• cntgcgcnncbmcn tonnte. Cs sprachen die Stadt- ratsmi :glieder Appel über die Schulen und die Q}OLuH,a)iagsberatung im Frühjahr 1930, Loeber über seine Tätigkeit als Beisitzer des Wohnungsamtes, Frau Dir. S ch u d t über die mannigfachen Arbeiten des Wohlfahrtsausschusses und des Armenfürsorgeausschusses. Wenzel behandelte die Arbeit des Turn- und Sportausschusses und des Betriebsausschusfes, wobei er interessante Ausführungen über den Werdegang des Gaswertes. Elektrizitätswerkes und des Dolksbades machte. Hirsch berichtete über die Arbeiten des Sozialpolitischen Ausschusses, S chw i ed er sprach über Schlachthof, Marktausschuft und Land- und Forstwirtschaftlichen Ausschuß. Schneider beschäftigte sich ein- gehend mit den Arbeiten der Theaterdeputaturn wobei er die äußerst schwierige Loge, in der siä das Stadttheater befindet, kennzeichnete und dar auf hinwies, daß das Theater nur erhalten wer den könne, wenn alle Bevölkerungskreise durch stärkeren Besuch das Theater unterstützen, damit diese schöne Bildungsstätte in Gießen erhalten bleibt. Als letzter Redner sprach dann der Frak- tionsvorsihende Horn über die Aachtragsetats- beratungen und schließlich die Bestellung der Staatskommissars für Gießen. Die Stellungnahme der vollsparteilichen Stadtratsmitglreder zu diesen Fragen ist durch die Berichte über die Stadtratssihungen bekannt, so daß sie hier nicht noch einmal besprochen werden braucht Unter stärkster Zustimmung der Versammlung betonte Herr Horn nochmals, daß die Deutsche Volkspartei mit aller Entschiedenheit die vom Herrn Oberbürgermeister in der OeffentlichkeU gegenüber den bürgerlichen Fraktionen gemachten Vorwürfe zurückweisen müsse. Die Fraktion der Deutschen Volkspartei habe bisher immer unter stärkster Verantwortung den Etat im Gleichgewicht gehalten, und sie werde auch für die Folge ihren Weg in dieser Weise weitergehen. Die Finanzlage der Stadt habe aber Ende des Jahres unter keinen Umständen Anlaß gegeben, die Hilfe des Staatskommissars in Anspruch zu nehmen.
Die Versammlung folgte den Berichten mit starkem Interesse. Die nachfolgende lebhaste Aussprache zeigte, daß dieser kommunalpolitische Ausspracheabend von den Versammelten dankbar begrüßt wurde. r.
3n seinem Schlußwort gab der Vorsitzende iroch seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Frakttonsvorsttzende, Herr Horn, nachdem er sich auf Veranlassung des Arztes in letzter Zeit von den öffentlichen Arbeiten zurückziehen muhte, nunmehr gesundheitlich wieder in der Lage sei. in alter Frische die Arbeit der Stadtratsfraktion zu leiten.
Blindenkonzeri.
Das Konzert der beiden erblindeten Künstler Hermann und Johannes Sandfort wies einen erfreulich starken Besuch auf. Die Reue Aula war bis fast auf den letzten Platz besetzt. Die Vortragsfolge enthielt größere Werke von Bach Händel, Mozart und verschiedene kleinere Stücke. Von Dach hörten wir das ^-Moll-Violinkonzert, von Hermann Sandfort schön vorgetragen, von Händel die ^-Dur-Violin- fonate. Johannes Sandfort erfreute mit dem v-Dur-Konzert für Flöte von Mozart. Ferner spielte er noch ein Andante von Molique. eine Melodie von Rubinstein und eine Fantasie Pastorale von Dobblett Die Wiedergabe der Romanze von Dieuxternps, der Legende von Wieniawski und dreier „Aquarelle" von Tor Aulin zeigte Herrn Hermann Sandfort von der virtuosen Seite. Beide Brüder, auf ihren Instrumenten technisch gewandt und musikalisch von innerer Anteilnahme getragen, führten das geschrnock- . volle Programm sicher durch. Der Beifall war jedesmal sehr herzlich. Am Flügel begleitete l Frau Elfriede Fischer mit sicherer An- _ Passung.
