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Auch ohne Mundstück, dick und rund Konzernfreil

Die neue Lesmona SO 10

aufjet Abonnement die GroteskeGoethe im Examen" von Friedel! und Polgar. Diese Gro­teske läuft auf einen Kampf zwischen der leben­dig zu empfindenden Dichtkunst und der Lite­ratur-Gelehrtheit in einem großartig angelegten Frage- und Antwortspiel hinaus. 3m Anschluß an diese Groteske gelangt die komische OperLa serva padrona" von Pergolese zur Aufführung. Sonntag beginnt die Abendvorstellung bereits um 19.30 Ahr und endet 21.30 Ahr. Das Abend- Programm des Sonntags sieht eine Wieder­holung der GroteskeGoethe im Examen" vor, sowie die Ausführung des SingspielsBastien und Bastienne" von W. A. Mozart. Sonntag­vormittag, 11.15 Ahr, einmalige Wiederholung der Morgenfeier des Kammerspielzyklus. Auf­führung der KomödieDer Mann des Schick­sals" von Bernard Shaw. Spielleitung und ein­leitender Dortrag: Wolfgang Kühne.

Dom Konzertverein wird uns ge­schrieben: Lubka Kolessa. die jugendliche Pia­nistin, die vor vier Jahren im Rahmen eines Orchesterkonzerts ein Klavierkonzert von Chopin spielte und Beifallsstürme erntete, wird uns

ge entsprechend, muß Bedauern des Vorstan- Weih-

13 bis 15 Uhr;O-Zug 13 hat Verdatung zu den üblichen Zeiten. Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: Zwischen den Seilen" undDer Nächste bitte".

Tageskalender für Sonntag. Stadttheater Gießen: Der Mann des Schicksals", 11.15 bis 12.45 Ahr;Das Krippenspiel", 16 bis 18 Ahr;Goethe im Examen", 19.30 bis 21.30

Gießener Derkehrssragen.

Beratungen im Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins.

nachtsbäume abgesehen werden.

Prämien für die Feststellung von Rowdys.

Veranlaßt durch wiederholte Zerstörungen an dem Wetterhäuschen in der Südanlage, durch die Zer­trümmerung von Bänken im Stadtwald und in den Anlagen, sowie durch böswillige Beschädigungen des gärtnerischen Schmuckes in den Anlagen der Stadt wurde einstimmig beschlossen, in Zukunst vorbehalt­lich der Zustimmung der- vorgesetzten Dienststellen an Polizeibeamte und an Angestellte der Wach- und Schließgesellschast, sowie an Zivilpersonen, die die Zerstörer von gemeinnützigen Anlagen auf frischer Tat erwischen und ihre Personalien zur Feststellung bringen Geldprämien zu gewähren. Durch diese Belohnung soll ein Anreiz zu verstärkter Auf­merksamkeit im Interesse unseres Anlagenschutzes gegeben werden.

Tageskalender für Samstag. Stadt­theater Gießen:Das Krippenspiel", 16 bis 18 Uhr; Goethe im Examen", 20 bis 22.15 Uhr. Hessische Vereinigung für Volkskunde: 17.15 Uhr, Hotel Hin­denburg, Ausschußsitzung; 17.45 Uhr: Hotel Hinden­burg, Hauptversammlung; 20.15 Uhr: Großer Hör- {aal der Universität, Feie? des 30jährigen Bestehens. GDA.: 20.30 Uhr, Weihnachtsfeier. Artillerie- Verein: 20.30 Uhr,Hessischer Hof", Monatsver­sammlung. Hausfrauen-Beratung, Palast-Licht­spielhaus: Hauswirtschaftliche Weihnachts-Äusstel- ' lg. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Himatschal", bis 15 Uhr;O-Zug 13 hat Verspätung" zu den

