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Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 7. Oktober 1931.
Unterstützt die Winternothilfe!
Der Werbe- und Sammelausschuß der Gießener Winternothilfe 19 3 1/3 2 trat gestern im Stadthaus, Gartenstraße, zu seiner ersten Sitzung zusammen, in der er eine Reihe von Maßnahmen zur Durchführung des Gießener Winterhilfswerks besprach. Es ist beabsichtigt, für das Hilfswerk allmonatlich Geldspenden aufzubringen, da- neben aber auch die Sammlung von Klei» dungs-und Wäsche st ücfen sowie von Gegenständen des R a h r u n g s m i t t e l b e d a r f s zur Versorgung der hilfsbedürftigen Mitbürger vorzu» nehmen. Bei dem Hilfswerk rechnet man auf die Unterstützung aller Mitbürger, die noch über Mr- beit und Verdienst verfügen und infolgedessen in der Lage sind, zur Verbesserung der von der Rot dieser Zeit am schwersten betroffenen Familien unserer Stadt beizusteuern. Niemand bleibe bei diesem Hilfswerk abseits stehen! Jeder denke daran, daß es nicht nur gilt, Nächstenliebe durch die Tat zu offenbaren, sondern daß es auch mir Rücksicht auf das Gemeinwohl notwendig ist, durch persönliche Opfer bei diesem Hilfswerk den A u s b r u ch von Verzweiflung in den am schwersten notleidenden Bevölkerungsschichten zu verhindern und dadurch die Aufrecht- erhaltung von Ruhe und Ordnung in den kommenden Wintermonaten ohne Inanspruchnahme der staatlichen Machtmittel zu ermöglichen. Der Ausschuß rechnet aber nicht nur auf die Unterstützung durch Einzelpersonen, sondern er hofft auch, daß sich alle Vereine unserer Stadt durch die Veranstaltung geeigneter Darbietungen künstlerischer, geselliger oder sportlicher Art in den Dienst der Wohlfahrtssache stellen, um aus dem Ertrag solcher Veranstaltungen die Geldmittel des Hilfs» werks zu stärken. Es ist erwünscht, daß die Vereinsleitungen wegen der Anberaumung von Veranstaltungen sich baldmöglichst an den Ausschuß (Städtisches Wohlfahrtsamt, zu Händen von Herrn Amtmann K e i tz e r) wenden, damit die Organisation und die zeitliche Folge dieses Unterstützungsdienstes planmäßig geregelt werden kann. Als erste Hilfsmaßnahme beschloß der Ausschuß, von einem Angebot auf billige Obstlieferung für ErwerbsloseundsonstigeHilfsbedürf» ti g e Gebrauch zu machen. Weitere Beschlüsse werden in den nächsten Tagen gefaßt und alsbald zur Durchführung gebracht werden.
Billige Aepfel für Hilfsbedürftige.
Dem Werbe» und Sammelausschuß der Gießener W i n t e r n o t h i l f e ist eine größere Menge Aepfel zu außerordentlich billigem Preise angeboten worden. Der Ausschuß beabsichtigt, dieses Obst an Erwerbslose und sonstige Hilfsbedürftige unserer Stadt gegen einen Preis abzugeben, der weit unter den üblichen Kaufpreisen liegt, um auf diese Weise den'wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsschichten den Bezug von deutschem Obst zu ermöglichen. Kauflustige (nur Erwerbslose und sonstigeHilfsbedürftige) mögen sich sofort beim städtischen Wohlfahrtsamt melden, damit sie für den Bezug dieses billigen Obstes vorgemerkt werden können.
Gegen den Reklame-Llnfug in der Landschaft.
Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im Amtsverkündigungsblatt vom 2. Oktober eine Polizeiverordnung über die Regelung des Re- kl a m e w e s e n s , in der für den Kreis Gießen u. a. folgendes bestimmt wird:
Das Anbringen oder Aufstellen von Schildern, Aufschriften und Abbildungen für Werbezwecke ist außerhalb der geschlossenen Ortschaften verboten.
