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SporlwerbetagderSpielvereinWnglyoo

Bataillon gegen 1900. Leichtathletik, Fußball, Handball.

Aus Anlaß des 31. Stiftungsfestes, das die Spielvereinigung 1900 in schlichter Form am heutigen Samstag feiert, findet morgen, Sonn­tag, ein Sportwerbetag auf dem Platz an der Liebigshöhe statt, der sicherlich viel Interesse fin­den dürfte. Gleichzeitig soll diese Veranstaltung der endgültige Abschluß der diesjährigen leicht­athletischen Saison sein. Ein außerordentlich um­fangreiches Programm ist vorgesehen. Dem Pu­blikum wird Gelegenheit gegeben sein, den ver­schiedensten sportlichen Wettbewerben beizuwoh­nen.

Am Sonntag vormittag gelangt als AuftaN ein

Klubkampf der Jugendmannschasien

der Spielvereinigung 1900 gegen die Iugend- mannschaften des Sportvereins Wetzlar zum Austrag. Die Gießener Jugendlichen weilten vor einiger Feit zu einem Klubkampf in Wetzlar und vermochten den Wettbewerb mit 5:3 Punk­ten für sich zu entscheiden. Heber den Ausgang der morgigen Begegnung läßt sich vorher kaum etwas sagen, da sich die Mannschaften ziemlich gleichwertig sind.

Für den Bachmittag des Sportwerbetages sind in der Hauptsache leichtathletische Wettbewerbe, Fuß- und Handballspiele, vorgesehen. Dabei ste­hen sich lediglich die Mannschaften des hiesigen Bataillons und der Spielvereinigung 1900 ge­genüber. Die leichtathletischen Wettkämpfe er­strecken sich auf folgende Disziplinen: An Lauf­wettbewerben sind 100, 5000, 110 Meter Hür­den vorgesehen; außerdem wird eine 10X100- Meter-, eine 4x!500-Meter- und eine Olym­pische Staffel bestritten. An Sprungkonkurrenzen sind Weitsprung und Hochsprung, an Stotz- und Wurfkonkur^gnzen lediglich Kugelstotzen, Diskus- und Speervrurf vorgesehen. Die Wertung gibt dem ersten Sieger jeweils 4 Punkte, dem zweiten 3, dem dritten 2 und dem vierten Sieger einen Punkt. 3n den Staffeln erhält der erste Sieger 7 und der zweite drei Punkte. In der gleichen Weise werden auch die Fußball- und Handball­spiele bewertet.

Die beiden Parteien Bataillon und Spiel­vereinigung 1900 treten in

stärksten Aufstellungen

an. Heber ipo Meter stehen die Soldaten Salz und Behren (die Mannschaften des Bataillons sind jeweils zuerst genannt) den 1900cm W. Müller und Koch II. gegenüber. Hier erwartet man Müller als sicheren Sieger. Heber 5000 Meter sind Hammesfahr und Timpe am Start; die Spielvereinigung 1900 stellt Ger­hardt und Schaaf in das Bennen. Schaaf ist der Favorit. Heber 110 Meter Hürden, der schwerste Wettbewerb, kämpfen Salz-Krämer und Hor- fenmüller-Iung um den Sieg. Das Bennen ist offen. Heber 10X100 Meter sollte man die 1900er, die mit ihrer kompletten Jugend- und ihrer voll­ständigen aktiven (4xl00-Meter)-Staffel antre­ten, in Front erwarten. In der 10xl500-Meter- Staffel stehen sich ausgesprochene erprobte Kön­ner gegenüber. Für die Soldaten starten Bütt­ner, Beitz, Schmidt und Heise, für 1900 Ger­hardt, Linsemann, Daumstieger und Peters I. Der Kampf dürfte erst durch bie Schlutzleute ent­schieden werden. Den Vertretern des Bataillons

darf man ein kleines Plus zuschreiben. Die Olym­pia-Staffel (800, 200, 200, 400 Meter- ist eine offene Angelegenheit.

