Ausgabe 
11.12.1931
 
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Die neue Lesmona 50(0 Auch ohne Mundstück, dick und rund Konzernfrei!

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wurde. Getragen von dem Geist der Verbunden­heit. entwickelte sich eine gemütliche, weihevolle Stimmung. Worte des Dankes durch den Vor­sitzenden beschlossen die harmonisch verlaufene Feier.

ten, die ihn besitzen.

Wer kauft, hilft! Hilft den Geschäften, die mit schwerer Aot kämpfen, hilft einer Armee von Angestellten, die nicht entlassen zu werden ulft Fabrikarbeitern. Heimarbeitern,

Nachrichten.

: e i d) s t a g s ist sür ijen worden. Aus der ge der Kommunisten (Einberufung iteHungnafw $ur spräfibentcn.

den spanischen Lor« zum Präsiden« hit worben.

Wettervoraussage.

Kaltluft über Skandinavien hat dort zum Auf­bau eines Hochdruckgebiets geführt, das sich mit dem Hochdruck Uber den britischen Inseln und dem Atlantik verbunden hat. Dabei ist Kaltlust aus Aordosten über ganz Deutschland vorgedrun- gen und räumt die seitherige Ozeanluft weg. Tem­peraturrückgang bis zum Gefrierpunkt und dar­unter war die Folge. 3m Vereich der Kaltluft kommt eS jetzt zu Frostwetter, wobei auch zeit­weise Aufheiterung eintritt. Aiederschläge in Form von Schnee sind vorerst kaum oder nur ganz vereinzelt zu erwarten.

Aussichten für Samstag: Teils wolkig, teils aufheiternd, Frost, auch tagsüber Tempera­turen vielfach unter Aull, nur vorerst etwas Schnee.

Lufttemperaturen am 10. Dezember: mittags! 6,1 Grad Celsius, abends 5 Grad: am 11. Dezem­ber: morgens0,9 Grad. Maximum 6,3 Grad. Minimum.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Aus der provinzialhauptstavt

Glehen. den 11.Dezember 1931.

Wer kaust, Hilst!

Wer kauft, hilft I Cs ist ein mutiger Aot- ruf, ein SOS, das den kategorischen Imperativ Spare!" übertönt. Sparen ist so selbstverständ­lich geworden, daß man sich auch die Worte dar­über sparen könnte. Aber der Mensch ist unge­recht. Luxus wurde von gestern auf heute zum verfemten Begriff.

Was ist Luxus?

Für den einen das Auto.

Für den andern die Autodroschke.

Für den dritten der Autobus.

Selbstüberflüssigster" Luxus ist lebenserhal­tender Begriff für Hunderttausende, die ihn schaffen - erstarrte Form nur für die vereinzel-

steret und Abkehr vom Sparen führen zu Kredit­kündigungen der Kassen, zu Betriebsstillegungen in Handwerk und Gewerve, zu Arbeitslosigkeit und zu neuer Aot und neuem Elend. Die Sparer haben jetzt die Hand am Hebel der großen Wirt­schaftsmaschine, jetzt wie noch nie! Sie müssen zei­gen, daß sie ein mündiges Volk sind, und sie müssen wissen, daß ihre Feinde da stehen, wo Mißtrauen gesät wird. Denn Vertrauen ist die beste Stütze einer Währung, eine bessere als Gold und Devisen.

Dortrag im DOA.

In einem Vortrag, veranstaltet von der Aka­demischen Ortsgruppe des Vereins für das Deutschtum im Ausland an der Hniversität Gießen, sprach am Mittwochabend Prof. Dr. Mannhardt, Marburg, über das ThemaVolk, Staat und Kirche in Südamerika". Die südamerikanischen Staaten, so führte der Vortragende aus u. a. aus. hatten, in großen Zügen gesehen, eine annähernd gleiche Entwick­lung Hücker sich, ob sie nun unter portugiesischem, oder spanischem Einfluß standen. Auf uraltem Kulturboden habe Spanien ein Kolonialreich er­richtet, Raubbau getrieben (wie die Portugiesen auch), gegen das 17. Jahrhundert sei aber dann diese Herrschaft zerfallen, und erst mit dem Auf­treten der spanischen Jesuiten habe sich eine

Bezugspreissenkung.

vom 1. Januar an wird der Bezugspreis für den Gießener Anzeiger gesenkt auf

Mark 1,80

monatlich ohne Illustrierte und auf 2HL 1,95 monatlich mit der Illustrierten. Dazu kommt die Zustellungsgebühr.

