Ausgabe 
12.2.1931
 
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hing fcrngeblieben sind, beantrage ich, über alle Anträge dieserParteierr zurTagesordnung überzugehcn. (Beifall.)

Mit grober Mehrheit wird .11 ebergang aut Tagesordnung über Den deutschnationalen Mis;» trauensantrag beschlossen. 3n namentlicher 2)p- stimmung wird bann der vom Landvolk und von den Kommunisten eingebrachte C0li[3 trauend* antrag gegen den Außenminister Dr. Eurtius mit 255 gegen 87 Stimmen bei 29 Stimmenthaltungen abgelehnt. Für den Mitz* trauensantrag haben gestimmt die Kommunisten, das Landvolk und die Christlich-Sozialen. Die Wirtschaftspartei und die Volksnationalen haben blaue Karten (Stimmenthaltung) abgegeben und die Dolkskonservativen haben sich an der Ab­stimmung nicht beteiligt. Donnerstag Ersatz­wahl für den früheren Vizepräsidenten Stöhr, Abstimmung über die Anträge zur Außenpolitik unb Etat des Wirtschastsministeriums.

Oie Landvolkstak ion.

Die Abgeordneten Wendthausen.rnbel und Lieber trennen sich von der Partei.

Berlin, 11. Febr. (VDZ.) Der Parteivor­stand der Landvolkpartei faßte einstimmig eine Entschließung, in der cs heißt: DasDeutsche Landvolk" ist eine berufsständische Be­wegung, die sich die Aufgabe gestellt hat, durch Sammlung aller Kräfte des Landvolkes einen ent­scheidenden politischen Einfluß des Landvolkes im Interesse der Gesamtheit auszuüben. Ihre Oppo­sition ist eine sachliche, aber nicht eine solche um jeden Preis. Im Rahmen der sachlichen Oppo­sition liegt es, Maßnahmen auch der derzeitigen '.Re­gierung zu unterstützen, die die wirtschaftliche und finanzielle Sanierung betreffen. Zur Erreichung die­ses Zieles und zur Stärkung des berufsständlschen Landvolkgedankens ist die Geschlossenheit der Fraktion oberstes Gebot. Da die Abg. Dr. Wendhausen, v. Snbel und Sieber er« klärten, sich den Beschlüssen des Parteivorstandes nicht fügen zu können, stellte der Parteivor­sitzende Höher fest, daß damit die drei Abgeord­neten sich selb st außerhalb der Reichs­tagsfraktion und der Partei ge ft eilt hätten. Abg. Haag, der sich zunächst der Aktion der Opposition angeschlossen hatte, hat sich mit den Vorstandsbeschlüssen einverstanden erklärt.

Oie Oeutschnationalen und der Reichslag.

Berlin, 11. Febr. (TU.) Die amtlichen Mit­teilungen der Deutschnationalen Dolkspartei ent­halten eine Stellungnahme zu der jetzt geschaffe­nen Lage, in der es u. a. heißt: Der Beschluß der Deutschnationalen, sich an den weiteren parlamen- tarischen Arbeiten des Reichstags nur noch in be­sonderen Fällen zu beteiligen, bedeutet nicht, daß die Fraktion dem Hause grundsätzlich über­haupt fernbleibt. Wichtiger als die Agi­tation im Lande ist der Versuch, die AmtSge- meinschaft der schwarzrvten Koali­tion z u sprengen und zu verhindern, daß die Abwesenheit aus den Parlamentssitzungen nicht zu einem Freibrief für eine weitere Vergewaltigung der Opposition wird. Die Deutschnationalen wer­den im Parlament nur dann eingreifen, wenn eine Möglichkeit besteht, die Kuhhandelspolitik zwi­schen Zentrum und Sozialdemokratie zu stören, die Interessen der nationalen Wähler zu wahren oder verhängnisvolle Beschlüsse zu durchkreuzen. Angesichts der Rervosität, mit der in der Regie­rung spresse allen möglichen Gerüchten über an­gebliche Schritte der nationalen Opposition Raum gegeben wird, mutz darauf hingewiesen werden, daß die Opposition selbst bestimmen wird, was weiter zu geschehen hat. Die Deutschnationalen insbesondere werden ihre Haltung lediglich davon abhängig machen, wie sie den großen Zielen die­nen können, die Hugenberg ihnen gestellt hat. Die Fraktion wird von Fall zu Fall selbst ent­scheiden, welche Haltung sie dem Reichstag gegen­über einnimmt. Sie hat jetzt beschlossen, daß die Mitglieder des Untersuchungsausschusses über die verfehlte Roggen st ützungsaktion der Regierung weiter tätig bleiben sollen, weil ei sich bei diesem deutschnationalen Vorstoß darum han­delt, die landwirlfchaftsschädlicheMißwirtschaft der staatlichen Getreidestellen und in einem besonders krassen Falle den verhängnisvollen Einfluß des Marxismus auf die Regierung Brüning aufau- decken. Verharrt die Regierung bei ihren Me­thoden der Mundtotmachung der Opposition, dann kann sie sicher fein, daß daraus alle Konse­quenzen gezogen werden.

