Ausgabe 
8.9.1931
 
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Gießen, den 8. September 1931.

Oer Blumenschmuckwettbewerb in Gießen»

Der zweite Rundgang der Blumenschmuck- Wettbewerb-Kommission des Ver­kehrs- und Bersch5nerungsvereinS Gießen ist vor einigen Tagen vorgenommen worden. Dabei hat sich ergeben, daß die Er­wartungen, die man nach dem ersten Desichti- gungSganae vor einigen Monaten hinsichtlich eines vollen Gelingens der Dlumenschmuckarbeit glaubte hegen zu dürfen, durch den anhaltenden Regen der letzten Wochen leider zu einem Teile enttäuscht wurden. Dennoch war es der Kom­mission möglich, eine ganze Anzahl wertvoller Ergebnisse der Dlumenschmucktätigkeit unserer Mitbürger festzustellen. Es wurden von der Kom­mission 23 erste Preise, 91 zweite Preise, 36 dritte Preise und eine Anzahl lobender Anerkennungen erteilt. Reben den für die Prämiierung angemel­deten Fenstern, Balkons und Borgärten mit Blumenschmuck bemerkte die Kommission noch eine Anzahl weiterer, schön geschmückter Fenster, Balkons und Gärten, die nicht zum Wettbewerb angemeldet waren, bei der Konkurrenz aber zwei­fellos Preise erhalten Hütten. Manche Dtraßen- züge wiesen zahlreichen und guten Blumenschmuck auf, in anderen Straßen dagegen war leider von irgendwelchem Blumenschmuck, der doch jeden ortsansässigen Bürger und auch die Fremden erfreut, nichts zu bemerken. Dom Zeitpunkt der ersten Besichtigung bis jetzt haben sich die Ge­ranien, Begonien, Fuchsien usw. als wetterfest erwiesen, dagegen haben die Petunien in fast allen Farben durch den wochenlangen Regen und Wind erheblich gelitten. Aus diesen Fest­stellungen der Kommission syllten unsere Mit­bürger die Folgerung ziehen, für den nächsten Blumenschmuckwettbewerb den Blumen­schmuck in gemischter Zusammenstel­lung vorzunehmen. Weiter wäre noch zu wün­schen, daß alle Bürger, die ihre Fenster, Bal­kon- und Dorgärtcn bisher mit Blumen schmück­ten, an dem Wettbewerb aber nicht teilnahmen, sich in Zukunft doch dieser Konkurrenz anschliehen möchten.

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gann. Der Sparkasse gelang eS gtoar genügend Barmittel für die plötzlich erhöhten Anforderun­gen bereitzustellen. 3n einer innerlich so nervösen Zeit wie der Gegenwart sind aber die Folgen der­artiger leichtfertiger Redereien gar nicht abzu- sehen. Die Staatsanwaltschaft hat denn sofort vierPersonen gefaßt, denen nachgewiesen werden konnte, daß fic bei derDerbr eil u n g der Gerüchte beteiligt feien. Am Montag ist das Gericht bereit- zusammengetreten und hat auf Gefängnis strafen von vier btS sechs Wochen, erkannt. DaS Gericht hat zwar sestgestellt, daß die Beklagten die Gerüchte nicht aufgebracht, sondern nur to e i t e r g e g e b e n hätten. Unter diesen Umständen wirkt die Ge- fängniSftrase hart. Aber sie ist doch nicht ungerecht. Ls muß einmal ein Stempel statuiert werden, und man darf hoffen, daß der Bremer Fall allen alS Warnung vorschweben wird, denen sonst der Mund sehr rasch wegläuft.

lungen sind vergeblich zur Eindämmung des Brand­herdes herangezogen worden, der eine größere Aus­dehnung hat, als das Grohfeuer in Tatoi im Jahre 1916.

Zweimal 300 000 Mark in der Lotterie gewonnen.

