Ausgabe 
6.6.1931
 
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Die SpielVereinigung ,1 900 ist in bet Hauptsache durch Jugendliche der A-Älaffc ver­treten. Heber 100 Meter sollten Felsing. Koch II. und Gräf eine Rolle spielen, ebenso Schlarb im Hochspruna. Die Aussichten im Kugelstoßen sind ungewiß. 3n der 4 ^100-Meter-Etaffel haben die 1900er zwei Mannschasten am Start. Der hiesige D f D, der sich ebenfalls beteiligen wird, entsen­det für die Klasse A Luh und Laudon, für Kugel- stoßen, Kirchhccmer, Paulus, Hoch und Radon für die 100 Meter. 3n der Klasse B bestreiten Happ, Wagner. Goldschmidt den 100-Meter-Laus. für den WeitTprung sind ebenfalls Happ und Goldschmidt gemeldet.

TV. 1846 bei her 8. Jaustbattrunde heei I.-G.-SportveremS Zrankfuri.

Zum dritten Male nehmen die Mannschaften des alten Turnvereins an den IG.-Spielen teil, die in diesem Jahre wieder reichsoffen aus­getragen 'werden. Da diesmal die besten Mann­schaften des Reiches vertreten sind, wird es für die Gießener Mannschaften schon ehrenvoll sein, sich bis in die Zwischenrunden durchzukämpfen. Die 1. Mannschaft trifft in der Vorrunde auf den Postsportverein Frankfurt, Tg. Schweinfurt (DT.- Meister 1928), Tg. Worms und Tv. Sachsen­hausen. Die 2. Mannschaft trifft in der Vorrunde der B-Klasse auf Postsportverein II und Stadt­sportverein II Frankfurt, Tg. Worms II und Tv. Ernsthofen I. Bei der augenblicklich guten Form der 2. Mannschaft ist auf ein gutes Abschneiden zu rechnen.

Aus dem S.Vezirk Im Turngau Sesien(ST.)

Die jüngste Deairksvorturnerstunde des 5. Bezirks im Turngau Hessen, die am Sonntag in Butzbach stattfand, war von 38 Turnmatten und Borturnern aus 25 Vereinen beschickt.

Die Bezirkstagung im Anschluß an die Turnstunde wurde von Dr. med. Rau mit einem Nachruf für den verstorbenen Gauschriftführer Carl Wenzel» Gießen eröffnet, den die Versammlung stehend an­hörte. Einmütig erfolgten dann die Wahlen zur technischen Bezirksleitung. Einstimmig wiedergewählt wurden 1.Bezirksturnwart W. Lang-Lang-Göns und fein Stellvertreter Wack - Bad-Nauheim, ebenso die Fachwarte Balser- Friedberg (Schwimmen), Gabler-Friedberg (Bolksturnen) und Weick- Hardt-Butzbach (Spiele).

Das volkstümliche Bezirksturnfest findet am 21. Juni in Dorn-Assenheim statt.

6. Sportfest

her Deutschen Lanhsmannschasten.

Die deutsche Landsmannschaft (Coburger SC.) Hielt in Coburg ihre 63. Jahrestagung ab, in deren Rahmen auch das 6. Sportfest der Lands­mannschaften stattfand. Bei den sportlichen Wett­bewerben konnten auch die drei Gießener Lands­mannschaften erfolgreich sein. Küthe (Darm- stadtia) wurde im Dreikampf der Senioren dritter Sieger: Linden st ruth (Chattia) errang einen ersten Sieg im Dreikampf, wurde außerdem Erster im Weitsprung und Zweiter im 100-Meter-Lauf der Junioren. Grünig (Merovingia) wurde Zweiter im Fünfkampf der Senioren und Zweiter im Kugelstoßen. Die Faustballmannschaft der Landsmannschaft Chattia belegte den 3. Platz.

40 Jahre Rahfahrerverem Großen-Linhen.

Radgeschicklichkeilsfahrl.

