S.Jl.-jport
Erfolgreiche Gießener Kanufahrer.
Der Rennmann Kaphingst der P a d d l e r - gilbe Gießen e. D. hat in der diesjährigen Rennsaison nunmehr drei Rennen bestritten. Auf der Rhein-Regatta auf der Strecke Koblenz^Reu- wied wurde er allerdings durch einen Waden- krampf zur Aufgabe gezwungen, nachdem er bereits zum führenden Gegner aufgerückt war. 3m Rennen in Kaiserslautern wurde Kaphingst mit 4/10 Sekunden Unterschied Zweiter im Senior- Einer (Faltboot); das bedeutet einen knappen Meter gegen den Sieger. Beide Gegner waren sich gleichwertig. Vergangenen Sonntag bestritt Kaphingst bei der Regatta in Mannheim zum ersten Male die Klasse Einer-Kajak um die Stadtmeisterschaft der Stadt Mannheim und wurde erster Sieger.
Bezirksfest der DT. in Nauborn.
Zu Rauborn bei Wetzlar veranstaltete der 2. Bezirk Gießen — Wetzlar — Grünberg des Gaues Hessen am Sonntag sein volkstümliches Wetturnen. Unter starker Anteilnahme der Gemeinde feierte der örtliche Druderverein am Vorabend sein 20jähriges Bestehen mit einer Festfolge, bei der die geübteren Turner des Bezirks mit einem abwechslungsreichen Schauturnen und örtliche Vereine mit Musik und Gesang mitwirkten. Am Sonntagvormittag stellten sich unter der Leitung des Dezirksturnwartes Paul Schüler (Wetzlar) in 20 Riegen rund 250 Turner und Turnerinnen ihren Kampfrichtern auf dem Turnrasen des schönen Festplatzes im Sieben- mühlental. Rach einem festlichen Umzug am Rach- mittag folgten den allgemeinen Freiübungen der Turner diejenigen der Turnerinnen unter Leitung des Gaufrauenturnwartes Rudolf Paul (Gießen), und Dc^irksvertreter Universitätsbureaudirektor Wilhelm Erle (Gießen) sprach in echt turnerischem und staatsbürgerlichem Geiste zu der Festversammlung. Einzellämpfe im Stabhoch prung und Mannschaftskämpfe im Dreisprung und Stein- stoßen beschlossen die turnerische Arbeit des wohl- gelungenen Tages, dessen Ergebnisse wir in einem Auszug folgen lassen.
Turner (über 18 3ahre alt): Fünfkampf (Stabhoch- und Weitsprung, Kugelstoßen, Lauf über 100 Meter, Freiübung): 50 bis 100 Punkte. — Teilnehmer 66, Sieger 48. Ehrensieger: Ludwig Malkvmesius, Mtv. Gießen, Aug. Best und Karl Gerlach, Tv. Wetzlar, 91 bzw. 89 und 88 P.; 1. Sieg: Otto Lindenstruth, Mtv. Gießen, 86 P.; 2. Heinz Rothermel, Mtv. Gießen, 85; 3. Wilh. Deese, Tv. Wetzlar, 84; 6. Alb. Leun, Tv. Großen- Linden, 79; 7. Alb. Reh, Tv. Krofdorf, 78; 8. O. Dach, Tv. Krofdorf, 77; 9. Max Schüler, Mtv. Gießen, 76 Punkte.
3ugendturner - Oberstufe (17 und 18 3ahre alt): Fünfkampf (wie oben, mit entsprechender Maßsenkung): 50 bis 100 Punkte. — Teilnehmer 45, Sieger 42. 1. Sieg: Werner Langenohl, Tv. Heuchelheim, 114 P. (14 Heberpunkte!); 2. Otto Kern, Tv. 1846 Gießen, 107 P. (7 Kleber- Punkte); 3. Karl Schuster, Tv .Wetzlar, 98 P.; 6. Karl Weber, Tv. Heuchelheim, 89; 7. Heinrich Rickel, Tv. Treis a. d. Lda., 88 Punkte.
