Ausgabe 
7.5.1931
 
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** Zum Wechsel in der Leitung der Volkshochschule. Unter Bezugnahme auf Unsere Mitteilung in Rr. 103 wird uns von dem Vorstand des VereinsVolkshochschule Gießen" geschrieben: Herr Walter He gar hat in den wahren seiner hiesigen Tätigkeit als Leiter der Volkshochschule hohe Verdienste um derer» Aus­gestaltung sich erworben. Trotz der großen Schwierigkeiten, die ihm aus der unzureichen­den bzw. unsicheren Finanzierung der Volks­hochschule erwuchsen, hat er einen erheblichen Ausbau der Kurse und eine starte Stei­gerung der Besucherzahlen herbeigeführt, fer­ner die Ausdehnung der Dolkshochschul- atbeit über Oberhessen in die Wege geleitet. Durchdrungen von einer hohen und geklärten Auffassung der Dolkshochschul-Jdoe, hat er un­ermüdlich und unter Einsetzung seiner Gesundheit für die Verwirklichung dieser Idee gearbeitet. Ihm gebührt herzlicher Dank für seine hiesige Tätigkeit! \

** Mehrere kräftige Gewitter gingen gestern von etwa 20 Uhr ab bis nachts gegen 2 Uhr über unserer Stadt und der Umgegend nieder. Blitz und Donner waren am Abend schon ziemlich stark, hörten für kurze Zeit ganz auf, um dann wieder aufzuleben und in der Zeit von 1 bis 2 Uhr nachts besonders heftig zu werden. Gleichzeitig gingen in der Nacht starke Regengüsse nieder, die für kurze Zeit den Charakter von Platzregen hatten. Erfreu­licherweise richteten die Entladungen, die in Form einer ganzen Gewitterfront auftraten, nach den bis jetzt vorliegenden Informationen keinen Schaden an. Die gestern recht schwüle Temperatur hat sich nach diesem nächtlichen Donnerwetter etwas abegkühlt. Im Anschluß an die Gewitterserie geht heute früh, zur Zeit der Niederschrift dieser Zeilen, ein guter Landregen hernieder.

* Sonnt^gsfahrkarten. Die Reichs- bahndirektion Frankfurt führt vom 16. Mai ab neue Sonntagsfahrkarten von Gießen nach Bin­gen oder Büdesheim über Frankfurt a.M. ein. Die Rückfahrt kann auch von Koblenz aus q»getreten werden. Die Fahrkarten, die 6,80 Mk. kosten, können auch für die Fahrt nach Mo inz - Kastel und zurück benutzt werden. Ferner werden Sonntagskarten nach Wiesbaden (Hauptbahnhof), ebenfalls über Frankfurt a. M., zum Preise von 5,80 Mk. (3. Klaffe) ausgegeben- Weiter kommen Sonntagsrückfahrkarten von Hom­berg a. d. O. nach Alsfeld zum Preise von 1,60 Mk. und von Burg-Biedergemünden nach Alsfeld zum Preise von 1,30 Mk. zur Ausgabe

**AbendandachtenfürStudenten. Im Rahmen der Studentenseelsorge an der Landesuni­versität finden auch in diesem Sommer einige Abend­

Menschen nicht mehr vornehmlich nach seiner höheren Schul» oder Hochschulbildung einzu­schätzen, sondern nach seiner Leistung, ganz gleich auf welchem Gebiet?

Die verschärften Auslesebestimmungen auf den höheren Lehranstalten werden hoffentlich dazu bei­tragen, die unerwünschte Schüler- und Stuben- tenhochslut etwas einzudämmen. Die Eltern mö­gen nicht verzweifeln und Verständnis dafür zei­gen, wenn die Schulleitung nahelegt, ihr Kind doch lieber wieder in die Volksschule zu schicken. Solches Verständnis schulden sie schon der Le­bensfreude ihrer Kinder, die möglicherweise unter dauerndem Druck au großer geistiger Anforde­rungen auf der höheren Lehranstalt verkümmern könnte.

Steigende Frequenz der Studierenden an der Landesuniversität.

Von der Pressestelle der Universität Gießen wird mitgeteilt: Bis heute sind an unserer Universität über 2000 Studierende eingetragen. Da die Einschreibung noch bis zum 16. Mai weitergeht, wird diese Zahl st a r k überschrit­ten werden. Besonders zugenommen hat das Stu­dium der Theologie, der Veterinärmedizin und der Medizin. Die Gesamtzahl der Studierenden im Sommer 1930 belief sich nach Abschluß der Einschreibung auf 1941.

