Landwirtschaftliche Woche in Darmstadt.
Oer Abschluß.
WSR. Darmstadt. 9. Ian. Gestern wurde mit zwei Fachreferoten die 26. Hessische Landwirtschaftliche Woche abgeschlossen. Nach 'Begrünung der Besucher durch den Präsidenten Hensel referierte Oberveterinärrat Gutbrod, Würzburg, über das Thema
„Die betriebswirtschaftliche Stellung und Ausgaben der Rinderzucht ".
Der Referent berücksichtigte besonders sein Hei-- matsgebiet Llnterfranken, wo die Grundlage der Viehzucht und ihre Ausdehnung sich nach dem Wirtschaftsfutter und der eigenen Arbeit der Hausgenossen richte. Den Kleinbauern fehle noch die richtige Zuchterfahrung. Cs bestehe typischer Mangel an gutem, allen Anforderungen ent- sprechendem Vieh. Vor allem müsse die Qualität des Viehes auch in der Langlebigkeit, der gesunden Vererbung und der Widerstandsfähigkeit beachtet werden.
An zweiter Stelle sprach L)r. h. c. Ströbel, Direktor der Württembergischen Landwirtschafts- kammör, über
„die Milchpreisfrage"
und führte etwa folgendes aus: „Zu etwa 22 Milliarden Liter Inlandsmilch kommen 4 Milliarden Auslandmilch in Form von Butter und Käse und im Wert von rund 580 Millionen Mark. Durch Verbesserung der Futtergrundlage im eigenen Betrieb, sowie durch Steigerungen der Milchleistungen könne die Erzeugung erhöht werden, um die Aus lande infuhr wieder zu ersetzen. Zu erstreben sei eine Verbilligung des Verteilungsapparales.'Zur Sicherung des Werk- milchpreises sei aber auch Schutz vor der Aus- landware unerläßlich und im Inland müsse das zersplitterte Angebot zusammengefaht werden. Den Ausgleich von Land zu Land erstrebe der Verband süddeutscher Milchcrzeuger, dessen Vorsitzender Präsident Hensel von der Hessischen Landwirtschaftskammer ist. Lieber das Milchgesetz und seine noch ausstehenden Ausführungsbestimmungen sei ein endgültiges Urteil noch nicht möglich. Vorgesehen sei darin der Dearbeitungs- zwang und der zwangsweise Zusammenschluß der Milcherzeuger, der Milchbearbeiter und Verarbeiter. Folgende Maßnahmen seien notwendig: Lückenloser Zollschuh, Steigerung des Milchverbrauchs. Verbesserung der Milchleistung, Regelung der Milchströme im Inland, weitgehendste Zusammenfassung des Angebots, Bese't'gung der Schwankungen in der Anlieferung, Aufstellung von Landesplänen für leistungsfähige. Milch- Werke und Gewährung von Reichsunterstützungen an diese, angemessene Beteiligung der Landwirtschaft an den Milchhöfen, sowie Marktbeobachtung und richtige Marktnotierung.
Rach lebhafter Aussprache schloß Präsident Hensel die diesjährige Veranstaltung
Oie Nebenversammlungen.
Unter dem Vorsitz von Präsident V e i t h tagte am Rachmittag der Landesverband der hessischen Geflügelzuchtvereine. Rach Erledigung der geschäitlichen Punkte sprach der Vorsitzende des Starkenburger Geflügelzüchterverbandes, Gewerbelehrer B r o h m , Darmstadt, über das Thema:
„Ivie geslaliel sich die Geflügelzucht rentabel?“
Der Redner gab aus seiner Praxis zahlreiche Richtlinien, um Fehlschläge zu vermeiden.
Direktor Scheu von der Eierverwertungszen- trale Frankfurt sprach über die Einrichtungen, die für den Absatz der Geflügelprodukte vorhanden sind. Er forderte insbesondere zu einem noch engeren Zusammenschluß der Produzenten auf, um rasche und gewinnbringende Verwertung des .deutschen Frischeies zu erzielen.