Zugendturner-Unterstufe (15 und 16 3ahre alt): Fünfkampf (wie oben, mit entsprechender Matzsenkung): 50 bis 100 Punkte. — Teilnehmer 49, Sieger 37. 1. Sieg: Kurt Faber, Tv. Gro- ßen-Linden, 111 P. (11 Ueberpunkte); 2. Arthur Kehr, Tv. Heuchelheim, 96 P.; 3. Erich Frohme, Tv. Wetzlar, 93; 4. Wilh. Faber, Tv. Leihgestern, 92; 7. Hans Textor, Tv. Großen-Linden, Richard Gombert, Tv. Krofdorf, 82 Punkte.
S chü le r (12 bis 14 3ahre alt): Fünfkampf (wie oben, mit entsprechender Mahsenkung): 50 bis 100 Punkte. — Teilnehmer 87, Sieger 77. 1. Sieg: Fritz Waldschmidt, Tv. Wetzlar, 108 P. (8 Ueber- punktel); 2. Rich. Wagner, Tv. Großen-Linden, 94 P.; 3. Hans Volk, Tv. Klein-Linden, 89 P.; 9. PH. Schaaf, Tv. Treis a. d. Lda., 81; 10. Willi Huß le, Mtv. Gießen, Ernst Kempf, Tv. Lich, 80; 12. Karl Amend, Tv. Treis a. d. Lda. und Walter Zück, Mtv. Gießen, 78 Punkte.
Turnerinnen (17 3ahre und älter): Vierkampf (Hochsprung, Handballweitwurf, Lauf über 75 Meter und Freiübung): 40 bis 80 Punkte. — Teilnehmerinnen 35, Siegerinnen 31. Ehrensieg: Else Dickelhaupt, Mtv. Gießen, 81 P.; 1. Sieg: Ria Philipp, Tv. 1846 Gießen, 76; 2. Martha Arabin, Tv. Wetzlar, 71; 3. Mathilde Koch Tv. 1846 Gießen, 69; 4. Käthe Dath, Tv. Heuchelheim, 68; 5. Ria Schwan, Mtv. Gießen, 67; 6. Klara Amend Tv. Krofdorf, 66; 7. Elfriede Münnich, Tv. 1846 Gießen, 64 Punkte.
3ugendturnerinnen - Oberstufe (15 (und 16 3ahre alt): Vierkampf (tote oben, mit entsprechender Maßsenkung): 40 bis 80 Punkte. — Teilnehmerinnen 26, Siegerinnen 22. 1. Sieg: E. Röhmig. Mtv. Gießen, 93 P. (13 Ueberpunkte!); 2. Frieda Peter, Tgnt. Laubach 82 (2 lieber- punkte); 3. Christine Schmidt, Mtv. Gießen, 74; 4. Hilde Valentin, Tv. Krofdorf, 68; 5. L. Weitz, Tv. Grotzen-Linden, 67; 6. Anna Weinandt, Tv.
Großen-Linden und Hedwig Döcher, Tv. 1846 Gießen, 64 Punkte.
Iugendturnerinnen -Unterstufe (12 bis 14 3ahre alt): Dreikampf (tote oben, mit entsprechender Matzsenkung und ohne Handballweit- tourf): 30 bis 60 Punkte. — Teilnehmerinnen 31, Siegerinnen 30. 1. Sieg: Käthi Körner. Mtv. Dietzen. 61 P. (1 Ueberpunkt); 2. Dora Cratz, Tgm. Laubach, 60; 3. Irmgard Abt, Mtv. Gießen, 55; 4. Marga Depler, Tv. 1846 Gietzen und Martha Menges, Tv. Grotzen-Linden, 54; 5. Liselotte Herbert und Käthi Müller, Tv. 1846 Gietzen, Marie Schmidt, Tv. Lich, 50; 6. Else Sack und Erna Dach, Tv. Heuchelheim, Klara Stork, Tv. Krofdorf, 49 Punkte.
Handball der Llniversität.
Gietzen — Marburg 8:6.
