hing fcrngeblieben sind, beantrage ich, über alle Anträge dieserParteierr zurTagesordnung überzugehcn. (Beifall.)
Mit grober Mehrheit wird .11 ebergang aut Tagesordnung über Den deutschnationalen Mis;» trauensantrag beschlossen. 3n namentlicher 2)p- stimmung wird bann der vom Landvolk und von den Kommunisten eingebrachte C0li[3 trauend* antrag gegen den Außenminister Dr. Eurtius mit 255 gegen 87 Stimmen bei 29 Stimmenthaltungen abgelehnt. Für den Mitz* trauensantrag haben gestimmt die Kommunisten, das Landvolk und die Christlich-Sozialen. Die Wirtschaftspartei und die Volksnationalen haben blaue Karten (Stimmenthaltung) abgegeben und die Dolkskonservativen haben sich an der Abstimmung nicht beteiligt. — Donnerstag Ersatzwahl für den früheren Vizepräsidenten Stöhr, Abstimmung über die Anträge zur Außenpolitik unb Etat des Wirtschastsministeriums.
Oie Landvolkstak ion.
Die Abgeordneten Wendthausen.rnbel und Lieber trennen sich von der Partei.
Berlin, 11. Febr. (VDZ.) Der Parteivorstand der Landvolkpartei faßte einstimmig eine Entschließung, in der cs heißt: Das „Deutsche Landvolk" ist eine berufsständische Bewegung, die sich die Aufgabe gestellt hat, durch Sammlung aller Kräfte des Landvolkes einen entscheidenden politischen Einfluß des Landvolkes im Interesse der Gesamtheit auszuüben. Ihre Opposition ist eine sachliche, aber nicht eine solche um jeden Preis. Im Rahmen der sachlichen Opposition liegt es, Maßnahmen auch der derzeitigen '.Regierung zu unterstützen, die die wirtschaftliche und finanzielle Sanierung betreffen. Zur Erreichung dieses Zieles und zur Stärkung des berufsständlschen Landvolkgedankens ist die Geschlossenheit der Fraktion oberstes Gebot. Da die Abg. Dr. Wendhausen, v. Snbel und Sieber er« klärten, sich den Beschlüssen des Parteivorstandes nicht fügen zu können, stellte der Parteivorsitzende Höher fest, daß damit die drei Abgeordneten sich selb st außerhalb der Reichstagsfraktion und der Partei ge ft eilt hätten. Abg. Haag, der sich zunächst der Aktion der Opposition angeschlossen hatte, hat sich mit den Vorstandsbeschlüssen einverstanden erklärt.
Oie Oeutschnationalen und der Reichslag.
Berlin, 11. Febr. (TU.) Die amtlichen Mitteilungen der Deutschnationalen Dolkspartei enthalten eine Stellungnahme zu der jetzt geschaffenen Lage, in der es u. a. heißt: Der Beschluß der Deutschnationalen, sich an den weiteren parlamen- tarischen Arbeiten des Reichstags nur noch in besonderen Fällen zu beteiligen, bedeutet nicht, daß die Fraktion dem Hause grundsätzlich überhaupt fernbleibt. Wichtiger als die Agitation im Lande ist der Versuch, die AmtSge- meinschaft der schwarzrvten Koalition z u sprengen und zu verhindern, daß die Abwesenheit aus den Parlamentssitzungen nicht zu einem Freibrief für eine weitere Vergewaltigung der Opposition wird. Die Deutschnationalen werden im Parlament nur dann eingreifen, wenn eine Möglichkeit besteht, die Kuhhandelspolitik zwischen Zentrum und Sozialdemokratie zu stören, die Interessen der nationalen Wähler zu wahren oder verhängnisvolle Beschlüsse zu durchkreuzen. Angesichts der Rervosität, mit der in der Regierung spresse allen möglichen Gerüchten über angebliche Schritte der nationalen Opposition Raum gegeben wird, mutz darauf hingewiesen werden, daß die Opposition selbst bestimmen wird, was weiter zu geschehen hat. Die Deutschnationalen insbesondere werden ihre Haltung lediglich davon abhängig machen, wie sie den großen Zielen dienen können, die Hugenberg ihnen gestellt hat. Die Fraktion wird von Fall zu Fall selbst entscheiden, welche Haltung sie dem Reichstag gegenüber einnimmt. Sie hat jetzt beschlossen, daß die Mitglieder des Untersuchungsausschusses über die verfehlte Roggen st ützungsaktion der Regierung weiter tätig bleiben sollen, weil ei sich bei diesem deutschnationalen Vorstoß darum handelt, die landwirlfchaftsschädlicheMißwirtschaft der staatlichen Getreidestellen und in einem besonders krassen Falle den verhängnisvollen Einfluß des Marxismus auf die Regierung Brüning aufau- decken. Verharrt die Regierung bei ihren Methoden der Mundtotmachung der Opposition, dann kann sie sicher fein, daß daraus alle Konsequenzen gezogen werden.
