Ausgabe 
12.9.1931
 
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lelbstverantwortlichen Arbeitslagers. Nach einem Be­richt aus Münsingen ist sowohl der kameradschaftliche Geist innerhalb des Lagers als auch die Arbeits­leistung ganz ausgezeichnet. Zu gleicher Zeit haben 180 Mann der Leipziger Studentenschaft im bedrängten Osten, und zwar im o b e r s ch l e - fischen Kreise Cosel ein Arbeitslager aufgeschlagen, um im gleichen Geist und unter ähn­lichen Bedingungen wie die Tübinger Kommilitonen

zu 62 Mark pro Zentner verkauft, was gegenüber der Vorwoche einer Besserung von etwa 3 Mark

Wirtschaft

Nachdruck verboten

Ohne Gewähr

6187 51331 71751

151151

164170

64937 68168 69691 70993 72197 85971

Im Gewinnrade verblieben: 2

120376

163577

213432

249219

283470

337288

393816

117416

159498

207533

233727

276098

305695

321248

379315

88830 154134 199430

227152 262054 296876 317591

357399

93135

159229 205207 229799

274888 303587 319251

365307

122774

164529

213539

250971

293664

353471

149403

177459

214838

251476

308096

365098

118316

162601

210820

237917

277109

311528

328212

153414

189688

219507

257281

313036

374058

130343 181789

215103 238240 290441

315840

331723

154290

196165

220099

267159

325918

375343

122693

212350

157427

206524

235549

276556

330655

389940

86435

139284

197065

221074

253781

295612

316894

352688

von sehr trotz An-

28;

36;

44;

33; bis

10 Gewinne ju 10000 M. 249148

8 Gewinn, ju 5000 M. 383039

Gewinnauszug

5. Klasse 37. Preußisch-Süddeutsche (263. Preuß.) Staats-Lotterie

gleichkommt.

Es notierten Per Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen al) 42 bis 46. a2) 37 bis 41. bl) 32 bis 36; Bullen a) 33 bis 36. b) 27 bis 32; Kühe a) 33 bis 36, b) 29 bis 32. c) 25 bis " Färsen a) 42 bis 46. b) 37 bis 41. c) 32 bis

Kälber b) 50 bis 55. c) 45 bis 49, d) 36 bis

Schafe al) 40 bis 43, b) 34 bis 39, c) 28 bis

Schweine b) 54 bis 58, c) 53 bis 57, d) 51

die Urbarmachung von 400 Morgen Sumpfgebiet und die Regulierung der Strauna anzupacken, die bisher für den Kreis eine ständige Ueberschwem- mungsgefahr war. lieber andere Versuche der Heidel­berger Studenten des Jungdeutschen Ordens, des Stahlhelms, des Reichsbanners und anderer Organi­sationen würde schon am Freitag in einer kurzen Zusammenstellung berichtet.

29. Ziehungstag 11. September 1931

In der heutigen Ziehung wurden Gewinne über 400 SOI. gezogen

2 Gewinn« tu 50000 M. 43325

2 Gewinn« «u 25000 M. 79360

22 Gewinn« zu 3000 M. 41012 77369 99119

160890 218268 240947 249960 289905 358082 358526 367328

44 Gewinnezu 2000 M. 10071 42761 48444 62762 72024 89705 155298 163731 171645 190267

207153 237735 241620 273265 276229 277699 309746 329867 387683 388916 395530 395922

96 vewinn- zu 1000 M. 3631 7034 22473 38098 43264 69265 75169 80170 81889 87529 117331

Prämien zu je 500000, 4 Gewinne zu je 10000, 2 zu je 5000,' 8 zu je 8000, 30 zu jt 2000, 34 zu je 1000, 70 zu je 500, 188 zu je 400 Mark.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag. 13.September. 19bis gegen 22.30 älhr:Tannhäuser". Montag, 14., geschlossen. Dienstag, 15., 20 bis gegen 22.30: Falstaff". Mittwoch, 16., 20 bis nach 22-30: Cosi fan tutte. Donnerstag, 17.. 20 bis 22.45: Arnölia oder: Ein Maskenball". Freitag, 18., 20 bis nach 22.30:Olly-Polly". Samstag, 19., 20 bis 22.45:Der fliegende.Holländer". Sonntag, 20., 15.30 bis 18:Olly-Polly". 20 bis gegen 22.30:Don Pasquale".

