Einzelbild herunterladen

Gepäcks ter drei Geschwister ergab aber, daß unter den Sachen der Sophie Reins 1800 Mark versteckt aufgefunden wurden. Bei Reins selbst wurden 1740 Mark und fünf dänische Kronen vorgefunden. Reins erklärte, Not und Arbeitslosigkeit seiner Angehöri­gen hätten in ihm den Entschluß heranreifen lassen, einen großen Diebstahl auszuführen. Nach der Tat habe er seine Schwestern besucht, die ohnehin Pässe besäßen, und sie zu einer Reise nach Ita­lien eingeladen. Nach einem zweitägigen Aufenthalt in Lugano seien sie am Montagabend in Genua eingetroffen.

Politische Schlägerei in Wuppertal.

3n Wuppertal kam eS nach einem Bericht der Tel.-Lin. zu einem wüsten Tumult in einer Versammlung, die die Karnpf gernein- schäft Revolutionärer Nationalso­zialisten, Richtung Otto Strasser, einbrrufen hatte. 3n der Versammlung, die etwa zur Hälfte aus Nationalsozialisten der Hitler-Richtung bestand, während sich die andere Hälfte aus Strasser- und S t e n n e s - An ge h ö r i- gen und zum Teil auch aus K o mm u n i st e n zusammensehte, herrschte schon lange vor An» kunft des Redners eine sehr erregte Karnpfes- stimmung, so daß der überwachende Polizei­offizier mit der Räumung des Saales drohte. Als der Versammlungsleiter einige Worte gesprochen hatte, kam es zu einem ungeheuren Tumult, der im Augenblick in eine allgemeine Schlägerei ausartete. Dabei wurde mit Tischen, Stühlen und Biergläsern ge­kämpft, während auch noch Tränengas- und Stink­bomben verwandt wurden. Eine große Anzahl von Personen, darunter auch einige zum Schutz der Dersammlrmg beorderte Polizeibeamte, wur­den verletzt. Verschiedene Ohnmächtige muhten aus dem Lokal getragen werden. Die Polizei räumte darauf mit dem Gummiknüppel den Saal, dessen Einrichtung vollkommen zertrümmert wurde. Bis in die späten Abendstunden setzten sich in den angrenzenden Straßen die tätlichen Ausein­andersetzungen der feindlichen Richtungen fort.

Vor blutigen Konflikten im Kohlengebiet von Kentucky?

3m Kohlengebiet von Kentucky (USA.) haben sich die schon seit längerer Zeit img errege befind­lichen Arbeitskonflikte derart zugespitzt, daß ein Zusammenstoß zwischen dm Streikenden und den Staatsbehörden bevorzustehen scheint. 3n der Stadt Evarts haben die Streikenden eine Reihe von blutigen Zwischenfällen herbeige­führt. Die Behörden haben daraufhin die Miliz aus 15 Städten aufgeboten. Zur Zeit befinden sich die Truppen mit Panzerwagen, Artillerie und Reiterei auf dem Marsch nach Evarts. Die Strei­kenden haben auf den Dächern der Stadt Vertei­digungspositionen eingerichtet. Sämtliche Frauen und Kinder sind aus der Stadt entfernt.

Ein neuer Dürer entdeckt.

Bei der Neuordnung der Pinakothek von Siena, die in diesen Tagen vom Inspettor des 3nstitutes und einer Schweizer Studentin, Fräu­lein Futterer, vorgenommen wird, wurde auf einer 32X22 Zentimeter großen Tafel ein Ge­mälde von Dürer entdeckt. Es stellt den heiligen Hieronymus dar und ist datiert vom Jahre 1514. Von dem interessanten Funde wurde sofort das zuständige Ministerium in Kenntnis gesetzt.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 8.Mai 1931.

Gegen den Lärm.

Wenn der G'egenwartsmensch plötzlich in die Verhältnisse der Vergangenheit versetzt würde, schon die Stille, die ihn umgäbe, wäre ihm zu­nächst fast unerträglich. Nur 150 3ahre zurück, etwa nach Weimar in die Nähe Goethes, und schon umgibt einen Stille, die wohltuend und beängstigend zugleich ist. Ein wenig von dieser Stille kann man auch heute noch dort nach­empfinden, wenn man an Tagen, die nicht von Fremden besonders stark in Anspruch genommen sind, durch die Räume des Hauses am Frauen- plan wandelt. Lind das war immerhin ein kul­turelles und geistiges Zentrum. Wie anders gar noch einige Jahrhunderte früher an Stätten, die ländliche Einsamkeit und damit gewissermaßen klösterliche Stille besahen!