In der SamStagziehung der Preußisch-Süd­deutschen Klassenlotterie entfiel ein Hauptgewinn von 300 000 Mark auf daS LoS Rr 285 245. DaS GlücksloS befindet sich in beiden Abteilungen im Besitz eine» ©leimiger Kauf­mannes, der daS ganze Doppello» allein spielt. Sr würde demnach Anspruch auf zu­sammen 600 000 Mark haben. SS dürfte bisher nur selten vorgekommen sein, daß ein so hoher Gewinn einem einzigen Inhaber ungeteilt gufällt

Der erste Schnee auf der Schneekoppe.

Die Schneekoppe hatte Montag früh 8 Uhr bei minuS 1 Grad den ersten Schneefall in diesem Herbst.

Grohfeuer in Süditalien.

In einem etwa 25 Kilometer von Reggio (Ca­labria) entfernten Ort brach anscheinend durch Selbstentzündung in einem Heuschober Grohfeucr auS. Da nach dem Erdbeben von 1903 die Ortschaft nur zum Teil wiederoufgebaut wurde unb die Bevölkerung meist noch in Holzbarocken wohnte, fand daS Feuer bei dem herrschenden star­ken Wind reiche Rahrung. Etwa 200 Häuser und Baracken, die ebensoviele Familien beherbergten, wurden ein Opfer der Flammen. Da die Feuer­wehr die Bewohner gefährdeter Häuser mit Ge­walt entfernte, find keine Menschenleben zu be- klagen. Der Sachschaden dagegen beläuft sich auf annähernd zehn Millionen Lire. Sowohl die Re­gierung als auch der Papst haben für die erste Hilfeleistung Fonds zur Verfügung gestellt.

Vornotizen.

Tageskalender für Dienstag. NSDAP.: SA.-Kundgebung, 21 Uhr, CafS Leib. Lichtspielhaus, BahnhofstraßeNie wieder Liebe". 1. Reichskurzschrift.Gesellschaft: 19 Uhr Anfängerlehr­gong. Peftalozzifchule.

Amerika als Vorbild und War- nun g." Am Mittwoch, 9. September, 20 Uhr. hält Pfarrer Devaranne von der Ostasien- Mission, der eben von Rordamerika in die alte Heimat zurückgekehrt ist, in der Etadtkirche einen Vortrag über das ThemaAmerika als Vor­bild uno Warnung".Amerika, du hast es besser, al- unser Kontinent der alte ..schrieb einst Goethe:wir aber, wir Menschen unserer Zeit, sehen deutlicher so schreibt man uns die Probleme (Prohibition, Reger-, Rassen- und Arbeiterfrage), mit denen sich auch Amerika ab» zuquälen hat. Wir sehen heute, daß es jenes Land absolut nicht besser hat, als unser alter Kontinent, sehen allerdings auch, daß man dort optimistischer an die Probleme herangeht. Gewiß, eS gibt Dinge, in denen uns Amerika über ist, in praktischen und hauswirtschaftlichen Dingen, im Verkehrswesen, in hygienischen Dingen. Aber darüber hinaus wollen wir nichts nachahmen, noch gar uns schmücken mit den Federn der aus­gewanderten, stark emanzipierten Tochter Eu­ropas. vielmehr unser Erworbenes, unseren ge­wachsenen Besitzstand wahren nach beiden Seiten:

Aus aller Welt.

Gras Zeppelin" von seiner Güdamerikafahri zurück. Graf Zeppelin" ist von feiner Fahrt nach Süd- «merika wohlbehalten wieder heimgekehrt. Das Luft- schiss landete am Montaanachmittag um 15.45 Uhr. Wahrend der Landung brach die im Werftgelände »ach Taufenden zählende Zufchauermenge In begei­sterte Hochrufe aus. Zwischen riesigen Palmen- poeigcn am-Bug des Lustfcyiffes baumelte ein Kro­kodil. Die begeisterte Menge war nicht zurückzuhalten inb folgte dem Luftriesen bis in die Halle, so daß lie Passagiere nur mit Muhe das Luftschiff verlassen kannten. Mit südamerikanischen Andenken wie Halmenzweigen, Kakteen, Schiangenhäuten Ananas »sw reich bepackt stieg die Besatzung aus. Das Lust- kchiff/hat für die zweimal 8000 Kilometer lange (trecke FriedrichshafenPernambuco und zurück insgesamt 155 Stunden benötigt, und zwar 73 Stun­ten für die Hinfahrt und 82 Stunden für die Rück­fahrt. Das Luftschiff hatte bei feiner Rückfahrt erst rach einer ununterbrochenen Meerfahrt von drei Tagen an der französischen Westküste zum erstenmal Bieber £anb unter sich. Es hatte meist schönstes Detter.

