Ausgabe 
5.5.1931
 
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Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 5. Mai 1931.

provinzialauSschuß'Sihung.

Am vergangenen Samstag fand _ wie geftern bereits mitgeteilt im Regierungsgebäude zu Gie­ßen unter dem Vorfitz von Prooinzialdireklor Graes eine öffentliche Sitzung des Pro» vtnzialausjchusses statt.

Zunächst erfolgte die Verkündung des wegen der Vergütung des Bürgermeisters der Gemeinde Klein-Linden auf Grund der mündlichen Verhandlungen vor dem Prooinzialaus- schuß am 28. Mörz 1931 ergangenen Urteils. Hier» nach wurde auf die Berufung des Bürgermeisters las Urteil des Kreisausschusses des Kreises Gießen eom 1. November 1930 ausgehoben und der Bür­germeister der Gemeinde Klein-Linden vom 1. April 1928 ab in die Gruppe 4e der staatlichen Besol- iungßorbnung eingereiht Die Ortsgerichtsgebühren laben von diesem Zeitpunkt an in die Gemeinde­tasse zu fließen. Die dem Bürgermeister seither gewährte Vergütung für die Führung der Standes- LMtsaeschäste fällt vom gleichen Zeitpunkt an weg. Die Kasten der ersten Instanz sind von dem Bür­germeister und von der Gemeinde Klein-Linden je zur Hälfte zu tragen, die Kosten der Berufungs­instanz fallen der Gemeinde allein zur Last. Der Wert des Streitgegenstandes wurde auf 3000 Mark festgesetzt.

In dem Dienststrafverfahren gegen den Stadtbaumei st er Aloys Scherrer in Butzbach verkündete der Vorsitzende, nach mündlicher Verhandlung als Gerichtsbeschluß, daß die Entscheidung ausgesetzt und in der nächsten öf­fentlichen Sitzung des Provinzialausschusses bekannt- gegeben wird

Weiter wurde verhandelt die Klage der Rosa Maria Debusmann in Frankfurt a. M. gegen bas Kreisamt Friedberg auf Aushebung des Poli- zeibefehls vom 6. September 1930, wonach ihr hin- sichtlich ihres Anwesens in Bad-Nauheim, Ludwigstraße 15, folgendes aufgegeben wurde: 1. Auf Grund des Ortsbaustatuts für die Stadt Bad- Nauheim vom 20 September 1912 (Nachtrag), den von ihr ohne polizeiliche Genehmigung mit Zement- platten belegten Vorgarten ihres Hauses wieder als Ziergarten mit angemessener Bepflanzung herzu- richten: 2. die an der Einfriedigung ihres Hauses angebrachten weiteren Firmenschilder, sowie die an der Seite der Einfriedigung ahne baupolizeiliche Genehmigung angebrachten zwei Schaukästen zu beseitigen und die Einfriedigung nach Paragraphen 1 und 3 der Baupolizeiverordnung der Stadt Bad- Nauheim in gefällig aussehendem Zustand anzulegen und zu unterhalten Der P r o v i n z i a k a u s- lchuß wies die Klage als unbegründet kostenpflichtig zurück und setzte den Streit- wert auf 3000 Mark fest.

Die <5arf>e Disziplinarverfahren gegen bin städtischen Straßenmeister Johannes Ewald in Dad-Nauheim wurde unter Ausschluß der Oef- sentlichkeit und der Presse verhandelt. Der Pro- vinzialausschuß erkannte zu Recht, dem Genannten einen Verweis zu erteilen und ihn außerdem in eine Geldstrafe von 150 Mark zu verurteilen. Die Kosten des Verfahrens wurden ihm ouferlegt und der Streitwert auf 1000 Mark fest- gesetzt.

ßrhöbuttfl des BroipreUes.

Im Sinzeigenteil unseres heutigen Blattes geben die Bäckermeister von Gießdn-Stadt und -Land be­kannt daß von morgen ab je 2 k" Roaaenh''ot 75 Bf (bisher 70 Pf.) und je 2 kg Mischbrot 85 Pf (h;=hpr 80 Pf) kosten werden. Der Preis für 2 kg Weißbrot beträgt 1 Mark.