Wir Gegenwartsmenschen sind gegen Geräusche ziemlich abgestumpft. Nur noch die stärksten, die lautesten treten in unser Bewußtsein. Die un­zähligen andern sind wir gewöhnt, daß wir sie gar nicht mehr merken.

Ich fitze im stillen Zimmer und lausche ein­mal den Lauten, auf die ich sonst nicht acht habe. Eine Tür geht leise, knarrend. Am Gang schlür­fende Tritte. Don fern die Hupe eines Autos. Ganz fern das Geräusch einer Maschine. Jetzt das Gespräch zweier Männer auf der Straße. Eine Tür fällt ins Schloß. Ein Handwagen wird über das holprige Strahenpflaster ge­zogen. Der Kanarienvogel wispert leise. Ein Kind schreit über die Straße hinüber. Wieder ein Auto. Dor dem Fenster hustet ein Erkäl­teter. Auf der Treppe stampft jemand herunter. Ein Motorrad knattert. Wieder eine Tür, ein Auto, Schritte am Gang, knallend fällt eine Tür ins Schloß. Ein schweres Lastauto rattert vorüber, daß die Fenster klirren. Tür knallt. Schritte am Gang. Ein kleines Geschirr auf der Straße.

Ich habe auf die Llhr gesehen: Nur drei Minuten sind seit der Niederschrift der ersten Geräuscheindrücke vergangen. Wieviel Geräusche, also bringen in 24 Stunden auf uns ein! Lind jedes zerrt ein wenig an unfern Nerven, jedes gräbt sich in das feine Werk unsers Gehirns irgendwie ein, uns nicht bewußt, auch-nie scharf ins Bewußtsein tretenb; aber jedes dieser Ge­räusche wirkt sich doch auf uns aus. Wenn wir uns scharf auf eine Tätigkeit konzentrieren, geben wir nur dem Geiste eine bestimmte Richtung und schlichten unser bewußtes Denken von den kleinen Geräuschen ab, die uns ablenken wurden. Aber unser Ohr, unsere Nerven registrieren diese

Starke Rehverluste in Oberheffen.

Die Rehbestände OberhessenS haben seit etwa Anfang Februar Derluste erlitten, die eine ganz empfindliche Schädigung de'r Re­viere darstellen und die Aufmerksamkeit aller Interessenten erfordern. Eine große Anzahl der gefallenen Stücke ist fachmännisch untersucht wor­den, und es hat sich dabei ergeben, daß es sich stets um das gleiche Dild

infektiöser Magen- und Darmerkrankungen handelte, wobei als besonders kennzeichnendes Merkmal Dodenbestandteile in Magen und Darm nachgewiesen werden konnten. Diese müssen wohl von dem Wild bei der Aesungsauinahme mit aus­genommen worden fein. Die Vegetation war im März April noch derart weit zurück, daß den Tie­ren die Aufnahme von Saat kaum ohne Berüh­rung des Bodens möglich war. Es wird auch mit der Möglichkeit zu rechnen fein, daß künstliche Düngemittel, die bei Trockenheit gestreut, sich nicht auflösten, u. LI. in größeren Mengen in den Wildkörper gelangten. Zum Teil scheint manchen von ihnen jedenfalls nach vorliegenden Llnter- suchungsergebnifsen eine gewisse Aehwirkung zu- zukvmmen, durch die Verletzungen der Schleim­häute entstehen können, die ihrerseits wieder die Pforten für das Eindringen von Bakterien dar- stellen, die mit den Bodenteilchen aufgenommen werden. Während die Verluste, die hauptsächlich jüngere Stücke betrafen (in einem Revier fielen 35 Stück, davon 26 Kitzen), in der letzten Zeit nach» zulasfen schienen, wie das" auch bei stärkerem Wachstum in der Pflanzenwelt erwartet wurde, werden

au» Dogcfobergreoieten, speziell aus dem JUbba- gebiet, gerade aus ben letzten Wochen starke

Verluste gemelbcf.