Eine Entschließung zur Kriegsschuldstage.
Berlin, 11. Febr. (VDZ.) 3m Reichstage haben die Abg. D auch-Hamburg (DVP.) und Perlitius (Zentr.) folgende Entschließung zur Kriegsschuldfrage eingebracht. Der Deutsche Reichstag lenkt erneut die Aufmerksamkeit der internationalen Oeffentlichkeit auf die schwere Beeinträchtigung der Gedanken des Friedens und der Verständigung durch das Kriegs- schuldurteil des Versailler Vertra» «es. Deutschland hat unter Zwang den Vertrag unterzeichnet, ohne jedoch damit anzuerkennen, daß das deutsche Volk der Urheber des Krieges sei. Das im Artikel 231 ausgesprochene einseitige Schuldurteil ist nur geeignet, das Vertrauen unter den Völkern, bad für einen wahrhaften Frieden erforderlich ist, dauernd zu b^inträchtigen. Die restlose Au f k lä r ung der Vorgänge, die zum Weltkriege führten, auf der Grundlage wahrheitssuchender historischer Forschung ist daher dringend erforderlich. Deutschland fordert aus diesem Grunde zur Beseitigung des einseitigen, den historischen Tatsachen nicht entsprechenden Kriegsurteils, wie es in Artikel 231 im Versailler Vertrag zum Ausdruck kommt, die Berufung eines internationalen Ausschusses von unparteiischen Sachverständigen, der allein ein objektives Urteil über die Vorgänge abgeben kann, die zum Ausbruch des Weltkrieges geführt haben. Der Reichstag ersucht die Reichsregierung, alle ihr möglichen Schritte zu tun, um diese Forderung durchzusetzen.
Ein Vertreter des Reichsbanners spricht in Versailles.
Paris, 12. Febr. (WTD. Funkspruch.) Sn einer von der Liga für Menschenrechte, der Freimaurerliga, dem Lcncistischen 3ugendverband und dem Verband der republikanischen ehemaligen Frontkämpfer veranstalteten Versammlung, die gestern abend in Versailles unter dem Dor-
as sagt man in Paris zm SmUns-Me?
f
Paris, 11. Febr. (TU.) Die Rede des Reichs» außenministers Dr. Eurtius wird von den Blättern, je nach ihrer politischen Einstellung, verschieden beurteilt. Während die nationalistische Presse besonderen Wert auf die verschiedenen Vorbehalte und Revisionsandeutungen legt, unterstreichen die linksgerichteten Blätter den ehrlichen Willen Deutschlands, an einer Befriedung Europas mitzuarbeiten.