Wie mir hierzu aus Kreisen der Gießener Bäcker- Innung hören ist diese Steigerung des Brot­preises durch das seit mehreren Monaten an­haltende Steigen des Mehlpreifes veranlaßt worden Der Mehlvreis, der sich Ende Januar auf 26 Mark ie Doppel,entner Rovaenmehl belief, sei bis Ende Avril auf 33 Mark ie Doppel­zentner gediegen Außerdem kämen bei dieser troangstäutiaen Neuordnung des Brotvreises auch die erhöhten Steuerlasten in Betritt, die insbesondere durch die Bes-dlüsse' des ^Hilfhen L-mdtaas verursach* seien Wenn die Mehlvreis- fleigerung von 26 Mark auf 33 Mark die den

9Vgierungen doch nicht unbekannt geblieben fei, gegen die sie ober trotz aller Versprechungen nichts unternommen hätten in vollem Ausmaße der neuen Drotpreisdildung zugrunde gelegt worden wäre, hätte sich sogar eine Steigerung des Brot- Preises um 11 Pf. je 2 kg Roggenbrot ergeben müssen. Die Bäckermeister hätten sich aber angesichts der wirtschaftlichen Zeitverhältnisse breitester Kon- sumentenschichten zu einer Preiserhöhung in diesem Ausmaß nicht entschließen können und es bei einer Erhöhung von 5 Ps. pr# 2 Kilo bewenden lassen. Nachdem in anderen Städten schon vor einiger Zeit der Brotpreis erhöht worden sei, komme man nun- mehr auch in Stadt und Kreis Gießen um die teil­weise Angleichung des Verkaufspreises an die wesent­lich gestiegenen Selbstkosten nicht mehr herum Man erwarte jedoch von der Regierung mit aller Be­stimmtheit, daß nun endlich durchgreifende Maß­nahmen getroffen würden, um einer weiteren Steigerung der Mehl preise vorzu- beugen und auch eine Senkung der steuer­lichen Lasten in die Wege zu leiten. Weiter wird in den Kreisen der Bäckerinnung der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Bürgerschaft in Stadt und Land angesichts der ganzen Sachlage die nur in beschränktem Ausmaß oorgenommenc notwendige Preiserhöhung, für deren Begrenzung soziale Rück­sichten entscheidend gewesen seien, mit Verständnis aufnehmen werde.

Daten für Dienstag, 5. Mai

1818: der Sozialist Karl Marx in Trier geboren; 1821: Napoleon I. auf St. Helena gestorben.

Bornotizen.

lagestalenberfürSienstag. Stadt, theater:Haus Rothschild", 20 bis 22.30 Uhr. Volkshochschule Gießen: Beginn des Kurses .Le­bensprobleme", 20 Uhr, Universität, Hörsaal 34, 1. Stock. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße:Grock".

Aus b e m S t a d 11 h e a t e r b u r e a u wird uns geschrieben: Heute, 20 Uhr, Erstaufführung von Hanns Sahmanns historischem SchauspielHaus Rothschild", unter der Spielleitung von Intendant Dr. Prasch. Ende kurz nach 22 Uhr. Frau Auguste Prasch-Grevenberg spielt als Gast die Rolle der Frau Gudula. Mitwirkende: Herren: Bäuerle, Bruck, Fassott, Hub, Linkmann, Hauer, Nieren, Ritter, Schelcher, Dolck, Wesener, Zingel. Mittwoch, 6. Mai, 20 Uhr, zum letzten Male im AbonnementIm Spiel der Sommerlüfte" von A. Schnitzler, Spielleitung Walter Bäuerle. Freitag, 8. Mai, 20 Uhr, erste Wiederholung des Oaftfpiels von Frau Auguste Prasch-Greoenberg als Frau Gudula in Hanns Saßmanns historischem Schau­spiel «Laus Rothschild", unter der Spielleitung des Intendanten Dr Prasch Samstag, 15 45 Uhr, Schülervorstellung von SchillersJungfrau von Orleans, Spielleitung Intendant Dr. Prasch. Die Hauptrolle spielt Beatrice Doering. Sonntag, 10. Mai, als Fremdenvorstellung zum letzten Male Frau Prasch-Grevenberg in der Rolle der Herzogin inDie Welt, in bet man sich langweilt, Lustspiel von Pailleron, Spielleitung Peter Fasiott. Beginn 18.30 Uhr. Ermäßigte Preise.