Gietzener Wochenmarktpreise.
Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von 1.00 Ml. an; Butter 1,20 bis 1.30; Matte 30 bis 35; W'rsing 25 bis 30; Weißkraut 12 bis 15; Rotkraul 15 bis 20; gelbe Rüben 12 bis 15; rote Rüben 12 bis 15; Spinat 30 bis 35; Unter-Kohlrabi 5 bis 6. Grünkohl 20 bis 25; Rosenkohl 40 bis 45; Feld- _ salat 1,00 bis 1,20; Tomaten 70 bis 80; Zwiebeln 10; Meerrettich 30 bis 60; Schwarzwurzeln 30 bis 40; Kartoffeln 3.5 bis 4; Aepfel 30 bis 50; Birnen 20 bis 40; Dörrobst 30 bis 35; Honig 40 bis 50; junge Hähne 90 bis 1,10; Suppenhühner 90 bis 1,10; Russe 60 bis 70; Käse (10 Stück) 60 bis 1.40; Tauben S'.ück 70,bis 80; Eier 10 bis 11; Blumenkohl 30 bis 70; Salat 30 bis 35; Endivien 15 bis 35; Ober-Kohlrabi 10 bis 15; Lauch 5 bis 15; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 50; Kartoffeln Zentner 2.50 bis 3,00: Weißkraut 8.00 bis 10 00; Wirsing 15,00 bis 20,00; Rotkraut 10.00 bis 12.00.
Taten für Sonntag. 8. März.
Sonnenaufgang 6.23 Ahr; Sonnenuntergang 16.34 Ahr. - Mondaufgang 1.34 AAhr; Monduntergang 8.04 Ahr.
1832' Generalfeldmarschall Graf v. Waldersee in Potsdam geboren; — 1835: der Staatsmann Wilhelm v. Humboldt in Tegel gestorben; — 1848: der Komponist G. Donizetti in Bergamo gestorben.
Daten für Montag. 9 März.
1865: General Erich Ludendorff in Kronlzewnia geboren, - 1886: der Dichter Viktor v. Scheffel in Karlsruhe gestorben; — 1925: der Derlagsbuch- händler Fritz Baedeker in Leipzig gestorben.
*• Zuchtvieh-Versteigerung. Am Donnerstag, 19. Bkarz 10,30 Ahr, findet in Butzbach dje erste große Zuchtviehversteigerung des Landwirtschaltslammer-Ausschusses für Oberhessen in diesem Jahre statt. Zur Versteigerung kommen 62 Dullen des hessischen Fleckviehs, darunter 12 Leistungsbullen. 20 Eber des deutschen Edelschweins und 17 Eber des veredelten Landschweins. Die Zuchtviehversteigerung ist eigene Veranstaltung des Landwirtschaftskammer-Aus- schusses für Oberhessen, zu welcher nur in das Zuchtregister eingetragene Faseltiere zugelassen werden. Gemeinden und Zuchtgenolsenschaften ist hier beste Gelegenheit geboten, ihren Dedarf an
Rundfunkprogramm.
Sonntag, 8. März.
7: Von Hamburg: Hafenkonzert. 8.15: Weißfrauenkirche Morgenfeier, veranstaltet von der Evangelischen Landeskirche. 9.30: Deutsches Haus, Villmar a. d. Lahn: Stunde des Chorgesangs. 10.30: „Die Frankfurter Winterhilfe". Gespräch zwischen Dürgermeister Graef, O. W. Studtmann und Dr. Paul Laven. 11: „Die Kroll Oper , Vortrag von Dr. Hans Curjel, Dramaturgen der Kroll-Oper. 11.30: Goddelau: Feier bei der Enthüllung einer Gedenktafel für Georg Büchner. 12: .Strömungen in der europäischen Jugend; Teil- ichmer: Leslie-Reed (England , Go tfried (Frank- eich); Leitung: Paul Laven. 12 30: Schallplatten- onzert. 14: Stunde des Landes. 15: Stunde der Zugend. 16: Kurhaus Wiesbaden: Kozert des städtischen Kurorchesters Wiesbaden. 18: „Das Zrenzland Luxemburg", Vortrag von Joseph Heß, Esch-Alzette. 18.30: „Was würde Goethe dazu agen?“, Vortrag von Os ar A. H Schmitz. 19.35: Aroßer Saal des Saalbaues Frankfurt a. M.: Mozart-Konzert. 20: Funkbrettl 21.15: Karlsruhe: Blasmusik der Badischen Polizeikapelle. 22.40: Tanzmusik.
