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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 9. Mai 1931.
Muttersonntag.
Don Reinhold Braun.
' ” Du sagst „Mutter" — und du hast dich „heimgerufen". Albert Talhof.
Muttersonntag ... Du friede-, freudeseliger Klang, Hochklang aus deutscher Herzenswelt!
Glocken klingen über dem maienlichten Lande, und dies künden sie: Dank, der Treue und den Liebe ewig wunderbaren Sinn, Erinnerung und alles Licht des Heimatwesens. Wohl mischt auch Wehmut sich darein ...
Doch auch das schattende Gefühl will nur Hohes, Deines, Schönes schenken. —
Glocken klingen ... Auch Mahnung find sie. Ruf und Heimkehrton ...
Was den Ramen Weib trägt, soll ihn vor allem andern hören! Eine ganze Predigt spricht daraus. 3a, wer Ohren hat zu hören, höre, und höre unter vielem dieses auch:
Das Höchste eines Volkes bleibt der Mutterwille; denn er blüht auf aus der tiefsten Tiefe der Seele eines Volles. Llrsprung ist er, und des LIrsprungs Adligkeit ist Sichtbarkeit der wghren Lebenskraft des Ganzen und daknit der Gotteskraft, die ihm waltet. Er ist der gnadenreichste der Impulse der Ration. Er ist das wahre Leben, das immer wieder den Tod überwindet und au$ Winterwelkheit der Frühling reich und groß heraufführt.
Wenn in einem Volke der Mutterwille müde wird, rinnt Schlaffheit in das Ganze ein; wo er nicht mehr Symbol des Opfertums ist, wird das Ganze zum Opfer mehr und mehr unfähig werden. Die Höhe einer Kultur hängt ab von der Tiefe und dem schöpferischen Wesen der Mutterseele. Ohne diese keine weitere Mannheit eines Volkes. Aller Hochsinn hat seine letzten Wurzeln im mystischen Vezirk des „Reichs der Mütter". Alle Gesundung kommt nur aus der Heimkehr zu diesem Reiche.
Eine feine Frauenführerin unserer Tage sagt: „Wer an den Fortschritt der Menschheit glaubt, muß an die Frau glauben." Wer die Schriften dieser Führerin und der besten ihrer Mitstreiterinnen kennt, weiß, daß sie alle die mütterliche Hrau meinen, auch die unvermählte, die berufstätige .
Der Wahrheit dieses Satzes entsprechend, können wir sagen, daß unseres Volkes wahrer Aufstieg nur möglich wird aus dem Wiedererwachen des reinen Mütterlichkeitsgedankens.--
Muttersonntang ...
Bei aller in ihm innewohnenden 3dyllik und edlen Gefühlsmächtigkeit gewinnt er aus solcher notwendigen Betrachtungsweise den Zug des Herben, Starken, ungeheuer Pflichtvollen, ja des Heroischen. So ihn zu nehmen, ist deutsche Art; denn es ist die — ganz von innen her.
Wir wollen an diesen Tagen nicht mit Ge- fühlchen spielen und plötzlich überströmenden Zärtlichkeiten; wir wollen nicht haften bleiben am Blumen- und Geschenkdekorum, nein, wir wollen den herrlichsten der Symbolsvnntage mit heiligem Ernste erfüllen, grundhaft, wesenhaft. Denn zur Mutter sich Heimrufen, heißt, sich zum Wesen Heimrufen, sich besinnen auf des Lebens schöpferischen Strom, aus dem Mechanistischen der Zeit Heimfinden in das wahrhaft Organische, einmünden in den Weg echter Entwicklung, Heimkehr feiern zum Licht der Ehrfurcht und deS Wunders. —
Keines Menschenreiches Blühen auf der Erde phne das Reich der Mütter!
Muttersonntag, also grüßen wir dich und nehmen aus solcher Besinnung neuen Willen und neuen Mut, neue Kraft und auch neuen Trost ...
