermit kein Werturteil gefällt werben, aber es mag hierin ber ©runb ^u sehen fein, weshalb ihr bei ber Fantasie ber Hchritt vom Wollen zum inneren Mülsen noch -nicht möglich wat. Der erste Eindruck wat ber ünes Achtungserfolges. Jedoch bei ber Wald- Lein-Sonate horchte man auf, selbst ange­sichts bet Erinnerung an die Eindrücke, die Wil­helm Backhaus vor zwei Jahren mit diesem Werke Vermittelte. In sehr feiner Weise gelang ihr die tzrschliehung des Hauptthemas im Rondo im Wi rerschein der Rebenchemen. in ber Coda klang laß mit bewegter Lebensenergie erfüllte Werk jubelnb aus

Konnte man hier ihre tetnbif'e-en^i rte.mu.ilalb ! zche Art der Erfassung, bie Fähigkeit im Ausbau

iiveg 28.

Öland urldrei- ohrplat- 5 Korb- >i chand- menftiiy iberbän-'

Zünshunderimal um den Aequalor...

... reicht das deutsche Fernsprechnetz. - Ein halbes Jahrhundert deutscher Telephonverkehr. - Von 200 zu 3'/4 Millionen Fernsprechanschlüffen. - Japan telephoniert mehr als Deutschland.

Von Or. Ignaz Sauer.

den der Generalpostmeister Heinrich Stephan am 16. Juni 1880 zur Anmeldung von Fernfprechver« bmbungen veröffentlicht hatte, meldeten sich zu­nächst nur acht Personen, von denen einige

von Italien aus m Etappen Rio de Janeiro er­reichten. Roch immerim Jahre 1927 fanden Saint Romain, Mouneyres und Petit (Frank­reich) mit ihrer Farmanmaschine das Grab in den Wellen. Ihre Landsleute Costes unb Le Dri? überquerten Dafür aui ihremRungesser Coli" (Breguet) zum ersten Male den Ozean ohne Zwischenlandung von Senegal bis Port Ratal. Diese Leistung wurde im nächsten Jahre (1928) von ben Italienern Del Prete und Ferratin auf einem Savoia S. 64 durch einen 8000-Kilometer- Flug von Rom ohne Zwischenwasserung bis Tutos in Brasilien überboten. Doch kehrte lei­der nur Ferratin in seine Heimat zurück. Del Prete fand bei einem gluguniall in Rio be Ja­neiro den Tob. Im Jahre 1929 erreichten zwei Mannschaften die Spanier Jimenez und Igle­sias sowie Challe und Latte Borges aus Hru- guai von Sevilla die südamerikanische Küste, die ersten in Bahia, bie zweiten bei Matajvua, beibe auf einem Breguet XIX. Der zwölfte Ucberfeeflug wurde von den Franzosen Mermoz Dabry unb ©imie aus einem ßete 28'3 im Mai 1930 von Senegal nach Port Ratal aus- geführt, während der Rückflug in westöstlicher Richtung mißglückte. Diese kurzen Daten bringen bie heldenhafte Aufopferung f o D i e - ler Jünger des Flugwesens wieder in Erinnerung, die allein auf ber südlichen Halbkugel der Welt zu verzeichnen ist unb bie Enttäuschungen unb Erfolge auf ber noch schwie­rigeren nördlichen Strecke besonders beleuchten

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Rom, Januar 1931.

Das Dreikönigsfest ist hier der Tag Der Kin- idetbescherung, und am Abend vor. Epiphania fiert die römische Jugend triumphierend ihr Dasein durch ein ohrenbetäubendes Blechtrom- tctengetutc. Diesmal brachte bieBefana" xanz Italien ein befonberee Geschenk, ber Triumph ber Heberfeeflieger k ang in i icr Königshhmne unb bem Faschistenmarsch aus, «IS die Rachricht über bie glückliche Wasserung | »on zehn Flugzeugen des Balbog.schtoaders sich I wie ein Lausseuet gegen 21 Hhr burch Rom unb | Dann wenige Minuten Darauf burch ganz 3ta- * ien verbreitete. Die kurz danach herausgege»

>enc, zunächst zurückgehaltene Rachricht von bem

Zweifellos ist für bie Oefsentlichkeit ber Tag, an dem eine größere Anzahl von Fernsprechapparaten zum ersten Mal zur öffentlichen Benutzung fi ei­gegeben wurde, am bedeutsamsten, und wir haben also recht, wenn wir das Jubiläum nun endgültig auf den 12. Januar verlegten. Auf den Aufruf.

