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straf« von zwei Wochen und

gen verurteilt worden war.

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Kleine Strafkammer Gießen.

Gießen. 4. Äugust. Ein junger Mann nem 20 Jahren verfolgte Berufung gegen ein Ur­teil de» Amtsgericht» Grünberg, durch da» et wegen Mißhandlung und Bedrohung

seiner Mutter zu einer^Gesamtgcsängni» i und zwei Ta Gr wollte in Rot-

Vornotizen.

Tageskolender für Mittwoch: Licht- spielhaus Bahnhofstraße:Der Liebesexprcß".

Flugtag am Sonntag. Am kommen­den Sonntag findet auf dem Gießener Flugplatz

Für die uns anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten, ganz besonders für die überaus zahlreichen Älumenspenben, banken wir hiermit herzlichst

Richard Schäfer und Frau Thea, geb. Fischer

Am Sonntag würbe tn etner Wvymmg an ter Sudanlage einaeb rochen. 'Alle Behältnisse wurden durchwühlt, verschlossene gewaltsam ge­öffnet: entwend« wurde aber lediglich ein Heiner Darbetrag. Don einen» Lagerplatz in der Hammstrahe wurde ein vierrädriger Weiß» binderwagen gestohlen. Au» Diebstählen in den Badeanstalten ist bei der Kruninalpvlizet noch ein braune» guterhaltene» Lederportemonnaie sichergestellt, daß von dem Eigentum-berechtigten auf Zimmer 24 abgeholt werden kann.

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wehr gehandelt haben und freigdproeben sein. Seine Berufung wurde zurückgewiesen. Da es sich um einen an sich ordentlichen und fleißi­gen Menschen handelt, der durch ungünsttge Um­stände zu seiner Derfehlung gekommen war. trmrte ihm bedingter Strafaufschub bewilligt.

Gleichfalls zurückgewiesen wurde dieBe- rusung eine» vom Amtsgericht Vilbel wegen Beleidigung zu 150 Mk. Geldstrafe Verurteilten, der den Bürgermeister feines Heimatdorfes in einer Wirtschaft »Schuft. Lump und Betrüger" genannt hatte Gr wollte freiaefprochen sein und bot den .Wahrheitsbeweis" für seine Behaup- tuna an, der aber, da e» sich um tormelle OSkN leidtgungen drehte, nicht zulässig war. Straf- mildernd wurde berücksichtigt, daß er überzeugt war, der Bürgermeister habe sein Amt nicht ein­wandfrei versähen.

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eine große flugsportllche Veranstaltung statt. Sine besonder» spannende Bummer deS reichhaIngen Flugprogramm» wird der Staffetdetckampf sein. Die sogenannte gemischte Staffelte ist eine Reu- beit, die erst auf wenigen Fluglagen gezeigt wurde. 6» handelt sich hierbei um eine stetige Steigerung der Geschwindigkeit. Awei Parteien werden gebildet. Jeder Partei gehören ein Läu­fer, ein Motorradfahrer. Beiter, ein Radfahrer, ein Auto und ein Flugzeug an. Die Partei, deren Flugzeug al» erste» die Ziellinie passiert, hat gesiegt. Der ganze Kampf ist al» Pendelverkehr parallel zu ter Zuschauerfront angelegt, so daß er in seinem ganzen Verlauf von allen Zuschauern bequem verfolgt werten kann.

" Sine 80jährige. Frau Antonie Un­verzagt, geb. Gigenbrobt, wohnhaft Liebig- straße 62. begeht morgen, Donnerstag. ihren 80 Geburt tag. Die alte Dame ist geistig und körperlich noch sehr rüstig.

" Goldene Hochzeit. Die Eheleute Arbeiter Ludwig Krell und Frau, wohnhaft Schiffenberger Weg 33, feiern am Freitag, 7. August, das Fest der goldenen Hochzeit.

" 6te rbef älle in Dießen. 3n ter Zoll vom 15. bis 31. 3uli verstorben in Gießen: 15. Siegfried Werner. Dienst knecht, 18 Jahre, Leihgesterner Weg 107 18. Dhilippme Slise Sch.ckedanl. geb. Ruppel. 23 2«hre, Rcunweg 29. Ber:a Ploch. geb. Limpert, Witwe, 83 Sabre, Kaiserallee 93. 20. Karl Johann Heinrich Stein, DermessungS.nspeklor, 45 Jahre, Gnauthstrahc 10. 23. Fviednch Ernst Althof, Zugführer L QL, 66 2ahre. Asterweg 56. 28. Emma Dröper, geb. Schmttt, 27 Jahre, FriedenSstrahe 23. 29. Dr. Wilhelm Borgmann, Universitäts-Professor. 62 3abtc, Rordanlage 63. Paul Älent, Zimmer­mann, 55 Jahre, We.dengasse 7.