Daten für Sonntag, 10. Mai
Sonnenaufgang 4.44 Uhr, Sonnenuntergang 19.59 Uhr — Mondaufgang 2.44 Uhr, Monduntergang 11.58 Uhr.
1871: Friede von Frankfurt a. M.; Elsaß-Lothrin« gen fällt an Deutschland zurück; — 1885: der Dramatiker Fritz von Unruh in Koblenz geboren; — 1904: der Afrikareisende H. M. Stanley in London gestorben.
Bornotizen.
— Tageskalender für Samstag: Ctadttheater: „Die 3ungfrau von Orleans", 15.45 bis 18.45 Uhr. — Iohann-Strauß-Konzert, 20 Uhr, Dolkshalle. — Dildungsverband der deutschen Buchdrucker: Ausstellung „Technik und Leistung im heutigen Buchdruck', 18 Uhr, Referat von Gewerbeoberlehrer Fischer, Nürnberg, 20 üfjr. — Freiwillige Gailsche Feuerwehr: Iahres« Hauptversammlung, 20.30 Uhr, Schipkapah. — G. D. A.: Monatsoersammlung, 20.30 Uhr, Hotel Hopfeld. — Kavallerie-Verein: Monatsversammlung, 20 Uhr, Hessischer Hof. — I. Reichskurzschriftgesellschaft: Dereinsabend, 20.30 Uhr, Stadt Lich. — Reichsbund der Zivildienstberechtigten: Monatsversammlung, 20.30 Uhr, Aquarium. — Fünfziger 1879/1929: Fahnenübergabe, 21 Uhr. Cafe Leib. — Fünfziger 1881/1931: Fahnenüber» nähme, 20.30 Uhr, Cafe Leib. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: .^Grock". Ab 22.45 Uhr Nachtvorstellung „Lachendes Leben". — Astoria-Lichtspiele: „Die Falle am Crowton-Pah" und „Vier Federn".
— Tageskalender f ü r S o n n t a g. Stabt» theater: „Die Welt in der man sich langweilt", 18.30 bis 21 Uhr. — Reichsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer: Vortrag „Zeitgenössische Unter
richtsmusik für Klavier" von Professor Willi Rehberg (Mannheim), 11 Uhr, Großer Hörsaal der Univer- sität. — Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei: Deutscher Tag, 15 Uhr Werbeumzug, 17 Uhr Kund« gebuna in der Dolkshalle. — Heimatvereinigung „Schiffenberg": Hauptversammlung, 16 Uhr, auf dem Schiffenberg. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Kulturfilm-Frühvorstellung „Durchs bayrische Hochland, 11.15 Uhr. Zu den üblichen Zeiten: „Grock". — Astoria-Lichtspiele: „Die Falle am Crowton Paß" und „Vier Federn".
— Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute 15.45 Llhr Schüler- Vorstellung von Schillers „Jungfrau von Orleans", Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Sonntag 18.30 Uhr Fremdenvorstellung; zum letzten Male gelangt das Lustspiel von Pailleron „Die Welt in der man sich langweilt" mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg in der Rolle der Herzogin zur Aufführung. Spielleitung Peter Fcrssott. Ermäßigte Preise. — Dienstag, 12. Mai, 19 Uhr, letztes Gastspiel des Opernensembles des Hessischen Landestheaters Darmstadt mit der großen Oper „Carmen" von Dizet; Spielleitung Generalintendant Profellor Carl Ebert; musikalische Leitung Dr. Karl Böhm. — Mittwoch, 13. Mai, Erstausführung des Märchenspiels „Schwanenweiß" von Strindberg; Spielleitung Walter Bäuerle. Die Musik wurde von Kapellmeister Fritz Cuje zusammengestellt. Die Intendanz macht darauf aufmerksam, daß das Märchenspiel „Schwanenweiß" nur im Mittwoch-Abonnement als einmalige Aufführung gegeben wird; dadurch wird den Abonnenten der anderen Tage Gelegenheit geboten, ihre Gutscheine einzulösen. Freitag, 15. Mai, bleibt das Theater geschlossen.
