Tel«.
;g
dLiitz rWs hsten Scßn^'^ung höÄ1 statt? jetzige Ly 'hre •£§ ^rechter Äa: Staates nJ?9, 6er einde, bie 9rP?Cn ,Un‘ S*ÄS|Ä 7- wüÄbS Ä S'"!* *S’V£ Kch-n fei, H O^ens unter den r T'ber erklärte: "Munmungen des
n°ch den Er«
i“-4 "nchWng der KZ Redens sind." Aufwerksainktlt Präsidenten.
tschaster in Berlin. Reichspräsidenten und mmlung von Dis. an und anderen sandten in Amerika. Der -er von seinem letzten >racht. Die Sammlung >g des Dvtschasters und ^nistcriums. Die ame» jst aus ein vor gerau» rästdenten stattgesunde« a. in dessen Verlaus der isidenten sragte, ob er > besuchen wolle.Der daß er sehr gern aaten kennenlernen und >Park besuchen möchte, □en Kassenboten.
berget Vereins« ' vor dem Postgebäude überfallen und durch |e in den Süden c Uebersallene wurde >aus übergeführt, wo er niederliegt. Die Mtzen trugen, sind in oe gesiuchtet. Der Bote sschast aus das Postamt Haupt fein Var« n geraubten Knfchreib« i finl) sofort gesperrt
gv»1 a e it(«t,d,n .ZL JH.-SSJ-«*
rausE rx die g-'
SÄ
MKS W'E
auf „^staS- L (in-
st
n<7 ii
/ li
Ä «• *
ltls'U»'
frlQflt
SLv!
•y.6
UM
?L Fb
(MW
Oi
<
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen. den 10.November 1931.
MartinStag.
Auf den Sommer des Mißvergnügens ist ein schöner, goldner Herbst gefolgt. Diele Wochen noch spendete uns die Sonne ihren milden Schein und lud uns ein, den bunten Wald und die stillen Felder zu besuchen. Wenn die Nächte nicht so früh zu uns kämen, könnte man glauben, wir lebten noch im September. Die Kinder spielen auf der Straße, und die naßkalten Herbststürme sind noch nicht gekommen.
Da erscheint schon der M a r t i n s t a g (10. November), dieser erste Lichtblick im nebligen Winter, ganz unerwartet, aber doch lebhaft begrüßt von jung und alt. Die Kinder jubeln dem „Martins- mann" aus Lebkuchenteig zu: denn sie wissen, daß nun auch bald der Nikolaus kommt, und dann das Weihnachtsfest. Auch wir Erwachsenen freuen uns.
Betrachten viele ihren Tisch, wenn sie von der Arbeit kommen, nicht mit liebevolleren Blicken als im Sommer? Gibt es in diesen Tagen nicht die Marti n. s g ans?
Der heilige 'Bischof Martin, einst Soldat, dann zum Bischof gewählt, wollte sich in seiner Bescheidenheit verstecken, als die Abgesandten kamen, um ihm seine Wahl initzuteilen. Er war in einen Gänsestall gekrochen, aber die lieben Tiere verrieten ihn. So ist er zwar nicht Schutzheiliger der Gänse, aber ihm zu Ehren essen viele die gebratene Martinsgans.
Soll ich schildern, was eine gut gebratene Gans bedeuten kann, sofern man sie sich in dieser schweren Zeit noch zu leisten vermag? Da müßte ich ein Dichter sein. Am Morgen hängt sie noch, rosig, anzuschauen, in der Speisekammer. Um den Hals hat sie sogar ein blaues Bändchen gebunden. Die Arbeitsstunden des Vormittags fließen nur so dahin. Dann geht es im Sturmschritt heim. Der Dratenduft füllt das ganze Haus. Mit gerötetem Gesicht erscheint die Mutter und sagt, wenn sie unsere erwartungsvollen Mienen sieht: „Gleich!" Mehr nicht.
Und dann erscheint sie! Hübsch fein und knusperig gebraten. Dazu, kaum beachtet, gibts Tunke, Kohl und Kartoffeln. Es ist ein feierlicher Augenblick, wenn der Hausherr das Messer hebt... Alle Augen siird auf ihn gerichtet. Dann zieht eine Stille ein im Raum ...