An der Spitze der Unzufriedenen steht, wie immer, das ,.E ch o de Paris", das aus den Ausführungen Dr. Eurtius' die Schlußfolgerung zieht, Deutschland fetze den leidenschaftlichen Revanchekrieg fort. (!) Die Methoden, die es dabei anwende, bestünden darin, sich so lange wie möglich des Völkerbundes zu bedienen, und erst dann zu anderen Mitteln zu greifen, wenn diese Hilfsquelle vollkommen erschöpft sei. Die O"fenbeit, mit der der Reichs» außenmimster gesprochen habe, grenze an Zynismus. Briand fei schlecht für seine Bemühungen belohnt, Deutschland die Gewährung der Bankkredite zu ermöglichen. — Der „Petit Pari- sien" unterstreicht, daß die Rede Dr. Eurtius zwar nichts Neues enthalte, sie zeichne sich jedoch durch den besonderen Nachdruck aus, den der Reichsaußenminister auf die einzelnen «Forderungen legte und der sicherlich nicht geeignet sei, die deutsch-französischen Beziehungen zu fördern. Man werde in Berlin sicherlich wieder behaupten, daß die Ausführungen für inner- politische Zwecke bestimmt gewesen seien, das ändere aber nichts an der Tatsache, daß sie in dem Land, dessen Hilfe Deutschland heute am nötigsten brauche, einen sehr ungünstigen Eindruck machten.
Der „Temp s* schreibt: Eurtius habe es ledig, lich für notwendig erachtet, die bekannten deutschen Forderungen noch einmal zu unterstreichen, obgleich er wissen müsse, daß man ihnen niemals gerecht werden könne. Reden, wie diejenige Eurtius, seien nicht geeignet, eine Politik der internationalen Zusammenarbeit zu fördern. Wenn er davon spreche, baß man französischerseits die Gründe erkennen müsse, die zu der augenblicklichen Lage geführt hätten, so müsse er besser als jeder andere wissen, daß diese Gründe einmal in dem von Deutsch- land v o r b e re i t e t e n und heraufbe- schworcncn Kriege lägen (!), und zum anderen in dem wiederholt bewiesenen schlechten Willen des Reiches, seinen Nach- kriegsverpflichtungen nachzukommen. Der finanzielle Zusammenbruch eines ruinierten Volkes, das sich zehn Jahre lang einer ungezügelten Schleuderwirt- schäft hingegeben habe, trage überdies einen großen Teil der Schuld. Der Teil der Rede Cur- tius, in dem er darauf hinwies, daß das neue Europa nicht auf den Ruinen Deutschlands erbaut werden dürfe, verlange besondere Beachtung und zwinge Frankreich, die Pläne für eine deutsch- französische Zusammenarbeit nur mit größter Vorsicht in Angriff zu nehmen.
Die linksgerichtete „E r o 91 o u o e 11 e* schreibt, die Andeutungen über die deutsch-französischen Beziehungen ließen klar erkennen, daß Deutschland den Reoisionsgedanken nicht fallen gelassen habe. Immerhin lasse die Borsicht, mit der sich der Reichsaußenminister ausgedrückt habe, erkennen, daß er die Frage selbst für äußerst heikel Halle. Das Blatt behauptet, daß eine Revision eine Atmosphäre der Unstetigkeit in ganz Europa heraufbeschwören werde,
Hochschuldebatte im Finanzausschuß
und Gießen bis zu einem gewissen Grade abge - baut werden könnten.
Der Vertreter der Dolkspartei sagte u. a.: Die Erweiterung der Technischen Hochschule Darmstadt sei durch die Gntwicklung der letzten 3ahre bedingt. Die vom Landbund vorgeschlagenen Einsparungen vorzunehmen, sei unmöglich. Die pädagogischen 3 n ft i t u t c sollten in der seitherigen Form in Darmstadt und Mainz bestehen bleiben.
Der demokratische Redner betonte, daß der Staat an einer besseren Instaslationswerk- ftätte" kein 3ntereffe habe, sondern nur an einer ausgezeichneten Hochschule. Die jetzige Regelung der pädagogischen 3nstitute müsse bestehen bleiben. Die Verlegung nach Mainz sei ein Rückschritt. Für den größten Teil der hessischen Bevölkerung sei ein Studium in Mainz kostspieliger als in Darmstadt.