Nachdem im letzten Wintersemester die Handball- mannschaft der Universität in Marburg 6:5 gewinnen konnte, gelang es in diesem Semester, in Gießen die Marburger nach einem abwechslungsreichen Kampfe 8:6 zu schlagen. Gießen trat in folgender Aufstellung an: Grünig; Niemann, Göbel; Becker, Reinhard, Kuntz; Schultz, Hörr, Magsaam, Windisch, Frey. Es gelang den Marburgern zunächst, durch ausgezeichnetes Zusammenspiel Gießen zu überspielen und 3:0 in Führung zu gehen. Ganz allmählich sanden sich die Gießener, das Spiel wurde auf enges Mann-zu- Mann-Spiel umgestellt, und so konnte Gießen das Halbzeitergebnis auf 3:4 stellens nachdem Marburg 4:1 in Führung gegangen war. Nach Halbzeit glich Gießen aus und ging vorübergehend in Führung. Gießen gelang es schließlich, das Endergebnis 8:6 für sich zu gestalten. Das Spiel wurde sehr fair durchgeführt und hatte auch in Schiedsrichter Rothermel (Mtv. Gießen) einen guten Leiter.
Handball im Lahn -Oünsberg- Gau.
Wißmar I — Steinbach I 3:4 (2:4).
Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel in Wißmar. Gleich nach Beginn entspann sich ein harter Kampf. Nach einem viertelstündigen Spiel ging Steinbach durch vier Freiwürfe, die zu Toren führten, in Front, während Wißmar nur zweimal erfolgreich sein konnte. In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel härtere Formen am, Wißmar konnte jedoch den verdienten Ausgleich nicht erzielen.
Wißmar II — Steinbach II 0:1.
Trotzdem Steinbach mit Ersatz der besten Leute aus der 1. Mannschaft antrat, wurde man mit Wißmar einig, und so kam es auch, daß Steinbach kurz nach Beginn mit einem Tor führte. Das Spiel gelangte jedoch in der Folae nicht völlig zur Durchführung, da Steinbach reichlich hart spielte, und der Schiedsrichter den Kampf abbrach.
Radfahrerfest in Großen-Linden.
Am Sonntag verunstaltete die Radfahrerver- einigung Hüttenberg aus Anlaß des 40jährigen Bestehens des Radfahrervereins Großen-Linden, ein Sommerfest. 3m Rahmen dieser Veranstaltung sand ein Radgeschicklichkeitsfahren statt, zu dem die Fahrer bereits um 5,30 Uhr starteten. Die Deteiligung an dieser Drei-Klassen-Fahrt war sehr gut. Der Wettbewerb verlief ohne jeden Unfall.
Ilm 14 Uhr bewegte sich ein Festzug, verbunden mit einem Preiskorso, durch die Straßen. Eine besondere Ehrung wurde hierbei den noch lebenden Mitbegründern des Vereins, Ludwig Faber und Ludwig D r a u n, zuteil. Auf bem Festplatz begrüßte der Vorsitzende des festgebenden Vereins, 3ulius D r a u n und der 2. Bundesvor- sihende Klein (Riederkleen) die Gäste. Der weitere Rachmittag wurde durch Reigenfahren ufa>. ausgefüllt. Dei der Preisverteilung wurden folgende Ergebnisse bekanntgegeben:
Geschicklichkeitsfahren.
Klasse A 48 Kilometer: 1. Sieger Hermann Lang, Dornholzhausen (Wanderpreis und Meisterschaftsfahrer) mit 88 Minuten; 2. Erich Schaum, Klein-Linden, mit 88,5 Minuten; 3. Karl Decker, Großen-Linden, 88,7 Minuten; 4. Heinrich Decker und Emst Seth, beide in Großen- Linden, je 96,45 Minuten.
Klasse B 3 2 Kilometer: 1. Albert Seth, Großen-Linden, 58,49 Minuten; 2. Otto Schieferstein, Dornholzhausen, 59 Minuten; 3. Wilhelm 3akobi, Dornholzhausen, 60 Minuten.