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Die Tagung des Deutsch-Oeslcrretchischen Alpenverein».

In Baden bei Wien fand unter dem Vorsitz von Oberbaurat Rehlen-München die Haupttagung des Deussch-Oesterreichischen Alpen- »ereins statt. In einer Begrüßungsansprache hob Ter österreichische Bundeskanzler Dr. B u r e s ch die Verdienste deS AlpenvereinS um Oesterreich, besonder- im Fremdenverkehr, hervor und ver­sicherte den Verein der allseitigen Unterstützung durch die Behörden. Der Vorsitzende gedachte in seiner Ansprache insbesondere auch der Süd­tiroler. In Rom sollten verschiedene Abkom­men weit gediehen sein. Rach wie vor aber seien die Verhältnisse, unter denen das deutsche Volk in Südtirol lebt, äußerst traurig. Unsere Be­mühungen müßten darauf gerichtet sein, daS deutsche Volkstum Südtirols zu erhalten. Eine lebhafte Aussprache entspann sich über den An­trag der Sektion Männerturnverein München, in der Zeit der wirtschaftlichen Rotlage der Sek­tionen AuSlandfahrten nicht zu unter- stühen. Demgegenüber wurde jedoch auf die croße Bedeutung dieser Expeditionen hingewiesen, die am Himalaya, in den Eordilleren, im Pa­mir-Gebiet und im Kaukasus große Erfolge auf* Viesen. Für 1932 sei eine Expedition in die Cierra Bianca im südlichen Peru vorgesehen. Für solche Expeditionen ständen 39 000 Mark zur Verfügung. Die Hauptversammlung sprach sich für die Beibehaltung der Ausland­aktionen aus. 158 000 Mark sind im Jahre 1932 an Beihilfen für Hütten und Wege vorgesehen. Lebhafte Zustimmung rief der Antrag der Sek­tion Lindau hervor, alpine Jugendher­bergen in Talorten und in der Wald- zone herzustellen. Als Ort der nächsten Tagung tourbe Nürnberg angenommen.

Tagung

des Relchsoerbandc» Deutscher Wandervereine.

Der 40. Deutsche Wandertag des Reichsverban- deS Deutscher Wandervereine, der in 63 Ver­einen rund 250 000 deutsche Wanderer vereinigt, fand in dem landschaftlich herrlich gelegenen Städtchen Burg a. d. W statt. Der 1. Dorfitzende Rektor L a f p e r l (Frankfurt a. M.) begrüßte die Vertreter auS allen Gauen Deutschlands und teilte alS Forderung des Reichsverbandes die Rückeroberung deS Grünlandes, die Rückgewin­nung der deutschen Seele und die Schaffung eines Gegengewichtes gegen die Maschine heraus. In­halt der Arbeit der Zukunft wird u. a. die Schaf­fung einer Verbands-Haftpflicht sein, ebenso daS Vorwärtstreiben der Schaffung deutscher Wan- lertocgc und Wanderer-Schuhpfade. Eine Werbe- voche 1932 soll der Verbreitung des deutschen Dandergedankens dienen. Die Jugendarbeit soll für einen wanderfrohen Rachwuchs sorgen. Stern- vanderungen sollen zum Zusammenschluß benach­barter Derbandsvereine führen und im Jahre 1932 unter dem Leitgedanken .Goethe als Wan­derer" gestellt werden. Der nächste Wandertag wird in Mettlach a. d. Saar ftattfinben.

Ricfenroalbbranb bei Athen.

