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Hermann Glück. Langsdorf: Schriftführer Karl Schäfer, Albach; Rechner Heinrich Wagner, Dirklar, Gauchormeister Lehrer Otto Müller, Ronnenroth. Der nächstjährige Gauliedertag fin­det in Ettingshausen statt. Gauchormcister M ü l - l e r gab noch die Pflichtchöre bekannt und refe­rierte außerdem über Zweck und Ziel deS Hessi­schen Sängerbundes.

Landkreis Gießen.

LJ Großen-Linden, 4. Noo. In einer außerordentlichen Hauptversammlung des Eisen- bahnoereins Großen -Linden und Um- g e g e n d wurde dem Vorschläge des Vorstandes des Verbandes der Eisenbahnvereine im Direktions­bezirk Frankfurt, die Mitgliederbeiträge künftig durch die Stationskassen einzuziehen, zugestimmt. Die mit dieser Neuregelung vorgesehene Beitrags­erhöhung wurde jedoch abgelehnt. Zum Bezirksver­bandstag in Frankfurt a. M. soll ein Antrag auf Herabsetzung des Jahresbeitrags aller Rentenemp- fänger auf die Hälfte eingebracht werden. Im wei­teren Verlaufe der Versammlung wurden mehrere Mitglieder für 25jährige Dienstzeit durch lieber- reichung von Urkunden geehrt.

Daubringen, 3. Rov. Am Samstag fand bei Gastwirt Schäfer eine Abschiedsfeier für den von hier nach Wölfersheim versetzten Lehrer Dr. Balser statt. Die Schulkinder sangen am Abend vor dem Hause des Lehrers zwei Lieder. Zur Abschiedsfeier hatten sich sehr viele Gemeindcmitglieder cingesunden, so daß der Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Die Jugend- gruppe der Sozialdemokratischen Partei Lollar stellte sich für den Abend zur Verfügung und überreichte dem Lehrer als Zeichen ihrer Ver­ehrung ein schönes Dlumengebinde. Der Bei­geordnete sprach einleitend einige Worte, der Gesangverein brachte mehrere Lieder zum Vor­trag, und eine frühere Schülerin sprach einen sinnvollen Prolog, in dem daS gute Verhältnis zwischen dem Lehrer Dr. Balser und seinen Schülern zum Ausdruck kam. Ein Vertreter des Gemeinderats, die Vorsitzenden des Gesang- und des Turnvereins ehrten den Scheidenden eben­falls mit Ansprachen und überreichten als Zeichen der Anerkennung für die mannigfachen Verdienste Dr. Balsers Dlumenspenden. Eine Schülerin trug im weiteren Verlaufe des Abends ein selbstver­faßtes Gedicht vor, und nachdem noch verschiedene Tänze, Hans-Sachsspiele und Gesangsdarbietun» gen ausgeführt waren, verabschiedete sich Familie Balser mit herzlichen Worten von der Gemeinde. Hierbei gab Dr. Balser in knappen Umrissen einen ^leberblick über sein Leben, seine Arbeit, seine Ziele und Bestrebungen als Erzieher der Jugend, und fand mit diesen Ausführungen auf­merksame Zuhörer. Gemeinschaftlicher Gesang be­schloß den Abend.