In den letzten Jahren hat der Vorstand des Ver- kehrs- und Verschönerungsvereins in den Wochen vor Weihnachten an verschiedenen Stellen des Stadtzentrums Weihnachtsbäume mit elektrischer Beleuchtung aufstellen lassen, um dadurch das Stra­ßenbild in der Adoentszeit zu verschönern. Die Kosten für diesen Schmuck beliefen sich in jedem Jahre auf rund 300 Mark. Da die Geldmittel des Vereins unter dem Drucke der allgemeinen Wirt­schaftsnot in diesem Jahre erheblich knapper als in früheren Jahren geworden sind und die Vereinskasse bei der Veranstaltung derGießener Oktobertage", die übrigens für unsere Geschäftswelt durchaus be­friedigende Erfolge gebracht haben, einen namhaf­ten Zuschuß leistete, bleiben keine Mittel mehr ver- fügbar, um in diesem Jahre den Weihnachtsbaum­schmuck in den Straßen wieder durchzuführen. Der starken finanziellen Notlage entsprechend, muh also in diesem Jahre zum Bedauern des Vorstan­des und Ausschusses von der Ausstellung der Weih­

dieses 3ahr durch einen Klavierabend erfreuen« Sie spielt am Sonntag, 13. Dezember, 17 Ahr, in der Aula Werke von Divaldi, Chopin, Liszt und Debussy. Die vorliegenden Kritiken aus den letzten Monaten aus Frankfurt, Köln, Leipzig, Dresden, Hamburg usw., aus Holland und aus der Schweiz sprechen sich' übereinstimmend so be­geistert über diesesKlavierphänomen" aus, daß auch die Gießener Musikfreunde mit Recht darauf gespannt sein werden, festzustellen, wie sich dieses große Talent weiterentwickelt hat. Wir dürfen also auf einen besonders anregenden und ein­drucksvollen Abend rechnen. Alles Nähere über das Konzert in den Anzeigen.

Kirchenkonzert in der Stadt­kirche. Es sei nochmals auf das Kirchenkonzert in der Stadtkirche am Montag, 7. Dezember, hin- getoiefen, bei dem wie man uns schreibt das weithin bekannte Leipziger Soloquartett für Kirchengesang alte Weihnachtslieder fingen wird. (Siehe heutige Anzeige.)

Künstlerhilfe: Turmhaus am Drandplatz, 11 bis 13 Ahr. Frauengruppe des VDA.: 17 Ahr, Katholisches Vereinshaus, Krippenspiel. Phy­siologisches Institut: 11.30 Ahr, öffentlicher Dor- trag. Bund der Lahnfreunde: 19 Ahr, Hotel Hopfeld, Hauptversammlung. 1. Reichskurz­schrift-Gesellschaft: 9 Ahr, Pestalozzischule. Ge- feUfchafts-Wettfchreiben. Hausfrauen-Dera- tung: Palaft-Lichtspielhaus, Hauswirtschaftliche Weihnachts-Ausstellung. Lichtspielhaus Bahn­hofstraße:Himatschal", 11-15 Ahr;V-Zug 13 hat Verspätung", zu den üblichen Zecken. Astoria-Lichtspiele: siehe Samstag.

Aus dem Stadttheaterbureau wird uns geschrieben: Heute und morgen zwei­tägiges Gastspiel des Marionettentheaters Mün­chener Künstler. Die Tradition des Puppenspiels, das bereits Goethe, Kleist und Storm verherr- lichten, ist bei Paul Brann in guten Händen. Der jüngste Erfolg Branns,Das Krippenspiel", eine Neudichtung der Legende von der Geburt des Heilands unter Verwendung alter Werh- nachtsspiele und Lieder, wird heute und morgen um 16 Abc aut Auiiübruna aebracht. Am 20 Ahr

Aus der Provinziakbauptstadt

Gießen, den 5.Dezember 1931.

Nikolaustag!

