Ausgabe 
7.10.1931
 
Einzelbild herunterladen

k W bei.;?«"

eil.

" ^nfllüdt SS?* :L? ?s*

--ZZ o?e°nbk$ft n

1 Grenje.

Meldung aus ^ -*te «r. .««tatet und drei in der M 'vierte, rih die vurde getötet und A* Aderen ZÄischAevgdeli iNen Einwvhn« ^«chischen tzrenz« «ueAnschläg,

o fiorono.

öchanzy fleht ein :n (eine Strümps. Fabrik und eine en. Die Fabrilen Icrnehmungen Li« Breits um 6 Uhr Arik zuBeginn tt. dah der Brand Händen ist. Aeich« rilblod ein grobes mit THmfathit-

erschlagen.

utc sich in Eigen- Deftcrwald. Sin tnem Zustand feinem 22jährigen dem Sohn drohte, 'chneiden uni auf ;n eine Bit uni) ras dir tzMchiag« ich Betbluten sich nach der Tat

OflL

ingl

tA

auf übet

> H ' Hk

M«:

Mk. läninfl I

feine« - mitto^.Ä

KM

3=

17®/ ' ^tnn /uw),,

/rTV P^o1

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 7. Oktober 1931.

Unterstützt die Winternothilfe!

Der Werbe- und Sammelausschuß der Gieße­ner Winternothilfe 19 3 1/3 2 trat gestern im Stadthaus, Gartenstraße, zu seiner ersten Sitzung zusammen, in der er eine Reihe von Maßnahmen zur Durchführung des Gießener Winterhilfswerks besprach. Es ist beabsichtigt, für das Hilfswerk all­monatlich Geldspenden aufzubringen, da- neben aber auch die Sammlung von Klei» dungs-und Wäsche st ücfen sowie von Gegen­ständen des R a h r u n g s m i t t e l b e d a r f s zur Versorgung der hilfsbedürftigen Mitbürger vorzu» nehmen. Bei dem Hilfswerk rechnet man auf die Unterstützung aller Mitbürger, die noch über Mr- beit und Verdienst verfügen und infolgedessen in der Lage sind, zur Verbesserung der von der Rot dieser Zeit am schwersten betroffenen Familien unserer Stadt beizusteuern. Niemand bleibe bei diesem Hilfswerk abseits stehen! Jeder denke daran, daß es nicht nur gilt, Nächstenliebe durch die Tat zu offenbaren, sondern daß es auch mir Rücksicht auf das Gemeinwohl notwendig ist, durch persönliche Opfer bei diesem Hilfswerk den A u s b r u ch von Verzweiflung in den am schwersten notleidenden Bevölkerungsschichten zu verhindern und dadurch die Aufrecht- erhaltung von Ruhe und Ordnung in den kommenden Wintermonaten ohne Inanspruch­nahme der staatlichen Machtmittel zu ermöglichen. Der Ausschuß rechnet aber nicht nur auf die Unter­stützung durch Einzelpersonen, sondern er hofft auch, daß sich alle Vereine unserer Stadt durch die Veranstaltung geeigneter Darbietungen künstlerischer, geselliger oder sportlicher Art in den Dienst der Wohlfahrtssache stellen, um aus dem Ertrag solcher Veranstaltungen die Geldmittel des Hilfs» werks zu stärken. Es ist erwünscht, daß die Vereinsleitungen wegen der Anberaumung von Ver­anstaltungen sich baldmöglichst an den Ausschuß (Städtisches Wohlfahrtsamt, zu Händen von Herrn Amtmann K e i tz e r) wenden, damit die Organisa­tion und die zeitliche Folge dieses Unterstützungs­dienstes planmäßig geregelt werden kann. Als erste Hilfsmaßnahme beschloß der Ausschuß, von einem Angebot auf billige Obstlieferung für ErwerbsloseundsonstigeHilfsbedürf» ti g e Gebrauch zu machen. Weitere Beschlüsse werden in den nächsten Tagen gefaßt und alsbald zur Durch­führung gebracht werden.

Billige Aepfel für Hilfsbedürftige.

Dem Werbe» und Sammelausschuß der Gieße­ner W i n t e r n o t h i l f e ist eine größere Menge Aepfel zu außerordentlich billigem Preise angeboten worden. Der Ausschuß beab­sichtigt, dieses Obst an Erwerbslose und sonstige Hilfsbedürftige unserer Stadt gegen einen Preis ab­zugeben, der weit unter den üblichen Kaufpreisen liegt, um auf diese Weise den'wirtschaftlich schwachen Bevölkerungsschichten den Bezug von deutschem Obst zu ermöglichen. Kauflustige (nur Erwerbslose und sonstigeHilfsbedürftige) mögen sich sofort beim städtischen Wohlfahrtsamt melden, damit sie für den Bezug dieses billigen Obstes vorgemerkt werden können.