3ft das nicht auch Poesie? Tafelfreuden im November! Mag es draußen regnen und stürmen, die Martinsgans vergoldet doch den Tag. Fritz Reuter nannte sie einmal einen scynurrigen Vogel, weil sie für einen Mann zuviel zum Essen wäre, für zwei aber zu wenig! hl.
Provinzialausschuß für Oberheffen.
Sn feiner Sitzung vom Samstag, über deren wichtigsten Punkt wir gestern schon berichteten, verhandelte der Provinzialausschuß für Oberhessen weiter über folgende Streitsachen:
1. Beschwerde des Kaspar Ludwig König in Ober-Mörlen gegen den Beschluß des Kreisamts Friedberg vom 29. August 1931 wegen Heranziehung zu den Beiträgen der Schuhmacherzwangsinnung für die Amtsgerichtsbezirke Friedberg und Bad-Nauheim und wegen Verhängung einer Ordnungsstrafe; _____
2. Teilregulierung der Nidda in der Gemarkung Unter-Schmitten: hier: Berufung der (Seme inöe Unter-Schmitten gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Büdingen vom 22. Dezember 1930.
Der Provinzialausschuh erkannte durch Urteil zu Recht:
1. Die gegen den Beschwerdeführer festgesetzte Ordnungsstrafe auf 1 Mk. herabzusehen und im übrigen die Beschwerde als unbegründet kostenpflichtig zurückzuweisen. Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf 15,20 Mk. festgesetzt.
2. 3n Stattgabe, der Berufung, unter Aufhebung des Urteils des Kreisausschufses des Kreises Büdingen vom 22. Dezember 1930, die Einwendungen auf Kosten der Reklamanten als unbegründet zurückzuweisen und den Streitwert in der Berufungsinstanz auf 1500 Mk. festzusehen.
Heist den Blinden!
Mit doppelter Schwere lastet die Erwerbslosigkeit mit ihren wirtschaftlichen und besonders mit ihren seelischen Folgen auf den Blinden. Auf sie drückt nicht nur der Alltagskampf um Brot und nützliche Betätigung, sondern auch die ganze Schwere der Blindheit. 3n welchem Maße die Not der Blinden, die ihr Los in aller Stille oft heldenmütig tragen, bereits fortgeschritten ist, davon hat der Landesverband der Hessischen Blinden gerade in letzter Zeit besonders Kenntnis erhalten und ist nun bemüht, dieser Not nach Kräften zu steuern. Es sollen in erster Linie oberhessische Blinde berücksichtigt werden, für die z. Z. eine amtlich genehmigte Haussammlung erhoben wird, auf die auch an dieser Stelle empfehlend hingewiesen sei. 3edermann wird daher um Angabe von Adressen blinder Personen oder deren Verweisung an den Landesverband der Hessischen Blinden, Darmstadt, Karl- strahe 21, gebeten.
Gießener Wochenmarktpreise.
* Gießen, 10. Nov. Cs kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 1 Mark an; Butter 120 bis 130: Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 7 bis 8; Weißkraut 5 bis 6; Rotkraut 7 bis 8; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 12 bis 15; Römischkohl 8 bis 10; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Grünkohl 10 bis 12; Rosenkohl 20 bis 25; Feldsalat 80 bis 100; Tomaten 40 bis 50; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 30 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kürbis 5 bis 6; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Birnen 8 bis 10; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 100; Suppenhühner 80 bis 90; Gänse 80 bis 90; Nüsse 35 bis 40; das Stück: Tauben 50 bis 60; Eier 13; Blumenkohl 20 bis 60; Salat 8 bis 10; Salat- gurken 30 bis 35; Endivien 8 bis 10; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 3 bis 3,20; Aepfel 4 bis 6; Weißkraut 2 bis 2,50; Wirsing 4 bis 5; Rotkraut 4bis5Mk.
Vornotizen.