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'"3 bsturz zweier Flugzeuge gleich beim Start unb vom Tob 5 tapferer Flieger

ebenso wie auch ihr ausgeglichenes, wenn auch zuweilen in ber linken Hand etwas zu stark her- vortretenbes Spiel anerkennen, so gewann man boch erst bei ber Wiedergabe von Schum anns Fantasie (op. 17) ben grundlegenden bestim­menden Eindruck über ihr pianistisches Können wie auch über ihre Gestaltungskraft.

Dieses "Werk, in Ausbau und geistiger Haltung besonders typisch für Schumanns Schaffenseigen- art, war zunächst alsObolus auf das Denk­mal Beethovens', das in Bonn errichtet werden iolltc, gedacht. Denn Schumann beabsichtigte zu­nächst Den Ertrag aus diesem Opus bem Denk- malfonds zur Verfügung zu stellen. Den Plan ließ er |pater fallen, )at> auch von den ursprüng­lichen Heberschriften über die einzelnen Sähe ab (. Ruinen",Trophäen",Palmen") unb benannte bas Derk alsFantasie" und widmete es Franz Lilzt Den romaiuifajen Charakter bezeichnen am besten die Moktoworke SchlegelsDurch alle Töne tönet. ." Die inneren Kämpfe um Clara Dieck finden hier ihren Rieberschlag, dafür spricht eine Stelle aus einem späteren Bries an Clara Die Phantasie kannst Du nur verstehen, wenn Du Dich in ben unglücklichen Sommer 1836 zurückversetzest, wo ich Dir entsagte, jetzt habe ich keine Hrsache, so unglücklich und melancholisch zu komponieren."

Die Luise ©meiner bieFantasie" er­faßte und burchsuhrte, mußte Begeisterung er­wecken. Sie fanb ben Ausdruck für das Stürmen und Drängen, für bas innerlich Erlebte unb Be­wegte des ersten Satzes ebenso wie für bas Sieghafte, Kraftvolle des zweiten, es war er­staunlich, welche Klangfülle unb Steigerungs- fähigkeit sie dem Instrument abzugewinnen ver­mochte Richt minber aber blühten in k angschöner Kantabilität die poclieerfüllten Zwischensätze auf, im letzten Satze Klänge von entmaterialisierter Gelöstheit und ätherischer Leichtigkeit.

Weichströmende Gesang ichkeit, Längliches Zer­fließen. rhythmische Bravour kennzeichneten die beiden Gaben von Chopin (Rocturno m ris- Dur op. 15 Ar 2 und Bolero in C-Sur op. 19).

Am Schluß dcr Vortragssolge stand ein Werk, das man einmal als den Rachklang der glück­lichen Tage amehen kann, die Liszt mit Marie d Agoult in Bellagio am Corner-See oerleote. »um andern a -er gab bie Lektüre von ..Dantes | hehrem Gedicht" den innern Anstoß; so kann

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erklärten, die Spielerei ginge sie zwar nichts an, doch möchten sie ihrem Freund Stephan gern gc» fällig sein. Schließlich stieg die Zahl der Teilnehmer aus 48, dann auf 94, und nun warb Emil Nathe « nau, der Gründer der AEG., weitere 106 Perso­nen, so daß das erste Fernsprechbuch immerhin 200 Namen enthielt Im Jahre 1888 hatte Berlin be­reits 8000 Sprechstellen. Jetzt gibt es in Deutschland rund 2 Millionen Hauptanschlüsse, etwa 1,2 Millio­nen Nebenanschlüsse, dazu vielleicht 69 000 össent- liche Sprechstellen. Somit bedient die Reichspost die gewaltige Zahl von 3i Millionen Fernsprechern- schlösse

