Ausgabe 
12.12.1931
 
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Nachrichten.

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Aus der Provinzialhauptstadt.

®ießen, den 12.Dezember 1931.

Weihnachtsbäume.

O Tannenbaum, o Tannenbaum, wie treu sind deine Blätter I" Schon seit Tagen hört man die jugendlichen Stimmen, wenn man an der Schule vorbeigeht. Die Zeit ist da, daß die Christbäume ihre Wanderung antreten. Aus dem stillen Wald kommen sie nun in den Trubel der Stadt und fin­den ihren Platz im -geschmückten Weihnachts­zimmer.

Die Kleinen sind begeistert von den Tannen­bäumen, sie nennen siebte schönsten Bäume, die wir auf Erden kennen", und sie bleiben neugierig beim Händler stehen. Mit scharfem Blick be­trachten sie die Sendboten aus dem Wald und wählen schon im vorausihren" Daum, bestim­men wenigstens, wie er aussehen muh, nicht zu klein,nicht zu dicht", und vor allem nicht schief I

Geht von diesen grünen Zweigen nicht ein un­endlicher Zauber aus? Kein Mehmutsgefühl be­schleicht uns, wenn wir daran denken, dah die Däumchen schon in ihrem zarten Alter den Platz im Wald verlassen muhten. Wir freuen uns, wenn wir sie da stehen sehen, in einem offenen Hof, oder an der Strahenecke. Wir suhlen, welche Freude sie in einigen Tagen in uns auslösen werden!

Ganz von fern kommt uns vielleicht der Ge­danke an jene Waldlichtung, auf der Hunderte von Tannenbäumen stehen. Die schönsten wurden abgehauen und geben Weihnachtsbäume. Es ist ein schöner Platz im Wald, umhegt von hohen Duchen und starken Kiefern. Da wuchsen die grü­nen Däumlein auf im Schutz der alten Daumrie­sen. 3n Reih und Glied waren sie vor einigen Jahren gepflanzt worden. Einzelne schossen stark in die Höhe, andere wieder blieben zurück, ver­krüppelten gar, weil das Eichhörnchen die Spitze abgefressen hatte. Aber es war doch schön, da draußen im Wald. Besonders im Sommer, wenn die jungen Hasen in ihrem Schatten spielten und sich furchtsam duckten, wenn Wanderer vorüber­kamen. Und wie prächtig schmückte der Winter die kleinen Waldbäumchen 1 Wie glitzerte der Schnee oder der Rauhreis, wenn die Sonne schien! Ordentlich stolz waren die kleinen Kerlchen auf ihr Weihes Kleid, gern und willig neigten sie sich unter der Last des Schnees. 3m Frühjahr kamen dann die hellgrünen Triebe, die zeigten, wie schnell die Däumchen wuchsen.

Was sagen diese Däumchen aber uns älteren Menschen? Erinnern sie uns nur an den Wald, an blühende Sträucher und rauschende "Bäume ? Rein! Sie bedeuten uns viel mehr. Für uns sind sie ein Dild der Andacht und der Erinnerung. Welch' glückliche Iugendjahre steigen beim An­blick der grünen Zweige vor unseren Augen her­auf! Längst vergessen geglaubte Gestalten, liebe Menschen, die schon lange zur letzten Ruhe ge­gangen sind, werden im Geiste vor uns wieder lebendig. Wir sehen alles zum Greisen nahe. Wenn der Dust des Weihnachtsbaumes durch das Haus zieht, sind wir verwandelt. Was wäre Weihnachten ohne die grünen Däumchen? Ein­mal habe ich, fern von der Heimat, das Christ­fest feiern müssen, ohne einen Tannenbaum. Da erst merkte ich, was zur richtigen Weihnacht fehlte.

Uni) mir will dünken, dah gerade in diesem 3ahre der Weihnachtsbaum fast die Hauptsache ist' denn unter ihm wird bei manchem nicht so viel liegen können wie in anderen 3ahren. Dafür wollen wir die Däumchen hübsch und freundlich schmücken. Mögen sie uns von vergangenen glück­licheren Zeiten erzählen, und mögen sie mit ihren Kerzen in eine bessere Zukunft leuchten!

