Ausgabe 
4.9.1931
 
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Dercinheitlichuna und Dereinsachung des Steuer« rechts und des Rechtsschutzes, des formalen Dermal- tunasrcchtes Beschränkung der Spitz'- behürden auf richtunggebende I

tag keine Mehrheit haben. Der voltsnatio- rrate Landtagsabgevrdnete Schrader, dessen Stimme für alle MehrheitSbildüngen in Braun­schweig entscheidend ist, hat erklärt, daß er gegen einen neuen nationalsozraIt« stischen Minister stimmen werde wenn ern solcher kandidieren wird. 3m braunschweigischen Landtag stehen 19 LinlSst Immen 20 Rechts stimmen ggenüber. Werin also der volk-nationale Abg.

hrader, der seinerzeit für Fransten und Kurher­tha ll gestimmt hatte, gegen Rust summt, so ift dessen Wahl damit unmöglich geworden.

Zur Regierung-reform in Braunschweig schreibt die Pressestelle bei der Reichsleitung der BSD AP.: Minister Fransten, der sein Amt niederlegte weil er unter den obwaltenden Um­ständen an eine dem deutschen Volk nützliche Ausübung deS Postens nicht mehr glaubte, hat, nachdem die Parteileitung sich für eine Reu­besetzung diese - Po st en - entschied, seinen Austritt auS der Partei erklärt, ebenso der seine- Amte- als FraktionSführcr enthobene Abgeordnete Groh. Hitler, der bei aller Wür­digung persönlicher Ausfassung von vornherein die Argumentierung Dr. Fransten- vom Stand­punkte der Interessen und Pslichten der national­sozialistischen Bewegung ablehnte, ist nicht gewillt, aus Erwägungen einzelner eine Machtposition aufzugeben, und zwar in dem Augenblick, in dem durch die jüngsten Rot­verordnungen den Regierungen der Länder unter Berufung auf Artikel 48 eine geradezu diktatorische, von den gesetzgebenden Kör­perschaften vollkommen un ab hängige Stellung und Machtfülle gegeben würde. In diesem Augenblick sich selbst auSscheiden, würde die Beteiligung an einer neuen Wahl in Zukunft als überflüssig erscheinen lassen. Richt nur am­tierende Parteigenossen haben Pflichten, sondern ihre Wähler besitzen auch Rechte. Die Millionen Menschen, die der nationalsozialistischen Bewegung durch ihre Stimme daS Vertrauen ausdruckten, tun dies nicht, um in der schlimmsten Stunde ihr Schicksal ausschließlich fremden Parteien auSgeliefert zu sehen. AuS dieser lleberzcugung heraus hat der Führer seine Ent­scheidung getroffen.

Beamte undVerwaltungSreform

Eine Eingabe desRcichtzbundcS der höheren Beamten" an die NeichSregierung.

DerReichsbund der höheren Beam­ten" bat der Reichsregierung ausführliche Vor­schläge für Einsparungen in der Verwal­tung gemacht. Reben der Reform der Verwaltung müßten zwei Vorbedingungen erfüllt sein: 1. die unter großen Opfern ersparten Mittel dürfen nach Ablauf des Hooverjahres nickt als Repara­tionszahlungen ins Ausland wan­dern. und 2. muß eine planmäßige Ausweitung des Lebensraumes des deutschen Volkes erfolgen, durch innere Siedlungspolitik (dazu gehört auch die Beseitigung der Hindernisse durch eine willkürliche Grenzziehung) und Rückgewinnung des Koloniallandes. Die höberen Beamten machen folgende Vorschläge: Wiederherstellung einer größe­ren Selbstverantwortung, Zuschußpolitik für Länder und Gemeinden ist nicht tragbar, Erhaltung eines möglichst tüchtigen Berufsbeamtentums, Anstellung allem nach Leistung ohne Rücksicht auf Parteizuge- börigkeit, Einschränkung der sog. politi­schen Beamten auf das unentbehrliche Maß,

k e i t, Zurückstellung aller nicht unbedingt nötigen Sachaurlaaen, Einsührung des Nettohaushaltes in den Wirtschaftsverwaltungen, keine Einsührung pri- oatwirtschastlicher Formen in den Verkehr der öf­fentlichen Verwaltung, weil eine Gefahr für die Lauterkeit, Freigabe der Hauszinssteuer für Miet- senkung. Die Reform könne zum großen Teil im Rahmen der Reichsverfasfung erledigt werden. Dazu gehöre auch die Bereinigung der Länder« grenzen, der En- und Exklaven, und Zusammen- schluh oder Anschluß leistungsschwacher Länder. Die höhere Beamtenschaft sei zur Mitarbeit daran bereit und bitte die Reichsrcgierung, zu benennende Der- trauenspersonen heranzuziehcn.