Bornotizen.

Tageskalender für Donnerstag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Grock". Aftoria- Lichtspiele:Die Falle am Crowton Paß" und Vier Federn".

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Morgen, Freitag, 20 Uhr, erste Wiederholung von Hanns Sahmanns histo­rischem SchauspielHaus Rothschild" unter der Spielleitung von Intendant Dr. Prasch. Als Frau Gudula Frau Auguste Prasch-Grevenberg. Samstag, 9. Mai, 15.45 Mr. Schillers roman­tische TragödieDie Jungfrau von Orleans" unter der Spielleitung von Intendant Dr. Prasch als Schülervorstellung. Sonntag, 10. Mai, 18.30 Uhr, zum letztenmal, als Fremdenvorstellung zu ermäßigten Preisen, das LustspielDie Welt, in der man sich langweilt" von Pailleron mit Frau Auguste Prasch-Grevenberg in der Rolle der Herzogin als Gast. Spielleitung Peter Fassott. Dienstag, 12. Mai, letztes Opern- gastspiel der diesjährigen Wintersaison mit Dizets großer Oper©armen durch das Opernensemble des Hessischen Landestheaters Darmstadt. Sze­nische Leitung Generalintendant Professor Carl Ebert. Musikalische Leitung Dr. Karl Böhm. Die Vorstellung beginnt pünktlich 19 Mr! Als nächste Erstaufführung im Schauspiel ist Strind- bergs MärchenSchwanenweiß" in Vorbereitung.

Aus der pwviuzialhaupifiadi.

Gießen, den 7. Mai 1931.

Aus der Praxis der öffentlichen Berufsberatung.

Don Or. Bottenbacher, Arbeitsamt Gießen.

Unter dieser ileberfcfcrift machten wir im Schlußsatz unseres Artikels vom Januar' eine kurze Andeutung über die große Berufs­not der Abiturienten, worüber wir heute näheres, das des Rachdenkens wert sein dürfte, berichten möchten. Zwar sind die diesjährigen Abiturienten schon einige Zeit schulentlassen, aber viele wissen noch nicht, was aus ihnen werden soll, und andere rücken nach, deren Rot wahr­scheinlich die gleiche sein wird.

Richt gerade wenige müssen sich aus finanziel­len Gründen das Hochschulstudium versagen. Reich, Staat und Gemeinden stellen aber kaum noch Deamtenanwärter ein, und die sonstigen höheren Derufsmöglichkeiten sind sehr beschränkt. Für handwerkliche Berufe kommen sie meist we­gen überhöhten Alters selten in Frage, und die überfüllten kaufmännischen Berufe bieten nicht immer das gewünschte, erfolgversprechende Unter­kommen. Dutzende dieser Abiturienten haben sich bei uns vormerken lassen, ohne allzugroße Aus­sichten auf einen ihrer Vorbildung entsprechenden Beruf. Wohl sagt mancher resignierend oder halb verzweifelt, alles annehmen zu wollen, wenn er nur unterkäme: aber bei abgeschlossener höherer Schulbildung ist diese erklärte Bereitwilligkeit im Ernstfälle kwch nicht immer so wörtlich gemeint

Andere wieder sind von Hause aus so knapp gestellt, daß sie nur das billigste Studium wäh- ten können. Akademische Berufe mit verhältnis­mäßig geringen Ausbildungskosten (Dolksschul- lehrer, Gewerbelehrer, Apotheker) werden deshalb mit Vorliebe begehrt und gehen einer besonderen! Heberfüllung entgegen. Eine ganze Reihe von Abiturienten, die ihre Hoffnung auf das Volks» schullehrerstudium gesetzt haben, zur Ausbildung aber wegen zu großen Andrangs nicht mehr zu» gelassen werden konnten, kamen und kommen in unsere Sprechstunden, sich Rat für andere Berufs- Möglichkeiten zu holen.

Eine dritte Gruppe von Abiturienten, die ver­mögende Eltern haben und nicht auf Studien­dauer und Ausbildungskosten zu sehen brauchen, hat es leichter in der Derufsentscheidung und, kann, nur vomnumerus clausus beschränkt, nach Reigung wählen. Ader auch sie trifft angesichts der Ueberfüllung fast aller akademischer Berufe der Schatten ungetoiffer Zukunftsausfichten. So treten auch bei diesen wirtschaftlich noch besser Ge­stellten in bedenllichem Maße immer häufiger die Berufsaussichten als ausschlaggebender Gesichts­punkt bei der Berufswahl in den Vordergrund. Daß bei dem trostlosen Arbeitsmarkt in erster Linie auf die Berufseignung gesehen werden sollte und die Tüchtigen stets noch die besseren Zu­kunftsaussichten haben, das muß Ratsuchenden auch aus höheren Lehranstalten immer wieder ge­sagt werden.