Montag, 9. März.
7.15 bis 8.15: Frühkonzert des Rundfunkguin- tetts. 12: Schallplattenkonzert. 15.50: Ein rheinischer Weberjunge erzählt. 16 30: Rachmittagskonzert des Freiburger Konzertorchesters. 18.15: .Was bringt die Rotverordnung bezüglich der Realsteuer und der Cinheitsbewertung?". Vortrag von W. Herrmann. 18.45: „Der Kampf des Saargebiets beim Völkerbund", Vortrag von Chefredakteur Braun, Saarbrücken. 19.15 Englischer Sprachunterricht. 19 40; Kriegserlebnis, Erzählung von Ed'es Köppen. 20.05: Aus dem Großen Saal des Saa.baues Fran furt a. M.: Sonderkonzert des Fra für ter Orchestervereins. 22: Zeitbericht: Die Flamen- und Wallonen- Frage. 23: Tanzmusik.
Dienstag. 10. März.
7.15- Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20 Haus,rauen Rachmittag 16.30: Konzert des Rundfunkorchesters. 18.15' „Kriminalpsychologie", Vortrag von Rechtsanwalt Dr. Dr Frey 18.45' .Was ein Maler in Zentralamerika erleben kann", Vortrag von Max Vollemberg, Berlin. 19.15: „Die Situation Mensch", Vortrag von Dr. I. D. Schauer. 19.45: Mandvlinenkonzert. 20.15: Gespräche mit Henry Ford. Vorlegung und Diskussion. 22.30: Anterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters.
Mittwoch, 11. März.
7.15 bis 8.15: Frühlonzert. 10.20 bis 10.50: Ge- spräche mit Henry Ford, Hörfolge. 12: Schall-
. Plattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert des Rundfunkorchesters. 18.15: „Kurzer England-Baedeker für junge Leute", Vortrag von Hilde Ebert, Darmstadt. 18 .5. E Peran v Unterricht. 19.15: „Markgräflerland", Do.trag von Otto Ernst Sutter. 19.45: Karlsruhe: Konzert des Singchors des staatl. Handarbeitslehrerin- nen-Semi ars Karlsruhe. 20.30: Depo , Sketch von Jo Hanns Rösler. 21. Konzert. 22.35: Schlager- Stunde.
Donnerstag, 12. März.
7.15 bis 8.15: Frühlonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Aus dem Saal der Städtischen Akademie der Tonkunst in Darmstadt Konzert. 18.10: Zeitfragen. 18.35. Eine Viertelstunde Deutsch. 18.50: „Mussolini", Vortrag von Dr. Hans Hartmann, Elberfeld 19.20: Französischer Sprachunterricht. 19.45: Operettenkonzert des Rundfunkorchesters. 20.30: Schicksal der Gegenwart, Moderne Dichtungen und Dokumente. 21.30: Kammermusiklonzert. 22.35: Tanzmusik.
