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Zehn Jahre Hubertus in Gießen
Oie Jubiläumsfeier.
Gießener Winiernothilfe 1931/32
Man
Bornotizen.
des über
Oer Handelsvertreter im Vergleichsverfahren.
Sonnige Spätsommertage im Vogelsberg. Don Walter Schwe er.
Daten für Freitag, 9 Oktober
Sonnenaufgang 6.38 Uhr, Sonnenuntergang 17.47 Uhr. — Mondausgang 3.25 Uhr; Monduntergang 16.56 Uhr.
1477: Gründung der Universität Tübingen; — 1841; der Architekt Friedrich Schinkel in Berlin gestorben; — 1906: Zeppelins Luftschiff steigt zu seiner ersten größeren Fahrt auf.
Gietzcncr Wochenmarttpreifc.
Neben dieser Veranstaltung, die schon gebührend gewürdigt wurde, spielte sich die übrige Iubiläums- eier am vorigen Sonntag im internen Kreise des Vereins ab. Den Höhepunkt bildete ein
Kirchliche Nachrichten.
Israelitische Gemeinden.
Israelitische Veligionsgemeinde. Gottesdienst in bet? Synagoge (Südanlage). Samstag, 10. Oktober. Vorabend 5.30 Uhr; morgens 9; abends 5.50 und 6.30 Uhr.
Israelitische Religionsgesellschaft. Sabbatfeier den 10. Oktober. Freitag abend 5.15 Uhr; Samstag vormittag 8.30; nachmittags 3.30; Sabbatausgang 6.30. — Wochengottesdienst: morgens 6.45; abends 5 Uhr»
streicht der Reichsfinanzhof in einer ganzen Anzahl von Urteilen aus der Mitte des Jahres 1931 den Anspruch des Steuerpflichtigen, daß er mit allen seinen Einwendungen und Gründen gegen die Steuerheranziehung in umfassender Weise gehört wird. In einem Urteil vom 3. Juni 1931 — Aktenzeichen Illa 1050 30 — heißt es:
Der Anspruch des Steuerpflichtigen auf recht- liches Gehör schließt die Pflicht der Steuer- gerichte in sich, dem Steuerpflichtigen mitzuteilen, auf welchen Tatsachen eine Schätzung beruht, damit er in die Lage verseht wird, zu diesen Tatsachen Stellung zu nehmen. Gr braucht sich bei Schätzungen nicht damit abfinden zu lassen, daß ein Sachverständiger lediglich eine nackte Zahl als Ergebnis seiner gutachtlichen Tätigkeit angibt. Der Anspruch auf rechtliches Gehör fuhrt weiter zu der Pflicht der Steuergerichte, fich mit Einwendungen des Steuerpflichtigen gegen Schätzungen auseinanderzusehen."-
•* Jubiläen bei der Reichsbahn. Der Lokomotivführer Friedrich Kloß, wohnhaft Ost« anlage 47, und der Lokomotivführer Emil Hofmann, wohnhaft Rodheimer Straße 49, können in
I diesen Tagen auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Reichsbahn zurückblicken. — Der Rangiermeister j.R. Karl Grün, wohnhaft Bruchstraße 11 kann heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 75. Geburtstag begehen. Aus diesem Anlaß wurde ihm durch Reichsbahnamtmann Dörr ein Glückwunschschreiben des Reichsbahndirektionsprasidenten Dr Roser (Frankfurt) und ein Geldgeschenk über-
DieNotistgroS
MttMe
Spenden an das Städiische Wohl« fahrtsamt, Stadthaus Gartenstraße
Mitten in den letzten Sommerblumen Vogelsbergs, auf einem kleinen Feldrücken Droh-Eichen, dem Heimatdorf und Sommersitz-des Vogelsbergmalers Ernst Eimer, sitze ich. Und Denn ich mit der Hand In einem kühnen Dogen rundum fahre, dann kann der Dielgewanderte Ulrichstein ' und Lauterbach, Laubach, Grünberg and Dieder-Ohmen, die er alle gut kennt und liebt, noch einmal ans Herz legen.
