Ausgabe 
9.10.1931
 
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1.

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An alle FORD-BESITZER!

Wie weit kommen Sie mit 1 Liter Brennstoff?

Krahn & Comp., Gießen, Marburger Straße 7, Tel. 3039, autorisierter Fordhändler

g5, h2.

Schwarz

Weih.

Weih zieht und seht in drei Zügen matt.

Weih 8 Steine: Kg3; Da6; Lh5; Sc4; Bb3, c3,

Lösung des Problems Ar. 300. Don R. Steinweg, Berlin.

Dh8 e8! usw.

Aus der Schachwelt.

Kunst und Wissenschaft.

Der liierari'chc Nobelpreis fällt an einen Toten.

Die schwedische Akademie hat am Donnerstag den literarischen Nobelpreis an den verstorbenen schwedischen Dichter Erik Axel Karlfeldt verliehen. Die Bekanntgabe er­folgte einen Monat früher als üblich.

Zum erstenmal in der Geschichte des Nobel­preises wurde ein Dichter ausgezeichnet, der nicht mehr am Leben »st. Die Satzungen des Nobelpreises lassen jedoch ausdrücklich die Mög­lichkeit zu. das) der Preis an eine Persönlichkeit verliehen wird, die in dem betreffenden 3cchre vorgeschlagen war, inzwischen jedoch gestorben ist. Dies war mit Karlfeldt der Fall, der im Frühjahr vorgeschlagen wurde.

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

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Ärxt^-Gutachten!

Jede Bohne Qualität jeder Tropfen Genuß jede Tasse Gesundheit das ist Kaffee Hag!

In jedem Paket ein Gutschein. Im Weihnachtsmonat auf 40Gi't"hcine 1 imlt. Altsilberdose mltKaffee Hag gratis

Vom 9.-11.10.31. findet der hiesige Brennstoffverbrauchs-Wettbewerb, offen für alle Ford-Besitzer, statt. Wertvolle Preisei Die 6 Gesamtsieger aus ganz Deutschland sind 3 Tage lang Gäste der Fordwerke in Köln (bei freier Hin- und Rückfahrt). Meldungen werden noch entgegen­genommen. Näheres bei:

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Weiß: Schiffers.

Die vorstehende sehr interessante Stellung hatte sich aus einer Turnierpartie zwischen Weih: Schiffers und Schwarz: Tschigorin ergeben. Weih hatte zuletzt De3a7 gezogen, auf welche feine Weise entschied nun Tschigorin die Partie?

Weih 10 Steine: Kgl; Tal, kl; Lei; Sg3; Ba2, b2, c2, f2-

Schwarz 11 Steine: Kc8; Td8, h8; Lc6, e5; Se7; Bb7, c7, f6, g6, g7.

5 Steine: Kf5; Le6; Bb5, c5, h6.

Endspiel Nr. 92.

Lehrreiche Partiestellung.

Schwarz: Tschigorin.

Oie Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Nedaktionstisch.

Tropenlalein.

Der berühmte Gast leerte den vierzehnten Whisky und erzählte:

Mitten im ursten Urwald hatten wir unser Zelt aufgeschlagen und ein Feuer angezündet. Sieben unerschrockene Kerle waren wir. Die Stimmen des nächtlichen Urwalds drangen zu uns herein, das Fauchen der Tiger, das Rasseln der Krokodile, das Schleichen der Kobras. Uns konnte das natürlich nicht stören. Wir setzten uns im Kreise und pokerten. Was soll ich Ihnen sagen auf einmal teilt sich der Zeltoorhang, eine riesige Tigertatze langt her­ein, greift sich den jungen Lord Bummersham und verschwindet mit ihm!"

Entsetzlich! Sie machten sich dann an die Ver­folgung!?"

Unsinn, 5)ätte keinen Zweck gehabt. Mann war verloren. Wir nahmen die Zweien aus der Karte und pokerten weiter. Es dauerte keine fünf Mi­nuten ich hatte gerade drei Asse zu zwei Königen gekauft, langt die Tigerkatze wieder herein. Dies­mal war ein gewisser Mister Singer aus Hong­kong an der Reihe. Weg. Erledigt."

