Ausgabe 
11.2.1931
 
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Oer Etat der Llmversttät Gießen vor dem Finanzausschuß.

Darmstadt, 10. Febr. (WTB.) 3n seiner heutigen Sitzung beriet der Finanzausschuß Ka­pitel 67 des EtatsLandesuniverfität Gießen", das 2,9 Millionen Mark - Einnahmen (377 OOO Mark mehr als im 2ahre 1933) und 5,5 Mil­lionen Mark Ausgaben (83 000 Mark mehr als im Jahre 1930) ausweist. Der ZuschußbeDars be­trägt also 2,6 Millionen Mark. Ein Regierungs­vertreter legte dar, daß die Erhöhung der Ein­nahmen und Ausgaben fast ausschließlich durch die neue infolge deS Haushaltsgesehes notwen­dige Aufstellung des Voranschlages bedingt ist, wodurch jetzt überall Bruttoziffern eingesetzt werden müssen. Die Studienae- b ü h r e n seien in geringem Umfange erhöht worden und erreichten mit den Kolleggel­dern den durchschnittlichen Satz in Preußen. Die Verringerung des Staatszuschusses um 294 000 Mark gegenüber dem Vorjahre resultiere mit 170 000 Mark aus tatsächlichen Ausg-a- bensenkungen, mit 120000 Mark aus Ein- nahmeerhohungen. Von einer Erhöhung der ^Xegesätze in den Kliniken wird Abstand genommen. Die Gießener Universität genieße im ganzen Reich große Anerkennung cüs Ar­beitsuniversität, die wie kaum eine andere deutsche ilniverfität fast alle Wissenszweige betreue und dabei mit einem ganz geringen Staatszuschuh arbeite.

3n der Aussprache wurde von allen Parteien anerkannt, daß die Landesuniversität Gießen blei­ben müsse. Der Landbund lehnte auch einen Abbau einzelner Institute zur Zeit ab. Er ver­langte aber, die Stellen der Assistenten, Laboran­ten, Pflege- und fonstigen Hilfskräfte um 2 0 Prozent Herabzusehen, ebenso auch die Ausgaben für Lehraufträge. Der Professo - renante il an den Vorlesungsgebüh­ren müsse um ein Drittel gelürzt werden. Auch bei den sachliches und Betriebsausgaben müßten Ersparungen gemacht werden. Für die Be­nutzung von Üniversitätseinrich- tungen durch die Dozenten für private Zwecke solle eine angemessene Entschädigung an die Staatskasse abgeführt werden.

Der volksparteiliche Vertreter setzte

lischen Völkerbundsliga in das Lager der Ab- rüstungsgegner abgewandert ist. Anders kann man es schwerlich bezeichnen, wenn dieser in seiner Rede mit keinem Worte der Riesen- ft ungen Frankreichs und der Nachfolge­staaten Erwähnung tut, Rußland, Italien und den deutschen Nationalsozialismus dagegen r ü ft u n ge­rn i 11 i g und kriegslustig hinstellt. Dankbar find wir Herrn Murray dafür, daß er von der Demütigung" spricht, die man den ande­ren Nationen nicht zumuten könne. Wir haben bisher geglaubt, daß Abrüstung der europäi­schen Staaten keine Demütigung, sondern eine Friedenssicherung bedeute und daß die De­mütigung nur darin liege, daß man Deutschland allein für alle Zeiten als einen Staat minderen Rechtes behandeln will.

Frankreich und das Petroleum

Die Rohrleitungen non Mojsul in die Mittclmccrhäscn.

Paris. 10. Febr. (TU.) Die französische Kammer wird sich am Mittwoch mit der Pe - troleum frage zu beschäftigen und vor allem die Ratifizierung der Abkommen vorzunehmen haben, die zwischen der französischen Regierung und der französischen Pctroleumtompanie ge­troffen worden find. Bei dieser Gelegenheit wird ebenfalls das Abkommen von San Remo behandelt werden, durch das Frankreich mit 25 v. H. an der Ausbeutung der Pe­troleum selber von Mesopotamien beteiligt wurde. 2m Jahre 1924 wurde die französische Petroleum kompanie ge- g r ün o c t, um eine gesunde Petro.eumpolitik trei­ben au können. 2m März des gleichen 2ahres traf Die Regierung ein Abkommen mit der Kom­panie, wonach sie die Kontrolle ausübte und auch an dem Reingewinn beteiligt fein sollte. Dieses Abkommen wurde im vergangenen 2ahre der Kammer zur Ratifizierung vorgelegt, aber zurückgew lesen, Da die Kammer nicht recht­zeitig auf Dem La ui end en gehalten und so gar nicht über die entscheidende Bedeutung des Ab- lornmens unterrichtet worden war. 2m Februar 1929 erweiterte Die Regierung das Abkommen mit der Petroleum-Kompanie und dehnte ihre Rechte so weit aus. daß sie einem Staats­monopol gleichkamen. Am Mittwoch soll nun das neue Abkommen ratifiziert werden. Gegner und Anhänger des Petroleummonopols werden sich also gegenüberstehen, und man erwartet, daß es zu heftigen Auseinandersetzungen tarn- men wird.