Aber nur Groß-Eichen und das wie eine Waldhütte im Grün fast versteckte Malerhaus, in dem ich zu Gast bin, sehe ich von Menschenwohiv stätten, und von Ulrichstein so gerade noch ein Stück und da und dort ein paar Dorfmauern m der Ferne. Sonst nichts wie Feld und Wald und Himmel und Dlumcn, Schmetterlinge und Käfer, Dienen, Hummeln und Ameisen und... Ach, tausendfältiges Leben ist um mich und bunt und schön vom kleinen, bescheidenen Dogeisbergenzian, stellt, vom Dlau der Glockenblumen, von den hohen m- Leuchtern der Weidenröschen, vom Gezüngel des Natterkopses, vom sanftSn Rot der Kleerundköpfchen und dem Feuer der Distelblüten und Steinnelken, deren Glut wie Dlutströpfchen im Grase liegt. Und aus dem leuchtenden Dunt schauen demütig die hellen Dlütchen des Augen-
die von den Damen und Herren, deren Tätigkeit im Aufnehmen von Diktaten besteht, verlangt werden. Bei den Fertigkeitsprüfungen, die vor den Handelskammern abgelegt werden können, ist die Mindestgeschwindigkeit 150 Silben je Minuts. 2m ersten Halbjahr 1931 unterzogen sich 2465 Einheitskurzschriftler und 396 Stolze- Schreyaner mit Erfolg diesen Prüfungen. 3m ganzen Jahr 1930 belief sich die Gesamtzahl der Bestandenen auf 2213 Einheitskurzschriftler und 624 Stolze-Schreyaner. Die Dorprüfung, bei der 120 Silben verlangt werden, legten 847 Einheitskurzschriftler und 71 Stolze-Schreyaner ab. In den Geschwindigkeiten von 220 bis 320 Silben hatten die Einheitskurzschriftler 71 Prüflinge, Stolze-Schreh 41. Don den Diktatsstenographen werden überwiegend 150 bis 200 Silben verlangt. und In diesen Stufen erreichten die Einheitskurzschriftler im ersten Halbjahr 1931 die Zahl 2394, Stolze-Schreh 355. 3m Handelskammerbezirk Gießen, Alsfeld, Lauterbach findet im November wieder eine Prüfung statt.
mittelt. , , ,
** Rund 5000 Ausstellungsbesucher. Die Obst-, Gartenbau- und Iagdausstellung in den Sälen der „Liebigshöhe", die vorn Samstag bis Dienstag abend stattfand, ist von rund 5000 Per- fönen besucht worden. Der Hauptandrang der Be- ucher war naturgemäß am Sonntag zu verzeichiien, an dem säst den ganzen Tag über außerordentliches Gedränge herrschte. Das Verkaussgeschaft in der Obstausstellung kann als gut bezeichnet werden, so daß die Obstaussteller ihre wirtschaftlichen Hoffnun- -Werde- I gen auf die Ausstellung wohl als erfüllt ansehen .Walzer- l dürften. Die Jagdausstellung fand natürlich in erster
Linie die besondere Aufmerksamkeit der Jäger, daneben wurde sie aber auch von den Laien mit regem Interesse besichtigt da sie für jedermann viel Sehens- wertes bot. Das Ausstellungsunternehmen kann als ein voller Erfolg der Veranstalter (Verkehrs- und Derschönerungsverein, Kreis-Obst- und Gartenbau- verein und „Hubertus" Gießen) bezeichnet werden.
** Vom Wochenmarkt. Der Verkauf von Kraut, Kartoffeln und Obst auf Wagenladungen findet an den nächsten Samstagen (10., 17., 24. und 31. Oktober) nur auf Oswaldsgarten statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung.
** Freifischerei in der Lahn. 3m I Amtsverkündigungsblatt Nr. 67 wird vom Kreis- amt Gießen darauf aufmerksam gemacht, daß nach I dem Fischereigeseh vom 27. April 1881 das Mit- I führen von Fischekesseln und Köschern nicht statt- I haft ist, da nach dem Gesetz das Angeln mit Fischködern in der Freifischerei verboten ist. Das Angeln ist nur mit der einfachen Handangel gestattet. ~ „
"OesfentlicheBücherhalle. 3m September wurden 1443 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1001, Zeit- schriftcn 6, 3ugendschriften 84. Literaturgeschichte 6, Gedichte und Dramen 10, Länder- und Völkerkunde 103, Kulturgeschichte 7, Geschichte und Biographien 115, Kunstgeschichte 8. Naturwissenschaft und Technologie 43, Haus- und Landwirtschaft 8, I Gesundheitslehre 8, Religion und Philosophie 16, Staatswissenschaft 16, Sport 3, Fremdsprachliches 10 Bände.