— Tageskalen der für Dienstag. Stadttheater Gießen: „Marguerite : 3", 20 bis 22 Uhr. — Oberhessischer Kunstverein: Kunstausstellung „Drei Frauen der Gegenwart", Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr. t— Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde: 20.15 Uhr, Universitätsaula, Lichtbilderoortrag „Das moderne Polen". Volksrechtpartei: 20.15 Uhr,
Restaurant „Aquarium", Wähleroersammlung, Red- | ner: Landtagsabg. Prof. A x t (Darmstadt). — „Post- keller", 20 Uhr, öffentlicher Aufklärungsvortrag „lieber Nacht gesund?" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „M“.
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Sie waren noch nicht in der Schwank-Operette „Frauen haben das gern ...!" von Arnold und Bach und der Musik von Walter Kollo? Den schmieg- und wiegsamen Tango „Ich leg dir mein Herz zu Füßen" und das musikalisch reizende „Wenn das nur nicht schief geht" zusammen mit einer Reihe hübscher Couplets uno Chansons werden Sie im Rahmen einer übermütigen und exzentrisch tollen Schwankhandlung am Mittwoch, 11. November, zu Gehör bekommen. Nicht nur Frauen, auch die Herren der Schöpfung haben das gern, sich über zwei Stunden herzlich auslachen zu können. Beginn 19.30 Uhr, Ende 21.45 Uhr.
— D i e Deutsche Staatspartei veranstaltet am Donnerstag, 12. November, 20.15 Uhr in der Turnhalle am Oswaldsgarten eine Wählerversammlung. Es werden Finanzminister a. D. Dr. Höpker-Aschoff und Oberamtsrichter Schreiber, der Spitzenkandidat der Partei für den Hessischen Landtag, sprechen. Näheres in der gestrigen Anzeige.
— Die Sozialistische Arbeiterpartei hält am Mittwoch, 11. November, 20 Uhr im Caf6 Leib eine Wählerversammlung ab, in der Abg. Max S e y d e w i h sprechen wird. Näheres ist aus der gestrigen Anzeige ersichtlich.
— DerKaufmännischeVereinundder Ortsgewerbeoerein veranstalten am Mittwoch, 11. November, 20 Uhr, in der Neuen Aula der Universität einen Vortragsabend, in dem der Physiker Wilhelm P a u ck (Berlin) über das Thema „Zwei Stunden im Wunderland der modernen Physik" sprechen wird. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.
"RückstrahlerandieFahrräderl Vom Kreisamt Gießen wird mitgeteilt: In letzter Zeit mehren sich die Fälle, in denen Personen wegen Nichtanbringung von Leuchtzeichen an Fahrrädern (sog. Katzenaugen) zur Anzeige gelangten und da- durck empfindliche Strafe in Kauf nehmen mußten. Es sei daher an dieser Stelle erneut darauf hingewiesen, daß nach den Vorschriften der Verordnung über die rückwärtigen Leuchtzeichen der zweirädrigen Kraft- und Kleinkrafträder, sowie der Fahrräder vom 27. April 1929 jedes Rad bei Dunkelheit mit einem Leuchtzeichen von gelbroter Farbe versehen sein muß. Das Leuchtzeichen, dessen wirksamer Durchmesser nicht größer als 5 Zentimeter sein darf, muß an der Rückseite des Rades angebracht und darf niemals verdeckt sein. Zuwiderhandlungen gegen diese Verordnung werden hinsichtlich der Fanrräder mit Geldstrafe bis zu 150 RM. oder mit Haft bis zu 14 Tagen bestraft.
** Wichtig für Lungenkranke. Die Sprechstunden der Fürsorgestellen für Lungenkranke in der Medizinischen Poliklinik finden für die Besucher aus den Landgemeinden des Kreises Gießen jeden Montag vonl6 bis 17 Uhr statt. Lungenkranke und Krankheitsgesährdete, die in ärztlicher Behandlung sind, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes in die ßungenfürforgeftelle. Unbemittelte werden un» entgeltlich beraten.
* Ein Achtzigjähriger. Der Schneidermeister Louis Schäfer, wohnhaft Neuen Weg 18, kann heute in großer geistiger und kör
perlicher Frische seinen 80. Geburtstag begehen. Der Jubilar ist Ehrenmeister der hiesigen Schneiderinnung.