+ Grünberg, 3. Rov. Der hiesige S ch ü t - zerverein hielt am Sonntag sein Schluß­schießen mit Preisverteilung ab. Erster Preis­träger und damit Gewinner des Wanderpreises, eines silbernen Pokales, der aber erst nach drei­maligem Erringen Eigentum des Gewinners wird, wurde Kaufmann Karl Schott. Die übrigen Preise gelangten in folgender Reihe zur Ver­teilung: 2. Friedel Hofmann, 3. Oberbahn­meister Kitz, 4. Otto Matthies jun., 5. Max Menzinger, 6. Friedrich Jockel, I., 7. Karl Möller, 8. Otto Matthies scn., 9. Rich. del, 10. Hermann Ciertänzer 11. Hein­rich Schmidt II., 12. Georg Stammler, 13. Otto Allmendinger. 14. Heinrich Kap­pes, 15. August Stammler. Die Ehren­scheibe errang Max M e n z i n g er. Auf dem Kleinkaliber-Stand erzielten folgende 3ungschühen Preise: 1. Heinrich Lang, 2. Karl Schmierer, 3. Wilhelm Weber, 4. Otto Weber. Hier errang Heinrich Lang die Ehren­scheibe. Dieser Tage fand hier die Gründung eines Vereins für Kurzschrift statt. Vor­sitzender wurde Wilhelm K r e u d e r, Stellver­treter und Schriftführer Elsa Röhm, Rechner Otto Krumm. Es traten dem Verein sofort 17 Mitglieder bei, weitere Beitritte stehen in Aussicht. Der Verein will seinen Mitgliedern, die meist in kaufmännischen Betrieben, oder auf Aemtern tätig sind, die notige Kenntnis der Kurzschrift vermitteln.

rn. Grünberg, 3. Rov. Der Bezirks- Lehrerverein Grünberg hielt am Sonn­tag imWilden Mann" seine Monatsversamm­lung ab. Auf der Tagesordnung stand die Wahl des ersten Vorsitzenden, als Rachfolger für den nach Lang-Göns versetzten bisherigen ersten Vor­sitzenden Lehrer Bender (Lauter). Die Ver­sammlung sollte gleichzeitig Abschiedsfeier für den Scheidenden sein. Zum ersten Vorsitzenden wurde Lehrer S i m o n - Ettingshausen gewählt. Der neugewählte Vorsitzende richtete herzliche Worte der Anerkennung an den scheidenden Kol­legen für seine korrekte, umsichtige Leitung des Vereins während der Zeit von mehr als sechs Jahren. Als äußeres Zeichen des Dankes erhielt Lehrer Dender ein Dlumengebinde. Er dankte für die Ehrungen, erinnerte an arbeitsreiche Kon­ferenzen, aber auch an schöne Stunden, die er im Kreise der Kollegen verlebt habe. An der Abschiedsfeier nahmen viele Lehrer des Dezirks- vereins teil.

s. A t p h e, 3. Rov. Rach Gemeinderatsbeschluß werden zur Zeit die Hausanschlüsse unserer Was­ser leitung mit Wassermessern ver­sehen. Ab l.Rovember sind pro Kubikmeter Was­ser 15 Pfennig zu bezahlen. Außerdem ist für Zählermiete und Unkosten vierteljßhr'ich der Be­trag von 2 Mark zu entrichten. Auf die Dauer war um die Einführung der Wassermesser nicht herumzukommen. Dem ganzen Dors wird nämlich durch daS Wasserwerk eine tägliche Wassermenge von 54 Kubikmeter zugestanden, das Kubikmeter zu 4 Pf. Jeder Mehrverbrauch mußte aber mit 30 Pf. je Kubikmeter seither aus der Gemeindekasse bezahlt werden. Dies führte dazu, das? in den heißen Sommermonaten öfters bis 100 Mk mo­natlich für den Mehrverbrauch zu entrichten waren Diese Beträge mußten dann wieder auf die ein- Seinen Verbraucher umgelegt werden. Dagegen ge­währleistet das Messersystem eine gerechte Derlei- lung der Kosten.

Langd, 4. Noo. In unserer Gemeinde wur­den etwa 100 Zentner Kartoffeln gesam­melt und nach Hungen gebracht, um dort für das Elisabethen st ist Darmstadt verladen zu werden. Für die Winterhilfe des Kreises Gießen wurden 25 Zentner Kartoffeln, 10 Zent­ner Gemüse, 4 Zentner Obst, 1 Zentner Hülsen- fruchte und 10 Pfund Mehl in unserem Dorfe auf- gebracht. Die Sammlungen sind ein schönes Zeichen der Opferbereitschast unserer Bevölkerung.