Volkshochschule. Man schreibt uns: Heute beginnen-die KurseDiktatur und Volks- Wille im Wandel der Geschichte" und Englisch für Anfänger (Fortsetzung des Winterkurses), beide Kurse finden in der Universität statt. Da­gegen wird der KursGrundlagen der Radio­technik" im Realgymnasium (Ludwigstraße) ge­halten, der KursRhythmische Körperschulung" in der Grabenstraße 11 (Hinterhaus). Man be­achte die heutige Anzeige.

Johann-Strauß-KonzertinGre- ßen. Man schreibt uns: Johann Strauß bringt für das am Samstag, 9. Mai. 20 Uhr. in der Volkshalle stattfindende diesjährige Kon- zert ein auserlesenes Programm. Der starke Vefuch in allen Großstädten des 3n- und Aus- landes dürfte Zeugnis dafür sein, daß Johann Strauß überall als der Exponent der Wiener Musik betrachtet wird. Die Konzertveranstaltung dürste auch in Gießen viele Freunde finden.

Hausfrauen-Abende Gasschau- kochen Am Donnerstag- und am Freitagabend finden im Caf6 Leib je ein Hausfrauen-Abend statt. Gasvorträge mit Schaukochen, die von der Gießener Hausfrauenberatung veranstaltet werden, werden er­gänzt durch die praktischen Vorführungen der Firma Junkers 8- Ruh, Karlsruhe. Frau Müller-

Moers (Karlsruhe) wirb über Gasverwenbung sprechen unb auf zwei Gaskochern unb vier Jun- kers-L-Ruh-Gasherben mit sechs Brat, unb Back­öfen ein Schaukochen veranstalten Die Veranstal- tung wirb burch eine Seefisch-Musterschau unb eine Gasgeräteausstellung bereichert. Näheres in ber heu­tigen Anzeige.

"TodesfälleinGießen. Cs nerftarben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 30. April: 18. Emma Theis, 13 Jahre. Frankfurter Str. 134. Sophie Reuel, geb. W.ngenseld, 49 Jahre, Ka­tharinengalle 7. 19. Emma Knaus, geb. Sommer- lad, Witwe, 69 Jahre, Kaiserallee 56. Marie Anna Hobel, 1 Monat. Rittergalle 23. 21. Hein­rich Wilhelm Deuster, Regierungssekretär i.R.. 66 Jahre, Steinstratze 60. 23. Mathilde Kohler- mann. geb. Roll, Witwe, 91 Jahre, Teufelslust­gärtchen 28. Katharina Vest, geb. Wagenbach. 48 Jahre, Katharinengalle 14. 25. Emma Poppe, geb. Lust, Witwe, 55 Jahre, Leihgestemer Weg 31. Wilhelm Schmidt, Schuhmachermeister, 74 Jahre, Asterweg 5. 26. Rosa Weil, geb. Reu, Witwe, 55 Jahre, Kaiserallee 6. 27. Hermine Wetter- Hahn, geb. Dreifuß, 56 Jahre, Bleichstrahe 10. 28. Adolf Kreuter. ohne Veruf. 82 Jahre, Sonnen- strahe 6. Elisabeth Seim, geb. Becker. Witwe, 83 Jahre, Hillebrandstraße 11. Heinz Roll. 6 Monate, Brandgalle 5. 30. Margot Schien­bäcker, 4 Jahre, Lahnstraße 27. Lydia Balke, geb.-Rudolph, Witwe. 56 Jahre, Stephanstr. 42.

** Arbeitsjubiläum. Herr Georg Schell- Haas, Ludwigstraße 3 wohnhaft, feiert am mor­gigen Mittwoch das Jubiläum feiner 25jährigen Tätigkeit bei der Firma Dem & Co.

(Senbarmerieperfonalie. Der Gen­darmeriehauptwachtmeister Peter Wagner in Groh-Felda wurde mit Wirkung vom 1. April ab zum Gendarmeriemeister ernannt.

