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tschuh und der Heimat« nst an der Diffenfchaft, inst an der Menschheit.
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ngehorigen Frau Peggy iner Erholungsreise be« ? in die bereinig' ^gt worden. Die De« loralifd) oerdor« beim üblichen 'Lr-Sc ibeamkn.
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Aus der provinzialbauptstadt
Sichen, den 11. April 1931.
Oie blauen Wölkchen.
Wir können die Menschen sehr leicht in zwei Gruppen imtctbringcn: einmal in solche, di« ein Auto besitzen und in solche, die feinet haben, ober in solche, die gern Kirschwasser trinken und in solche, die diese- nicht mögen. Unsere Reichsbahn teilt ander- ein: Raucher, oder Richt- rauchcr. Und wer einen Zug aufmerksam mustert, wird finden, dah für die Raucher meisten- einige Abteile mehr vorhanden sind, al- für die „Richtrauch cr".
Scheinbar gibt e- also — besonder- bei den männlichen örDcnbürgetn — mehr Raucher alS Richtraucher. Vielleicht kann ja bei einer der nächsten Volkszählungen auch eine Rubrik gc- scha.fen werden, in der das festgestellt wird. Warum auch nicht? Die Statistik will doch sonst so vielerlei von un- wissen.
Mit andern Zahlen kann man schon aufwarten. Es ist festgestellt worden, wieviel Milliarden Zigaretten und Zigarren und wieviel Zentner Rauchtabak jährlich in Deutschland geraucht werden. Auch übet die Summe, die dafür auögegebcn wird, sind wir im klaren. Die Gegner de- Tabak- halten sie un- ja vielfach vor. Sie können eS einfach nicht verstehen, dah man Geld für eine solche Leidenschaft, wie sie eS nennen, verschwendet Wir Raucher lächeln ba- aber nur nachsichtig. Wir wissen, was wir an dem braunen Kraute haben. Auch unsere Frauen wissen e-. Die Ehemänner, bie sich nach bem Essen ihre Zigarre ober ihr Pfeifchen anzünden, sind die gemütlichsten. Sie denken schon nicht mehr an da- Essen, da- vielleicht nicht so gut geraten war, sondern schenken nun ihre Liebe den blauen Wöllchcn. Dc-Halb sollen sich die Gattinnen freuen, wenn ihre Männer rauchen.
3m allgemeinen haben die Tabaksgegner keine Ahnung, welche Wohltat da- Rauchen für viele Menschen bedeutet. Wer im Kriege war, weih, dah oft mehr nach Tabak gefragt wurde, als nach dem Essen. Unb wenn man einmal einen Raucher beobachtet, mit welcher liebevollen Vorsicht er seine Zigarrentasche öffnet, ben braunen Stengel, von bösen Menschen Giftnudel genannt, herausnimmt, ihn von allen Seiten betrachtet, dann da- Messer zückt, um die Spitze abzuschnci- den, hierauf von der verkehrten Seite fest hindurchbläst, damit der Staub herauSfliegt und um zu sehen, ob sie Luft hat, der must doch zugeben, daß es sich hier um etwa- sehr Ernstes handelt. Dieser Eindruck wird noch gesteigert, wenn der Raucher da- Streichholz aufflammen lästt unb mit genießerischer Freuoe die ersten Züge, bie besten, tut. Mit welcher Andacht wird an der Zigarre gezogen, wie langsam wird der Rauch mit gespitztem Mund« in die Lust befördert, und da erscheinen auf einmal blaue Ringel Träumerisch blickt ihnen der Raucher nach. Wie sie schweben, höher und tiefer steigen, sich langsam in der Form verändern, dann breit auseinandergezogen in der Lust verschwinden!
Was wäre ein Mittagessen ohne die daraus folgend« Zigarre? Richts! Ernste Männer haben das wenigsten- behauptet, und ich geb« ihnen recht. 3m Zigarrenrauch erstehen noch einmal alle Freuden de- Mahls vor unserem geistigen Auge. Sie nehmen nur eine fantasievolle, bewegliche Form an, und auf- und abziehend segeln sie durch die Lüfte.
