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von 44 214 Mark im Vorjahre auf 17 990 Mark für 1931 gesenkt werden.
Das Städtische G a s w e r k das im Vorjahre 240 000 Mark als Betriebsüberschuß an die Stadtkasse obzuführen hatte soll im Jahre 1931 einen Betriebs- Überschuß von 222 370 Mark abliefern, wozu ferner noch 30 000 Mark als Finanzzuschlag zu den Gas- preisen hinzukommen, so daß die Stadtkasse vom Gaswerk insgesamt 252 370 Mark, gegen 240 000 Mark im Vorjahre beziehen soll. Auch bei diesem Werk treten für Gehälter und Löhne ansehnliche Abschläge in Erscheinung, daneben sind die Kosten für Kapitalzinsen und Schuldentilgung von 14 855 Mark auf 3090 Mark gesenkt worden; diese Minderung ist ebenfalls darauf zurückzuführen, daß jetzt nur für 1931 die Zinsentilgungsbeträge erscheinen, während sie im vorigen Jahre für fünf Jahre zusammen enthalten waren. Der Erneuerungsstock ist von 30 800- Mark im Vorjahre auf 58 103 Mark angewachsen, wobei allerdings beachtet werden muß, daß darin ein Betrag von 31 500 Mark, gegen 30 800 Mark im Vorjahre, als Zinsen vom Erneuerungsstock mit enthalten ist. Für Steuern, Kanalgebühren und Versicherungsbeiträge sind für 1931 insgesamt 25 200 Mark, gegen 40 000 Mark im Vorjahre, vor. gesehen.
Vom Städtischen Wasserwerk wird für 1931 ein Betriebsüberschuß in Höhe von 240 500 Mark, gegen 157 706 Mark im Vorjahre, erwartet. Diese erhebliche Steigerung des Betrages zugunsten der Stadtkasse ist vor allem auf die Erhöhung des Wossergeldes zurückzuführen, durch die bei gleicher Liefermenge an Private, wie im Vorjahre, eine Einnahme vdn 404 650 Mark, gegen 345 500 Mark im Vorjahre erwartet wird. Neben der Kostensenkung an Gehältern, Löhnen und Materialien tritt auch bei diesem Haushaltsplan, aus den gleichen Gründen wie bei den anderen Voranschlägen, eine ansehnliche Minderung des Dienstes für Kapitalzinsen und Schuldentilgung in Erscheinung^ nämlich von 47 968 Mark im Vorjahre auf 9921 Mark im neuen Wirtschaftsjahre. Der Erneuerungsstock ist einschließlich der Zinsen mit 62 463 Mark, gegen 42 193 Mark im Vorjahre, verzeichnet.
Vom Etat des S ch l a ch t h o f s sind neben den Einsparungen an Gehältern und Löhnen vor allem 3000 Mark Abstrich beim Wasserbedarf, nämlich von 9000 Mark im Vorjahr auf 6000 Mark im neuen Jahre, und 2500 Mark Ersparnis bei der baulichen Unterhaltung der Anlage (7500 Mark im Vorjahre, 5000 Mark für das neue Jahr) zu erwähnen. An den Erneuerungsstock sollen 18 065 Mark, gegen 19 350 Mark im Vorjahre, abgeführt werden. Bei der Fleischbeschau sind die Kosten für Vertretung in der amtlichen Fleischbeschau von 1500 Mark im Vorjahre auf 500 Mark gesenkt worden, bei den Kosten der bakteriologischen Untersuchung von beanstandeten Tieren ist eine Ersparnis von 200 Mark, nämlich von 1200 auf 1000 Mark, vorgesehen.
Bei den Märkten hat man die Kosten für Unterhaltung und Reinigung der Vieh- und Pferdemarktplätze usw. von 7500 Mark im Vorjahr auf 7000 Mark ermäßigt und den Zuschuß zur Unter- stützung der Pferdemärkte von 1500 Mark im Vorjahre auf 1350 Mark gekürzt. Auf der Einnahmeseite ist das veranschlagte Standgeld im Gesamtbetrag von 18 000 Mark im Vorjahre auf 22 000 Mark erhöht worden.