** Der Bauersche Gesangverein hielt am Samstag seine diesjährige Hauptversammlung ab. Von besonderer Bedeutung war hierbei die Wahl des neuen Dirigenten. Nach eingehender Aussprache wurde, wie gestern schon kurz berichtet, Universitäts­musikdirektor Dr. Temesvary als Chormeister gewählt. Nach dem vom zweiten Schriftführer er­statteten Geschäftsbericht hat der Verein auch im letzten Jahre eine rege Tätigkeit entfaltet. Der vom Rechner L i ch vorgelegte Rechenschaftsbericht ergab ein günstiges Bild über Kasse und Vereinsvermö­gen, trotzdem heute noch der Dorkriegsbeitrag von jährlich 8 Mark erhoben wird. Bei der Wahl des Vorstandes wurden die seitherigen Vorstandsmitglie­der, soweit sie nicht eine Wiederwahl ablehnten, wieder gewählt, neu in den Vorstand traten die Herren Ä11haus, Rud. Weber und A. Schnei­der ein. Die Wahl der Ausschüsse hatte folgendes Ergebnis: Georg - Todt - Stiftung: Aufdermauer, Hentschel, Lehmann und Kinzenbach. Vergnügungs- fommiffion; Ehrharb, Gärtner, Wehn, Aufbermauer, P Dunkel. Im weiteren Verlauf der Verhandlungen würbe bie Frage ber Stärkung bes Baufonbs ein­gehend erörtert, um möglichst bald zu einem eigenen Heim zu kommen.

* EineSchanbtat. Wie die Lanbeskriminal- polizeistelle Gießen mitteilt, verübten bisher noch unbekannte Täter in ber Nacht zum Sonntag in Rodenbach bei Altenstadt wüste Ausschreitungen an dortigen Baumpflanzungen. In dem eingefrie­digten Grundstück eines Landwirts brachen sie zwölf jungen Bäumchen bie Krone ab, aufjerbem schälten sie an einem Teile ber Bäumchen bie ganze Rinbe herunter Die wertvolle Anpflanzung ist natürlich verloren. Nach den llebeltätern wird eifrig geforscht. Hoffentlich gelingt es, sie ausfinbig zu machen unb ganz gehörig zu bestrafen

Reichsbund akademisch gebilde­ter Landwirte. Der Landesverein Hessen im Reichsbund akademisch gebildeter Landwirte hielt wie man uns berichtet - in Frankfurt am Main seinen diesjährigen Landestag ab. Die zur Behandlung stehenden beruflichen und berufs­ständischen Fragen (Ausbildung der Diplomlastd- wirte für den höheren Verwaltungsdienst. Or­ganisation eines Pressedienstes. Derufskunde in den ländlichen Fortbildungsschulen. Bauernschu­lung, Beschaffung geeigneter Stellen für den land­wirtschaftlichen Akademiker), die Berichte über Dorstandssihungen des Reichsbundes und der ver­schiedenen Reichssachgruppen in Berlin und Würzburg, dazu der von dem Bundesgeschäfts-

Rabindranath lagere, ber inbische Dichter, begeht am 6. Mai seinen 70. Geburtstag. 1913 erhielt ber Dichter ben Nobelpreis für Literatur

führer vorgetrageneRückblick und Ausblick" reg­ten zu lebhafter Aussprache an. Cs wurde be­schlossen. gelegentlich der diesjährigen Herbst­tagung der Deutschen Landwirtschastsgesellschaft (D. L. G.) in Darmstadt eine besondere Tagung in Verbindung mit einem Gesellschaftsabend zu ver­anstalten.

Zwei Einbrecher in Lich verhaftet.

]) Lich. 4. Mai. In der Rächt zum Sonntag wurde in dem Bahnhofsgebäude der ButzbachLicher Eisenbahn in Butz­bach ein Einbruchsdiebstahl verübt. Dis Diebe entwendeten eine Blechkassette in der An­nahme. sie enthalte die S t a t i o n s k a s s e. Sie mögen aber eine große Enttäuschung erlebt haben, als sie später anstatt des vermuteten Geldes le­diglich den Verbandskasten in der Kassette vorsanden. 2m Zusammenhang mit diesem Ein­bruchsdiebstahl stand ein Wäschediebstahl aus einer landwirtschaftlichen Hosreite in dem nahen Eberstadt. Am Sonntagnachmittag wur­den zwei Männer beobachtet, die in der Räh« des Hofgutes Kolnhausen bei Lich einen Mantel versteckt niederlegten, der eine ganzg Menge Cinbruchswerkzeuge. wie Diet­riche. größere Schlüssel, Meisel, Schraubenzieher. Zangen usw. enthielt. Bei Eintritt der Dunkelheit gelang es Beamten der Gendarmeriestation Lich, in der Rähe des Hofgutes Kolnhausen eine ver­dächtige Person und eine zweite in Lich selbst zu steilem Beide wurden verha ^tet und in das Amtsgerichtsgefängnis Lich eingeliefert. Es han­delt sich um einen österreichischen Staatsangehö­rigen Georg Steindl. 23 Jahre alt, und sei­nen Komplizen Walter Dahlheim, 47 Jahre alt, aus Magdeburg gebürtig. Beide gaben nach längerem Leugnen die angeführten Diebstähle zu; sie haben keinen festen Wohnsitz, treiben sich viel­mehr ziel- und planlos in der Welt herum. Es ist mehr als wahrscheinlich, daß sie in der fol­genden Rächt einen Diebstahl in Lich planten, der nur durch ihre vorzeitige Festnahme verhin­dert werden konnte.