Staatspräsident Or. Ade ung wies baraüf hin, daß der Studentenausschuß selbst die in der Debatte kritisierte Nummer der Studentenzeitung als Fehler erkannt und den damaligen Redakteur entfernt habe. Für die allgemeinen Bedürfnisse der Studentenschaft genüge ein Mitteilungsblatt, da für die politische Aufklärung das Amt für Politische Bildung sorge, durch das ^Redner aller politischen Dichtungen im Sinne ihrer Weltanschauung zu Worte kämen. Die Verbindung von Wissenschaft und Forschung an der Universität und der Technischen Hochschule müsse bleiben. Durch die Verbindung der Professoren mit der Industrie erhalte auch gerade die hessische Wirtschaft sehr bedeutende Aufträge. Die Verlegung der pädagogischen Institute nach Mainz gefährde die Hochschulbildung der Volksschul- lehrer, die die Regierung für nötig erachte, nicht. Die Einrichtung eines pädagogischen Institutes in Gießen sei beabsichtigt. Zur Zeit könne aber der Plan nicht durchgefuhrt werden. Die Zusammenlegung in Mainz bedeute keine Gefahr des Simultangedankens. Gr fühle durch die Angriffe des Evangelischen Bundes und des Evangelischen Preßverbandes sich persönlich verletzt.
WHP. Darmstadt, 11. Febr. Der Finanzausschuß begann die Beratung des Kapitels 68 des Etats: Techn ische Hochschule Darmstadt. Das Kapitel zeigt 737 000 Mark Einnahmen (65 000 Mark mehr als im Jahre 1930) und 2,5 Millionen Mark Ausgaben (132 000 Mark weniger als 1930). Der gesamte Zuschutzbedarf beträgt sonach rund 1,7 Millionen Mark. 3n einer Vorbemerkung ersucht die Uiegierung um die Ermächtigung, die pädagogischen Institute in Darmstadt und Mainz zu einem einheitlichen Institut nach Mainz zusammenzulegen.
Vom Landbund wurde darauf hingewiesen, dah im Vergleich mit dem Jahre 1913 der Zuschuß bedarf für die Technische Hochschule im Verhäl tn is zu dem zur Universität Gießen in einem unerträglichen Maße gestiegen sei. Damals betrug ber Zu- schuhbedarf zur llniberfität 1000 000 Mark und der Technischen Hochschule 436 000 Mark. Diese Relation müsse wiederhergestellt werden. Die Professoren hätten ihre Tätigkeit zu sehr auf das Gebiet der Forschung und der praktischen Detätt- tgung gelegt, offenbar, weil hier ein recht guter Nebenverdienst zu erzielen sei.
Die Bolksrechtpartei erklärte, daß sie den Anträgen des Landbundes sympathisch gegenüber- stehe, hielt jedoch schematische Abstriche für unmöglich. Die Zusammenlegung der pädago. gischen Institute nach Mainz lehne die Bolksrechtpartei ab Die hochschulartige Ausbildung auf diesen Instituten gehe über b t c Bedürfnisse der Volksschule hinaus.
Das Zentrum verwies darauf, daß vor dem Kriege Karlsruhe und Darmstadt die gleichen Besucherzahlen aufzuweisen gehabt hätten. Heute zähle Karlsruhe 1200 Studenten und Darmstadt 3000. Eine technische Hochschule könne eben nur auf ihrer alten Höhe gehalten werden, wenn sie mit den modernsten Instituten unb Apparaten ausgestattet sei.