Schauspielhaus. Sonntag, 13. September, 20 bis gegen 22 Uhr:Dame Kobold". -7- Mon­tag, 14., und Dienstag, 15., jeweils von 20 bis nach 22.15:Pygmalion". Mittwoch, 16., und Samstag, 19., jeweils von 20 bis gegen 23: Meine Schwester und ich". Donnerstag, 17., und Sonntag, 20., jeweils von 20 bis nach 23: Der Hauptmann von Köpenick". Freitag, 18., 20 bis 23:Robert und Bertram".

(1570 gegen 1602 Stück in der Vorwoche) etwas besseren Geschäftsgang zu verzeichnen hatte, wenn auch noch etwas ^leberstand verblieb. Besonders gut ausgemästete Tiere fanden stärkere Beachtung und erzielten vereinzelt auch Preise über Rotiz. Die Preise für Ochsen, Bullen, Kühe und Färsen blieben gegen die Vorwoche unverändert. Kühe in der untersten Gattung konnten sich um 1 Mark bessern. Das Geschäft am Kälbermarkt war trotz wesentlich geringerer Zufuhren äußerst still. Die Preise blieben für die besseren Qualitäten gut gehalten, während sich in der untersten Ge­wichtsklasse (geringe Kälber) ein Verlust von 4 Mark pro Zentner einstellte. Der Auftrieb betrug 1303 (1468) Stück, der auch verkauft wurde. Am S ch a f m a r k t wurde das steigende Angebot (308 gegen 367 Stück) zu steigenden Preisen aus­genommen. Die Preisbesserungen betrugen 1 bis 3 Mark. Der Handel war dagegen klein. Am Schweinemarkt machten sich

"126'Gewinn« ,u 500 M. 5407 7251 18622 18973 27246 30943 34033 40438 48369 55352 59866

Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II

56, e) 44 bis 54.

Frankfurter Abendbörfe.

Frankfurt a. M., 11. Sept. Tendenz: wei­ter schwach. An der Abendbörse setzte sich der Kursrückgang im Anschluß an den Mittags- schlußverkehr weiter fort, da erneut Glattstel­lungen und E n t l a st u n g s v e r k ä u f e vor­genommen wurden, die jedoch kein stärkeres Aus­maß annahmen. 2m großen und ganzen herrschte weitgehendste Geschäfts stille, so daß -Umsätze nur sehr wenig zustandekamen. Gegen die Berliner Schluhkurse bröckelten die Kurse wei­ter bis zu 1 Prozent ab. An den Rentenmärkten herrschte ebenfalls Geschäftslosigkeit, doch machte sich auch hier Abgabeneigung, besonders in Städteanleihen, bemerkbar. Reichsschuldbuchfor­derungen blieben weiterhin offeriert. 3m weiteren Verlaufe und bis zum Schluß der Börse waren die Kurse rückläufig, und zwar erneut um bis zu 1 Prozent. Reubesitz 3,30, Altbesitz 46, Com­merzbank 66, Danatbank 72,50, Reichsbank 111,50, Gelsenkirchen 39, Salzdetfurth 148147,50, Man­nesmann 38,50, Rhein. Braunkohlen 122, Stahl­verein 26,50, AEG. 57, Licht & Kraft 71,75, I.-G.- Farben 102,75102, Holzmann 46,50, Lahmeyer 74, Rütgerswerke 25, Südd. Zucker E 81, Lloyd 33.

der Preis für Weizen um 2,50 Mark per Tonne auf 235 Mark erhöhen, der sich auch am Ende der Woche behauptete.

Das Offertenmaterial in Roggen war wei­terhin knapp und die Tendenz stetig. Die Rach- I frage ließ ebenfalls stark zu wünschen übrig, zu­mal die Forderungen zum Teil sehr hoch waren. Der Preis für die Tonne Roggen blieb mit 212,50 Mark gut behauptet.

Hafer aus alter Ernte war nur schwach angeboten, während die Rachfrage lebhaft blieb. I 3n Hafer neuer Ernte kam dagegen reichlicheres I Angebot heraus. Die Qualität des diesjährigen I Hafers ist sehr verschieden, und die Preisspanne je nach Qualität groß. Gegen Ende des Derichts- abschnittes trat eine leichte Abschwächung um 2,50 Mark ein,, so daß sich der Preis für die Tonne Hafer neuer Ernte auf 175 bis 177,50 Mk. stellt.