Das gleiche gilt für das Anbringen oder Aufstellen von sonstigen Schildern, Aufschriften und dergleichen oder Gegenständen, die für das landschaftliche Bild mihständig erscheinen.
Falls eine Anpreisung auf oder an öffentlichen Straßen oder Wegen angebracht werden soll, ist die vorherige Zustimmung des Wegunterhaltungspflichtigen zu der Ausnahmebewilligung erforderlich.
Innerhalb der geschlossenen Ortschaften dürfen auf oder an öffentlichen Plätzen, Straßen oder Wegen keine Schilder, Aufschriften und Abbildungen für Werbezwecke aufgestellt oder angebracht werden, die den im Interesse des Kraft- fa^rzeugverkehrs vorgeschriebenen Verkehrszeichen (Warnungstafeln, Verbots- und Verkehrsbeschränkungsschildern, Wegweisern und Ortstafeln) in Größe und Farbe ähnlich sind und daher zur Verwechslung Anlaß geben können. Die Werbezeichen dürfen derartige Verkehrszeichen nicht verdecken: sie müssen von ihnen mindestens 15 Meter entfernt angebracht werden, insoweit es sich nicht um Anpreisungen für ein Geschäft an einem Gebäude handelt, in dem das Geschäft betrieben wird.
Werbezeichen dürfen nicht mit Verkehrszeichen der genannten Art verbunden werden.
Vereits bestehende Anpreisungen, sowie sonstige Schilder, Aufschriften und dergleichen oder Gegenstände, die den vorstehenden Bestimmungen widersprechen, müssen spätestens binnen zwei Monaten nach Inkrafttreten dieser Polizeiverordnung beseitigt werden.
Soweit Vereinbarungen der Wegunterhal» tungspflichtigen über die Aufstellung von Wegweisern und Ortstafeln mit Geschäftsanpreisungen bestehen, können diese Verkehrszeichen mit Genehmigung des Ministers des Innern bis auf weiteres belassen werden.
Es ist verboten, Verkehrszeichen unbefugt zu entfernen, zu beschädigen oder sonstwie ihren Zweck zu beeinträchtigen.
Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Bestimmungen werden, soweit nicht nach den Vorschriften über den Denkmalschutz oder nach anderen Vorschriften eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft, an deren Stelle im Llnvermögensfalle entsprechende Haft tritt.
25 Jahre
Gießener Ruder-Club Hassia 1906.
Der Gießener Ruder - Club Hassia feierte am Samstagabend in den Räumen des Gesellschaftsvereins das Iubiläum seines 25jährigen Bestehens. Viele Mitglieder und geladene Gäste nahmen an der Feier teil. Die Reichswehrkapelle — erstmals unter der Stabführung des neuen Obermusikmeisters K r a u ß e — leitete den Abend mit einem schneidigen Marsch ein, dem eine Reihe hochwertiger anderer musikalischer Darbietungen folgten. Die Kapelle fand 'e-haften Beifall. Der erste Vorsitzende der Hassia, Herr Fritz S ch ü ß l e r, hielt eine kurze Begrüßungsansprache. Besonders begrüßte er die Vertreter des Oberbürgermeisters, des Bataillons, der Leibesübungen treibenden Vereine, die Vorstände der beiden anderen Rudervereine, des Vereins älfer- kritik, des Lahnregattaverbandes, des Süddeutschen Rudcrverbandes und des Gesangvereins „Heiterkeit". Im weiteren Verlauf des Abends gab Herr Henkel, einen Tleberblick über die Geschichte des Vereins und die bisher erzielten sportlichen Erfolge. Er schilderte die Entwicklung des Clubs aus kleinen Anfängen heraus und betonte, daß es der unermüdlichen Arbeit der älteren Sportskameraden bedurfte, um den Verein auf seine heutige Höhe zu bringen. 