Und sitzest du mit deinem Freund« gemeinsam an einem Tisch, oder leitest du Verhandlungen mit einem Feind« ein, rn beiden Fällen hilft un- die Zigarre. Sie lenkt ab, versöhnt und ist so ost der eigentliche Qkrmütlet. Ganz« Vände konnte man schreiben von der Zauberwirkung, die von einem bißchen Tabak zu gegebener Zeit ausgehen kann.
Das Kraut, das die blauen Wölkchen erstehen läßt, verbreitet Freude und Genuß, hilft über schwere Stunden hinweg und färbt nur manchmal, -um Aerger der Gattin, die Vorhänge unseres Wohnzimmers braun. Qlbcr in einem Hause, in dem es nach Vlumen und Tabaksrauch riecht, ist gut sein.
Wo man raucht, da kannst du ruhig harren, Dose Menschen haben nie Zigarren!
Auch im 3ahre 1931, wenn da- Rauchen auch etwas teurer geworden ist. Wr.
Gegen Lleberbelaftung der Kraftwagen Schärfste Ueberroadjung de» Oastkraswagenoerkehr» in Sicht.
Vom Krei - amt Dießen wird un- geschrieben:
.Durch die Ueberlastung von Last- kraftsahrxeugen werden die mit hohen Kosten hergestellten Landstraßen unverhältnis- mähig stark beansprucht und beschädigt. Die zulässigen Höchstgewichte für zweiachsige Lastkraftwagen betragen 10.8 Tonnen, für zweiachsige Kippwagen mit Kippvorrichtung, die nicht durch Menschenkrast betrieben werden, 11,8 Tonnen, für dreiachsige Kraftwagen 16 Tonnen. Zwei- achfige Anhänger dürfen höchstens 10 Tonnen, unb wenn sie nicht luftbereift sind, nur 7,5 ^onnen Gesamtgewicht haben. Reben der Schädigung der Straßen ist auch die Schädigung der Häuser und die erheb- llch« Storung der Bewohner von Häusern an DurchgangSstraßen eine Folge der Uebcrschrci- tung der Gewichts- und Deschwindigfeitsvorschris- ten für den Lastkraftwagenverkehr. Die Halter und Führer von Lastkraftwagen haben daher bei Richtbeachtung der gesetzlichen Vorschriften folgende Maßnahmen zu gewärtigen: Rach § 35a der Kraftfahr§eugvcrordnuny kann der kontrol- lierenbe Polizeibeamte bei Feststellung der Ucberlabung eine dem Uebergewicht entsprechende Entladung fordern, für die der Halter die Kosten trägt Ferner kann die Bestrafung des HalterS und des Führer- erfolgen, und endlich werden Ausnahmebewilligungen hinsichtlich der Bereifung von Lastkraftwagen s o - fort widerrufen, wenn eine Ueberschreitung des zulässigen Höchstgewichts festgestellt wird. Di« Besitzer von Lastkraftwagen werden in ihrem eigenen 3ntcreffe darauf aufmerksam gemacht daß mit einer verschärften Ueberw ach ung deS Lastkraftwagenverkehrs zu rechnen ift“
Zurück aus der Fremdenlegion....
Wilhelm Henß. der Sohn eine- Landwirt- au- Großen-Duseck, ist in die Heimat zurückge^ kehrt. Seit etwa 8 Tagen weilt er in seinem Heimatdorfs. dessen Bewohner ihm einen freundlichen Empfang bereiteten. Für Großen-Duseck war bie Rückkehr des Derlorengegiaubten ein Ereignis. 8r ift schnell wieder heimisch geworden. Roch ist er etwas verschlossen, er erzählt nicht allzuviel und nicht jedermann, denn auch die Erinnerung ist für ihn hart. Obwohl er sieben lange 3ahre in der Fremdenlegion fcstgehallen war. hat er seine deutsche Sprache und auch seinen hessischen Dialekt nicht verlernt. Zwar ist ihm seine Heimatsprache noch nicht wieder ganz geläufig, manche- deutsche Wor^ist ihm entfallen, er ersetzt es durch ein sranzMsches, wenn auch mehr aus Gewohnheit, als aus Mangel.
