? das M «HAK
^■wiS5,> tz-rK: e besuche S/’ •flIfflJ^n ! bei Soul? 5J* °'-k den. Gin «. Dort b;tb die ^zsbin ich, nicht gleit9 ^e.
lut tverdN."
5 Ä k
lhich lie «iWw
***ssä£
‘ ü) t nichts.
Ät*
lesen hinüber unn L ort wurde itL£ 5 et ^°ü?SL -L.nitz, M sie ftor, msehte brr aber so schai« .^ont schnitt. Unentwegt § ^/.nn es doch einen Jcrb dieses Schisses ge* N genug vor. ihr ein 'n auf dem Siefen ein« 2er m die Heimat konnte, ^heimlich. War es in den
ing folgt.)
inen
Geld isamei, le echte e kauft Ihr unter dem geschützten
en ck. eewürze ran<k verfeinertet hi Franck« iihlen
mtltr irältw' ,erd'"'r'
5ieonene<|:|“»<
Hieb*’11 gfuiilM ao u.2.75. KtzLB &***•#>
Zreitag, 6. März (931
181. Jahrgang
Ur. 55 (Elftes Blatt
GietzeiierAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Dn'tf vnb verloy: vrühl'sche Universiläir-Vuch- und Steinöruderel L £an?e in Gietzen. Sdjriftleitung und Geschäftsstelle: S^uIHraM 7.
Annahme oon anjetgen für die lagcsnummer bis jum NachmiNag vorher.
Preis iur 1 mm höhe * für Anzeigen uon 27 mm Stellt örtlich 8. auswärts 10 Seid)spiennig; für Re» klamean-.eigen von 70 n rr Breite 35 Ncichspsennig, Platzvorschrist 20v , mehr.
Chefredakteur
Dr Friedr Wilh Lange. DerantwortUch sür Politik Dr Fr Wilh Lang«, für Feuilleton Dr H.Tdyriot; für den übrigen Teil Ernst Dlumschein und für den Anzeigenteil Max Filter, sämtlich in (Biegen
Erich«,n, täglich.outzer öonniags und Feiertag»
Beilagen Di« Illustriert»
Vtetzen«, Familiendlätter tzeima, >w Bild
Die Scholl«
Monats.Bezugspreis: 2.20 Reichsmark und 30 Reichspfennig für Träger- lohn, auch bei Nichterscheinen «mzelnerNummern mfoigt häherei (Bemal!
5ernforechonfchlüfse anter5ammelnumm«r2251 Anichrrfi rüi Drohtnoch- richten Anzeiger AieNea. potzschecktonto: gto^ffurtam Main 11686
Dr.
glaube auch im Hamen eineß großen Teiles der Arbeitslosen zu sprechen, die sich diese Art und CEeife der Beschimpfung des christlichen Glau« bene gute ; und der christliäen Sitte nicht länger gefallen la fen wollen. Sie (zu den Kommunisten) tonnen sich organisieren und sich auf gesetzlicher Grundlage bewegen, um die Verbesserung der Lage der Arbeitslosen zu erreichen, aber hier geht es ja um etwa s ganz anderes. Ich werde an die Länder das Ersuchen richten, mit allen Mitteln dieser erbärmlichen Verhetzung in den Gottlofenabendrn ein Ende zu bereiten. (Hände- tlat'chen — Großer Lärm bei den Kommunisten.) (Ordnungsruf be3 Präsidenten.) Wir werden mit aller Energie einschreiten gegen diese Unkultur. (Erneuter Beifall.)
Fortsetzung der Aus'prache.
Abg. P e tz o l d (WP.) betont, daß das Reichs- gesundheitsaint mit der Fertigstellung der Aus- führungsbesli nmungen zum Lebensmittel- geseh eine ungeheure Arbeit übernommen habe. Die Praxis komme gegenüber der Wissenschaft zu schlecht weg. D.r Arzneimittelgesehen twurs finde nicht die Zustimmung der 3n- dusir.e. des Handels, der Ac.zte und anie.er Kreise, weil er einen Fortschritt gegenüber der letzten Verordnung nicht bringe, sondern nur die Belange der ApothekÄi schütze. 3m Opium- geseh seien die Belange der Aerztr und Apo- theler nicht genügend beachtet worden. Die Kürzung der Mittel zur Bekämpfung der Maul- und Klauenseuche sei zu widersprechen.