Aus aller Welt.

Graf Zeppelin" zum Rückflug gestartet.

Pernambuco, 4. Sept. (WTB. Funkspruch.) DaS Lustschiff »Graf Zeppelin" ist heute 2.40 Uhr (Ortszeit) zur Fahrt nach Friedrichshafen gestartet.

Despen überfallen Kinder und Lehrer.

Sine Kasseler Schule unternahm einen Ausflug in einen Kasseler Park. Bei den dort veranstalteten Spielen aus der Wiese trat ein Kind tn ein in der Erde bcsindlicheS Wespen- n e st. Der ganze Wespenschwarm fiel sofort über die Kinder und das Lchrpersonal her, die in eili­ger Flucht Rettung suchten. Immerhin wurden über 30 Personen erheblich gestochen. Der Schulausflug mußte sofort abgebrochen wer­den.

Unter dem verdacht der Brandlegung festgenommen.

Vor acht Tagen brach m einer Villa in Klein- Machnow bei Berlin-Zehlendorf Feuer aus. DaS HauS ist an einen Major a. D- Karl Strecker, einen bekannten Schriftsteller, vermietet. Die Feuerwehr entdeckte viele Brandherde, die mit Hilfe von SpirituS, Benzin und Schwarzpulver hergerichtet waren. Im Lause der Untersuchung wurde gegen Strecker soviel belastendes Material gufammengetragen, daß seine Festnahme an-

(geordnet wurde. Strecker leugnet, mit der Drand- tistung irgendwie in Zusammenhang zu stehen. Er war mit 50 000 Mark versichert, die ihm zugesallen toären, wenn der Plan so ge­lungen wäre, wie man e- sich gedacht hatte. Seine pekuniären Verhältnisse waren nicht sehr günstig. Er muhte eine ziemlich hohe Miete be­zahlen und konnte erst mit größeren Einnahmen rechnen, wenn eine Goethe-Schrift und ein Ton­filmmanuskript, woran er arbeitete, verkauft waren. Die Fahndung nach seinen Helfer-Helsern ist im Dange.

Der Remarquc-Film in Wiesbaden.

Während der ersten Voriuyrung des Films ,L m SB e ft e n nichts Neues" im Thalia-Theater kam es vor dem Theater zu größeren Menschenanfamm- langen. Auch sollen Sfinkbomben geaen das Ge­bäude geworfen worden sein. Dos Uebersallkom- mondo mußte eingreifen. Auch die zweite Vorfüh­rung war Anlaß zu Unruhen und größeren Men- schenonsammlungen in der Hirschgasse. Um die Ruhe wicderherzustcllen, mußte die Polizei mit dem Gummiknüppel einfdjreiten.

Schwere Gewitter über Dresden.

Heber Dresden entluden sich mehrere heftige Gewitter, die besonder- die Gegend deS Weihen Hirsche - heimluchten. Während im Lingnerpark ein Pvlizeihauptwochtmeifter, der sich mit seiner Frau aus einem Spaziergange besand, vom Blitz tödlich getrossen wurde, erlag ein junger Mann in der Rähe deS Albert-Parks im Staatssvrstrevier ebensallS einem Blitzstrahl.

Ein italienische» Manöverflugzeug stürzt in die Zuschauerrnenge.

Am Schluß der großen Flugzeugparade vor dem König, an der 600 Flugzeuge teilnahmen, ereignete sich ein schwerer Unglückssall. Beim Abslua der ®e- schwader stürzte das MilitärflugzeugCR 203 ab. Der Flugzeugführer versuchte vergebens, den Appa­rat wieder auf das Flugfeld zu steuern. Der Appa­rat Überschlug sich zweimal über der Zuschauer- menge und r i ß eine Reihe von Personen zu Boden. Drei Personen waren sofort tot, drei weitere erlitten schwere und acht Personen, darunter der Flieger, leichtere Verletzungen.

vereitelter Bilderdiebstahl in der Dresdener Gemäldegalerie.