Die nördliche Umgebung der Stadl Athen wird durch einen auf dem Berge Parnas ausgebrochenen brand gefährdet, der bereits taufende Hektar Herr- ichen Pinien-Waldes vernichtet hat. Ein Dorf fiel Breits den Flammen zum Opfer, während mehrere mdere geräumt werden mußten. Auch die Sommer- residenz des Staatspräsidenten Zaimais, der sich vor der Feuersgefahr nach Athen begab, die Dillen- Kolonie Kephifsiam soll in der Gefahrzone liegen.

allgemeiner Run auf die Kassen be» | Der frühere Eommersitz des Königs Constantin, ' " ' - genügend Tatoi, ist von ben Flammen angegriffen. Die

| ausgebefjnten Sperrmaßnahmen können die Feuer- ausdehnung nicht verhindern. Starke Mititärabtei-

Der babilte jum 1. Oktober seten, die ihm oilligl wurde. DadenS beim Zeitvunli n dieser tot* imisierium auf sterpräsidrntcn ebung des ns bei der lchlossen.

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nach Amerika und nach Rußland." Der Redner | wird seinen Vortrag mit Lichtbildern illustrieren | und dürfte so den Zuhörern einen Einblick in | daS wahre Wesen Amerikas verschaffen. (Siehe heutige Anzeige.)

* Veränderungen In hessischen Kreisverwaltungen. Mil Wirkung vom 1. Oktober tritt der KreiSdireklor beim Kreisamt Offenbach a M. Ernst Werner in den Ruhe- stand. Der bisherige KreiSdirektor in Groß-Gerau Dr. Emst Merk wurde zu feinem Rachfolger bestimmt. Mil der Dersehung der Dienstgeschäste des Kreisdirektors beim Kreisamt Groß-Gerau wurde der bisherige Polizeidirektor Dr. Hermann it f in g e r (Darmftabl) mit der Amtsbezeichnung alS KreiSdirektor betraut. Mil der Derfehung der Tienstgefchäfte deS bisherigen Polizeidirek- lorS Ufingcr wurde Polizeidireklor Dr. D i 11 - mar (Offenbach) und mit der Versetzung von dessen Dienstgeschäften der Leiter des LandeS- kriminalpol'.zeiamtcs Regierungsrat Hermann Back beauftragt

FreiwilligeArbeitsdienstpslicht. In der letzten Zeit wurde auS verschiedenen Ge- genden des Reiches über eine steigende Aktivität der Bewegung für die Einführung einer freiwilli­gen Arbeitsdienstpflicht, insbesondere für junge Leute, berichtet. Die Bewegung wird diS jetzt in der Hauptsache von dem Iungdeutschen Orden ge­tragen und vorwärtSgetrieben. Den ersten prak­tischen Versuch mit dieser Einrichtung hat der Iungdeutsch« Orden in Sachsen in Gang gebracht, der weiteren Durchführung dieses Werkes darf man mit Interesse entgegensehen. Die ReichSregie- rung hat sich entschlossen, wie in den letzten Tagen berichtet wurde, die Bestrebungen für die frei­willige Arbcitsdicnstpfiicht durch eine Beihilfe im Betrage von einer Million zu unterstützen. Wie w>r auf Anfrage beim Arbeitsamt Gießen er­fahren, ist in unserer Gegend, also im Bereiche deS Gießener Arbeitsamtsbezirkes, der die ganze Provinz Oberhessen mit Ausnahme deS Schützer Landes und der Gegend von Vilbel umfaßt, von einem praktischen Schritt zur Einführung der Ar­beitsdienstpflicht bis jetzt noch nichts bekannt, eben­so liegt ein dahinzielender Antrag beim Arbeits­amt noch nicht vor.

"Don derReichsbahn. Der Personenzug 709, Dad-Rauheim ab 0.06 Uhr, ist von jetzt ab bis auf weiteres in der Rächt vom Mittwoch zum Donnerstag zur Rückfahrt auf AuSflug-Rücksahr- karten Gießen Dad-Rauheim ausnahmsweise freigegeben worden.