Wie er zur Fremdenlegion kam?
Er hat in Gießen eine höhere Schule besucht, hat al- Kaufmann gelernt und bekleidet« in Frankfurt eine entsprechend« Stellung. Er war ein frischer, lebenslustiger Bursche. 3n Frankfurt sand er einen .Freund", der mit ihm in di« Fremdenlegion gehen wollte. 3n einer tollen Rächt un ter schrieb Wilhelm Henß, der bis dahin die Fremdenlegion nur vom Hörensagen kannte und kaum eine Vorstellung von ihrem wahren Wesen hatte, jenen berüchtigten Schein. Der andere Tag sah ihn bereits in GrieSheim (im 3ahre 1924 noch besetztes Gebiet) in einem Barackenlager zusammen mit 20 anderen zukünftigen Fremdenlegionären. Der .Freund" aber war verschwunden. Metz, Marseilles. Oran (Rordasrika), das waren d>« nächsten Stationen; das Ziel:
Siddi del Abbes, das das Ende jeder Freiheit und den Anfang einer beispiellosen Fron, den Anfang einer Reihe von unsagbaren Demütigungen, be» Leide», der Schmach und der
Schmerjen bedeutete.
DaS Handgeld, das ihm ausbezahlt wurde, betrug 500 Frank, die schnell im Winde verflogen, der Sold 4 Pfennige pro Tag.
Es ist schwer, aus der Fülle der erschütternden Erlebnisse deS ehemaligen Fremdenlegionärs, der sich nach und nach dem Besucher ausgeschlossener zeigt, das wesentlichste herauS- zugrcifen. Es sind Ungeheuerlichkeiten, denen man mit Unglaube gdgenüberstehen würde, wollte man sie lediglich aus Büchern kennenlernen und nicht aus dem Munde eines Mannes, der sie am eigenen Leibe erlebte, entgcgennehmen.
Di« Ausbildungszeit in Sidi-bel-Abbes dauert 6 Monate, so erzählt cr; ist sie zu Ende, bann ist mancher Legionär auch am Ende seiner Kräfte. Das Leben des einzelnen gilt nichts. Rach der Ausbildung fetzt der Arbeitsdienst em. Dom Morgen bis zum Abend heißt es unter der Aufsicht unerbittlicher, grausamer Offiziere arbeiten, arbeiten unter allen Umftänben. Bei infernalischer Hitze, bei mangelhafter Ernährung, bei rohester Behandlung gehen viele schon im ersten 3ahre ihrer Dienstzeit zugrunde.
Dem Abenteurer schwindet angesichts dessen der letzte Rest einer Illusion.
DaS 3ahr des Zremdenlcgionärs hat 365 Arbeitstage, cs gibt keinen Sonntag, keinen Feiertag — Gottesdienst? Riemais! Der Tag gehört der Arbeit, solange die Sonne scheint, des Rachts steht der Soldat noch 4 Stunden Wache. Lieber- flüssig au sagen, daß bie wenigen Stunden, bie bem Schlaf gehören sollten, vom Ungeziefer zur Holle gemacht werden. Diele Legionäre halten den Lauf der Flinte unter das Kinn und machen dem Leid ein Ende. Die Fliehenden fallen ben Arabern unb ihren Messern zum Opfer und werden furchtbar verstümmelt. Die Araberfraucn tun sich dabei besonders hervor, quälen ihre Opfer, treiben sie zum Wahnsinn, bereiten ihnen ein schreckliches Ende. Der Araber, der einen Entflohenen lebendig zur Gamifon zurückschleift, erhält 50 Frank Belohnung, der Deserteur gelangt vor das Kriegsgericht, bas ihn zu 10 unb mehr 3ahren Zwangsarbeit verurteilt. Die Zwangsarbeit bedeutet den Tod.