Eine Entschließung zur Kriegsschuldstage.

Berlin, 11. Febr. (VDZ.) 3m Reichstage haben die Abg. D auch-Hamburg (DVP.) und Perlitius (Zentr.) folgende Entschließung zur Kriegsschuldfrage eingebracht. Der Deutsche Reichstag lenkt erneut die Aufmerksamkeit der internationalen Oeffentlichkeit auf die schwere Be­einträchtigung der Gedanken des Friedens und der Verständigung durch das Kriegs- schuldurteil des Versailler Vertra» «es. Deutschland hat unter Zwang den Vertrag unterzeichnet, ohne jedoch damit anzu­erkennen, daß das deutsche Volk der Urheber des Krieges sei. Das im Artikel 231 aus­gesprochene einseitige Schuldurteil ist nur geeignet, das Vertrauen unter den Völkern, bad für einen wahrhaften Frieden erforderlich ist, dauernd zu b^inträchtigen. Die restlose Au f k r ung der Vorgänge, die zum Welt­kriege führten, auf der Grundlage wahrheits­suchender historischer Forschung ist daher dringend erforderlich. Deutschland fordert aus diesem Grunde zur Beseitigung des einseitigen, den historischen Tatsachen nicht entsprechenden Kriegs­urteils, wie es in Artikel 231 im Versailler Ver­trag zum Ausdruck kommt, die Berufung eines internationalen Ausschusses von unparteiischen Sachverständi­gen, der allein ein objektives Urteil über die Vorgänge abgeben kann, die zum Ausbruch des Weltkrieges geführt haben. Der Reichstag ersucht die Reichsregierung, alle ihr möglichen Schritte zu tun, um diese Forderung durchzusetzen.

Ein Vertreter des Reichsbanners spricht in Versailles.

Paris, 12. Febr. (WTD. Funkspruch.) Sn einer von der Liga für Menschenrechte, der Freimaurerliga, dem Lcncistischen 3ugendverband und dem Verband der republikanischen ehemali­gen Frontkämpfer veranstalteten Versammlung, die gestern abend in Versailles unter dem Dor-

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Paris, 11. Febr. (TU.) Die Rede des Reichs» außenministers Dr. Eurtius wird von den Blät­tern, je nach ihrer politischen Einstellung, ver­schieden beurteilt. Während die nationalistische Presse besonderen Wert auf die verschiedenen Vorbehalte und Revisionsandeutungen legt, unter­streichen die linksgerichteten Blätter den ehrlichen Willen Deutschlands, an einer Befriedung Eu­ropas mitzuarbeiten.

An der Spitze der Unzufriedenen steht, wie immer, das ,.E ch o de Paris", das aus den Ausführungen Dr. Eurtius' die Schlußfolgerung zieht, Deutschland fetze den leiden­schaftlichen Revanchekrieg fort. (!) Die Methoden, die es dabei anwende, bestünden darin, sich so lange wie möglich des Völkerbundes zu bedienen, und erst dann zu anderen Mitteln zu greifen, wenn diese Hilfsquelle vollkommen erschöpft sei. Die O"fenbeit, mit der der Reichs» außenmimster gesprochen habe, grenze an Zynis­mus. Briand fei schlecht für seine Bemühungen belohnt, Deutschland die Gewährung der Bank­kredite zu ermöglichen. DerPetit Pari- sien" unterstreicht, daß die Rede Dr. Eurtius zwar nichts Neues enthalte, sie zeichne sich je­doch durch den besonderen Nachdruck aus, den der Reichsaußenminister auf die einzelnen «For­derungen legte und der sicherlich nicht geeignet sei, die deutsch-französischen Beziehungen zu för­dern. Man werde in Berlin sicherlich wieder behaupten, daß die Ausführungen für inner- politische Zwecke bestimmt gewesen seien, das ändere aber nichts an der Tatsache, daß sie in dem Land, dessen Hilfe Deutschland heute am nötigsten brauche, einen sehr ungünstigen Eindruck machten.