Es ist gut, daß die Kinder uns Erwachsenen von Zeit zu Zeit ein Beispiel geben. Glücklich ist der Erwachsene, der sich ein jugendliches Herz bewahrt hat und sich mitfreuen kann, .^"beküm­mert um die Gegenwart schauen die Kinder hoffnungsvoll nach ihren Sternen. Ist erst Nikolaustag, dann kommt bald der Wmy- nachtsmannl Das ist ihre kleine Philosophie. Wir sollten ihnen darin ein Stück folgen, wenigstens in dieser Zeit. «.

Dankbar müssen wir sein, daß diese Freude in den Kinder herzen nicht unterzuknegen ist. Das ist ein Lichtblick in diesen Tagen. Wenn toir m ihre gläubigen Augen schauen, wenn wir beim Gepolter des Nikolaus ihre erwartungsvollen Mienen sehen, dann eilen unsere Gedanken in die Zukunft, und ein kleiner Stoßseufzer steigt auf: Möge euch das Schicksal dereinst bessere Nikolaustage und schönere Weihnachten geben als uns, die wir durch Kriegs- und Jnslationsjahre zermürbt, endlich an aufsteigende Zeiten denken wollten, und nun...

Aber nicht Wehmut im Herzen soll uns den morgigen Nikolaustag verleiden. Feiern wir ihn mit den Kindern! Freuen wir uns mit ihnen! Vielleicht kommt dann auch der Nikolaus zu uns. Was kümmern sich die Kinder um trübe Nebel­wolken! Inmitten einer unfreundlichen Jahreszeit schaffen sie sich selber Helle und halten Ausschau nach der Sonne. Niemals sind die Kinder einsam. Jedes kommende Ding ist für sie wunderbar. Mit Lust und Staunen beginnen sie den Tag. And mag die Not mit hundert Zangen nach uns greifen, die Sonne leuchtet ihnen doch, und ihr Glanz vergeht nicht. Für Kinder läuten jeden Morgen die Glocken, und freundlich grüßen sie den jungen Tag, sei er nun nebelig, oder regen­schwer.

Es gibt Leute, die sich ihre schwere Arbeit nur dadurch erleichtern, daß sie das ganze Jahr an den Arlaub und seine Freuden denken. Ja, manchmal ist es nur ein schöner Tag, der ihnen das ganze Dasein erhellt. Lassen wir die trüben Wochen einmal aus unserem Gedankenkreis und nehmen wir diesen Nikolaustag, um wieder ein­mal Kind zu sein! Freude und Hoffnung schöpfen können, das ist auch etwas wert. And in jedem Menschen sitzt tief innen eine Sehnsucht nach Gluck und Zufriedenheit. Je härter und araufamer das Leben uns anfaht, um so größer wird diese Sehn­sucht.

Spricht nicht auch der Nikolaustag diese Sehn­sucht aus? Kommt er nicht zu uns, wenn die Natur am traurigsten, am stillsten ist? Will er nicht etwas Leben in die starre Oede, in die düsteren Sage bringen, ein Wegweiser sein für Besseres? Ä

Die Kinder hören schon die fernen Weihnachts- glocken, viele schreiben Wunschzettel und denken an das Weihnachtsgebäck. Welche Hoffnungen, welche Wünsche lösen diese Worte aus! Am Niko­laustag erhalten sie die Versicherung, daß es nun endlich ernst wird, daß sie bald ihre Weih­nachtslieder fingen können. Mag der Nikolaus sich auch noch so rauh und wild gebärden! Sie wissen, daß sich hinter dem verwitterten Gesicht und dem rauhen Aeuheren ein goldenes Herz verbirgt, daß nach einigen Schlägen die schön­sten Gaben gestiftet werden.

Wünschen wir uns auch so ein bißchen Nikolaus­glauben! Es kann nicht schaden. Gt.

Laten für Sonntag 6. Dezember.

1834: Adolf Freiherr von Lützow, Führer der Freischar 1812/13 in Berlin gestorben; 1849: Generalfeldmarschall August von Mackenfen in Haus- Icipnitz geboren; 1869: der Romanschriftsteller Rudolf Herzog in Barmen geboren.

Gießener Wochenmaritpreise.