Grauenvoll!"

3a. Schön. Die Dreier raus. Weiter gepokert. Rach fünf Minuten holt sich die Tigerkatze Föhns. Dann Lord Appelgreen. Dann Peterson ..."

Mein Gott! Was taten Sie?"

3m Morgengrauen fand mich ein 3Sgertrupp.

3ch legte Patience." (Luft. Bl.)

Brianb in der Anekdote.

Briand und Caillaux waren längst heftig miteinander verfeindet, als beide im 3ahre 1925 im Kabinett Painlev 6 Minister wurden.

Also söhnen Sie sich miteinander aus, meine Herren", meinte Painlevs,es ist im 3nteresse des Staates. Vergessen Sie 3hre Differenzen und drücken Sie sich die Hand!"

Caillaux und Briand drückten sich wirklich die Hand, und Caillaux sagte emphatisch: ,,3d) wünsche 3hnen alles, was Ste mir wünschen, Briand!"

Mein Gott, nun fangen Sie schon wie­der an!" erwiderte Briand pikiert.

Gepäck.

,^)abcn Sie denn gar kein Gepäck, Herr Peter­sen?"

Rein, das ist mir abhanden gekommen!"

Abhanden gekommen?"

3a, der Korken ist aufgegangen, und da ist es ausgelaufen!" (Luft. Bl.)

Dem Schachweltmeister Dr. Aljechin wurde vor kurzem in Kopenhagen eine besondere Ehrung zuteil. 3n einer Audienz bei König Christian X. erhielt er vom König von Dänemark das Ritter­kreuz des Isländischen Falken, eine sehr seltene Auszeichnung, die nur bei ganz besonderen An­lässen verliehen wird. Später führte der König mit dem Weltmeister eine längere Unterredung über das Schachspiel, dessen begeisterter Anhän­ger auch der König ist. 3m Schachwettkampf zwischen dem Exweltmeister Capablanca und dem holländischen Vorkämpfer Dr. Euwe siegte Capa­blanca + 4, 2, 4. Der Schachmeister W. Orbach spielte kürzlich im Sobernheimer Schach­klub 17 Partien simultan: +15,1, =1.

darauf hinwies, daß die gestrige Diskont­erhöhung der Reuyorker Federal Reserve Bank auf 2,5 v. H. erst nachbörslich bekanntgeworden ist. Die Spekulation verhielt sich vorläufig abwartend, Umsätze fanden noch nicht statt, und Kurse wurden nicht genannt. Am Devisenmarkt taxierte man Pfund gegen Kabel aid 3,83 bis 3,86, gegen Mai­land auf 74,50, gegen Spanien auf 42,65 bis 42,75", gegen Paris auf 97,5 bis 98, gegen Amsterdam auf 9,5, gegen Schweiz auf 19,65.

heit auch dieses Quantum bedeutend verkürzen läßt. Trotzdem ist es fraglich, ob nicht die­jenigen, ßie jahrzehntelang nur sechs Stunden oder noch weniger schlafen, ohne am nächsten Morgen Ermüdungserscheinungen zu verspüren, nicht doch früher altern, da ja ihre sämtlichen Körperorgane bedeutend mehr abgenutzt werden als diejenigen der Langschläfer.

Es ist nämlich durch wissenschaftliche Versuche nachgewiesen worden, daß schon eine einzige durchwachte Nacht eine ganz bedeutende Herab­setzung der Elastizität unseres Körpergewebes hervorruft und damit gleichzeitig eine Leistungs­verminderung der Muskulatur. Man kann also nicht annehmen, daß jemand jahrzehntelang diesen Zustand ohne jede nachhaltige Schädigung aus- hält.

Wir sollen unserem Körper die sicherlich not­wendige Ruhe nicht auf die Dauer entziehen, sondern auch Muskulatur und Nerven die durch den Schlaf gewährleistete Stoffwechselerneuerung gönnen. Andererseits ist es jedoch ausgeschlossen, allgemein gültige Regeln darüber aufzustellen, wieviel Schlafstunden ein jeder braucht, da hierzu der einzelne Organismus zu verschieden ist. Der Durchschnitt liegt aber sicherlich bei einer acht­stündigen Schlafdauer l

Bornotizen.