Am Rachmittag hatten sich im Rummelsbräu t die hessischen Pferdezüchter zur 53. Generalversammlung des Heffischen Lan- 5 des-Pferdezuchtvereins zahlreich eingefunden. Ohne Debatte wurden die geschäftlichen Punkte erledigt. Aus dem von dem Tierzuchtinspektor der Hessischen Landwirtschaftskammer, Dr. Denker, erstatteten Jahresbericht ist erwähnenswert, daß der Landes-Pferdezuchtverein 353 Einzelmitglieder und 14 Pferdezuchtvereine mit etwa 500 Mitgliedern umfaßt. Das in diesem Iahr herausgekommene Pferdematerial sei .etwas besser als im Vorjahre gewesen. Für Prämiierungszwecke seien 600 Mk., für Weide- Heldzuschüsse 840 Mk. ausgefchüttet worden. Bezüglich der Frage der Leih-Hengsthaltung wur
den die Ergebnisse der Haltung als gut bezeichnet. Da die Regierung eine weitere Ausdehnung des Leih-Hengstshstems anstrebe, sollen 12 weitere Hengste hinausgehen, wofür jetzt bereits 96 Meldungen von Pferdezüchtern vorlägen. Pferdezucht- Inspektor Dr. Hetzel aus Würzburg referierte anschließend über die
„Stellung des Pferdes im heutigen Wirtschaftsleben""
und feine verminderte Bedeutung vor allem in der Ertragssteigerung der Landwirtschaft, die heute 85 Prozent des gesamten deutschen Pserde- bestandes besitze.
Oie pädagogischen Institute.
Man schreibt uns:
Der „Gießener Anzeiger" berichtete in seiner Rr. 1 (2. Blatt) vom 2. Januar 1931 von einer Unterredung des Staatspräsidenten Dr. Adelung mit den Vorsitzenden der vier hessischen Lehrerorganisationen über „eine eventuelle Zusammenlegung der pädagogischen Institute in Darmstadt und Mainz nach Mainz" mit dem Ergebnis, „daß durch die Aussprache alte Ecken des Mißtrauens — soweit wie möglich — ausgeräumt worden feien“. Al o hat Miß trauen ge^en die geplante Verlegung bestanden, ja, es besteht noch, denn „die Ecken des Mißtrauens" sind ja doch nur „soweit als möglich", also noch lange nicht ganz ausgeräumt worden. — Lins Oberhessen interessiert nun vor allem die eine Feststellung des Staatspräsidenten, daß' d'er Anteil Oberhessens an Studierenden der Pädagogik in Darmstadt nur 14 Prozent, der in Mainz sogar noch weniger beträgt (man wagt anscheinend diesen Prozentsatz gar nicht zu nennen), daß aber dafür aus den Großstädten Mainz und Darmstadt selbst und aus ihrer .Umgebung 55 Prozent aller Pädagogik-Studierenden stammen. Verlegte nun die Regierung die gesamte Lehrerbildung nach Mainz, so würde in kurzer Zeit der Anteil Oberhessens am Lehrernachwuchs auf e’.n Minimum zusammenschrumpfen. Da drängen sich nun doch eine ganze Anzahl Fragen auf. Stellen toir vorerst nur einmal die folgenden:
1. Kann die hessische Volksschule den Lehrernachwuchs aus Oberhessen entbehren, d. h. vor allem die Lehrkräfte, die mit der oberhessischen Scholle noch aufs engste verwachsen sind?
2. Wird es gelingen, die zum größten Teil den Städten Darmstadt und Mainz und ihrer Umgebung entstammenden derzeitigen und zukünftigen Anwärter für Volksschulstellen in Oberhessen in Zukunft so erdverbunden zu machen, daß unser oberhessisches Volksbildungswe'en (der Vo'.ksschul- lehrer — namentlich der auf dem Lande — war bisher doch nicht nur Lehrer der Schuljugend) bei allem guten Willen dieser jungen Leute keine Rot leidet?