Anläßlich des 40jährigen Destehens des Rad­fahrer-Vereins 1891 Großen-Linden hält die Rad­fahrervereinigungHüttenberg" am Sonntag ihr Sommerfest in Großen-Linden ab. Schon in den frühen Morgenstunden findet ein Radge- schicklichkeitsfahren statt. Es wird in drei Klassen gefahren. Die Strecke führt die Fahrer von Großen-Linden über Leihgestern, Gießen, Klein-Linden nach Großen-Linden und zwar fährt sdie Tugend eine, die B-Klasse zwei und die A-Klasse drei Runden. Am Mittag bewegt sich ein Festzug verbunden mit Preis kor so durch die Straßen des Ortes. (Näheres in der gestrigen Anzeige.)

Arbeiter Turn- unh Sportbunh.

Am Sonntag stehen sich die Spitzenführer der 1. Bezirksklasse Heuchelheim I und Gießen I auf dem Platze in Heuchelheim im Serienspiel gegenüber. Heuchelheim hat Aussichten, den Siegeszug fortzu­setzen. In Daubringen spielen Wieseck II und Daub- ringen I. Die Gäste sollten den Sieger stellen.

Gießen II und Großen-Buseck I kämpfen auf dem Trieb.

Rodheim I und Oberndorf I stehen sich in Rod­heim gegenüber. Nieder-Ohmens I hat Lich I zu Gast. Die Platzbesitzer sollten jeweils in Front blei­ben. Wetzlar II hat Allendorf I zum Gegner und wird die Punkte den Gästen überlassen müssen.

Frankenbach I gegen Wißmar I stehen sich in Frankenbach, Klein-Linden l und Gleiberg I in Klein-Linden gegenüber.

In der Jugendklasse sind folgende Spiele vor­gesehen: Rodheim Heuchelheim; Rödgen Hach­born; Fronhausen Staufenberg.

Handball.

Gießen I Wiefeck I spielen auf dem Trieb. Gießen verfügt über eine sehr gute Elf, die den Gästen au schaffen machen wird. Wißmar I ist mit guten Aussichten in Herborn zu Gast.

Kunst und Wissenschaft.

Kunstausstellung Darmstadt 1931 INalhildenhöhe.

Die von der neuen Hessischen Arbeitsgemeinschaft für bildende Kunst zu Ehren der Iahrestagung des Reichsverbandes bildender Künstler Deutschlands veranstaltete Ausstellung wird am Sonntag, 7. Juni, eröffnet werden. Es find an ihr beteiligt alle hefsi- schen Künstlerverbände in Darmstadt, Mainz, Offen­bach, Worms auch mit einem Teil ihrer auswärtigen Mitglieder, sowie die oberhessischen und die Verbunds, losen Künstler.

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in die Regie des Aliceschulvereins (Fröbelsemi- nar) übergegangen ist, wird im neuen Jahre nur eine Vergütung von 2000 Mk. als erste Rate einer dreijährigen Zahlung In dieser Höhe vor­gesehen (im letzten Fahre war eine Ausgabe von 8948 Mk. erforderlich). Ratürlich fallen nun auch die Einnahmen fort. Für die Jugendherberge sind 300 Mk. angeseht (bisher 500 Mk.). Die Kinder- speisung ist mit einer Ausgabenhöhe von 20 000 Mark im neuen Haushalt in der gleichen Höhe wie im Vorjahre aufgeführt, die Einnahmen aus Auslandshilfe beziffern sich auf 1000 Mk., gegen 4000 Mk. im Vorjahre. Für den Aufenthalt von Kindern in Bädern und Erholungsstätten ist ein Detrag von 28 600 Mk. gegen 39 500 Mk. bis­her bereitaestellt, als Ersatzleistungen durch El­tern und Versicherungen stehen auf der Einnahme­seite 2500 Mk., gegen bisher 13 500 Mk.