•• Die Bereinigung heimattreuer Oberschlesier hielt am Montag im »Auerhahn" eine außerordentliche Mitgliederversammlung ab, die sich in erster Linie mit der Neu- | besehung des Dorstandes befaßte. Der erste Dor- sitzende Ernst Motz, der schon vor der Abstimmung 1921 die Ortsgruppe leitete, wurde einstimmig wiedergewählt. Stellvertreter wurde W- Halm, Schriftführer H. K o st o r z, Stellvertreter Gustav W e s ch e, Beisitzer Max Pohl und 3ohann Wilsch. Nach Erledigung des geschäftlichen Teiles sprach H- K o st o r z über den „Genfer Schiedsspruch vom 20. Oktober 1921 . Anläßlich der zehnten Wiederkehr des Tages der Bekanntgabe des Genfer Schiedsspruches wollen die in der Ortsgruppe Gießen vereinigten Heimattreuen Oberschlesier dazu beitragen, daß das ihrer Heimat angetane Anrecht in breitesten Bevölkerungskreisen wieder mehr beachtet wird. Die Deranstaltung des Abends war von musikalischen Darbietungen der Töchter des Landsmannes Wilsch umrahmt und nahm einen guten Derlauf.
•• Das Grab Siegfrieds. Dom hessischen Denkmalspfleger wird uns mttgeteilt: 3n letzter Zeit gingen wiederholt Nachrichten durch die Presse, daß demnächst im Gebiete des Klosters
berichtet uns: Der Dolkswirtschaftliche Ausschuß des Derbandes reisender Kaufleute Deutschlands hielt dieser Tage in Stuttgart eine Sitzung ab, in der er u. a. zum Vergleichs- und Konkursverfahren dahin Stellung nahm, daß allen Verbandsmitgliedern vor allem empfohlen werden soll: einem Vergleich, in dem weniger als 50 v. H. geboten werden, im allgemeinen nicht zuzustimmen, die Interessen aller kleinen Gläubiger im Gläubiger-Ausschuh zusammengefaht durch einen Beauftragten vertreten zu lassen, um so durch den Gesamtbetrag der Einzelforderungen ein Gegengewicht gegen die großen Gläubiger zu gewinnen; dem Vergleich nur zuzustimmen, wenn seine Durchführung innerhalb einer nicht zu lang bemessenen Frist garantiert ist; darauf zu achten, daß in alle Lieferungen soweit als irgend möglich die Cigentumsvorbehaltsklausel ausgenommen wird. Es wurde weiter beschlossen, für die Ver- bandsmitglieder ein Merkblatt mit Richtlinien für das Verhalten des Handelsvertreters im Falle der Zahlungseinstellung des vertretenen
das Material zu liefern habe. Der Redner dankte für das Verständnis, das er gerade dafür im Hube^ tus immer gefunden habe. Schließlich sprach noch Major M o o tz , der geschäftsführende Vorstand des Landesvereins Hessen, auf den Optimismus, der in dem Verein herrsche, der sich in den prachtvollen Schießstandsanlagen, ein Zeichen des Opferwillens der Mitglieder, äußere und in den vielen „schöpfe- rischen Gedanken, die hier nur so wucherten".