Die beiden Einbrecher wurden mittlerweile auch von Beamten der Landeskriminalpolizeistelle Gie­ßen vernommen. Dabei wurde festgestellt, daß di« beiden in Bad Wildungen einen Schoko­ladenautomaten abgerissen und im Wald« aufgebrochen haben wobei ihnen ein kleiner Barbetrag in oie Hände fiel. Die Landes- kriminalpolizeistelle Gießen ist zur Zeit mit den weiteren Ermittlungen beschäftigt.

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Die ECHTE Palmolive-Seife -

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OJE Regierung hat die Hersteller von Markenartikeln ersucht, die Preise ihrer Waren um lOe/o zu ermä­ßigen. In dem Bestreben, dieser Forderung vollauf zu ent­sprechen, haben wir den Preis der Palmolive-Seife um 121/j °/o herabgesetzt

Getreu unserem Prinzip, den Bedürfnissen des Kon­sumenten vollauf entgegenzukommen, wie wir schon in der Vergangenheit bewiesen haben, freuen wir uns, den neuen Preis bekannt zu geben, damit alle davon pro­fitieren können.

1930 mehr Palmolive-Seife verkauft als je zuvor

Es ist erstaunlich, daß unser Rekordjahr gerade in Hie Zeit einer Wirtschaftskrise fiel. Aber es war für uns, die wir das überraschende Anwachsen der Popularität dieser Schönheitsseife mit angesehen* haben, nicht ganz unvorhergesehen.

Wie dem auch sei dieses Anwachsen ist die Ur­sache unserer damaligen Preissenkung, gewesen, und ist es erfreulicherweise auch diesmal.

Als Palmolive-Seife zuerst eingefiiihrt wurde, setzten wir den Preis auf 50 Pfennig fest. Das war ein vernünftiger Preis, wenn man die Qualität in Betracht zieht.

1928 weiter ermäßigt

Im Jahre 1928, als wir wußten, daß man sehr schnell dazu kam, Palmolive Seife yorzuziehen, setzten wir den Preis freiwillig auf 40 Pfennig herab und Sie drückten Ihre Anerkennung dadurch aus, daß Sie mehr und mehr Palmolive-Seife kauften.

So setzen wir in diesem Jahr den Preis noch einmal herab. Denn dadurch, daß Sie Palmolive vorziehen, haben Sie unsere Verkäufe sehr vergrößert und es ermöglicht. Ihnen Palmolive billiger zu liefern.

Die Interessen der Wiederverkauf er sind geschützt

Wie im Jahre 1928 haben wir bei diesem Preisabbau überall mit den Wiederverkäufen! Maßnahmen getroffen, den neuen Preis unverzüglich in Kraft treten zu lassen.

Die tägliche Anwendung von Palmolive-Seife ist die bevorzugte Schönheitsbehand­lung von Millionen Frauen der ganzen Welt. Diese Frauen sind fest überzeugt davon, daß Palm­olive ihnen hilft, die Schönheit der Jugend zu erhalten. Tatsächlich ist ja die milde, wohltuende Wirkung der Oliven-, Palmen- und Kokosnußöle schönen Frauen schon seit Jahrhunderten bekannt.

Und wen.L.wlive eine Vereinigung dieser kost­baren öle darstellt, ist sie zur populärsten - Schönheits- Seife aller Zeiten geworden. Wahrscheinlich haben auch Sie schon Palmolive-Seife benutzt, vielleicht benutzen Sie sie regelmäßig, wie es Millionen Frauen tun.

Wenn Sie aber die berühmteste aller Seifen noch niemals angewandt haben sollten, dann fragen Sie heute noch nach einem Stück zu den. neuen Preis und dann sehen Sie selber, wie der regelmäßige Gebrauch, morgens und abends, die Haut erfrischt und verschönt. Palmolive G. m. b. H., B e r 1 i n-W ilmersdorf