Ein Oberrealschulabiturient holte sich Auskunft über das Theologiestudium. Er hatte kein La­tein und war in Fremdsprachen sehr schlecht. Als wir ihn fragten, warum er Theologie studieren! wolle, meinte er prompt: weil in der Theologie noch die besten Aussichten seien. Die Mutter selbst winkte ab, da sie sich ihren Sohn, der ganz an­dere Dinge im Kopfe habe, als Pfarrer gar nicht denken könne. Wie lange wird das Theologiestu­dium noch als das aussichtsreichste gelten? Man klagt schon, daß viel zu viele Unberufene dieses Studium ergreifen.

Von der Reigung (der wirMchen, echten, nicht bloß angeflogenen), von der viele Leute glauben, sie spiele bei der Berufswahl die erheblichste Rolle, merken wir nicht allzuviel. Was gilt sie auch, wenn für den gewünschten Beruf die Eig­nung fehlt! Glücklicherweise zeigt sich gar nicht selten, daß mit der besonderen Eignung für einen anfangs nicht gewünschten Beruf sich später auch die Reigung dafür einstellt. Reigung und Eig­nung gehen eben nicht immer von allem Anfang an Hand in Hand. I

Die Derufsnot der Abiturienten ist groß, größer als sie zu sein brauchte, in Hessen vielleicht am allergrößten. Auf 100 000 Einwohner kommen in Deutschland 193 Studierende, gegenüber 106 in der Vorkriegszeit, in Hessen sogar 256. Kein Land in Deutschland weist eine gleichhohe Verhältnis­zahl auf. Die Zahl der HochschulftudiereNden ist in Deutschland von 80 000 im Jahre 1914 auf 132 000 im Jahre 1930 gestiegen, die der Abi­turienten in ähnlichem Verhältnis. Das sind zwei­fellos zu viele Anwärter auf höhere und aka­demische Berufe, auch für normale Wirtschafts­verhältnisse bei dem nicht größer, sondern noch kleiner gewordenen Lebensraum.

Vielfach fehlt es an Einsicht der Eltern, die diese besondere Derufsnot geradezu mit herauf- befchwören helfen. So wollten z. D. Eltern (um nur einen von vielen Fällen herauszugreifen), ihren Jungen trotz Schulunlust, wiederholten Sitzenbleibens und dauernder Rachhilfestunden zwingen, unter allen Umständen das Abitur zu schaffen. Zerschlagen an Gemüt und mit verlore­nem Selbstvertrauen steht er nun als verkrachter Obersekundaner vor unnötig erschwerter Berufs­wahl. Ob wir n|d) dahin kommen werden, den

Dgl.Gieß. Anz." Rr. 7 vom 9. Januar d. I.

in den Bestellbezirk der Zeitungsfiliale gehörte, wurde der Brief geöffnet, um den Emp­fänger festzustellen. So entdeckte man, daß der Brief vondenTöchternder FrauReins stammte. Sein Inhalt beweist, daß man die Leichtlebigkeit der Mädchen richtig eingeschätzt hat. Er lautet:

Liebe Mutter! Es geht uns gut. Adresse be­kommst du, wenn wir angekommen sind. Alles Gute wünscht und sendet dir deine große Tochter. (Damit ist Sophie Reins gemeint.) Hoch Amerika! Die Blase hier ist ganz gemütlich. Ich zäh^ im Hause absolut nichts. Aus Fragen der Mädels Paris. Ich arbeite mit un bestimm tem Aufenthalt. Vielleicht Rußland. Wenn du unsere Adresse bekommst, so gilt dies nur für einen Brief. Brief vernichte sofort. Alles sehr wohl. Liebe Mama! Unerhört lästige italies» nische Reisegesellschaft. Ernst war gut abgelenkt. Die schöne Gegend hat ihn berauscht. Dein Appel- schnut. iWsmit Johanna (Jenny), die jüngere der beiden Töchter, gemeint ist.)