Gegen den Reklame-Llnfug in der Landschaft.

Das Kreisamt Gießen veröffentlicht im Amts­verkündigungsblatt vom 2. Oktober eine Polizei­verordnung über die Regelung des Re- kl a m e w e s e n s , in der für den Kreis Gießen u. a. folgendes bestimmt wird:

Das Anbringen oder Aufstellen von Schildern, Aufschriften und Abbildungen für Werbezwecke ist außerhalb der geschlossenen Ortschaften ver­boten.

Das gleiche gilt für das Anbringen oder Auf­stellen von sonstigen Schildern, Aufschriften und dergleichen oder Gegenständen, die für das land­schaftliche Bild mihständig erscheinen.

Falls eine Anpreisung auf oder an öffentlichen Straßen oder Wegen angebracht werden soll, ist die vorherige Zustimmung des Wegunterhal­tungspflichtigen zu der Ausnahmebewilligung er­forderlich.

Innerhalb der geschlossenen Ortschaften dür­fen auf oder an öffentlichen Plätzen, Straßen oder Wegen keine Schilder, Aufschriften und Ab­bildungen für Werbezwecke aufgestellt oder an­gebracht werden, die den im Interesse des Kraft- fa^rzeugverkehrs vorgeschriebenen Verkehrs­zeichen (Warnungstafeln, Verbots- und Ver­kehrsbeschränkungsschildern, Wegweisern und Ortstafeln) in Größe und Farbe ähnlich sind und daher zur Verwechslung Anlaß geben kön­nen. Die Werbezeichen dürfen derartige Ver­kehrszeichen nicht verdecken: sie müssen von ihnen mindestens 15 Meter entfernt angebracht werden, insoweit es sich nicht um Anpreisungen für ein Geschäft an einem Gebäude handelt, in dem das Geschäft betrieben wird.

Werbezeichen dürfen nicht mit Verkehrszeichen der genannten Art verbunden werden.

Vereits bestehende Anpreisungen, sowie son­stige Schilder, Aufschriften und dergleichen oder Gegenstände, die den vorstehenden Bestimmungen widersprechen, müssen spätestens binnen zwei Mo­naten nach Inkrafttreten dieser Polizeiverordnung beseitigt werden.

Soweit Vereinbarungen der Wegunterhal» tungspflichtigen über die Aufstellung von Weg­weisern und Ortstafeln mit Geschäftsanpreisun­gen bestehen, können diese Verkehrszeichen mit Genehmigung des Ministers des Innern bis auf weiteres belassen werden.

Es ist verboten, Verkehrszeichen unbefugt zu entfernen, zu beschädigen oder sonstwie ihren Zweck zu beeinträchtigen.

Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Be­stimmungen werden, soweit nicht nach den Vor­schriften über den Denkmalschutz oder nach an­deren Vorschriften eine höhere Strafe verwirkt ist, mit Geldstrafe bis zu 150 Mark bestraft, an deren Stelle im Llnvermögensfalle entsprechende Haft tritt.

25 Jahre

Gießener Ruder-Club Hassia 1906.