3ugendklasse 16 Kilometer: 1. Hans Weller, Klein-Linden, 27,57 Minuten; 2. Walter Speier, Klein-Linden, 28,12 Minuten; 3. Walter Luh, Grotzen-Linden, 29,30 Minuten; 4. Wilh. Eckhardt, Grotzen-Linden, 33,53 Mitruten.
Preiskorsofahren.
Ehrenpreis: Radf.-Verein Dornholzhausen; 1. Preis Radf.-Verein Lang-Göns; 2. Preis Rad- fahr-Derein 1891 Grotzen-Linden und Radklub Germania Klein-Linden; 3. Preis Radf.-Verein Riederkleen.
Reigenfahren: 3m Sechser« und 3ugend- reigen errang Radklub Germania Klein-Linden je einen Ehrenpreis.
3m Sechser-Herrenreigen erhielt Radfahr-Verein 1891 Grotzen-Linden den 1. Preis und im Vierer-Damenreigen den Ehrenpreis. 3m Vierer-3ugendreigen errang Radf.-Verein Lang-Göns den Ehrenpreis.
100-kilomeler-Preissahrl.
Der „Lahngau" im BDR. brachte am Sonntag in Wetzlar seine 100-Kilometer-Preisfahrt zur Austragung, die folgende Ergebnisse erbrachte: • Klasse A: 1. Hch. Preis (RE. Germania, Gießen) 3:01,58 Stunden; 2. Hermann Osbelt (RB. 1887, Wetzlar) 3:03,39 Std.; 3. Fritz Keiner (RV. 1887, Wetzlar) 3:05,38 Std.
Klasse B. 1. K. Hildesheim (RV. Lollar) 3:07,30 Stunden; 2. Erich Höbe! (RV. Wetzlar-Niedergirmes) 3:24,20 Std.; 3. Robert Wenz (RV. Wetzlar-Niedergirmes) 3:37,46 Std.
Da die Fahrer auf der halben Strecke mit starkem Gegenwind zu kämpfen hatten, sind die gefahrenen Zeiten als sehr gut zu bezeichnen.
Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Heuchelheim I — Gießen I 3:3.
Deide Gegner traten in Heuchelheim in stärkster Aufstellung an und legten ein scharfes Spiel vor. Heuchelheim spielte einige Zeck Feldüberlegen und eine gut hereingegebene Ecke brachte die Einheimischen in Führung, ein Elfmeterball wurde jedoch verschossen. Dann kamen die Gäste etwas auf, aber erst kurz vor Halbzeit konnte der Halbrechte eine Ecke unerhofft verwandeln. Halbzeit 1:1. Rach Seitenwechsel nahm das Spiel an Schärfe zu. Ein Durchbruch brachte den Gästen die Führung, der aber kurz darauf der Ausgleich folgte. Wohl lagen die Einheimischen ständig im Angriff, doch die reichliche Abwehr der Gäste vereitelte den Erfolg. Ein schneller Durchbruch brachte dann Gietzen abermals in Führung. Der Ausgleich lieh aber wiederum nicht lange auf sich warten. Mit einem Unentschieden 3:3 trennte man sich.
Gießen II — Grohen-Buseck I 3:4.
Auf dem Trieb standen sich diese Gegner gegenüber. Die Gäste lieferten auch hier wieder ein ansprechendes Spiel und Gießen muhte oft reichliche Abwehrarbeit leisten. Grohen-Duseck verlieh als verdienter Sieger das Feld.
Daubringcn I — wieseck II 2:4.
Wieseck, technisch besser, ging bald in Führung und erhöhte das Resultat. Daubringen brachte viel Schärfe in das Spiel. Als die Wiesecker ein viertes Tor erzielten, mußte das Spiel abgebrochen werden.
Klein-Linden I — Gleiberg I 1:5.
Gleiberg war in Klein-Linden zu Gast. Der Plahbesiher mußte oft zahlreich verteidigen, um die Angriffe der Gäste abzuwehren, ohne indessen die Riederlage verhindern zu können.
Handball.
wieseck I — Gießen 1:5.