Zur Verlegung de» Stadtpvst- a m t e S. Am Montag öffnete wir wiesen in einem längeren Artikel am SamStag darauf hin da» neue Stadtpostamt feine Pforten im ehe­maligen Easö Ernst Ludwig. Trotzdem konnte man die Beobachtung machen, daß sich noch viele Per­sonen irrtümlicherweise nach ter Schulstrahe be­gaben, um dort ihre postalischen Geschäfte zu er­ledigen. Interessant ist e», auf die bisherigen Umsiedlungen, die daS Stadtpostamt bereits hin­ter sich hat, zurückzublicken. DaS erste Amt befand sich in dem zum früheren Hotel Einhorn gehörenden Hause am Lintenplatz. Dann wurde es nach dem Kirchenplatz in das Haus verlegt, in dem sich da» Leterwarengeschäst Röder be­findet. 3n diesem Hause wurde später eine Wirt­schaft mit dem bezeichnenden Ramen .Zum lah­men Esel" errichtet. Die nächste UebcrfieMung de» Postamts erfolgte nach dem Semmler- schenHausein der Walltorstrahe, die folgende nach ter Schulstrahe (jetzt KethnerscheDuch- Handlung) und schließlich in da- gegenüber­liegende, von der Firma Winn errichtete Ge­bäude. In den siebziger Jahren befand sich da» Telegraphenamt, das wegen Raummangel nicht in die obengenannten Häuser untergebracht wer­ten tonnte, in den jetzigen Geschäftsräumen des Gießener Anzeigers. Die neu bezogenen Räume in der Reuen Bäue gefallen allgemein sehr gut.

" DevisenbewirtschaftungS stelle in Kassel. Aus Grund ter Verordnung des Reichspräsidenten vom 1. August 1931 ist beim Landesfinanzamt Kassel eine Stelle für

Aus Der Provinzialhauptssadt.

D ießen, den 5.August 1931.

Zweifelhafte Erbschaften.

Wiederholt hat es in Hessen und in den benach­barten Gebietsteilen Sensation erregt, alS die Rachricht verbreitet tourte, in Amerika oder in Holland seien Hinterlassenschasten, die in die Millionen gingen, von deutschen Staatsange­hörigen zu beanspruchen. ES fei an die Erbschaf­ten Emmerich und Metzger erinnert, die wiederholt, schon vor vielen Jahrzehnten und wieder in ter neueren Zeit, die Gemüter bewegt haben, ohne daß ein einziger Dollar oder Dulten nach Hessen gelangt ist. ES wurde auch darauf aufmerksam g, macht, daß ter General Metzger nicht aus Hessen, sondern auS dem Elsaß stammte.-I Run taucht abermals eine Botschaft dieser Art auf. Es wird gesagt, im ameritanifdben Sezes­sionskriege, und zwar am 29. August 1632, sei in ter Schlacht bei Dull Run ein General Johann Stark glatten. Dieter Mann habe eine geistes­kranke Tochter gehckvl. die in einem Asyl zu Reu- Drfean» unter gebracht werten und dort gestorben sei. Weitere Srben seien in Amerika nicht da- getoeten. Die Hinterlassenschaft, die sich auf 80 biS 90 Millionen Mark belaufe, sei In einem WaisenfondS zu PittSburg angelegt. General Stark fei «n Sohn de» 1774 In Hatzfeld an ter Eder gebotenen Johann Stark gewesen, ter mit feiner Familie nach Nordamerika ausgewantert fei, feine Frau habe gleichfalls aus Hatzfeld

Kunst und Wissenschaft.

von der Kunstgewerbeschule Offenbad) a. IN

Durch Verfügung tes Heffifchen Minister» für KultuS und Bildungswesen tourte die Drucke r- fachklaffe ter Offenbacher Kunstgewerbeschule als EnttoursSklasse anerkannt: der Leiter dieser Klasse ist Pros. Emst Engel. In Hand-in- Hand-Arbeit mit ter Fach klasse für Werbegraphik unter Professor Ludwig Enders, der unter ter Bezeichnung .Offenbacher Schreiber" weitbekann­ten Schriftilaffe von Prof. D. Rudolf Koch und der bekannten Werkftätte für Buchbinderei der Anstalt wird die neu anerkannte Fachkiasfe für Buchdruck ter Offenbacher Kunstgewerbeschule ihre durch diese Einheitlichkeit stark werbend« Kraft auf den RachwuchS im Buchgewerbe nicht verfehlen.