Gießen, 5. Dez. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Kochbutter Pfund von !Mk. an; Butter 1,20 bis 1,30; Matte 25 bis 35; Wir­sing 7 bis 8; Weißkraut 5 b.s 6; Rotkraut 7 bis 8- gelbe Rüben 8 b.s 10; rote Rüben 8 bis 10; Spinat 15 bis 20; Anter-Kohlrabi 5 bis 6; Grün­kohl 10 bis 12; Rosenkohl 15 bis 20; Feldsalat 80 bis 1,00; Tomaten 40 bis 50; Zwiebeln 10 bis 12; Meerrettich 35 bis 70; Schwarzwurzeln 25 bis 35; Kartoffeln 4; Aepfel 8 bis 10; Birnen 8 bis 10; Dörrobst 30 bis 35; Enten 80 bis 1,00; Honig 40 bis 50; junge Hähne 80 bis 90; Suppen­hühner 70 bis 80; Gänse 70 bis 80; Nüsse 35 bis 40; Käse (10 Stück) 60 bis 1,40; Tauben Stück 50 bis 60; Eier 13 bis 14; Blumenkohl 20 bis 60- Salat 8 bis 10; Endivien 8 bis 10; Oberkohlrabi 8 bis 10; Lauch 5 bis 10; Rettich 10 bis 15; Sellerie 10 bis 40; Kartoffeln Zentner 3 00 bis 3,50; Aepfel 4,00 bis 7,00; Weißkraut 3 00 bis 3.50; Wirsing 4,00 bis 5,00; Rotkraut 4,00 bis 5,00 Mk.

Vornotizen.

Richtung HungenLich nach Gießen um 7.21 Uhr nach wie vor am Erdkauterweg halten, damit dort die Arbeiter der Firmen, die Schüler und Schüle­rinnen von auswärts und sonstige, in jener Stadt- gegend interessierte Reisende aussteigen können. In der umgekehrten Richtung wird künftig der Halt des Zuges von Gießen in Richtung Lieh um 16.38 Uhr am Erdkauterweg in Wegfall kommen, da um diele Zeit in den meisten Betrieben noch kein Arbeite­schluß eingetreten ist und die Schüler bereits m t Dem früheren Zuge heimgekehrt sind. Dagegen soll auch weiterhin der um 17.37 Uhr von Gießen ab- fahrende und um 17.43 Uhr am Erdkauterweg ha'- tende Zug nach Hungen diesen Halt am Bahnhcf Gießen-Südost" beibehalten, damit den interessier­ten Arbeitern Gelegenheit zur Heimfahrt geboten ist. Der jetzt Samstags um 13 46 Uhr am Erd- tauterroeg haltende Zug von Gießen nach Geln­hausen soll gleichfalls unverändert gefahren werden, so daß also nach dem früheren Arbeitsschluß an Samstagen auch vom Erdkauterweg aus Beför­derungsmöglichkeit vorhanden fein wird. Durch den Fortfall zweier Zughalte ist es der Reichsbahnver- waltung möglich, ihren Unkostensatz zu mindern, so daß auf die bisherige finanzielle Beihilfe der Fir­men verzichtet werden kann. Die beteiligten Firmen werden jedoch weiterhin die sachlichen Leistungen für die Aufrechterhaltung des Haltepunktes über­nehmen. Mit dieser Vereinbarung haben sich die interessierten Firmen einverstanden erklärt, so daß man auch für die Folgezeit den Bestand der Halte- stelle Erdkauterweg als gesichert ansehen kann, lieber eine evtl. Neuordnung der Dinge soll erfor­derlichenfalls im nächsten Frühjahr wieder verhan­delt werden. Vorstand und Ausschuß des Verkehrs- und Verschönerungsvereins nahmen mit Befriedi­gung und mit voller Anerkennung für das Ent­gegenkommen der Reichsbahnverwaltung von die­sem Ergebnis der Verhandlungen Kenntnis.

Verbesserungen im kraflomnlbusdienst der Reichspost.