Der Gießener Ruder - Club Hassia feierte am Samstagabend in den Räumen des Gesell­schaftsvereins das Iubiläum seines 25jähri­gen Bestehens. Viele Mitglieder und ge­ladene Gäste nahmen an der Feier teil. Die Reichs­wehrkapelle erstmals unter der Stabführung des neuen Obermusikmeisters K r a u ß e leitete den Abend mit einem schneidigen Marsch ein, dem eine Reihe hochwertiger anderer musikalischer Dar­bietungen folgten. Die Kapelle fand 'e-haften Bei­fall. Der erste Vorsitzende der Hassia, Herr Fritz S ch ü ß l e r, hielt eine kurze Begrüßungsan­sprache. Besonders begrüßte er die Vertreter des Oberbürgermeisters, des Bataillons, der Leibes­übungen treibenden Vereine, die Vorstände der beiden anderen Rudervereine, des Vereins älfer- kritik, des Lahnregattaverbandes, des Süddeut­schen Rudcrverbandes und des Gesangvereins Heiterkeit". Im weiteren Verlauf des Abends gab Herr Henkel, einen Tleberblick über die Geschichte des Vereins und die bisher erzielten sportlichen Erfolge. Er schilderte die Entwicklung des Clubs aus kleinen Anfängen heraus und be­tonte, daß es der unermüdlichen Arbeit der älteren Sportskameraden bedurfte, um den Verein auf seine heutige Höhe zu bringen. 89 Siege wurden im Laufe der Iahre errungen, 13 schöne Boote und ein Motorboot stehen den Ruderern heute sur Verfügung. Mit Genugtuung dürfe der Ru­der-Club Hassia auf seine 25jährige Tätigkeit im Dienste der Ertüchtigung der Iugend und damit im Dienste des Vaterlandes zurückblicken. Mit Zuversicht sehe man auch der nächsten Zu­kunft entgegen. Der Redner erinnerte auch an die im Weltkriege gefallenen Mitglieder, deren Andenken in einer Minute stillen Gedenkens ge­ehrt wurde. Rach einem weiteren Musikvortrag nahm der Vorsitzende, Herr S ch ü ß l e r, der schon 24 Iahre dem Klub angehört, die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. Ausgezeichnet wur­den für 24jährige Mitgliedschaft die Herren Peter C a st e i n, Adolf Staudt und Karl W c- ber: für 23jährige Zugehörigkeit Willi Rupp, Hermann Kaiser, Paul Plage, Karl Wen­zel, Ludwig Klein, Ludwig Müller und Adam D ö b u s. Philipp Lange, Heinrich Rühl, Karl Wolf, Ernst Rödel, Heinrich Keßler und Heinrich Ioedt wurden für 21- jährige Zugehörigkeit, und die Herren Richard Frenz el jr., Wilhelm Hauß und Julius W i s k e r für 15jährige Mitgliedschaft ausge­zeichnet. Im Anschluß daran brachten die Ver­treter der Behörden, Vereine und Verbände ihre Glückwünsche dar und überreichten schöne prak­tische Geschenke. Der Vorsitzende des Vereins dankte für die zahlreichen Beweise der geistigen und sportlichen Verbundenheit, die in den Glück­wunschreden und in den Geschenken zum Ausdruck kam. Einige weitere Musikstücke beschlossen das offizielle Programm. Ein Ball hielt die Festver­sammlung noch lange beisammen.

Bornotizen.

Tageskalender für Mittwoch. Stadt­theater:Elisabeth von England", 19.15 bis 22 Uhr. Oberhessischcr Kunstverein: Jubiläumsausstellung Ernst Eimer, Turmhaus am Brandplatz, 15 bis 17 Uhr. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:1000 Worte Deutsch" und Schmeling gegen Stribling imBox­kampf um die Weltmeisterschaft".

Konzert der Gießener Militär­kapelle. Das Musikkorps unseres Bataillons wird am kommenden Sonntagabend zum ersten Male unter der Stabführung des neuen Obermusikmeisters Krauße mit einem Konzert vor die breiteste Oefsentlichkeit treten. Das Konzert wird in der Volkshalle stattfinden. Obermusikmeister K r a u ß e, bekanntlich ein Sohn des srüheren Gießener Mili­tär-Musikdirektors Krauße der 116er, geht der Ruf eines hervorragenden Musikers voraus, dessen hohe musikalische Befähigung zweifellos für unsere

Gießener Militärkapelle eiye starke Auftriebskraft fein wird. Man beachte die heutige Anzeige.

Werbeabend für Elektrizitäts- Verwendung. Man schreibt uns: Das Elek­trizitätswerk ist emsig beschäftigt, die Vorberei­tungen zu den am Donnerstag und Freitag, 8. und 9. Oktober, 20 Llhr, im Saale des Cafe Leib, Walltorstraße, stattfindenden Werbeabenden zu treffen. Das über 150mal aufgeführte Bühnen­stückPirnrnelrnann aus Pummelhausen" dürfte, wie überall, auch in Gießen mit Begeisterung ausgenommen werden und großen Beifall finden. Da der Andrang sicher ein recht starker fein wird, dürfte zu empfehlen sein, sich rechtzeitig einen Platz zu sichern. Man beachte die gestrige Anzeige.

** Forst Personalien. Ernannt wurden Heinrich Förster aus Kefenrod zum Förster der Försterei Climbach des Forstamts Gießen; Friedrich Grieb aus Griedel zum Förster der Försterei Lllrichstein des Forstamtes Tllrichstein;

Wenn Ihre

Empfehlungsanzeige

in der Freitags- oder in der Samstags­nummer des Gießener Anzeigers durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werben so^l

dann geben Sie sie bitte spätestens im Laufe des Mittwochs beziehungsweise Donnerstags in der Geschäftsstelle auf.