Abg. Dr. Strathmann (Ehr.-Soz.) beantragt die Bewilligung von 330 000 Mark für die Bekämpfung von Tuberkulose- und Geschlechtskrankheiten und 5 0OCOMark für die Beiampfurg der ^rlioholschäden. Weiter beantragt c. die Streichung der Stelle die Reichskunstwartes und die Erhöhung der Mittel für die studentische Wirt- schaftsbeihilse auf 2 830 000 Mark. Der Redner protestiert bann gegen die Verlegung der Gottlosenzentrale nach Be lin. Der Kulturbolschewismus sei leider fein Schlagwort, sondern eine sehr ernste Gefahr für die menschliche Gemeinschaft. Der 3nnenm n.ftcr möge sich in seinem Kampf gegen diese Befirebungen nicht durch Scheineinwände beirren lassen; wie den Einwand, der Kamps gegen solche Bestrebungen dürfe nur mit geistigen Waffen geführt werden. Rein, gegen diese Art der Rei gionsbekä...pfung müssen d i e st a a t- lichen Machtmittel angewendet to.r- den, auch das Machtmittel des Verbotes, wenn es nicht anders geht. Daß in Preußen noch eine gegen die christliche Kirche gerichtete säku- laristische Poetik möglich ist, dafür trägt auch das preußische Zentrum einen großen Teil der Verantwortung. Die Verschmelzung von. Christentum und Volkstum wird neuerdings gestört durch eine Art völkischen Naturalismus. 3n Rosenbergs nationalsozialistischem Programmwerk wird die Gedankenwelt des Christentums vollkommen abgelehnt. Rosenberg leistet sich darin den ungeheuerlichen Sah. das Sündengefühl sei nur eine Begleiterscheinung völkischer Bastardierung. Zynisch-spöttische Bemerkungen gegen das Chr.stentum finden sich auch in den Schriften anderer nationalsvzia- listi'ch^r Führer.
Abg. Dr. Winschuh (D.Stp.): Man muß dem Minister dankbar dafür sein, daß er auf die Gefahren des Kulturbölschewismus hingewiesen hat. Kul- turkrilik ist notwendig, aber sie darf nicht lediglich zynisch und skeptisch alte Kulturwerte herunterreißen, ohne neue Normen in den Leerraum zu stellen. Es hat sich ein S a l o n b o l s ch e w I s m u s und Smoking-Kommunismus breitgemacht, von dem sich leider auch sehr repräsentative Vertreter der deutschen Literatur nicht fernhalten. Das zeigt sich in sehr bedenklicher Weise an dem neuen Werk „Die große Sache" von Heinrich Mann. Dieses Werk des Präsidenten der Sektion für Dichtkunst an der Staatlichen Akademie in Preußen enthält Stellen, über die man den Kopf schütteln muß. Der Redner beklagt in seinen weiteren Ausführungen die Notlage des akademischen Proletariats. Die Ued er Produktion an Akademikern belaste auch in gefährlicher Weise die Staatsfinanzen. Die Schulreform müsse das Ziel verfolgen, den übermäßigen Zudrang zu den Universitäten einzuschränken. Schon in den unteren Schulklassen muß stärker ausgekämmt werden, damit schon da die Unfähigen rücksichtslos ausgeschaltet und nicht bis zur Universität mitaekchleppt werden. Die Voraussetzung für alle diese Reformen sei die volitiskbe und wirtschaftliche Gesundung Deutschlands. Die Wirtschaft muß so organisiert roe’-ben, daß sie möglichst viel Hirne und Kövse bef+äftigen kann. Demi gebärt auch eine Lohnpolitik, die nidit den Unternehmer da-u rei’t. den unbequemen Arbeiter durch eine Maschine zu ersehen. Die 3uoe"b mUtt darüber a'-kne'lä'-t merken, daß ihre Zukünfte-, nu«fi*ten nicht bei sozialistischen Erperimenten Hegen, sondern b e j einem sozialen Kapitalismus. .. Ä