Am Gerstenmarkt zeigte sich einiges In­teresse für spatere Lieferung, während das Ge­schäft in prompter Braugerste nach wie vor unter der Zurückhaltung der Brauereien litt. Industrie- und Futtergerste war dagegen besser beachtet. Sommergerste für Brauzwecke notierte per Tonne 180 Mark, für Industriegerste zahlte man zirka | 175 Mark, für Futtergerste etwa 170 Mark. !

Mehle hatten sehr geringes Geschäft. Die Tendenz war ruhig. Weizenmehle waren um 0,25 Mark ermäßigt, während Roggenmehl nomi­nell unveränderte Preise aufwies. Es notierten Weizenmehl südd. Spezial 0 alte Mahlung 39,25 bis 40, do. Sondermahlung 34,75 bis 35,50, Weizenmehl Niederrhein. Spezial 0 39,25 bis 39,75, do. Sondermahlung 34,75 bis 35,25, Rog­genmehl 29,25 bis 30,75 Mark alles je 100 Kilo­gramm.

Die Tender^ am Futtermittelmarkt war ruhig und schwächer. Kleie gaben bei klein­sten Umsätzen um eine halbe Mark nach, Kar­toffelflocken und andere Futterartikel waren eben­falls im Preise rückläufig. Weizenkleie notierte 9,60 bis 9,50 Mark und Roggenkleie 9,50 bis 9,25 Mark per 100 Kilogramm.

Die Haltung am Kortoffelmarkt war bet unbefriedigendem Geschäft weiterhin sehr ruhig. Die Preise zeigen rückläufige Tendenz. Man ver­langte für Gelbfleischige hiesiger Gegend pro Zentner 2,10 Mark.

Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebmarkt.

Infolge schwächerer Beschickung konnten sich die Preise auf dem Frankfurter Schlachtviehmarkt etwas freundlicher gestalten, d. h. die Preise zeig­ten zwar noch keine Aufwärtsbewegung, jedoch blieben sie auf dem Riveau der Vorwoche gut gehalten. Die Rachfrage des Konsums ist noch sehr zurückhaltend, so daß sich das Bild des meist sehr ruhigen Geschäftsganges unverändert hielt. Etwas freundlicher lag der Markt für Groß­vieh, der infolge seines verringerten Auftriebes

Oberheffen.

Gemeinderat in Grünberg.

-s-Grünberg ,11.Sept. In de. jüngsten Ge­meinderatssitzung wurde als Tag der Wahl eines Beigeordneten der 27. September bestimmt. Die Wahlkommission soll in der gleichen Zusammensetzung wie bei der ersten Deigeordnetenwahl bestehen bleiben.

Für die Vergebung der Betonarbeiten zum Schwimmbad hat eine engere Sub­mission unter den beiden Wenigstfordernden den beiden hiesigen Bewerbern stattgefunden. Das Ergebnis ist folgendes: Werner (Queckborn) 11 000 Mark, Bock (Grünberg) 11 750 Mk., Bal- s e r und Kühn (Grünberg) 11 776 Mk., Aber - mann & C o. (Gießen) 11 783 Mark. Ein An­trag, die Arbeiten an Werner (Queckborn) als Wenigstnehmenden zu übertragen, wurde mit 8 gegen 5 Stimmen abgelehnt. Dagegen nahm man mit 10 gegen 2 Stimmen bei einer Enthaltung einen Antrag an, die Arbeiten an die Firma K. Bock (Grünberg) zu übertragen.

Rach einem Gutachten des Hochbauamtes Gießen ist die Kirchenheizung sehr mangelhaft und eine Reparatur nicht mehr lohnend, daher wird die Anlage einer Warmluftheizung empfohlen, deren Kosten etwa 2283 Mark betra­gen, aber einschließlich der Maurer- und Weiß- binderarbeiten wohl auf 5 0 0 0 Mark kommen würden. Die Kirchengemeinde ist bereit, dieses Kapital der Gemeinde unverzinslich vorzustrecken. Man ist zwar grundsätzlich mit diesem Plane ein­verstanden, will aber die Sache nicht sofort ent­scheiden, sondern erst mit dem Landeskirchenamt Über die Frage der Rückzahlung verhandeln.