Hörst du auch die leisen Stimmen aus den bunten Kerzlein bringen?

Die vergessenen Gebete aus den Tannenzweiglein fingen? Hörst du auch das schüchternfrohe, helle Kinderlachen klingen?

Schaust auch du den stillen Engel mit den reinen, weihen Schwingen? Schaust auch du dich selber wieder fern und fremd nur to:c im Traume? Grüht auch dich mit -..ärchenaugen deine Kindheit aus dem Daume?

Ada Christen R.

Vornotizen.

Tageskalender für Samstag. Ka- vallerieoerein, 20.30 Uhr, Hessischer Hof. BfB., 20.15 Uhr, Schützenhaus, Weihnachtsfeier RdZ.,

Gießener Winternothilfe.

EinTätigke;isberichi.-WeiteredankenSwefiee>pendenfürunsereHilfsbedürftigen

Der Sammel- und Werbeausschuh der G i e h e - ner Winternothilfe nahm in einer Sitzung am Donnerstagabend einen Dericht über die bis­her geleistete Arbeit zur Versorgung unserer hilfs­bedürftigen Mitbürger entgegen. Es konnte da­bei festgestellt werden, dah auf dem Gebiete der

fiartoffeloerforgung

den Anforderungen in sehr weitgehendem Mähe entsprochen werden konnte, wobei in hervorragen­der Weise die dankenswerten Kartoffelschenkungen aus zahlreichen Dörfern der Umgebung von Gie­ßen mitgeholfen haben. An gekauften und an ge­schenkten Kartoffeln wurden bisher insgesamt etwa 2300 Zentner abgegeben. Daneben wurden auch viele Familien mit Obst und Gemüse versorgt, das dem Winterhilfe-Ausschuh von der Landbe­völkerung kostenlos überlassen und in der glei­chen Weise an die hilfsbedürftigen Familien wei­tergeleitet wurde. Die

Versorgung, mit Kleidungsstücken

konnte ebenfalls zum Vorteil vieler Familien durchgeführt werden. U. a. wurde von dem Vor­sitzenden des Ausschusses mitgeteilt, daß aus der Spende des Gießener Anzeigers rund 300 Fa­milien mit Kleidungsstücken der verschiedensten Art, die nach dem Willen der Spender bei hiesi­gen Geschäftsleuten einzukaufen waren, beliefert wurden. Weiter hat die Warenspende des Gieße­ner Einzelhandels auf diesem Gebiete, wie auch bei der Lebensmittelversorgung in hervorragender Weise zur Linderung der Rot beigetragen. Die

Geldsammlung

durch die Frauenhilfe (Vereinigung aller Gieße­ner Frauenvereine zur Erfüllung dieses Hilfswer­kes), wie auch durch die Haussammlung, die von Frau Dr. K o e p p e organisiert, von zahlreichen Helferinnen mit Eifer durchgeführt und mit einem Ergebnis von über 2100 Mk. abgeschlossen wurde,

hat den Winterhilse-Ausschuh in den Stand ge­setzt, sein Hilfswerk auf eine breite Dasis zu stel­len und den Sachspenden opferbereiter Bürger und Geschäfte eine weitere Ergänzung hinzuzu­fügen.

Reue Spenden

sind erfreulicherweise immer wieder eingegangen und werden auch zur weiteren Linderung der Rot gern entgegengenommen. An Geldspenden sind bis Ende dieser Woche bei der Winterhilfe eingegangen bzw. zugesagt worden: Dezirksspar- kasse Giehen 6100 Mk., Gießener Dankenvereini- gung 150 Mk.. Zigarren-Frischdienst 100 Mk., Ge­werbeverein 60 Mk., Spende aus Lumda 6 Mk., Privatspenden 74,79 Mk., ein Gießener Skat- und Kegelklub 6,05 Mk.