Verlag des Gießener Anzeigers.

neue Blütezeit angebahnt, der durch

brauchen. . , . _

Familie, hilft, hilft, hilft.

Heute weih es bereits jedes Kind: es muß ge­spart werden. Aber das Sparen um des Spa­rens willen ist eine gefährliche Propaganda.

und Bezirksteilmonatskarten können ohne Zuschlag benutzt werden: a) Karten 2. Kl.. Cilzug in 3. Kl., Schnellzug: b) Karten 2. Kl., Personenzug in 3. Kl., Cilzug und c) Karten 3. Kl., Cilzug in 2. Kl., Personenzug. Actz- und Bezirkskarten gelten einen Monat. Sie kön­nen an jedem Tag des Kalendermonats gelöst werden und gelten bis zu dem Tag des Aach° monats, der in der Zahl dem ersten Tag der Gel­tungsdauer vorangeht. Bezirks teilmonatskarten gelten eine Woche von Sonntag bis Samstag, wie die gewöhn ichen Teilmonotskarten. Kinder genie­ßen keine besondere Ermäßigung. Auf Bahnhöfen, wo die Karten aufliegen, müssen sie spätestens zwei Stunden vor ihrer Benutzung, auf anderen Bahnhöfen spätestens fünf Tage vorher bestellt werden. Aetzkarten für mehrere Bezirke müssen in jedem Fall fünf Tage vorher bestellt werden. Bei der Bestellung ist der Tag anzugeben, von dem an sie gelten soll. Ein deutliches Lichtbild (Paßbild) ist der Bestellung am Fahrkartenschalter beizugeben. Die Karten sind nach Ablauf der Gel- tungsdauer zurückzugeben. Außer dem Fahrpreis ist eine Sicherheitsgebühr zu hinterlegen, die für Aetzkarten auf 10 Mark und für Bezirkskarten auf 5 Mark bemessen ist, und die innerhalb einer kurzen Frist nach Ablauf der Geltungsdauer der Karte erstattet wird. Für Bezirksieilmonatskarten wird keine Sicherheitsgebühr erhoben.

Grundbesitzer zu finden. Der Ausländsdeutsche wünsche wohl eine engere Verbindung mit dem Mutterlande, wenn auch die Sehnsucht zu einer Rückkehr nicht ausgesprochen vorhanden sei. Lei­der sei das Deutschtum in den Städten stark ge­fährdet, die junge Generation spreche als Um­gangssprache meist spanisch: wohl sei noch ein Zusammenhalt unter den Deutschen vorhanden, Vereine bestünden wie bei uns im Mutterland, aber doch könne das alles eine Entfremdung nicht verhindern. Lebendiger sei die Schicksalsgemein­schaft unter den vor langer Zeit nach Argentinien ausgewanderten Rußlanddeutschen. Man müsse sich damit abfinden, daß man aus dem Ausländs­deutschen nicht mehr den mit dem Mutterlande verbundenen Deutschen schaffen könne, vielmehr gelte die Arbeit jetzt den Bestrebungen, innerhalb der Staaten Südamerikas den deutschen Chilenen, den deutschen Brasilianer und den deutschen Ar­gentinier zu schaffen, so, daß sie sich als beson­dere Grupven integrieren und dabei ihr Volks­tum aus sich selbst heraus zu erhalten bemüht seien. Heute könne es bei der wirtschaftlichen Ohnmacht Deutschlands nicht mehr das Ziel sein, deutsche Schulen einzurichten, dazu reichten die Mittel nicht aus, vielmehr müsse man sich darauf beschränken, deutschstämmigen Lehrern und Geist­lichen in Deutschland das Studium und die Ausbildung zu ermöglichen, damit sie dann in Liebersee in deutschem Sinne wirken könnten.