Tageskalender für Freitag. Stadt­theater:Voruntersuchung", 20 bis 22.30 Uhr. Oberhessischer Kunstverein: 3ubiläums-Ausstellung Ernst Eimer, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr. Gießener Eisverein: Mitgliederversammlung, 20 Uhr, Stadtcass. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Walzerparadies". Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: Hände hoch!" undDie Goldgräber".

Don der Ehr ist engemeinschaft, Bewegung für religiöse Erneuerung, wird uns mitgeteilt: Hilmar von Hinüber (Barmen) spricht am Samstag, 10. Oktober, 20.15 Ahr. im Saale des Caf6 Ebel, Durggraben 9, über das Thema:Schicksal und Verbrechen". Der Redner . lebt .seit etwa fünfzehn 3ahren in intensiver Fühlungnahme mit dem Schicksal des Proletariats und steht in Verbindung mit einer großen Anzahl von Strafgefangenen und entlassenen Gefangenen. Er wird aus reicher Erfahrung sprechen über die Probleme des menschlichen Schicksals, seine Er­kenntnis und seine Meisterung, über die Ent­würdigung des Menschen durch die gegenwärtigen Methoden auf dem Gebiete der Fürsorge und des Strafvollzugs-, über die neuen Wege, die er selbst mit einer Anzahl von Freunden und den ent­lassenen Gefangenen beschritten hat. Nach dem Vortrag findet freie Aussprache statt. (Siehe heutige Anzeige.)'

Vortragsabend über naturge­mäße Ernährung. Am nächsten Montag, 20.15 Ahr, findet im Hotel Schütz ein'öffentlicher Vortrag über das ThemaGesundheitfördernde Köcperbeeinslussung und Leistungssteigerungen durch naturgemäße Ernährung" statt. Richard Büch ter (Frankfurt a. M.), der Redner des Abends, wird auch Fragen aus dem Publikum beantworten. 3m Anschluß an den Vortrag findet ein zweitägiger Lehrgang in neuzeitlicher Küchen­führung statt. Näheres in der heutigen Anzeige.

Der TanzclubRot-Weiß" Gie­ßen, Mitglied des Reichsverbandes zur Pflege des Gesellschaftstanzes veranstaltet morgen, Samstag, im Saale des Gesellschaftsvereins ein Tanzturnier, verbunden mit der Austragung der Klubmeisterschaft 1931. Dem Publikum ist dabei Gelegenheit gegeben, den guten Gesellschaftstanz kennenzulernen. 3n den Turnierpausen und nach dem Turnier findet Ball statt. Das Tanzpaar Ewald Däulke und Frau wird einige inter­essante Tänze vorführen. Es wird ferner eine Gästeklasse eingerichtet, an der alle (Interessenten, die keinem Tanzklub angehören, teilnehmen kön­nen: die drei besten Gäste-Paare werden mit Preisen bedacht. (Siehe heutige Anzeige.)

Karlfeldt, geboren am 20. 3uli 1864 in Folkärna, galt neben Werner von Heidenstam als der bedeutendste schwedische Lyriker seiner Zeit; seit 1904 war er Mitglied der schwedischen Akademie, wo er das Amt des ständigen Sekretärs beklei­dete. Karlfeldt gehörte zu den Dichtern, die den Naturalismus verinnerlichten und die Eigen­werte ihrer Heimat entdeckten. 3n seinenWild­nis- und Liebesliedern" (1895),Fridolins Poesie" (1902), inFlora und Pomona" (1906) und Flora und Bellona" (1918) lebt in Stimmung, Stoff und Wortwahl Karlfeldts schwedische Hei­mat mit ihrer uralten Bauernkultur.

(Schluß des redaktionellen Teils.)

Alle für die Redaktion bestimmten Mit­teilungen, Losungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers".

Problem Nr. .303.

Don H. Eichstädt, Kreuzburg.

Schwarz.