Daß ein einfaches, aber gutes Essen, Jagdmärsche und Jagdlied nicht fehlten, versteht sich bei einem Iägerabend, und zumal aus solchem Anlaß, von selbst. Der Verein wird aus der vielseitigen An- erfennung, die ihm geworden ist, die Kraft nehmen dürfen, unentwegt seinen Zielen weiter zuzustreben.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt dos Pfund: Kochbutter von 110 an; Butter 130 bis 150; Matte 30 bis 35; Käse (10 Stück) 60 bis 140; Wirsing 8 bis 10; Weißkraut 6 bis 7; Rot- traut 8 bis 10; gelbe Rüben 8 bis 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 20 bis 25; Römischkohl 8 bis 10; Bohnen 15 bis 25; Unter-Kohlrabi 5 bis 6; Rosenkohl 25 bis 30; Feldsalat 8 bis 10; Tomaten 20 bis 25; Zwiebeln 8 bis 10; Meerrettich 35 bis 70; Kürbis 5 bis 6; Pilze 20 bis 25; Kartoffeln 3,5 bis 4; Frühäpfel 8 bis 10; Falläpfel 3 bis 4; Acpfel 8 bis 10, Birnen 8 bis 15; Dörrobst 30 bis 35; Preihelbeeren 35 bis 40; Brombeeren 30 bis 35; Zwetschen 8 bis 10; Pfirsiche 40 bis 60, Honig 40 bis 50; junge Hühne 90 bis 100; Suppenhühner 80 bis 100; Gänse 100 bis 110; Nüsse 25 bis 30; das Stück: Tauben 50 bis 60; Eier 11 bis 12; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 10 bis 15; Salatgurken 15 bis 25 Einmachgurken 2 bis 4; Endivien 10 bis 15; Ober-Kohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; das Bund: Radieschen 10 bis 15 Pfennig; der Zentner: Kartoffeln 2,80 bis 3; Aepsel 4 bis 6; Weißkraut 3 bis 3,50; Wirsing 5; Rotkraut 6 Mark.
Zehn Jahre waren am 2. Februar d. I. seit der Gründung des „Hubertus, Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen" vergangen. Seit seiner Gründung war der Verein in emsiger Arbeit in seinem Kreise bemüht, das deutsche Weid- roert zu pflegen, den Wert der Jagden unserer engeren Heimat zu erhalten und zu steigern und leinen Mitgliedern in allen damit zusammenhängenden Fragen ein Helfer zu sein. ,
Nun trat er zum erstenmal seit seinem Bestehen an die Öffentlichkeit und übernahm die Durchfüh-
La ubach ausgestellt hatte und für die eine gol- bene, eine silberne und eine bronzene Medaille vergeben werden konnten. Dagegen fiel bei den Reh- bocken das Jahr 1931 gegen sonstige Jahre vollkommen ab. Bei den Wildverlusten gegen Winters- ende ließ dies sich auch nicht anders erwarten. Die Goldene Hubertus-Medaille wurde deswegen nicht verliehen, dagegen erhielten je ein von Regierungs- rat Frhrn. Schenk zu Schweinsberg und Oekonomierot Hoffmann gestreckter Bock die Silberne Medaille, während drei Böcke — Erleger die Herren Zill gen (Wetzlar), Str eiff (Gießen) und Metzger (Gambach) — mit der Bronzenen Medaille ausgezeichnet werden konnten.
Im Anschluß daran nahm der Vorsitzende des Schießausschusses, Herr August K i l b i n g e r, die Preisverteilung des Jubiläumsschiehen,
der ersten in Gießen, zur Freude und zum Nutzen des Jägers durch Zeigen von guten Beutestücken oder belehrendem Material, aber auch für den jagdlichen Laien, um diesem zu zeigen, daß die Jagd mehr ist als ein „Sport", daß sie einen nicht gering zu schätzenden Faktor in unserer Volkswirtschaft, in der Wissenschaft und im deutschen Gemütsleben dar-
trostes.
Dicht neben mir, neben einer kleinen, regenfeuchten Delle, liegt wie ein Ruhesitz herbsüß duftend ein Thymiankissen, und hier rasten auf ihrem Gaukelflug durch das Feldermeer und trinken sich satt Distelfalter und Bläuling, Admiral und Fuchs, Schwalbenschwanz und Trauermantel und, Pfauenauge. Unb als ich ein Eidechschen zu mir ... locke und es, wie so oft schon eines aus seiner Verwandtschaft, auf meiner ausgestreckten Hand ruhen und dann seine Kletterkünste auf Rock und S. Schopf versuchen lassen will, da fällt mit lautem Purrrrrrr ein ganzes Volk Rebhühner bei mir ein Behaglich gluckend läuft arglos die Alte mit den schon stattlichen Kleinen im Grase umher, und ich sitze wie zu Stein geworden und beobachte die schön rostrot und braun, schwarz und gelb gefleckte, gestrichelte und gebänderte Gesellschaft lange und denke mit Schmerz an gewisse allzu- । beutesüchtige 3äger. Wie ist doch dieses Hühner- völkchen so liebenswert durch seine Klugheit und Geselligkeit, durch seine Friedensliebe und Treue zueinander, und dann auch durch das eifrige Vertilgen der Kerbtiere und Raupen. Lind w'» vergelten wir es ihm?