Der Vortrag, dem die Zuhörer, meist Stu­denten, mit großer Aufmerksamkeit folgten, fand starken Beifall.

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag: Stadt­theater Gießen:Der Schusternazi", 20 bis 22.15 Uhr. Oberhessischer Kunstverein: Künstlerhilfe, Turmhaus am Brandplatz. 15 bis 17 Uhr. Cafs Amcnd: Gemäldeausstellung. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Ein Auto und kein Geld". Asto- ria-Lichtspiele, Seltersweg:Der Heldenritt im wil­den Westen" undDie letzte Warnung!".

Aus dem S t a d t th ea t er bu re au wird uns geschrieben: Morgen,Samstag, 12. De­zember, 15.45 Uhr, als Schülervorstellung:Wil­helm Teil" von Schiller. Spielleitung Peter F a s s o 11. Ende 18 Hhr.

Hessische

Landes-Zubiläums-Geflirgelschau.

WSA. Mainz, 8. Dez. Aus Anlaß deS 25jährigen Bestehens des Landes­verbandes Hessischer Geflügelzüch­ter-Vereine beranitaltcte der Iubelverband in den Tagen vom 4. bis 6. Dezember hier eine Hessische Landes-Iubiläums-Ge- flügels chau, verbunden mit Jung- geflügelschau. Dem Verbände gehören z. Z. über 200 Vereine mit über 8000 Mitgliedern an. Am Samstag fand die offizielle Eröffnung der Ausstellung statt. P:ovinzialdirektor Dr. Weh­ner g b c ne: Freud: üb r die zih're'ch ke'chickte Aufstellung Ausdruck. Er beglückwünschte die hessischen Züchter, die allen Widerwärtigkeiten zum Trotz die bedeutungsvolle Ausstellung zu­stande gebracht hätten. Zum Schluß gab der Redner dem Gedanken Ausdruck, daß die Aus­stellung dazu beitragen möge, die Abhängigkeit von der ausländischen Einfuhr weitestgehend ab­zuschwächen. Der Vorsitzende des Landesverban­des Hessischer Geflügelzüchter, Karl V e i t h. Reichelsheim (Oberhessen), wies darauf hin, daß das Hand-in-Hand-Arbeiten mit der hessischen Regierung dazu geführt habe, die hessische Ge­flügelzucht auf eine hohe Stufe und damit in der Welt an dritte Stelle zu bringen. Der Vertreter der Hessischen Landwirtschaftskammer, Landwirt M o s s e l, Marienborn, betonte, daß auf dem Gebiete der Geflügelzucht noch ein großes Be­tätigungsfeld vorhanden wäre. Pflicht aller Kreise sei es, sich für die Förderung der Geflügelzucht in Deutschland einzusetzen. Die Ausstellung, in der 400 hessische Züchter 1600 Tiere zur Schau stellten, erfreute sich eines zahlreichen Besuchs. Am Samstagabend vereinigten sich die Aus­steller und Mitglieder des Bundes deutscher Geflügelzüchter, des Hessischen Landesverbandes, der Provinzialverbände und des Mainzer Ver­eins zu einer Feier des 25jährigen Bestehens des Verbandes im Rheingoldsaal der Stadthalle, bei der der Verbandsvorsihende Karl D e i t h, Rei­chelsheim (Oberhessen), die Festrede hielt.

Liberalen ein Ende bereitet wurde. Gegen das ausgehende 18. Jahrhundert sei die von den Jesuiten geschaffene Staatsform zerfallen, der Dassenstolz verfiel, und eine Mischbevölkerung ohne engere Verbindung mit dem Mutterlande wuchs h^ran. Als in Aordamerika die Hnab- hängigkeitsbewegung Platz griff und zu Erfolgen führte, habe man auch in Südamerika die Ideen aufgegriffen und in die Wirklichkeit umgeseht. In der Folge habe sich dann ein bestimmtes System der Regierung entwickelt, der Usurpator über­nahm die Herrschaft, entweder auf Grund der be­waffneten Macht, oder durch den Wahlzettel, füllte sich den Säckel, um dann schließlich einem anderen Platz zu machen. Später wurde diese Art der Plutokratie durch Ideen formal­demokratischer Art (aus Europa übernommen) zur Volksvertretung übergesührt, und heute be­mühe sich Aordamerika um das Land, das den Aufsaugungsbestrebungen nicht allzu großen Widerstand entgegensetzte.