Oberhessen.
Landkreis Mietzen.
fc Wieseck, 12. Ian. Gestern mittag fand im Saale von Gastwirt Braun eine vom Bürger- Verein einberufene Bürgerve rsamm - lang statt, die gut besucht war. Landwirt und Pvsthalter Ludwig Weller leitete die Versammlung. Herr Karl Euler sprach in längeren Ausführungen gegen die vom Gemeinderat in seiner Sitzung vom 29. Dezember beschlossene Real- steuererhöhung. Gemeinderat Seibert ergänzte die Ausführungen von Euler und gab bekannt. wie sich die bürgerlichen Gemeinderatsmitglieder die Beseitigung des Defizits in der Gemeinderechnung 1930/31 denken. Rachdem sich noch verschiedene Ortseinwohner an der Aussprache beteiligt hatten, wurde von der Versammlung eine Entschließung angenommen, die be'agt, daß die versammelten Bürger Wiesects gegen die vom Gemeinderat beschlossene Erhöhung der Realsteuern Einspruch erheben und verlangen, daß der Beschluß rückgängig gemacht wird.
8 A l t e n - B u s e ck, 12. Ian. Gestern abend veranstaltete der Turnverein „Frei Heil" einen Llnterhaltungs- und Werbeabend. In der Eröffnungsansprache wurde die Bedeutung des Turnens und Sportes für die körperliche Ertüchtigung des Volkes hervorgehoben. Es wurden gute turnerische Leistungen gezeigt. Besonderen Beifall fanden die Turner der Bezirksriege vom 3. Bezirk und die Flach- tumerriege Wieseck. Darauf wurden zwei Schwänke zur Aufführung gebracht. Tanz beschloß die harmonisch verlaufene Veranstaltung.
Wirtschaft.
Holzversteigerungs-Termine.
Dienstag, den 13. Januar.
Versteigerer: Stadt Gießen. Versteigerungsort: Straße nach dem Schiffenberg, am Waldeingang. 9.30 Uhr.
Versteigerer: Forstamt Gießen. Versteigerungsort.' Treis a. d. Lda., Willsche Wirtschaft. 9.30 Uhr.
Versteigerer: Graf zu Solms-Laubachsches Forstamt Laubach. Versteigerungsort: Turnhalle zu Freienseen. 10.30 Uhr.
Versteigerer: Bürgermeisterei Allendorf a.d. Lda. Versteigerungsort: Forstort Kaulsköppel. 9 Uhr.
*
* Die Indexziffer der Großhandelspreise. Die auf den Stichtag des 1. Ia- nuar berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamts ist mit 116,9 gegenüber 117,1 in der Vorwoche um 0,2 v. Sy gesunken. Von den Hauptgruppen ist die Indexziffer für Agrarstoffe auf 109,1 (minus 0,3 v. H.) und die Indexziffer für Kolonialwaren auf 101,9 (minus 0,5 v. H.) zurückgegangen. Die Indexziffer für industrielle Rohstoffe und Halbwaren hat mit 109,2 (109,3) und diejenige für industrielle Fertigwaren mit 142,2 (142,4) leicht nachgegeben.
* Zellstoff Waldhof. Die Liebersiedlung der Verwaltung von Zellstoff Waldhof von Mannheim nach Berlin kann als so gut wie sicher angesehen werden, nachdem die Kommissions- sitzung des Aufsichtsrats die Frage endgültig entschieden hat.
Frankfurter Börse.
