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Gießen, den 2. Januar 1931.

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Berlin, 5. Ian. Die neue Woche eröffnete tn gemessener Haltung. Eine Tendenz war noch nicht zu erkennen, da Kursaktien nicht vorhanden waren, Neuyork schloß in festerer Haltung: es bleibt aber unbestimmt, ob die Kulisse weiter Deckung bekundet. Am Devisenmarkt nannte man London 25,0525, Lon­don gegen Kabel 4,8565, London gegen Berlin 20,42, Kabel gegen Berlin 4,2010.

Wie oft kommt es vor, daß man nachts irgend welche Schmerzen leidet. Man wird von Kopf­schmerzen geplagt, das Zahnfleisch oder ein hohl. Zahn,Hexenschuß, Wadenkrampf, Rheu­ma, Kreuz- oder Gliederschmerzen quälen einen.

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Die Besichtigung und Neuaufnahme der Pferde findet statt: 97V

für die Orte der Rabenau: Mittwoch, den 7. Januar 1931, in Londorf, 2 Uhr nachmittags:

. die Orte des Vufeckerlales: Freitag, den 9. Januar 1931, in Reiskirchen, 9>5 Uhr vormittags

für Gießen und Umgegend: Freitag, den 9. Januar 1931, in Gießen amRhei­nischen Hof". 12)4 Uhr nachmittags:

für Schiffenberg und Umgegend: Frei­tag, den 9. Januar 1931, in Garben- teich, 2 Uhr nachmittags.

Die Pferde sind au-gespannt und ohne Geschirr vorzuführen. Die nicht vorgeführ- ten Tiere werden auf Kosten der Besitzer besichtigt.

Grünberg (Hessen), den 3. Januar 1931.

Schäfer, Direktor.

Aus -er Prvvtnztaldauptstadt.

Gießen, den 5. Januar 1931.

Oer Oreikönigsiag.

Der 6. Januar hat im Kalender den Namen Heilige Drei Könige oder Drei - königstag. Er wurde früher in der christ­lichen Kirche als Festtag unter dem Namen Cpiphaniasfest gefeiert: auch hieß dieser Tag das Große oder Hohe Reujahr, weil man, da erst mit diesem Tage die Länge der Tage 'zu­nimmt, geraume Zeit lang an ihm den eigent­lichen Reujahrsanfang beging.

Welche Bewandtnis hat es nun aber mit diesen drei Königen, und woher stammen die beiden ersten Benennungen des Tages? Daß mit den Drei Königen die Weisen aus dem Mar­ge n l a n d e gemeint sind, lernt allerdings jedes Kind in der Grundschule, und wer Gelegenheit hatte, die Weihnachts- und Reujahrszeit gele­gentlich weit ab vom Getriebe der großen Welt in irgendeinem stillen Dörfchen des deutschen Vaterlandes, fei es in den friesischen Mar­schen, der Lüneburger Heide, dem pfälzischen Westrich oder einem oberelsässischen Vogesendorfe verlebte, der hat sie vielleicht sogar noch in höchst eigener Person gesehen, wie sie in denkbar phan­tastischen Kostümen mit ihrem Stern von Haus zu Haus zogen und fangen:

Wir kommen her aus fremdem Land.

Kaspar, Balzer und Melchior sind wir genannt"

Epiphanias heißt Erscheinung, das ist die Offenbarung Gottes. Wie und wann das Fest der Erscheinung Christi als solches aufkam, ist schwer zu bestimmen. Doch finden wir es schon in der elften Hälfte des zweiten Jahrhunderts bei allen morgenländischen Gemeinden der Christenheit. Verschiedene Sekten, von dem griechischen Wort dokein (scheinen) gemeinsam Doketen genannt, betrachten das ganze Leben Christi als etwas Scheinbares und wollten in ihm nur den scheinbar als Mensch wandelnden Gott erkennen. Sie nannten seine ganze Menschwer­dung daher eineErscheinung" Gottes in Olten- H schengestalt und bezeichneten dies mit dem Varn en Epiphanias.

neuen Expreßzuge Wagen angehängt, die direkt aus Amsterdam kommen und den Verkehr zwischen den Niederlanden und Italien vermit­teln. Dor der Abfahrt des Zuges von Berlin erschien der» Generaldirektor der Reichsbahn, Dr. Dorpmüller, um den Fahrtteilnehmern eine schöne Reise zu wünschen.