Der sozialdemokratische Redner anerkannte, daß eine technische Hochschule nur dann auf- rechterhalten werden könne, wenn sie bestens eingerichtet sei. Die Regierung möge jedoch prüfen, ob nicht Doppeleinrichtungen in Darmstadt
sitz des Abgeordneten Chabrun stattfand, hielt das Mitglied des Reichsbanners Dr. Espe einen öffentlichen Vorttag, in welchem er über die schwierige wirtschaftliche Lage und die Not der Arbeitslosen in Deutschland berichtete. Der Redner protestierte auch gegen dieGrenz- ziehungen der Nachkriegszeit, be- sonders gegen die deutschen Ostg ren- 8en. Er erklärte, nicht nur die Höhe der Reparationszahlungen, sondern auch ihre Dauer seien für das deutsche Volk untragbar. Während seines Vortrages versuchte eine Anzahl von Personen — nach einigen Blättern 200 — die in Autobussen von Paris nach Versailles gekommen waren, in das Versammlungslokal einzudringen, um die Versammlung zu stören. Sie wurden jedoch durch die Polizei zerstreut.
Umfangreiche Notstandsarbeiten in Sachsen.
. Berlin, 11. Febr. (WTB.) Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung teilt mit: Angesichts der starken Arbeitslosigkeit in Sachsen ist es von besonderer Bedeutung, daß imWege derwertschaffcn- den Arbeitslosenfürsorge die Finanzierung einer umfangreichen NoHandsarbeit in Sachsen gelungen ist. Gegenstand des Hntcrneb- mens ist die Wasserversorgung von Mittelfachsen. Als Träger der Notstandsarbeit wird «ine besondere Aktiengesellschaft gegründet. in der der Freistaat und die Dresdener Gas-, Wasser- und Glektrizitätswerke-A.-G. zu- sammengeschlossen sind. Die G e s a m t k o st e n der Arbeit, die sich auf zwei bis drei Jahre er» strecken wird, werden mehr als 20 Millionen Mark betragen. An der Finanzierung beteiligt sich die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung mit einem verlorenen Zuschuß non 1350 000 Mark, während die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten, A.-G.» und das Land Sachsen langfristige. geringverzinsliche Darlehen im Gesamtbetrag« von über 8 Millionen Mark bewilligt haben. Die Zahl der Arbeitslosentagewerke beträgt etwa 450000.
Kleine politische Nachrichten.
Wie man un8 mitteilt, sand in Frankfurt a. M. ein außerordentlicher Parteitag des Landesverbandes Hessen-Darmstadt der Reichspartei deS Deutschen Mittelstandes (Wirtschaftspartei) statt, der sich u. a, auch mit Vorgängen in der Reichs- Parteileitung beschäftigte. DaS Mitglied des Reichsparteivovstandes, Rechtsanwalt Dr. L o r i h aus München, vermochte sämtliche von dem ehemaligen Parteimitglied C o l v s s e r ge» geil den Parteiführer Drewitz gerichteten Vorwürfe zu entkräften. In einer sich an diese Rede anschließenden Lebhaften Aussprache wurde noch darauf hingewiesen, dah Drewitz bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erhoben habe. Zum Schluß wurde dem Parteivovstand und dem Parteivorsitzenden Drewitz einstimmig daS Vertrauen ausgesprochen.
•
Botschafter von Hoesch hatte eine Unter- redung mit dem französischen Außenminister Dr-^and. Diese Unterredung diente der Fortführung der deutsch-französischen Aussprach« über eine Reihe schwebender Fragen.
•
Reichskanzler Dr. Brüning empfing eine Vertretung des Vorstandes des Reichsbundes derKinder reichen unter Mhrung des Präsidenten Konrad. Die CBertretung unterbreitete besondere Wünsche hinsichtlich des sittlicheil und wirtschafllichen Schuhes der Familie im Zusammenhang mit dem Schuhe der Kinderreichen.