" Ein Fünfundsiebzigjähriger. Der Kaufmann Wilh. Ma des, früher Inhaber der Firma Treff & Co., begeht morgen die Feier seines 75. Geburtstages in voller körperlicher und gei­stiger Frische. Herr Made-, der Dorsihender des Rentnerbundes und dessen Mitaründer ist, hat sich lebhaft für die Interessen der Kleinrentner in unserer Stadl eingesetzt.

" Ein neuer Erfolg der Tanzschule ulke. Man berichtet uns: Bei dem in Bad Kissingen veranstalteten Tanz'ehrer-Kvngreß und Fachschule des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrer- Verbandes, Akademie deutscher Tanzlehrer, wurde das Lehramt für moderne Gesellschaftstänze Herrn Ewald B ä u l k e und Frau übertragen. Im Rah­men dieser Tagung wurde eine öffentliche Tanz- schau abgehalten, woran sich ^Herr Ewald ulke und Frau, sowie Herr Theo Däulke mit großem Erfolg beteiligten.

Derkehrsunfall. Gestern nachmittag er­eignete sich an der Einmündung der Ärofborfer Straße in die Rodheimer Straße ein Derkehrsunfall, der jedoch noch einigermaßen glimpflich ablief. Ein Motorradfahrer wollte aus der Krofdorfer Straße in die Rodheimer Straße einbiegen, fuhr dabei aber gegen einen Hanomag, der im gleichen Augen- blick die Straße paffierte, stürzte unb erlitt einige Verletzungen leichterer Art. Der Beifahrer des Der- unglückten kam mit dem Schrecken davon. Der Führer des Kraftrades wurde von der Freiwilligen Sanitätskolonne in die Chirurgische Klinik gebracht.

"Im Auto durch zwei Wellen." Der Film unter diesem Titel, der am Sonntag­vormittag im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, ge­zeigt wurde, war daS Spiegelbild einer Reise (einer privaten Reise übrigens, der das Cha- rakteristikum der Expedition nicht eigen war), die Elärenore S l i n n e s in Gemeinschaft mit dem Regisseur Axel Söderström, ihrem jetzigen Gatten, im Auto durch zwei Grdtelle unternahm. Die zum Tell sehr strapaziöse Fahrt führte von Frankfurt a. M. aus nach dem Balkan, nach Klein-Asien und nach Rußland, durch Sibirien und die Mongolei nach China, nach Japan, über den Stillen Ozean nach Südamerika, über die Puruanischen Kordilleren nach Rordamerika unb via Le HavreParis nach Berlin. 3n loser Folge war im Bild das den Reisenden wesentlich Er­scheinende festgehalten, Landschaft und Archi­tektur, Menschen und Dinge in Photographie und Ton wiedergegeben, mit besonderer Sorgfalt wa­ren die großen technischen Schwierigkeiten, die sich dieser Autoreise auf unwegsamen Straßen und grundlosen Wegen entgegenstellten, gefilmt. Man sah außerdem einige schöne Tieraufnahmen, eine Rehjagd bei 50 Grad Kälte in der russischen Steppe und fragmentarische Aufnahmen buddhisti­scher Tempeltänze. Der Film, der sich in der Hauptsache darauf beschränkte, kaleidoskopartig wiederzugeben, was sich den Reisenden auf ihrer Fahrt Bemerkenswertes bot, wurde mit Auf­merksamkeit verfolgt.

Taten für Dienstag, 8. Leptembcr.

1778: der Dichter Clemens Brentano in Ehren­breitstein geboren. 1831: der Dichter Wilhelm Raabe in Eschershausen geboren. 1841: der Komponist An ton Dvorak in Mühlhausen in Böhmen geboren.

Meine Strafkammer Gießen.