Alrciö Büviugcn.

* idda . 3. Rov. Am Sonntagnachmittag fand die diesjährige Schlußübung der

Erwerbslosen. Siedlungsanwärter sind die Ar- beitsfreiwilligen selbst, die den verschiedensten Be­rufen angeboren. 11 Morgen Ackerland werden zunächst mit dem Spaten umgcworfen, weitere 30 Morgen liegen zu gleichem Zwecke in Reserve bereit. Unter Anleitung der Stadtgärtnerei wer­den die Arbeitsfreiwilligen zur Anlage und Durchführung gärtnerischer Frühkulturen im Ge­müsebau angelernt. Ein großer Teil der noch in Arbeit und Brot stehenden Ordensbrüder ist in dienstfreien Stunden mit Hacke und Spaten hilfS- tätig, andere helfen durch Lebensmittelspenden. Die Schwesternschaft besorgt die Gemeinschafts­küche. Die Finanzierung der Arbeit ist dank des Entgegenkommens der Stadt relativ günstig für den Freiwilligen. Jeder erhält die bisherige in­dividuelle Unterstützung vom Wohlfahrtsamt wei­ter ausgezahlt, dazu täglich 1 Mk. für Verpfle­gung. Dieser Verpslegungszuschuß fließt in eine Gemeinschaftskasse.

In Eisenach handelt eS sich um Meliora­tionsarbeiten auf den Werrawiesen bei Dank­marshausen in der Rähe der Wartburgstadt. Zur Durchführung werden vorläufig 50 Arbeitsdienst- willige auf die Dauer von 13 Wochen eingesetzt. Träger der Arbeit sind die Gemeinde Dankmars­hausen und der Jungdeutsche Orden.

Zu diesen von jungdeutscher Seite eingeleiteten Arbeiten kommt neuerdings auch der Einsatz des Reichsbanners im freiwilligen Ar­beitsdienst. Es ist seinen Bemühungen gelungen, eine Kolonne von 50 Arbeitsfreiwilligen beim Wegebau an der Lehnmühle bei Dippoldis­walde in Sachsen einzusehen. Träger der Ar­beit ist das Reichsbanner, dem für dieses Pro­jekt dieselben Bedingungen auferlegt sind wie dem Jungdeutschen Orden am Albrechtsbach bei Bautzen. In Ostpreußen sind vorerst zwei Gruppen angeseht, die bet Uderwangen und Wal­dau tätig sind. Träger des Dienstes ist in beiden Fällen die Technische Rothilfe. Bei Wal­dau handelt es sich um ein Gut von 400 Morgen, das besiedelt werden soll. Die Freiwilligen ver­richten dazu in erster Linie Vorarbeiten.

Oberheffen.

Oer Licher Haushaltsplan für 1931.

D Lich, 4. Rov. In der jüngsten Sitzung des Gemeinderats wurde der Voranschlag der Stadt für das Ri. 1931 beraten. Die Gesamtsumme aller Einnahmen und Ausgaben beträgt 328 600 Mark, wovon auf den Betrieb 284 500, auf das Vermögen 44 100 Mk. entfallen. Tie hauptsächlichsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahre sind in den Rubriken Waldun­gen und soziale Fürsorge entstanden. Bei den Waldungen beträgt die Mindereinnahnte rund 9000 Mark und die Mehrausgabe 4000 Mk., während in der Rubrik soziale Fürsorge für Anteil der Stadt an dem Aufwand der Krisen­fürsorge ein Mehr von 2500 Mark erforderlich ist. Diese Mehrausgabe und Wenigereinnahme von rund 15 500 Mark ist dadurch ausgeglichen worden, daß das Betriebskapital um 3000 Mark gesenkt und erstmals als Ertrag der Bürger- und Dier- steuer zusammen 6000 Mark zur Vorsehung ge­langt sind. Der restliche Betrag wird in der Hauptsache durch Einsparungen am Personaletat gedeckt. Zusammenfassend kann gesagt werden, daß die Stadtverwaltung den Voranschlag unter Be­rücksichtigung aller Sparmöglichkeiten aufgestellt und Überwiegend nur die auf gesetzlicher Grund­lage beruhenden Ausgaben vorgesehen hat. Der ilmlagcbcöarf ist mit dem vorjährigen Be­trage eingestellt. Er vermindert sich noch um die gesetzlichen Senkungssähe der Realsteuern. Rach eingehender Beratung wurde dem Entwurf der Verwaltung zugestimmt, die Ausschlagssätze der Eemeinüeumlagen in vo.jähr'ger Höhe genehmigt und die Einführung der Biersteuer ab 1. Dezember auf Grund der vorgelegten Muster- fahung beschlossen.