Don dem geschäftsführenden Vorstand wurde weiterhin zur Kenntnis der Versammlung gebracht, daß die Reichspost in dankenswerter Weise den Kraftomnibusdienst nach Krofdorf in Zukunft verstärken und die Fahrten der Omnibusse bis nach Fellingshausen ausdeh- nen will, damit den Bewohnern der Orte am Düns- berg ausreichend Gelegenheit zum Verkehr mit Gie­ßen geboten wird. Die Erweiterung dieses Dienstes bis nach Fellingshausen soll in jenen Orten bekannt­gegeben werden, damit auch die Reichspost in be­triebswirtschaftlicher Hinsicht auf ihre Rechnung kommen kann.

3n diesem Jahre keine Weihnachlsbäume in den Straßen.

* * Die Museen und der Heidenturm sind am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr bei kleinen Preisen geöffnet.

* * Ooerhessischer Kun st verein. Man schreibt uns: Für den morgigen zweiten Sonntag der AusstellungKünstlerhilfe für 20 bis 100 RM." seien die Freunde der oberhessischen Künstler noch- rnals ganz besonders eingeladen, damit den Arbeiten der erhoffte und verdiente Erfolg beschicken ist. Für den folgenden Sonntag ist die Ausstellung der Gewinne der Mitgliederverloiung vorgesehen, im Laufe der dann folgenden Woche wird das Ergebnis der Verlosung öffentlich bekanntgegeben. Außerdem sei noch darauf hingewiesen, daß von den Arbeiten Sulamith Wülfings aus der letzten Ausstellung noch Einzelhefte während der Besuchszeiten im Kunstverein zu haben sind.

** ein Achtzigjähriger. Am morgigen Sonntag, 6. Dezember, feiert Bäckermeister Karl Germann, wohnhaft Wolkengasse 13, in großer geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Ge­burtstag.

** Der nächste Rindvieh- (Nutzvieh-) Markt findet am Dienstag, 8. Dezember, der nächste Schweinemarkt am Mittwoch, 9. Dezember, statt.

** Die Bäcker-Jnnung Gießen ver­öffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Mitteilung über Brotpreise für hiesiges und aus­wärts hergestelltes Brot, auf die unsere Leser be­sonders hingewiesen seien.

" Fahrplanverbesserung auf der Strecke Gießen Wetzlar. Der Personen- zug 1649 von Gießen nach Dillenburg, in Gießen ab 23 Ahr, erhält vorn nächsten Montag ab ver­suchsweise Aufenthalt in Dutenhofen (Kreis Wetzlar).

** Kulturfilm - Vorführung im Lichtspielhaus. Anter dem TitelHima- tschal, der Thron der Götter" kommt am heutigen Samstagnachmittag und morgen, Sonntag, um 11.15 Ahr, im Lichtspielhaus, Bahnhofstraße, in Zusammenarbeit des Lichtspielhauses mit dem Goethebund und mit der Hessischen Bildstelle Darmstadt, ein Kulturfilm zur Aufführung, der in Bild und Wort den Besuchern in der Haupt­sache das Himalaja-Gebirge vor Augen führen wird. Es handelt sich um einen Mm, der von der Expedition gedreht wurde, die unter der Leitung von Prof. Dr.Dyhrenfurt (Breslau) vor zwei Jahren im Himalaja-Gebirge den 7500 Meter hohen Iongsong-Peak bestieg und damit eine Höhe erreichte, die bis dahin nie eines Menschen Fuß betreten hatte. Der Film bringt aber nicht nur Bilder von der Schönheit der gigantischen Bergwelt des Himalaja, sondern auch viele Bilder von dem langen Anmarschweg der Expedition, der von Gens aus über Venedig, nach Aegypten, durch den Suezkanal, nach Indien und dann in das Hochland führte und so den Forschern Gelegenheit gab, auch das völkische Leben, die Landschaft und die Eigentümlichkeiten der Länder des Orients und Asiens in Bild und Ton festzuhalten. So ergab sich ein Film, der eine große Menge volkskundlichen, länderkund­lichen und wissenschaftlichen Materials enthält und in vieler Hinsicht nicht nur sehr lehrreich und unterhaltsam, sondern in den Teilen der Besteigung der hohen Berge auch begeisternd wirkt. Die Freunde des Kulturfilms werden sich diesen Film kaum entgehenlassen. Näheres ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich.