Ein 4jähriger Knabe springt aus dem vierten Stock.

Minuten fieberhafter Spannung erlebten am Sonntagabend die Fußgänger in der Neuen König­straße in Berlin. Dort war ein 4jähriger Knabe, den seine Eltern ins Bett gelegt hatten, nachdem diese ausgegangen waren, aus seinem Bett gestiegen und hatte die Fensterscheibe eingedrückt. Dom Fensterbrett aus war er dann ohne sich zu verletzen, auf das Blumenbrett geklet­tert. Die Fußgänger, die das Klirren der Scheibe gehört hatten, sahen zu ihrem Entsetzen das^Kind, das vor dem Fen ft er im vierten Stock herumkroch. Sie riefen die Feuerwehr, die nach ein paar Minuten erschien. Mit einem schnell ausgebreiteten Sprungtuch fing sie den Knaben, der heruntersprang, auf. Der Knabe war unverletzt.

Schwere Bluttat in Frankreich.

3n der Rähe von Bar le Duc ereignete sich ein schweres Verbrechen. Ein Eisenbahnbeamter, der dort ein kleines Haus mit Frau und drei Kindern bewohnt, wurde, während er sich im Dienst befand, von einem Bekannten besucht. Als diesem nach wiederholten Klopfen nicht geöffnet wurde und er sich Eingang verschaffte, bot sich ihm beim Eintritt ein entsetzliches Bild. 3n ihren Betten lagen die Ehefrau und der zehn­jährige Sohn mit zertrümmertem Scha­de l in großen Blutlachen, während die beiden im Nebenzimmer schlafenden Kinder leise um Hilfe riefen. Sie erklärten, daß sie kurz nach dem Fortgang des Vaters einen Mann aus dem hinderen Fenster hätten einfteigen hören und dann Ohrenzeugen des Kampfes ge­wesen seien, der sich im Schlafzimmer ihrer Mutter abgespielt habe. Aus Furcht vor Ent­deckungen hätten sie jedoch nicht geschrien. Die polizeilichen Untersuchungen lassen darauf schlie­ßen, daß der Doppelmord von einem Mann aus­geführt wurde, der mit den örtlichen Verhält­nissen und den Gewohnheiten des Eisenbahners wohl vertraut war. Aus einer Kassette hat der Mörder 2000 Franken geraubt.

Die drei Weisen aus dem Morgenlande waren die ersten unter den Heiden, denen die frohe Botschaft von dem Erscheinen Christi zuteil wurde, sie wurden deshalb als die Repräsen­tanten des Heidentums angesehen, und Epipha­nias war also auch der Tag der Erschei­nung Christi für die Heiden. Während die Morgenländer den 6. Oanuar als Taus- bzw. als Geburtstag feierten, betrachteten die nüchternen Abendländer denselben Tag als das Fest der Offenbarung Christi an die Heiden, als eine manifestatio ad paganitatem", wie die Kirchen­väter sagten.

Umlegung des Waffergeldes in Hessen.

Die Regelung des Wassergeldes in den hessischen Gemeinden soll auf wiederholte Vorstellungen des Landesverbandes der hessischen Hausbesitzervereine und einzelner Verbandsver­eine der Hausbesitzer nunmehr erfolgen. Wie die Reue Hessische Haus- und Grundbe^iherzcitung mitteilt, steht die Veröffentlichung einer Ver­ordnung des Gesamtministeriums bevor dahin­gehend, daß der Hauseigentümer berechtigt ist, das gesamte Wassergeld auf die Parteien um­zulegen gegen einen Rachlah von 3 Proz. an der Friedensmiete. Die Verordnung soll vom 1. Sanuar 1931 ab Wirksamkeit haben.

Daten für Montag, 5. Januar.

1643: der Physiker und Astronom Isaac Newton in Woolsthorpe geboren; 1846: der Philosoph Rudolf Eucken in Aurich geboren.

