Ausgabe 
4.11.1931
 
Einzelbild herunterladen

' Mano ;a., >fleM, bk retten.

viele ypmia|t den lüdliL? und rtehr

iWe C,L, ^iunben. ZZSV SO Glichen!?r6n

5* 8*86

W

I bereits |ÄL in &L"9 im 3en-

rbLZ ä-L'K. «S. ausgHnden S ^"khaften ö ?'°der die ÄVeteitj ittSs ML

°Unl,en^ 2d 000 -lanlen.

M läge gesiohim, l J? sranMschn ^'eppe um Outoelen tk von ettoa einer 1Jen bestohlen toot- besonders Aussehen, ^echheit durchgesührt tcunb und Sammler einem allen Stabt« reiche Wohnung ein-

Gebäudes besand blchrank, in dem MOOO Franken in c P°und ausbelvahrt littag benutzten Diebe )8 und seines Dienst« ig in den Tum zu )ann den D-Mranl ichietenihndori fragen. Aon den ite fehlt bisher jede

n aus Korsika.

io gerieten sechs lang en Insassen eines Po- bas in einen von den erhalt geraten war Schießerei wurden der ei Gendarmen getö- renbe Polizeileutnant

la Qt

Z8«1

»* «O'J*

-1 *

S2*,SS

Pa in ^jält da- ert'L'weiteren »» mit dem ^' gcbui> ich rne/n 'Md zu« mt das <n unter}«' IgcW^un^ hlägeJi»j

mitJilc

. Etwas ' r^0&^i|,runfl' o

®ta6- J, Sinnes hauet 3J TieftM entin'^/aio^ enb. am 41

Aus der prvvinzialhauptstadt.

Gießen, den 4. November 1931.

Die Stadt von Morgen".

Zum Städlebaufilm

am 5. November in der Aula der Universität.

Wenn wir heute vomStädtebau" sprechen, so sind sich die wenigsten darüber klar, wie umfangreich das Aufgabengebiet ist, und von welch ungeahntem Einfluß die Auswirkungen städtebaulicher Anord­nungen sind. Anderseits wird ebensowenig dar­über nachgedacht, welche Borarbeiten notwendig werden, um die entsprechenden Anordnungen geben zu können. Der Städtebauer muß wissen, welche Kräfte wirksam werden für die Entwicklung und Neugestaltung eines Stadtgebietes. Dabei soll er sich nicht beeinflussen lassen von den politischen Verhält­nissen der Gegenwart und Zukunft. Wie der Gärt­ner nicht daran denkt, ob Hagelschlag, Nachtfrost oder Dürre seinen jungen Baum treffen kann, so soll auch der Aufbau einer Stadt nicht gesehen werden durch die kurzsichtig machende Brille gegenwärtiger Zustände, sondern über den Tagesereignissen stehend soll der Städtebauer in eingehender Arbeit voll Liebe und auch ein gut Stück Zukunstglauben Stein um Stein zusammensetzen, den Blick gerichtet auf die Zeit, die die ersten Früchte seiner Arbeit reif macht. Denn mag Regen oder Sonnenschein, Ruhe oder Sturm in der politischen Welt herrschen das Stadtgebilde wächst und dehnt sich aus. Und wer dessen nicht eingedenk ist, verpaßt die Zeit, und ein Krüppel von Stadt wird eines Tages vor uns stehen, ein Denkmal der Anklage für die Vergangen­heit.

Aber noch weiter geht der Weg. Es genügt nicht, mit Mitteln der Vernunft zu versuchen, alle Einzel­glieder des Aufbaues in Zusammenhang zu bringen, ohne die Ueberzeugung zu haben, daß damit ein Ideal ausgestellt wird, dessen Verwirklichung mög­lich ist. Nicht, daß wir schon in der Lage wären, die Verwirklichung zu erreichen, nein, vorbereiten können wir sie nur, immer nur oorbereiten. Der Städtebauer kann wohl, ausgehend von dem geo- graphisch-politischen Aufbau die Gesamtstruktur für den neuen Lebenskörper schaffen: soll sich aber das Ganze lebendig entfalten, so bedarf es dazu der vollen Mitarbeit und des Mitgehens der Menschen­gemeinschaft. Denn sein Werk bleibt tot, wenn es nicht von der Allgemeinheit getragen wird. So ist die Arbeit des Städtebauers Stückwerk, wenn sie nur die Vernunft zur Meisterin gehabt hat; sie wird aber goldene Früchte tragen, wenn jeder ein­zelne Bewohner Mitträger des Gedankens ist: alles für die Gemeinschaft.