Frankfurt, 12. Ian. Tendenz: Lustlos und schwächer. — Auch zu Beginn der neuen Woche verkehrte die Börse in lustloser und wieder schwächerer Haltung. Der feste Schluß der Neuyorker Börse vorn Samstag bot keine Anregung, da anderseits überwiegend ungünstige Momente vorlagen. So verstimmten der Freitod eines Berliner Bankiers, das plötzliche Ableben eines Direktors der Reichskreditgesellschaft, die Gründung eines kommunistischen Bergarbeiterverbandes und vor allem die vollkommene Orderlosigkeit. Ferner sollen einige Auslandsabgaben vorgenommen worden sein, so daß gegen die Schlußkurse vom Samstag schon bei geringstem Angebot Kurs. Verluste von 20 v.H. zu verzeichnen waren. Am Chemiemarkt eröffneten I.-G.-Farben mit 2J4 v. H. niedriger. Der veröffentlichte Vierteljahresbericht bereitete trotz seiner durchaus befriedigenden Lage eine Enttäuschung, da man nach wie vor zis. fernmäßige Angaben vermißte. Besonders stark abgeschwächt lagen Scheideanstalt mit minus 4XA v. $)., Rütgerswerke mit v. H. Am Elektromarkt ergaben sich durchweg Rückgänge von 1z v. H., und auch Siemens wurden etwas stark in Mitleidenschaft gezogen. Von Kunstseide-Aktien setzten Aku 2| v. H. niedriger ein, während sie relativ behauptet blieben. Kaliwerte hatten trotz höherem Kursstand mehrprozentigen Verlust. Salzdetfurth gaben 4 v. H. nach, Westeregeln 3 v. H. Von Montanwerten lagen nur einzelne abgeschwächt. Mannesmann und Ryeinstahl kamen mit minus 14 bzw. Ij zur ersten Notiz. Von Bauunternehmungen waren Holzmann VA v. H. niedriger. Gut behauptet eröffneten Zellstoff Waldhof. Im übrigen herrschte große Stagnation. Am Anleihemarkt blieben Neubesitz unverändert. Pfandbriefe sehr still und unverändert. Reichsschuldbuchforderungen lagen schwach. Im Verlause konnte sich das Kursniveau leicht heben, da die Kulisse, die stark abgegeben hatte, vereinzelt kleinere Deckungen vornahm. Das Geschäft erfuhr jedoch keine Belebung. Am Geldmarkt war Tagesgeld im Zusam- menhanamit dem Steuertermin (Einkommensteuer) gesucht. Monatsgeld war unverändert. Am Devisenmarkt hielt die Nachfrage nach Devisen an. Besonders schwach lagen Schweiz, auch Madrid rückgängig. Man nannte Mark gegen Dollar 4,2052, gegen Pfund 20,4165, London gegen Kabel 4,8550, gegen Paris 123,75, gegen Mailand 92,75, gegen Madrid 46,55, gegen Schweiz 25,0625, gegen Holland 12,0613. .
Berliner Börse.
Berlin, 12. Ian. Das Hauptgesprächsthema der heutigen Börse waren die Todesfälle in den Berliner Bankkreisen. Während Direktor Leo Scheipner von der Reichskreditgesellschaft einem Herzschlag erlegen ist, schied der Bankier Erich Goldschmidt, früherer Mitinhaber des bekannten Berliner Bank- instiftuts Josef Goldschmidt & Co., freiwillig aus dem Leben. Dieses plötzliche Massensterben von bekannten Berufskollegen wirkte auf die Börse deprimierend. Der feste Schluß der Neuyorker Börse blieb völlig
eindruckslos, zumal man an einigen Märkten auch von Exekutionen sprach. Das Angebot betrug in den Hauptwerten 60 bis 100 Millionen nominal und führte verschiedentlich zu Kursrückgängen bis 4 v. H. Als stark rückgängig find besonders zu nennen Schiffahrtsaktien, Montanwerte, Salzdetfurth, Conti- Gurnrni, Siemens, Polyphon, Aku, Julius Berger und Vogel-Telefunken. Reichsbankanteile zogen heute großes Interesse auf sich, verloren aber auch 2,75 v.H. Die Verminderung der Warenhausumsätze im November 1930 blieb nicht ohne Einfluß auf die an der Börse notierten Werte. Karstadt verloren ebenfalls 2,5 v. H. Eigentlich die einzige Ausnahme machten die Elektrische Lieserungsgesellschaft, die in Erwartung einer unveränderten 10-v.H.-Dividende 3,75 vH. anzogen. Anleihen lagen nicht ganz einheitlich. Altbesitz 0,25 v. H. höher, Neubesitz blieben weiter schwach. Von Ausländern erschienen die 5-v. H.-Mexi- Inner und Lissaboner Stadtanleihe mit Minus- Minus-Zeichen. Erstere kamen 0,5 v. H. niedriger zur Notiz, letztere 0,75 v. H. unter Samstag. Reichsschuldbuchforderungen wurden 1 v. H. gedrückt, Geld etwas anziehend, Tagesgeld nannte man mit 3,25 bis 5,5 v. H., Monatsgeld blieb weiterhin unverändert Jrn Verlaufe neigte die Tendenz weiter zur Schwäche, und die Kurse gaben bis zu 1 v.H. nach.