Der vom Bürgermeister vorgelegten Polizei­verordnung über den Schutz der Wasser­leitung wurde zugestimmt. Damit tritt die alte Verordnung außer Kraft.

Auf eine Eingabe der Marktkommission um Ermäßigung der Vergnügungs­steuer am Gallusmarkt beschloß man, die Steuer nur zur Hälfte zu erheben.

Landkreis Gießen.

Klein-Linden, 11. Sept. Seit einigen Tagen tritt unter den hiesigen Kindern die Mumps in starkem Maße auf. Besonders wer- I den jüngere Kinder von der Krankheit befal- I len. In einzelnen Schulklassen sind über 50 Pro­zent der Schüler von der Krankheit heimgesucht I worden.

OO Klein-Linden, 11. September. Einer der I letzten Veteranen unserer Gemeinde, der Eisen­bahnbeamte L R. Peter August S t e g e r, feiert am Samstag, 12. September, in geistiger und kör- I perlicher Frische seinen 8 6. Geburtstag. I Herr Steger hat den Feldzug 1870/71 mitge- I macht. Außer ihm leben noch zwei Veteranen in unserer Gemeinde, der 88 Jahre alte Landwirt I Johann Georg Schmidt und der 86 Jahre alte

Wochenbericht vom Frankfurter Effektenmarkt.

Schneller als vorauszusehen, haben sich die Verhältnisse an der Effektenbörse nach der acht­wöchigen Derkehrsunterbrechung wieder in nor­male Dahnen eingespielt. Die harten Fesseln, die man dem Börsenverkehr auferlegen zu muffen glaubte, um ein übermäßiges Absacken der Kurse zu verhindern, konnten schon nach wenigen Tagen gelockert werden. Allen Erwartungen zum Trotz zeigte sich mit Ausnahme der beiden ersten Börsentage, an denen besonders Exekutionsma­terial auf die Kurse druckte, daß das niedrige Kursniveau zu Käufen, und zwar sowohl zu An­lage-, als auch zu spekulativen Zwecken, An­reiz gab. Auffallend war das starke Interesse, das man den Pfandbriefen entgegenbrachte. Auch die Spekulation hatte an der regen Kauftätigkeit namhaften Anteil. Alle von außen kommenden Momente, die in normalen Zeiten die Stimmung an der Börse entscheidend beeinflußten, traten diesmal vollkommen in den Hintergrund gegen­über den inneren Kräften, die den Dörsenmecha- nismus beherrschten. So blieben die andauern­den Gerüchte, die vom Rücktritt des Reichs­außenministers wissen wollten, die fang- und klanglose Verabschiedung des Zollunionproiekts, die schwache Tendenz an den Auslandsbörsen und die wenig ermutigenden Konjunkturberichte so gut wie unbeachtet.

An den beiden ersten Tagen nach Wiedereröff­nung der Börse war der Geschäftsumfang wohl größer als unter normalen Llmständen, sehr bald ließ die Geschäftstätigkeit jedoch nach. Größere Posten wurden nur in einigen Standardwerten umgesetzt, während sich das Geschäft im übrigen meist aus einer großen Anzahl kleinerer Auf­träge zusammenfetzte. Die Aufwärtsbewegung der Kurse, die an einigen Tagen geradezu als sen­sationell empfunden werden konnte, kam in dem Moment zum Stillstand, als der Spekulation durch die Wiederaufnahme der variablen Kursnotie­rung freiere Entfaltungsmöglichkeiten gegeben wurden. So ist es zu erklären, daß sich am Ende des Berichtsabschnittes eine gewisse Reaktion be­merkbar machte, insofern wenigstens, als einem ungesunden, allzu starken Ansteigen des Kurs­niveaus Einhalt geboten wurde. Immerhin ver­bleiben per Saldo einige prägnante Kursbesserun- gen, so für I.°G.-Farben mit plus 15 Prozent, für Rheinische Braunkohlen mit plus 18 Prozent, für Siemens mit plus 17 Prozent, ferner für Scheideanstalt mit plus 10 Prozent, die besonders am letzten Tage der Derichtswoche auf Grund einer Verwaltungsmitteilung stark anzogen, sowie für Schifsahrtspapiere, von denen Hapag 8 Pro­zent und Rordd. Lloyd 9 Prozent gewannen. Auch die übrigen Werte lagen im Durchschnitt um bis zu 6 Prozent höher. Am Pfandbriefmarkt er­gaben sich Kursbesserungen für 8prozentige Serien bis zu 8 Prozent, für Liquidationspfandbriefe solche bis zu 5 Prozent. Auch Städteanleihen und Industrieobligationen verzeichneten mehrpro­zentige Erhöhungen.