Karl Harres aus Ober-Gleen zum Förster der Försterei Schwabenrod des Forstamtes Eu­dorf; Karl Kornmann aus Rüddingshausen zum Förster der Försterei Londorf des Forst­amtes Rabenau zu Londorf; Heinrich Kraft aus Lichtenberg zum Förster der Försterei Köd­dingen des Forstamtes Storndorf; Karl Repp aus Dauernheim zum Förster der Försterei Pe- tersßainerhof des Forstamtes Lllrichstein; Heinrich Ruppert aus Ober-Gleen zum Förster der Försterei Iägerhaus des Forstamtes Viernheim; Walter Ruppert aus Maulbach zum Förster der Försterei Felsberg des Forstamtes Iugen- heim.

** Auszeichnung verdienter Sänger. Der Hessische Sängerbund ehrte in diesen Togen wieder eine Reihe verdienter Mitglieder mit Aus­zeichnungen. Die Silberne Ehrennadel für »e aktive Sangestätigkeit erhielt u. a. Wil- r o ß h a u s vom GesangvereinEintracht", Leihgestern. Mit der EhrennadelFür Ver­dien st" (für 25jährige Vorstandstätigkeit) wurden Adolf Bender vom GesangvereinEintracht", Butzbach, und Philipp H a r b u s ch vom Turn- und Gesangverein, Lollar, bedacht. Zum Ehrenchor- m e i st e r des Hessischen Sängerbundes unter gleich­zeitiger Verleihung der EhrennadelEhrenchor­meister" wurde Lehrer G ö r g (Concordia") in Stangenrod ernannt. Der Ehrenchormeister des Hessischen Sängerbundes, Wilhelm Bechtols - Heimer, kann am 15. November als Chorleiter des GesangvereinsFrohsinn" in Bad-Nauheim sein 40. Dirigentenjubiläum begehen.

" DasStadtcafe". Gestern nachmittag wurde das umgestaltete bisherigeCaf6 Astoria" in der Plockstrahe unter dem HamenStadt­cafe" eröffnet. Der umgestaltete Hauptraum, einfach und klar in seiner Form, in kräf­tigem Rot und mattem Gelb gehalten, macht einen gediegenen Eindruck. Einfache, aber geschmackvolle Beleuchtungskörper verstärken die heimelige Rote dieses Raumes. Eine wesent­liche Umgestaltung hat auch der bisherige lange Bufettraum erhalten. Er ist zu einem selbständi­gen, vom Hauptraum durch eine Türe zu tren­nenden Zimmer gestaltet worden. In seinen lichtblauen Tönen wirkt er nicht weniger an­genehm als der Hauptraum. Im ersten Stock hat man den großen Raum so aufgeteilt, daß durch Türen drei verschiedene Zimmer geschaffen wurden, die allen Erfordernissen entsprechend Verwendung finden lönnen. Die einzelnen Raum­teile können von dem Lichthof, der' dem Kaffee­haus eine charakteristische Rote gibt, durch Schiebefenster getrennt werden, so daß die ein­zelnen Zimmer in sich geschlossene Räume bilden. Auch hier ist man in der Farbe und in den dekorativen Formen sorgfältig zu Werke ge­gangen. Tische und Stühle fügen sich dem Ganzen allenthalben harmonisch ein. Portieren und Vor­hänge in schlichten Formen und korrespondieren­den Farben verstärken den kultivierten Eindruck.

Bei der Umgestaltung des Familienrats wur­den das verdient besonders erwähnt zu wer­den durchweg Gießener Handwerker beschäf­tigt. Lediglich einige technische und maschinelle Einrichtungen der neuzeitlichen Küche wurden von Spezialfirmen bezogen. Die Handwerksmeister haben sich mit großem Geschick ihrer Aufgaben entledigt. Die Leitung der Umbauarbeiten lag in den Händen des Architekten Ernst Thomö, für die Innenausstattung zeichnet die Gattin des Architekten, Frau Else T h o m 6, verantwort­lich. Inhaber desStadtcafes" ist Herr Iosef W. D o e r r c r; der Hauseigentümer, Herr Kauf­mann Bach, der Inhaber des Kunstgewerbe­hauses Bach hat die Reugestaltung des Kaffee­hauses in tatkräftiger Weise unterstützt.