Wenn in irgendeinem Winkel deS französischen Kolonialgebietes einer der ewig aufständischen Derberstämme revoltiert, dann gilt das für ben Legionär enblofe Märsche. 400 unb mehr
Kilometer in täglichen Strecken von über 50 Kilometern müssen zurückgelegt werben. Sie Hitze tötet viele, wer zuruckolcibt. ist unrettbar verloren. 3m Gefecht vor dem Feind muß der Legionär siegen oder sterben. Ein Datalllvnsführer. der noch beute in der Fremdenlegion Dienst tut, ließ einmal, so erzählt Wi.helm Henß. «ine Kompanie, die vor dem Feinde zurückwich, an treten, zählte ab unb schoß jeden zehnten Mann nieder.
Wilhelm henß nahm in den Jahren 1925 1926 am Kriege gegen die Rifkadylen teil
Diele Legionäre liehen im Kamps gegen Abd-el- Krim ihr Leben. Riemand dankte es ihnen. Der Fremdenlegionär ist der mißachtetste Mensch in Rordasrika. Menschenwürde und Gerechtigkeit sind, bem Fremdenlegionär gegenüber, völlig unbekannte "Begriffe.
Der Erzähler wei.te lange Zeit in Marokko unb erlebte dort bie grausamsten Strapazen. Endlose Märsche, finniofc Quälerei unb "Beanspruchung der Mannschaften, harter Dienst auf den vorgeschobenen Forts, auf den äußersten Posten in der trostlosen Sahara unter der ständigen Gefahr der Ermordung durch b.2 ste.s feindseligen Qlraocr füllte die Tage. Das aJ.cS drängte viel« Soldaten der ruhmvv.ien „grandc nation" an den Abgrund Rachbem Wilhelm Henß lange Zeit in Marokko (Fez, Maratcsch und Maroiko) Dienst getan hatte, versuchte cr dieser Holle zu entgehen unb meldete sich zum Dienst in Ehina. Sein Gesuch würbe seinerzeit befürwortet, da er sich als Legionär ausgezeichnet geführt hatte. Das „Himmelreich des Legionärs' nennen die Legionäre die französischen Kolonien 3ndo- China, Kotschinchina und Tonking. Die Erleichterungen. ,bie dort der Dienst bringt, muh der Legionär aber teuer erlaufen. Er muh ein 3ahr länger, also 6 3ahre. seine Kraft der Legion widmen. Durch eine bureaukratische Maßnahme eines Feldwebels, eines Deutschen, war Wllhelm Henß dazu berurtei.t, ein 7. 3ahr zu dienen. Rur widerwillig lieh man ihn frei. Zuletzt tat er Dienst in einem Lazarett und wurde dort durch bie Güt« eines Stabsarztes insofern bevorzugt, als jener ihn zu seinem Helfer aus- bilbetc unb et dadurch vom Kasernendienst dispensiert werden konnte.
Der Dank, den di« ..große Ration" den Männern weih, die ein gütiges Geschick die Heimat Wiedersehen läht, besteht in der Heberlaffuyg eines Zivilanzuges zweifelhaftester Düte unb im Transport an die Grenze seines Daterlandes. Dort ist er seinem Schicksal überlassen.
Der Fremdenlegion gehören insgesamt 30 000 Mann an.
Der Zurückgekehrle vermutet, dah sich unter diesen 30 000 etwa 15 000 Deutsche befinden.
Dies« Zahl sei insbesondere deshalb so angewachsen, weil französische Willlür während der Besetzung des deutschen Gebietes jung« Deutsch«, di« sich durch Geringfügigkeiten mißliebig machten, slrupellos in die Legion zwangen. Leider sind es aber auch noch viele, die freiwillig gehen.
Der zurückgekehrte Fremdenlegionär mußt« dem Besucher etwas besonders zu erzählen: Di« Fremdenlegion feiert in diesem 3ahre das 3u* biläum ihres 100jährigen Bestehens. Aus diesem Anlah wird im Hof der Kaserne von Sidi-bel- Abbes ein Denkmal geschaffen, dessen Dau aus indirekt erzwungenen ..Spenden" der Legionäre finanziert wird. Di« Daukosten sind auf etwa 45 000 Franken veranschlagt. Aber bereit- seit dem 3ahre 1927 wird für dies Denkmal gesammelt, und wer nicht freiwillig gibt, gelangt a uf die schwarze Liste. Was das bedeutet, weih der Legionär nur zu gut. — Fürwahr, ein 3ubiläum unter würdigen Voraussetzungen.