Freitag, 13. März
7.15 bis 8.15: Frühkonzert. 12: Schallplattenkonzert. 15.50: „Als Werkstudent Im Dergbau". Vo trag von Bernhard Dirkesmann. 16.30: Anterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 18.05: Stunde des Films. 18.25: „Friedrich Schinkel und die heuttge Architektur (Anläßlich seines 150. Geburtstages', Vor rag von Pro eisor Dr. Hans Hildebrandt. 18.45: Musik und Publikum. 2. Vortrag von Dr. Heinz Edelstein. 19.20: Aerzte-Dorttag: „Die Pasteurisierung i>et Milch". 19.45: Im Tanz durch die Welt, Heitere Schallplattenplauderei. 20 30: Populärer Opernabend des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 21.45: Gastspiel ßueie Höflich: „Zur gefl. Ansicht", Lustspiel. 23.20: Tanzmusik.
Samstag, 14. März.
7.15 bis 8.15: Rach Köln. Frühkonzert des Orchesters der Sp elgeme'.nschaf t der Kasseler Berufs- musiker. 10.20 bis 10.50: Einführung in die Oper „Der Freischütz" von C. M. von Weber. 12: Schallplattenkonzert. 15.20: Stunde der Jugend. 16.30: Rachmittagskonzert. 18.15: „Rationalisierung und Arbeitslo igkeit in England", Vortrag von Professor de Man. 18 45: „Frankreich und das Saargebiet", Vortrag von Staats- und Stadtarchivar Dr. Sante, Saarbrücken. 19.15: Spanischer Sprachunterricht. 19.45: Zeitung, ein Hörspiel. 21: Misch-Sendung: Anterhaltungs'onzert des Philharmonischen Orchesters Stuttgart. 22.35: Tanzmusik.
Zuchttieren zu decken. Man beachte die heuttge I Anzeige.
" Die Anmeldungen zur Frauenschule Friedberg für das Schuljahr 1931 betrifft eine Anzeige in unserem heutigen Blatte, auf die besonders hingewiesen sei.
" Der Herr Dr. ph 11. Einem dreisten Schwindler sind zwei Geschäftsleute in Marburg zum Opfer gefallen Ein etwa 30jübriger, 1,75 Meter großer schlanker Herr, der sich Dr. phil. Fehre nannte, suchte sich in einem Marburger Konfektionsgeschäft einen feldgrauen Motorradfahreranzug sowie eine graubraune Lederjacke und in einer Buchhandlung sechs Bände ausgewählter Werke von Gerhart Hauptmann aus und ließ sich diese Sachen in eine von ihm cmietete Wohnung bringen. Von dort ist der Herr Dr. unter Mitnahme der erschwindelten Gegenstände spurlos verschwunden.
•• Rationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei. In einer Versammlung der Rationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei sprach am Mittwochabend in der Turnhalle am Oswaldsgarten die Führerin des Deutschen Frauenordens, Fräulein Zander (Ber-- lin) über das Thema „Die Frau im Kampfe um Freiheit und Ehre". Die Rednerin erinnerte. zunächst an die Versprechungen, die die Sozial- demolratte auch den Frauen gegeben habe; die Frauen hätten einer 60jährigen Bewegung geglaubt und Gutes erhofft, sie seien aber enttäuscht worden. Heute spreche man davon, daß sich die Frau nicht um Politik kümmern solle, sondern um den Kochtopf. Der Mangel in der Küche aber leite die Gedanken immer wieder zur Politik. Dem ehemaligen Frontsoldaten blute angesichts der Verhältnisse das Herz; der Frontsoldat, der für sein Vaterland gekämpft habe, sei der Jugend zum Voroild geworden, und diese Jugend stehe . heute bei den Nationalsozialisten, denn Hitler sei her Wille zur Freiheit zu danken, der heute in der Jugend lebe. Die Frau aber müsse bei der Jugend stehen, well dieser die Zukunft gehöre. Was könnten der Frau auch alle Frauenrechte nützen, wenn die Söhne Sklaven seien. Die Frau müsse mithelfen am Kampfe zur Befreiung. Es gelte, das Grund übel, die Kriegsschuldlüge, zu beseitigen und Schluß zu machen mit einer Erfüllungspotttik, die das Vaterland zum Ruin führen müsse. Die Aufgabe der Frau sei es, ihre Söhne nicht zu Feiglingen, sondern zu Helden zu erziehen, die ihr Leben einsetzten für ihr Vaterland im Falle der Gefahr. Die Frau müsse auch ein wachsames Auge auf die Schule haben; sie dürfe nicht dulden, daß Lieder, die zur Treue und Wahrhaftigkeit aufforderten, aus den Lehrbüchern entfernt würden, sie müsse so wirken, daß sie einst sagen könne: ich habe meine Pflicht getan! Lebhafter Beifall wurde der Vortragenden zuteil. Rach einer kurzen Pause schilderte sie im Schlußwort die Tätigkeit des Deutschen Frauenordens und erzählte von ihren Erlebnissen in der Krankenstation des Ordens zu Berlin.