Daren für Dienstag, 6 Januar.

1412: die Jungfrau von Orleans^ Ieanne d'Arc, in Domremy geboren; 1776: der Freiheitskämpfer Ferdinand von Schill in Wilmsdorf bei Dresden ge­boren; 1822: der Altertumsforscher Hch. Schlie­mann in Neubuckow geboren; 1828: der Literatur- und Kunsthistoriker Hermann Grimm in Kassel ge­boren.

Bornotizen.

T pgeskalender für Montag. Vor­trag:Wahren Frieden schenkt er dir" von Missio­nar Walther. 20 Ahr, in der Stadtkirche. Vortrag von Dr. Otto Dramm:Süddeutsche Dauernmalerei in Votiv- und Heiligenbildern, ihre Bedeutung für die Bewertung der Volks­kunst", 20.15 Uhr, Hörsaal 33 der Universität. GFF-, 20 Uhr: Monatsversammlung bei Müller, Bahnhofstraße. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: »Der falsche Feldmarfchall" mit Roda Roda. Astoria-Lichtspiele:Die Liebe des Cowboy" und Der Schrecken von Piccadillh".

Aus dem Sta d 11h ea ter b ur eau wird ims geschrieben: Dienstag erste Wieder­holung der mit fo großem Beifall aufgenom­menen Silvester-Erstaufführung vonRobert und Bertram", mit derselben Besetzung und Auf­machung wie am Silvestertage. Mittwoch zum letzten mal Rostands FriedensstückDer Wann, den sein Gewissen trieb. Arn nächsten Freitag geht Shaws satirische KomödieDer Kaiser von Amerika" als Erstaufführung in Szene.

« Avdree.Expedition.

der Andree« Funde hat nde Entdeckung gemacht, ^beschrieben angesehmen eht zlvei Auszeich- 1 ein späteres Datum lefundenen Äufzeichnun« 17. Oktober, ist vermerkt: :aussolgenden Tage 6c# ndrr eine Auszeichnung a g. Heide Auszeichnun« ichien Auszeichnungen i dar.

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hat sich in Elm im San« z Sliunglück ereignet, bei Leben gekommen sind. ,15 berliner, unternahmen eine Öberweicheln. Beim ibettes, an dessen Rändern ule Schneewachten i die Schneelagen los, als >r anderen Seite den 'N Selellfchast stürzte m unter und 13 Wnen e zugedeckt. Zehn tonn en

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Wettervoraussage.

Rasch zog der gestern über Norddeutschland ge* legene Wirbel nordöstlich nach der Ostsee hin ob. Der Rückseiteneinfluß kam bereits in den gestrigen Nachmittagsstunden schon in unserem Bezirk zur Geltung, so daß neben Temperaturrückgang auch Pia Wolkendecke durchbrochen'wurde und die Nieder­schläge in Schauer übergingen. Der Abzug des Tiefs hat durch seine Kaltluft gleichzeitig Barometeranstieg bewirkt, wodurch sich ein geschlossener Hochdruckkern über England, dem Kanal und Nordfrankreich bil­dete, der sich mehr nach dein Festlande hin verlagern wird. In seinem Bereicht dürfte sich vielfach auf­klarendes Wetter einstellen, so daß in der Nacht un­ter gleichzeitiger Zufuhr kalter Polarluftmassen in England lagen heute morgen stellenweise di« Temperaturwerte bei minus 4 Grad Celsius auch bei uns wieder Frost auftreten wird. Jedoch ist eins längere Frostperiode nicht zu erwarten, zumal sich durch Zurückdrehen der Winde und Ansteigen dey Temperaturen über Irland das Herannahen einet neuen Störung ankündet.

Aussichten für Dienstag: Stellenweisq dunstig, sonst vielfach aufklarend und aufheiternd^ meist trocken, Nachtfrost.

Aussichten für Mittwoch: Anfänglich

** Ministerialpersonalie. Der Staatsrat im Ministerium der Finanzen Gustav Balser wurde mit Wirkung vom 1. Januar ab zum Vor­sitzenden der Ministerialabteilung für Bauwesen ernannt.