Erst als ich mich rühre, weil mein Eidechschen, meine Llnaufmerksamkeit ihm gegenüber bemerkend, davonwill, fliegt mit neuem, lauten Purrr die erdfarbene Sippe auf und fori.
Beinahe hätte ich das Mittagsmahl beim Freunde verträumt, hier zwischen Himmel und Erde. Aber dann fällt mir ein, daß ich unter dem Dache des Malerhauses ja den ganzen Vogelsberg mit Bauern und Bäuerinnen, mit Wald und Feld beieinander habe. Ist nicht auch sein flinkes brau- nes Mädel da, das leicht an einem Nachmittag den gut dreistündigen Weg nach Schotten läuft und wieder jurüd, dessen Röcklein und Mieder, wenn es der Vater und Meister malt, bunt ist wie die schönste Sommerwiese und in dessen Auge sich
Lorsch große Nachgrabungen nach dem Grabe Siegfrieds und seiner Schwiegermutter Uote stattfinden sollen. Wir werden von zuständiger Stelle zu der Erklärung ermächtigt, daß es sich dabei um haltlose Phantasien eines begeisterten aber gänzlich unwissenschaftlichen Dilettanten handelt Die ernste Fachwissenschaft hat mit derartigen Planen nichts zu tun. Es wäre ckuch in wirtschaftlny besseren Zeiten nicht zu verantworten, für solche Phantasien öffentliche Gelder hinauszuwerfen. Derartigen Untersuchungen wird die behördliche Genehmigung selbstverständlich versagt werden müssen.
" Geschäfts stenographenprufun- gen. Vom Hessisch-Nassauischen Kurzschriftver- oand „Gabelsberger" (Verband für Einheitskurz- schrift) wird uns mitgeteilt: 3n der letzten Zeit wird in der Tagespresse öfter von stenographischen Rekordleistungen von 400 bis 480 Silben berichtet, die einzelne hervorragend befähigte Kurzschriftler bei Wettschreiben gezeigt haben. Diese Leistungen verdienen volle Anerkennung, aber sie haben volkswirtschaftlich keine große Bedeutung, da solche Geschwindigkeiten auch von Verhandlungsstenographen fast nie verlangt werden. Viel wichtiger sind die Breitenleistungen,
— Tageskalender für Donnerstag. (Lass Leib. 20 Uhr: Lustiger Elektrizitats-Werbe- Abend. — Lichtspielhaus. Bahnhofstraße: „l „
Hauses herauszubringen.
Angesichts der gegenwärtigen Wirtschaftsverhältnisse wurde es als dringend notwendig bezeichnet, daß die Höhe der Provisionssätze der Wirtschaftslage angepaht wird, daß fällige Protz i s i o n e n pünktlich am Fälligkeitstermin gezahlt werden und daß überall dort, wo die Provisionseinnahmen zur Bestreitung der Werbungskosten und des notwendigsten Lebensunterhaltes nicht mehr ausreichen, Zuschüsse, zumindest aber Vorschüsse in angemessener Höhe zur Fortsetzung der Reisetätigkeit gewährt werden.
3n einem besonderen Referat wurden die Frage der Benutzung des Kraftwagens bei der Ausübung der Reisetätigkeit behandelt und im Anschluß daran die rechtliche und wirtschaftliche Auswirkung der verschiedenen Formen, in denen reisende Kaufleute eigene oder von der Firma zur Verfügung gestellte Kraftfahrzeuge benutzen, eingehend erörtert.
rung einer
Iagdausstellung,
Gegen üblen Mundgeruch
„Ich will nicht versSumen, Ihnen Mitteilung tu machen, dah ich seit dem Gebrauch Ihrer Zahnpaste „Ghlorodont" nicht nur reine, weihe Zähne besitze, sondern auch den bei mir sonst üblichen Mundgeruch verloren habe. Ich werde Ihr CHIorodoin aufs beste empfehlen." gez. E. G., Mainz. Man verlange nur die echte Chiorodont-Zahnpaste, Tube 64 Pf. und 80 Pf, und weise jeden Ersatz dafür zurück.