Aus dem Amtsverkünöigungsblait.
* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 16 vom 6. März enthält: Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Förderung des Obstbaues. — Die Mitnahme von Hunden in Felder und Wälder. — Die Einrichtung und den Betrieb des Nutzviehmarktes in Gießen. — Dienftnachrichten.
Oberbeffen.
Landkreis Gießen.
£ Wieseck, 6. Marz. Am Donnerstagabend hielt Lehrer D e p p l e r, Vorsitzender des O bst - und Gartenbauvereins Wieseck, einen Vortrag über Obstbaumpflegernaßnahmen nach Winterausgang. In seinen Ausführungen ging er besonders auf den Wiesecker Baumstand ein, den er einer näheren Betrachtung unterzog. Er bat dringend darum, daß die Wiesecker Obstbaum- halter mehr Sorgfalt als seither auf die Pflege ihrer Bäume verwenden. Ganz besonders behandelte er die Daumdüngung und die Düngungsart. Weiter wurden noch einzelne Dereinsange- legenheiten geregelt, so besonders den Bezug von Ristkästen, ferner von Edelreisern, die an Mitglieder kostenlos geliefert werden. Einige Lichtbilder, die die Gewinnung und Verwendung von künstlichen Düngern veranschaulichten, bildeten den Schluß des lehrreichen Vortrags.
± Klein-Linden, 6. März. Der hiesige Spar- und D a r l e h n s k a s s e n - V e r e i n „Raiffeisen" e. G. m. b. H. hielt feine diesjährige Hauptversammlung im Gasthaus zur „Deutschen Eiche" ab. Der Dereinsvorsteher, Lokomotivführer Loh, erstattete den Geschäftsbericht. Der Warenumsatz hielt sich im vergangenen Geschäftsjahr auf der Höhe des Vorjahres mit 76 000 Mk Bei den Spareinlagen fei ein Zugang von 6000 Mk. zu verzeichnen. Die Mitgliederzahl betrug am 1. Januar 1931 195. Zu der in der Hauptversammlung 1929 beschlossenen Am- wandlung von der unbeschränkten zur beschränkten Haftpilicht sei die gesetzliche Wartezeit nunmehr beendet und dementsprechend gerichtliche Eintragung erfolgt. In Aktiva und Passiva schließt tüe Bilanz mit 55 294,22 Mark, 43000 Mark sind als Spareinlagen eingezahlt und 24 000 Mk als Darlehen ausgegeben. Der Besitz an Immobilien und Mobilien steht mit 3500 Mk. zu Buch. Vom Gewinn sind nach den Abschreibungen und Zuschreibungen von 243 Mk. zum Reservefonds 5000 Mk. für die am 1. Juli fällige achtprozentige Warenrückvergütung vorgesehen. 20 Mk. wurden der hiesigen Krankenstatton und Kleinkinderschule, und 5 Mk. dem Kriegsblindenverband zugeteilt. Der Gesamtumsahbilanzbetrag weist in Soll und Haben 418 937,31 Mk. auf. Für die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden Otto Hahn, Heinrich L u h und Friedrich Weller neu- und bei* den ausscheidenden Aufsichtsratsmitgliedern Karl Hock und Heinrich Geis wiedergewählt. Der Vorstand seht sich nunmehr aus Karl Loh (Vereinsvor- ftetjer), Friedrich Luh, Otto Hahn, Friedrich Weller und Heinrich Luh, der Aufsichtsrat aus Karl Hock (Vorsitzender). Heinrich Geis, Friedrich Ä le in IV., Christoph Döcking, Heinrich Äser und August R a u m a n n zusammen.