3n der Gesundheitsfürsorge sind die Kosten für Lungen- und Geschlechtskranke auf 25 460 Mk., gegen 25 500 Mk. im Vorjahre, bei 8800 Mk. Einnahmen, gegen 12 800 Mk. bisher, veranschlagt worden. Der Trinkerfürsorge soll eine Ausgabe von 1000 Mk. dienen, gegen 3000 Mark zuvor.

Für besondere Rötst andsmahnah- m e n in der Drennstoffversorgung für die Emp­fänger der Arbeitslosen- und Krisenunterstützung usw. sind 18 500 Mk. bereitgestellt, während es im vorigen Jahre 35 000 Mk. waren. Auf der Ein­nahmeseite ist ein Detrag von 13000 Mk., der im vorigen Jahre noch verzeichnet wurde, ver­schwunden, so daß jetzt nichts mehr vorgesehen ist. Für Mietzuschüsse als Gebäudesondersteuercrnteil stehen 180 000 Mk. zur Verfügung, die vom Staate voll ersetzt werden. Für die Krisen- fürsorge"hat die Stadt einen Zuschuß von 40 000 Mk. vorgesehen; es handelt sich hier um einen völlig neuen Posten in der Wohlfahrts­rechnung. Die diversen Beiträge und Zuwen­dungen sind für das Treue Jahr auf 10 733 Mk., gegen 13068 Mk. im Vorjahre veranschlagt.

Der Reservefonds, der sich im vorigen Jahre auf 4579 Mk. belief, ist diesmal mit 117 004 Mark ausgestattet worden, und zwar befindet sich darunter ein Posten von 100 000 Mk., der mit Rücksicht auf die wirtschaftliche Lage zur Ver­meidung nachträglicher Krediterweiterungen vor­sorglich vorgesehen ist.

Der Zuschuß der Vtadtkasse zur Dek- hing des Fehlbetrages im Wohlfahrtshaushalt beziffert sich nach dem Voranschlag auf 1 340 000 Mark, gegen 863 000 Mk. im vorigen Jahre.

Oberheffen.

Landkreis Gießen.

|£ QDicfcd, 6. Juni. Gestern abend fand eine Sitzung des Gemeinderats statt. Vor Eintritt in die Tagesordnung machte Bürgermeister Sch o m - b e r Mitteilung von der Riederlegung des Man­dates des Gemeinderats August Schmitt. Den Konzessionsgesuchen von Otto Becker und Richard Weller wurde zugestimmt. Ebenso wurde den Gesuchen von August Weller, Al­fred Oswald, Hch. Hvrmann und Karl Christ zum Verkauf von Getränken usw. an den Sportplätzen bzw. Christ auf seinem Platz, ent­sprochen. Der Freien Tennisvereinigung Gießen soll für daS Legen der Wasserleitung ein Zuschuß von 200 Mk. gewährt werden; jedoch soll hier Gastwirt Christ die Hälfte des von der Gemeinde zu zahlenden Zuschusses übernehmen.

-j- AusdemL umdatal, 5. Juni. Der Frucht­ansatz, der schon jetzt übersehen werden kann, läßt im Herbste eine reiche Apfel- und Birnenernte er­warten. Lediglich die Zwetschenbäume sind gering behangen. Die Getreidefelder zeigen ebenfalls einen vielversprechenden Stand. An dem nötigen Grün­futter ist infolge der günstigen feuchten Witterung vorläufig kein Mangel. In den letzten Tagen hat man nun überall mit dem Setzen der Dickwurz­pflanzen begonnen.

Preußen.

Unterschlagung

eines Genossenschafts-Geschäftsführers

Mit 25 000 Mark fluchtig gegangen.

# Wetzlar. 6. Juni. Der Geschäftsführer der Zahlstelle Wetzlar der Genossenschaftlichen Zentral- kasse Frankfurt a. M., Ernst Waldschmidt, ist am Mittwoch unter Mitnahme von 25000 Mark flächt ig gegangen. Die Bücher sind in Ordnung. Dagegen fehlt der Betrag in der Kasse. Waldschmidt erfreute sich in den Kreisen der Mit­glieder des größten Vertrauens.