Wilhelm Henß hat all dies überstanden. Sein« kräftig« Konstitution lieh ihn sogar gesund zurücklehren. 3n der Heimat erwartete ihn eine grohe Freude, ein Märchen fast: ein Mädchen hatte seiner 7 3ahre lang gewartet. Run wird er Landwirt werden, er, der vordem Kaufmann gelernt hatte, cr wird nun hinter dem deutschen Pfluge schreiten auf eigenem Grund und Doden. Er wird versuchen, 7 lange 3ahre seines Lebens zu vergessen, die er einem Lande geweiht hat, das des Opfers nicht wert war.
Oie Verwaltung der Llniversitätskliniken.
Die Grsparnismahnahmen der hesfischen Regierung Haven bei den Llniversitätskliniken zu Organisationsänberungen geführt. Für di« human-medizinischen Kliniken ist mit Wirkung vom 1. April 1931 ab eine Gcsamtverwaltung unter der Bezeichnung „Verwaltung der Uni» versitätskliniken" eingerichtet, die im Verwaltungsgebäude, Klinikstrahe 32, untergebracht ist. Di« Gcsamlverwaltung nimmt die bisherigen Verwaltungen der Medizinischen Klinik, Frauen- llinik, Hautklinik unb Medizinischen Poliklinik, der Chirurgischen- und Ohrenklinik, der Augen- und Kinderklinik, der Rervenklinik sowie des Physiologischen (Instituts nebst den in dem 3n- stitutsgebäud« weiter untergeboachten 3nstf1uten auf. Alle Anschriften sind nunmehr an die „Verwaltung der älnivcrsitätslliniken Giehen" zu richten. Telephonanruf einstweilen unter Rr. 3173.
Taten für Lonntag, 12. April.
1831: der Bildhauer und Maler Constantin Meu« nier in Brussel geboren.
Gießener 'L-ochenmarktpreife.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1,10 Mark an; Butter 130; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 20 bis 35; Weißkraut 15 bis 20; Rotkraut 20 bis 25; gelbe Rüben 15 bis 15: rote Rüben 12 bis 15; Spinat 35 bis 40; Unter« Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 35 bis 40; Feldsalat 120 bis 150; Tomaten 70 bi- 80; Zwiebeln 10 bis 15; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 35 bis 40; Kartoffeln 4 bis 5; Aepfet 40 bis 50; Birnen 30 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Horrig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 110; Hüffe 60 bi- 70; ba& Stück: Lauben 70 bis 80; Gier 8 bis 9; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 30
bis 45; Salatgurken 60 bis 110; Endivien 15 brs 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; da- Bund: Radieschen 20 bis 25 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 4; Weißkraut 10 bis 12; Wirsing 20 biS 25; Rotkraut 12 bis 15 Mark.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag. DfD. 08: 3ahreshauptversammlung. Cafe Evrl. — Dürgervereinigung „Sachscnhauf^n": 3ahreS- hauptvcrsammlung, 20 Uf)r, im Fischerhof. — 1870 1920: Hauptversammlung, 21 Ahr, Hotel Viktoria. — G. D. A.: Monatsversammlung, 20.30 Ahr, Hotel Hopfeld. — Reichsbund der Zivil- dienstbercchtigtcn: Monatsversammlung, 20.30 Ubr, im »Aquarium". — 1. Reichskurzschrift-Ge- sellschatt e. D.: Dereinsabend, 20.30 Ubr, „Stadt Lich". — Kavallerieverein: Monatsversammlung, 20.30 Uhr, Hessischer Hof. — Lichtfpielhaus Bahnhofstraße: „Ariane". — Astoria-Lichtspiel«: „Das Gesetz der schwarzen Berge" und „Madame im Strandbad".
— Tageskalender für Sonntag: Stadttheater: „Robert und Bertram". 18.30 bis 21.30 Uhr. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Die Wunder des AmazonenstromS", 11.15 Uhr Rach- mittags und abends: „Ariane". — Aftoria-Licht- spielc: „Das Gesetz der schwarzen Berge" und „Madame im Strandbad".