•
Wie der „Völkische Beobachter" erfährt, wurde der in München wegen angeblicher Hochverratsvorbereitung vorläufig sestgenommene Hauptmann a. D. Ri st er am Dienstagabend aus der Haft entlassen, nachdem der zuständige Richter die Haltlosigkeit der gegen Rister erhobenen Beschuldigung hatte feststellen müssen. Das Blatt fügt hinzu, dah selbstverständlich das Ermittlungsverfahren weitergehe.
e
Der neue Oberbürgermeister von Dresden, Dr. Külz, wird nach seinem Amtsantritt sein Reichstagsmandat niederlegen, um sich ganz der Arbeit für Dresden zu widmen
Sein Nachfolger im Reichstag auf der Liste btt Staatspartei ist der frühere sächsische Minister des Innern, Professor Apelt, Leipzig.
Aba. Dr. Otto Wiehmer, Bizcpräsident des Preußischen Landtages, der der Deutschen Volkspartei angehört, ist plötzlich gestorben. Er gehörte dem Preußischen Abgeordnetenhaus seit 1898 an. Mitglied des Landtages war er seit 1921. Dor dem Kriege war er Mitglied des Reichstages von 1898 an bis zum Jahre 1918.
Aus aller Welt.
Der Papst spricht heule im Rundfunk.
Der von dem Grasen Marconi erbaute Kurzwellensender des Vatikans wird am heutigen Donnerstag in Betrieb genommen. Die (Eröffnungsfeier wird von dem neuen Sender verbreitet und auch auf das deutsche Rundfunksender netz übernommen werden (16-30 bis 17.30 Uhr). Nachdem durch Trompetenklänge die Feier eröffnet ist, wird der Papst anschließend an einen Rundgang durch die technischen Betriebsanlagen den neuen Sender durch Schaltung in Betrieb setzen. 16.45 Uhr wird der Pap st selber in lateinischer Sprache Worte an die ganze Welt richten. Nach einem Besuch der übrigen Räume des Sendergebäudes fährt der Papst im Kraftwagen zur Akademie der Wissenschaften. Nach der Msichrt des Papstes werden die Ansager seine Rede in den hauptsächlichsten Sprachen wiederholen.
Sojähriges IHilUäqubUäum des Generals v. Volhmer.
Der bekannte bayerische Heerführer im Weltkrieg, Generaloberst Felix Graf von Bothmer, kann am 12. Februar sein 60jährIges Militärjubiläum feiern. Der General machte den Weltkrieg vom November 1914 bis zum Schluß mit. Wegen seiner hervorragenden Verdienste bei den militärischen Operationen in Oftgalizien von 1915 bis 1917 wurde er mit der höchsten bayerischen Kriegsaus- Zeichnung, dem Großkreuz des Max-Ioseph-Ordens bedacht.
Von der Laufplanke in den Rhein gestürzt.
In Oberlahnstein rutschten zwei Schiffer, deren Schiffe sich zur Zeit Im Hafen befinden, beim Pas- sieren der Laufplanke, die o e r e i st war, aus und Kürzten ins Wasser. Während sich der eine der Schiffer retten konnte, ertrank der in den 50er Jahren stehende Schiffer Kretzer aus Geisenheim.
Explosion In einem mandschurischen Bergwerk.
In einem Bergwerk in Fufchum (Mandschurei) ereignete sich am 8. Februar eine Explosion, durch die der größte Teil der 3000 Köpfe zählenden chinesischen Belegschaft von der Außenwelt abgeschnitten wurde.Da man bis heute noch nicht zu ihr Vordringen konnte^ befürchtet man, daß ein Teil ums Leben gekommen ist.
Oie Wetterlage.
Tl^oruna
r5
Üai
louc
.0
■rankt
O
Wien
D5'.ö«!
-■L
f
(3)
■r front
§gcnl.
O
xt. 1911,
'M/.