Die zweite Frage, Die große und internationale Bedeutung hat, betrifft b i c Führung der ^etroR Umleitungen von Mossul nach den M i 11 c I m e c r I) ä f c n. Das Amtsblatt von Jerusalem veröffentlichte am 5. Januar eine Mit- tcilung, wonach zwischen dem Oberkommissar und Den Petroleum-Gesellschaften von Mossul ein Ab­kommen getroffen worden sei, das die Legung der Petroleumleitungen nach einem englischen Hafen bezweckt. Die französische Petroleumkompanie be­hauptet jedoch, daß zwischen den Hauptkonzessionä­ren der Petroleumfelder von Mossul ein Abkommen getroffen worden sei, wonach eine verzweigte Lei­tung gelegt werden soll, deren einer Teil in Tri­polis, d. h. aus französischem Gebiet und Deren anderer, der jedoch nur als ein N e - d enorm des ersten angesehen werden kann, in Haifa enden solle. In Der französischen Presse Zweifelt man an der Echtheit dieser Versicherungen

sich insbesondere sür die Assistenten ein. Wenn diese zum größten Teile überaltert seien, so trügen Die Parteien Daran selbst Die Schuld. Ein rigoroser Abbau sei unvertretbar.

Ein Vertreter des Zentrums forderte, daß d i e S t a d t G i e h e n für die laufenden Ve- Dürfniffe der ilnibcrfität mehr a l s bisher beisteuern müsse. Die Stadt spare z. B. we­gen der Universitätsklinik ein eigenes Kranken­haus. Ein anderer Zentrumsredner wies Darauf hin, daß Gießen sehr viel für die Uni­versität getan habe (Gebäudeerstellung, Grundstückshcrgabe usw.), was von volkspartei­licher Seite unterstrichen wurde. Die Er­höhung der Studiengebühren wirke an­gesichts der allgemeinen Rot Der Studentenschaft sehr hart. Um der A f f i ft e n tc nn o t zu be­gegnen, möge man ältere Professoren pensionieren.

Der demokratische Sprecher lehnte einen Abbau der Universität ab.

Don sozialdemokratischer Seite wurde die Regierung ersucht, auch weiterhin die Mög­lichkeit von Einsparungen, insbesondere bei doppelt geführten Instituten in Darmstadt und Gießen, zu prüfen. Die im Gang befindlichen V e r - handlungcnmitdenbcnachbartenLän- dern sollen weitergeführt werden.

Ein Regierungsvertreter erläuterte dann noch, welches Ziel bei Der Neuregelung Der Assi- ftentenoergütungen verfolgt werde. Das bis­herige System habe den Assistenten zu einem Beam- tenanroärter gemacht und müsse geändert werden. Eine ausgleichende Vertei l u n g derKol­le g g e l d e r an alle Professoren sei in Darmstadt und Gießen vereinbart. Auch Preußen kehre jetzt wieder zu der in Hessen geübten Praxis der Be­nutzung staatseigener Einrichtungen durch die Pro­fessoren zurück. Bei den Assistenten, Hilfskräften usw. würden die laufenden Verhandlungen eine Einspa­rung bringen; aber eine 20prozentige Streichung dieser Stellen halte die Regierung für unmöglich.

Die Abstimmungen wurden vertagt. Am Äittwoch will der Ausschuß Die Technische Hochschule Darm­stadt erledigen.

und verlangt deshalb die Veröffentlichung des Wort­lautes dieses Abkommens, das für die französische Petroleumversorgung von ungeheurer Bedeutung ist. Frankreich hat natürlich größtes Interesse daran, feine Unabhängigkeit zu wahren, um im Falle von internationalen Verwicklungen von feiner anderen Macht in der Brennstoffversorgung ab­hängig zu sein. Der Auswärtige Ausschuß der fran­zösischen Kammer hatte in dieser Frage den Außen­minister und Handelsminister um Aufklärungen gebeten. Briand erklärte, daß er dem Abschluß Der Verhandlungen zwischen England, Amerika, Holland und Frankreich zuversichtlich entgegensehe und die Hoffnung habe, daß die Führung der Rohr­leitungen im Interesse Frankreichs ge­regelt werde.