— Aus dem'Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen Sonntag, 12. April, gelangt ünter der Spielleitung von Heinrich Hub die erfolgreiche Poste von Raeder „Robert und Bertram" auf vielfache Wünsche auswärtiger Theaterbesucher nochmals als Fremdenoorstellung letztmalig zur Aufführung. — Montag, 13. April, einmaliges Gastspiel von Curt Goetz mit seinem Berliner Ensemble. Es dürfte ein genußreicher Abend beoorstehen. Die drei Einakter „Mörder", „Märchen" „Die tote Tante" gelangen unter dem zusammenfastenden Namen „Die
tote Tante und andere Begebenheiten" zur Ausführung. Das Gastspiel findet bei Dpcrettcnpreifen außer Abonnement statt; Abonnenten ermäßigte Operettenpreise. Beginn 20 Uhr. — Am Dienstag, 14. April, 19.30 Uhr, ,Lm Spiel der Sommerlüfte" von Arthur Schnitzler; Mittwoch, 15. April, „Die Welt, in der man sich langweilt" von Pailleron, Gastspiel der Frau Auguste Prasch-Grevenberg. Freitag, 17. April, 20 Uhr (ermäßigte Preise, zum letzten Male) J?abn Windermeres Fächer" von Oskar Wilde, Gastspiel der Frau Auguste Prasch- Greoenberg.
— Konzert derHeilsarmee. Man schreibt uns: 3n der Aula der Universität veranstaltet, wie im Anzeigenteil vom Dienstag schon bekanntgegeben wurde, am kommenden Freitag, 17. April, 20 Uhr, die Stabsmusik der Heilsarmee aus Berlin ein Konzert. Diese Kapelle steht feit ihrer Gründung nor 20 Jahren unter der Leitung ihres Kapellmeisters T reite, des Heilsarmee-Finanstekretär» in Berlin. Außer dem Konzert in der Universitätsaula am Freitagabend gibt die Kapelle um 19 Uhr auf dem Brandplatz ein Freikonzert. E» empfiehlt sich, dos Auftreten dieses einzigattigen Orchesters mit feinen Darbietungen aus Werken Händels, Beethovens, Mendelssohn-Bartholdys usw. und den hervor« ragenbften Heilsarmee-Kompositionen, wie auch die tufempfunbenen Bokaldarbietungen in der Universi« tätsaula anzuhören.
— "Bor träge für Frauen mit Vorführungen d«s Thalyfia-Systcms am Icbenbcn Modell finden amTkmstag. 14. 2lpril, im Cafö Leib statt. Di« interessierten Domen seien auf blefc Veranstaltung aufmerksam gemacht. Rähcrcs Im heutigen Anzeigenteil.
•
• • Oeffen11iche Sitzung de» Kreisausschusses. Am Dienstag, 21. April, 8H Uhr, findet im Regierungsgebäude zu Gießen eine öffentliche Sitzung des Kreisausschuffes des Kreises Gießen statt. Tagesordnung: Beanstandung der Bürgermeisterwahl in Holzheim.
• * E i n Fünfundsiebzigjähriger. Der Kreisfeuerwehrinspektor August Dido re, Echan- zenstraße 8 wohnhaft, feiert heute in geistiger und körperlicher Rüstigkeit feinen 75. Geburtstag. Der Jubilar, der der hiesigen Feuerwehr bereits 50 Jahre angehört, hat sich große Verdienste um das Feuerlöschwesen irn Kreise Gießen erworben. August Dickors entstammt einer alten Gießener Familie, sein Großvater war Universitätszeichenlehrer, sein Vater ein anerkannt tüchtiger Büchsenmacher. Der Jubilar hat das gleiche Handwerk erlernt.
• • Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei gewöhnlichen Dreisen geöffnet.