OVba. Frölich (Soz.3 macht tne Deull^? Dolkspartei dafür verantwortlich, daß der Minister Dr. Wirch den Vergleich mit Thüringen
tic zu den schwebenden politischen Fragen, in5- be'rudere der Haltung zum Wehretat und zum Bau des Panzerschiffes .B", Sie wird ihre endgültige Haltung v>n den allgemeinen politischen Erwägungen und von den Entscheidungen über di' sozialpolitischen und finanzpolitischen Anträge der Sozialdemokratie abhäng g ma. en. Der Schwerpunkt der heutigen Ber.a blun c.i zwischen den Soz aldc.nokraten und dem Reichslab nett lag in einer Besprechung der Steuersa^)verständigen. Cs handelte sich dabei um de Frage, ob c3 möglich ist, in F)rm von Steuerzuschlägen aus di «höheren Einkommen undVer- mögen eine Verständigung über eine Art , Wehrbeitrag zu finden, durch den das Panzerschiff „B“ finanziert werden könnte. 3n f.z al» demokratischen Kreisen verlautet, daß beim Zentrum eine gewisse Geneigtheit für die e Gedankengänge bestehe. Dagegen finden fie inder Fraktion der Deutschen Dolk s- partei scharfe Ablehnung, die auch in der Fraktionsiihung heute abend, zum Aufdruck kam. Rach 3nformationen von sehr gut unterrichteter anderer Seite sind die Aussigen für eine Verständigung auf dieser Bas s recht gering. Der Kanzler selbst dürfte Wert daraus legen, unter allen Umftänben ein langes Feilschen um Zu,e- ständnisse zu vermeiden. Es ist wahrscheinlich, daß er den Sozialdemokraten schon morgen in diesem Sinne seinen Siandpunkt betanntgut. Man glaubt, daß die Sozialdemokratie, wenn es zu der entscheidenden Abstimmung kommt, s.ch entweder der Stimme enthalten oder aber der Abstimmung sembleiben wird.
die Abmachungen des Staatsministers Baum nicht gebunden fühlen. Dr. Frick erklärt in Der- fammlungen, solange das Reich Tribute zahle, gebe es keinen Frieden zwischen Thüringen und dem Reich. Der 3nnenmini|ter als Vers ass ungs- hüter muß endlich gegen die Dersassungsseinde von rechts energischer vorgehen.
Weitcrberatung Freitag.
006 Panzerschiff B.
Tie Haltung Der Lozialdcnw.raten.
Berlin, 5. März. (DDZ.) Die sozialdemo- fratifdx Reichs ag sfraltion veröffentlicht über eine mehrstündige Frcntionssihung, die s.e heute avenb abhielt, folgendes Kommunique: D e sozialdemo- kratische stieichstag.fraktion beschäftigte sich am Donnerstag mit der Haltung der Sozialdemokra-
abschließcn muhte. Dr. Frick Hube erklärt, Wirth habe sich zum Anwalt der Betrüger und Verräter gemacht. Die Doils^ar.ei habe sich in Thüringen allen Forderungen der Rational- sozialisten gefügt. Trotz des Vergleichs werde die thüringische Polizei immer stärker mit Rationalsozialisten durchsetzt. Die Rationalsozialisten erklären offen in ihrem Organ, daß sie sich an
Minister Wirch gegen den Kuliurbolschewismus
Innenpolitische Debatte im Reichstag. — Scharfe Kritik am Kurs Wirth. Front gegen den kommunistischen Religionsfeldzug.
Ser französisch-belgische Milärpakl.
Oer Gozialistenfuhrer Vanderoelde, ein Unterzeichner des Versailler Vertrags, verlangt seine Revision.
Weingartner darf nicht in Paris dirigieren Hetze gegen einen deutschen Künstler.