* * Vom Vogelzug. Am Sonntag gegen 16.30 Uhr überflog eine Schar Wildgänse, von Norden nach Süden ziehend, den Schiffenberger Wald. In der Nähe der Rindsmühle trennte sich die Schar; zwei Tiere flogen in südlicher Richtung weiter, während die übrigen fünf ihre Reiseroute änderten und unter lautem Geschrei wieder in nördlicher Richtung verschwanden.
' Cinbruchsversuch. Am Samstag gegen 17.30 Uhr wurde in einer Wohnung eines Hauses Am Kugelberg ein Einbruchsversuch unternommen. Der Dieb wurde jedoch von der heimkehrenden Frau und Tochter des Wohnungsinhabers überrascht und entfloh durch das offene Fenster, ohne irgendwelche Beute gemacht zu haben.
Schöffengericht Gießen.
* Gießen, 6. Nov. 3n der heutigen Sitzung hatte sich das Bezirksschöffengericht ausschließlich mit Urkundenfälschungen zu beschäftigen.
Zunächst hatte sich ein oberhessischer Landwirt zu verantworten, well er ein für den Ferkelvcrkauf erforderliches Ursprungszeugnis seiner Bürgermeisterei durch Veränderung des Datums und einer Zahl verfälscht hatte. Die Staatsanwaltschaft stand auf dem Standpunkt, daß das fragliche Zeugnis eine öffentliche Urkunde darstelle und daß der Angeklagte in der Absicht, einen Dermögensvorteil zu erlangen, gehandelt habe. Das Gericht hielt letzteren Umstand nicht für voll bewiesen und verurteilte den geständigen Angeklagten an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von 10 Tagen zu 4 0 Mark Geldstrafe.
Ein Viehhändler wurde wegen Fälschung zweier Wechsel zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt. Das Gericht berücksichtigt« mildernd die seitherige Unbestraftheit und das reumütige Geständnis. Dem Angeklagten wurde überdies bedingter Strafaufschub bewilligt unter Festsetzung der Bewährungsfrist von 3 3ahren; er muß aber 50 Mark an die Staatskasse als Buße abführen.
Ein auswärtiger Kaufmann hatte einen Bestellschein seiner Firma gefälscht. Er war geständig. Urteil: Vier Wochen Gefängnis. Trotz einer Vorstrafe wegen Betrugs wurde bedingte Strafaussetzung gewährt; die Probezeit wurde auf 4 3ahre bemessen.
Ein Schneider hatte auf einem Bezugsschein des Wohlfahrtsamts das Wort „Miete" ausradiert und dafür für seine FamUie Lebensmittel bezogen. Der Angeklagte gestand die Tat zu und entschuldigte sich mit seiner Notlage. Das Gericht sah, dem Antrag des Staatsanwalts entsprechend, den Bezugsschein als öffentliche Urkunde im Sinne des § 268 StGB, an und verurteilte den Angeklagten in mäßiger Ueber- schreitung der Mindeststrafe zu 3 Mon aten 2 Wochen Gefängnis. Um die Wohlfahrtsämter vor Ausbeutung und Mißbrauch zu schützen, muß er 1 Woche verbüßen; im übrigen tritt bedingter Strafaufschub ein, die Bewährungsfrist wurde auf 3 3ahre festgesetzt.
E IN NE
U E R QUA
LITATS-BEGRIFF:
:\\v,
MAXOUL,so nennt man in Ost= macedonien die kleinen hocharomatischen Blätter an der Spitze der Tabak-Pflanze. Sie sindbesom ders kostbar und warenbisher nur den teuersten Zigaretten vorbehal-- ten.-Jetzt haben auch dieMarken
OVERSTOLZ und RAVEN KLAU eine echte AAaxoul-Mischung,das heisst,ein en starken Prozentsatz anMaxoul-Tabaken erhalten. So tritt eine Qualitäts-Veredelung in Erscheinung,die jedem geschulten Raucher sofort auffallen wirdS^Ö
in M axoul-M ischung.