Frankfurter (Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 12. Ian. IenSCTi3: Stetig. Die heutige Produktenbörse eröffnete in gemäßigter Haltung. Das Angebot war nicht drängend und die Preise ziemlich unverändert. Einige Nachfrage bestand im Zusammenhang mit der kalten Witterung für Futtermittel. Es wurden notiert: Weizen 274 bis 276 Mk., Roggen 177,50, Sommergerste für Brauzwecke 215, Hafer (inländischer) 157,50 bis 160, Weizenmehl (südd. Spezial 0) 41,50 bis 42,50, Roggenmehl 41,25 bis 42,25, Roggenkleie 26,50 bis 27,50, Erbsen 25 bis 31, Linsen 25 bis 30, Heu 6,00 bis 6,50, Weizen- und Roggenftroh (drahtgepreßt) 3,00 bis 3,25, Weizen- und Roggenftroh (geoünbelt) 2,75 bis 3,00 Mark.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a.M., 12.Ian. Auftrieb: 1700 Rinder (443 Ochsen, 131 Bullen, 586 Kühe, 480 Färsen), 547 Kälber, 140 Schafe, 6346 Schweine. Cs notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 48 bis 51 Mk.. (ältere) 43 bis 47; Bullen: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 47 bis 50, sonstige vollfleischige oder ausgemästete 43 bis 46; Kühe: jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 40 bis 42, sonstige vollfleischige: oder.ausgemästete 36 bis 39, fleischige 32 bis 35, gering genährte 25 bis 31; Färsen (Kalbinnen, Jungrinder): vollfleischige, ausgemästete, höchsten. Schlachtwerts 48 bis 52, vollfleischige 43 bis 47, fleischige 40 bis 42. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 68 bis 71, mittlere Mast- und Saugkälber 62 bis 67, geringe Kälber 55 bis 6L — Schafe: Mastlämmer und jüngere Mast- Hammel (Weidemast) 48 bis 50, mittlere Mast- lämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 40 bis 47. — Schweine: vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 54 bis 58, von etwa 160 bis 240 Pfund 54 bis 59, fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 54 bis 57 Mk. - Marktverlauf: Rinder sehr ruhig, großer Lieberstand. Kälber und Schafe ruhig, beide ausverkauft. Schweine sehr ruhig, großer Lieberstand.
Frauksur er Eicrmarkt.