** Sterbefälle in Gießen. Es ver­stärken in Gießen in der Zeit vom 16. bis 30. November: 16.: Irmgard Ortmüller, 4 Monate, An der Kläranlage 2; Heinrich Leschhorn, Ar­beiter. 68 Jahre, Walltorstraße 18; 18.: Theodor Schmidt, Mützenmacher, 76 Jahre, Neuen Bäue 6; Luise Bechtoldt geb. Klingelhöfer, 55 Jahre, Ebel- strahe 30; 19.: Katharina Reuter geb. Rau, Wwe^ 69 Jahre, Kaplaneigasse 9; 21.: Konrad Schmidt, ohne Beruf, 70 Jahre alt, Ostanlage 47; Katha­rina El s. betha Petri geb. Geist, Witwe, 65 Jahre, Plockstraße 14; Katharine Elisabeths Waas geb. Ostheim, 73 Jahre, Gartenstraße 18; 22.: Luise Rademaker geb. Ottmann, Witwe, 76 Jahre,- berstraße 15; 23.: Margarete Sack geb. Schmidt, Witwe, 68 Jahre, Bahnhofstraße 23; Wilhelm Schäfer, 4 Jahre, Katharinengasse 7; 24.: Mar­garete Frink geb. Fischer, 33 Jahre, Am Kugel­berg 41; 25.: Georg Fischer, Schneider, 71 Jahre, Marburger Straße 13; 26.: Anna Mandler geb. Kreuder, 63 Jahre, Hammstrahe 20; Margarete Dörner geb. Simon, 62 Jahre, Ludwigstraße 11; Joses Stamm, Eisenbahn-Obersekretär, 62 Jahre, Dleichstrahe 46; 29.: Fritz Walther, Kaufmann. 73 Jahre, Neuen Däne 29; Marie Brunow geb, Ruskovius, Witwe, 71 Jahre, Liebigstrahe 67.

weitere Cotalnadirid)ten im zweiten Blatt

Am Donnerstagabend beschäftigten den geschäfts­führenden Vorstand und den Ausschuß des Ver­kehrs- und Verschönerungsvereins Gießen mehrere bedeutsame Gießener Verkehrs- fragen. Als wichtigster Punkt der Beratungen stand der Fahrpreis der Straßenbahn