DerTemp s* schreibt: Eurtius habe es ledig, lich für notwendig erachtet, die bekannten deutschen Forderungen noch einmal zu unterstreichen, obgleich er wissen müsse, daß man ihnen niemals gerecht werden könne. Reden, wie diejenige Eurtius, seien nicht geeignet, eine Politik der internationalen Zu­sammenarbeit zu fördern. Wenn er davon spreche, baß man französischerseits die Gründe erkennen müsse, die zu der augenblicklichen Lage geführt hätten, so müsse er besser als jeder andere wissen, daß diese Gründe einmal in dem von Deutsch- land v o r b e re i t e t e n und heraufbe- schworcncn Kriege lägen (!), und zum ande­ren in dem wiederholt bewiesenen schlechten Willen des Reiches, seinen Nach- kriegsverpflichtungen nachzukommen. Der finanzielle Zusammenbruch eines ruinierten Volkes, das sich zehn Jahre lang einer ungezügelten Schleuderwirt- schäft hingegeben habe, trage überdies einen großen Teil der Schuld. Der Teil der Rede Cur- tius, in dem er darauf hinwies, daß das neue Europa nicht auf den Ruinen Deutschlands erbaut werden dürfe, verlange besondere Beachtung und zwinge Frankreich, die Pläne für eine deutsch- französische Zusammenarbeit nur mit größter Vorsicht in Angriff zu nehmen.

Die linksgerichteteE r o 91 o u o e 11 e* schreibt, die Andeutungen über die deutsch-französischen Be­ziehungen ließen klar erkennen, daß Deutschland den Reoisionsgedanken nicht fallen gelassen habe. Immerhin lasse die Borsicht, mit der sich der Reichsaußenminister ausgedrückt habe, erkennen, daß er die Frage selbst für äußerst heikel Halle. Das Blatt behauptet, daß eine Re­vision eine Atmosphäre der Unstetigkeit in ganz Europa heraufbeschwören werde,

Hochschuldebatte im Finanzausschuß

und Gießen bis zu einem gewissen Grade abge - baut werden könnten.

Der Vertreter der Dolkspartei sagte u. a.: Die Erweiterung der Technischen Hochschule Darmstadt sei durch die Gntwicklung der letzten 3ahre bedingt. Die vom Landbund vorgeschlage­nen Einsparungen vorzunehmen, sei unmöglich. Die pädagogischen 3 n ft i t u t c sollten in der seitherigen Form in Darmstadt und Mainz bestehen bleiben.

Der demokratische Redner betonte, daß der Staat an einer besseren Instaslationswerk- ftätte" kein 3ntereffe habe, sondern nur an einer ausgezeichneten Hochschule. Die jetzige Re­gelung der pädagogischen 3nstitute müsse bestehen bleiben. Die Verlegung nach Mainz sei ein Rückschritt. Für den größten Teil der hessischen Bevölkerung sei ein Studium in Mainz kostspieliger als in Darmstadt.

Staatspräsident Or. Ade ung wies baraüf hin, daß der Studentenausschuß selbst die in der Debatte kritisierte Nummer der Studentenzeitung als Fehler erkannt und den damaligen Redakteur entfernt habe. Für die allgemeinen Bedürfnisse der Studentenschaft genüge ein Mitteilungsblatt, da für die politische Aufklärung das Amt für Politische Bildung sorge, durch das ^Redner aller politi­schen Dichtungen im Sinne ihrer Weltanschauung zu Worte kämen. Die Verbindung von Wissen­schaft und Forschung an der Universität und der Technischen Hochschule müsse bleiben. Durch die Verbindung der Professoren mit der Industrie erhalte auch gerade die hessische Wirtschaft sehr bedeutende Aufträge. Die Verlegung der pädagogischen Institute nach Mainz gefährde die Hochschulbildung der Volksschul- lehrer, die die Regierung für nötig erachte, nicht. Die Einrichtung eines pädagogischen Institutes in Gießen sei beabsichtigt. Zur Zeit könne aber der Plan nicht durchgefuhrt werden. Die Zusammenlegung in Mainz bedeute keine Ge­fahr des Simultangedankens. Gr fühle durch die Angriffe des Evangelischen Bundes und des Evangelischen Preßverbandes sich persönlich verletzt.