Kreis Wetzlar.

cZ Krofdorf, 5.Juni. In der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung von Krofdorf- Gleiberg stand die Festsetzung desHaus- Haltsplanes für 19 31 auf der Tagesord­nung. Die Gemeindevertretung setzte den Etat in Einnahme und Ausgabe auf 188 800 Mark fest und beschloß, als ©emeinbeumlagc für 490 v. H. der Grundvermögenssteuer vom bebauten Besitz, 430 v. H. von dem landwirtschaftlich genutzten Besitz und 490 v. H. der Gewerbesteuer zu erheben, außer­dem die Bürgersteuer mit den einfachen Sätzen.

# Odenhaufen, 5. Juni. In unserer Ge­meinde kommen für 1931 440 o.H. der Grund- Vermögenssteuer sowohl vom bebauten, als auch vom unbebauten Besitz (landwirtschaftliche Flä- chen), 500 v. H. der Gewerbe st euer und die Bürger st euer mit 50 v. H. Zuschlag, außerdem ab 1. Juli 1931 noch die Gemeindebier st euer mit 50 v. H. Zuschlag zur'Erhebung. Der Haushalts- plan der Gemeinde schließt für 1931 in Einnahme und Ausgabe mit 41 000 Mark ab.

# Hörnsheim, 5. Juni. Der Landwirt Wil­helm Bep ler erhielt auf der D. L.G.-Ausstel­lung in Hannover auf seine KuhToni" den Wanderchrenpreis des preußischen Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten, der für die be st «preußische Rotviehkuh gestiftet ist. Bepler hat diese Auszeichnung schon zum dritten Male erhalten, so daß der Wanderehren- preis nun in seinen dauernden Besitz übergeht.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 6. Juni. Auf den Lotterieeinnehmer Josef Sturm, der im Hause des Cafe Dauer am Schillerplay ein Lotterie­geschäft betreibt, wurde gestern abend ein schwe­rer Raubüberfall verübt. Die beiden Räu­ber nahmen das auf den Tisch aufgezahlte Geld, 2500 Mark, an sich und entwendeten außerdem aus dem Kassenschrank noch weitere 500 Mark. Sturm, der gefesselt und geknebelt wurde, konnte sich später befreien und benachrichtigte die Polizei, die sofort die Rachforschungen ausgenommen hat.

Die Jagd im Juni.

Die Jagd im Juni steht tm Zeichen des Reh - bocks. Denn alles übrige Wild, dem der Ge­setzgeber seinen Schutz überhaupt angedeihen läßt, hat Schonzeit.

Sehr lange hat in diesem Jahr das Reh­wild mit dem Verfärben gebraucht. Rehmen wir dazu die zahlreichen Eingänge und weiter das nach vielen Berichten recht schlechte Aufsehen der Böcke, so ergibt sich, daß wir einen unserem Reh­wild recht ungünstigen Winter hinter uns haben. Diese Tatsache erschwert dem Jäger, der sein Re­vier planvoll bcjagt, den Abschuß nicht un­wesentlich. Denn die Gefahr, gut veranlagte Böcke als abkömmlich zu schießen, ist sehr groß und er­fordert gute Beobachtung des Rehstandes. Die Jagd auf den roten Bock ist für die meisten un­serer einheimischen Jäger die Krone des Weid­werks. Rach dem alten Weidspruch: .Willst einen Rehbock du erlegen, so pürsche nur an den Ge» fegen" hat der Weidmann Fege- und Plähestel- len beobachtet und festzustellen gesucht, wie der Dock sei. der hier seinen Wechsel hält. Ist der Dock bestätigt und als abfchuhreif befunden, so mag nun eine saubere Kugel dem Weidmann He­gerlohn bringen. Gewarnt sei vor dem zu starken Abschuß guter Böcke vor der Brunftzeit. In dem löblichen Bestreben, nur gute Böcke zu schießen, liegt leider auch die Gefahr, daß mancher un­bedingt abkömmliche Dock sich jahrelang durch­mogelt und seine schlechten Eigenschaften immer wieder vererbt. Richtige Auswahl zu treffen ist sehr schwer und erfordert eine Kenntnis des Wild­standes, die dem Jagdpächter meist abgeht. Das darf für ihn kein Grund fein, nicht doch eine möglichst feinem Wildstand angepaßte Auslese anzustreben. Die Dicken haben gesetzt und ziehen

