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Ur 81 Erstes Blatt

18t Jahrgang

Mittwoch, 8. April (951

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General-Anzeiger für Oberhessen

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Dr Fncdr Wilh Lange. Verantwortlich für Politik Dr Fr Wilh. Gange; für Feuilleton Dr H.TKynot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil Ma? Filter, sämtlich in Diesten

Der deutsche Ministerbesuch in England.

Möglichkeiten.

Die Einladung an den deutschen Reichskanzler und seinen Außenminister zum Besuch in Chequers ist eine tu der Rachkricqszeit immerhin ungewöhn­liche Geste der englischen Politik. 3n solchen Dingen war man bei den Siegerstaaten bisher sehr zurückhaltend. Wenn wir uns nicht sehr irren, ist es abgesehen von den internationalen Konferenzen das e r st e m a l. daß die verant­wortlichen Träger der deutschen Staatspolitik zu einem solchen Besuch amtlich ausgefordert werden. Der Zeitpunkt, in dem die Veröffentlichung der Einladung erfolgt, ist geeignet, den inneren Zu­sammenhängen etwas Gewalt anzutun, es könnte der Eindruck entstehen, als ob die Engländer den Wunsch hätten, uns wegen des deutsch- österreichischen Z o l l n dn i s s e s zu koramieren, als wenn also dahinter eine un­freundliche Absicht zu suchen wäre. Tatsächlich ist eher das Gegenteil der Fall.

Die Anregungen zu einer derartigen Aus­sprache liegen schon monatelang zurück. Herr Henderson hat wohl nicht mit Unrecht gefühlt, dah in Berlin eine starke Verstimmung entstanden ist, weil die ganzen Verhandlungen über die Abrüstung zur See, die uns doch auch einigermahcn interessieren, hinter unserem Rücken geführt worden sind und nicht einmal die Rücksicht beobachtet wurde, uns auf dem Laufenden zu halten. Er hätte es deshalb, als er zur Tagung des Europa-Komitees nach Paris fuhr, gern gesehen, wenn Dr. Curtius an diesen Besprühungen persönlich t eilgenommen hätte. Aber der deutsche Außenminister wollte nicht, und deshalb hat damals bereits Herr Henderson von der Möglichkeit einer Einladung nach London gesprochen. Da platzte die deutsch-österreichische Zollunion da­zwischen, die ganz mit Unrecht von den Franzosen als Illoyalität aufgezogen wurde, und Herr Henderson ist, wenn er sich auch von den weit­gehenden französischen Forderungen sehr rasch distancierte, doch in die Pariser Psychose etwas hineingcraten, mehr als ihm nachträglich wahr­scheinlich lieb war, zumal als er merkte, dah die Italiener sehr bald ihr seelisches Gleichgewicht zurüctsanden und dem diplomatischen Zusammen­spiel zwischen Berlin und Wien ein wohlwollen­des Verständnis entgegenbrachten.

Wenn also jetzt Henderson auf die Einladung zurückkommt, bann gibt er damit den Wunsch zu erkennen, die Verbindung nach Deutsch- land nicht zu verlieren und nicht in den Idecnkreis der früheren Entente zurückzufallen. Wobei wohl auch mitsprcchen wird, das; die End- Verhandlungen über die Flottenverständigung sich doch erheblich schwieriger gestalten, als man vor einigen Wochen annahm, und der Abschluß noch keineswegs gesichert ist. Gerade deshalb mag es Herrn Henderson nicht unangebracht erscheinen, die Beziehungen zu Berlin etwas enger zu gestalten, um gleichzeitig die ganzen europäischen Probleme einmal in aller Ruhe durchsprechen zu können. Er selbst hat offenbar auch daran gedacht, daß der französische Außenminister Briand mit von der Partie sein sollte, damit er dann gleichzeitig die Mißverständ Nisse, die in Paris absichtlich entstanden sind, aus- bügeln konnte. Aber Herr Briand will nicht. Er treibt zur Zeit eine Außenpolitik der Verstimmung. Stark genug ist er dazu zunächst, fragt sich nur, wie lange er das auch seinen innerpolitischen Gegnern gegenüber aushält. Indessen ist seine Anwesenheit in London auch keineswegs notwendig. Es liehe sich schon denken, daß gerade, weil er fehlt, die euro­päische Politik von dem Besuch in Chequers einen neuen Auftrieb erhält, wenn nicht von anderer Seite Gegenminen gelegt werden, die alle Ansätze einer friedlichen Weiterentwicklung zerstören.