Zum Weitsprung treten Michel und Welker für das Bataillon, Weil und Jung für die Spielvereinigung an. In Weil dürfte der sichere Sieger zu erblicken sein. Im Hochsprung sind die Soldaten durch Lehr und Welker und die Platz- besiher durch Weil und Herrmann vertreten. Auch hier haben wohl die beiden 1900er den Gästen einiges voraus. Im Kugelstohen und im Dis­kuswurf werden unstreitig Mohl und Gugel do­minieren. H. Müller und Felsing (Kugelstotzen­werden an die beiden kaum heranreichen. Müller und Lipp (Diskus) werden ebenfalls nicht allzu viel zu melden haben. Im Speerwurf kämpfen Dietz und Friedrich gegen Bachmann und Hopfen­müller um den Sieg.

Neben den leichtathletischen Wettbewerben werden zwei Spiele, ein Fuß- und ein Handballspiel aus- getragen. Die Handballmannjchaft der 2. Kompanie (Bataillonsmeister) tritt in kompletter Ausstellung der 1. Handballmannschaft der Spielvereinigung 1900 entgegen. Die Soldaten, die ausgezeichnet Handball spielen und außerdem über das größere Stehver­mögen verfügen, werden sich den Sieg kaum nehmen lassen. Die Blauweißen haben um ein ehrenvolles Ergebnis zu kämpfen.

9m Fußballspiel der beiden Konkurrenten dürfte sich ein spannender Kamps entwickeln. Die 1900er treten mit ihrer regulären Ligamannschast an. Die Soldaten haben einige bekannte Fußballspieler in ihren Reihen. Böckler steht im Tor, außerdem sind Henrich und Schneider, die sonst in der Ligamann­schaft des BfB. spielen, sowie Böttcher und Schupp mit von der Partie. Die 1900er haben gegen die Soldaten kein leichtes Spiel, selbst dann nicht, wenn man annehmen kann, daß die Mannschaft der Sol­daten nicht so gut eingespielt ist, wie es die 1900er sein müßten. Da aber die Blauweißen in der letzten Zeit nichts außerordentliches gezeigt haben, ist der Kampf durchaus offen. Neben oll diesen Kämpfen ist ein Sonderwettkampf vorgesehen, den man bis- her auf Gießener Sportplätzen noch sehr selten zu beobachten Gelegenheit hatte:

ein Sechser-Radballspiel.

Die Mannschaften des Gießener Radfahrervereins von 1885 und der 6er-Radballweltmeister RE. 1895 Frankfurt-Oberrad stehen sich gegenüber. Den Gie­ßenern wird in diesem Kampf wohl kaum ein Sieg beschieden sein. Die Aufstellung der beiden Mann­schaften veröffentlichten wir bereits am Donnerstag.

Die gesamte Sportwerbe-Veranstaltung dürfte, so­fern sich das Wetter einigermaßen günstig gestaltet und damit günstige Voraussetzungen schafft, ihren Zweck erfüllen. Der Wettkampf wird gleichzeitig einen aufschlußreichen Vergleich über das sportliche Stärkeverhältnis zwischen Reichswehr und Spiel­vereinigung erbringen. Die Reichswehrkapelle wird bei der Veranstaltung mit musikalischen Darbietungen zur Unterhaltung beitragen. Heber die Anfangs­zeiten der verschiedenen Wettkämpfe gibt die Anzeige im gestrigen Anzeigenteil des Gießener Anzeigers Aufschluß.

Die 1. Handballmannschaft hat neben dem Spiel gegen die Soldaten auch ein Derbandsspiel gegen die 1. Hondballmannschaft des Turn- und Sport­vereins Butzbach auszutragen.

Wirtschaft.

14Sprozentige Aoiendeckung in der Schweiz.

Bern, 9. Oft. (WTB.) Der Bestand der S ch w e i- ze risch en Nationalbank an Gold und G o l d d e v i s e n hat sich seit dem letzten Ausweis vom 30. September um 42 215 413 Schweizer Fran­ken auf 2 081 589 824 Schweizer Franken erhöht. Die Deckung derMoten durch Gold und Gold- devisen beträgt nunmehr rund 14 5 Prozent.