auf der Tagesordnung. Wie schon früher, so sind auch neuerdings wieder Beschwerden über bie Hohe des Straßenbahnfahrprei- f e 5 zur Kenntnis des Dereinsvorstandes gebracht worden. Die Beschwerdeführer bezeichnen es als unerträglich, daß bei der Benutzung der Gießener Straßenbahn die Teil ft reckenfahrt mit20 Pfennig, dem Preis für die Fahrt über die gesamte Strahenbahnstrecke in einer Richtung, bezahlt werden muh. In den Beschwerden wird die Forderung ausgesprochen, daß auch die Straßen- bahnverwaltung durch billigere Bemessung des Fahrpreises für die Teilstrecken die auf allge­meine Preissenkung gerichteten Bestrebun­gen unterstützen soll. Der geschäftsführende Vorstand und der Ausschuß des Verkehrs- und Verschöne­rungsvereins nahmen in eingehender Aussprache Stellung zu dieser Frage und tarnen dabei ein­stimmig zu dem Ergebnis, daß die Beschwerden In vollem Umfange al s begründet an- zusehen sind und mit Nachdruck auf eine niedri­gere Festsetzung des Teilstrecken-Fahrpreises hinzu» wirken ist. Übereinstimmend wurde von allen Red­nern zum Ausdruck gebracht, daß man gegen die Beibehaltung des Fahrpreises von 20 Pfennig für die Benutzung der Straßenbahn auf einer Ganz- streckenfahrt nichts einwenden kann, da hier­bei Zahlung und Leistung in richtiger Weife einan- der gegenüberstehen, daß aber für eine Teil- ft reckenfahrt der Fahrpreis unter keinen Umständen höher als 10 Pfennig fein darf. Gegenüber einem etwaigen Einwand, daß bei einer Senkung des Teilftreckenfahrpreifes auf 10 Pfennig der Einnahmeausfall der Straßenbahn zu erheblich wtzxde, ist nach der Ansicht aller Redner geltend zu machen, daß von einer Verbilligung der Teilstreckenfahrt mit größter Wahrscheinlichkeit, ja fast mit Gewißheit eine verstärkte B e - Nutzung der Straßenbahn zu erwarten ist und auf diese Weise das finanzielle Ergebnis für den Betrieb keine Einbuße erfahren wird. Die Ver­sammlung stellte sich auf den Standpunkt, daß die Straßenbahn, wie überhaupt jeder Betrieb der öf­fentlichen Hand, den bewährten kaufmännischen Grundsatz, daß nur durch g r ö ß t m ö g l i ch st e Billigkeit der Lieferung bei bestmöglich- ft er Güte der Leistung das Unternehmen wirtschaftlich am besten gedeihen und wohlverstan­denen Dienst am Kunden leisten kann, unbedingt wieder zur Geltung bringen muß. Um die Befrie- digung der Wünsche der Bürgerschaft nach dieser Richtung hin baldmöglichst herbeizuführen, sollen Vertreter des Vorstandes alsbald mit den zuständi­gen Stellen der Stadtverwaltung Verhandlungen aufnehmen, wobei als selbstverständlich erwartet wird, daß vor allem auch die Mitglieder der B e - triebsbeputatipn diesem dringenden Wunsche der Bürgerschaft verständnisvoll Rechnung tragen werden.

Die Reichsbahnhaliestelle am Lrdkaukerweg.

ImGießener Anzeiger" Nr. 273 vom 21. No­vember wurde mrtgeterlt, daß die Reichsbahnver­waltung Ende dieses Jahres die Haltestelle Erdkauterweg bei dem Werk von Bänninger an der Strecke GießenGelnhausen aufheben wolle. Als Grund hierfür sei anzusehen, daß die an der Einrichtung jenes Haltepunktes finanziell beteiligten und nach wie vor an der Aufrechterhaltung dieser Verkehrsmöglichkeit ihres Personals interessierten Firmen den seither geleisteten monatlichen Kosten- zuschuh angesichts der gegenwärtigen Wirtschafts­lage nicht mehr tragen könnten. Der Vorstand des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, der ebenso wie das städtische Verkehrsamt von dieser voraus- sichtlichen Beeinträchtigung der Verkehrsmöglichkei­ten Kenntnis erhielt, nahm sofort Verhandlungen mit der zuständigen Stelle der Reichsbahnverwal­tung in Gießen auf. Nach Prüfung aller Möglich­keiten kamen beide Teile zu dem Ergebnis, daß durch eine Kompromißlösung den berechtig­ten Interessen der Reichsbahn, aber auch den wohl- begründeten Forderungen des öffentlichen Verkehrs Rechnung getragen werden kann. Es wurde ver­einbart, daß der Halt des Frühzuges HungenGie­ßen um 6.21 Uhr am Erdkauterweg von einem nahen Zeitpunkt ab fortfallen wird, da für diesen Hall bei den gegenwärtigen Beschäftigungsverhält­nissen » den Betrieben kein dringliches Bedürfnis mehr vorhanden ist. Dagegen soll der Zug aus

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Mischung edler Orienttabake, die für 31/3 Pfg. bisher nicht geboten wurde

Schon vom ersten Zuge an beweist / die neue SOLO ihre hohe Klasse. [