— Deutsche Volkspartei. Nächsten Montagabend im „Hindenburg" Mitgliederversammlung mit Vortrag von Abg. Dr. Niepoth über „Die politische Lage". (Siehe heutige Anzeige.)
— (Ein Lehrfilm über das Schneidern. Die Ortsgruppe Gießen der Deutschen Frauenkultur und die Hausfrauenberatung Gießen zeigen am nächsten Mittwoch in den Palast-Lichtspielen (siehe heutige Anzeige) einen Kulturlehrfilm der Ufa. Der Film will einen Einblick in die Werkstatt der Mode geben und zeigen, wie die Schnitte hergestellt werden, wie man zuerst den Schnitt anprobiert, wie man zu- schneidet, die einzelnen Teile vernäht und anprobiert, kurz und gut, er zeigt die ganze Schneiderei. Großaufnahmen erläutern jede Einzelheit des Vorgangs.
— Die Hausfrauenberatung Gießen veranstaltet am nächsten Dienstag eine Nachmittags- zusammenkunst, in der Frau Koeppe über „Rationalisierung des Haushalts" sprechen wird. Unterhaltende Darbietungen werden den Vortrag umrahmen. Näheres wird am Montag im Anzeigenteil bekanntgegeben.
Gicsjcncr Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wo^henmavkt: Butter 140—150, Matte 30—35 Pf. das Pfund; Eier 9 Pf. das Stück; Käse 10 Stück 60—140 Pf.; Wirsing 20—40, Weißkraut 15—25, Rotkraut 25 bis 40, Gelbe Rüben 15—20, Rote Rüben 15—20, Spinat 20—25, Spargel 70—130, Feldsalat 100 bis 120, Tomaten 70—80, Zwiebeln 10—15, Meerrettich 30—60, Schwarzwurzeln 35—40, Rhabarber 20-25, Kartoffeln 5-6, Aepfel 40-50, Dörrobst 30—35, Honig 40—50, Nüsse 60—70 Junge Hähne 90—110, Suppenhühner 90—110 Pf. das Pfund; Tauben 70—80, Blumenkohl 40—70, Salat 20—25, Salatgurken 40—70, Ober-Kohlrabi, neue, 20—25, Lauch 5—15, Sellerie 10—50 Pf. das Stück; Rettich, neue, 20—25, Radieschen 15 bis 20 Pf. das Bund; Kartoffeln 4—5, Weißkraut 10—15, Wirsing 20—30, Rotkraut 20 bis 30 Mk. per Zentner.
LU. Von der Londesuniversität. Dr. jur. Max Kaser, der sich für das Römische Recht und für vergleichendes bürgerliches Recht zu habilitieren wünscht, wird am Mittwoch, 13. Mai, 17 Uhr, in der kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung halten über „Die Rechtsstellung des unehelichen Kindes im geltenden und künftigen deutschen und österreichischen Recht".
** Die Museen und der Heidenturm siind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei ge» . wöhnlichen Preisen geöffnet.
i "Maienblasen. Bei dem heutigen Maien-II blauen, das von dem Turme der Iohanneskircherl um 19 Uhr aus stattfindet, werden folgende» 'Stücke zu Gehör gebracht: 1. Sei Lob und Ehr'? *bem höchsten Gut; 2. Die Anrufung Gottes, I von E. Ruh; 3. Volkslied: „Wenns Mailüfterl weht."