Wie die Einladung gemeint ist.

Mein gleichzeitiger Besuch Briands und jgrandis.

London, 8. April. (IDIB. Funkfpruch.) Der diplomatische Korrespondent desDaily Telegraph" schreibt: Die Einladung, die Macdonald und Hen­derson an den deulsck)en Reichskanzler und an den Außenminister gerichtet haben, hat rein petfön- lichen Charakter. Der Premierminister und der Staatssekretär des Aeuheren haben in London Konferenzen mit den führenden europäischen Staats­männern G r a n d i und Briand gehabt, sie hal­len aber bisher noch keine Gelegenheit zu einer ähnlichen Zusammenkunft mit Br. Brüning und D r. Curtius. Sie wünschen daher, mit ihnen in unformeller Weise zusammenzutressen. um die Zukunft des A b r ü - stungsproblems und anderer schwebenden Fragen zu erörtern. Die Einladung war lange vor Bekanntwerden des Planeseiner deutsch - österreichischen Zoll - llnion beschlossen worden. Ls trifft nicht zu, daß Briand und Grandi gleichzeitig nach London eingeladen werden sollten. Sie soll­ten dafür bei einer anderen Glegenheit, nämlich der jetzt in Frage gestellten Unterzeichnung der englisch-sranzösisch-italienischen Flottenvereinbarung, in London begrüßt werden.

Dcc deutsche Botschafter in London, Frei- he lr von Reurath, stattete nach qiner RKldung der Telegraphcn-Union am Dienstag dem Foreign Office einen Besuch ab und be­sprach mit dem Unrerstaatssekretär Sir R. D a n - fittart das voraussichtliche Datum der Zu­sammenkunft des Reichskanzlers und des Außen­ministers mit Macdonald und Henderson in Eng­land. Rach der Rückkehr Hendersons von seinem letzten Aufenthalt in Paris war von der eng­lischen Regierung vorgeschlagen worden, daß die deutschen Herren am Freitag, dem 1. Mai, in London eintreffen und das Wochenende bei dem Premier auf dem Landsitz Chequers ver­bringen sollten. Hieran sollte sich voraussicht­lich am Montag eine Audienz des Reichs­kanzlers beim König anschliehen. Dieses Datum sagte Berlin zu. Später hat jedoch Mac­donald wissen lassen, dah ihm die darauf­folgende Woche angenehmer wäre, weil er eine Reihe von anderen Verpflichtungen um den 1. Mai herum habe. Im Hinblick darauf, daß die Völkerbundsratssitzung am 15. Mai beginnt, wäre es jedoch dem deutschen Außenminister lieber gewesen, wenn die eng­lischen Herren an der ursprünglichen Verein­barung hätten festhalten können. Eine endgültige Vereinbarung über den Zeitpunkt des Besuchs konnte noch nicht erzielt werden, da Mac­donald sich in Schottland auf Urlaub befindet.