Deshalb wird der Film derStadt von Morgen" auch nur das Strukturbild einer städtebaulichen Ent­wicklung geben können. Er wird in seinen 3 Akten einmal zeigen, welche Zustände in den typischen Industriestädten entstanden sind, bevor irgendwelche Maßnahmen zu einer Ordnung der Entwicklung ge­macht waren. Gerade die Industriestädte haben in­folge ihrer rapiden Entwicklung die wichtigsten Ob-, jette zur Durchführung städtebaulicher Maßnahmen abgegeben. Der zweite Akt wird dann zeigen, wie bewußter Gestaltungswille die Entwicklung der Städte hätte leiten können, wenn, und zwar zu- nächst im großen Rahmen der Landesplanung mit Hilfe gesetzlicher Maßnahmen rechtzeitig einge­griffen wäre. Wie sich dann die Hauptrichtlinien dieser Planung im großen automatisch auswirken können für die Stadt im kleinen, wird der dritte Akt mit interessanten Aufnahmen besonders anschau- lich machen.

Danach wird jeder Besucher klar sein, welcker Auf­wand an Vorarbeit einmal zum richtigen Gelingen geleistet werden muß, anderseits welchen Segen diese Arbeit des Städtebauers im Dienste der Gemein- schäft für die gegenwärtige und erst recht für die künftige Generation bringen wird. Gravert. WeiiereSpenden für dieWinternothilfe

Der Arbeitgeberverband für Lahn­gau und Oberhessen, Ortsgruppe Gießen, hat für die Zwecke der Gießener Wcn- ternothilfe in dankenswerter Weise vorläufig den Betrag von 500MarkproMonatzur Ver- fügung gestellt. Bei dieser Spende hat sich die Ortsgruppe des Arbeitgeberverbandes Vorbehal­ten, eine Erhöhung des Betrages bei gesteigerter Inanspruchnahme der Winternothilfe vorzuneh­men. Möge diese anerkennenswerte Hilfsbereit­schaft zum Nacheifern anregen, insbeson­dere auch bei den gegenwärtig im Gange befind­lichen Haussammlungen, die wir heute er­neut zur reg ft en Unterstützung empfehlen!

Ferner hat eine von der Schule in Linden - struth durchgeführte Naturaliensamm­lung, über deren Ergebnis wir im provinziellen Teil unserer heutigen Ausgabe Näheres berichten, eine sehr begrüßenswerte Beisteuer zu dem Hilfs­werk gebracht. Die gütigen Spender in Linden- struth dürfen des herzlichen Dankes der Gießener Winternothilfe gewiß sein.

Hessische Beamienkrankenkafse.

Während die Notverordnung vom 1. Februar 1931 dank der günstigen finanziellen Lage der Hessischen Beamtenkrankenkasse noch ohne Beitragserhöhung hingenommen werden konnte, forderten die erheb­lichen Mindereinnahmen durch die Notverordnungen vom 1. Juli und 1. Oktober einen alsbaldigen Aus­gleich. Bis zu der für 1. Januar 1932 geplanten Neuregelung hat deshalb der Ausschuß der Hes - sische n Beamtenkrankenkasse mit Mehr- heil als Uebergangslösung für die Zeit vom 1. Ok- tober bis 31. Dezember 1931 beschlossen, wieder die im M a i 1931 geltenden Beiträge zu erheben. Die geplante Neuregelung ab 1. Januar 1932 sieht statt der Kopfbeiträge mit prozentualen Zuschlägen nunmehr Kopf beitrage vor, die nach Einkommen st ufen gestaffelt sind. Die drei Notverordnungen hätten für die Kasse eine jährliche Mindereinnnahme von 136 000 Mark be­deutet: dabei ist der Ausfall durch die nachträgliche Gehaltszahlung nicht mit eingerechnet. Trotz dieser Mindereinnahme schloß die Kasse am 30. September noch mit einem Ueberscyuß von 78 000 Mark ab.

Daten für Mittwoch, 4. November

Sonnenaufgang 7.22 Uhr, Sonnenuntergang 16.54 Uhr. Mondaufgang 0 Uhr, Monduntergang 11. 47 Uhr

1847- der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy in Leipzig gestorben: 1891: der Dichter Klabund in Krossen (O.) geboren.

LZornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch: Stadttheater Gießen,Liebe und 8dm, 19.30E.td 22 Uhr. -- Geflügel- und Boaelzuchtverein, 20.30 Uhr, Gastwirtschaft Henkel, Monatsversammlung. Caf6 Leib, 16 und 20 Uhr, Vorträge mit Koch-, Brat- und Backvorführungen. Bahnhofstraße:Der Sohn der weißen Verge.