•• Di e Badeanstalten an der Lahn haben in diesem Jahre wieder eine bedeutende, Erweiterung und damit eine Verschönerung erfahren. Der Männerbadeverein hat mehrere Llmkleidehallen gebaut und eine Reihe Einzelzellen eingerichtet. Durch Abbruch alter Hallen wurde es ermöglicht, die Liegeplätze für Luft- und Sonnenbäder bedeutend zu erweitern und die ganze Anlage freundlicher auszugestatten. — Die Mulle rsche Badeanstalt hat ihre Anlagen ebenfalls bedeutend erweitert und verschönert; es stehen den Besuchern 270 Einzelzellen und 16 Llmkleidehallen zur Verfügung. Neu ist die Errichtung von Ctagenzellen, aus deren vorliegenden Veranden der Ausblick über die Llm-- gebung ermöglicht wird. Alles in allem genommen hat Gießen in den beiden Lahnbädern Anstalten, die allen Ansprüchen genügen, als mustergültig selbst für großstädtische Anlagen zu bezeichnen und jedem Massenbesuch gewachsen sind.
Hoffentlich ist ein sonniger Sommer den Bade- lustigen beschieden, damit den Badeanstalten auch ein den aufgewendeten Kosten entsprechender Erfolg gesichert ist.
" „Die Llniversitätsstadt Gießen". Unter diesem Titel hat der Verkehrs- und Dcr- schönerungsverein jetzt auch einen kleinen Führer herausgebracht, der in gedrängter und sehr übersichtlicher Form das Wesentlichste über die Stadt Gießen und ihre nähere Umgebung bringt. Der Führer weist vor allem auf die Universität, auf Theater und Museen, auf Industrie und Unterkunftsverhältnisse hin und gibt dem Fremden die Möglichkeit, sich ohne großen Zeitaufwand über die Stadt zu informieren. Außerdem bringt er einige Bilder, die charakteristische Baulichkeiten imb das landschaftlich Reizvollste der nächsten Umgebung wiedergeben. Eine klare Skizze gestattet dem Reisenden eine Uebersicht über die verkehrspvlitische Lage der Stadt zu gewinnen. Die Ausstattung des handlichen Führers, der ein einziges, in sich gefaltetes Blatt darstellt, ist schlicht, wirkungsvoll und zweckmäßig. Saubere Drucklegung gereicht dem Führer zu weiterem Vorteil. Als ganzes gewertet, darf man sagen, daß der kleinen Druckschrift eine besondere Note zuzusprechen ist. Der Führer ist in einer Auflage von 20 000 Stück erschienen. Dein Verkehrs» und Derschönerungsverein gebührt für die Schaffung dieses neuen Werbemittels eine besondere Anerkennung.
** Buchdrucker-Bildungstag in Gießen. Heute, 18 Uhr, wird im Saale des Gewerkschaftshauses, Schanzenstraße, eine Ausstellung „Technik und Leistung im heutigen Buchdruck" eröffnet durch Gewerbeoberlehrer Gottlieb Fischer, Leiter des Nürnberger Buchgewerbesaales.
" Deutscher Tag der NSDAP. Man schreibt uns: Bei der am Sonntag, 10. Mai statt- findenden Kundgebung der Standarte 116 der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprechen in der Dolkshalle General Ritter von Epp, München; Josef Wagner, Bochum, M. d. R., Gauleiter des Ruhrgebietes; Reichswehroberleutnant a. D. Weihrauch, Lllm. 14.30 Llhr sammelt sich die gesamte SA. auf dem Trieb zu einem Werbemarsch durch folgende Straßen der Stadt: Kaiserallee, Moltkestraße, Senckenbergstraste, Landgraf-Philipp-Platz, Landgrafenstraste, Ostanlage, Marburger Straße, Steinstraße, Nordanlage, Neustadt, Kaplansgasse, Seltersweg, Südanlage, Gartenstrahe, Kaiserallee zur Dolkshalle. (Siehe heutige Anzeige.)