vDaubringen, 4. März. Gestern abend fand bet Gastwirt Weimer die diesjährige Generalversammlung des Vereins Kinderfreund statt, die erfreulicherweise gut besucht war. Aus dem Jahresbericht des Vorsitzenden war zu entnehmen, daß fast alle Haushaltungsvorstände der Gemeinde, nämlich 236, Mitglieder des Vereins sind. Öffentlichen Dank für Anterstühung wurde ausgesprochen der Gemeinde, der Reichsbahndirektion Frankfurt <r. M., den Duderusschen Eisenwerken, den Firmen Rinn & Cloos, Scheid- Hauer & Giehing, ebenso Lehrer Henkel, der den Reinertrag eines von ihm veranstalteten
Gemeindeabenös mit 106 Mk., und dem Burschenklub Fidelio, der nach Auflösung (ein Bar- vermögen mit 31 Mk. dem Verein zugewendet hatte. Der Frauenverein beteiligte sich dankenswerterweise mit Anschaffung von Gegenständen für die Schwestemwohnung, sowie für Krankenpflege im Werte von 148 Mk. — Die seit Mai vergangenen Jahres aus dem Diakonissenhaus Ronnenweier hier tätige Krankenschwester hat in dieser Zeit 3594 Krankenbesuche am Tage und 40 Rachtbesuche gemacht. Die Kinderschule wird gut besucht. Beiden Schwestern wurde für ihre selbstlose Arbeit Anerkennung und Dank ausgesprochen. Durch Angliederung der Krankenpflege war eine Reufassung der Satzungen nötig geworden. Der Raine des Vereins wird nach dem erweiterten Vereinszweck von jetzt an heißen: „Verein Kinderfreund und Krankenpflege Daubringe n“. Die von einer Kommission vorberatenen Satzungen wurden mit einer kleinen Abänderung einstimmig angenommen und sodann zur Reuwahl des Vorstandes geschritten Auch diese erfolgte einstimmig. Gewählt wurden danach als erster Vorsitzender Dekan Guh - mann, als zweiter Vorsitzender Bürgermeister Preis, sowie die Herren Wilhelm Alb ach, Wilhelm Braun II, Ludwig Dort II., Wilhelm Erbil., Ludwig Geißler II., Eberhard Kümmel, Wilhelm MohrIII. Roch eine Reihe praktischer Fragen wurde bei lebhafter Aussprache der Mitglieder erledigt. Der Vorsitzende schloß mit Worten des Dankes an alle Erschienenen und der zuversichtlichen Hoffnung für die weitere, segensreiche Entwicklung des Werkes die Versammlung.
I Hausen, 4. März. Am vergangenen Samstag veranstaltete der hiesige Frauenchor einen sehr gut besuchten Familienabend. Dio Veranstaltung war dem Volkslied gewidmet, dem klaren Born, an dem zu rasten neue Kraft gibt, wie es der Ortsgeistliche in seiner Begrüßungsansprache nannte. Die Lieder wurden zum Teil vom Frauenchor vorgetragen, zum Teil konnto man sie als Terzett, als Duett, als Solo hören. Einzelne Lieder wurden befiamiert, wieder andere wurden musikalisch begleitet, Violinen unö Klavier oder Mandolinen mit Guitarre. Einzelne Lieder wurden schließlich gemeinsam gesungen. Zu den Liedern, meistens sogar zu den einzelnen Versen, wurden Lichtbilder gezeigt, so daß die Lieder noch unmittelbarer wirkten, und die Wirkung des Gehörten noch vertieft wurde. Das Epidiaskop war von der Schule Garbenteich zur Verfügung gestellt worpen. Die während des ganzen Abends anhaltende gespannte Aufmerksamkeit zeigte, daß das alte deutsche Volkslied auch heute noch seine geheimnisvolle Zauberkraft aus- übt uno so tatsächlich ein nie versiegender Quell der Labung und Herzensstärkung ist.____________
Sprechstunven Der Redaktion.