Gerneinderai in Büdingen.

< Büdingen, 2. Rov. In der jüngsten G e - meinoeratssihung wurde u. a. folgendes beschlossen:

Die Stadt Büdingen hat im Jahre 1929 Q u e l- Icn Bohrungen im Salinengrund vornehmen lassen. Die fürstliche Rentkammer machte damals ihr Eigentum an dem betreffenden Grundstück gel­tend und erwirkte eine einstweilige Verfügung, die der Stadt das Weitervohren verbot. Wie sich später hcrausstellte, gehörte das Grundstück einem Privatntann. Die Rentkammer verlangte nun­mehr von der Stadt die Zahlung des halben An. teils zu den für die Erwirkung der einstweiligen Verfügung entstandenen Kosten. Der Gemeinderat lehnte das Ansinnen der Rentkammer ab.

Von dem Anerbieten der Volkshochschule Oberhessen zur Abhaltung von Vorträgen kann seinerzeit aus sinanz eilen Gründen kein Ge­brauch gemacht werden. Auch der Antrag des frankfurter Künstlertheaters auf llebernahmc von Kosten zur Erhaltung der Bühne mußte vom Gemeinderat aus Sparsainkitsrücksich- ten abgelehnt werden.

Scingeriag

des Gaues Chaitia-Wettertal.

D i r k l a r . 2. Rov. Der diesjährige Sän­gertag des Gaues C h a t t i a - W e 11 e r- tat (Hessischer Sängerbund) fand in Birklar im Saale be« Gastwirts Philipp Düringer statt. D^'r GesangvereinHarmonie" B.rklar (Dirigent R. Schaler, Bellersheim) sang zur Einleitung den Deutscyen Sangergruh" und ein Lied. Der 4'orf.tzende Sy Wagner begrüßte die Teilneh- n,cÄ m Bornen deS gaftgebenben Vereins.

Skr Gauvorsihende Rinker, Ronnenroth, be- grußte die Delegierten und ermahnte trotz der wirtsckiastuchen Rot. bem bcutfcbeit Lied die Treue zu halten unb er forderte die Gesangvereinsvor- a "ns ?cn arbeitslosen Sängern unter allen HmRänben den Besuch der Cingftunben zu ermög- tehen. sodann erstattete er den Jahresbericht und stellte dabei mit Genugtuung fest, daß der bieS- tahrige O'auliebertag in Ronnenroth glänzende Leistungen aufzuweisen hatte. Der Kassenbericht, bergetragen von Gaurechncr Bürgermeister Kneipp. Langsdorf ergab einen Aeberfchuß v-°? "obcsu 20 Mk. Für den ausscheidenden Schriftführer Bürgermeister Reeb, Hattenrod, wurde Karl Schäfer. Albach. in den Vorstand gewählt. Wegen Arbeitsüberlastung ftellte Bür- germeister Kneipp. Langsdorf, sein Rechner- amt zur Verfügung, das durch Wahl an Heinrich 0? a q n e r . Birklar, überging, so daß sich der derzeitige Sauvorstand aus folgenden Herren zu- sammcn'cht: 1. CtauDorlihenber: Gastwirt Karl