•* D i e Berufsausbildung der Kriegerwaisen gesichert. Die Kriegerkameradschaft „Hassia", Derband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen, teilt mit: Die am 2. April vom Reichsarbcitsminister auf Deranlas- sung des Reichsfinanzministers verfügte Sperre über alle den Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen in Form von Beihilfen, Zulagen und Linierstützungen zu bewilligenden Bezüge hatte sich wegen des Fortfalls der Erziehungsbeihilfe und ähnlicher Bezüge besonders hart und störend auf die Berufsausbildung der Kriegerwaisen und der Kinder Kriegsbeschädigter ausgewirkt und daher große Beunruhigung hervorgerufen. Der Derband der Kriegsbeschädigten und Kriegerhinterbliebenen des Deutschen Reichskriegerbundes „Kyffhäuser", der im Reichsarbeitsministerium ernste Dorstellungen erhoben, kann nunmehr die Mitteilung machen, daß die Sperre rückwirkend vom 1. April d. I. insoweit aufgehoben worden ist, als die Erziehungsbeihilfen, wie auch die Kinderzulagpn über das 18. Lebensjahr hinaus unter den bisherigen Doraussehun- gen uneingeschränkt weiterbewilligt werden können.
^'Tätige Reue. In den von Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen heraus gegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 9) lesen wir: Wer unrichtige oder unvollständige Angaben bei der Steuerbehörde berichtigt oder ergänzt, ohne dazu durch eine unmittelbare Gefahr der Entdeckung veranlaßt zu sein und bevor er angezeigt oder eine Untersuchung gegen ihn eingeleitel ist, bleibt nach § 374 der Reichsabgabenordnung straffrei. Der 2. Strafsenat des Reichsgerichts führt dazu in einem Urteil vom 4. £r:- zember 1930 — 2. D. 814/30 — aus, daß die Gewährung der Straffreiheit stets ausgeschlossen ist, wenn die Steuerbehörde.den Steuerpflichtigen bereits wegen Steuerhinterziehung verfolgte, auch wenn der Steuerpflichtige seine Angaben berichtigt hat, ohne Kenntnis von dem gegen ihn schwebenden Strafverfahren zu haben.
** (Einbruch in ein Raiffsisenlager. In der Nacht zum Freitag wurde in Maibach (Kreis Friedberg) in das dortige Lager der Raiff- eisengenofsenschaft eingebrochen. Gestohlen wurden landwirtschaftliche Produkte der verschiedensten Art. Die Landeskriminalpolizeistelle Gießen und die zuständige Gendarmerie ermittelten einen ortsansässigen Mann als Täter.
** GefundeneSachen. Das Verzeichnis über die im Monat April gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur des Polizeiamts, Landgraf-Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbureau während der Dienststunden geltend zu machen.
" Opel-La st wagen-Karawane. Die Adam Opel AG. hat, wie man uns mitteilt, in diesem Jahr als Auftakt für das beginnende Last- Wagen-Saison-Geschäft eine großzügig angelegte Karawanen-Campagne organisiert. In. 27 ver
schiedenen deutschen Großstädten werden „Flie- gende Lastwagen-Ausstellungen", sog. „Karawanen" zusammengestellt. Eine der von Rüsselsheim startenden Karawanen wird am Nlontag, 11. Mai, in unserer Stadt auf dem Drandplatz eintreffen und dort Aufstellung nehmen. Inter- esienten seien daraus besonders hingewiesen. (Siehe heutige Anzeige.)
Oberheffen.
Landkreis Gießen.
-/- L i ch, 8. Mai. Linser auf dem hohen Dache der Marienstistskirche befindliches S t o r ch n e st war in diesen Tagen das Angriffszielmehrerer Storchenpaare. Nachdem die Dor- gefechte bereits am Sonntag begonnen hatten, kam es am Montag und Mittwoch zur Hauptschlacht. Alle Angriffe wurden jedoch von den Inhabern des Nestes unter großem Geklapper abgeschlagen. Leider kam jedoch ein bereit- zur Welt gekommenes Jungtier in dem Gefecht ums Leben und wurde am Donnerstag- mvrgen hinter der Kirche tot aufgefunden.