1130 bif 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr Samstag nachmittag geschlossen
Gewinnauszug
8. Klasse 36. Preußisch-Süddeutsche (262, Preuß.) Staats-Lotterie
Ohne Gewähr Nachdruck verboten
Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II
21. Ziehungstag 4. März 1931
3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 400 M. gezogen
2 Stteinne in 10000 M. 127843
10 Gewinne zu 6000 M. 95955 107617 219162
308177 333187
20 (StiDinne ,u 3000 M. 7403 37974 134402 158785
214860 265729 269471 328260 377266 393269
68 Gewinne zu 2000 M. 2271 3952 36931 37135
43573 44180 55056 71611 74483 83120 94112
95021 98518 102682 107177 166422 167212
181589 193316 207043 207396 222210 225427 231016 231801 239830 267321 290647 305267
39851
174 Gewinne zu 600 M.
112874
186486
237920
271488
316707
356059
102909
145694
227196
251382
309785
337618
14088
70380
88442 124659 151655 175998 194763
220172 240899 271426 320673 344808
367605
92976
126918
163260
178853
195698
224241
246292
279906
336952
349069
371632
111591
128107 169064
183691
207439 227501
252785
297217 338619 355462
377171
199267
246381
275304
330132
110050 156587 230618 270556 313188 355263
120138
191714
240869
273492
328084
361191
138969
171166
192159
217776
235432
268383
316297
343545
356294
386675
20142
38881
101014
143576
222116
248068
280006
330682
102855
128077
165304
183558
203774
224893
246446
283111
337974
350727
372148
112448
131398 170684 191097
217043
233746
267948 310713 343318 355989
382311
5264 8662 12939 13946
48488 49993 54036 61323 63380 63643 72525 75546 77900 80922 81952 87348 ----- ------ ------ ------ 120752
46443 61661 76025 85079 89357 ------ ------ ------ 143124
308060 308230 342629 350226 394493
106 Gewinne zu 1000 W. 3940 15625 1Ö235 18568 ------ 25088 26626 34312 35371 37858 38214
388015 390354 395478
In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn« über 400 M. gezogen
2 Gewinne zu 500000 M. 141328
2 Gewinne zu 75000 M. 153400
2 Gewinne zu 25000 M. 152158
6 Gewinne zu 10000 M. 69995 122515 350468
6 Gewinne zu 5000 M. 80115 166610 343328
8 Gewinne zu 3000 M. 89555 104144 316257
356493 „„„„
34 Gewinne zu 2000 M. 36508 43702 13005o
133225 135529 166266 173169 231777 246755 285281 306182 328135 353860 357284 366258 375141 386912
102 Gewinn, zu 1000 M. 4691 7910 10183 25177 44550 49992 58401 59769 62366 65695 70381 83558 84951 90279 106806 110973 113698 116755 142219 146620 149728 162777 179205 179510
179936 188898 196478 213694 215336 223654
242829 265478 274722 276109 294983 298370
300319 302703 307121 315973 316258 334536
337538 343776 354883 356779 357357 363416
365263 395723 399201
164 Gewinne zu 600 W. 13244 13973 14460 22544 25258 26275 36579 46711 48398 49252 63903 67596 66502 67048 76264 91358 93701 93996 96890 99230 100357 100431 105465 110333 112466 116552 118622 119678 132639 151129
163913 155811 169383 160972 162045 163765
165897 166886 177494 190882 191648 203304
206153 207128 225036 226858 236887 247887
248040 262302 253754 255170 257133 266860
277314 293191 299671 300323 308376 308970
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365040 369266 387729 394531 399878
Im Geiviimrade verblieben: 2 Prämien zu je 60)000, 10 zu je 25 000, 36 zu je lOÖÖO 118 zu je 5000, 286 zu je 3000 874 zu je 2000 1566 zu je 1000, 2578 ui ie 500 7! '0 Ui ie 400 2JL
Schöne weiße Zähne: Chlorodont