89 Siege wurden im Laufe der Iahre errungen, 13 schöne Boote und ein Motorboot stehen den Ruderern heute sur Verfügung. Mit Genugtuung dürfe der Ruder-Club Hassia auf seine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Ertüchtigung der Iugend und damit im Dienste des Vaterlandes zurückblicken. Mit Zuversicht sehe man auch der nächsten Zukunft entgegen. Der Redner erinnerte auch an die im Weltkriege gefallenen Mitglieder, deren Andenken in einer Minute stillen Gedenkens geehrt wurde. Rach einem weiteren Musikvortrag nahm der Vorsitzende, Herr S ch ü ß l e r, der schon 24 Iahre dem Klub angehört, die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Ausgezeichnet wurden für 24jährige Mitgliedschaft die Herren Peter C a st e i n, Adolf Staudt und Karl W c- ber: für 23jährige Zugehörigkeit Willi Rupp, Hermann Kaiser, Paul Plage, Karl Wenzel, Ludwig Klein, Ludwig Müller und Adam D ö b u s. Philipp Lange, Heinrich Rühl, Karl Wolf, Ernst Rödel, Heinrich Keßler und Heinrich Ioedt wurden für 21- jährige Zugehörigkeit, und die Herren Richard Frenz el jr., Wilhelm Hauß und Julius W i s k e r für 15jährige Mitgliedschaft ausgezeichnet. Im Anschluß daran brachten die Vertreter der Behörden, Vereine und Verbände ihre Glückwünsche dar und überreichten schöne praktische Geschenke. Der Vorsitzende des Vereins dankte für die zahlreichen Beweise der geistigen und sportlichen Verbundenheit, die in den Glückwunschreden und in den Geschenken zum Ausdruck kam. Einige weitere Musikstücke beschlossen das offizielle Programm. Ein Ball hielt die Festversammlung noch lange beisammen.
Bornotizen.
— Tageskalender für Mittwoch. Stadttheater: „Elisabeth von England", 19.15 bis 22 Uhr. — Oberhessischcr Kunstverein: Jubiläumsausstellung Ernst Eimer, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „1000 Worte Deutsch" und Schmeling gegen Stribling im „Boxkampf um die Weltmeisterschaft".
— Konzert der Gießener Militärkapelle. Das Musikkorps unseres Bataillons wird am kommenden Sonntagabend zum ersten Male unter der Stabführung des neuen Obermusikmeisters Krauße mit einem Konzert vor die breiteste Oefsentlichkeit treten. Das Konzert wird in der Volkshalle stattfinden. Obermusikmeister K r a u ß e, bekanntlich ein Sohn des srüheren Gießener Militär-Musikdirektors Krauße der 116er, geht der Ruf eines hervorragenden Musikers voraus, dessen hohe musikalische Befähigung zweifellos für unsere
Gießener Militärkapelle eiye starke Auftriebskraft fein wird. Man beachte die heutige Anzeige.
— Werbeabend für Elektrizitäts- Verwendung. Man schreibt uns: Das Elektrizitätswerk ist emsig beschäftigt, die Vorbereitungen zu den am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Oktober, 20 Llhr, im Saale des Cafe Leib, Walltorstraße, stattfindenden Werbeabenden zu treffen. Das über 150mal aufgeführte Bühnenstück „Pirnrnelrnann aus Pummelhausen" dürfte, wie überall, auch in Gießen mit Begeisterung ausgenommen werden und großen Beifall finden. Da der Andrang sicher ein recht starker fein wird, dürfte zu empfehlen sein, sich rechtzeitig einen Platz zu sichern. Man beachte die gestrige Anzeige.
** Forst Personalien. Ernannt wurden Heinrich Förster aus Kefenrod zum Förster der Försterei Climbach des Forstamts Gießen; Friedrich Grieb aus Griedel zum Förster der Försterei Lllrichstein des Forstamtes Tllrichstein;
Wenn Ihre
Empfehlungsanzeige
in der Freitags- oder in der Samstagsnummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung
werben so^l
dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf.