In seinen weiteren Ausführungen ging der Redner auf die bevölkerungspolitischen Zusam­menhänge ein, charakterisierte das Verhältnis zwischen Europäern, Indianern und Regern, ver­gaß aber auch nicht, die auftauchenden sozial­politischen Fragen zu erörtern. Als besonders interessant stellte er die (reichlich primitive) Form des Aationalgefühls dar, aus dem sich sehr wohl ein ausgesprocheneres Aationalgefühl entwickeln könne. In kurzen Zügen streifte er sodann die wirtschaftlichen Verhältnisse und d-e Bemühungen der (katholischen) Kirche um die Schaffung einer kirchlichen Disziplin.

Am Schlüsse seiner Darlegungen gab der Red­ner ein Bild von der Stellung der Deutschen in Südamerika. Der Deutsche sei in den Städten Südamerikas als Kaufmann, auf dem Lande als

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** Das Stadttheater-Abonnement. Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrie­ben: Die Intendanz hat es durch Spielplan- Dispositionen ermöglichen können, der Schwierig­keit der Zeit Rechnung tragend, die nächste Abon­nementszahlung nicht in den Weihnachtstagen zu erheben, sondern die nächste Date erst Anfang Januar 1932 zur Verrechnung zu bringen.

** Arbeitsjubiläum. Der Maurer Heinrich Hahn, wohnhaft in Großen-Buseck, kann am mor­gigen Samstag auf eine 25jährige Tätigkeit beim Gas- und Wasserwerk Gießen zurückblicken.

"DerHessischeEvangelischePfarr- verein hielt am Dienstag in Gießen eine gut­besuchte Provinzialversammlung ab. Der Vor­sitzende, Dekan Widmann, Gedern, begrüßte besonders den Superintendenten, Oberkirchenrat D. Wagner, der bei den anschließenden Be­sprechungen über Fragen des Pfarrstandes wert­volle Aufschlüsse geben konnte. Den Hauptvor­trag hielt Dekan i. R. Dernbeck, Darmstadt, überEvangelisches Siedlungswesen". Der Vor­trag wurde durch eine Reihe trefflicher Licht­bilder ergänzt. Eine lebhafte Aussprache schloß sich an.

* Gewerkschaftsbund der Ange­stellten. Man berichtet uns: Einige vergnügte Stunden bereitete am Samstagabend der Gewerk­schaftsbund der Angestellten seinen Mitgliedern anläßlich der diesjährigen Weihnachtsfeier im Cafe Ebel. Zahlreich hatten Freunde und Gönner sich unter den strahlenden Lichtern des Tannen­baums im festlich geschmückten Saale zusammen­gefunden, um Tradition zu pflegen und in wür­diger Weise eine Feierstunde zu begehen. Der Aotzeit entsprechend, hatte man das Fest in ganz bescheidenem Umfange durchgeführt und von vornherein jebeneunnötigen Kostenaufwand ver­mieden. Aus freiwilligen Spenden war eine Tombola aufgebaut, während das Programm von den Mitgliedern, unter Mitwirkung der Iugend- gruppe und des Vereinshumoristen, bestritten

Verkehrsverbeffenmg bei der Reichsbahn

Netzkarten, Bezirkskarten und Bezirksteilmonatskarten.

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WSA. Frankfurt a. M., 10. Dez. Zum 1. Januar 1932 werden Aetzkarten, De» zirkskarten und Bezirksteilmonats. karten 2. und 3. Klasse eingesührt. Die Karten gelten nur sür Deichsbahnstrecken und können von jedermann ohne Ausweis gelöst werden.