Große Schiffahrtöfusion in Amerika.

B e u y o r k, 9. Oft. (WTB.) LautHerald Tribüne" werden Maßnahmen für eine Ver­schmelzung von zwölf amerikani­schen und ausländischen Schiffahrts­gesellschaften getroffen, die zusammen über 180 Personendampfer und Kauffahrteischiffe mit einer Bruttotonnage von 1,5 Millionen Tonnen verfügen. Dieser Plan stellt die größte Fu­sion in der Geschichte der amerikanischen Han­delsschiffahrt dar; denn es handelt sich um ®e- sellschajten, deren Schiffe von den Häfen des Atlantik und Pazifik nach Europa, dem Orient und rund um die Welt fahren.

Aufschwung der englischen Textilindustrie.

Nach einer Mitteilung der Vertreter der großen Organisationen in L a n c a s h i r e ist ein Beweis für den Aufschwung, den die englische T e r t i.l i n d u st r i e jetzt genommen hat, die Tatsache, daß im Laufe von zwei Wochen 2000 Ar­beiter in Lancashire neu eingestellt wurden. Man rechnet mit weiteren Arbeitereinstellungen, da vier Fabriken bereits wieder eröffnet wurden und noch weitere folgen dürften. In B o l l i n gt o n , im Osten von Peshire, hat sich die Lage des Baumwoll- Handels gebessert, die Fabriken arbeiten schon wieder mit Nachtschicht. In Liverpool wird jetzt eine Iutefabrik, in der 500 Arbeiter beschäftigt werden fallen, gegründet. In London wurde ein Sonder­

ausschuß ernannt, der Anfragen des Auslandes nach englischen Fabrikgrundstücken bearbeiten soll.

Vorschützung der deutschen Hack - fruchternte 19 31. Auf Grund der im Sta­tistischen Reichsamt zusammengestellten Schätzun­gen der amtlichen Ernteberichterstatter wird der voraussichtliche Gesamtertrag an Spätkartoffeln nach dem Stande vom Anfang Oktober auf 40,55 Millionen Tonnen beziffert, gegen 44,23 Millionen Tonnen im Vorjahre. Ginschliehlich der Frühkartoffeln stellt sich die neue deutsche Kartoffelernte auf 43,33 Millionen Tonnen, wäh­rend die Bekordernte des Vorjahres mit 47 Mil­lionen Tonnen um 3,77 Millionen Tonnen, gleich 8 v. Sy, höher lag. An Zuckerrüben wird die diesjährige Ernte nach den vorläufigen Schätzun­gen auf etwa 10,60 Millionen Tonnen, an Bunkel- rüben auf etwa 28,74 Millionen Tonnen veran­schlagt.

* Stillegung der Maschinenfabrik Oberursel. Infolge der allgemeinen Wirtschafts- dcpression und der dadurch bedingten Einschrumpfung der Produktion sieht sich die Humboldt-Deutzmotoren AG. genötigt, ihre Betriebe zusammenzulegen und das Werk Oberursel völlig stillzulegen. Ein Teil der gegenwärtig nicht ganz 500 Mann betragenden Be­legschaft des Oberurseler Werks wird nach Köln übernommen, die Mehrzahl der Arbeiter und An- gestellten wird nach und nach zur Entlassung kommen.

* Mansfelder Kupferbergbau. In der gestrigen Stillegungsverhandlung in Eis­leben wurde die Stillegungsfrist für die Betriebe der Mansfeld AG. für Bergbau und Hütten­betrieb, Eisleben, auf den 17. Oktober festgesetzt. Von der Stillegungsaktion wird das Kupfer- »nd Messingwerk in Hettstadt nicht betroffen, das auf jeden Fall weitcrgeführt wird. Wie WTD.-Handelsdienst hört, sollen auf Anregung der Gewerkschaft sofort neue Lohnverhandlungcn im Beichsarbeitsministcrium stattsinden, um die drohende Stillegung möglichst noch zu verhindern.