V Der Geldmarkt war die ganze Woche hindurch .ziemlich leicht; Tagesgeld 6,5 Prozent. Monats- y gelb war dagegen etwas gesucht und beanspruchte für erste Adressen (Großbanken) 7,758 Proz., für zweite Stellen etwa 11 Prozent. Privatdis­konte still und zirka 7,87 Prozent.

Wochenbericht

vom Frankfurter Vroduktenmarkt.

Die Stimmung an der Frankfurter Getreide­börse war in den ersten Tagen der neuen Woche etwas fester, bei leicht anziehenden Preisen. In der zweiten Wochenhälfte trat dagegen eine Ab­schwächung ein, zumal die Mühlen sich bei dem unbefriedigenden Mehlabfah im Einkauf große Zurückhaltung auferlegten. Das Geschäft war all­gemein sehr klein, da man nur das Rotwendigste kaufte. Die Abschwächungen tarnen in den Preisen nicht so sehr zum Ausdruck, als in der außer­ordentlich ruhigen Stimmung.

Das Weizenangebot hat sich noch ver­stärkt und war schwer abzusehen, zumal es sich z. T um qualitativ nicht ganz einwandfreie Ware handelte. Da jedoch anfangs der Woche einige Nachfrage der Landmühlen bestand, konnte sich

Daten für Samstag, 12. September.

1819: der Feldmarschall Leberecht von Blücher in Krieblowitz gestorben; 1829: Anselm Feuerbach in Speyer geboren; 1836: der Dramatiker Chri­stian Dietrich Grabbe in Detmold gestorben; 1852: der englische Staatsmann Herbert Henry Asquith in Morley geboren; 1876: der Dichter Anastasius Grün (Alexander Graf von Auersperg) in Graz ge­storben.

Kleine Strafkammer Gießen.

* Gießen, 11. Sept. Ein wegen Betrugs mehrfach vorbestrafter Handlungsgehilfe hat einen Pfarrer in Bad-Rauheim betrogen, indem er ihm vorschwindelte, er sei vorübergehend in Rot, aber mit Hilfe seiner in Bad-Rauheim wohnenden Schwester werde er das Darlehen, das der Pfar­rer ihm auf seine Bitten gewährte, am nächsten Tage zurückzahlen. Der Angeklagte ist nach ge­richtsärztlichem Gutachten ein schwerer Psycho­path, aber strafrechtlich verantwortlich. Seine Be­rufung gegen das auf vier Monate Ge­fängnis lautende Urteil des Amtsgerichts DadÄauheim wurde zurückgewiesen.

Ein Architekt aus Rohrbach hatte für das Ge­schäft seiner Frau bei einer Friedrichsdorfer Firma für 35 Mk. Zwieback bestellt und dabei verschwiegen, daß seine Frau sowohl wie er zah­lungsunfähig waren und den Offenbarungseid ge­leistet hatten. Seine Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts Büdingen, durch das er zu 5 0 Mark Geldstrafe verurteilt worden war, wurde zurückgewiefen. Aufgehoben wurde das Urteil, soweit es den Angeklagten wegen Unter­schlagung zu weiteren 40 Mk. verurteilt hatte. Er hatte dem Vertreter der geschädigten Firma erklärt, er werde feine Schuld durch Übereig­nung von vier Stück feiner Gänse oder Enten be­gleichen; dieses Versprechen hatte er- nicht ge­halten, die Tiere vielmehr seiner Mutter ver­kauft. Da in dem Versprechen noch keine Eigen­tumsübertragung lag, konnte er wegen Unter­schlagung nicht verurteilt werden.

erhöhter Zufuhren (6310 gegen 6070 Stück) Zeichen einer leichten Preiserholung geltend. Be­sonders werden fette Schweine gut gefragt und dafür höhere Preise angelegt. Der Handel in anderen Tieren ist dagegen weiterhin sehr schlecht, doch konnten die Preise durch die Steigerung für fette Schweine ebenfalls um 1 bis 2 Mark an- ziehen. 59 Fettfchweine wurden in dieser Woche

Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 8 v.H., Lombardzinsfuß 10 o. H. (r = repartiert).