Die zu erörternden Programm punkte wurden in der Aussprache am Dienstag nicht berührt. Sie liegen noch keineswegs fest, je­doch lassen englische Kreise durchblicken, daß die allgemeine Lage in Europa sowie die Abrüstungskonferenz zur Sprache kommen werden. Es gilt weiter als sicher, dah

das österreichisch - deutsche Problem angeschnitten wird. Die Möglichkeit, dah auch die Reparationsfrage behandelt werden soll, wird in englischen Kreisen nicht abgestritten. Amtlich wird jedoch an der Lesart festgehalten, dah Henderson in erster Linie einen Akt der Hös- lichkeit beabsichtigt hatte, als er nach seiner Rückkehr von der ParisRom-Reise im März den Vorschlag eines deutschen Besuches in London an die zuständigen Stellen in Berlin übermitteln lieh. Es war ihm offensichtlich damals viel darum zu tun, die deutsch-englischen Beziehungen zu bessern, weil er mit Recht empfand, dah er Berlin nicht hinreichend über die englischen Ver­handlungen mit Frankreich und Italien unter­richtet hatte. Rach einer geraumen Zwischen­pause kam dann das Foreign Office auf die Ein­ladung wieder zurück.

Bei allen diesen Besprechungen war jedoch niemals davon die Rede, dah andere Auhenminister, wie z.B. Briand oder Grandi, zur gleichen Zeit wie die Deutschen in London zugegen sein würden. Das Foreign Office dementiert energisch die in der eng­lischen Presse erschienenen Rachrichten, dah Lon­don Briand, Grandi ober Mussolini hatte ein­laden wollen. Die in derTimes" am Montag­früh erschienene Mitteilung, die die Hoffnung aussprach, auch Briand in London begrüben zu können, wird in einigen Kreisen als Höflichkeit Frankreich gegenüber angesehen, um die öffent­liche Meinung in Paris nicht erneut unnötig in Aufregung zu versetzen. In anderen Kreisen glaubt man, die Indiskretion derTimes" auf den Einfluh franzosenfreundlicher Kreise Londons zurückzuführen zu müssen.

Das Rendezvous in Ehequers.

Oer Wochenendsih der britischen Premierminister - die großzügigste Stiftung der Welt.

Wenn die Minister des Deutschen Reiches am Wochenende Erholung von der Last ihrer Amtsgeschäfte suchen, so bleiben ihnen nur die weitläufigen Gärten hinter ihren Amts- gcbäuDen in der Wilhelmstraße zu Berlin. Der Schwabe Kiderlen-Waechter, der in den Jahren 1910 bis 1912 als Staatssekretär des Auswärtigen Amtes Gelegenheit genug hatte, un­ter den 'en Bäumen des Gartens über gro­ßen poiitis Yen Problemen zu grübeln, hat ein­mal gesa^', daß dieser Gartendas Schönste an dem ganzen Pöschtle" sei. Und die hohen Würdenträger des Reiches hängen an die­sem Besitz, sie verteidigen ihn mit Entschieden­heit gegen alle Anschläge, wie sie vor einigen Jahren, als die Väter der Reichshauptstadt noch in Geld und Projekten schwammen, von Verkehrs­fanatikern gerade gegen die Ministergärten ge­plant wurden. Immerhin stammt das Wort des deutschen Staatsmannes schwäbischen Geblütes aus einer Zeit, als die Ministergärten wirklich noch ein behagliches Idyll waren, als in der Friedrich-Ebert-, damals Budapester Straße, an der Rückfront der Gärten, noch nicht der lär­mende Großstadtverkehr von heute herrschte, als sich Autos noch ganz vereinzelt und schüchtern in die Ausfahrt der Equipagen und Droschken mischten. Heute bedrohen Lärm und Auspuff­gase auch die reine Aura des ministeriellen Huen retiro.