Die Vermutung, daß die beiden Mädchen schon vor der Mordtat von dem Plan gewußt haben, gewinnt durch ihr Schreiben an Wahrscheinlichkeit. Rach der Tat haben die drei Geschwister wahr- »scheinlich den Fluchtplan mit der Mutter vereinbart. Das geht schon aus dem Umstand hervor, daß die Mutter einen chiffrierten Brief von der Zeitungsfillale abholen wollte. Die Fluch­tigen waren sich offenbar darüber klar, daß sie, um den Brief nicht in die Hände der Polizei fallenzulassen, nicht direkt an die Wohnungs­adresse bejj Mutter schreiben konnten. Die Mutter ist nunmehr auch verhaftet worden.

Die Vernehmung der Malchower Mörder.

Der am Dienstag festgenommene Hochstapler Jonas und seine beiden Komplicen gaben bei ihrer Vernehmung an, daß die Befreiung des Jonas von langer Hand vorbereitet gewesen sei. Am Montag trafen die beiden Helfer des Jonas, Kaselih und Jörh, in Malchow ein. Sie suchten die Werkstatt auf, in der Jonas seine Versuche machte. Jonas hat dann plötzlich dem Gerichtsdiener Gläsel einige Schläge mit einem Schraubenzieher auf den Kopf gegeben. Sie haben dann Gläsel an Händen und Füßen gefesselt und ihm, da er zu schreien begann, eine Bettdecke um den Kopf gewickelt, die sie mit einer Schnur befestigten. Als sich Gläsel immer noch wehrte, haben sie ihm noch eine weitere Decke umgewickelt. In diesem Zustande muß der alte Mann wahrscheinlich erstickt fein. Mit einem Mietswagen sind die drei dann zunächst nach 'Bxrgedorf gefahren. Inzwischen war der zweite Kraftwagen bereits vorgefahren, der die Flücht­linge nach Schulau brachte. Die Ehefrau des Jonas hatte bereits vor 14 Tagen in Finken­wärder die Motvrjach tBubi" gekauft und sie reichlich jnit Lebensmitteln ausgestattet, die sie vorher in Berlin ein gekauft hatte. Die Jacht war dann vor einigen Tagen nach Schulau gebracht worden, wo Frau Ionas an Bord die Ankunft ihres Mannes und seiner Begleiter ab- wartete. Da die Flüchtlinge das Glbfahrwasser nicht hinreichend genug kannten, sind sie bereits in der Rächt bei Lühesand fest gefahren und erst in den Morgenstunden wieder flott ge­worden. Jonas wie seine beiden Mittäter be­streiten, daß sie den Gerichtsdiener hätten töten tckdllcn. Ihre Absicht sei gewesen, ihn zu betäu­ben, damit er ihre Flucht nicht vorzeitig unter­binde. Jonas gab weiter an, daß er beabsichtigt habe, miföcr Jacht nach Amerika zu fahren. Er sei unschuldig in Untersuchungshaft genommen worden und habe mit diesem Flucht­versuch nur zur Selbsthilfe gegriffen.

TDilb-XBeff in Buenos Aires.

Rach längerer Pause hat die Anarchisten- bande San Giovanni, die vor drei Mona­ten durch Verhaftung und Hinrichtung ihrer Füh­rer und mehrerer ihrer Mitglieder unschädlich ge­macht schien, wieder einen He be r f a II un­ternommen. Am Hellen Tage wurde im Zen­trum der Stadt der Kassierer einer Transport­gesellschaft überfallen, erschossen und um 20 000 Pesos beraubt. Darauf flüchteten die Täter nach verschiedenen Richtungen. Bei der sofort aufge­nommenen Verfolgung, die sich durch mehrere Stadtteile hinzog, wurden dauernd S ch ü s s e m i t Pvlizeibeamten und Passanten ge­wechselt, wobei ein Polizist getötet und drei andere schwer verwundet wurden. Einer der Ver­brecher wurde niedergeschossen. Den anderen, die außerordentliche Lokalkenntnisse bewiesen und sich verschiedentlich geschickt hinter Automobilen und Materialien zum Straßenbau verbarrikadierten, gelang cs schließlich, sich der Verfolgung zu ent­ziehen.

Eine neue.dänische Grönland-Expedition.