Hugenberg-Kundgebung. Man schreibt uns: Es sei daraus hingewiesen, daß bei der Kundgebung der Deutschnationalen Volks- Partei am 7. November, in der Dr. Hugen - berg spricht, ein Lautsprecher ausgestellt ist. Die Volkshälle ist geheizt.

Die Deutsche Volkspartei, Orts­gruppe Gießen, veranstaltet am Sonntag, 8. No­vember, 16 Uhr im HotelHindenburg" eine öffentliche Frauenversammlung. Nednerin ist die Reichstagsabgeordnete Frau Oberstudiendirek­torin Dr. Matz. (Siehe heutige Anzeige.)

Jförc

werden durch sorgfältige, wirksame Satzausstattung

werden

wenn Sie sie frühzeitig genug aufgeben

** Von der Landesuniversität. Die Pressestelle der Landesunioersität teilt mit: Fräulein Dr. Lydia Pacini wird im lausenden Winter­semester italienische Hebungen im praktischen Semi­nar für Italien abhalten. Näheres durch Anschlag am Schwarzen Brett der Universität.

" Pfarramtspersonalie. Durch die Kirchenregierung wurde dem Pfarrer Otto Il­ler t zu Groß-Gerau die evangelische Pfarrstelle zu Heuchelheim, Dekanat Gießen, übertragen.

* Iustizpersonalie. Der Iustizsekretär Karl Möll beim Amtsgericht in Gießen wurde mit Wirkung ab 1. November zum Gerichtsvoll­zieher mit dem Amtssitz in Gießen ernannt.

Di e neue hessische Tierärzte­kammer. Nach der Neuwahl seht sich die hes­sische Tierärztekammer aus folgenden Mitgliedern zusammen: W. Hohmann (Büdingen), Dr. Wirth (Wörrstadt), Dr. H. Erb (Gießen), Ve­terinärrat Dr. Ohly (Erbach), Schlachthofdirektor Dr. H. Keller (Gießen), Dr. L. Hoffmann

(Darmstadt) und Dr. W. Weisheimer (Gun­tersblum).

** Einstellung von Bagatellsachen durch d i e hessischen Gerichte. In Verfolg der letzten Notverordnung des Reichspräsidenten, die auch Sparmaßnahmen auf dem Gebiete der Justiz vorsieht, wurde in Hessen bereits die Einstellung einer großen Zahl von Bagatellsachen, die im Armenrecht geführt wurden und den Justizetat fi­nanziell erheblich belasteten, angeordnet. In einer Reihe von Fällen amtsgerichtlicher Prozesse der Zi­vilgerichtsbarkeit und Privatklage wegen Beleidigung ujw. ist das Verfahren entweder eingestellt, oder den Beteiligten das Armenrecht entzogen worden, wenn es sich um solche Bagatellsachen handelte.

Volkshochschule. Es sei auf die heute 20 Uhr in der Universität beginnenden Mitt­wochskurse noch einmal hingewiesen.Staats­philosophische und ethische Probleme der Gegen­wart" wird von Prof. Messer gehalten, Goethe" führt Oberstudiendirektor Dr. Baur weiter,Französisch für Anfänger" hat Georg Graf übernommen,Zeichnen" gibt Kunstmaler Fries. Näheres siehe heutige Anzeige.

" Oeffentliche Bücherhalle. Im Ok­tober wurden 1676 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Erzählende Literatur 1171, Zeit­schriften 22, Iugendschriften 98, Literatur­geschichte 1, Gedichte und Dramen 3, Länder­und Völkerkunde 120, Kulturgeschichte 6, Ge­schichte und Biographien 149, Kunstgeschichte 5, Naturwissenschaft und Technologie 60, Haus­und Landwirtschaft 4, Gesundheitslehre 5, Re­ligion und Philosophie 6, Staatswissenschaft 20, Sport 2, Fremdsprachliches 4 Bände.

** Der Obst-- und G a r t e n b a u v e r e i n Gießen begann seine Wintertätigkeit am Sonn­tag mit einer zahlreich besuchten Versammlung im Saale des Hotel Hopfeld. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand ein Vortrag überDüngungs­fragen im Gartenbau", gehalten von Garteninspek­tor Rehnelt. Der Redner verbreitete sich über Herkunft, Zusammensetzung. Gehalt und Wirkung der verschiedenen natürlichen und künstlichen Düngemittel auf Pflanzenwuchs und Boden, ging auf die Bedürfnisse der Gartengewächse näher ein und schloß mit dem Hinweis, daß jede Art von Düngung nur als ein Hilfsmittel zu betrachten sei, einer Verarmung des Gartenlandes entgegenzu­wirken und seine natürliche Fruchtbarkeit zu er­