mit ihren Kitzen gern in- Getreide, wie über­haupt die Waldflucht des Rehwildes bald ein­setzen wird. Don Hunden, Katzen, Füchsen droht den Kitzen so viel Gefahr, daß dem Jagdschutz jetzt erhöhte Aufmerksamkeit gehört.

Rotwild und Damwild führt seine Käl­ber. Die Hirsche haben so weit geschoben, daß gegen Monatsende das Fegen schon beginnen kann.

Schwarzwild, das nun schlecht zu besagen ist, findet überall Rahrung und hält deswegen seinen Wechsel nur unregelmäßig.

Die Hennen unserer Wildhühner brüten, ober fuhren ihre Jungen. Wie weit die Bruten hochkommen, ist vor allem eine Frage der Witte­rung. Daneben macht es sich bemerfbar, in wel­chem Maße der Weidmann Wiesel und Krähe Beachtung geschenkt hat. Auch ein verständiger Landwirt kann bei seinen Arbeiten draußen man­ches Gelege erhalten helfen, so daß es nicht wirt­schaftlich wertlos verloren geht. Zugleich erhält er damit in Fasan und Rebhuhn sich selbst eifrige Schädlingsvertilger.

Fuchs und Dachs haben Junge, die schon bald so groß sind, daß sie den Dau verlassen und selbst auf Raub ausziehen, erst unter Füh­rung der Alten, dann auch allein.

Auch für den Ausfall des Hasenjohres ist die Frage des Jagdschutzes von größter Dedeu- tung.

Als besonders zuträgliches Mittel für die Win- terfütterung hat sich immer Laubheu von un­seren Waldbäumen und Waldsträuchem, beson­ders von Himbeeren, erwiesen. Wenn solches Laubheu, das im Schatten zu trocknen ist, gewon­nen werden soll, ist der Juni der rechte Monat dazu. Hubertus.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Spvg. 1900 Liga Spo. Dillenburg I.

Die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 hat sich für den morgigen Sonntag die l. Mann­schaft des Sportvereins Dillenburg verpflichtet, gegen die die Hiesigen erst vor drei Wochen ein Spiel ausgetragen und 2:1 verloren haben. Die Hiesigen werden sich zweifellos diesmal sehr an- strengen, um nicht wieder eine solche Riederlaae einstecken zu müssen. Wenn die Mannschaft ihr Spiel von Anfang an auf Erfolg und nicht auf fruchtlose Kombinationen einstellt, so sollten die Dillenburger kaum um eine hohe Riederlage Ijerumfommen.

Die Ligareserve spielt gegen die Ligareserve Marburg auf dem Platz beS Gegners. Ein Sieg, selbst auf dem gefährlichen Platz des Gegner-, sollte im Bereich des Möglichen liegen. Die dritte Mannschaft hat die I. Mannschaft von Leihgestern in Leihgestern zum Gegner. Eine Riederlage wird ben Hiesigen kaum erspart bleiben. Die Illa* Mannschaft spielt ebenfalls in Leihgestern und steht einer neu zusannnengestellten Mannschaft des Gastgebers gegenüber.

3ugenbfpielc.

Die I. Ju gend muß aussehen, um für das große Abschluhspiel am folgenden Sonntag (14. Juni) gegen die Al-Jugend Eintracht Frankfurt in guter Form antreten zu können.

Die I I. I u gc n b weilt in Dutenhofen zu einem Freundschaftspiel. Man erwartet sie als Sieger.