Wohlfahrtsamt. Ziel und Zweck der Arbeit ist k Rinker, Ronnenroth: 2. Vorsitzender Lehrer die Anlage unb der Erwerb von Zusatzsiedlun­gen bis zu drei Morgen Gröhe für den einzelnen

Freiwilligen Feuerwehr in Gemein­schaft mit der gesamten hiesigen Hilfs- und Ordnungsmannschaft statt. Aul der Gänsweide wurden Marsch-. Ordnunas- und Geräteübungen abgehalten und im Anschluß daran ein Brandangriff auf ein Haus in der Gerbergasse ausgeführt. Alle Abteilungen der Feuerwehr und die Sanitätsmannlchaften hatten dabei Gelegenheit, ihre Bereitschaft und Schlag­fertigkeit unter Beweis zu stellen. Das ange­nommene Feuer wurde mit drei Leitungen unter Zuhilfenahme der Motorspritze bekämpf. Unter der Leitung von Justizobersekretär Haas und Bankvorstand E e u m nahm die Hebung einen befriedigenden Verlauf. Die Bürgerschaft konnte sich überzeugen, daß die Feuerwehr auch im Ernstfälle tatkräftig einzugreisen imstande sein wird. Bürgermeister R u 11 m a n n nahm am Abend Gelegenheit, der Feuerwehr besondere Anerkennung auszusprechen.

Kreis Schotten.

c. Schotten, 3. Rov. Die Bornheimer Turngemeinde stattete am vergangenen Samstag und Sonntag unserer Stadt einen Besuch ab. Samstagabend fand in der Turnhalle ein Deutscher Abend statt. Die Sängerriege des Vereins trug eine Reihe schöner Gesänge, Volks­lieder, wirkungsvoll vor. Eine Turnerriege zeigte hervorragende turnerische Leistungen an Pferd, Barren und Reck, sowie Kunstfreiübungen. Derart vorzügliche Leistungen hatte man hier noch nicht gesehen. Der Vorsitzende des hiesigen $um- und Gesangvereins, sowie der Bürgermeister entboten namens der Stadt Willkommensgrüße. Aufrichtige Dankesworte für die gastliche Aufnahme sprach der Sprecher der Bornheimer Turngemeinde. Der hiesige Turn- und Gesangverein ist zur Zeit mit den Proben zur Ausführung einer von Dr. Koeniger (Schotten) verfaßten Lokal­posse ä la DatterichMünchhausen im Vogels­berg", Musik von Paul Buchwald (Gießen) be­schäftigt. Anfangs Dezember soll die Uraufführung stattfinden.

i Klein - Eichen, 1. Rov. Vor einigen Tagen wurden in unserer Gemeinde, wie auch in früheren Jahren, durch die Schulkinder Le­bensrnittel für das Johann-Friedrich- Stift in Laubach gesammelt. Die Sammlung hatte ein gutes Ergebnis. In diesen Tagen starb die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Eli- sabethe H o r st, geb. Oehler, im beinahe vollen­deten 88. Lebensjahre.

s. Dodenhausen II., 4. ä.ov. Don einem schwerenälnglücksfall wurde heute die Fa­milie eines hiesigen Landwirtes betroffen.

etwa fünfjährige Enkelkind des Landwirts Philippi, das dicht vor dem Dor'eingang auf der Chaussee nach Ulrichstein spielte, wurde von einem Auto überfahren unb sofort getötet. Die Schuldfrage konnte bisher noch nicht geklärt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