Der Strahenbahnbetrieb, der vor einigen Tagen infolge plötzlicher Llmstellungsnot- wendigkeiten eine vorläufige Reuordnung erfuhr, wird von morgen ab endgültig anders geregelt. Rach den jetzigen Anordnungen der Straßenbahn­direktion werden die Straßenbahnwagen vorn Bahnhof aus durch den Seltersweg über den Marktplatz bis zur Volkshalle durchgeführt, so daß also auf der Fahrt vom Bahnhof in Richtung Volkshalle älmsteigen auf dem Marktplatz nicht mehr erforderlich ist. Zwischen dem Marktplatz und dem Wiesecker Weg wird Pendelverkehr ein­gerichtet. Rach dem Reuen Friedhof findet ab 13.15 älhr bis 16.45 Uhr ein 15 Minuten-Verkehr statt, und zwar verkehren die Wagen zum Reuen Friedhof alle volle Viertelstunde ab Marktplatz. Die Wagen, die nicht zum Reuen Friedhof fahren, sind atn Vorderperron besonders gekennzeichnet. Man beachte die heutige Bekanntmachung.

*x 40 Jahre Bre^elverkäufer. Heinrich S ch m i d t, der vielen Gießenern bekannte Brezel­verkäufer, konnte am Samstag auf eine 40jährige Tätigkeit als Brezelverkäuser zurückblicken. Mit 14 Jahren begann er das Geschäft und führte es dis zum heutigen Tage. Er hofft, trotzdem er nunmehr

54 Jahre alt ist, auch das 50. Geschäftsjubiläum feiern zu können.

** Die Nacheichung von Maßen und Gewichten betrifft eine Bekanntmachung im heu­tigen Anzeigenteil, auf die die Interessenten beson­ders aufmerksam gemacht seien.

Aus demGießener Standesamts­register. Es verstarben in Gießen in der Zeit vom 16. bis 31. Dezember 1930: Eleonore Grieß- mann, geb. Bammel, 29 Jahre, Friedensstraße 8. Luise Böger. 85 Jkahre, Gnauthstratze 2. Christine Kinzebach, geb. Fink, 75 Zähre, Bleichstraße 6. Wilhelm Heinrich Moeser, Kaufmann, 55 Zähre, Seltersweg 38. Auguste Bräutigam, geb. Kämel, 79 Zahre, Weserstrahe 10. Heinrich Meihinger, Lehrer i.R., 62 Jahre, Frankfurter Straße 113. Marie Sophie Helfert, geb. Beiz, 72 Zahre, Alicenstraße 20. Hugo Richard Bromm, Schnei­der, 51 Zahre, Hammstraße 16. Zohanna Luise Rees, geb. Zudt, 32 Zahre, Ludwigsplah 8. Kacharine Luise Erb, geb. Zinßer, 67 Zahre, Ederstraße 7. Sofie Sommer lad, Modistin, 32 Zahre, Mühlstraße 32. Ludwig Decker, Gast­wirt, 67 Zahre, Wiesecker Weg 44. Ludwig Bernhardt, 14 Zahre, Großer Steinweg 18.

" Todes stürz in der Scheune. Am Samstagnachmittag wurde in der Seibschen Feld­scheune imAlten Feld" der etwa 53 Jahre alte, aus Frankreich stammende landwirtschaft­liche Arbeiter Placide Audra tot aufge­funden. Der bedauernswerte Mann, der früher bei einem hiesigen Landwirt tätig war und daher die Scheune kannte, war ohne Arbeit und wollte offenbar in der Scheuer übernachten. Bei dem Bemühen, sich in dem Stroh ein Lager zu be­reiten, ist er nach dem Befund in die Tenne abgestürzt, wo er mit einem Gen.ckbruch und schweren Kopfverletzungen tot liegen blieb. Rach Öen polizeiärztlichen Feststellungen hat die Leiche mindestens schon seit fünf Tagen in der Scheuer gelegen.