Frankfurt a. M.

Berlin

Anfangs kurs

Schluß- kurs

Anfangs kurs

Schluß­kurs

Datum

11.9. |

11.9.

11.9.

11.9.

6% Deutsche Reichsanleihe d.1927

71,25

71,5

7% Deutsche Reichsanlethe 6.1929

89,8

90

6%% Doung-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit

57

Auslos.-Rechten.......

46,7

46

46,9

46,4

DeSgl. ohne AuSlos^Rechte . . . 8% Hess. Boltsstaat von 1929 lrückzahlb. 102%)......

Oberheilen Provinz-Anleihe mit

3,4

3,3

3,4

3,5

93

--

73

Auslos.-Rechten.......

Deutsche Komm. Sammelabl.

41

Anleihe Serie 1.......

8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

40,75

40,25

15 unkündbar bis 1935 ....

7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse

-

90

unkündbar vis 1936 Serie 16 .

4%% Franks. Hyp.-Bank 8fqu^

80

Psandbriese.........

4 y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.

78

8% Pr. Landespsondbriesanstalt,

81

-

Psandbriese R. 19......

7% Pr. Landespsandbriesanstalt,

92,5

92,5

Psandbriese R. 10 ......

87

4% Oesterreichische Goldrente . .

14,65

4,20% Oesterreichische Silberrenle

0,75

0,90

4% Ungarische Golvrente . . . .

12

12,6

4% Ungarische Staatsrente v. 1910

12,5

4'/,% desgl. von 1913.....

-

-

12

6% abgest. Goldmexikaner von 99

6,5

6,5

4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe

1,95

Serie I...........

_

-

4% desgl. Serie 11......

2

2,9

5% Rumän. vereinh. Rente v. 190c

6,4

6,25

4/r%Rumän.veleinh.Rentev.lülk

13

13,1

4% Rumänische vereinh. Rente

5,4

5,4

ay*% I. Anatolier......

14,6

14,4

Frankfurt a. M.

Berlin

Anfangs kurs

Schluß­kurs

Anfangs kurs

Schluß« kurs

Datum

11.9.

11.9.

11.9.

119.

Hamvurg-Amerika Pakei . .

t

31,75

32

Hamburg-Südam. Dampfschtss

0

83

Hansa Dampfschtss ....

0

Norddeutscher Lloyd ....

6

33

33,5

33,5

A.G. sür Be^ehrswesen Akt.

33

34,25

Berliner Handelsgesellschaft .

8

67

Commerz- und Privat-Bank.

7

66

66

Darmstädter und Nationalbanl

8

72,5

73

Deutsche Bank und

Dtsconto-Gesellschast. . .

6

65,5

66

Dresdner Bank......

6

40

Reichsbank........

12

111,5

111,5

111

112

AEG..........

7

59,25

57

59,5

58,13

Bergmann ........

9

49

48

Elektr. Lieserungsgesellschast.

10

68

65

Licht und Straft......

10

71,25

74,5

72

Fellen & Guilleaume....

ey2

44

44,5

Gesellschaft sür Elektrische

Unternehmungen ....

9

65

62

65

63

Rheinische Elektrizität . . .

. 9

71,25

70

70

Schuckert L Co.......

11

75

72,75

Siemens & Halske.....

14

114,65

-

114,75

113,25

Lahmeyer L Co.......

12

74

75

BuderuS.........

. 4

26,4

25,5

Deutsche Erdöl......

. 6

42

41,75

40,5

Gelsenkirchener......

. k

39

38,75

39,5

Harpener.........

. 1

40

39

35,5

Hoesch Eisen........

. f

31

30

Ilse Bergbau.......

10

125

127

Klöcknerwerke.......

. 6

32

30,5

Köln-Neuessen.......