Gönnen wir also den Ministern, wenn sie sich sechs Tage redlich Mühe gegeben haben, die drängendsten Probleme des deutschen Volkes zu lösen, einen siebenten zum Ausruhen unter den alten Bäumen der Ministergärten - zum Besten

des VoltsganzenI Zu beneiden sind sie ohnedies nicht, wenn man ihre Lage mit der ihrer aus­ländischen Kotregen vergleicht. HerrDr. Brüning, der demnächst die Reise nach Eng­land antreten und als Gast des britischen Pre­mierministers einige Tage in Chequers ver­bringen wird, dürfte reichlich Gelegenheit haben, Parallelen zu ziehen zwischen den Annehmlich­keiten, die mit dem Amt eines deutschen Reichs­kanzlers und dem eines Lenkers der englischen Geschicke verbunden sind. Gerade Chsauers ist ein Musterbeispiel für die so ganz anders ge­artete Einschätzung staatsmännischer Arbeit in der englischen Oessentlichkeit. Chequers, ein Landsitz, der aus dem 16. Jahrhundert stammt wohl­gemerkt in seiner heutigen Form; in Wirklich­keit ist er wesentlich älter und urkundlich bis ins 12. Jahrhundert zurückzuführen!. ist d i e S t i f- tung eines Lord Lee, der den ganzen Be­sitz von der Familie Hawtrey erwarb und ihn 8um Wochenendfitz für den jeweili­gen Premierminister von England bestimmte. Die Hauptstadt ist nicht weit; die sechzig Kilometer werden im Auto spielend zu­rückgelegt. Zum idealen Wochenendsih wird Che­quers aber nicht nur durch die Rähe der Haupt­stadt, sondern durch seine Umgebung und die man­nigfachen Eigentümlichkeiten des Ortes. Es liegt mitten in der Grafschaft Buckinghamshice, das Auge schweift von weiten Wiesenflächen hinauf zu Waldhügeln, läßt also nach englischem Ge­schmack und nicht nur nach englischem! nichts au wünschen übrig. Wie immer die Liebhaberei des gerade amtierenden Premiers beschaffen sein möge, in Chequers kommt jeder auf

England» Premierminister Macdonald mit ferner Tochter Ioan im Garten von Chequers

r.T

feine Kosten. Der Raturfreund genießt den fünften Reiz der Landschaft, Der Literaturkenner pilgert zu einem nahegelegenen Bauernhaus, wo Milton fein .Verlorenes Paradies" schrieb, oder zum Grab von Edmund Burke. Der Histo­riker kann sich in vergangene Zeiten Aurüdträu­men, denn bei Chequers verläuft die Straße, die schon zur Zeit der Römer von Cornwall nach den Häsen an der Oft lüfte führte. Zahlreiche Er­innerungen an keltische Riederlassungen befriedi­gen den Sinn für Vergangenheit, der auch durch die Rähe der Landsitze Lord Beaconsfields und John Pyms, des berühmten Feindes Karls L. auf seine Kosten kommt. Unb der Kunstfreund wird beglückt die Schätze aufnehmen, die im In­nern von Chequers aufgehäuft sind!

In ruhiger Würde liegt der von Bäumen eingefaßte, langgestreckte Bau im Stil der Re­naissance da. Seine Geschichte ist an Hand Der UrhinDen zu verfolgen. Das erste Haus, damals Eigentum eines sächsischen Cdelmannes. stammt aus Dem 12. Jahrhundert, um die Mitte des 13. Jahrhunderts ging der ganze Besitz in Die Hände Der Familie Hawtrey über, die bis kurz vor dem Weltkrieg dort saß. Im Lauf Der Jahrhunderte ist Chequers mehrfach umgebaut worden. Die heutige Form und Ausdehnung stammen aus dem Jahre 1565. Zwar haben spätere Jahrhunderte den reinen Stil der elisa­bethanischen Zeit verfälscht, aber diese fremden Elemente wurden bei einer durchgreifenden Re­stauration um Die Jahrhundertwende beseitigt, und so zeigt sich ChequerS heute genau so wie zur Zeit seiner endgültigen Formgebung.