Aus der provrrnialvauptstadt

Gießen, den 11. Februar 1931.

Achtet auf das Rauchverbot in Nichtraucherwagen!

Da noch immer häufig gegen das Rauchverbot verstoßen wird, weist Die Reichsbahn erneut im Interesse Der Reisenden darauf hin, daß in den Wagen und Gängen der Richtraucherabteile bzw. Wagen auch dann nicht geraucht werden darf, wenn alle Mitreisenden etwa damit einverstan­den sind. Auch das Rauchen auf den Plattformen Der mitRichtraucher" bezeichneten Wagen ist nicht gestattet. Das Zugpersonal ist angewiesen, bei Verstößen einzuschreiten und eine Buße zu er­heben, Die vom Schaffner sofort eingezogen wer­den kann. Raucht ein Reisender jedoch trotz des Verbotes und nach Zahlung der Buße in dem Abteil weiter, so kann notwendigenfalls Straf­verfolgung wegen Uebertretung bahnpolizei­licher Anordnungen beantragt werden.

Statistik der Hundehaltung.

Der gesamte Hundebestand in der Stadt Gießen betrug nach der Ausnahme von Mitte Januar 1931, welche für die Steuer bestimmt ist, 902 Hunde (ge­gen 977 im Vorjahr), es hat sich also hiernach Die Zahl der Tiere um 75 verringert. Im einzelnen entfallen von der Gesamtzahl auf Besitzer mit je 1 Hund 809 (883) mit einem Steuerausfall für die Stadt von 1776 Mk., für den Staat von 888 Mark. Die Abnahme der zu versteuernden Hunde Dürfte auf Die schlechte wirtschaftliche Lage Der Bevölkerung zurückgeführt werDcn. Außer Dem Einzelbcsitz von Hunden kommen für Die Steuer noch in Betracht 18 (13) Besitzer mit je zwei HunDen, 1 (1) Besitzer mit je vier HunDen und 39 (38) Zwingerhunde, welche nur mit Der Hälfte zur Steuer herangezogen wer­den. Steuerfrei sind insgesamt 34 (26) Hunde und zwar 19 Tiere zur Bewachung öffentlicher Gebäude und Hofreiten, 6 zur Führung von blinden und taubstummen Personen, sowie 9 Hunde für Militär- unD Polizcizwccke.

Vornotizen.

Tageskale n der für Mittwoch. Stadt­theater:Volpone", 20 bis 22.30 Uhr. Akademische Kurse für Kaufleute und Gewerbetreibende: Vortrag Grundzüge Des Arbeitsrechts" von Dr. Bötticher, 20.15 Uhr, Hörsaal Des VorlefungsgebäuDes. Deut­scher unD Ocsterreichischer Alpenverein: LichtbilDer- oortrag, 20.15 Uhr, Singsaal Des Realgymnasiums. V A. L.: heute im Chattenhaus. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Stürme über Dem Montblanc".

Aus Dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 20 Uhr erste

Wiederholung der lieblosen Komödie .Volpone", von Ben 2onson (bearbeitet von Stefan Zweig), in der Besetzung der Erstaufführung; SpieUeitung Peter Faisott. Freitag, 13. Februar. 20 Uhr. Erstaufführung Des 25. Schwankes von Franz Ar- axolD: .Das öffentliche Mrrgernis" unter der Spielleitung von Heinrich Hub. Dieses jüngste Werk des erfolgreichsten Schwankverfaffers (zu­gleich unsere Diesjährige Faschiirgsüberraschung) erlebte am Weihnachtstag 1930 in Berlin feine Uraufführung und war seit langer Zeit der stärkste Kassen- und Theatererfolg, so daß Der Schwank bisher ununterbrochen Den Spielptan des Reuen Theaters in Berlin beherrscht.

Der Oberhessische Geschichtsver- c i n veranstaltet am Donnerstag, 12. Februar. 20.15 Uhr, im Hörsaal 33 der Universität einen Vortragsabend, cand. hist. H. Büttner spricht über .Burgen im alten Hessen und ihre Be­deutung für die Besiedelung".

Der Allgemeine Deuts che Frauenverein. Ortsgruppe Gießen, hält am Freitag, 13. Februar, 20.15 Uhr im Re­staurantHindenburg" einen Bortragsabend ab. Dr. Meesmann (Gießen) wird überWirt­schaftliche Zusammenschlüß"' sprechen.