6%

ManneSmann-Röhren . . .

. 6

38,5

40,13

38,5

Mansfelder Bergbau ....

. 0

11,13

11,13

Oberschles. KokSwerke . . .

. 8

38

37

Phönix Bergbau......

*/,

25,75

26

26

26

Rheinische Braunkohlen. . .

10

122

124

122

Rheinstahl......

6

42

45

42,5

Frankfurt a. M.

Berlin

Anfangs

Schluß-

Anfangs

Schluß-

kurs

kurs

kurs

kurs

Datum

11.9.

11.9.

11.9.

11.9.

Rtebeck Montan......7,2

Bereinigte Stahlwerke .... 4

Otavi Minen......16'/,

Kaliwerke Aschersleben ... 10

26,5

27,5

26

13,25

13

83,5

82

82

81

Kaliwerke Westeregeln ... 10

91

92.5

91,5

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

152,75

147,5

152

148

I. G. Färben-Industrie ... 12 Verein, chem. Industrie Frank-

104,65

40,5

102

104,9

103,4

Scheideanstalt.......1°

100

ßtnlhfrfimlbt.........0

23,5

23

23

Rütgerswerke........6

25,9

25

26,9

25,5

Metällgelellschaft.......5

38

37

49

46,5

48

Zementwerk Heidelberg. ... 7

Cementwerk Karlstadt. . . «. . 7

Wayb & Freytag......0

6,5

Schultheis Patzenhofer ... 15

Aku (Allgemeine Kunstseide) 0

93

90,9

50,13

50,75

51

Bemberg......... 0

58,5

61

59,25

Zellstoss Waldhos.....12

48

49

46,75

Zellstoff Aschassenburg ... 6

39

37,5

79

76,18

_

_

15

13,25

Deutsche Linoleum.....6

40

41,75

40,75

Orcnstein & Koppel.....0

22

20

Leonhard Tietz.......8

60

60

Svenska.........15

165

164

-

196

191,5

Frankfurter Maschinen . . . . 0

Grihner..........0

Mainkrastwerke Höchst a. M.. . 6

21

21

57,75

Süddeutscher Zucker IC

81 »5

61

82

Devisenmarkt Dexlin Frankfurt a. BI.

10. September

11 .September

Amtliche Notierung

Geld | Brief

Amtliche Geld

Notierung

»ries

Helsingfor» . Wien. . . . Prag . . . Budapest. . Sofia . . . Holland . . Oslo. . . . Kopenhagen. Stockholm . London. . . Buenos Aires Neuuork . . Brüssel. . . Italien. . . Paris . . . Schweiz . . Spanien . . Danzig. . . Japan . . - Rio de Jan.. Jugoslawien. Lissabon . .

10,59 59,17

12,468 73,43

3,057 169,83 112,51 112,52 112,62 20,455

1,169 4,209

58,54 22,02

16,50 82,06

37,71

81,75 2,079 0,258

7,432 18,54

10,61

59,29

12,488

73,57

3,063

170,17

112,73

112,74

112,84

20,495

1,173

4,217

58,66

22,06

16,54

82,22

37,79

81,91

2,083

0,260

7,446

18,58

Banknoten

10,59 59,17

12,467 73,43 3,059

169,83 112,51 112,52 112,62 20,455

1,171 4,209

58,54 22,03 16,50 82,08 37,86 81,76

2,079 0,256 7,422 18,54

10,61

59,29

12,487 73,57

3,065 170,17 112,73 112,74 112,84 20,495

1,175 4,217

58,66 22,07

16,54

82,24 37,94

81,92 2,083 0,258

7,446

18,58

Berlin, 11 .September 1 Geld

Brief

Amerikanische Noten.......

Belgische Noten.........

Dänische Noten.........

Englische Noten.........

Französische Noten........

Holländische Noten........

Italienische Noten........

Norwegische Noten........

Deutsch- Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten........

Schwedische Noten ....... Schweizer Noten.........

Spanische Noten. ........ Ungarische Noten ......

4,20 58,43

112,28 20,402 16,465 169,40

22,06 112,28

59,03

2,47 112,38

81,88 37,42 72,85

4,22 58,67

112,72 20,482 16,525 170,08

22,14

112,72

59,27 2,49

112,82 82,20

37,58

73,15