Lebensmittel wurden wiederum aus fol­genden Gemeinden gespendet: Odenhausen, Geils­hausen, Rüddingshausen, Kesselbach, Ober-Hör­gern, Dorf-Güll, Grohen-Linden, Climbach, Al­lertshausen, Garbenteich, Ruttershausen, Holz­heim, Bersrod, Beuern, Reinhardshain, Winne­rod, Muschenheim, Eberstadt, Harbach, Lumda, Weitershain, Heuchelheim, Leihgestern, Belters­hain, Göbelnrod, Obbornhofen, Bettenhausen.

Cs sind a b g e h o l t worden: 370 Zentner Kar­toffeln, 150 Zentner Obst, 185 Zentner Gemüse, 3 Zentner Hülsenfrüchte, 4 Zentner Mehl, 1 Zent­ner Fett und Fleischwaren, Honig, sowie getra­gene Kleider, außerdem 6,20 Mk. in bar.

Reben der unermüdlichen Reichswehr, die bis jetzt aus 34 Orten Lebensmittel herbeischasfte, haben auch die Finnen Denninghoff-Gie- h e n und 3hring-Lich ihre Autos in den Dienst der -Winternothilfe gestellt. Die Mithilfe der Reichswehr und der beiden vorgenannten Brauereien wurde von dem Ausschuß mit herz­lichem Danke vermerkt.

20.30 Uhr, Aquarium, Monatsversammlung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Auto und kein Geld". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Hel­denritt im wilden Westen" undDie letzte War­nung!"

Tageskalender für Sonntag. Stadt- theater,Liebe und Film", 18.30 bis 21 Uhr. Oberhessischer Kunstverein, Künstlerhilfe, 11 bis 13 Uhr, Turmhaus am Brandplatz. Gießener Kon- Hert-Berein, 17 Uhr, Universitatsaula, Klavierabend: Lubka Koleffa. Der Stahlhelm, 11 Uhr, Lichtspiel­haus, BahnhofstraßeUnd du?",Einigkeit und Recht und Freiheit" undFilm von der Stahlhelm- Nordlandfahrt 1930". Deutscher Verband für psy­chische Hygiene, 11.15 Uhr. Hörsaal der Nerven- klinik, öffentlicher Bortrag überDie Entstehung der psychischen Hygiene",Oeffentliche Ruhehallen . Liebigshöhe, 20.15 Uhr, Großes Militär-Konzert. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Auto und kein Geld". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Hel­denritt im wilden Westen" undDie letzte War­nung!"

Aus dem S t a d t t h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Morgen, Sonntag, 13. De­zember, gelangt als Fremdenvorstellung zum letztenmal das LustspielLiebe und Film", das unter der Spielleitung des Intendanten mit star­kem Erfolg seine reichsdeutsche Uraufführung er­lebte, zur Aufführung. Beginn 18.30 Uhr: Ende 21 Uhr. Montag, 14. Dezember, geschlossene Vorstellung. Zur Ausführung kommt die Schwank­operetteFrauen haben das gern...!" Beginn 19.30 Uhr: Ende 21.45 Uhr.

Stahlhelm-Filmvorführung im Lichtspielhaus. Auf Veranlagung der hie­sigen Ortsgruppe des Stahlhelm, Bund der Front­soldaten, gelangen am Sonntag, 13. Dezember, 11.15 Uhr im L.chtspielhaus, Bahnhofstraße, drei Filme zur Aufführung, deren erster Bilder vom 12. Frontsoldatentag in Breslau 1931, der zweite Aufnahmen von der Tagung der Qiationalen Opposition in Harzburg, und der dritte Bilder von der Stahlhelm-Rordlandfahrt im 3ahre 1930 bringen wird. Räheres ist aus der Anzeige vom Dienstag ersichtlich.

Psychische Hhgien e. Der öffentliche Vortrag von Geheimrat Sommer am morgigen Sonntag, 13. Dezember, 11.15 Uhr in der Rerven- klinik über die Entstehung der psychischen Hygiene und ösfentlichen Ruhehallen bildet die Einleitung einer Reihe von vier Vorträgen, die im Laufe des

Winters tieranft. .tet werden. (Siehe Anzeige vom Donnerstag!)