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Aus dem Amisverkündigungsblaii.

Da» Amtsverkündigungsblatt Nr. 55 vom 4. Au­gust enthält: Die Gebühren der Schornsteinfeger. Strahcnsperre-Aufhebung. Die kommunale Son« dergedäudesteuer 1931. Nachtrag aur Friedhofs- ordnung für den Friedhof der Gemeinde Elimbach Die Erhebung einer allgemeinen Wertzuwachs- steuer in der Gemeinde Alten-Buseck und Nieder- Bessingen. Die Erhebung einer Biersteuer in der Öcmcinbc Ovenhausen. Dienstnachrichten.

Verantwortlich für Lokales: i. V. H L. Neuner.

Run. glauben alle, die mit den Samtlien otarr und SfTel verwandt find, einen Anspruch auf die große Erbschaft zu haben. Die Sache spielt auch nach Dietzen, denn zu Beginn te» 19. Jahr­hundert» stand hier beim zweiten Bataillon des Helßschen Leibregiment» ein Sergeant Daniel Issel, dem hier mehrere Kinder geboren wur­den. Der im Jahre 1811 geborene Sohn Johann Wilhelm Georg Lorenz Issel zog nach Hatzfeld, wo er ungefähr im Jabre 1887 gestorben ist. Hieraus vermutet man. daß ter Sergeant Issel gleichfalls au» Hatzfeld gewesen und mit dem amerikanischen General verwandt gewesen sei. Auch um diese Erbschaft hat man sich schon in früheren Jahr,zehnten bemüht. so im Jahre 1862 und im Jahre 1898. Im Jahre 1862 sei in einer amerikanischen Zeitung ein Aufruf, daß sich die Erben te» General» Stark melden möchten, ver­öffentlicht worden. Run bemühen sich abermals Personen, die mit den genannten Familien ver­wandtschaftliche Beziehungen haben, die nötigen Unterlagen, Geburtsscheine, Heiratsscheine und dergleichen beizubringen, um tn den Besitz ter amerikanischen Millionen zu kommen. Man wird, gestützt auf die Erfahrungen in den Fällen Emme­rich und Metzger, allen Beteiligten raten dürfen, kein Geld an diese Dache zu hängen.

Taten für Mittwoch, 5. August.

1850: ter französische Schriftsteller Guy de Maupassant auf Schloß M'vomesnil geboren. 1895: ter Sozialist Friedrich Engel» in London gestorben.

Süllen- und Sderverkaus.

Die Stabt Allen darf a. b. Lda. verkauft auf dem Submissionswege einen fetten Lullen, sowie einen abgänaiaen Eber, (ge­trennte Angebote sind auf Lebendgewicht bis zum 7. August L 3., vormittags 11 Uhr. auf hiesiger Bürgermeisterei einzureichen, woselbst die Eröffnung der Angebote statt-

findet. 5170V

Allendorf a. d. Lda., den 4. August 1931.

Hessische Bürgermeisterei.

Schneide?,

T<»:.fentetoirtfefcaftung eingerichtet Worten. Sie nahm btt in ter bezeichneten Verordnung naher umschriebene Tätigkeit am 4. August auf und ist zuständig für alle Antragsteller, die ihren Wohn­sitz. gewöhnlichen Aufenthalt, Sih oder Ort ter Leitung im Bezirk te» LanteSfinanzamt» Kaffe! haben. Mit ter Leitung ter Stelle ist Reichsbank- Oberinspektor Scharr beauftragt worden Die Dienststelle befindet sich im Lantessnurnzamt. Kai­serplatz 43. Zimmer 29 Die Entscheidungen der Devi sen-Bewirrfcho s tS stelle ergehen inner ter Firma: .Der Präsident tes Lantesfinanzamt»- al» Stell« für Devllen-Bewirtschaftung.