-o- Ober-Bessingen, 8. Mai. Dieser Tag« wurde der Gemeinderechner Heinrich Rühl unter großer Anteilnahme der Bevölkerung zu Grabe getragen. Der Entschlafene verwaltete 19 Jahre lang die Aemter des Steueruntererhebers, deS Gemeinde-, Krankenkasien- und Kirchenrechners mit großer Zuverläsiigkeit und Treue. — Durch das Gewitter, das in der Nacht zum Donnerstag über unserer Gegend tobte, wurde einiger Schaden angc-richtet. Der Lehrer Jakob wurde der Fernsprecher zerstört, ebenso bei der Hilfssteele zu Ober-Bessingen und bei Gastwirt Steuernagel zu Nieder-Dessingen. Kalte Schläge trafen die Holzschneiderei Rinker und die Metzgerei Rücker, beide in Nonnenvoth, ohne jedoch wesentlichen Schaden anzurichten. Zugleich ging im nahen Wetterfeld ein Wolkenbruch nieder. der die Wetter in einen reißenden Fluh verwandelte.
Kreis Friedberg.
2$. Dad-R auheim, 8. Mai. Im Alter von 76 Jahren ist hier Herr Wilhelm W a l l - mann gestorben. Er war über ein Dierteljohr- hundert Geschäftsführer der Derkehrskommission und hat sich als solcher große Derdienste um die Förderung des Verkehrs wesens erworben. Auch im Hessischen Derkehrsverband und im Derkehrsbund Oberhessen war seine Mitarbeit sehr geschäht.
Kreis Büdingen.
r Bad Salzhausen, 8. Mai. Der K u r - undBadebetrieb hat hier wieder begonnen. Der Besuch des Bades ist befriedigend. DaS Kriegsblindenheim ist bereits mit etwa 40 Gästen beseht. Am Tage der Eröffnung des Badehauses konnten 21 Bäder verabreicht werden.
r Nidda, 8. Mai. Das Anwesen des Gastwirts Bender in Bad Salzhausen, das gestern durch das Amtsgericht Nidda zwangsweise versteigert wurde, ging zum Preise von 13000 Mark an die Niddaer Dank AG. über.
Kreis Scholten.
□ Laubach, 8. Mai. Am Mittwochabend versuchten zwei Diebe in dem hinter dem Schlohgarten liegenden L a n d h e i m einzubre- chen. Die Täter, die offenbar annahmen, da« Landheim sei noch nicht bewohnt, wurden von Hausbewohnern bemerkt, konnten jedoch unerkannt entkommen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
t Launsbach, 7. Mai. In der jüngsten Ge« meinderatssitzung wurde der bisherige Gemeinde« oorsteherstellvertreter Wilhelm B e ch t h o l d zum Gemeindevorsteher gewählt. Die Wahl des Flurhüters fiel auf Philipp Pfaff.
△ Hörnsheim, 8. Mai. Die Wasserleitungsarbeiten in der hiesigen Gemeinde sind nunmehr soweit hergestellt, daß die Einweihung der Wasserleitung, das sog. „Wasserfest", am Samstag, 16. Mai, stattfinden kann.
ZDornholzhausen,8. Mai. In seiner jüngsten Sitzung beschloß der Gemeinderat, zur Bestreitung der restlichen Kosten für die Innen- renooierung der Kirche bei der Äreissparkasse in Wetzlar eine Anleihe von 1000 Mark aufzu« nehmen und an die Kirchengemeinde auszuzahlen. Weiter soll zur Bezahlung der Re st ko st en für die neuangeschaffte Orgel bei dem Atz- badjer Geistlichen-Stift in Wetzlar eine Anleihe von 3000 Mark ausgenommen werden.
Briefkasten der Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
Jl. S. Der jüngste zweipro^entige Mietaufschlag wird selbstverständlich von der Grundlage der F r i e« bensmiete aus berechnet.
ü. S. Auskünfte über die Güte von Firmen erteilen wir grundsätzlich nicht. Wenden Sie sich an ein Auskunftsbureau.
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