Militärkonzert. Am morgigen Sonntag findet im Saale her Liebigshöhe wieder eines der beliebten Mil.tärkonzerte statt, das vom Musikkorps des hiesigen Bataillons unter der Leitung von Ober­musikmeister K r a u ß e ausgeführt wird. Ein reich­haltiges unterhaltsames Programm ist für den Abend vorgesehen. Das Konzert beginnt um 20.15 Uhr. (Siehe heutige Anzeige.)

Vortragsabend, 3solde Kurz. Man schreibt uns: 3solde Kurz, die schon wieder­holt in Gießen als Vortragende erschienen ist, wird auf einer Vortragsreise nächste Woche auch Gießen berühren und Montag abend im Allgem. Deutschen Frauenverein aus eigenen Werken vorlesen. Auf dem Programm stehen u. a. Stücke ihres neuen WerkesVanadi s", das in der Presse und bei der deutschen Leserwelt viel An­erkennung und Freunde gefunden hat. (Siehe gestrige Anzeige.)

Gietzcner Wochenmarktpreisc.

Gießen, 12. Dez. Es kosteten auf dem heu­tigen Wcchenmarkt: Kochbutter Pfund von 1 Mk. an; Butter 1,20 bis 1,30; Matte 25 bis 35; Wirsing 7 bis 8; Weißkraut 5 bis 6; Rotkraut 7 bis 8; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 12; Rosenkohl 15 bis 20; Feld- falat 80 bis 1,00; Tomaten 50 bis 60; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 35 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Dirnen 8 bis 10; Dörrobst 30 bis 35; Enten 80 bis 1,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 80 bis 90; Sup­penhühner 70 bis 80; Gänse 70 bis 80; Rüsse 35 bis 40; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 50 bis 60; Eier 14 bis 15; Blumenkohl 20 bis 60; Endivien 8 bis 10; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3,00 bis 3,50 Mk., Weißkraut 3,00 bis 3,50; Wirsing 4,00 bis 5,00; Rotkraut 4,00 bis 5,00.

D ie Feierabend stunde in Gast - und Schankwirtschaften. Das Polizeiamt teilt mit: Durch eine Verfügung des Herrn Mi­nisters des Innern ist in Hessen die Feierabend­stunde in Gast- und Schanlwirtschaften einheitlich auf 1 Uhr festgesetzt. Rach dieser Zeit darf ein Wirt Speisen und Getränke an seine Gäste nicht

mehr verabreichen. Tut er dies doch oder buldek er in seinem Lokal das Derweilen von Gästen über diese Zeit hinaus, so machen sich Wirt und Gäste strafbar. In Ausnahmefällen kann auf Antrag des Wirtes vom Polizeiamt die Feier­abendstunde gegen Entrichtung von 12 Mark Stempel verlängert werden.

* E i n Einbruch in ein Jagdhaus wurde, wie die Landeslriminalpolizeistelie Gießen meldet, in der Rächt zum Donnerstag im Walde bei Ober-Roßbach (Kreis Friedberg) verübt. Der Täter deckte das Ziegeldach zum Teil ab und drang durch das Dach in das Haus ein, aus dem er einen Radioapparat, diverse Radiogeräte und eine An­zahl Kleidungsstücke im Werte von etwa 200 Mark stahl. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange.

weitere Lokalnacbcichlen im zweiten Blatt

Büchertisch.