"• Don der K ras tpostlinie Gießen — Launsbach — Wißmar. Wegen Erneuerung der im Zuge der Straße Gießen-LaunSbäch in der Rähe des Umspannwerkes liegenden Drücke kann vom 13. April ab die Straße, die von der Krvfdorfcr Straße nach Launsbach abzweigt, durch die Kraftpost für voraussichtlich einige Wochen nicht befahren werden. Der Verkehr mit den Orten Launsbach und Wißmar wird unter Benutzung der Straße Gießen-Wißmar über die Witzmarer Lahnbrücke fast zu denselben Zeiten wie bisher aufrecht erhalten. Die Fahrzeiten sind wie folgt festgesetzt: Ab Gießen Bahnhof: 6.20 Uhr (Werktag-); 8.25; 11.15 (Sonntags); 12.30 (Werktags); 17.35 Uhr; die Verbindung ab Gießen 8.25 Uhr geht über Wißmar nach Krofdorf, alle übrigen Wagen verkehren nur bis Launsbach. Ab Krofdorf 9.05; ab Laun sbach 6.50 Uhr (Werktags); 11.50 (Sonntags); 13-05 (Werktags); 18.10 Uhr. Der Weg über bi« Wißmarer Drücke muh von den Fahrgästen zu Fuß zurückgclegt werden, weil die Drücke nach einer Polizeiverordnung nur mit dem Gewicht des zur Verwendung kommenden leeren Wagens belastet werden darf.
•• Rindvieh, und Schweinemarkt Der nächste Rindviehmarkt findet am Dienstag, 14. April, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 15. April, statt.
** Rundflüge. Am heutigen Samstagnach« mittag und am morgigen Sonntag werden vom hie- sigen Flughafen aus Rundflüge zu verbilligten Preisen durchgeführt. Näheres in der heutigen Anzeige.
** Schwerer Sturz vom Fahrrad. Ge- stern gegen 19 Uhr stürzte der Förster Braun aus Daubringen, als er auf der Landstraße Gießen— Marburg hinter Lollar die steile Tiefenbach auf seinem Fahrrad herabfuhr, beim Ausweichen vor einem Auto so unglücklich vorn Rade, daß er mit inneren Verletzungen nach seiner Wohnung in Daubringen und von dort noch am späten Abend nach der Chirurgischen Klinik in Gießen übergeführt werden mußte, lieber die Art der Verletzungen des Bedauernswerten konnten heute morgen noch keine sicheren Angaben gemacht werden.
•• Lernt Einheitskurzschrift! Man schreibt uns: Ein geistiges Rüstzeug, das sich jeder aneignen sollte, ist die Beherrschung der deutschen Einheitskurzschrift. Der Kurzschriftoerein von 1861 eröffnet am Donnerstag, 23. April, 19 Uhr in der Goetheschule, Westanlage, einen Anfängerlehrgana für Damen und Herren unter Leitung eines staatlich geprüften Kurzschriftlehrers. Zur Weiterbildung und Vervollkommnung geben die gleichfalls beginnenden Fortbildungs«, Redeschrift-, Diktat- und Praktikerlehrgänge des Vereins Gelegenheit. Man beachte die heutige Anzeige.
•• Bullenversteigerung in Lauterbach. Am Mittwoch, 22. April 11 Uhr, findet in Lauterbach die zweite große Bullenversteigerung des Landwirtschaftskammer.Ausschußes für Oberhesien statt. Zur Versteigerung kommen 50 Bullen des hessischen Fleckviehs, darunter 15 Leistungsbullen. Die Zuchtoiehversteigerung ist eigene Veranstaltung des Landwirtschaftskammer-Ausschusies für Ober» Hessen, auf der nur die in das Zuchtregister eingetragenen Faseltiere zugelassen werden. Gemeinden und Zuchtbullengenossenschaften ist bei dieser Der- fteigerung Gelegenheit geboten, ihren Bedarf an Zuchttieren zu decken.
Was nennen Sie sparen?
Sie können nicht sparen wollen und dabei Waschmittel mit scharfen Zusätzen verwenden, die Ohre gute Wäsche zerstören. Sparen beißt Mit reiner Seife gründ!, aber schonend waschen.
Naumann's weiße Kernseife ist besonders rein und mlld, schäum- und waschkräftigr eint Haushaltsetfe ganz nach dem Herzen der Hausfrau t
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