Die gestrigen Auslandsbörsen.

Die Londoner Börse war gestern zu­versichtlicher gestimmt, da man der An­sicht ist. dah das Exportgeschäft sich beleben wird. Dik Lage wird im allgemeinen wieder etwas günstiger beurteilt. Das Hauptinteresse konzentriert sich weiterhin auf die Vorgänge in den Vereinigten Staaten, und man lieht in der Erhöhung des Diskontsatzes einen weiteren Schritt zur Wiederherstellung gesun­der Finanzverhältnisse. Man befürchtet keine ungünstigen Rückwirkungen auf den Pfund­kurs. da die Spanne zwilchen den 2.5 Prozent in Beuyork und 6 Prozent in London als durch- aus genügend angesehen wird. Immerhin hat der Schritt Beuyorks den Londoner Finan^kreisen erneut die Notwendigkeit vor Augen geführt

ein Abgleiten der Privatdiskontsähe zu vermeiden.

Die Bank von England hat. nach dem neuesten Ausweis zu urteilen, noch keine Schritte unternommen, um der unerwünschten Veldflüssigkeit entgegenzutreten. .Man ist, ohne die Auswirkungen der Beuyorker Diskont­erhöhung schon ganz beurteilen zu können, doch der Ansicht, daß die höheren Zinssätze doch die Botenhamsterei in Amerika been­den dürften. Man hat in London mit einer gewissen Unruhe den dauernden Rückgang der Depositen bei den amerikanischen Banken ver­folgt. und man glaubt, dah die Danken bei dem etwaigen Rückfluß der Boten aus dem Publi­kum Särwierigkeiten haben dürften, diese Mittel kurzfristig gewinnbringend anzulegen, da der

Diskontmarkt fast völlig stagniert und die Privatdiskontsätze im übrigen niedriger, als die den Pfunden bewilligten Kredite sind.

In der City ist man überwiegend davon über­zeugt, daß Deutschland keine infla­tionistischen Experimente zulassen wird. Falls überhaupt hier Zweifel geherrscht hatten, so sind sie durch die Bachricht, daß die Pfundzahlungen auf die hiesige 12-Millionen- Tranche der Bounganleihe in Goldsterling er­folgen, völlig zerstreut.

An der Londoner Effektenbörse war nach festerem Beginn die Kursgestaltung im Verlaufe ziemlich unregelmäßig, britische Staats­papiere schlossen trotz der Erholung des Pfundes etwas schwächer. Im Mittelpunkt des Inter­esses standen heimische Eisenbahnen und In­dustriepapiere. Tagesgeld stellte sich auf 4 bis 3,5 Prozent, Erneuerungsgelder auf 4 Prozent und Geld für eine Woche auf 5 bis 4.5 Pro­zent. Das Geschäft in Diskonten war ziemlich lebhaft, drei Monats-Bankwechsel notierten 5.65 bis 5.91 Prozent, drei Monats-Schahwechsel 5' Prozent.

Am Devisenmarkt stellte sich der Dollar auf 3,88.5, der Gulden auf 9,64, die Schweiz auf 19,56, der französische Franken auf 98.68, die Reichsmark auf 16,65. Das Pfund schloß in Amsterdam heute 9,59, in Paris 97,75 und in Zürich 20.

Die Pariser Börse nahm einen feieren Verlauf, und es wurden verschiedentlich größere Kursgewinne erzielt. Die Diskonterhöhung auf 2,5 Prozent blieb ohne Einfluß auf die feste Tendenz. Geld auf Sicht notierte 1 Prozent, doch blieb der Privatdiskont unverändert.

*

Die Brüsseler Börse eröffnete in fester Tendenz, doch konnten sich die Anfangsgewinne

später nicht überall behaupten. Elektro- und Metall» aklien sowie Dankpapiere waren besonders fest.