Gin etwa 30 Jahre alter Mann versuchte in der Staatlichen Gemäldegalerie im Dresdener Zwin­ger ein Gemälde zu stehlen. Er hatte daS Bild ein Mädchenbildnis von Pietro Robari, daS etwa 40 zu 50 Zentimeter groß ist be­reits unter seinem Mantel versteckt und entfernte sich eiligst. Ein Wärter eilte dem Fliehenden nach, der sich in einer Garderobe ver­steckte, wo ihm der Wärter zwar daSDildent- reiften, ihn aber nicht sesthalten konnte, da er sich mit einem Dolche wehrte. Der Täter zertrüm­merte darauf ein Fenster und sprang in den Zwinger-Hof hinab. Gr lief nach der Theater- strafte zu und tn daS Gebäude deS Staatlichen Schauspielhauses hinein, wo er durch herbeieilende Polizeibeamte nach heftiger Gegenwehr in einem Raum im dritten Stock festgenommen werden konnte. Der Dilderdieb ist ein 29 Jahre alter Schriftsteller Waldemar Drupe auS Essen. Drupe verweigert vorläufig über feine Tat jede Auskunft, so daft noch nicht festgestellt werden konnte, ob er Helfershelfer gehabt hat. DaS Bild, daS er zu stehlen beabsichtigte, repräsentiert kei­nen besonders hohen Wert.

Ganz Polen ohne Theater.

Am Dienstag wurden in Polen sämtliche Thea­ter g e s ch l o s s e n , da es zu einer Verständigung zwischen den Direktoren uno den im Verbände der Bühnenkünstler organisierten Schauspielern über die beabsichtigte Kürzung der Gagen nicht gekommen ist.

Aus der provinzialbaupistadt.

G i e ft e n , den 4. September 1931.

Auf Giftpflanzen achten!

Sine reiche Fülle von Blumen und Früchten bringen uns Spätsommer und Herbst. Unter all den farbenprächtigen Blumen und Blüten gibt es aber eine ganze Reihe von Giftpflanzen, auf deren Gefährlichkeit man besonders Kinder aus- merksam machen sollte. Das gilt vor allem für die verschiedenartigen Rachtschattengewächse, die jetzt blühen oder deren Beeren verführerisch locken. AIS stark giftig muft auch die strauchige Kronwicke angesprochen werden, die sich als zwei bis drei Meter hohe Pflanze vielfach in Anla­gen findet. Auch die jetzt reif werdenden Samen und die jungen Bohnen des Goldregen-Strauches verursachen Brechreize, ähnlich wie die Blätter des goldgelb-blühenden Dlasenstrauche«. einer viel verwendeten Zierhecke, deren Beeren von den Kin­dern gern zerknallt werden. Auf Sandhügeln und an Mauern wächst der dicht beblätterte, lebhaft gelb blühende .Scharfe Mauerpfeffer", der einen brennend scharfen Geschmack hat. Seine harm­losere Schwester, das Domenkraut oder .Große Fetthenne", hatte früher den Vorzug, als Sup- penkraut genossen zu werden. Durch ihren schar- sen, Erbrechen bewirkenden Milchsaft sind die 18 deutschen Arten der Wolfsmilch gekennzeichnet. Auch daS Bingelkraut, eines unserer lästigsten Gartenunkräuter, gilt als giftig. Mit zahlreichen mehr oder weniger giftigen Arten sind die Hah- nensuftgewächse unter der heimischen Giftflora vertreten. Unter ihnen gelten als besonders ge­fährlich der Gift-Hahnensuh, der scharfe Hahnen- lüft, der blaue Sturmhut, der Wolfseisenhut (dessen Wurzel srüher in den Köder für Wölfe gesteckt wurde, um diese zu vergiften), und der südeuropäische scharfe Rittersporn. Giftig ist auch das löwenmaulartige Gnadenkraut mit seinen

Weißlichen rötlich überlaufenen Blüten, das auf sumpfigen Wiesen wächst. AIS typische Gift­familie sind die Rachtschattengewächse berüchtigt. Stark narkotisch giftig sind die Tollkirsche, die jeht blüht, der violett an Wasserläusen blühende Bittersüße Rachtfchatten, der schmutzig-weifte Blü­tentrichter auffteckendc Stechapfel, das gelb- schwärzlich-geäderte Bilsenkraut mit seinen ptei- fcnarltgcn Samenkapseln, und die südeuropäische Alraunwurzel.