Die III. 3u gen i) fährt nach Griedel und sollte dort auch das Rückspiel gewinnen.

Die Schüler weilen zum Rückspiel in Lollar.

Es ist fraglich, ob sie den Kampf gegen die eif­rigen Schüler von Lollar gewinnen.

VsB.Gießen.

Die 3. Mannschaft des VfB. spielt Sonntag in Daubringen gegen die dortige Erste. Sie dürfte sich etwas zu viel vorgenommen haben. Gießen dürfte nur bei stärkster Aufstellung Chancen ha­ben. Die Alte-Herren-Mannschaft des VfB. tritt auf dem Waldspvrtplah der ersten akttven Mann­schaft von Steinbach gegenüber.

Dugenbfpiele.

Auf dem Waldspvrtplah empfangen die 1. Ju­gend und 1. Schüler die gleichen Mannschaften von Leihgestern zum Rückspiel. Die Gäste wer­den versuchen, die im Vorspiel erlittenen Rieder­lagen wett zu machen. Gleichfalls auf dem Waldspvrtplah treten sich die 2. Schüler von Wie­seck und die 2. vom VfB. gegenüber.

Die 2. Jugendmannschaft spielt in Heuchelheim gegen die dortige 1. Jugend.

Handball her Sp.'Dg. 1900.

Am Sonntag veranstaltet der Polizeisport­verein Butzbach zwei Blitzturniere im Handball, und zwar wird in einer A-Klasse (für Stadt- vereine) und einer B-Klasse (für Landvereine) gespielt. Die erste Mannschaft der Spielvereinv- gung 1900 nimmt daran teil und hat neben der ersten Mannschaft des Veranstalters den Turn- unb Sportverein Butzbach und die Turngemeinde Friedberg zum Gegner. Dann spielen die Gieße­ner gegen die Polizisten und zuletzt gegen die Butzbacher Turner. Die Blauweißen entsenden eine junge, jedoch gut eingespielte Elf.

Gaumeisterschasten in Wetzlar.

Oie Gießener Leichtathleten in her Aachbarstadt.

Am Sonntag werden auf dem Sportplatz des VfL. Wetzlar die leichtathletischen Meisterschaften des Gaues Giehen-Wehlar ausgetragen. Diese Meisterschaftskämpfe dürften der Sachlage nach zu einem Drei kampf zwischen den Vereinen VfL. Wetzlar, Spielvereinigung 1900 Gießen und VfB. Gießen werden. Die »Landvereine traten bisher immer nur wenig in Erscheinung, fielen in den Frauenwettbewerben fast völlig aus und werden auch diesmal wenig vertreten fein.

Die Gießener Leichtathletinnen und Leicht­athleten werden mit einem großen Aufgebots in der Rachbarstadt erscheinen. Die besten Kräfte sind gemeldet. Spannende Kämpfe um die Wür­den dürsten sich entspinnen und manche Gau­meisterschaft in dieser oder jener Konkurrenz dürste von den Gießenern errungen werden.

Gekämpft wird in drei Klassen mit insgesamt 23 Wettbewerben. Für die Frauen sind 10 Wett­bewerbe offen.

Die VfB.er haben für alle Konkurrenzen ge­meldet. Rachfolgend nennen wir die aussichts­reichsten Teilnehmer des Vereins für Be­wegungsspiele.

In der Klasse I starten über 100 Meter W. Mütter, über 800 Meter Jäger; Diskus, Kugelstoßen und Hammerwerfen sieht Mohl und Gugel auf aussichtsreichen Posten. Bei der 4x100- und der 4X1500-Meter-Staffel hofft man auf gute Plätze.

In derKlasse II läuft Mütter die 200 Meter, außer ihm bestreiten Kröber und A. Schmidt das Rennen. Die 1500 Meter laufen Büttner. Reiz und Gröfz. Im Speerwerfen versucht sich erstmals Mohl. Man darf gespannt sein, wie er sich in dieser Konkurrenz schlägt. Diez und Friedrich sind außerdem gemeldet.