Karl Harres aus Ober-Gleen zum Förster der Försterei Schwabenrod des Forstamtes Eudorf; Karl Kornmann aus Rüddingshausen zum Förster der Försterei Londorf des Forstamtes Rabenau zu Londorf; Heinrich Kraft aus Lichtenberg zum Förster der Försterei Köddingen des Forstamtes Storndorf; Karl Repp aus Dauernheim zum Förster der Försterei Pe- tersßainerhof des Forstamtes Lllrichstein; Heinrich Ruppert aus Ober-Gleen zum Förster der Försterei Iägerhaus des Forstamtes Viernheim; Walter Ruppert aus Maulbach zum Förster der Försterei Felsberg des Forstamtes Iugen- heim.
** Auszeichnung verdienter Sänger. Der Hessische Sängerbund ehrte in diesen Togen wieder eine Reihe verdienter Mitglieder mit Auszeichnungen. Die Silberne Ehrennadel für »e aktive Sangestätigkeit erhielt u. a. Wil- r o ß h a u s vom Gesangverein „Eintracht", Leihgestern. Mit der Ehrennadel „Für Verdien st" (für 25jährige Vorstandstätigkeit) wurden Adolf Bender vom Gesangverein „Eintracht", Butzbach, und Philipp H a r b u s ch vom Turn- und Gesangverein, Lollar, bedacht. Zum Ehrenchor- m e i st e r des Hessischen Sängerbundes unter gleichzeitiger Verleihung der Ehrennadel „Ehrenchormeister" wurde Lehrer G ö r g („Concordia") in Stangenrod ernannt. — Der Ehrenchormeister des Hessischen Sängerbundes, Wilhelm Bechtols - Heimer, kann am 15. November als Chorleiter des Gesangvereins „Frohsinn" in Bad-Nauheim sein 40. Dirigentenjubiläum begehen.
" Das „Stadtcafe". Gestern nachmittag wurde das umgestaltete bisherige „Caf6 Astoria" in der Plockstrahe unter dem Hamen „Stadtcafe" eröffnet. Der umgestaltete Hauptraum, einfach und klar in seiner Form, in kräftigem Rot und mattem Gelb gehalten, macht einen gediegenen Eindruck. Einfache, aber geschmackvolle Beleuchtungskörper verstärken die heimelige Rote dieses Raumes. Eine wesentliche Umgestaltung hat auch der bisherige lange Bufettraum erhalten. Er ist zu einem selbständigen, vom Hauptraum durch eine Türe zu trennenden Zimmer gestaltet worden. In seinen lichtblauen Tönen wirkt er nicht weniger angenehm als der Hauptraum. Im ersten Stock hat man den großen Raum so aufgeteilt, daß durch Türen drei verschiedene Zimmer geschaffen wurden, die allen Erfordernissen entsprechend Verwendung finden lönnen. Die einzelnen Raumteile können von dem Lichthof, der' dem Kaffeehaus eine charakteristische Rote gibt, durch Schiebefenster getrennt werden, so daß die einzelnen Zimmer in sich geschlossene Räume bilden. Auch hier ist man in der Farbe und in den dekorativen Formen sorgfältig zu Werke gegangen. Tische und Stühle fügen sich dem Ganzen allenthalben harmonisch ein. Portieren und Vorhänge in schlichten Formen und korrespondierenden Farben verstärken den kultivierten Eindruck.
Bei der Umgestaltung des Familienrats wurden — das verdient besonders erwähnt zu werden — durchweg Gießener Handwerker beschäftigt. Lediglich einige technische und maschinelle Einrichtungen der neuzeitlichen Küche wurden von Spezialfirmen bezogen. Die Handwerksmeister haben sich mit großem Geschick ihrer Aufgaben entledigt. Die Leitung der Umbauarbeiten lag in den Händen des Architekten Ernst Thomö, für die Innenausstattung zeichnet die Gattin des Architekten, Frau Else T h o m 6, verantwortlich. Inhaber des „Stadtcafes" ist Herr Iosef W. D o e r r c r; der Hauseigentümer, Herr Kaufmann Bach, der Inhaber des Kunstgewerbehauses Bach hat die Reugestaltung des Kaffeehauses in tatkräftiger Weise unterstützt.