.Konzert Eva Liebenberg. Am Sonn­tag, 15. Februar, findet in der Neuen Aula der Uni-

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versität ein Liederabend statt. Eva Liebenberg singt Lieder von Beethoven, Schubert und Brahms. 21 in Flügel Dr. Stefan Temesvary. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

* Alte Zigarettenbanderolen bis 1. März. Auf Antrag der Tabak-Groß- und -Kleinhändler hat, wie das Wolff-Bureau mit* teilt, das Rcichsfinanzministerium den Schluß­termin für Den Verkauf von Zigaretten mit alten Banderolen vom 15. Februar auf Den 1. März verschoben. Das Ministerium hat sich zu dieser Maßnahme veranlaßt gesehen, weil Die ursprüng­lich geplante Rachversteuerung, Die die Händler für die noch in ihrem Besitz befindlichen Packun­gen selbst vornehmen sollten, zu große Schwie­rigkeiten machen würde. Der Einzelverkauf von Zigaretten ist also nur noch bis zum 28. Februar gestattet. Dom 1. März ab muß Der Raucher mindestens zehn Zigaretten auf einmal kaufen. DieZehner"-Packungen enthalten allerdings nur neun Zigaretten.

" Wetzlarer Sängerinnen in Gie- fjen. Am Sonntag folgte der Union-Frauenchor Wetzlar einer Cinsadung des Willschen Frauen­chores Gießen im WandervereinBund Der Lahnfreunde" zu einem Sängertreffen auf Der Liebigshöhe. Rach einer Begrüßungsansprache Der Leiterin des Willschen Frauenchors began­nen Die gesanglichen Darbietungen. Der Wetzlarer Verein (60 Sängerinnen) erfreute im Lause des Rachmittags die Zuhörer mit einer Reihe von Solo- und Chorgesängen. Der Chor stand unter der stabsicheren Führung des Lehrers Hugo Lotz. Rauborn bei Wetzlar, und bewies eine aus­gezeichnete Schulung. Der Willsche Frauenchor unter Der Leitung von Frau Martha Will, Gießen, stanD mit seinen 40 Sängerinnen aber in keiner Weise hinter den Leistungen Des grö­ßeren Frauenchors zurück. Die erste Darbietung Wach auf!" aus Der OperDie Meistersinger" von Richard Wagner, war ein schöner Erfolg. Verschiedene Volkslieder von Schubert sanden eine vorzügliche Wiedergabe. Instrumentalmusik und humorvolle Vorträge in verschiedenen Mund­arten boten willkommene Abwechselung. Die Ver­anstaltung hat den Beweis erbracht, daß auch der Frauengesang heute an der bewußten Pflege des deutschen Volksliedes mitzuarbeiten vermag.

" GesellschaftfürRatur- undHeil- künde. Am Montagabend sprach nach kurzer Begrüßung der Zuhörer und des Referenten durch Professor Dr. Harrassowih, der Di­rektor des Kulturhistorischen Museums zu Mainz, Professor Dr. S ch m i d t g e n, überTierfährten und ihre Bedeutung für die Erforschung des Lebens". Der Redner, der sich in seinem Vortrag besonders mit den Spuren Der vorgeschichtlichen Tierwelt befaßte, wies eingangs daraus hin, daß sich aus den Spuren, Die Die Tiere im Erdreich hinterlassen, mannigfache Schlüsse auf Die Lebens­form. ja sogar auf Die Gestalt Der betreffenden Tiere ziehen lassen. Er erinnerte Daran. Daß ein Förster aus Den Fährten Art, Zahl, Alter unD Betätigung der Tiere lesen kann; unter Den gleichen geistigen Voraussetzungen arbeite Die Wissenschaft an Der Erforschung Der Tierwelt Der Vorzeit. Das geschehe, so führte der Redner aus, naturgemäß unter größeren Schwierigkeiten, Da zwar Die Spuren, nicht aber die körperlichen Lieberreste der vorweltlichen Tiere zu finden seien. Der Forscher sei also gezwungen, aus Der Spur heraus Die Gattung, Die Größe unD schließ­lich Die Form zu rekonstruieren und Die Bestäti­gung seiner Forschungen nach Möglichkeit aus rezenten (frischen, der Gegenwart angehörigen) Spuren za suchen. An Hand von zahlreichen Lichtbildern zeigte Der Redner Dann eine Reihe von Spuren vorweltlicher Tiere aus Dem Rot-