Die A m st e r d a m e r Börse schloß nach festciH Beginn wieder etwas schwächer, da die Nachrichten über den chinesisch-japanischen Konflikt verstimmten. Die Vounganleihe zog auf 34,25 an. Tagesgeld stellte sich auf 1, Maklergeld auf 3, der Privatdis- fent auf 2Z bis 27 i« Prozent. Am Devisen­markt übte bie Diskonterhöhung in Neuyork und Paris nur einen geringen Einfluß aus, der 2 o I - l a r und Frank lagen sogar eher etwas schwä­cher. Ein Ausschuß, dem die verschiedensten Wirt- jchaftsoerbände angehören, hielt gestern in Anwesen- hcit eines Vertreters des Ministeriums im Haag eine Sitzung ab, in der man sich mit dem Studium des Pfundproblems beschäftigte. Es wurde ein Entschluß gefaßt, die Resolution abzuwarten, die der von dem Präsidenten der Handelskammer ge­forderte Ausschuß, der am 22. d. M. in Paris zu- fnmmentritt, in dieser Frage fassen wird. Man nahm mit Bedauern die Erklärung der Londoner Handels- knmmer zur Kenntnis, daß jede Firma disqualifiziert werden soll, die sich durch die Psundentwerlung ge schädigt sieht und bestehende Verträge nicht einhalt. Der Ausschuß hält die Wiederaufnahme eines Ter­minhandels in Pfunden für notwendig, um ein Ge­schäft mit England zu ermöglichen.

Die Neuyorker Börse eröffnete in unregel- ijpäfjtgcr Haltung, die Diskonterhöhung machte nur einen geringen Eindruck. Am Devisenmarkt ( stellte sich die Reichsmark auf 23,60, also säst un» verändert, das Pfund befestigte sich auf 3,88i. -

Diskonterhöhung der Bank von Frankreich.

Paris, 9. Oft. (WTB.) Die Bank von Frankreich hat ihren Diskontsatz von 2 auf 2.5 Prozent erhöht. Der Satz von 2 Prozent war seit dem 2. Januar 1931 in Geltung.

DerReichsbank-Ausweis vom ^.Oktober

Verminderung der Oevisenabzüge.

Berlin, 9. Oft. Bach dem Ausweis der Reichsbank vom 7. Oktober hat sich in der verflossenen Dankwoche die gesamte Kapi­talanlage der Dank an Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 74,0 Millionen auf 3999,1 Millionen Mark verringert. Im ein­zelnen haben die Bestände an Handelswechseln und Schecks um 142,7 Millionen auf 3688,1 Mil­lionen Mark zugenommen, die Lombardbestände um 132,9 Millionen auf 167,6 Millionen Mark und die Bestände an Reichsschahwechseln um 83,7 Millionen auf 40,4 Millionen Mark abgenommen.

An Reichsbanknoten und Renten­bankscheinen zusammen sind 93,6 Millionen Mark in die Kassen der Reichsbank zurückge­flossen, und zwar hat sich der Hmlauf an Reichs­banknoten um 86,3 Millionen auf 4522,9 Millionen Mark, derjenige an Rentenbankscheinen um 7,3 Millionen auf 414,8 Millionen Mark verringert. Dementsprechend haben sich die Bestände der Reichsbank an Rentenbankscheinen auf 12,7 Mil­lionen Mark erhöht. Die fremden Gelder zeigen mit 500,5 Millionen Mark eine Abnahme um 112,9 Millionen Mark.

Die Bestände an Gold und bet- kungsfähigen Devisen haben sich um 78,7 Millionen Mark auf 1360,8 Millionen Mark verringert. Im einzelnen haben die Gold­bestände um 81,5 Millionen Mark auf 1219,3 Millionen Mark abgenommen, die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 2,8 Millionen Mark auf 141,5 Millionen Mark zugenommen.

Die Deckung der Boten durch Gold und deckungsfähige Devisen beträgt 30.1 v. H.» gegen 31,2 v. H. in der Vorwoche.