Im Reichsbahndirektionsbezirk Frankfurt /M. werden au gelegt: a) Die Netz­karten 8 (Aordbayern), 10 (Südwestdeu^schland), 11 (Frank,urt/M) und 12 (Rheinland) bei der Fahr­kartenausgabe F.ank uck,M. Hof.: b) die Bezirks­karten und Bezirksteilmona.slarten wie folgt: Karte 241Frankfurt": bei den Fahr­kartenausgaben Franksurt/M. Hbf., Gießen, Hanau Hbf., Limburg (Lahn), sowie Bingen, Darmstadt Hbf., Mainz Hbf. und Wiesbaden Hbf. Karte 242 Westerwald: bei den Fahrkar­tenausgaben Betzdorf (Sieg), Gießen, Lim­burg (L.), sowie in Aiederlahnstein und Siegen: Karte 24 3O b e r h e s s e n": bei den Fahr­kartenausgaben in Frankfurt M. Hbf., Gießen und Fulda: Karte 24 4Fcankfurt/M.- Mainz": bei den Fahrkartenausgaben in Frank- furt/M. Hbf., Friedberg (Hess.) und Hanau Hbf., sowie in Darmstadt Hbf. und Mainz Hbf. und Wiesbaden.

Aetzkarten gelten für Schnell-, Ei'- und Per­sonenzüge. Bei Benutzung von FD, FFD und Luxuszug tarifmäßiger Zuschlag. Die Bezirks­

Es ist sonderbar: reiche Leute sparen nämlich zrk allererst. Geld und Geiz wohnen sehr nahe nebeneinander. (Es gibt sogar Verfechter der An­schauung. ohne Geiz kein Reichtum...)

Das Dauerschlagwort derschlechten Zeiten" lähmt jede Aktivität. Wer kann, kaufe kaufe ein bißchen Lebensfreude für sich und für andere. Schöne Dinge verbreiten eine glückliche At­mosphäre, darin sich Menschen froher, tatkräf­tiger und bejahend entwickeln können. Die fünf Sinne find uns schließlich nicht zum Einmotten ge­geben worden...

Es herrscht jetzt große Aot. Sehr große Aot. Zu viele Menschen vergessen, daß sie durch Spa­ren nur sich helfen, durch Kaufen auch den an­dern. Es wird jetzt niemand einfallen, sinnlose Verschwendung zu predigen, aber ebensowenig sollte man sinnlose Sparsamkeit predigen.

Die Kinder singen:

Taler, Taler, du mußt wandern, Von der einen Hand zur andern.

Es liegt kein Segen in einer zufest verschlosse­nen Hand. 21.

Mündiges Volk.

Mündig sein, heißt nicht nur frei über sein Ver­mögen, über seinen Willen und über sein Können schalten zu dürfen, mündig sein bedeutet in einem höheren Sinne auchunter eigener Verantwor­tung zu handeln verstehen", sich nicht von frem­den Einflüssen und eigenen Stimmungen treiben zu lassen, sondern nach Hebcrlcgung handeln und dann zu seinen Taten stehen, das heißt mün­dig sein. Man hat uns gerade uns Deutschen in besseren Zeiten oft getagt, wir seien ein mün­diges, freies Volk. Den Beweis, daß dies stimmt, können wir nirgends besser erbringen, als zu dieser Stunde. Jetzt, in diesen Wochen ärgster wirtschaft­licher Bedrängnis, in diesen noch n.e erlebten Aot- zeiten, hat uns das rauhe Schicksal an den Kreuz­weg gestellt und vor die Frage: Sollen wir uns von dem trübe quellenden Strom des Mißtrauens mitreißen lassen, oder sollen wir standhalten, kühl nachdenken und dann sinnvoll und vernünftig handeln? Die, an die man diese Frage stellt, werden atoar unwil­lig die Köpfe schütteln:Selbstverständlich wol- len wir vernünftig und besonnen handeln!" Aber wie sieht die Wahrheit aus? Da ist ein neunmal» kluger Irgendwer gekommen, leise, geheimnisvoll, und hat getuschelt:Wissen Sie schon... Infla­tion... Spargeld in Gefahr...!" Und kaum sind die Worte gesagt, da schießt das Mißtrauen, die Angst schon lodernd empor, wie ein prasselndes Feuerwerk. Vergessen der gute Vorsatz, sich nicht verblüffen zu lassen, vergessen jede ruhige Hebet» legung.