Wieseck zog es vor, zu diesem Spiel mit reichlichem Ersah anzutreten. Gießen erschien komplett, übernahm die Führung und schuf nach ausgeglichenem Spiel ein Halbzeitergebnis von 1:2. Rach dem Seitenwechsel lieh der Torhüter der Einheimischen noch dreimal den Dail passieren, während auf der Gegenseite die harte Abwehr der Gäste keinen weiteren Erfolg zulieh.
Amtsgericht Gießen.
Ein Autofahrer hielt des Rachts an einer Wirtschaft an. Während seiner Einkehr wurde ihm aus dem Auto sein Mantel gestohlen und bei dem vielfach vorbestraften Angeklagten gelegentlich seiner in einer anderen Sache erfolgten Verhaftung vorgefunden. Dieser, bestritt den Diebstahl, konnte auch desselben nicht überführt werden, muhte jedoch zugeben, daß er den Mantel von seinem ebenfalls des fraglichen Diebstahls dringend verdächtigen Komplizen, mit dem er an dem Auto in angeheitertem Zustand borübergegangen war, in derselben Rächt in Empfang genommen und bis zu seiner Verhaftung getragen hatte. Da er wußte, mindestens aber den Umftänöen nach annehmen mutzte, daß der Mantel gestohlen war, hat er sich dadurch der Hehlerei schuldig gemacht. Sie trug ihm eine Gefängnisstrafe von einem Monat ein.
Ein Reisender war von einer Firma gegen festen Gehalt und nicht unbedeutenden Tagesspesen engagiert worden, u. a. deshalb, weil er versichert hatte, er werde infolge seiner langjährigen Tätigkeit in der Reisebranche täglich viele und bedeutende Aufträge einbringen. Er versagte aber; die Menge der Aufträge entsprach durchaus nicht seinen Versicherungen. Zudem waren sie etwa zur Hälfte erdichtet. Er erklärt, jede Detrugsabsicht habe ihm ferngelegen, er habe nur im 3ntereffe seiner Firma einen I* größeren Umsatz erzielen wollen, auch geglaubt, die angeblichen Desteller, deren 'Befriedigung er hinauszuziehen verstand, würden schließlich die Waren doch abnehmen. Der wahre Beweggrund
war aber ein anderer: Er rechnete damit, dah er bei geringen und zu seinen Versprechungen in keinem Verhältnis stehenden Aufträgen feiner einträglichen Tagesspesen verlustig gehen und ihm gekündigt werde. Deshalb entschloß er sich zu den betrügerischen Manipulattonen. Das Gericht nahm keinen vollendeten Betrug, sondern nufl den Versuch eines solchen an und verurteilte den noch unbestraften Angeklagten, den die Firma vollständig entschädigt hatte, zu einer Geldstrafe von 30 Mark, die durch die erlittene Untersuchungshaft für entrichtet gelten. Doch fallen ihm die Kosten zur Last.
Dücheriisch.
— Cuno Horkenbach: Das Deutsche Reich von 1918 bis beute. (Verlag für Presse, Wirtschaft und Politik, Berlin SW. 48). Preis 15 Mark. (109) — 3n rasendem Tempo jagen Zeit und Ereignisse, was uns heute noch wichtig erscheint, ist morgen fast vergessen. Welche Mühe erfordert oft das Aufstvbern längst der Vergangenheit angehörender Ereignisse, die aber plötzlich eine gewisse Bedeutung erlangt haben, fei es im praktischen Leben, fei es in der Politik, der Wissenschaft oder auch in einer abendlichen Unterhaltung an unseren außen- und Innenpolitischen Geschicken interessierter Personen. Da hat nun Horkenbach ein handliches Sammelwerk heraus- gebracht, das in klarer, übersichtlicher Weise alles in knapper aber ausreichender Form zusammengetragen, was seit den Tagen unseres Zusammenbruches sich im Reich, feinen Ländern und Gemeinden, auf außenpolitischem Gebiet, in den Parlamenten, auf dem Gebiete der Kriegslasten, unserer Verschuldung, Wirtschaft undSp-, zialpolitik zugetragen hat. Aber wir finden auch bedeutsame Zeitdokumente zusammengetragen, es fehlen auch nicht die statistischen Erhebungen über Bevölkerungsbewegung, das Erwerbslosenproblem, Errckeerträgnisse, Steuerlasten usw. Dieses Buch ist wertvolles Rachschlagewerk für jeden, der Anteil an den Geschehnissen des Tages nimmt.