vor, das tagsüber auf den Ständen des Vereins abgehalten worden war. Die E h r e n f ch e i b e, geschossen als 40er Ringscheibe, war dank der Opfer- Willigkeit zahlreicher Mitalieder gut mit Ehrengaben ausgestattet. Es konnten 24 Preise vergeben werden. Den 1. Preis errang mit 38 Ringen Studienrat Hölzel; er gewann damit den wertvollen Ehren- , preis des Allgemeinen Jagdfchutzvereins. Es folgten Festabend an der Griindungsstatte des Derems, Syndikus Munch, August K i l b i n g e r , Dr. van im Saale des Schützenhauses, zu dem sich über Bentheim mit 37, Allmendinger mit 36, 80 frohgestimmte Weidmänner und einige Gäste ein-- Hotz und Dr. R o ß b a ch mit 35 •Ringen_ujro. 2luf gesunden hatten. Im tannengeschmückten Festsaale den übrigen Scheiben wurden ,e drei silberne Becher begrüßte der 1. Vorsitzende. Ingenieur August Pas- verteilt. Diese errangen: Rehbock 1. Reg.^Rat coe (Dutenhofen), die Gäste und Mitglieder und Freiherr Schenk zu Schwei nsb er g,2. For ließ ein Bild des Werdens und Wollens des Der- fter Textor; 3. gorfter © d) a f e r. £ e eins an ihnen vorüberziehen. Sein Dank galt allen, der Keiler: 1. Dr. van Benthe, m, 2. Aug s die mitgearbeitet haben, vor allem auch am Ge- Kilb inger; 3. Bauingenieur K. R u st. Die lingen der festlichen Veranstaltungen. Besonderen Dank K u g e l rn eiste r s ch a f t mit der besten Leistung zollte er unter Überreichung einer Erinnerungsgabe auf beiden Scheiben: Dr. van B e n t h e, m. cs dem Schriftführer des Vereins. Studienrat Hol- folgen die Schrotziele: 2ß urft a ub en.. 1. 21. zel, der die Verantwortung für das Gelingen der Pascoe ; 2. O. Allme n d i »8 er 3 Haupt- Ausstellung übernommen hatte. Die Grüße des -mann H ofm a n n Ki p p b a ^-1-Farster Br u<k, Landesvereius Hessen des Allgemeinen Deutscheii 2. Hans M a n g e l s d o r f f, 3. Paul M u n ch. Die . Jagdfchutzvereins überbrachte Ministerialrat i. R. S ch r otm eisters chaf t erhielt Reg -Rat Frei- K u t s ch , der besonders betonte, daß gerade von Herr S ch e n k z u Sch« einsb er 9 3uerkannt. Gießen außerordentlich wertvolle Anregungen an Das Ergebnis des Schießens auf alle Wilbscheiben | den Landesvorstand gekommen feien und daß man war die Ermittlung des Hu b e rt u sm eist e r s immer wieder die straffen Grundsätze des Vereins einer Wurde, die sich ^r I- Vorsttzende desVer bewundern müsse. Rechtsanwalt Dr. Engel- eins, August Pascoe, wieder errang. Ererhielt mann, der Vorsitzende des Bezirksvereins Wetzlar dafür die künstlerisch wertvolle Medaille des des ADJV., betonte die wertvolle Zusammenarbeit ADJV. «nhri.rtnt
zwischen beiden Nachbarvereinen, die vor allem der Auf den gesamten Vorstand sprach Fobrika verbindenden Tätigkeit des 1. Vorsitzenden, Herrn Ludwig Rinn, der in treffenden Worten die Lei- Pascoe, zu danken sei. Besonders herzlich waren ftungen des Vereins, der Segen für unsere
die Grüße des Schützenvereins Gießen, die Ober- Jagden geworden sei, würdigte. Geh. Rat Prof. Dr.