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mügenben Schlafes kam toofll auf acht Stunden

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** Abgabe der Vermögenssteuer-Er­klärung. 3n einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil veröffentlichen die Finanzämter Gießen, Butzbach, Grünberg und Hungen eine Aufforderung zur Abgabe der Vermögenssteuer-Erklärung für das Jahr 1931. 3nteressenten seien besonders darauf hin- gewiesen.

** Billige Aepfel für Hilfsbedürf­tige. Wie das Städtische Wohlfahrtsamt uns mit­teilt, gehen die Bestellungen auf Aepfel für Er­werbslose und sonstige Hilfsbedürftige, die das Obst zu außerordentlich billigem Preise erhalten können, sehr zahlreich ein. Um einen genauen Ueberblick über den Umfang der Belieferung zu bekommen, ist es erforderlich, daß die 3nteressenten für diesen ver­billigten Aepfelbezug (nur Erwerbslose und sonstige H i l f s b e d ü r f t i g e)^sich bis morgen, Samstag, mittags 12 Uhr, beim Städtischen Wohl­fahrtsamt, Zimmer 9, melden. Dort ist auch eine Probe der Aepfel zur Ansicht ausgelegt. Die Ein- Haltung dieser Meldefrist ist den Reflektanten drin- gend anzuraten, da die zur Verfügung stehende Aepfelmenge bis jetzt noch auf ein gewisses Maß beschränkt ist.

** 3 u b i l ä e n b e i d e r R e i ch s b a h n. Zu den gestern mitgeteilten Reichsbahn-Dienstjubiläen ist be­richtigend zu vermerken, daß nicht der Lokomotiv­führer FriedrichKlotz, sondern der Lokomotiv- sichrer Heinrich Klotz wohnhaft in der Liebig- straße 107, das 3ubiläum seiner 25jährigen Tätigkeit bei der Reichsbahn feiern konnte. ____________

RDV. Mit der Bahnsteigkarte Im Zuge. Die Bahnsteigkarten berechtigen im allge­meinen nur zum Betreten der abgesperrten Bahn­steige. Es wird jedoch den Besitzern solcher Karten auch gestattet, einen zur Abfahrt bereitstehenden Zug vorübergehend zu betreten, wenn es sich darum handelt, den Reisenden das Handgepäck in die Wagen zu schaffen, oder hilfsbedürftige Reisende, sowie Frauen und Kinder im Zuge unterzubringen. Selbstverständlich muh der 3n- haber der Bahnsteigkarte darauf achten, daß er nicht zu lange im Zuge verweilt; denn sonst kann er eine unangenehme Aeberraschung erleben, wenn der Zug sich plötzlich in Bewegung seht und er nunmehr als unfreiwilliger Reisender die Fahrt bis zur nächsten Haltestation mitmachen muß. Der Fahrgast muß dann als Reisender ohne Fahrkarte angesehen werden; er hat also den doppelten Fahrpreis zuzüglich etwaiger Eilzug- bzw. Schnell­zugzuschläge zu entrichten.

** Reichs-Cdeka-Woche. Man schreibt uns: Die Kaufmannschaft des Kolonialwaren- und Feinkost-Einzelhandels rüstet sich, in diesem 3ahre ihre durch den gemeinsamen Großeinkauf bedingte Leistungsfähigkeit eindrucksvoll unter Beweis zu stellen. Die Schaufensterauslagen der Edeka-Geschäfte werden Wohl den kritischen Blicken der Hausfrauen standhalten, da sie den Willen der Geschäftsinhaber offenbaren, den Anforde­rungen der schweren Zeit Rechnung zu tragen und den Hausfrauen die täglichen Sorgen zu er­leichtern. Es ist das Prinzip der Cdeka-Kauf- leute, dem Kunden den Einkauf und was damit verbunden ist, in jeder Weise zu erleichtern.