In der Klasse III wird viel junger Rach­wuchs starten. Für die 100 Meter werden etwa zehn Läufer antreten. Die 800 Meter bestreitet H. Simon, der in Altendiez einen ehrenvollen zweiten Platz errang und sich vielleicht auch bei den Gaumeisterschasten durchsetzen wird. Für die 3000 Meter sind Heise, Grölz und O. Schneider vorgesehen, für den Hochsprung Steines, Jakob und v. Rvtenhan, für Weitsprung ebenfalls Stei­nes, außerdem Felde und Gruber. In der 3. Kl. wird Mohl ebenfalls den Speer zur Hand neh­men. Für die 4X100» und die 3x1000 Meter dieser Klasse werden je zwei Mannschaften gestellt.

In den Frauenwettbewerben bestreiten die Läufe die Damen Etühler, Fr. Fischer, E. Schmidt, M. Overbeck und M. Müller mit guten Aussichten. In den Wurskonkurrenzen sind die Damen Luh und Stühler in erster Linie zu nennen.

Richt weniger stark treten die Leichtathle­ten der 1900er an.

In der Klasse I wird Schickedanz über die 100 Meter für den DfB.er Müller ein nicht zu verachtender Gegner fein. Bepperling hat für die 800 Meter Aussichten, Schaaf und Gerhardt dürften für die 5000 Meter unbestrittene Favo­riten sein. Die Staffelläufe werden harte Kämpfe bringen, da auch 1900 mit gutem Material ver­treten ist. Wenn sich im Hürdenlauf Konkurrenz findet, treten die 1900er Hopfenmütter und Jung an. Den Stabhochsprung bestreitet Jung, für Hochsprung ist Hopfenmüller gemeldet.

In der Klasse II ist für die 200 Meter Geist ein aussichtsreicher Bewerber. Für 1500 Meter ist Günther, wenn er sich einigermaßen in Form gebracht hat, ein nicht zu unterschätzender Gegner. 3m Speerwerfen treffen die 1900er Hopfenmüller, Spaar und Klös auf die schwere Konkurrenz von Koch (DfL. Wetzlar).

In der Klasse III geht eine große Anzahl veranlagter 3ugendlicher an den Start. Es seien genannt: Schwaab, Baumblatt, Decker, Krämer. 800 Meter bestreiten Glagow, Linsemann und Petersil. Für die 3000 Meter ist Kochi, gut. 3m Hochsprung sollten sich 3ung und Spaar zur Entscheidung durchsetzen. Weitsprung: Krämer. Im Speerwerfen erwartet man von Dachmann und H. Müller, daß sie die 40-Meter-Grenze überwerfen. 3m Kugelstoßen tritt Lipp an. Für die 4X100 Meter sind zwei Mannschaften ge­meldet.

Für die Kurzstrecken der Frauen er­wartet man die Damen Trews. Ricke! und Hol­stein am Start. Die Damen Hublih und Richt­berg dürften über 800 Meter ihr Glück versuchen. 3m Speerwerfen, Kugelstoßen und Diskus erhofft man von Frl. Trews einige-. Allerdings wird sie gegen Frl. Abbs (DfL. Wetzlar) einen schwe­ren Stand haben. 3ntereffante Kämpfe dürften die Staffelläufe bringen.

Mit viel Zuversicht sieht man den Wettkämpfen entgegen. Man erwartet von den Leichtathleten besonders der Klasse I einige gute Leistungen, die den Ruf der Gießener Leichtathleten weiter festigen und über unsere Stadt hinaustragen sollen.

... unh hie Zugenhlichen in Alsfelh.

Auch der Jugend ist am Sonntag Gelegenheit gegeben, auf den Plan zu treten. 3m Rahmen des 25. Stiftungsfestes des Sportvereins Alsfeld 1 906 werden leichtathletische Wettkämpfe aus- getragen. Die 3ugend tritt in zwei Klassen an.

Sprechstunden der Redaktion.

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