> Wißmar, 3. Rov. Die Herbstver- s a m m l u n g des VolksbildungSaus- schuffes fand im RathauSsaale statt. Rektor G ö r n e 11 erstattete den Jahresbericht. 3m ver­gangenen Jahre konnte der Ausschuß auf fein fünfjährige» Bestehen zurückblicken und eS mit einem sehr gut besuchten Unterhaltungsabend fei­ern. Fünf Vorträge wurden gehalten, die Volks­bücherei wurde ausgebaut (460 eigene Bücher und 111 Bände der Wanderbücherei stehen zur Verfü- gung): es wurden 2064 Bände ausgeUehen. Für den Ausbau der Bücherei wurden 330,35 Mk. auS- gegeben. 3m weiteren Verlause der Sitzung wurde der Kassenbericht erstattet, der Arbeits­ausschuß wurde wiedergewählt und um zwei neue Mitglieder ergänzt Bei der Besprechung des Winterarbeitsplanes war man allgemein der An- fkbt, bafc die BildunaSarbeit besonders in Zeiten der Rot nicht zu entbehren sei. Für den Winter 1931 32 wurde beschlossen, Torträge allgemeinbil­dender Art zu halten, im 3anuar soll eine Wohl- tätigkeitS-Deranstaltung abgehalten, und die Bü­cherei soll weiter auSgebaut werden.

<> Niederkleen 3. Noo. Das Fest der goldenen Hochzeit feierten heute die Eheleute Müller Johannes Schäfer unb Katharina Elisa- bell) geb. Schreibt. Der Jubilar ist 75, seine Frau 69 Jahre alt.

Kreis Biedenkopf.

OO Nodheim (Bieber), 4. Noo. Die Samm­lung ber Winterhilfe in unserer Gemeinde ergab 82 Zentner Kartoffeln, 32 Zentner Obst und 18 Zentner Gemüse. 'Außerdem wurden 200 Mark in bar und einige alte Kleider gesammelt. Ein Wag. gon Kartoffeln ist bereits zusammen mit den Eamm- langen der übrigen südlichen Gemeinden de» Kreise» nach Essen verfrachtet worden. Zwei weitere Wag- gons Obst unb Gemüse werden in diesen Tagen ebenfalls für bas Jnbustriegebiet verladen.

SJL-'fpoit

Zechten im Turnqau Hessen (OT).

Reue Altmannen.

In Wetzlar führte die Fechterschaft des Gaues Hessen am Sonntag ein Ausscheidungsfech- tc-n durch, das den Zweck hatte, die Besten der Mittelstufe für den Aufstieg in die Oberstufe (Alt- mannen-Klasse) zu ermitteln. Es gab dabei gute Leistungen zu sehen; besonders in den Florett-End- runden konnte man sich an ausgezeichnetem Sport erfreuen, während es im Säbel noch fleißigerer Hebung bedarf. Erfreulich ist die Tatsache, daß die wirklich Besten des Tages auf die ersten Plätze tarnen. Die Kampfleitung (Gaufechtwart Kühn) und das Kampfgericht, bem auch W. Gerhardt (Gießen) angehörte, arbeiteten einwandfrei.

Die Ergebnisse:

Fechterinnen (Florett). Bon den 13 Bewer­berinnen tarnen 6 in die Endrunde, in ber sich wie folgt placierten: 1. Christel Gröninger, To. 1860 Bad-Nauheim: 2. Johanna Drott, Tgm. Friedberg: 3. Grifft) Castein, To. 1846 Gießen: 4. Ilse Münch, Tv. Wetzlar: 5. Liesel Moser, To. Wetzlar: 6. Henny Ruth, Tb. Wetzlar. Zur Oberstufe treten die vier Erstgenannten über.

Fechter (Florett). Von den 10 Bewerbern stan­den 5 in der Endrunde und ertämpften sich die fol­genden Plätze: 1. H. Blumenauer, Tv. Wetzlar: 2. Theo Vaubel, Tv. 1846 Gießen: 3. Gg. Matt, Tv. Wetzlar: 4. K. Gissel, Tv. Wetzlar; 5. Bruno Schneider, Tv. 1846 Gießen. In die Oberstufe steigen die vier Ersten auf.