Im Titel „W a a g a n st a l t e n" stand die Umsatzsteuer, Gewerbesteuer und Köroerschaftssteuer im Vorjahre mit 4500 Mark veranschlagt, für das neue Jahr sind 4000 Mark vorgesehen; die Rückvergütun
gen an Großverwieger waren im vorigen Jahre mit 2500 Mark veranschlagt, für das neue Jahr sind nur 2100 Mark in Ausgabe gestellt; für die Unterhaltung der Waage auf dem Seltersberg sind die Kosten von 1100 Mark im Vorjahr auf 150 Mark im neuen Jahre gesenkt worden.
Im Haushalt der Friedhöfe ist besonders zu vermerken, daß an Kosten für die bauliche Unter- Haltung der Gebäude auf dem Alten Friedhof statt 1500 Mark im Vorjahre jetzt nur 1250 Mark, für die Gebäudeunterhaltung auf dem Neuen Friedhof statt 2500 Mark nur 2000 Mark vorgesehen sind. Die Unterhaltung der Wege, Anlagen und Baum- pflanzungen auf dem Alten Friedhof, die im vorigen Jahre mit 6000 Mark veranschlagt war, steht im neuen Haushalt mit 5750 Mark vermerkt. Die Kosten für die gleichen Zwecke auf dem Neuen Friedhof hat man von 14 500 Mark im Vorjahr auf 10 500 Mark herabgesetzt. Für die Herstellung von Einfassungsgräbern waren im vorigen Jahre 2000 Mark in Ansatz gebracht, in diesem Jahre nur 500 Mark. Tine Ausgabe von 8000 Mark, die im vorigen Jahre für die Anlage weiterer Gräberfelder in Rechnung gestellt war, fällt im neuen Jahre völlig fort. Der Zuschuß zu den Friedhofskosten, der im vorigen Jahre 27 087 Mark ausmachte, beläuft sich im neuen Jahre nur noch auf 11 464 Mark.
Bei den Feuerlöschan st a l t e n war es möglich, den Zuschuß von 34 933 Mark im Vorjahre auf 27 726 Mark im neuen Haushaltsjahre zu ermäßigen. Dieses Ziel wurde erreicht durch Abstriche an den Besoldungen, durch Ermäßigung der Ausgaben für Heizung und Beleuchtung im Turmhaus und auf der Brandwache von 2800 Mark im Vorjahre auf 2500 Mark einerseits, ferner durch Erhöhung des Zuschusses aus der Brandversicherungskasse von 5000 Mark im Vorjahre auf 10 000 Mark für 1931.
Kirche und Schule.
Gupenntendentur-Konferenz der evang. Geistlichen Oberhessens. 3m Johannessaal zu Gießen trat am Mittwoch die Superintendentur-Konferenz unter dem Vorsitz von Oberkirchenrat D. Wagner zusammen.
Dekan Dr. II n v e r z a.g t, Alsfeld, eröffnete mit Schriftlesung und Gebet. 3n üblicher Weise wurde zunächst das Andenken der aus dem Leben geschiedenen Amtsbrüder geehrt.
Die Ausführungen des Superintendenten galten der gegenwärtigen Lage unseres Volkes und unserer Kirche, den Verhandlungen des Landeskirchentags, besonders dem neuen Gesetz über die kirchlichen Ordnungen. 3n den Vorstand der Pfarrtöchterkasse wurde an Stelle des verstorbenen Landeskirchenrats VernE>ed Dekan® ufern a n n, Kirchberg, gewählt, zu dessen Stellvertreter Dekan Engel, Obbornhofen.