höhen. Das Ziel wird erreicht, wenn Düngung und immerwährende Bodenbearbeitung Hand in Hand gehen. In der anschließenden Aussprache, die sich auch mit anderen Fragen des Gartenbaues beschäftigte, kam mehrfach der Wunsch zum Aus­druck. daß es auch für unser Obstbaugebiet er­wünscht wäre, wenn dem vorzeitigen Ernten des Winterobstes durch Festsetzen eines bestimmten Termins Schranken gezogen würden. Diese Maß­nahme soll sich in Gelnhausen, wie auch in ein­zelnen Ortschaften der Wetterau bewährt haben, da für die Haltbarkeit unseres deutschen Obstes nichts schädlicher sei, als zu frühes Ernten.

** VHC. Gießen. Die 11. Vereinswande­rung am vergangenen Sonntag bewegte sich in der näheren Umgebung unserer Stadt. Der blauen Punktmarkierung nach führte der Weg durch den Stadtwald die alte Steinbacher Straße entlang zum Fernewald, der zum großen Teil durch­schritten wurde. Beim Treffpunkt der gelben Striche verlieh man das seitherige Wegezeichen, und dem neuen Zeichen folgend, ging es jetzt durch hübsche, stille Waldschneisen zur Mittags­rast nach Albach. Während des dortigen Auf­enthaltes war auch die Sonne auf dem Plan er­schienen und spendete den 70 Wanderern auf ihrem Weitermarsch ihre wärmenden Strahlen. Durch ein idyllisches Tälchen und später durch das stattliche Hofgut Albach ging es hinauf zum Wald, von dessen Rande man reizvolle Blicke auf die umliegenden Wälder, die sich noch größten­teils des herstlichen Schmuckes erfreuen, genoß. Am Saume des Waldes entlang führte der Weg hinter den anmutig gelegenen Albacher Teichen her zum Endziel Lich, von wo nach einer gemüt­lichen Schlußrast die Heimfahrt erfolgte.

D i e Schülervereinigung ehemal. Handelsschüler Rheno-Germania hielt wie man uns berichtet am Samstag­abend im Cafe Leib ihr 4. Stiftungsfest ab, das von dem Lehrerkollegium der Handelslehranstalt, von Mitgliedern und Gästen gut besucht war. Ein reichhaltiges Programm füllte den Abend. Der erste Vorsitzende begrüßte die Festteilnehmer und gab einen kurzen Ueberblick über die wäh­rend der vier Jahre des Bestehens der Ver­einigung geleistete Arbeit, sowie über die Ziele, die sich die Vereinigung gesteckt hat. Im weiteren Verlause des Abends gelangte ein kleines Lust­spiel zur Aufführung, das viel Beifall fand. Die Feier nahm einen schönen Verlauf.

Selbstverständlich ohne Mundstück rauchen

Diese Darstellung zeigt deutlich die filtrierende Wirkung der Feuchtigkeit im Mundende einer Atikah ohne Mundstück. Der Tabak ist dunkler geworden als beider Mundstück-Cigarette, bet der das Mundstück das Eindrin­gen der Feuchtigkeit verhindert.

weil es gesünder ist und besser schmeckt

Ein einfacher Vergleich zeigt Ihnen, warum die Cigarette ohne Mundstück besser schmeckt und gesünder ist. Rauchen Sie zu gleicher Zeit ab­wechselnd eine Atikah und irgendeine Cigarette mit Mundstück. Bei jedem Zuge an der Mund­stück-Cigarette werden Sie deutlich empfinden, wie der Rauch heiß und beißend scharf auf Ihre Zunge strömt, während der Rauch der Atikah angenehm kühl und mild ist.

Die Erklärung dafür finden Sie, wenn Sie die etwas über die Hälfte aufgerauchten Cigaretten mit einer scharfen Schere spalten. Unter der Lupe - aber auch schon mit bloßem Auge er­

kennen Sie, daß der Tabak im Mundende der Atikah bedeutend dunkler ist als bei der Mund­stück-Cigarette. Am dunkelsten ist er an der Feuchtigkeitsgrenze.

Dort hält nämlich die Feuchtigkeit, deren filtrierende Wirkung eine wissenschaftlich fest­stehende Tatsache ist, die Stoffe fest, die den bit­teren, scharfen Geschmack geben und die Kehle reizen. Ein Mundstück dagegen läßt die filtrie­rende Feuchtigkeit nicht durch, ganz abgesehen davon, daß es schon an und für sich das Aroma beeinträchtigt, weil es nach Klebstoff oder ge­färbtem Papier schmeckt.

ATIKA

AUSLESE-CIGARETTEN

Selbstverständlich

OHNE MUNDSTUCK