Unter Leitung des dänischen Oberleutnants Gabel-Jörgenscu ist an Bord des dänischen Grön­landdampfersGertrud Rask" eine aus neun Mann bestehende geodätische Expedition nach Umeuaka in Grönland abgegangen, um dyrt verschiedene ßanbrneffungen im nördlichen Distrikt durchzusührcn. Diese Arbeiten, die auf Grönland bereits von zwei anderen dänischen Unteroffi­zieren vorbereitet worden sind, werden in dem Gebiet vor sich gehen, in dem sich auch Professor Wegener befinden dürfte. Man hofft, den deutschen Forscher zu treffen, was jedoch recht schwierig sein dürfte, da das Gebiet, das von der neuen dänischen Expedition zu untersuchen ist, sehr groß ist.

andachten in der Kapelle auf dem Allen Friedhof statt. Die erste Andacht ist am Freitag 8. Mai, 20.30 Uhr pünktlich. Diese Veranstaltungen sind jedermann zugänglich.

" Für Vogelzugforscher. Don Lehrer Diehl in Ober-Schmitten bei Nidda (Oberhesfen) wird uns geschrieben: In Ober-Schmitten wurde ein sterbender Distelfink aufgefunden der einen Beinring mit der Inschrift 70 OK: R 4/29 trug. Es wäre von Interesse, die Station zu erfahren, die diese Beringung vorgenommen hat.

Zwei Bankiers zu Gefängnis verurteilt.

Der Zusammenbruch des Bankhauses Haas in Marburg vor Gencht.

][ Marburg, 5. Mai. In zweitägiger Ver­handlung beschäftigte sich das Erweiterte Schöffen­gericht mit einer Anklage gegen die beiden In­haber des hiesigen Privatbankhauses Haas, die Bankiers Haas und Hertz, denen Depotunter­schlagung, Konkursvergehen und Betrug zur Last gelegt wurden. Das feit etwa dreißig Jahren be­stehende Bankhaus Haas stellte im Juni v. I. seine Zahlungen ein und eröffnete den Konkurs, nachdem sich eine Unterbilanz von 450 000 Mark ergeben hatte. Geschädigt wurden besonders klei­nere Geschäftsleute und Privatpersonen. Der An­geklagte Hertz, der die banktechnische Leitung des Betriebes inne hatte, gab bei seiner Verneh­mung die widerrechtliche Verpfändung von im Bankhaus me&ergelegten fremden Wertpapieren zu. erklärte aber, daß er dabei das Geschäft für fähig gehalten habe, die Papiere bei Bedarf jederzeit wieder hereinzuholen. Verhängnisvoll wirkte sich auf das Geschäft die unverhältnismäßig hohe Kreditgewährung an einige Marburger Firmen und Privatpersonen aus. _®ie Buch­führung wurde von den Sachverständigen als einwandfrei bezeichnet, bis auf die Bilanzen, die seit 1927 nicht mehr in Ordnung feien. Hertz erklärte dazu, die Bilanzen der späteren Jahre habe man dann frisiert und solche Summen eingesetzt, die das Geschäft nicht zu klein erschei­nen lassen sollten. Auf diese Weise blieb die abwegige Bahn des Bankhauses verborgen. Das Gericht erkannte wegen Vergehens gegen das Depotgeseh, Konkursvergehen und Betrug für Hertz auf 11 Monate und für Haas auf 7 Monate Gefängnis. Bewährungsfrist wurde nicht gegeben.

Oie Wetterlage.

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Wettervoraussage.

Sehr rasch ist von Frankreich her der Tiefdruck- wirbel bis nach Deutschland vorgedrungen und hat bei uns bereits in der letzten Nacht durch starke Gewittertätigkeit den Witterungsumschlag eingeleitet. Etwas kühlere ozeanische Luft an der Rückseite ge- stattet das Wetter noch wechselhaft und führt weiter­hin zu vereinzelten Niederschlägen. Es hat sich pun« mehr eine Rinne tiefen Druckes gebildet, die sich von England her quer über Mitteleuropa erstreckt. In ihr werden sich weiterhin Störungen ostwärts bewegen, lieber den britischen Inseln ist bereits ein neues Tief zu erkennen, dessen Herannahen wohl an der Vorderseite durch Umdrehen der Winde nach Süden vorübergehende Beruhigung aufkommen läßt, aber dann wieder erneute Wetterverschlechterung bringt. Vereinzelte Gewitterstörungen sind dabei nicht ausgeschlossen.

Aussichten für Freitag: Veränderliches, wechselnd wolkiges Wetter mit vorübergehender Auf- heiterung, zunächst etwas kühler, vereinzelte Nieder- schlüge, teils gewitterhafter Art.

Lufttemperaturen am 6. Mai: mittags 19,4 Grad Celsius, abends 14,6 Grad: am 7. Mai: morgens 14 Grad. Maximum 19,4 Grad, Minimum 9,5 Grad.

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