liegenDen Der Perm-Formation. Die Im sogenann­ten Mainzer Decken bei Rierstein am Rhein in überaus großer unD reichhaltiger Anzahl gefun­den wurden. Der Vortragende zeigte Spuren von Sauriern, von Echsen, von Würmern und insbesondere von 2nsckten und fesselte Dabei durch seine detaillierten Schilderungen charakte* ristischer Einzelheiten die Aufmerksamkeit der Zu­hörer in hohem Maße. Er betonte zum Schluß seiner Au.sührungcn. daß Die Voraussetzung für eine erfolgreiche Arbeit auf Dem Gebiete der Paläobiologie Die genaue Kenntnis Der gegen­wärtigen Erscheinungen in der Tierwelt, die Kenntnis Der Spuren und der Bewegungssormen der uns umgebenden lebenden Tiere ist. Der Vortrag wurde mit starkem Beifall ausgenommen und Professor Dr. Harrassowitz würdigte zum Schluß in kurzen Sätzen Die hohe Bedeutung deS Vortrages nicht nur für Die Paläobiologie, fon- Dem auch für die Geologie.

" Schweinezählung am 2. März. Auf Anordnung des Reichsministers für Er­nährung unD- Landwirtschaft findet im Einver- nehn^n mit dem Stattsttschen ReichSamt und den Statistischen Landesämtern am 2. März 1931 Di« nächste Zählung der Schweine und der .nicht* beschauvflichtigen Hausschlachtungen an Schwei­nen" für die Zeit vom 1.'Dezember 1930 6iS 28. Februar 1931 statt. _

Oie Wetterlage.

0tfotXenlos.O nciu- Gnaro Dtdcctt » wonno. eoedeen eRefftn * Schnee Graupeln eheoei "K GtwilUr.@windstiite.-O-i seh* leichter Ost massiger ludsudwesi Q stürmischer "orowesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden Za» len geDen die Temperatur an. Die Linien verDmdeo Orte mit gleiche* auf Meeresniveau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Ein kräftiges 2slandtief zieht nordöstlich über Rordskandinavien hin ab. Der Einfluß feiner Südseite hat durch Die Zufuhr maritimer Warm­luft in ganz Deutschland den Frost behoben, so daß heute morgen Die Temperaturen Durchweg über Rull lagen. Durch den Vorstoß des Dis- cayahochs ist Der Luftdruck seit gestern abend kräftig angesttegen, was wieder eine vorüber­gehende Wetterberuhigung mit leichtem Racht- frost zur Folge hat. Allerdings ist bei Island bereits eine neue Störung erschienen, die sich schon an der Westküste Irlands durch Zurück­drehen der Winde und Riederschläge bei ver­hältnismäßig hohen Temperaturen bemerkbar macht. Bei der herrschenden Luftdruckverteilung Dürfte also die Zufuhr ozeanischer Luftmassen überwiegen und dieIBitterung im allgemeinen einen milderen Charakter als seither annehmen.

Aussichten für Donnerstag: Rach vorübergehendem Ausklaren mit leichtem Racht- frost wieder Eintrübung und milderes Wetter mit einzelnen Riederschlägen.

Aussichten für Freitag: Wechselhaftes Wetter, teils wolkig, teils aufklarend, vereinzelte Schauer.

Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 13 Grad Celsius, abends 2,7 Grad: am 11. Februar: morgens 1,3 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum 1,1 Grad. Erdtempcraturen in 10 cm Tiefe am 10. Februar: abends0,4 Grad: am 11. Februar: morgens 0 Grad Celsius. Niederschläge 1,7 mm.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Es gibt in Deutschland Millionen von Menschen, die den coffeinfreicn und völlig unschädlichen Bohnen, kaffee kennen und schätzen. Und doch weiß mancher noch nicht, daß Staffee Hag die allerfeinste Äaffee- qualität darstcltt, Herz und Nervest schont und nie­mals Schlafstörungen hervorruft. Selbst.Bindern darf man ihn unbedenklich geben. Nachdem jetzt der Preis für Kaffee Hag weiter bedeutend ermäßigt worden ist, wird es auch denen möglich sein, ihn zu kaufen, die es sich bisher aus wirtschaftlichen Gründen ver­sagen mußten 1100V

Bekanntlich ist die unheimlich rasche Verbreitung der Grippe Darauf zurückzuführen, daß die feinen Speichelträpschen, die beim Sprechen, beim Husten usw in die Luft geschleudert werden, zahlreiche Krankheitserreger enthalten. 1115V

Die lar.ganhaltende, entwicklungshemmende Wir­kung des Odols auf die Mundkeime ist beim Auf­treten der Grippe von besonderer Bedeutung. Flei­ßige Mundspülungen mit Odol verringern den Bak­teriengehalt des Mundspeichels und bilden daher ein wichtiges Vorbeugungsmittel gegen Die Verbreitung Der Grippe.

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