** Werbeabend des Elektrizitäts­werkes. Das Städtische Elektrizitätswerk veran­staltete gestern abend in Verbindung mit der Elektro­gemeinschaft Gießen einen sehr stark besuchten Werbeabend im Cafä Leib, bei dem die Verwen­dungsmöglichkeiten der Elektrizität im Haushalt in den verschiedensten Formen vor Augen geführt wurden. Der Redner des Abends, Direktor Moh­ling von der Werbegemeinschaft für Elektrizitäts­verwertung-Berlin, hielt einen Vortrag, in dem er viele Möglichkeiten der Erleichterung der Haus- frauenarbeit im Haushalt durch Elektrizität erörterte. Er begründete die Verwendung der Elektrizität im Haushalt in wirtschaftlicher Hinsicht, wies auf die praktischen Vorteile bei der Verwendung moderner Hilfsmittel hin und betonte, daß elektrische Geräte kein Luxusartikel, sondern Gebrauchsgegenstände erster Ordnung seien. Der Redner führte im Rahmen seines Vortrages eine Anzahl von Geräten (Koch­herde, Staubsauger, Bügeleisen, Heizsonne, Heizöfen, Heizkissen, Massageapparate, Höhensonne, den Koch­apparatElektro-Oekonom" usw.) vor. Er wies außerdem auf die verschiedenen Möglichkeiten zur Anschaffung der Geräte hin, die auf dem Weae der Mietzahlung allmählich in den Besitz der Mieter übergehen könnten. Während des Vortrages wurden verschiedene Gerichte bereitet, die als Kostproben zur Verteilung gelangen. Die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer folgten dem Vortrag mit großer Auf­merksamkeit. Während einer Pause war Gelegenheit gegeben, die ausgestellten Geräte eingehend zu be­sichtigen. Zum Schluß gelangte ein Theaterstück durch Mitglieder der Werbegemeinschaft zur Auffüh- rung, das in scherzhafter Form die Anwendung elek­trischer Geräte veranschaulichte. Das Publikum dankte mit lebhaftem Beifall. Der Werbeabend, mit dem eine Verlosung verbunden ist, soll heute abend seine Wiederholung finden.

" Der Himmel als Reklamefläche. Die Persilwerle Henkel & Cie., Düsseldorf, schickten für gestern abend einen Scheinwerfer­zug nach Gießen, mit dessen Hilfe der abendliche Himmel durch Ausstrahlung als Reklamefläche ausgenüht wurde. 3n riesigen Buchstaben er­schien die Reklame der Persilwerke über der Stadt und lenkte für einige Zeit die Aufmerksam­keit des Publikums auf sich. Deutlich waren die Buchstaben1M1 undATA zu lesen. Rach einiger Zeit lösten sich jedoch die Wolken, die die Voraussetzung für oas Gelingen dieser Licht­reklame sind, auf und das WortPersil erschien nur noch fragmentarisch am Nachthimmel; der Lichtstrahl des Scheinwerfers verlor sich im An­endlichen. 3mmerhin war das Geschehene ein­drucksvoll genug. Es ist interessant, einiges über die technische Seite dieses neuen Reklamever­fahrens zu erfahren. Ein riesiger Scheinwerfer, der in seinen Ausmaßen weit über das hinaus­geht, was man bisher an Scheinwerfern ge­sehen hat, wirft sein intensives Licht auf eine große, schräg gestellte Fläche, die aus lauter etwa einen Dezimeter großen quadratischen Spiegeln zusammengesetzt ist, die aber im ein­zelnen so gestellt sind, daß sich eine Anzahl Scheiben in ihrer Spiegelrichtung in einem Punkt vereinigen und so das Dildelement für die Buch­staben geben. Die ganze Scheinwerfer-Apparatur ist nach allen Seiten beweglich und drehbar mon­tiert. Ein kräftiger Benzinmotor erzeugt die Kraft, die durch einen Dynamo in elektrische Energie umgeseht wird und den Strombedar des Scheinwerfers deckt. Das ganze ist au einen Lastkraftwagenzug montiert, und kann von Stadt zu Stadt gebracht werden. Der Schein­werfer war im Hofe der Speditionsfirma Helmolt & Plank, 3m Gartfeld, aufgeftellt.

Berliner Börse.

Berlin, 9.Okt. (WTB. Funkspruch.) Der feste Verlauf der gestrigen Neuyorker Börse blieb hier im heutigen Frühverkehr ziemlich eindruckslos, da man

M Wir ,r ^ankrcich un.

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