WHP. Darmstadt, 11. Febr. Der Finanz­ausschuß begann die Beratung des Kapitels 68 des Etats: Techn ische Hochschule Darm­stadt. Das Kapitel zeigt 737 000 Mark Ein­nahmen (65 000 Mark mehr als im Jahre 1930) und 2,5 Millionen Mark Ausgaben (132 000 Mark weniger als 1930). Der gesamte Zuschutzbe­darf beträgt sonach rund 1,7 Millionen Mark. 3n einer Vorbemerkung ersucht die Uiegierung um die Ermächtigung, die pädagogischen Institute in Darmstadt und Mainz zu einem einheitlichen Institut nach Mainz zusammenzulegen.

Vom Landbund wurde darauf hingewiesen, dah im Vergleich mit dem Jahre 1913 der Zu­schuß bedarf für die Technische Hochschule im Verhäl tn is zu dem zur Universität Gießen in einem unerträglichen Maße gestiegen sei. Damals betrug ber Zu- schuhbedarf zur llniberfität 1000 000 Mark und der Technischen Hochschule 436 000 Mark. Diese Relation müsse wiederhergestellt werden. Die Pro­fessoren hätten ihre Tätigkeit zu sehr auf das Gebiet der Forschung und der praktischen Detätt- tgung gelegt, offenbar, weil hier ein recht guter Nebenverdienst zu erzielen sei.

Die Bolksrechtpartei erklärte, daß sie den Anträgen des Landbundes sympathisch gegenüber- stehe, hielt jedoch schematische Abstriche für unmög­lich. Die Zusammenlegung der pädago. gischen Institute nach Mainz lehne die Bolksrechtpartei ab Die hochschulartige Ausbildung auf diesen Instituten gehe über b t c Bedürf­nisse der Volksschule hinaus.

Das Zentrum verwies darauf, daß vor dem Kriege Karlsruhe und Darmstadt die gleichen Be­sucherzahlen aufzuweisen gehabt hätten. Heute zähle Karlsruhe 1200 Studenten und Darmstadt 3000. Eine technische Hochschule könne eben nur auf ihrer alten Höhe gehalten werden, wenn sie mit den modernsten Instituten unb Apparaten ausgestattet sei.

Der sozialdemokratische Redner aner­kannte, daß eine technische Hochschule nur dann auf- rechterhalten werden könne, wenn sie bestens ein­gerichtet sei. Die Regierung möge jedoch prüfen, ob nicht Doppeleinrichtungen in Darmstadt

sitz des Abgeordneten Chabrun stattfand, hielt das Mitglied des Reichsbanners Dr. Espe einen öffentlichen Vorttag, in welchem er über die schwierige wirtschaftliche Lage und die Not der Arbeitslosen in Deutschland berichtete. Der Redner protestierte auch gegen dieGrenz- ziehungen der Nachkriegszeit, be- sonders gegen die deutschen Ostg ren- 8en. Er erklärte, nicht nur die Höhe der Reparationszahlungen, sondern auch ihre Dauer seien für das deutsche Volk un­tragbar. Während seines Vortrages versuchte eine Anzahl von Personen nach einigen Blät­tern 200 die in Autobussen von Paris nach Versailles gekommen waren, in das Versamm­lungslokal einzudringen, um die Versammlung zu stören. Sie wurden jedoch durch die Polizei zerstreut.

Umfangreiche Notstands­arbeiten in Sachsen.