Paris, 5.März. (TU.) Der berühmte Dirigent Felix Weingartner wollte in nächster Zeit i n Paris zwei Konzerte geben. Der „Figaro" benutzt diese Gelegenheit, um gegen den deutschen Dirigenten zu Felde zu ziehen und findet hierzu kein besseres Argument, als ihm franzo- senfeindliche Haltung während des Krieges (!) oorzuwerfen. Unter der Ueberschrift „Unerwünschter Besuch" erklärt das Blatt zunächst, Weingartner habe vor dem Kriege in Frankreich eine zweite Heimat gesunden. Seine Gastrollen seien stets mit größter Begeisterung aufgenommen worden. Man habe ihm sogar eine französische Auszeichnung verliehen. Trotzdem habe er es für nötig gehalten, die bekannte Kundgebung derdeut- schen Intellektuellen vom Fahre 1914 mit zu unterzeichnen. Da bisher keinerlei Beweise dafür erbracht seien, daß er inzwischen seine Haltung geändert habe, dürfe er sich nicht wundern, wenn sein Austreten in Ppns eine heftige feindliche Beweguna gegen ihn auslöse. Die Hetze des nationalistischen Blattes hat Erfolg gehabt. Auf Grund eines Offenen Briefes, den der natio- naliftische Abg. Taitttnger an den Ministerpräsidenten Laval gerichtet hat, um gegen das Gastspiel Weingartners in Paris zu protestieren, hat der Ministerpräsident eine Unterredung mit Außenminister Briand gehabt. Nach Schluß der Besprechung erhieU der Polizeipräfekt oon Paris die Anweisung, der Bereinigung der Pas-de-Loup- Konzerte mitzuteilen, daß die beiden vorgesehenen Weingartner-Konzerte nicht stattfinden dürfen. Weingartner, der 1863 in Zara, Dalmatien, geboren ist, ist übrigens nach dem Kriege italienischer Staatsangehöriger. Er war als Dirigent in Königsberg, Danzig, Hamburg Frankfurt und Mannheim tätig, bevor er 1891 nach Berlin berufen wurde. 1898 ging er nach München, 1907 wurde er Direktor der Hofoper in Wien. Seit 1927 lebt er in Basel als Dirigent der Allgemeinen Musikgesellschaft und Direktor des Konservatoriums.
Der sozialistische Populaire weist als einziges französisches Blatt darauf hin, daß das duldsame Deutschland französische Künstler, die während des Krieges aus ihrer starken deut.chfeindlichen Gesinnung fein Hehl gemacht hätten, gastlich aufnehme. — „Excel sior" stellt lediglich fest, daß Weingartner erst vor kurzem in Straßburg dirigiert habe, ohne daß seine Anwe.enheit auch nur den geringsten Protest hervorgerusen habe. Die Ge.eUichafk der Pa.deloup-Konzerte kündigt dem Publikum an, daß die beiden Kö derte infolge der Pressekampagne abgesagt würden, da die Gesellschaft nicht die Verantwortung für unl.ebfa.ne Zwischenfälle übernehmen wollte.
Briand verteidigt Frankreichs Sicherheit.
Tcr Autzenmtnisier als Kandidat für Die PräfiDents . aft?
Paris, 5. März. (TU.) Der französische Senat beschäftigte sich mit der Ratifizierung des allgemeinen Schiedsgerichtsabkommens sowie dem Beitritt Frankreichs zum ständigen internationalen Schiedsgcrichtshof im Haag. Briand erklärte, die Ratifizierung der Schiedsgerichteabkommen sei sicherlich eine wagemutige Handlung. Frankreich dürfe aber den Ruhm für sich in Anspruch nehmen, die e r st e Macht zu sein, die der Organisierung der Schiedegerichtsbarkeit zustimme. Die französische Regierung habe noch nie die Sicherheit Frankreichs aus dem Au g e verloren. Er persönlich habe noch nie die nationale Derteidigung vernachlässigt. Dem Kriegeminifter und dem Marineminister habe er gesagt: Ich verlange oon Ihnen nichts, was die Sicherheit unseres Landes bloßstellen könnte. Frankreich habe jede G e - legenheit w a h r g e n o m m e n , um seine Rüstungen herab zu setzen. Es habe seinen Militärdienst um Zweidrittel herabgesetzt und seine
schuldigen behandelt. Dieses sei ungerecht und falsch, da Deutschland nicht allein Schuld am Kriege habe, sondern auch andere Regierungen einen Teil der Verantwortlichkeit trügen. Aus den Bänken der Liberalen und Katholiken erhoben sich daraufhin lebhafte Proteste. Vanderoelde gab zu, daß Deutschland Belgien gegenüber direkt am Kriege verantwortlich sei. Der Versailler Friedensvcrtrag müsse jedoch revidiert werden, insbesondere, was die Gre nzziehung anlange Die Zusam menarbeit Englands, Frankreichs und Deutschlands sei für den Frieden Europas unentbehrlich. Dio größte Gefahr für den Frieden sei im Augenblick die Angst, die die Regierungen zu Rüstungen veranlasse. Belgien sei das einzige Land, dessen Militäretat heute höher sei als vor dem Kriege. Der deutsche Reichswehrctat erscheine mit 5,6 Milliarden Franken s e h r klein gegenüber dem französischen Militäretat von 20 Milliarden. Deutschland werde augenblicklich oon einer schweren Krise geschüttelt, und die deut schon Sozialisten befänden sich in der schwierigen Lage, entweder für den Weyretat zu stimmen oder die bürgerliche Regierung zu stürzen.