Frankfurt a. M., 10. 3an. Am hiesigen Markt trat ein merklicher Limschwung ein. Aach den Rückgängen in den letzten Tagen konnte sich die Tendenz im Zusammenhang mit der kalten Witterung und der sehr festen Veranlagung des Londoner Marktes, der auf die deutschen Märkte einen starken Einfluß hat, wieder befestigen. Daneben find die alten Bestände ziemlich aufgebraucht, und die Reuprodukfion geht nur langsam vor sich, so daß sich die Preise bei leicht gebessertem Absatz etwas erhöhen konnten. Man rechnet auch für die nächsten Tage mit weiteren Erhöhungen, vorausgesetzt, daß die kalte Witterung anhält. Am Markte der Kühlhanseier hat sich leine Veränderung ergeben; der Handel war zu den Preisen zwischen lOVs und 12 Pf. nur mäßig. Es notierten in Pfennig per Stück ab loco Frantfurt a. M.: Bulgaren 12 bis 12,50, Jugoslawen 11,50 bis 12, Rumänen 11,50, Polen 10,50 bis 11, Chinesen 9 bis 11, Holländer 11,50 bis 14,50, Dänen 11 bis 14,50, Belgier 11,50 bis 14, Schlesier 12,50, Bayern 12,50, Norddeutsche 11 bis 13.
Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 5 v.H., Lombärdzinsfuß 6 v.H.
Sranrfun a. Ul.
Berlin
Schluß« lurs
1«ilhr« Nur»
Schluß« tunt
Anfang« fiurd
Datum
10.1.
12.1.
10.1.
12.1.
6% Deutsche ReichLanieihe von 1927 .........
85
85,2
7% Deutsche Reichsanleihe von 1929 ..........
101,5
101
Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit
Anslos.-Rrchlcn.......
52,13
_
52,2
52,25
Desai, ohne AuLlos.-Rcchle . .
4,7
4,675
4,75
4,7
8% Hess. tiollMtnat von 1929 (tüd<af)lb. 102%)......
Cbctfrifcn Provinz - Anleihe mit Au-los.-Achten......
90
89,6
50
Deutsche Komm. Sammelabl.
Anleihe Serie 1.......
50,5
_
50
-% slranlj. Hgp.-Bank Goldpse XIII unlünttbar bis 1934 . . .
99,5
7% grants. Hnp.«Bank Goldpse unlünöbar bll 1932 .....
92,5
_
_
iy3% Rheinische Hvp.'Bank
Slqu. Golvpse.........
88,9
8% Pr. LandeSplandbriesanstalt, Psandbriese öl. iS .....
-"4, Pr Landespianebriesanstalt, Äcmm^£bl. 81. 20......
7% Pr. Landetwianvbriesanltalt, Dsandbriese R. 21 .....
S.G. abg. Bv^riegs-Obligatio- iien. rückzahlbar 1932 .....
100
100
97
97
97
_
97
—
—
—
'% Lesterreschliche Goldrente . . 4,20% Ociterreichische Silberrente i% Lciterreichilche Einheitliche
26,25
—
26,1
—
Rente...........
——
—
1,45
4% Ungarische Goldrente ....
21,75
—
22
—
t% Ungarische Staatsrente v. 1910
17,5
—
• 17,25
—-
4Vt% beegl. oon 1918.....
—■
—
18,13
—
;% Ungarische Sronenrente . . •
1,3
—
1.4
1.45
4% Türlilcke Zollanleihe von 1911
4% Türkische Bagdadbahn-Anl.
3,1
3,05
Serie 1...........
3,05
—
—•
3,1
4% dergl. Serie II.......
o% Rumänische vereinh. Rente
3,05
< ,05
3
von 1903 ..........
ty.% Rumänische vereinh. Rente
—
8,95
8,95
von 1913 ..........
13,2'
13.4
1’5
< % Rumänische vereinh. Rente «
6,8o
b,3i 6,9
Srantfun a. Dl.
Berlin
Schluß-j kurs
1-llhr« ST rd
Schluß« lurs
Anfang« Rurd
Datum
10.1.
12.1
10.1.
12.1.
Hamburg-Amerika Paket - .
. 7
59
—
58,75
57
Hamburg-Südam. Dampfschiff
. 8
—
133,25
130
Hansa Dampfschiff.....
10
—
—
107
103
Norddeutscher Lloyd ....
. 8
59,5
—
60
58,75
Allgemeine DeutscheCredilanst. 10
98,5
—
98,25
98,25
Barmer Bankverein ....