Ausfuhr von Kartoffeln. Don ter Hessischen Hauptstelle für Pflanzenzucht in Gie­ßen wird unS geschrieben Verschiedene Vor­kommnisse in letzter Zeit lassen es angebracht er­scheinen. erneut darauf hinzuweifen, daß 5tar- wifelfendungen nach tarn AuSlande von Ur­sprung»» bzw. Gesundheitszeugnisfen te» Deut­schen Pslanzenschutzdienste» begleitet sein müssen. Fehlt daS Zeugnis, so wird die Sendung von den Zollkontrollstationen zurückgehallen und dem Absender entstehen Unannehmlichkeiten. Die er­forderlichen Zeugnisse werten in Helfen jeweils von dem zuständigen LandwirtfchaftSamt bzw. von ter Heffifchen Hauptstell« für Pflanzenschutz ausgestellt.

' Sonntagsrückfahrkarten amVer- fassunaStag. Der Verfassung»tag am 11. August ist in Hessen gesetzlicher Feiertag. In­folgedessen werden von den Fahrkartenausgaben der in Hessen gelegenen Bahnhöfe Sonntags­rückfahrkarten und Arbeiterrückfahrkarten auS- gegeben. D-.e Karten gelten von Montag. 10.. biS Mittwoch. 12. August, aber am Mittwoch bi» 9 Uhr vorm'.rtags nur tur Rückfahrt. In Preußen und Bayern ist der Verfassungstag kein gesetz­licher Feiertag. Don den im Bereiche dieser Lander liegenden Bahnhöfe werden daher am DersassungStag keine Sonntagsrückfahrkarten ver­abfolgt.

ee El n Betrüger fest genommen. Der Polizeibericht meldet: Dor einigen Tagen ver­suchte der 42 Jahre alte Reisende Waller Fürst au» Berlin auf betrügerische Art in den Besitz von Zigarren zu kommen. Um seinen Zweck zu erreichen, begab er sich in eine hiesige Zigarren­fabrik und bestellte für einige tausend Mark Zi­garren in den verschiedensten Sorten, die nach Eingang des Geldes an eine bestimmte Adresse abgesandt werten sollten. AIS die Bestellung ge­macht war, stellte er an die Firma das An­sinnen. von der bestellten Ware Mustcrpackun- gen mitnehmen zu wollen. Der Inhalt dieser Packungen sollte dann an ter bestellten Ware in Abzug gebracht werden Da das De bahren dem Inhaber ter Firma verdächtig erschien, wurde tem Besteller bedeutet, daß die Muster- Packungen erst angefertigt werden müßten, die er nach einigen Stunden in Empfang nehmen könnte. In ter Zwischenzeit zog ter Iichaber Erkundi­gungen ein. wobei sich herauSstellte, daß Fürst von sechs verschiedenen Behörden wegen Betrugs gesucht wird. AlS Fürst gegen Abend die Musterpackungen abhvlen wollte, tourte er von Beamten ter Kriminalabteilung festgenvmmen. Er wurde tem Amtsgericht zugeführt und kam in Untersuchungshaft. Der Mechaniker Hein­rich S ch m i d t II. aus Dorheim wurde auf Grund eines Steckbriefes vom Amtsgericht Weißen­fels a. 6. wegen Betrugs fest genommen.

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Großen-Linden, den 4. August 1931.

Hessische Bürgermeisterei.

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In den Hauptrollen:

Dina Gralla, Georg Alexander

Die von Temperament übersprudelnde Dina Oralla, der beliebte Georg Alexander und der bekannte Tenor Joseph Schmidt sind die Träger der Hauptrollen des neuen Emelka- Greenbaum-Tonfilms, der unter der bewähr­ten Regie Robert Wienes entstand.

Eine schmissige Handlung, voll Witz und unerhörter Lustigkeit, dessen vergnüglicher Laune sich keiner entziehen kann.Dinaöralla, Georg Alexander, die beiden Lustspieldar- steller deutscher Filmbühnen und derTenor Joseph Schmidt, der die einschmeichelnden Schlager des Films sowie die melodiösen Weisen italienischer Liebeslieder singt, ge­währleisten Ihnen zwei vergnügte Stunden. Das herrliche Venedig gibt diesem Film den passenden Rahmen. Ferner:

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