Arthur Maximilian Miller; Das Jahr derReif e". Herausgegeben von der Deutschen Duchgemeinschait. 470 Seiten. (357.) Ein Iugendroman großen Stils! Allerdings we­niger ein Roman im Sinne einer klar festgelegten, einleitenden, gesteigerten und ausklingenden Hand­lung, als der Rechenschaftsbericht eines jungen Menschen über eine Fülle geistiger Vorgänge und eine geistige Entwicklung. Riedergeschrieben mit einer Ehrlichkeit, die immer wieder überrascht und gleichzeitig erfrischt, wiedergegeben mit jener Sucht zur Wahrheit, die das ganze Duch kennzeich­net und das Leben seines Verfassers, der heraus will aus der immer wieder verwirrenden Hitze ju­gendlicher Empfindungen und dabei doch beseelt ist von dem Wunsch, jene Ursprünglichkeit sich zu erhalten, die eben nur der Jugend eignet. Eine unendliche Fülle der Gesichte und der Zustände, der Empsindungen, der Qualen und der Freuden treten an den Leser heran, die geschildert sind mit einer UnmittelbarEeit, die bei aller romantischen Umkleidung doch immer das Wesentliche erkennen läßt und zum Wesentlichen vorstößt. Dabei ist nichts Sensationelles in diesem Duch (Gott sei Dank), nichts, was den Sensationen unserer Tage auch nur im Entferntesten ähnlich fein könnte, son­dern es sind immer Dinge geschildert, die sich ab­seits der großen Heerstraßen ereignen, die auf dem Asphalt nicht in Erscheinung treten können, son­dern nur sich dort ereignen, wo mühsam und schwer zu erreichen das Dörfchen Abenberg liegt (daS eben so gut auch anders heißen könnte) und von der nächsten Bahnstation 5 Wegstunden entfernt ist. Dorthin nämlich wurde der junge Lehrer aus dem Schwäbischen verschlagen, dort amtierte er zum ersten Male und sah sich fremden Kindern, fremden, harten und verschlossenen Dauern gegen­über, die seiner beschwingteren Seele ferne stan­den und mit denen er aber doch fertig werden mußte, wie er auch mit ihren Kindern umgehen mußte. Und die Menschen, die er aus diesem Kreise herausreiht und vor den Leser stellt, sind trotz aller Verschlossenheit von Fleisch und Dlut. Ties und nachhaltig ist aber das Verhältnis des Dichters zur Ratur, zum Himmel, zu den Ster­nen und nicht weniger einprägsam, aber fern aller Effekthascherei, das Verhältnis zum Weiblichen gestaltet, zu den Frauen, deren drei dem Dich­ter in den Weg treten. Das alles ist wieder- gegeben in einer klaren und reinen Sprache, dio jede nur modische Form vermeidet und ohne jede Rachlässigkeit ist. Jakob Schassner schrieb dem Duch ein ausführliches bejahendes Vorwort, dessen es vielleicht gar nicht bedurft hätte, denn das Duch steht hoch über dem Durchschnitt der Produk­tion jugendlicher Dichter und ist wohl imstande, für sich selbst zu sprechen.

Das sowieso!" Don Rumpelstilz­chen. (Der Reihe elfter Dand 1930 31.) (Brunnen- Verlag Willi Bischoff, Berlin, SW 68. Gebd. 6,80 Mk. 485.) Selbst in den trübsten Jah­ren, nun schon zum 11. Male, strahlt der Sammel­band seiner Berliner Plaudereien Lebensfreude aus. Jeder Band, auch der 1931er, der soeben erschien, ist verständlich ohne Vorgänger. Man liest das Buch, in dem ein scharfer Beobachter der öffentlichen Geschehnisse mit häufig sehr spitzer Feder berichtet, voller Spannung, ohne sich da­bei in allen Dingen von dem Autor ins Schlepp- tau seiner Meinungsäußerung nehmen zu lassen.

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TELE FUN KEN

Für die Geräte, die schon am 1. Juli auf dem Markt waren, bis heute über 15 Prozent Für die übrigen Geräte - einschließlich der neuesten, erst im Dezember erschienenen Apparate - hat TELEFUNKEN die Preise ermäßigt, obgleich nicht von der gesetzlich angeordneten Preissenkung gefordert. So trägt TELEFUNKEN seinen Teil dazu bei, den Freunden des Rundfunks den Kauf eines Gerätes auch jetzt zu ermöglichen.

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