Angeblich soll dabei auffallend starke Auf­nahme von Fichtennadeln, die sich im Pansenzu- sammenballen würden, eine Rolle_ spielen. Don fachmännischer Seite wird diese Möglichkeit aller­

dings bestritten, und die Literatur bringt auch keine derartigen Beobachtungen. Die Ursachen für solche Eingänge können nur durch genaueste Un­tersuchungen durch den Fachmann erkannt wer­den. Leider sind weite Teile der Iägerwelt noch weit davon entfernt, die Nutzanwendung daraus zu ziehen und Fallwild untersuchen zu lassen. Es werden vielmehr Ursachen, die von Laien erkannt sein wollen, von Mund zu Mund Wei ter gegeben, anstatt den Fachmann arbeiten und vor allem sich von ihm beraten zu lassen. Denn es kommt in der Praxis vor allem darauf an, Mittel und Wege zu suchen, die eine Wiederho­lung solcher volkswirtschaftlichen Derluste verhin­dern. Es kann daher nur immer wieder betont werden, daß in solchen Fällen gehäufter Ver­luste unbedingt

versanbfähige Stücke Fallwild an bas veterinär- pathologische Institut der Universität Gießen eingeschickt

werden sollten, wo Untersuchung und Beratung im Interesse der Sache kostenlos erfolgen.

Bei einer eingehenden Aussprache über die Wildverluste, die im Kreise des Hubertus-Gießen stattfand, wurde übrigens festgestellt, daß Einzel- reviere z. T. gar keine Verluste hatten. Cs wurde dabei bet ft ar f en Derwenbung von Kochsalz in Gestalt von Sa lz leck en ein er­hebliches Verdienst zugemessen. Ferner wurde beobachtet, daß in verschiebenen Revieren, in benen im März angesichts der Aesungsarmut in der Natur gefüttert wurde, einmal die Füt­terungen gut angenommen wurden und zweitens die Verluste zurückgingen. Es wird aus diesen Beobachtungen heraus vielleicht möglich sein, für die Zukunft praktische Nutzanwendungen zu ziehen.

Jedenfalls muß vor allem bei erneuten Ver­lusten an alle Revierinhaber die dringende Mah­nung ergehen, sich durch fachmännische Unter­suchungen Klarheit über die Ursachen zu ver­schaffen. H.

Koeppe dankte der Rednerin, sowie der Ka­pelle E i n b r o b t, die sich zur musikalischeni Ausgestaltung des Abends zur Verfügung gestellt hatte. Herr Dr.Gveres dankte im Namm der Gasvereinigung und des Gaswerks den Veran­staltern für den interessanten Abend. Mit der Veranstaltung war eine Ausstellung von Küchen­geräten, Delikatessen und Seefischen verbunden. Während man bei der Ausstellung der Küchen- Gebrauchsartikel-Firmm die neueren Küchen- Hilfsmittel in Augenschein nehmen konnte, fiel bei der Ausstellung der Seefische ein riesiger Kabeljau auf. der in dieser Gröhe wohl kaum hier gesehen wurde. Heute, Freitagabmd, wird ein zweiter derartiger Dortragsabmd stattfinden.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 6. Mai. Der frühere Geschäfts­führer einer auswärtigen Firma hatte sich wegen Untreue und Betrugs zu verantworten. Er sollte über eine Reihe von Forderungen der Firma zu feinen eigenen Nutzen verfügt und, um eine höhere Tantieme zu erhaltm, falsche Bilan- zen aufgestellt habm. Der Angeklagte bestritt jegliche Schuld. Die viele Stundm andauernde Beweisaufnahme erbrachte keine einwandfreie , Aufklärung. Es mußte daher Freisprechung erfolgen.