B e r l i n, 5. März (DDZ.l 3m Reichstag wird die zweite Beratung des Haushaltes des Reichsinnenministeriums so.'tgesetzt
Abg.3S ch m l b - ®liifellori lDVP.I b.'tont, daß die politische Ge amtbatung des 3nnenministers Dr. Wirth mit d.n Anschauungen der D .utschcn Dolkspartei keineswegs überein stimme. Wenn die Partei in bie^m Augenblick d>e politischen ftonfequei zen nicht ziehe, bann fei basür bie Rücklicht auf die politvche Lage und die P e r - fönlichkeit des Reichskanzlers maßgebend. Der Thüringer Polizeikostenstreit hab' zu einer nur mühsam verhüllten Riederlage des Ministers geführt. Gegen ein ähnliches Vorgehen in Braunschweig habe die Dolkspartei rechtzeitig beim Reichskanzler intervenieren können. Anderseits habe der Minister bei der Aufklärung gewisser Dvrloistmnisfe in der preußischen Polizei außerordentliche Zurückhaltung beobach.et. Eine wirkliche Wahlreform bür'c an den Grundfragen des Wahlalters und des Derhä:tniswahl- shstems nicht vorübergehen. Praktisch laufe der Entwurf auf eine Mundtvtmachung der bürgerlichen Mitte hinaus. Der Redner verlang, daß der kommunistischen Gefahr nachdrücklicher entgegengetreten werde. Zum Rational- f v z i a l i s m u s erklärt er, daß man die glühende nationale Leidenschaft und b e ideellen Momente in bie,er Bewegung nicht verkennen könne. Sie sei zubem eines ber festesten inneren Bollwerke gegenüber dem Ko nmunismus. Den gegenwärtigen politischen Zustanb in Preußen empfinde die Deutsche Dolkspartei als unerträglich. Sie werde sich deshalb nachdrücklichst für bas vom Stahlhelm eingeleitete Volksbegehren einsetzen.
^eichöinnenminister Dr. Wirth:
3ch habe die Polizeigeldersperre gegen Thüringen aufgehoben und bin deswegen von links und auch von einem Teil der Mitte angegrifjen worben. 3ch habe es getan, nachdem in dem Vergleich mit Thüringen uns der thüringische Staatsminister Baum die nötigen Zusicherungen gemacht hat. Die Herren von der äußersten Rechten haben die Flucht aus der Politik vollzogen, ein Kollektivschritt, wie er nur im Dolk der Dichter und Denker möglich ist. Das sinnlose Gerede von einem Bürgerkrieg ist geeignet, die schwere Wirtschaftskrise noch zu verschärfen, unter der unser Dolk leibet. Es ist nun der phantastische Plan erörtert worden, ein Parlament der nationalen Opposition in Weimar aufzumachen. Wenn die Herren der nationalen Opposition zusammenkommen wollen, so haben wir nichts dagegen. Dazu stehen ihnen auch die Säle im Reichstag zur Verfügung. Etwas anderes ist es aber, r e m Herr Dr. Frick als Minister eines Landes vor die 3ugenb hintritt und mit dem Gedanken eures Gegenpar.aments in Weimar spielt. Wenn dieser Geranks zu vorbereitenden Handlungen führen sollte, fo wäre das eine revolutionäre Ta t, und gegen diese revolutionäre Tat muffe das eingesetzt werden, was als Reichsexekution schon einmal gegen Thüringen eingesetzt worden ist. Man sollte in Thüringen darauf achten, baß nicht die Grenze überschritten wird, über beten Einhaltung die Reichsregierung zu wachen hat. Cs wäre gu wenn Abg. Schmid eine Ex- pedi ion nach hürinzen unternehmen würde, um bie Herren bot. .n diesem Sinne zu ermahnen. Wenn die Krise des Parlaments nicht zu einer Staatskrise werden soll, dann müssen wir mit einer Wahlreform vorgehen. Wenn wie sie so machen sollen, daß keine der jetzt bestehenden Parteien davon Schaden zu erwarten hat. bann würden wir niemals die Wahlreform zustande bringen. .