Wissen Sie schon..." ist berauschendes Gift, dem nur ganz feste, kühle Aaturen widerstehen können. Fragt man dann einen der Aufgeregten nach plausib.en Gründen für sein Mißtrauen, dann wird er ein wenig vonInflation", vonAlles- schondagewesen", vonDorfehen ist besser als Aachsehen", so von Dingen, die man sagt und nicht beweist, stottern, aber Gründe, wirklich hand­greifliche Gründe vermag er nicht anzuführen. Hnd wenn man dann mit einigen scharfkantigen Erwiderungen auf den Mißtrauischen lossteuert, bann ist er bald von einer ganz kläglichen Hilf­losigkeit. .....

Aber hilflos wollen und dürfen toir nicht fein. Gerade der Mann aus dem Arbeiter- und Mit­telstände darf sich nicht gedankenlos in den mit­reißenden Strom grundlosen Mißtrauens fallen lassen: gerade er muh das, was ihm an wirt­schaftlicher Kraft fehlt, ersetzen durch den Willen zu klarer Heberlegung, er muß mündig sein. Aachdenken ist die einzige Parole, die hel­fen kann! Hnd bei solchem ruhigen Heberlegen kann niemand an den wirklichen Tatsachen Vorbei­gehen. Diese Tatsachen aber sind die gerade in den letzten Wochen und Monaten von berufenen Stellen weithin hörbar abgegebenen Versicherun­gen, daß Reichsregierung und Reichs- banksichjegliche m Versuche,dieWäh- rung zu erschüttern, mit allen Kräs - ten entgegen ft em men werden.

Aun liegt es bei uns, den öffentlichen Stellen, die sich auf unsere Seite gestellt haben, nicht in den Rücken zu fallen. Das tun wir aber, wenn wir uns von den Demagogen des Mißtrauens in den Hinterhalt locken lassen, wenn wir unsere Spargelder, anstatt sie der heimischen Wirtschaft auf dem Wege über die Kassen zur Verfügung zu stellen, in den Strumpf stecken. Wir gefährden damit nicht nur uns selbst, betrügen nicht nur uns selbst um die Zinse , sondern geben auch unsere Mitmenschen, unsere Aachbam, Verwandte und Freunde neuen Gefahren pteis. Denn Geldham-

-'Wo in allen Preislagen £M(oMen - Pra/nen - ff.

Waren-frpedihon.

&ll(Sh«nU:%r Seltersweg 49

Denn einer eine Reife tut, so kann er was er­zählen. Dieses Sprichwort ist aus einer Zeit, da das Reisen noch eine Seltenheit war. Heute, beim Reisen im Schnellzugswagen, ist eine Reise vielfach erlebnisarmer, und zu gewissen Jahreszeiten läuft man Gefahr, auf die Frage:Was haben Sie von der Reise mitgebracht?" immer wieder die Antwort zu bekommen:Nichts als eine tüchtige Erkältung, Husten und Heiserkeit." Gar zu leicht erkälten mir uns in unseren Atmungsorganen. Es würde dies aber viel seltener passieren wenn wir auf jede Reise einen Beutel oder eine Dose der echtenKaiser's Brust Caramellen" mitnehmen und so die Atmungs- organe gegen Erkältungen schützen würden. (6608V

Die wirtschaftliche Rotlage zwingt die weitesten Kreise der Berbraucherschast, bei den Einkäufen auf günstige Preise und bewährte Qualitäten zu sehen. Es ist deshalb besonders beachtenswert, wenn ein altbekanntes Geschäft wie das Schuhhaus Süß, in diesem Augenblick Angebote bringt, die jeden auch bei schärfstem Rechnen in die Lage versetzen, sich mit guten Winterschuhen zu versorgen. 8508D

Der heutigen Ausgabe liegt ein Prospekt des Schuhhauses Süß bei, der beweist, daß diese Firma nicht nur ihre Leistungsfähigkeit bewahrt hat. län­dern aud) in ihren Preisen sich den Erfordernissen der Zeit voll angepaßt hat. Wer also Winterschuhe braucht oder praktische Weihnachtsgeschenke machen will, sollte ihn zu seinem Vorteil einer genauen Prüfung unterziehen.

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