Berliner Handelsgesellschaft .
10
101
100
100,5
100
12
120
120,5
120
Commerz- und Prioat-Bank .
11
110,5
109
109,75
109
Darmstädt-r und Nattonalbank
Deutsche Bank und
12
143,5
143
142
DtSconto-Gesellschaft, . . .
10
110
109,13
109,75
109
Dresdner Bank......
10
110
109
110
109
ReichSbank........
12
236
237,5
234,75
A.E.G...........
. 8
90,25
88
90,13
87,65
Bergmann........
. 9
Elektr Lieserungsgesellschaft.
10
90
—
88,75
89,5
Licht und Kraft......
10
98,75
96,5
99
97,13
Fellen & Guilleaume . . . Gesellschaft für Elektrische
IVi
76
78,5
Unternehmungen ....
10
89,5
—
90,5
89,65
Hamburger ElektrUttätS-Werle Rbeinische Elektrizität . . .
10 . v
113
_
104,9
113,75
104,75
113,25
Schlesische Elektrizität. . . .
10
—
98
97,13
Schuclert & (So.......
11
107
105,25
107
104
Siemens L Halske .....
16
144,5
140,5
144,5
140,5
Tronrradio . . ......
. 8
——
121
i'abmeysr & Co.......
113
113,25
44,75
Buderus..... • . .
. 5
_
44,13
Deutsche Erdöl ......
. 6
57
—
58
57,25
Essener Steinkohle . • • • •
. 8
—
.—
Gelsenkirchener ......
. 8
79
—
79
76,65
Harpencr.........
. 0
74,5
—
74
72
Hoesch Eisen. .......
ey2
—
——
61,75
60,5
tzisc Bergbau .......
10
162
—
161,5
161
Klöckncrwerke ......
. 7
54,25
—
54
53,5
Köln-Sleucslen.......
. 7
——
—
67,4
67
ManneSmann-RShreu ...
. 7
60,25
59
60
59
. 7
33
33,5
33,4
Lderschles. Ghenbebarf ...
. 5
32
—
33,5
Oberschles. KvISwerke....
. 7
—
64,75
—
Bhönix Bergbau......
sy,
55
—
55,25
54
Rheinische Braunkohle» • .
10
146,5
——
146,5
145
Rhcinstahl ........
1 Riebeck Montan ......
. 6
65
65,9
64,5
-
—
—
74,5
72,73
'Frankfurt a. Ul.
Berlin
Echluß« kurs
1-Ubr» Äum
Schluß« furd
Anfang« Aurd
Datum
10.1.
12.1.
10.1.
12.1.
Bereinigte Stahlwerke .
Otavt Minen.....
'10'/'.
58
56,75
56
31,5
——
31
30,5
Kaliwerke Aschersleben .
. . 10
127
—
127
126
Kaliwerke Westeregeln .
. . 10
133
131
133,25
133
Kaliwerke Salzdetfurth .
. . 15
192,5
189
194
190,5
I. (9. ssarben.Jndustrie.
. . 12
122,75
121,65
124
122,13
Dynamit Nobel ....
. . . 6
-T-
Scheideanstalt.....
. . . V
128
123,5
—
—-
Goldschmidt.....
. . . b
35,4
—
36
34,5
Rütgerswerke.....
. . . 6
43
41,75
43
42
Melallgesellschast. . . .
. . . 8
67,5
—
67,5
—
Philipp Holzmann . . . Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt. .
. . . 7
. . 10
. . 10
70,5
70
69,25
69,5
69
Wayß & Frcytag . . .
. . . 8
39,5
—
40
—
Schultheis Patzenhoser .
. . 15
—
. —
143,25
141,65
Lstwerke.......
. . 12
——
—
126
123
fflfu .... i ... .
. . 18
52,25
49,5
51,75
49
Bemberg..... .
. . 11
46,5
46,25
46
45,5
Zellstoff Waldhos . . .