** D i e Fünfziger - Bereinigung 1880 bis 1930 hatte, wie man uns berichtet, für den dritten Weihnachtsfeiertaa ihre Mitglieder und deren Angehörige zu einer Weihnachts- und Abfchieds- fsier von 1930 eingeladen. Der Saal des Cafä Leib war festlich geschmückt. In seiner Festrede gedachte der Borsitzende, Herr Heinrich Marx, des Weih­nachtsfestes und gab eine rückschauende Betrachtung über das Jubeljahr der Fünziger-Bereinigung 1880/1930. Beachtenswert sei das Jahr insofern ge­wesen, als es aus der Geselligkeit und Kamerad- chaft voraussichtlich zu einem fortbeftefjenben Zu- ammenhalt bis zum Lebensende der Mitglieder ge­ährt habe Der Vergnügungsausschuß, an der Spitze Gastwirt Hans Schmitz, hatte für diesen Abend ein gehaltvolles Programm zusammengestellt. Der musikalische Teil lag in den Händen der Kapelle K r e n g c l. Einleitend sprach Frl. Steinreich einen Prolog. Der Polizeihundeverein stellte sich mit seinen dressierten Hunden zur Verfügung. Die von den Hunden gezeigten BilderRotkäppchen" und derWolf" undGroßmütterchens Geburtstag" ernteten starken Beifall. Sodann fand sich der etwas verspätete Knecht Ruprecht ein, der hundert Kinder mit Gaben bedachte. Auch den Damen der Mitglie­der wurde je ein Weihnachtspäckchen zuteil. Als­dann erfreuten Puppentänze der Töchter des Fri­seurs F. Büttner die Teilnehmer. Eine weitere Verschönerung erfuhr das Fest durch die Lieddarbie­tungen von Frl. Charlotte Keller. Alte und neue Tänze, an denen sich die Fünfziger rege beteiligten, hielten die Gäste bis in die frühen Morgenstunden beisammen.

* Altersvereinigung 1881/1931. Rach alter Gießener Ucbctlieferung versammel­ten sich, wie man uns berichtet, die diesjährigen Fünfziger am Samstag tm RestaurantHinden­burg", um sich zu einer Vereinigung zufarnmen- zuschließen. Heber 100 Altersgenossen waren ge­kommen, um das Programm für 1931 festzulegen. Schnell wurde der geschäftliche Teil erledigt und zum 1. Vorsitzenden Alterskamerad 21 u g u ft Ba lser einstimmig gewählt. In großer Ein­mütigkeit und Freundschaft, wobei alle Klassen- und Parteiunterschiede selbstredend ausgeschaltet wurden, sonnte man sich an vielen Jugenderin­nerungen. Nachdem durch ein paar kernige Worte des 1. Vorsitzenden unserem lieben deutschen 2)aterlande die Treue gelobt war, verliefen die Stunden bei Lied und Humor sehr schnell. Viel Beifall fanden musikalische Darbietungen, die von Alterskollegen dargeboten wurden. Beson­ders verdient hervorgehoben zu werden, daß Lllterskollege Topp durch einen selbstkomponier­ten Marsch1881 das ist unser Ruf" über­raschte. Trotz der schweren Zeiten werden auch dieses Jahr die Llltersgenossen treu zusammen-> halten.

Dienstag, den 6. Januar 1931, nachmit­tags 2 Uhr, versteigere ich imLöwen" Reuenweg 28, dahier, zwangsweise gegen Barzahlung:

1. eine Bohnermaschine, zwei Klaviere, drei Schreibtische, drei Büfetts, drei Bücher­schränke, zwei Spiegel, zwei Chaise­longues, einen Gasherd, drei Sofas, zwei Regiftrierkaffen, eine Nähmalchine, eine Schreibmaschine, eine Tiscydecke, eine Diwandecke, einen Kassenschrank, zwei Ausziehtische, eine Kredenz^ zwei Standuhren vier Teppiche, sechs Stühle, ein Schrankgrammophon, zwei Waren- schränke, einen Tifcy, eine Ladentheke, ein Märklin-Modell mit elektrischem Mo- tor, eine Dampfmaschine, eine Schreib-

Bekanntmachung, b etreffend die Maß. und Gewichtspolizei und die Durchführung der Racheichung in der Stadt Gießen im Jahre 1931.