Die Devisenbewegung im ersten Reichs­bankausweis nach dem September-Hltimo zeigt, wie wir erfahren, die erwartete Verminde­rung der Devisenabzüge gegenüber dem vorhergehenden Ausweis, obwohl die Sonder­beanspruchungen aus dem Stillhalte-Abkommen (Termin-Devisen, Saison-Kredite), sowie der Drang zur Abdeckung von Psundkrediten sich in die neue Woche hinein fortsehten. Für die Ab­wicklung des laufenden Geschäftes hätte der Deviseneingang reichlich genügt. Die neue Devisenordnung konnte die Situation noch kaum beeinflussen, da die praktische Auswir­kung erst jetzt einseht.

Die Entwicklung der übrigen Konten entspricht den gewohnten Kassehaltungsgewohnheiten in der Bevölkerung, die in der Richtung auf stärkere Bargeldhaltung gehen. Infolgedessen hält sich auch der Botenumlauf ungefähr auf der Höhe des Vorjahres trotz des verringerten Wirtschafts­volumens.

Devisenmarkt Berlin Frankfurt a. 2H.

Banknoten.

9.Of ober

10 Oktober

Amtliche Notierung »eld Srie!

Amtliche Notierung

Meld | Ariel

Heliingfor» .

10,34

10,36

10,34

10.36

Wien. . . .

51,45

51,55

51.95

52.05

Prag . . .

12,477

12,497

12.47

12,49

Budapest . .

73,28

73,42

73.28

73,42

Sofia . . .

3,072

3,078

3.072

3.078

Holland . .

169.83

170.17

170.08

170.42

C$lo . . . .

92.91

93.09

93.16

'93.34

Itouenbogcn.

92,91

93.09

93.16

93.34

Stvckdolm .

96.40

96.60

96.90

97.10

London. . .

16,23

16.27

16.25

16.29

Buenos LtrcS

0.868

0.872

0,873

0.877

Neunort . .

4.209

4.217

4.209

4.217

Brujjcl. . .

58.94

59.06

59.04

59.16

Italien. . .

21.63

21.67

21.68

21,72

Paris . . .

16.68

16,72

16.68

16.72

Schweiz . .

82,52

82,68

82,52

82,68

Spanien . .

38,06

38.14

37.86

37,94

Tanjig. . .

82.07

82.23

82.07

82.23

Japan . . .

2.078

2.082

2.078

2.082

Rio de 3an..

0.229

0.231

0.224

0,226

Iugoflawte».

7,473

7,487

7,473

7,487

Liiiabo» . .

14,79

14.81

13,84

13,86

?trlln, 9 O'obtr

'Jlmentünncfif.'loten Belflildte Meten.........

Dänische Roten Englische 9lcun »ranzüliiche *Roten oolländische 9?oien........

Itaiieniiche Noten Norwegische Noten Deutsch-Oesterreich, t 100 Schilling Siumanische Noten .....

Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten . .

Ungarische Noten........

4.20

58.78

92.71

16.19

16.67

.169.46 21.71 92.71 51.20

2,51 96.21 82.34 37,82

72.75

4.22

59.02

93.09

16.25

16.73

170.14

21.79

93.09

51.40

2.53

96.59

82.66

37.98

73,15

Der Frankfurter Gffektenfreiverkehr.

Frankfurts. M.. 9. Olt. Im Effektenfreiver­kehr war die Lage heute ziemlich unverän­dert gegenüber gestern. Die HnternehmungSlust war wiederum sehr gering, da man nach wie vor

die Regierungsbildung abwarten will, obwohl die Aussichten hierfür etwas optimistischer beurteilt werden. Die Anregungen, die von der Festigkeit des gestrigen Beuyorker Dörsenschlusses hätten ausgehen können, wurden zunichte gemacht durch die beträchtlichen Kursabschläge am Pariser Effektenmarkt. Die Diskont-' crhöhung in Beuyork blieb ohne Einfluß auf die allgemeine Stimmung. - 2m telephonischen Ver­kehr wurden Aktien mit unveränderten Kursen ge­nannt, auch am Pfandbriefmarkt war weder in bezug auf das Kursniveau, noch hinsichtlich des Geschäftsumfanges eine Abweichung festzustellen.