. 13'/.
89
—
90,4
89
Zellstoss Aschaffenburg .
. . 12
—
70,75
69,75 -
Charlottenburger Wasser
... 8
—
--
78,5
78
Dessauer Wai.....
. . . 9
—
—
101,9
100
Daimler Motoren . . .
. . . 0
21,5
—
21,5
21,4
Deutsche Linoleum . .
98,5
—
98,4
. . . v
—
—
29,75
29,65
Nal. Automobll . . . .
. . . 0
—
—
—
—
Orcnstein & Koppel • •
. . . 6
—
—
41
40,25
Leonhard Tietz ....
. . 10
101
—
100,5
99,5
Sveneka.......
240
—
238,5
236,5
slsranksurlcr Maschinen .
... 4
14
—
14
—
Gritzner .......
... 6
—
——
30,25
—V
Heyligenstaedt . . . .
Iunghans..... .
. . . C
—
—
—
... 6
31
—-
32,4
31,13
Lechwerke........
... 8
,3.5
73
—
Mainkraftwerke Höchst a. M.. . 8
65
—
——
Miag.........
. . IC
63
—
62
w—
Gebr. Roeder ......
. . IC
.—
•—
Boigt & Haessner . . .
. . . s
—
148
—
süddeutsche Zucket. • .
. . IC
127
—
128
- 1
Banknoten.
Berlin, 10 Januar
Geld
»rief
Amerlkanstche Noten ......
4,186
4,206
Belgische Noten. .......
58,33
58,57
Dänische Roten .......
111,96
112,40
20,367
20,447
Französische 9?otert .......
16,443
16,503
Holländische Noten.......
168,81
169,49
Italienische Noten........
21,96
22,04
Norwegische Noten.......
112,03 ,
112,47
Deutsch-Oesterreich, ä 100 Schilling
58,89
59,13
Rumänische Noten.......
2,48
2,50
Schwedische Noten .......
112,13
112,57
Schweizer Noten ........
81,38
81,70
43,91
44,09
Tschechoslowakische Noten.....
12,395
12,455
Ungarische Noten .....
73,21
73,51
Devisenmarkt Berlin
- Frankfurt
O.2IL
10 Januar
12.3anuar
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
»rief
Geld
Dries
Amst.-Rott-
169.06
169,40
169,06
169,40
Burn.-Aireö
1,289
1,293
1,296
1,300
Brss.-Antiv
58,555
58.575
58,56
58,68
Chrtftrania •
112,25
112,47
112,26
112,48
Kopenhagen
112,24
1’2,46
112,26
112,48
Stockholm •
112,40
112,62
112,44
112,66
SclfingforS-
10,57 21,98
10,59
10,57
10.59
Italien. . .
22,02
21,95
22,05
London. . .
20,391
20,431
20,397
20,4?7
Neupork ..
4,2005
4,2085
4,2010
4,2090
Baris....
16,473
16,513
16.475
16.515
Schwei; ..
81,33
81,54
44,34
81,38
81,54
Spanien. .
44,26
43.81
43.89
Japan . .
2,081
2,085
2,081
2,085
tllio de Jan. Wien in D--
0,388
0,390
0,391
0,399
Ceft. abgest
59,05
59,11
59,065
59,185
Prag . . . .
12,441
12,464
12,443
12.463
Belgrad . -
7,427
7,451
7,429
7,443
Luüuptst. .
73,31
73,51
73,375
73,615
3,047
Buioarren .
3,039
3,047
?,041
Lissabon . .
18,82
18,86
18.825
18,865
Danzig. . .
81 .46
81,6?
81,48
81,61
fionftunttn.
1,784
1,78§
1,784
1.789
Athen. . .
5,437
5,447
5,44
5,45
Cairaba . .
4,189
4,197
4,189
4,197
Uru uat). .
* 2.887
2,893
2,917
2,923
Tatro . . .
20,91
20,95
20,915
20,955