In einer Nacht im Dezember 1930 versagte in der Ludwigstrahe ein Auto, in dem der Angeklagte mit zwei Freunden nach Hause fahren wollte. Sie versuchten lange Zeit vergeblich, es in Gang zu bringen. Eine dazukommende Poli- ' zeistreife machte sie in ruhiger Form darauf aufmerksam, daß sie das Auto von der Mitte der Straße neben an die Seite schieben mühten. Der Angeklagte rief den Beamten darauf zu. sie sollten ihren Minister holen, der sei bei seiner letzten Redebesoffen" gewesen. Die letzteren Worte wiederholte er. In der heuttgm Verhandlung bestritt er diese Aeuherung. Auch die beiden Frmnde konnten sich nicht erinnern. Mit Rücksicht auf die ganz bestimmten Angaben der Polizeibeamten hatte das Gericht leinen Zweifel an der Schuld des Angeklagten und verurteilte ihn zu 100 Mark Geldstrafe.

Eindrücke doch, und diese Fülle von Eindrücken raubt unseren Nerven die Gesundheit. Cs gibt heute kaum einen, der nicht irgendwie mit dm Nerven zu tun hat. Lind man wird nicht fehl gehen, wenn man annimmt, daß ein gut Teil Schuld daran die Fülle des Lärms trägt, die täglich, stündlich auf uns eindringt.

Immer stärker ergeht daher neuerdings die Mahnung derer, die als Hüter der Volksgesund­heit eine schwere Aufgabe haben. Schränkt den Lärm, die Geräusche ein! Die heutigen Lebens­formen setzen dieser Forderung selbstverständlich Schwierigkeiten entgegen. Aber anderseits läßt die Technik auch manches zu, was zur Vermin­derung des Lärmes beitragen kann. Man nimmt in neuen, modern eingerichteten Häusern neuer* dingt Bedacht darauf, daß alle Voraussehungm geschaffen werden, die zur Verminderung des Lärms dienen tonnen. Selbstverständlich müssen auch die Menschen selbst noch ein übriges dazu tun. Schließlich ist jeder für die Gesundheit des andern verantwortlich, denn nur durch gegen­seitige Rücksichtnahme läßt sich eine Erleich­terung dec Lebensschwierigkeiten erzielen. Diel Lärm, viel Geschrei, viel Türenschlagen und Tra­ben läßt sich bei gutem Willen vermeiden. Lind diese Rücksichten machen sich bezahlt.r.

Bornotizen.

Ta geskalender fürFreitag: Stadt­theater:Haus Rothschild". 20 bis 22.30 Llhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Grock". Ab 22.45 Llhr Nachtvorstellung:Lachendes Geben. Astoria-Lichtspiele:Die Falle am Crowton Paß" undVier Federn".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, unter der Spiellei­tung des IntendantenHaus Rothschild", historisches Schauspiel von Hanns Sahmann mit Frau Auguste Prasch-Grevenb^rg als (Saft in der Rolle der Frau Gudula. Morgen, Samstag, 15.45 Uhr, Schillers romantische TragödieDie Jungfrau von Orleans" als Schülervorstellung: Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Sonntag, 10. Mai, 18.30 Uhr, Fremden­vorstellung. Zu ermäßigten Preisen gelangt das Lust­spiel Paillerons:Die Welt, in der man sich lang­weilt" mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg in der Rolle der Herzogin als Gastspiel zum letztenmal zur Aufführung: Spielleitung Peter Fassott. Das letzte Operngastspiel dieses Winters findet am Diens­tag, 12. Mai, statt. Das Opernenfemble des Hessischen Landestheaters Darmstadt gastiert mit Bizets großer OperCarmen": Spielleitung Generalintendant Professor Carl Ebert, musikalische Leitung Dr. Böhm. Opernpreise! Beginn der Oper pünktlich 19 Uhr.

Volkshochschule. Interessenten seien- darauf aufmerksam gemacht, daß heute, Freitag, folgende Kurse beginnen:Magen-, Darmerkran­kungen und Stoffioechselstörungen (Dr. Ma- lech),Französisch für Fortgeschrittene und Zeichnen (Kunstmaler Fries). Näheres siehe Anzeige.

Johann Strauß wird mit seiner Künstler, schar am Samstagabend in der Dolkshalle das mit Interesse erwartete einmalige Konzert geben. Rest­liche Karten bei den Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. (Siehe Anzeige.)