Deutsch nationale Volkspart e i. Wie uns berichtet wird, sprach »dieser Tage in einer sehr gut besuchten Mitgliederversammlung der Landesgeschäftsführer der Partei, Herr v. Schilling- Darmstadt. Der Redner wies in feinen einleitenden Worten zunächst auf den Stettiner Parteitag, der in so glänzender Weise die Geschlossenheit und den Ausstieg der Partei gezeigt habe, hin, um sich sodann mit dem Partei­führer Hugenberg des näheren zu befassen. An Hand von früheren und jetzigen Reden und Schriften Hugenbergs konnte der Vortragende mit Recht davon sprechen, daß in ihm einer der ganz seltenen Führer vorhanden sei, die wegen ihrer Fähigkeiten und ihres politischen Charakters berufen seien, bei der Gestaltung unserer Ge­schichte künftig eine große Rolle zu spielen. Der Redner behandelte sodann die hessischen Ver­hältnisse mit Rücksicht auf die bevorstehenden Landtagswahlen, die eine Rechtsregierung brin­gen müßten. Die Ausführungen 'des Herrn v. Schilling ernteten lebhaften Beifall; nach kurzer Aussprache schloß der stellvertretende Parteivorsitzende, Herr Oberpostinspektor Lu­kas, die gut verlaufene Versammlung.

** EinrabiaterBettler. Der Polizeibericht meldet: Am 3. Oktober, um die Mittagszeit, kam der 24jährige Fuhrmann Albert G a t h aus Wetzlar in der Westanlage in die Wohnung eines 70 Jahre alten Mannes, der allein zu Hause war, und hielt um Mittagessen an. Als der Angesprochene, der selbst in dürftigen Verhältnissen lebt, dem Bettler erklärte, daß er für sich nichts habe, faßte ihn der Bettler mit der einen Hand an die Brust und schlug ihm mit der anderen Hand, in der er einen festen Gegenstand, vermutlich ein geschlossenes Taschenmesser, hatte, mehrmals auf den Kopf und in das Gesicht, so daß der alte Mann blutüberströmt zusammenbrach. Nach dieser Tat verließ der Rohling die Wohnung des Mannes und ging, als sei nichts vorgefallen, nach der Frankfurter Straße, der Wiefeckbrücke zu. Ein Nachbar des verletzten Mannes, der auf die Hilfe­rufe den Bettler aus dem Haufe kommen sah, ver­folgte diesen unauffällig. An der Wiefeckbrücke kamen zufällig zwei Polizeibeamte, die von dem Ver­folger auf den Rohling, der inzwischen in die Alicen- straße, nach dem Essiggäßchen zu, eingebogen war, aufmerksam gemacht wurden. Die beiden Beamten nahmen die Verfolgung auf und stellten den Täter am Essiggäßchen. Er leistete den Beamten heftigsten Widerstand, so daß seine Inhaftierung mittels Kraft­wagens notwendig wurde. Goth wurde am folgen­den Tage dem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft.

* Dieb staple. Der Polizeibericht meldet: In letzter Zeit wurden in unserer Stadt mehrere Stallhasen entwendet, darunter mehrere sehr wert­volle Zuchttiere. Auf einem Am Kugelberg ge­legenen Gartengrundstück wurden fünf Tischmesser mit Nickelgriff gefunden, die vermutlich aus einem Diebstahl herrühren. Auf der Messerklinge steht die Firmenbezeichnung Edgar Borrmann, Gießen. Personen, die sachdienliche Angaben machen und Eigentumsanspruch erheben können, werden gebeten, der Kriminalabteilung, Zimmer 24, Rachricht zu geben.

Berliner Börse.

Berlin, 7. Okt. (WTB. Funkspruch.) Die feste Stimmung an der gestrigen Neuyorker Börse blieb auch auf den heutigen Frühverkehr nicht ohne Einfluß. Man nannte für die Hauptwerte 1 bis 2 o. H. über gestern liegende Kurse, und auf dieser Basis dürfte schon einiges gehandelt worden sein. Die Nachrichten über die Hoover-Konferenz im Weißen Hause sind zwar im Resultat etwas ent­täuschend, dies hängt aber wohl in der Hauptsache damit zusammen, daß man mit den Verhandlungen bis zur Ankunft Lavals in Amerika warten will. Am Devisenmarkt waren Kurse noch nicht zu hören.

Gurgeln

Sie mal im Konzert!

???natürlich trocken mit

das ist angenehmer und geht überall!

RM.1. und.50

KlEIHtRSHEU-fW^

Verlassen Sie sich auf den SHELL-FÜHRER; er gibt Ihnen fachmännische Auskunft, für die Oelauswahl und die sachgemäße Pflege Ihres Fahrzeuges Der SHELL-FÜHRER ist auf Anforderung m Broschürenform kosten­los erhältlich und. hängt als Wandtafel in allen Fachgeschäften.

SHELL > JTOOELEy

&