. Berlin, 11. Febr. (WTB.) Die Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversiche­rung teilt mit: Angesichts der starken Arbeits­losigkeit in Sachsen ist es von besonderer Be­deutung, daß imWege derwertschaffcn- den Arbeitslosenfürsorge die Finan­zierung einer umfangreichen NoHandsarbeit in Sachsen gelungen ist. Gegenstand des Hntcrneb- mens ist die Wasserversorgung von Mittelfachsen. Als Träger der Notstands­arbeit wird «ine besondere Aktiengesellschaft ge­gründet. in der der Freistaat und die Dresdener Gas-, Wasser- und Glektrizitätswerke-A.-G. zu- sammengeschlossen sind. Die G e s a m t k o st e n der Arbeit, die sich auf zwei bis drei Jahre er» strecken wird, werden mehr als 20 Mil­lionen Mark betragen. An der Finanzierung beteiligt sich die Reichsanstalt für Arbeits­vermittlung und Arbeitslosenversicherung mit einem verlorenen Zuschuß non 1350 000 Mark, während die Deutsche Gesellschaft für öffentliche Arbeiten, A.-G.» und das Land Sachsen lang­fristige. geringverzinsliche Darlehen im Gesamt­betrag« von über 8 Millionen Mark bewilligt haben. Die Zahl der Arbeitslosentagewerke be­trägt etwa 450000.

Kleine politische Nachrichten.

Wie man un8 mitteilt, sand in Frankfurt a. M. ein außerordentlicher Parteitag des Landesverbandes Hessen-Darm­stadt der Reichspartei deS Deutschen Mittel­standes (Wirtschaftspartei) statt, der sich u. a, auch mit Vorgängen in der Reichs- Parteileitung beschäftigte. DaS Mitglied des Reichsparteivovstandes, Rechtsanwalt Dr. L o r i h aus München, vermochte sämtliche von dem ehemaligen Parteimitglied C o l v s s e r ge» geil den Parteiführer Drewitz gerichteten Vor­würfe zu entkräften. In einer sich an diese Rede anschließenden Lebhaften Aussprache wurde noch darauf hingewiesen, dah Drewitz bei der Staats­anwaltschaft Anzeige erhoben habe. Zum Schluß wurde dem Parteivovstand und dem Partei­vorsitzenden Drewitz einstimmig daS Ver­trauen ausgesprochen.

Botschafter von Hoesch hatte eine Unter- redung mit dem französischen Außenminister Dr-^and. Diese Unterredung diente der Fort­führung der deutsch-französischen Aussprach« über eine Reihe schwebender Fragen.

Reichskanzler Dr. Brüning empfing eine Ver­tretung des Vorstandes des Reichsbundes derKinder reichen unter Mhrung des Prä­sidenten Konrad. Die CBertretung unterbreitete besondere Wünsche hinsichtlich des sittlicheil und wirtschafllichen Schuhes der Familie im Zu­sammenhang mit dem Schuhe der Kinderreichen.

Wie derVölkische Beobachter" erfährt, wurde der in München wegen angeblicher Hochverrats­vorbereitung vorläufig sestgenommene Haupt­mann a. D. Ri st er am Dienstagabend aus der Haft entlassen, nachdem der zuständige Richter die Haltlosigkeit der gegen Rister er­hobenen Beschuldigung hatte feststellen müssen. Das Blatt fügt hinzu, dah selbstverständlich das Ermittlungsverfahren weitergehe.

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Der neue Oberbürgermeister von Dresden, Dr. Külz, wird nach seinem Amtsantritt sein Reichstagsmandat niederlegen, um sich ganz der Arbeit für Dresden zu widmen

Sein Nachfolger im Reichstag auf der Liste btt Staatspartei ist der frühere sächsische Minister des Innern, Professor Apelt, Leipzig.

Aba. Dr. Otto Wiehmer, Bizcpräsident des Preußischen Landtages, der der Deutschen Volks­partei angehört, ist plötzlich gestorben. Er gehörte dem Preußischen Abgeordnetenhaus seit 1898 an. Mitglied des Landtages war er seit 1921. Dor dem Kriege war er Mitglied des Reichstages von 1898 an bis zum Jahre 1918.

Aus aller Welt.

Der Papst spricht heule im Rundfunk.