D urchs bayrische Hochlan d." Am Sonntag 11.15 Uhr, findet im Lichtspielhaus, Bahn- hofstraße, roiebÄ eine Kulturfilm-Vorstellung statt, die den Freunden der Berge viel Freude bereiten dürste. Der FilmDurchs bayrische Hochland" ver- einigt die grandiose Schönheit der Hochgebirgswelt mit dem feinen Reiz der voralpinen Landschaft in schönen Aufnahmen. Die Menschen und Tiere der Täler und Höhen wurden im Bilde festgehalten. Eine besondere Note erhält der Film durch Aufnahmen von den Darstellern der Passionsspiele in Ober­ammergau. (Siehe Anzeige.)

Deutscher Tag der NSDAP, in Gießen. Die Nationalsozialistische Deutsche Ar­beiterpartei veranstallet am Sonntag, 10. Mai, in Gießen (Volkshalle) einen Deutschen Tag, bei dem

General Ritter von Epp, Reichstagsabgeordneter Wagner (Bochum) und Oberleutnant a.D. Weih­rauch (Ulm) sprechen werden. Näheres in der An­zeige vom Mittwoch.

Der Rerchsverband Deutscher Tonkünstler und Musiklehrer, Orts­gruppe Gießen, veranstaltet am Sonntag, 10. Mai, im großen Hörsaal der Unioerfi- tät einen Dortrag. Professor Willi Reh - berg, Mannheim, wird über das ThemaZeit­genössische Llnterrichts-Musik für Klavier (mit Erläuterungen am Klavier) sprechen. Näheres in der heutigen Anzeige.

** Aufgehobene Straßensperre. Das Polizeiamt teilt mit: Die Sperrung der Georg- Philipp-Gail-Straße wird, da die Walz- arbeiten beendet sind, aufgehoben.

** Prüfung der F e u e r m e l d e - S i r e - nen. Morgen, Samstag, 15 Uhr, wird zur Nach­prüfung der Feuermelde-Sirenen ein blinder Alarm veranstaltet. Ein Grund zur Beunruhigung liegt also bei dieser Alarmierung nicht vor.

** Verstärkter S t r a ß e n b a h n o e r k e h r am Samstag- und Sonntagabend. Von der Direktion der Städtischen Straßenbahn wird uns mitgeteilt.-- Anläßlich des am Samstagabend statt­findenden Strauß-Konzertes in der Volkshalle wird verstärkter Straßenbahnverkehr eingerichtet, und zwar verkehren die Wagen bis nach Schluß des Konzertes. Ebenso wird am Sonntagabend wegen des Konzertes in der Dolkshalle verstärkter Straßen- bahnoerkehr eingeführt; auch hier werden die Wagen bis nach Schluß des Konzertes verkehren. Es ist wünschenswert, daß das Publikum von der günstigen Fahrgelegenheit zahlreich Gebrauch macht.

** E i n 85jährige r. Am Mittwoch feierte der Veteran von 1870/71, Herr Peter Völzing, wohn­haft Steinstraße Nr. 23, feinen 85. Geburtstag. Der Jubilar, der während des Feldzuges 1870/71 ein Bein und einen Arm verloren hat, erfreut sich der besten Gesundheit und ist noch heute imstande, Gartenarbeiten zu verrichten. Reichspräsident von Hindenburg übersandte dem Jubilar als Ge- burtstagsgeschenk ein Bild mit eigenhändiger Unter­schrift.

' Buchdrucker-Dilbungstag in Gie­ßen. Der Kreis Frankfurt a. M. im Vildungs- verband der Deutschen Buchdrucker veranstaltet am Samstag, 9. Mai, und am Sonntag, 10. Mai, im Gewerkschaftshaus zu Gießen einen Vildungs- tag, mit dem eine öffentliche Ausstellung von 6b Plakatentwürfen aus dem Nürnberger Vuch- getoerbefaal verbunden ist. Gewerbelehrer Goit- lieb Fischer, Leiter des Nürnberger Vuch- gewerbesaales, wird sprechm überTechnik und Leistung im heutigen Buchdruck. Siehe hmfige Anzeige.