Auch ohne diese Ziffern weiß jeder Mensch, welche Bedeutung das Fernsprechwesen in einem halben Jahrhundert in Deutschland gewonnen hat Es ist aus unserer Zeit nicht mehr sort,;udenken, und es ist uns so selbstverständlich, unsere Mitteilungen durch das Telephon zu machen, daß wir uns gc- wöhnlich überhaupt nicht mehr darüber Rechenschaft geben, wie gewaltig die technische Leistung der Fernsprechämter ist. In den Ortsnetzen Deutschlands werden die Fernsprecher durch Leitungen von nahezu 12 Millionen Kilometer Länge miteinander

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Am 12. Januar waren fünfzig Jahre ver­gangen, seit das erste deutsche Fernsprechnetz in Betrieb genommen wurde

Es ist bei manchen großen Erfindungen eigen­tümlich, daß man nicht genau sagen kann, wann sie gemacht worden sind. Sehr ost läßt sich nicht einmal der Erfinder mit Sicherheit angeben Da wir es aber lieben, in gewissen Abständen rück­schauend die Entwicklung unserer Epoche zu betrach­ten, so müssen wir uns schließlich Darüber einigen, in welchem Zeitpunkt wir eine bestimmte Epoche der Technik beginnen lassen wollen. In Deutschland ist man jetzt überein gekommen, den 12. Januar 1931 festlich als den Tag zu begehen, an dem das deutsche Fernsprechwesen auf eine fünfzigjährige Geschichte zurückblicken kann. An jenem 12 Januar 1831 wurde das Berliner Fernsprechnetz als erstes in Deutschland eröffnet Aber schon vor vier Jahren hat man einmal ein ähnliches Jubi­läum gefeiert. Am 24. Oktober 1877 gelangten näm­lich die ersten ameritanischen Telephonapparate nach Deutschland und wurden sofort von dem Ge­neralpostmeister Stephan erprobt Und am 5. No­vember desselben Jahres wurden zwei Apparate, die Werner Siemens verbessert hatte, im Ber­liner Generalpoftamt in der Leipziger Straße und im Generaltelegraphenamt in der Französischen Straße in ständigen Betrieb genommen Wir hat­ten also schon im Herbst 1927 zweimal hinterein­ander Gelegenheit, das sünfzigjäyrige Bestehen des deutschen Fernsprechwesens zu feiern. Jeder Fort­schritt, der von 1877 bis 1881 gemacht wurde, war wiederum Anlaß genug, ein halbes Jahrhundert später ein Jubiläum zu begehen.

merkt eben doch an Dem Beiwerk von EpisvDen, AnekDoten unD Nebenhandlung, wie die Bearbeiter sich bemüht haben, diesen Mangel an filmaere'ch« tem Stoss auszugleichen und zu überbrücken, so daß das ganze Stück eigentlich mehr wie ein Spielfilm als wie ein historischer Film anmutet Die diploma­tischen Borpostengefechte und Spionageaffären zwi­schen Potsdam und Dresden, wobei Friedrich der großen Koalition in der Rüstung zum Kriege zu-' vorkommt, spitzen sich zu jener Episode vom Flöten­konzert zu. Das wenige Minuten, vor Dem Ausmarsch Der preußischen Regimenter zu Ende geblasen wird. Htneinverflochten in diese ganz impressiv anein­andergereihte Bilderserie ist Die Liebes- unD Eifer- suchtsaffäre eines PolsDamer Offiziersehepaares, wöhrenD Der aufregenDe, aber ebenfalls etwas breit aufgenommene Stasettenritt des Kuriers und seine Verfolgung eine kräftige Spannung in Die Episode bringen. Schöne, wirksam gestellte Bilder, eine teils anmutige, teils kriegerische Musik, die sich ebenfalls historischer Borbilder bedient Bon der übrigen Besetzung vor allem: Renate Müller, die hübsche und leichtfertige Majorin Lindeneck; R e h m a n n (Major) wirkt weniger mit schauspie­lerischen als mit reiterlichen Künsten. Walter Jans, sen: Maltzahn^ Raoul Aslan Brühl. Kayß« ter: Finkenstein: S o k o 1 o f f: russischer Gesandter. Die Uebertragung war von einigen Schwan- kunaen und Störungen in den Mi'telakten ab­gesehen befriedigend Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus.r

Valdos Geschwaderflug nach Südamerika

Von unserem * v. Q.-Berichterstattcr.