— Gustave Herve: France-Alle- magne, La Reconciliation o u \ a G u e rre, Editions de „La Victoirc“, Paris 24, Boulevard Poissonniere. (52.) — Der bekannte französische Politiker faßt hier die Aufsätze zusammen, in denen er vor einigen Monaten das Zusammengehen der französischen und deutschen nationalen Verbände zum Zweck einer Revision des Versailler Vertrages forderte. Das Buch enthält auch die Antworten der Führer der deutschen nationalen Verbände Hitlers, Seldtes, Ehrhardts und den Trinkspruch, den den Chef der Heeresleitung, General von Hammerstein, auf dem Abschiedsessen zu Ehren des französischen Militärattaches auf die französische Armee ausgebracht hat. Wenn es auch sehr schnell wieder still geworden ist über diesem Versuch einer Annäherung des nationalen Frankreichs und des nationalen Deutschlands, so wird dieser Fühler des französischen Politikers doch ein interessantes Dokument in der Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen bleiben.
— Walter Herrmann: Spionen-Schick- sal. Inferno. 167 Seiten 8°. Geh. 2,50, Ganzleinen 3,50 Mark. Verlag Scherl, Berlin SW. (65.) — Herrmann läßt jetzt seinem früher hier angezeigten Buch: „Spionen-Schicksal: Als Geheimagent in Rußland, England, Belgien und Frankreich" Erinnerungen an die Leidenszeit in Guayana und auf der Teufelsinsel folgen. Es ist kaum faßbar, daß der Verfasser das mörderische Klima und die unmenschliche Behandlung 10 Jahre lang ausgehalten hat; zu bewundern ist die Energie, die er aufbrachte, um zum zweiten Male eine abenteuerliche Flucht zu wagen, nachdem der erste Fluchtversuch infolge von Verrat eines Kameraden mißglückt war.
— Der pythagoreische Lehrsatz. Mit einem Ausblick auf das Fermatsche Problem. Von Oberstudiendirektor Dr. W. Lietzmann. Mit 60 Fig. i. T. und auf 2 Tas. Kart. 1,20 Mark« (Verlag von D. G. Teubner in Leipzig.) (24) — Das nunmehr in 4. Auflage vorliegende Bändchen will an einem historisch und unterrichtlich bedeutsamen Beispiel in ganz elementarer Weise zeigen, wie mannigfache Beziehungen zwischen den verschiedenen Gebieten der Machematik bestehen, wie die mathematischen Tatsachen, um ein mehrfach gebrauchtes Bild aufzunehmen, ein Retz bilden, nicht eine Kette. Sodann aber soll vor allen Dingen der Leser zu eigenem mathematischen Denken angeregt werden. Die neue Auflage berücksichtigt insbesondere einige neuere 'Beiträge zu Geschichte und Deweistheorie des pythagoreischen Lehrsatzes.
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Religionsgesellschaft. (Sabbatfeier den 13. Juni. Freitag abend 7.45 Uhr; Samstag vor- mittag 8; Predigt; nachmittags 4; Sabbataus- gang 9.35. — Wochengottesdienst: morgens 6.30; abends 7.15 Uhr.
Sprechstunden der Redaktion.
11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen.
Junge Frauen und Mädchen
werden durch
Leciferrin gekräftigt.
Frau Sckx schreibt:
Daß Ihr Leciferrin sehr btufbüdend, nervenstärkend und kräftigend ist, kamt ich Ihnen aas eigener Erfahrung beweisen. Nach meinem zweiten Wochenbett war ich vollständig erschöpft und entkräftigt, es war mir leid um meine zwei Kinder. Da nahm ich Leciferrin und schon nach kurzer Zeit wurde mir die Arbeit zur Freude, ich hatte wieder Kraft, meinem Haushalt und meinen Kindern vorzustehen.
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