** Gasvortrag und Schaukochen. Die Hausfrauenberatung Gießen in Verbindung mit der Firma Junkers & Ruh veranstaltete am Scftrigen Donnerstagabend im Cafe Leib einen >asvortrag mit Schau kochen. Frau Dr. Koeppe begrüßte die Gäste, beren sich etwa 500 einge­funden hatten. Sodann sprach Frau Müller- Moers als Beauftragte der Firma Junkers & Ruh über das ThemaKoche gesund und schmack­haft. Die Rednerin gab in humorvoller Form eine Menge Ratschläge, die darauf hinzielten, der Frau die Arbeit in der Küche zu erleichtern und dabei Dpeism herzustettm, die nicht nur gut geraten, sondern auch nahrhaft und wertvoll sind, weil in ihnen durch die besondere Behandlung alle Nährwerte erhalten bleiben. Sie erörterte weiter alle Möglichkeiten für ein sparsames Kochen bei geringstem Gasverbrauch. Während ihrer Ausführungen bereitete die Vortragende in sechs Brat- und Backröhrm und auf zwei offenen Flammen eine Reih« von Gerichten (Kuchen, lleines Backwerk, Kompott u. a. m.). Diese Speisen wurden etwa innerhalb einer Stunde fertig» gestellt, so daß sie zum Schluß als wohlschmeckende Kostproben zur Verteilung gelangten. Frau Dr.

Die Wetterlage.

lAren

W-

5>~lS<y<liSf]or<r

-Nordoja'

Tnorshavn

ran.

Wien

^4-

Clermi

<9%/Ov

- » / Jan naJtn_

©Wolkenlos. 3 neuer, »naie otdtcKL »womg. ®ocdec»i «Regen

* Schnee e» Graupein MeDei K G<wilter,(§)Wind$tiiie.«O» sch» leichter Ost «nissiger "Südsüdwest Q stürmischer nordwesl Ole Pfeile fliegen mit dem winde Oie oeioen Stationen stenenden Za* len gehen die Temperatur an. Oie Linien veromden Orte mit gleichet* auf Meeresnü/eau umgerechneten Luftdruck

Wettervoraussage.

Die Wetterlage ist zur 3ejt einer starken Ver­änderlichkeit unterworfen. Das Tief über Deutsch- land, das uns im Laufe des gestrigen Tages noch stärkeren Regen brachte, ist nach der Ostsee hin , abgewandert. Gleichzeitig hat sich das Biskayahoch nordöstlich vorgeschoben. Auch über den britischen Inseln ist seit gestern der Luftdruck kräftig an- gestiegen. Da Deutschland an der Rückseite der ab­ziehenden Störung noch vorwiegend ozeanische Luft­zufuhr erhält, kommt trotz des ansteigenden Cufft drucks vorerst noch kein beständiges Wetter auf, vielmehr werden bei wechselnder Bewölkung, wobei allerdings auch Aufheiterung eintritt, noch vereinzelte Schauer auftreten, die zum Teil von Gewitterstö- rungen begleitet fein dürften. Bei dem wechselhaften Witterungscharakter werden sich die Temperaturen schwankend verhalten.

Aussichten für Samstag: Teils bewölkt, teils aufheiternd, bei schwankenden Temperaturen noch vereinzelte, zum Teil gewitterhafte Schauer, westliche bis nordwestliche Winde.

Aussichten für Sonntag: Ruhigeres, aber noch fein beständigeres Wetter in Aussicht.

Lufttemperaturen am 7. Mai: mittags 14.1 Grad Celsius abends 10,2 Grad: am 8. Mai: morgens 10 Grad. Maximum 14,7 Grad, Minimum 9 Grad.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). Samstag, 9. Mai. Vorabend 7.45 Uhr: morgens 8.30 Uhr; abends 8.10 und 8.50 Uhr.

Seifenschaum-ein Waschtagstraum! Diel, viel weißer Seifenschaum, Luft, Sonne und bluten- frijehe, duftende Wäsche so träumt die richtige Hausfrau sich ocn Waschtag! Sie kann ihn sich gar nicht denken ohne Naumann's weiße Kernseife die vollkommen reine, schäum- und waschkräftige Seife, Me ihr die Arbeit erleichtert und ihre Wüsche schont.

SN 22- 123

DIE FEINE PREISWERT WIE KEINE

alle

WOCHEN IMMER GLEICH GUT KOCHEN