Dem Vortrag von Pfarrer Weifegerber, Vingenheim: „Die Kirche der Gegenwart im Abwehrkampf" lagen u. a. folgende Gedanken zugrunde: das Thema stellt vor die ernste, entscheidungsvolle Frage, wie „die Kirche der Gegenwart" sich der ihr Dasein bedrohenden, feindlichen Mächte erwehren kann und soll. Jeder Versuch, zu einer irgendwie fruchtbringenden Beantwortung dieser Frage zu gelangen, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt, wenn er nicht ausgeht von einer klaren Besinnung auf
Wesen, Zweck und Ziel der Kirche. Cs ist fest- zusteUen, dafe der Glaube an die Kirche als der aus dem Evangelium und aus dem Geiste Christi fliehenden Lebensgemeinschaft in dem religiösen Bewufetsein der übergroßen Mehrheit der Kirchenglieder unlebendig ist. Das kirchliche Handeln hat sich sehr viel mehr, als es bisher zu geschehen pflegt, darum zu bemühen, dafe dieser Glaube als ein unentbehrlicher Bestandteil des christlichen Glaubens überhaupt erkannt wird. Alles Kämpfen der Kirche mufe als ein Dienen erfafet werden, in dem doppelten Sinn: die wahren Werte der Vergangenheit zu hüten und das aufbrechende Aeue im christlichen Sinne zu pfle
gen. Die Kirche entfaltet zur Zeit eine umfangreiche Tätigkeit zur Abwehr der gegnerischen Mächte. 3n Wort und Schrift, in Vorträgen, Vereinen, Versammlungen, Tagungen; in der Presse, in Flugblättern, Schriften und Büchern wird die Kirche gegen die Angriffe verteidigt, die Haltlosigkeit dieser Angriffe aufgewiesen und das wahre Wesen der Angreifenden ins richtige Licht gestellt. Die beste und im Grunde allein ertolgverheifeende Abwehr ist der Aufbau einer lebendigen Kirche. Dabei ist von der Gemeinde auszugehen.
Der mit lebhaftem BeifaN aufgenommene Vortrag löste eine rege Aussprache aus.
Oer Sternhimmel im Mai.
Die große Wandlung vorn Winter- zum Sommersternhimmel hat sich bereits im April vollzogen. Die spärlichen Veste der Wintersternbilder wie das Sternbild der Zwillinge oder auch der kleine Hund Prokyon, die sich noch im Westen finden, können den im allgemeinen sommerlichen Eindruck des Sternhimmels nicht ändern. Auch die Dauer der Sichtbarkeit der großen äußeren Wandelsterne, die dort im Westen
nats noch etwa zweieinhalb Stunden lang sichtbar bleibt. Er erstrahlt freilich nicht Heller als ein Stern erster Größe, doch unterscheidet ihn das Fehlen des Glitzerns und Funkelns von den Fixsternen. Was die übrigen Wandelsterne anlangt, so ist die Venus als Morgenstern sichtbar, freilich nur ein paar Minuten vor Sonnenaufgang. Der sonnenfernste der mit bloßem Auge sichtbaren Wandelsterne, der Saturn, verschiebt
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Der die 24 Stundenzahlen von Mitter•« nacht bis Mitternacht eines Tages ent• haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest» stehend zu denken. Der Sternhimmel dreh» sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zeiger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt, Der eingezeichnete Horizont umrahm» die zu der Stunde, auf die der gerate Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht» baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo» natsmitte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be» obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne ir* den nicht mitzudrehenden Horizont hin» eingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo» natsmitte ist der getade Pfeil V$ Stundo früher, für je 5 Tage nach der Monats» mitte '/» Stunde später zu stellen. Man vergleiche die nächste Monatskarte. Der Mond nimmt die gezeichneten Stellun» gen ein, wenn er die angedeutete Lichtgestalt teigt.
stehen, nämlich des Jupiter und des Mars, nimmt schnell ab. Jupiter — im Sternbild der Zwillinge stehend und gegen Anfang des Monats noch etwa vier Stunden sichtbar — kann gegen Ende nur noch etwa anderthalb Stunde gesehen werden. Er ist alsdann kaum noch heUer als der Sirius, und nur weil dieser nicht sichtbar ist. der noch immer hellste Stern des Abend- Himmels. Etwas erfolgreicher in seiner schnellen Flucht vor der Sonne ist der links vom Jupiter stehende rötliche Mars, der sich dem Sternbild des Löwen nähert und auch am Ende des Mo-
sich langsam vom Morgen- auf den Abendhimmel. Er geht Ende des Monats schon vor Mitternacht auf und wird sichtbar, ehe der Mars verschwunden ist, so daß wir nie ohne Wandelsterne sind. Vom Mond sei erwähnt, daß wir in diesem Monat zweimal Vollmond haben, nämlich am 2. und am 31. Der Vollmond am 31. ist ganz besonders kurz sichtbar, er steht nur sehr wenig mehr als sechs Stunden über dem Horizont, da er nach Sonnenuntergang aus- und vor Sonnenaufgang untergeht.
EINHEITS PACKUNG 50s GROSSPACKUNG MK1-50