“ Deutsch nationale Volkspart e i. Wie uns berichtet wird, sprach »dieser Tage in einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der Landesgeschäftsführer der Partei, Herr v. Schilling- Darmstadt. Der Redner wies in feinen einleitenden Worten zunächst auf den Stettiner Parteitag, der in so glänzender Weise die Geschlossenheit und den Ausstieg der Partei gezeigt habe, hin, um sich sodann mit dem Parteiführer Hugenberg des näheren zu befassen. An Hand von früheren und jetzigen Reden und Schriften Hugenbergs konnte der Vortragende mit Recht davon sprechen, daß in ihm einer der ganz seltenen Führer vorhanden sei, die wegen ihrer Fähigkeiten und ihres politischen Charakters berufen seien, bei der Gestaltung unserer Geschichte künftig eine große Rolle zu spielen. Der Redner behandelte sodann die hessischen Verhältnisse mit Rücksicht auf die bevorstehenden Landtagswahlen, die eine Rechtsregierung bringen müßten. Die Ausführungen 'des Herrn v. Schilling ernteten lebhaften Beifall; nach kurzer Aussprache schloß der stellvertretende Parteivorsitzende, Herr Oberpostinspektor Lukas, die gut verlaufene Versammlung.
** EinrabiaterBettler. Der Polizeibericht meldet: Am 3. Oktober, um die Mittagszeit, kam der 24jährige Fuhrmann Albert G a t h aus Wetzlar in der Westanlage in die Wohnung eines 70 Jahre alten Mannes, der allein zu Hause war, und hielt um Mittagessen an. Als der Angesprochene, der selbst in dürftigen Verhältnissen lebt, dem Bettler erklärte, daß er für sich nichts habe, faßte ihn der Bettler mit der einen Hand an die Brust und schlug ihm mit der anderen Hand, in der er einen festen Gegenstand, vermutlich ein geschlossenes Taschenmesser, hatte, mehrmals auf den Kopf und in das Gesicht, so daß der alte Mann blutüberströmt zusammenbrach. Nach dieser Tat verließ der Rohling die Wohnung des Mannes und ging, als sei nichts vorgefallen, nach der Frankfurter Straße, der Wiefeckbrücke zu. Ein Nachbar des verletzten Mannes, der auf die Hilferufe den Bettler aus dem Haufe kommen sah, verfolgte diesen unauffällig. An der Wiefeckbrücke kamen zufällig zwei Polizeibeamte, die von dem Verfolger auf den Rohling, der inzwischen in die Alicen- straße, nach dem Essiggäßchen zu, eingebogen war, aufmerksam gemacht wurden. Die beiden Beamten nahmen die Verfolgung auf und stellten den Täter am Essiggäßchen. Er leistete den Beamten heftigsten Widerstand, so daß seine Inhaftierung mittels Kraftwagens notwendig wurde. Goth wurde am folgenden Tage dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft.
* Dieb staple. Der Polizeibericht meldet: In letzter Zeit wurden in unserer Stadt mehrere Stallhasen entwendet, darunter mehrere sehr wertvolle Zuchttiere. — Auf einem Am Kugelberg gelegenen Gartengrundstück wurden fünf Tischmesser mit Nickelgriff gefunden, die vermutlich aus einem Diebstahl herrühren. Auf der Messerklinge steht die Firmenbezeichnung Edgar Borrmann, Gießen. Personen, die sachdienliche Angaben machen und Eigentumsanspruch erheben können, werden gebeten, der Kriminalabteilung, Zimmer 24, Rachricht zu geben.
Berliner Börse.
Berlin, 7. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die feste Stimmung an der gestrigen Neuyorker Börse blieb auch auf den heutigen Frühverkehr nicht ohne Einfluß. Man nannte für die Hauptwerte 1 bis 2 o. H. über gestern liegende Kurse, und auf dieser Basis dürfte schon einiges gehandelt worden sein. Die Nachrichten über die Hoover-Konferenz im Weißen Hause sind zwar im Resultat etwas enttäuschend, dies hängt aber wohl in der Hauptsache damit zusammen, daß man mit den Verhandlungen bis zur Ankunft Lavals in Amerika warten will. Am Devisenmarkt waren Kurse noch nicht zu hören.
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