Fechter (Säbel). Von 5 Teilnehmern wurden die folgenden Altmannen: 1. Gg. Matt, Tv. Wetzlar: 2. Ernst Beck. T. u. Spv. Butzbach; 3. L. Fuchs, T. u. Spv. Marburg.

Tv. 1860 Bad Nauheim abermals siegreich.

In Frankfurt a. M.-Röbelheire standen sich am Sonntag aus drei (Bauen des Mittelrheintreises der DT. Vereinsmannschaften im Kunstturnen gegen­über: Tv. 1860 Bad-Nauheim (Gau Hessen), To. 1860 Frankfurt a. M. (Gau Frankfurt) und Tgm. 1847 Rödelheim (Gau Main-Taunus). Der Kampf endete nach spannendem Verlauf mit dem Ergeb- n i s: To. 1860 Bad Nauheim 1334 Punkte, To. 1860 Frankfurt a. M. 1274 Punkte, Tgm. Rödelheim 1231 Punkte.

Beste Einzelturner von 18 Teilnehmern waren: 1. W. Sinn reell, To. 1860 Bad-Nau­heim, 219 P. (4- 54 Freiübung); 2. A. Eckhardt, To. 1860 Bad-Nauheim, 219 P. (4- 51 Freiübung): 3. E. Wild, Tgm. Rödelheim, 208 Punkte: 4. E. L a h r i s ch , To. 1860 Frankfurt a. M , 199 Punkte (+ 52 Freiübung); 5. Fritz Nies, To. 1860 Bad- Nauheim, 196 Punkte.

A. Eckhardt, Tv. 1860 Bad-Nauheim, versagte an seinem Spezialgerät, dem Seitpferd, bas ihm nur 49 Punkte einbrachte. Dafür erreichte er am Bar­ren mit 59 von 60 erreichbaren Punkten die beste Einzelbewertung bes Tages. Bester Reckturner war Sinnwell, Bob-Nauheim, mit 58 Punkten.

Handball im Gau Hessen (O T )

Tv. 1846 Gießen I I. u. Spv. Butzbach I 4:3 (4:2). ^Die erste Halbzeit sah die 1846er gut in Fahrt. Sie konnten in kurzer Zeit mit 3 Toren in Führung gehen. Erst wenige Minuten vor der Pause stellte Butzbach bas Resultat auf 4:2. Nach der Halbzeit kamen kaum noch zusammenhängende Spielhand­lungen zustande. Der Schiedsrichter verhinderte in jeder Weise ein flüssiges Spiel und so kam cs, daß Spieler und Zuschauer immer mehr an Interesse verloren. Da Gießen zum Schluß nur noch 10 Mann im Feld hatte, wurde Butzbach überlegen unb konnte noch ein Tor erzielen. Zum Ausgleich langte es nicht mehr.

Ausbildungsarbeit im Gau Hessen OT.

Ein (Baulehrgang für lurnroarte und Vorturner nicht im fachlichen, sondern im vereinsleikenden Sinn rourfce am Sonntag zu Gießen von (Bauoberturn- wart Will (Gießen) mit Teilnehmern aus über 30

Gauoereinen vorwiegend vom Land eröffnet. Der breitangelegte Arbeitsplan erstreckt sich über vier volle Sonntage und wird von gaucigenen Lehrkräf­ten durchaeführt. Neben bem (Bauoberturnroart wir­ken bie Bezirksturnwarte Paul Schüler (Wetzlar), Karl Reuter (Gießen) und Heberlein (Marburg) mit, von ben Gaufachwarten Martin Textor (Marburg), Rudolf Paul (Gießen) und Erich Wagner (Kirch- Hain), als erfolgreichster Kunstfreiübungsturner der bekannte Paul Goetjch (Marburg). Die Ausbildungs­arbeit umfaßt grundlegende Formen mit vielseitigen Abwandlungen aus ben Gebieten der Ordnungs- unb Freiübungen, des Keulenschwingens der K>r- perschule, des Minberturnens und der Gerate In Vorträgen werden behandelt die Einrichtungen in der DT., der Pflichtenkreis eines TMeinsturnwartes, praktische Winke zur Zusammenstellung von Ver- einsriegen und von Dr. med. Rau (Butzbach) ärzt­liche Forderungen an den körpergerechken 'Betrieb des Turnens. Spiele und Lieder durchziehen die Arbeitsstunden, die mit Befehlsübungen und einer Prüfung obschliehen.