Die Polemik des Abg. Schmid gegen bie Aus- wüchse ber nationa sozialistischen Ag a.ion war etwas kurz geraten. Was sich hier an sogenann- kern Reuen regt, ist doch recht bedenklicher Ratur. Der nationaliozialistisch-e Führer Rosenberg schreibt in einem dicken Wälzer, die 3bee der nationalen Ehre vertrage keine gleichwertige Kraft neben sich, weder die christliche Liebe nach bie Humanität, noch die römische Philosophie. Dre,es geschundene, geplagte deutsche Dolk bedarf doch wirklich der christlichen Barmherzigkeit, bve von den Ratior.alsozialisten abgslehnt wird. Was in den nationalsozialistisch vnihetzten Kreisen der Studentenschaft sich bei so D eien Gelegenheiten zeigt, das ist nicht frischer 3ugendgeist, sondern eine Derrohung, die mit deutschem Kulturgut nichts zu tun hat. (Sehr toajr!) Es ist dringend notwendig, Sie Schulen und Universitäten wieder zu entpolitisieren.
Der Minister wendet sich dann scharf gegen die k i rche nfeindliche Agitation der Kommunisten und kündigt b.e Anwendung der staatlichen Machtmittel gegen solche Propaganda an. Wenn gerade in den letzten Wochen in steigendem Maße in den sogei annlcn Gottlosenabenden Priester im Ornat mit dem Kreuz nicht nur schmählich behandelt werden, sondern ihnen alles herunlergerissen wird, so muß ich schon sagen, daß unsere bis erigen gesetzlichen Bestimmungen n ich t genügt haben, um die en Auswüchsen barbarisch« Roheit entgegenzutreten. (Lärm bei den Kommunisten.) Das uns vorliegende Material umfaßt Angriffe gegen alles, was an religiösen Werten überhaupt vorhanden ist. Och
Brüssel, 5. März. (TU.) Bei der Beratung des Haushalts des belglschen Außenministeriums in der bclgijdjen Kammer erklärte der Führer der Christlichen Demokraten P o u 11 e t, daß die Ausführungen des Außenministers Hymans über das belgisch- französische Militärablommen seine Billigung fänden. Er sprach sich gegen die einseitige Abrüstung Belgiens aus. — Der Sozialistenführer Bänder- o e l d e erklärte, es sei wünschenswert, das französisch-belgische Militärabkommen aufzuheben, um Mißverständnisse, in der öffentlichen Meinung zu vermeiden. Er sprach sich jedoch für eine Zusammenarbeit der General st äbe aus, die jedoch nicht ausschließlich zwischen Frankreich und Belgien vorgesehen sei und nicht gegen ein einziges Land gerichtet fein dürfte. Als Vanderoelde sich der Frage der Revision der Friedensoerträge zuwandte, wurde er von den katholischen Konservativen und Liberalen lebhaft unterbrochen. Er erklärte, daß der Versailler Friedensvertrag Deutschland gegenüber ungerecht sei, insbesondere, was die Kolonialfrage, das Saargebiet, die Ostgrenzen und das Söldnerheer anlange. Man habe Deutschland nicht nur als besiegtes Land, sondern als K r i e ß s • •