Der von dem Grasen Marconi erbaute Kurz­wellensender des Vatikans wird am heutigen Don­nerstag in Betrieb genommen. Die (Eröffnungsfeier wird von dem neuen Sender verbreitet und auch auf das deutsche Rundfunksender netz übernommen werden (16-30 bis 17.30 Uhr). Nach­dem durch Trompetenklänge die Feier eröffnet ist, wird der Papst anschließend an einen Rundgang durch die technischen Betriebsanlagen den neuen Sender durch Schaltung in Betrieb setzen. 16.45 Uhr wird der Pap st selber in lateinischer Sprache Worte an die ganze Welt richten. Nach einem Besuch der übrigen Räume des Senderge­bäudes fährt der Papst im Kraftwagen zur Aka­demie der Wissenschaften. Nach der Msichrt des Papstes werden die Ansager seine Rede in den hauptsächlichsten Sprachen wiederholen.

Sojähriges IHilUäqubUäum des Generals v. Volhmer.

Der bekannte bayerische Heerführer im Weltkrieg, Generaloberst Felix Graf von Bothmer, kann am 12. Februar sein 60jährIges Militärjubi­läum feiern. Der General machte den Weltkrieg vom November 1914 bis zum Schluß mit. Wegen seiner hervorragenden Verdienste bei den militärischen Operationen in Oftgalizien von 1915 bis 1917 wurde er mit der höchsten bayerischen Kriegsaus- Zeichnung, dem Großkreuz des Max-Ioseph-Ordens bedacht.

Von der Laufplanke in den Rhein gestürzt.

In Oberlahnstein rutschten zwei Schiffer, deren Schiffe sich zur Zeit Im Hafen befinden, beim Pas- sieren der Laufplanke, die o e r e i st war, aus und Kürzten ins Wasser. Während sich der eine der Schiffer retten konnte, ertrank der in den 50er Jahren stehende Schiffer Kretzer aus Geisenheim.

Explosion In einem mandschurischen Bergwerk.

In einem Bergwerk in Fufchum (Mandschu­rei) ereignete sich am 8. Februar eine Explosion, durch die der größte Teil der 3000 Köpfe zählenden chinesischen Belegschaft von der Außenwelt abgeschnitten wurde.Da man bis heute noch nicht zu ihr Vordringen konnte^ befürchtet man, daß ein Teil ums Leben ge­kommen ist.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Die neue Störung ist sehr rasch bis über die Nord­see vorgedrungen und entfaltet über Deutschland ihren Einfluß. Der Witterungsverlauf von Vorder- und Rückseite geht schnell vonstatten, so daß cs durch den Kaltluftembruch zu veränderlichem Wetter kommt, der zunächst bestimmend für die Wetterlage sein wird. Unter auffrischenden nordwestlichen Win­den gehen die Temperaturen wieder zurück, Nieder­schläge gehen In Schauer über und treten meist als Schnee auf.

Aussichten für Freitag: Unbeständi­ges Wetter, Bewölkung mit Aufklaren wechselnd, kälter, einzelne Schneeschauer, nordwestliche Winde.

Aussichten fur Samstag: Dunstig und bewölkt, auch aufheiternd, Temperaturen nachts unter Null.

Lufttemperaturen am 11. Februar: mittags 4 Grad Celsius, abends 1,1 Grad: am 12. Februar: morgens 1,9 Grad. Maximum 4,3 Grad Minimum 0,8 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Februar: abends 0,2 Grad: am 12. Februar: morgens 0 Grad. Niederschläge 4,5 mm. Sonnenschein­dauer drei Stunden.

Amtliche Winlersportnachrichten.

Vogelsberg, Hoherodskops: Nebel, 2Grad, 70 cm Schnee, davon 6 an Neuschnee. Pulverschnee, Sportmöglichkeit für Ski und Rodeln sehr gut. Herchenhainer Höhe: Nebel, IGrad, 30 em Schnee, 10 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodeln sehr gut.

S a u e r l a n d, Winterberg: Schneefall,3Grad, 70 an Schnee, 11 bis 15 cm Neuschnee, Pulver­schnee, Ski und Rodeln sehr gut.

«chwarzwald. Feldberg: Schneetreiben, 2 Grad, 210 cm Schnee, 6 bis 10 cm Neuschnee, verweht: Ski und Rodeln gut.

Alpen. Gormisch - Partenkirchen: Schneefall, --2 Grad, 35 cm Schnee, 1 bis 2 cm Neuschnee, Pulverschnee; Ski unb Rodeln sehr gut

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