I schützenmeister Nicolaus überbrachte. Viele ge- Olt hob hervor, dah meinsame Mitglieder und der gemeinsame Schieß- Gießen In der Untersuchung der Wildkrankheiten stand stellen das Band zwischenn beiden Vereinen bahnbrechend
her. Der Schützenverein ließ einen silbernen Becher . nrfl ■„ n«.n
überreichen, der in den nächsten Jahren bei jedem gewesen fet 5?eute 66^0^96 man in aUcn Sui I Jahresschießen des Hubertus herausgefchofsen wer- turftaaten damit, da wichtige Erkenntnisse sur die den wird und die Erinnerung an die Verknüpfung Krankheiten des Mennschen und s^ner Haustiere beider Vereine wachhalten soll. dort gewonnen werden konnten. Solche Untersuchun.
lieber die Ausste11ung berichtete dann Stu- gen feien aber nur möglich, wenn Wtsfenschaftler bienrat Hölzel. Durch die liebenswürdige Stiftung und Jager Hand in Hand arbeiten, da der letztere des Präsidiums des Allgemeinen Deutschen Jagd- Zehner dankte
schutzvereins in Berlin war es möglich, die besten Stücke der Ausstellung mit Medaillen auszuzeichnen. Diese Auszeichnungen erhielten Fabrikant Hans Rinn für den besten deutschen Hirsch der Ausstel- ।------ luna General a. D. Mohr für den besten Dam-
Himmel und Erde spiegeln? Hat es mcht eben eine ^ufler unb Oekonomierat Hoffmann für den Freundin neben sich, deren Mund jubeln kann W .hock. Eine vierte Medaille bekam als beste wie Lerche und Fink und Nachtigall, und ist die Nxkrsammlung die Ausstellung der Wildkrankheiten liebe Hausfrau nicht da, d,e sur den Hungrigen @ . Med.-Rat Prof. Dr. 011. Ueberliese- besser sorgen kann als Baum und Dkauch und wurde auch d i e Strecke des.
Kraut, und erzählen kann mehr als Schmetterling I ( Q n b e n Jahres bewertet und mit Medail- | unb Eidechse, und die Lebensharte fernhalten vom yerein9 ausgezeichnet. Mit großer Freude
weltabgewandten Maler, viel besser noch als sonst bie5 bei drei diesjährigen Vogelsberger Hir-
wer auf der Erde? sch-n, die Seine Erlaucht der Graf zu Solms-
Als ich wieder zwischen den dichten Haselbüschen ' ' _____
und Obstbäumen des Gartens bin, kommt auch der neueste Freund des Malers, der Nabe Jakob bie3« _ Astoria-Lichtspiele. Seltersweg: „Hände auf das Malgestange geflogen undmacht^Miene^ V . Goldgräber".
einen der gemalten Aepsel zu fressen, schon sei _ y u ß b e m Stadtheaterbureau wird nem Bruder Daniel, der zwei Jahre lang bed aefd)rieben- 9)lar Obergs unb Otto (Srnft fieffes Disters Gesellschafterwar so lange bis er mit ^^us§el „Voruntersuchung" geht am Freitag erst- feiner Liebsten seinen Waldern wleberzuflogha- Spielleitung hat Karl H e y e r. -
ben gemalte Aepsel mit ihrem Hellen Gelb und maug » «a J Not in die begehrlichen Augen gestochen und zum gütige Anzeige. , Auffressen verlockt. — Und dann ist wieder das sorglose Lachen des Meisters da, und die Wärme "DasNechtdesSteuerps licht i g e n feiner Augen und die des köstlichen Spätsommer- a u f G e h ö r. Unter dieser Ueberschrift berichtet tages — und ich denke betrübt an den Abschied. Steuersyndikus Hermann Will zu Gießen m Ä ... _ , u den von ihm herausgegebenen „Aktuellen ©teucr-
Datcn für Donnerstag, 8. Oktober. fragen' (Rundschreiben Nr. 19) folgendes: In Sonnenaufgang 6.36 Uhr, Sonnenuntergang außerordentlich begrüßenswerter Weise unter- 17.49 älhr. — Mondaufgang 1.54 Uhr, Mond- । h->«- 'T»»;*&finnna'hnf in einer aaiuen An-
untergang 16.43 Uhr.
1834 der Komponist Francois Doieldieu in Jarcy gestorben- — 1868: der Maler Max Slevogt in Landshut in Bayern geboren.