Großzügigkeit, Würde und Besiherstolz geben dem Aeußeren dieses Landsitzes ihre charak­teristische Rote. Kunstschätze und historische Re­liquien machen den Reichtum des Inneren aus. Erinnerungen an Cromwell, an Relson, Rapo- leon, die Königin Elisabeth, Autographen des korsischen Eroberers, eine reiche Sammlung alter Gemälde und Ahnenbilder, Möbel aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, Gobelins, die von den weiblichen Mitgliedern der Familie gear­beitet wurden, kostbare Einrichtungsgegenstände aller Art sind im Lauf der Jahrhunderte zu- fammengetragen worden und geben Chequers fast den Wert eines kleinen Museums. Im Schloß befindet sich auch das königliche Schlaf- zimmer, wie es jeder vornehme englische Land­sitz für den Fall aufweist, daß der König sich zu Gast ansagt.

Diese prächtige Umgebung, so recht geschaffen zum Ausruhen, zum Rachdenken und Konzi­pieren, soll nach Dem Willen des letzten Be­sitzers dem jeweiligen er st en Staats­mann des Vereinigten Königreichs als Unterkunft für das Wochenende dienen. Lord Lee hat außer diesem wertvollen Besitz noch eine genügend hohe Summe hinter­lassen, um die Gebäude, ihre Einrichtungen, den Park und alles, was dazu gehört, stets im besten Zustand zu erhalten. Mehr nod): schon zu einer Zeit, als es noch keineswegs aus­gemacht war, daß ein Mitglied Der Arbeiter­partei einmal Premier werben könnte, hat der generöse LorD einen FonDs begrünDct, aus Dem Der hohe Pensionsgast in Chequers s ü r jeDes WochenenDe eine Summe von 300 Mark als Zuschuß erhält. Lord Lee hat an alles geDacht. Könnte nicht einmal auch ein armer EnglänDer Den ersten Posten im Lande einnehmen, und müßte er dann nicht in große Verlegenheit geraten, wenn er nicht in der Lage wäre, seinen Trinkgeldverpslichtungen ge­genüber dem Personal von Chequers nachzulom- men, das natürlich nicht im Dienste des Pre­miers, sondern in Dem der Stiftung selbst steht? 3m Leben der englischen Gesellschaft auf Dem Lande gibt es sehr bestimmte, wenn auch unge­schriebene Regeln für die Bemessung Dieser Trink­gelder, Die Sätze liegen nicht niedrig, und ein armer Premier könnte in eine höchst unwürdige Lage verseht werden!

Lord Lee war, als er die Stiftung ins Leben ries, von dem Gedanken geleitet. Der Tra­dition, die ja im englischen Volkscharakter eine vorherrschende Rolle spielt, zu dienen. Wenn der Premier die beschaulichen Stunden des Wochen­endes auf Chequers verbringt, soll er den Wert ländlichen Lebens fennenlemen und, wenn er selbst aus der Stadt stammt, zum Verständ­nis für die Bedürfnisse des flachen Landes erzogen werden, deren gerechte Abwägung ja eine Lebensfrage der Ration ist. Die Sprache Der Geschichte, die in Chequers mächtig spricht, soll übereifrige Reue- rungssucht, die Erinnerungen der Umgebung an Burke, Pym u. a. ihr Gegenteil verhüten. So soll Chequers zum verständigen Ausgleich weisen.

Möge der vernünftige Grundgedanke dieser Stiftung seine Wirksamkeit auch bei Dem bevor­stehenden Zusammentreffen Der deutschen Staats­männer mit Macdonald erweisen! Schon einmal, im Jahre 1924, ist Chequers der Schauplatz einer wichtigen Zusammenkunft gewesen, als Mac­donald den französischen Premierminister H e r - riot vor der Londoner Konferenz nach Chequers eingeladen hatte. Damals konnte Der französische Ministerpräsident auf Grund eines Berichtes des Generals Rollet seinen englischen Kollegen zu einer geharnischten Rote an Die deutsche Regie­rung veranlassen, in der diese an Die Durchfüh­rung der angeblich noch unerfüllten (Srttoaff- nungtbefHimmmgen erinnert wurde.