Die in zweijähriger Wiederkehr gesetzlich oorgeschriebene Nacheichung der im eich­pflichtigen Verkehr befindlichen Meßgeräte Idas sind Langen, und Flüssigkeitsmaße, Meßwerkzeuge für Flüssigkeiten, Hoi)l- inaße, Gewichte und transportable Han­si' delswaagen bis ausschließlich 3000 kg) soll in der Stadt Gießen nach dem untenstehen­den Derteilungsplan durchgeführt werden.

Für die Einlieferung beim Eichamt Gie- f)tn sind folgende Zeiten festgesetzt:

1. Bezirk vom 5. bis 7. Januar 1931,

2. Bezirk vom 8. bis 10. Januar 1931,

3. Bezirk vom 12. bis 17. Januar 1931,

4. Bezirk vom 2. bis 7. Februar 1931,

5. Bezirk vom 9. bis 14. Februar 1931, 6. Bezirk vom 16. bis 21. Februar 1931.

Jeder Besitzer eichpflichtiger Gegenstände, soweit er uns namhaft gemacht worden ist, erhalt durch das Eichamt eine Aufforde­rung zur Nacheichung, worin Tag und Tageszeit der Einlieferung angegeben ist. Die Einhaltung des Eichtermins ist zur raschen Abwicklung der Eichgesdzäfte drin­gend erforderlich. Interessenten, die keine jufforberung erhalten, sind ebenfalls ver- pflichtet, ihre eichpflichtigen Gegenstände ;um obengenannten Zeitpunkte zur Nach- richung oorzulegen.

In gleicher Reihenfolge und angemesie- " nem Abstand wird die polizeiliche Maß- und Gewichtsrevision stattfinden.

Wir machen noch darauf aufmerksam, daß die Neigungswaagen am Standort der

Waage geeicht werden. Diese Eichung ist besonders zu beantragen.

Auskunft erteilt das Eichamt. Amts­stunden von 8 bis 12 Uhr vormittags und 2 bis 5 Uhr nachmittags. Samstag nach­mittags geschlossen.

Gießen, den 22. Dezember 1930.

Hessisches Kreisamt. I. V.: Ritze l.

Bekanntmachung.

Betr.: Stratzenbahnbetrieb.

Ab Dienstag, den 6. Januar d. I., tritt eine Aenderung in der Linienführung ein, und zwar verkehrt die Linie Bahnhof Seltersweg ohne umzusteigen nach der Endstation Volkshalle. 110D

Zwischen Marktplatz und Wiesecker Weg wird ein Pendelverkehr eingerichtet.

Gießen, den 5. Januar 1931.

Direktion der Städtischen Straßenbahn. Stolte.

Zigarrenhaus E. Reuter vorm. R. Buchacker _______GieBen Lahn, Neuen Bäue 11. 75 g

Bekanntmachung.

Die bereits fälligen Stromgelüer im Stadt- und llcberlanbgebiet für den Monat November 1930 können noch bis zum 15 d. M. ohne Kosten bezahll werden. Bei Nichtzahlung bis zu diesem Termin erfolgt Beitreibung und Stromsperre auf Kosten des Stromabnehmers.

Eine schriftliche Mahnung ergeht nicht mehr. U2D

Gießen, den 5. Januar 1931.

Direktion

der Elektrizitätswerke, Ueberlandanlage und Straßenbahn der Stadt Gießen.

Stolte.

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Bekanntmachung.

Der vom Gemeinderat beratene Nach- tragsvoranschlag der Gemeinde Mainzlar liegt vom 5. Januar 1931 ab eine Woche auf dem Amtszimmer der Bürgermeisterei zur Einsicht offen. Zur Nachtragsumlage werden auch die Ausmärker herangezogen.

Mainzlar, den 3. Januar 1931. 105V

Bürgermeisterei Mainzlar: Bogel.

Bekanntmachung.

Nachstehende Bekanntmachung bringe ich | hiermit zur öffentlichen Kenntnis. 9C

Carmol

ist ganz Famos, dadurch bin ich meine Schmerzen los.