Berliner Börse.

Berlin, 10. Oft. (WTB. Funkspruch) Nachdem in den gestrigen Nachmittagsstunden auf die Pläne einer Verständigung in der Elektro- i n d u st r i e ziemlich feste Kurse zu Horen waren, herrschte im heutigen Frühoerkehr noch st a r k e Zurückhaltung, wobei zu berücksichtigen ist, daß sich das Geschäft an Samstagen immer erst später zu entwickeln pflegt. Man verwies auf das wieder schwächere Neuyork und wollte wohl auch erst die weitere Entwicklung des zweiten Kabinetts Brünina abwarten. Arn Devisenmarkt taxierte man Pfund gegen Kabel mit 3,87, gegen Spanien 42,90.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Kochbutter von 110 an; Butter 120 biS 140; Matte 30 bi« 35; Käse (10 Stück) 60 bi« 140; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 6 bis 7; Rotkraut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20 bis 25; Römischkobl 8 bi« 10; Dohnen 15 bis 25; Hnter-Kohlrabi 5 bis 6; Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 8 bis 10; Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 8 bis 10; Meerrettich 35 bis 70; Kürbis 5 bis 6; Pilze 20 bis 25; Kar­toffeln 3,5 bis 4; Frühäpfel 8 bis 10; Falläpfel 3 bis 4; Aepfel 8 bis 10; Birnen 8 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Preihelbeeren 30 bis 35; Brombeeren 30 bis 35; ZWetschen 8 bis 10; Pfirsiche 40 bis 60; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 100; Suppenhühner 80 bis 100; Gänse 90 bis 100; Büsse 25 bis 30; das Stück: Tauben 50 bis 60; Eier 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 15; Salatgurken 15 bis 25; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bi« 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bi« 40, da« Dund: Radieschen 10 bis 15 Pfennig; der 3entf ner: Kartoffeln 2,80 bis 3; Aepfel 4 biS 6; Weißkraut 3 bis 3,50; Wirsing 5; Rotkraut 6 Bll.

Spiclplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Dom Sonntag, dem 11. bi« einschließlich Sonntag, dem 18. Oktober, von 20 bis 23 Hhr täglich.2m weißen Röhl", Freitag, 16. Oktober: geschlossen.

Schauspielhaus. Sonntag, 11. Oktober, von 20 bis nach 23 Hhr:Der Hauptmann von Köpenick". Montag, 12.. von 20 bis 23 Hhr: Der Kaufmann von Venedig". Dienstag, 13., von 20 bis 23 Hhr:Der Kaufmann von Venedig". Mittwoch. 14., von 20 bis 22 HhrVögel, die am Morgen fingen... Donnerstag. 15.. von 20 bis nach 22.15 Hhr:Pygmalion". Freitag. 16., von 20 bis nach 22 Hhr.Bobby weint. Bobby lacht". Samstag, 17.. von 20 bis nach 22 Hhr: Bobby weint, Bobby lacht". Sonntag, 18.. von 20 bis 23 Hhr.Der Kaufmann von Venedig".

Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Uhr am Schlachthofturm.

Warum steht die Uhr am Schlachthofturm bereits seit sieben Wochen? Es ist doch eine öffent­liche Uhr, die der Allgemeinheit dienen soll, fbnft würde sie wohl seinerzeit nicht angebracht worden sein. Die Anwohner über der Lahnbrücke sowie viele andere Personen wären der Stabtncrroaltung zu Dank verpflichtet, wenn dem jetzigen Uebelstand bald abgeholfen würde. Einer für viele.

Welche Hausfrau wäscht am besten? Gan; entschieden die Hausfrau, die reine Seife verwendet, patt durch Waschmittel mit scharfen Zusätzen ihre wertvolle Wäsche vorzeitig zu vernichten. Doppelt gut wäscht die Hausfrau, die Naumanns weihe Kernseife verwendet. Mit dieser vollkommen reinen, mllden und doch» schäumenden Seife schont sie ihie Wäsche und erleichtert sich Wascharbeit und Hausputz.