Handball im Lahn-Oünsberg-Gau.

Waufiafic.

To. Garbenteich I Tv. Dorlar I 1:5 (1:1).

Das (Ergebnis bedeutet die größte Ueberroschung der bisherigen Verbandsspiele. Der Tabellenvorletzte war es, ber dem Platzoerein die höchste Niederlage in den Verbandsspielen seit Jahren beibrachte. Wohl lagen die Garbenteicher während der ersten Halbzeit immer etwas mehr im Angriff, sie konnten sich aber gegen die Dorlarer Verteidigung nicht durchsetzen. Das Führungstor ber Platzbesitzer konnten die Gaste noch vor Halbzeit ausgleichen. Die zweite Halbzeit sah die Dorlarer mehr ober weniger überlegen unb durch vier weitere Pore ben oerblcnten eieg er­ringen. Erwähnt muß werben, baß Garbenteich mit Ersatz spielte unb während des Spieles einen Mann durch Platzverweis verlor.

Hezitksklafsc.

To. Garbenheim I Io. Kinzenbach I 7:1 (3:1).

Bereits in der zweiten Minute verwandelte Gar­benheim einen Strafstoß zum Führungstreffer. Die Gäste glichen aber sofort aus, mußten fid) aber bis zur Pause zwei weitere Tore gefallen lassen. Wäh- renb der zweiten Halbzeit erwiesen sich die Garben- Heimer überlegen; Kinzenbachs Mannschaft spielte schlecht zusammen und mußte eine hohe Niederlage hinnehmen.

To. (Erba 1 Io. Rodheim 1 0:3 (0:2).

Trotzdem die Rodheimer bas Spiel für sich ent­scheiden konnten, waren sie den Platzbesitzern im Fcldspiel durchaus nicht überlegen. Vielmehr trug der Platzverein die meisten Angriffe nach vorne. Allerdings ließ der Sturm ben Torichuh vermissen. Rodheim war mit einigen Durchbrüchen glücklicher unb errang ben Sieg.

To. Ruttershausen I Io. Rordeck I 5:2 (2:0).

Beide Mannschaften lieferten sich ein schnelle» unb faires Spiel. Ruttershausen konnte während der ersten Halbzeit durch ra'che Durchbrüche zweimal erfolgreich sein. Kurz nach der Pause Hoile Nordeck ein Tor auf, der Gegner schoß aber ein drittes Tor. Die Gäste verpaßten bann verschiedene Chancen unb waren nur noch einmal erfolgreich. Die Matz- desitzer stellten dagegen mit zwei weiteren Tore» den Sieg sicher.

Io. Londorf II Io. Lollar t 0:5 (0:0).

Trotzdem die Gäste bereits in ber ersten Halb­zeit überlegen spielten, erreichten sie doch nicht» Zahlbares. Immer scheiterten die Angriffe an der gegnerischen Verteidigung. Erst wahrend der zwei­ten Halbzeit änderte sich die Situation und die Platzbesitzer wurden mit 5 Toren überrannt.

To. Steinbach I Io. Albach II 8:4 (4.1).

Bereits in der zweiten Minute gingen die Gast­geber in Führung. Bis zur Halbzeit fielen noch drei weitere Tore, ber.cn Albach nur eines entgegensetzen konnte Steinbach spielte während der zweiten Spiel- halste reichlich hart, schoß vier Tore, denen aber die aufkommenden Gäste ihrerseits drei gegenüberftelle» konnten.