Wai
v4
©wolkenlos, o neuer, q naiD oedtext. » wolkig • onrecri Oegt% » Schnee aöraupein. e Keoei KOtwiiter.@wmdstiiic.K>' sehr «icnter Ost nissiger Südsüdwest q stürmischer nordwes^ Oie »lene fingen mit dem wmge. Pie neiden Stationen stehenden Za* •<n geben die Temperatur an. Di« Linien verbind« Ort» mit QieKhe» tut neeresniveau umgerechnete» uuftdrucfc
Thor$na/n~*----
Wettervoraussage.
Die neue Störung ist sehr rasch bis über die Nordsee vorgedrungen und entfaltet über Deutschland ihren Einfluß. Der Witterungsverlauf von Vorder- und Rückseite geht schnell vonstatten, so daß cs durch den Kaltluftembruch zu veränderlichem Wetter kommt, der zunächst bestimmend für die Wetterlage sein wird. Unter auffrischenden nordwestlichen Winden gehen die Temperaturen wieder zurück, Niederschläge gehen In Schauer über und treten meist als Schnee auf.
Aussichten für Freitag: Unbeständiges Wetter, Bewölkung mit Aufklaren wechselnd, kälter, einzelne Schneeschauer, nordwestliche Winde.
Aussichten fur Samstag: Dunstig und bewölkt, auch aufheiternd, Temperaturen nachts unter Null.
Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags 4 Grad Celsius, abends 1,1 Grad: am 12. Februar: morgens 1,9 Grad. Maximum 4,3 Grad Minimum 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Februar: abends — 0,2 Grad: am 12. Februar: morgens 0 Grad. — Niederschläge 4,5 mm. — Sonnenscheindauer drei Stunden.
Amtliche Winlersportnachrichten.
Vogelsberg, Hoherodskops: Nebel, — 2Grad, 70 cm Schnee, davon 6 an Neuschnee. Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodeln sehr gut. — Herchenhainer Höhe: Nebel, — IGrad, 30 em Schnee, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut.
S a u e r l a n d, Winterberg: Schneefall, —3Grad, 70 an Schnee, 11 bis 15 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut.
«chwarzwald. Feldberg: Schneetreiben, — 2 Grad, 210 cm Schnee, 6 bis 10 cm Neuschnee, verweht: Ski und Rodeln gut.
Alpen. Gormisch - Partenkirchen: Schneefall, --2 Grad, 35 cm Schnee, 1 bis 2 cm Neuschnee, Pulverschnee; Ski unb Rodeln sehr gut
Lor <in*! da!
%%
& *
Anke mpü
Önncn «ins
flllt* gr
Saure “ Gelder teil! Er oe
Oenö
ilt ei" in M-ueL
tehende $»< der ^len h Dinier zu « Arbeit A bie neuesten allerlei Toni prüfen, 5 manche Mi
erhält neue ni-tt zuletzt noch W°n£ Gewerbe, 0 Und stes
Festlichkeit« in der Heu Hilfe gelei! mancher ge trag Zu du runde lolltc Nuch viel $
Das Pc Des am öffentlicher hingen in und Mich strahe Ate1 ab 12. gc
Gie
Es kost Kochbuttcr bis 1,30; 15; Rotkr- rote Rübe Äofrrdoi! 40 bis 5C 70 bis 80; Echwarzwu V, W N M Ä'. l,20;'6ut 60; W 70 big 8 80; Sala Lauch 5' 50; Cndil ncr 2.50 Wirsing
12,00 Mk
Pf
Im Ae. dem Dorsi öffentliche Provinz i Dertvaltun
Wilhelm um Erlou! gebeten fjc Kreiraintee Wtanfr Halders; örs Qlron ( stadt gegen sagung ejs wurden als W des «egen den stuttung tz 2estlnghnu ^gewiese jlvar einer Verbands fursorgeve stattung ®teMan, preußisches Unb 4 Pro f bezahle "«gen. sDurchZe n? ®<N M um E ^'Haft 1 gegeben n ft bM tenb der $ in diese K: SÄ
sy*