Gießen, 4. Sept. Aus der Kaiserstrahe in Friedberg waren ein Auto und ein mit zwei Personen besetztes Motorrad zusarnmengestoßen, wobei die Motorradfahrer erheblich verletzt wor­den waren Vom Amtsgericht Friedberg waren die Lenker deS AuloS unb deS RadeS zu Geld­strafen verurteilt worden, der eine, weil er vor dem Motorradfahrer die Straße überquert hatte, der Motorradfahrer, weil er zu schnell gefahren fei. DaS Amtsgericht nahm an, daß beide an dem Unfall schuld seien. Auf die Be­rufung deS Motorradfahrers wurde das HrtcU gegen ihn aufgehoben unb er wurde frelge* sprachen. Rach dem Gutachten eine# Sachverstän­digen konnte ihm ein Verschulden nicht nach­gewiesen werden. AuS der Aussage einet Zeugen« baß daS Aad an ihm .vorbeigesaust" sei, tonnte^ zumal eS dunkel war, kein sicherer Schluß auf Die Fahrgeschwindigkeit gezogen werden.

Gleichfalls freigesprochen wurde ein Autolenker, der auf einer Landstraße einen Paffanten von hinten ungefähren hatte, wodurch Dieter un< bedeutende Verletzungen erlitt. Rach der Beweis­aufnahme hatte der Verletzte die Straße im letzten Augenblick überquert; dem Angeklagten konnte ein Verschulden nicht nachgewiesen werden«

Kunst unb Wissenschaft.

lob eines bekannten Frankfurter Schauspieler».

Frankfurt a. M., 7. Sept. (WSN.) 9m Atter von 73 Jahren ist bas Ehrenmitglied des Frank­furter Schauspielhauses Arthur Bauer am Sonn­tag g e ft o r b e n. Bauer war 32 Jahr« lang eines der bedeutendsten Mitglieder des Schauspielhauses und hat mehr als zehntausendmal auf der Buhne gestanden. Bei seinem Uebertritt in den Ruhestand wurde er Ehrenmitglied des Schauspielhauses.

Linterschlagungen bei ber Kreis- und Zorstkasse Dillenburg.

Dillenburg, 8. Sept. (MTV. Funkspruch.) Bel der hiesigen staatlichen Kreis - und Forstkasse wurden umfangreiche Unterschlagungen auf- gedeckt. Der Oberrentmeister Z w a n j i g e r, ein an­gesehener Bürger unb früherer Kreistagsabgeord­neter, sowie der ebenfalls In bie Angelegenheit ver­wickelte Berroaltungsaffeffor Bergtjäufer wür­ben gestern nachmittag verhaftet unb in bas Ge­richtsgefängnis ju Wetzlar elngelicferL Die Im Laufe mehrerer Iahre veruntreute Summe soll sich auf 4000 0 INark belaufen. Der 50 Jahre alle Oberrentmeifler ist geständig.

Die Wetterlaae

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Wettervoraussage.

Rachbem die Kaltluftzufuhr der immer weiter nordöstlich abziehenben Finlanbstörung in un­serem Bezirk aufgehört hat, wird nunmehr der hohe Druck, der fich keilförmig von den britischen Inseln südöstlich bis zu ben Ostalpen erstreckt, weiter wirksam werben. In seinem Bereich hatte sich infolge ber starken Abkühlung in der letzten Rächt eine geschlossene Rebelbecke gebilbet, bie aber durch bie absinkende Luftbewegung heute morgen bereits aufgelöst wurde. Da sich der Hochdruck noch etwas kräftigt, so dürfte er die Vorherrschaft behalten unb uns ein paar schöne Tagex bringen. Abgesehen von weiter auftreten» ben Frühnebelbilbungen, die für bat herbstliche Hoch charakteristisch sind, wird der Himmel meist yciter sein. Die Temperaturen unterliegen der Ein- unb Ausstrahlung, steigen also tagSuber an, während nachts stärkere 2lbkühlung stellenweise bis in Gefrierpunktnähe zu erwarten ist

Vorhersage für Mittwoch. Morgens neblig unb dunstig, tagsüber ausheiternd unb wär­mer, trocken, nacht- wieder stärkere Abkühlung.

Vorhersage für Donnerstag. Wei­terhin meist heiter und trocken.

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