üebergang der Kraftverkehrs' gesettschast ,Hessen" auf die Hcichspost

Dieser Tage sanden in Frankfurt a. M Ver­handlungen zwischen Vertretern der Reichsbahn, der Reichspost und der Kraftverkehrsgesellschaft .Hessen" statt, bei denen eS sich um die U e b c r - tragung deS gesamtenBetriebes der KrastverkehrSgesellschast .Hessen" aus die ReichSpost handelte. Die Verhand­lungen führten zu dem Ergebnis, daft der Betrieb der Kraftverkehrsgesellschaft .Heffen" vom 1.0 t- tober d. I. ab aus allen Linien mit Aus­nahme einer einzigen Linie von Kassel auS, die aus die Reichsbahn übergeht von der ReichS­post übernommen wird. Den Angestellten der KraftverkehrSgesellschast .Hessen" wurde daS Dienstverhältnis gekündigt, jedoch wird ein grofter Teil dieses Personals in den Dienst der Reichs­post eingestellt werden. Die KrastverkehrSgesell­schast .Hessen" alS solche, an der nach dem Aus­scheiden der Stadt Frankfurt vor ungefähr einem halben Jahre zuletzt noch die Reichsbahn, die in­teressierten Länder, Streik und Städte beteiligt waren, wird aufgelöst. Die Kraftomnibus-Linien befinden sich in den Wirtschastsbezirken von Frankfurt a. M., Gießen, Kassel und Dillenburg.

Vornotizen.

Tageskalender f ü r Freitag. DHC : Monatsoersammlung bei Hopfeid. Lichtspielhaus, Bahnhofitroße:Ihre Hoheit befiehlt".

Aus dem etabtthcaterburcau wird unS geschrieben: AlS nächste Aufsührung der Sommerspielzelt geht mit dem neuen Ensemble un­serer Bühne Meyer.FörsterS Schauspiel .Alt-Hei­delberg" tn völlig neuer Inszenierung unter der Spielleitung von Karl V o l ck am Sonntag. 6. Sep­tember, in Szene. Die Aufführung wird einem großen Teil der Mitglieder deS Ensemble- 1931 32, vor allem der Reuengagierten, Gelegen­heit bieten, sich in dieser Vorstellung erstmalig dem Gießener Theaterpublikum vorzustellen. Die Vorstellung findet alS 10. Vorstellung des Som­merabonnements bei gewöhnlichen Sommerpreisen statt. Beginn 19 Ahr, Ende gegen 22 Ahr. Zu dieser Vorstellung erscheint eine neue und letzte Ausgabe deS Programmhefte- von 1930 31, ent­haltend Rückblick über da- Spieljabr 1930 31 des Gießener Stadttheaters und einen Aufruf mit den neuen Abbonnementsbedingun^en lstarker Preisabbau) für die kommende Winterspielzeit 1931/32.

RSD AP., KrelS Gießen. Morgen, Samstagabend, im Eaf6 Leib öffentliche Ver­sammlung. (Siehe heutige Anzeige.)

Kursus an der LandeS-Aniversi- 12 t. Von der Pressestelle der AniversitSt wird mitgeteilt: Das Hygienische Institut der Hessischen LandeS-Aniversität in Gießen veranstaltet vom 12. bis einschließlich 17. Oktober einen Kursus über Bakterien und Pettenkoferien. Eingeladen sind dazu Aerzte und Tierärzte, die sich für batteriologische Fragen interessieren, also beson­ders Bakteriologen. Pathologen und Kliniker, ferner Botaniker und Zoologen. Vortragende sind der Direktor deS Hygienischen Institut-, Prof. Dr. P. Kuhn, und der Direktor des.Institut- für Physiologische Chemie, Pros. Dr. R. Feul- aen. Rähere Auskunft erteilt daS Hygienische Institut.

* Die Auswirkungen der Polizei« Notverordnung in Hessen. Ein Rückblick über die Auswirkungen her Notverordnung vom 28. März zur Bekämpfung von Ausschreitungen im politischen Leben ergibt für Heffen, daß in den Monaten April, Mal und Juni 51 Versammlungen verboten wurden, weil sie den Bestimmungen Der Notverordnung zuwiderliefen. 12 Versammlungen wurden aufgelöst, und in 30 Fallen verfielen Druck­schriften, Flugblätter usw. der Beschlagnahme.

Reuverpachtung der Liebigs- h ö h e. Die Stadtverwaltung schreibt im heutigen Anzeigenteil die Wirtschast .Zur Liebigshöhe" zur Reuverpachtung ab l.Rovember auS. Inter­essenten seien auf die Bekanntmachung hinge­wiesen.

Anmahnung von Stromgeldern. Das Städtische Elektrizitätswerk macht in einer Be- kanntmachung im heutigen Anzeigenteil darauf auf­merksam, daß die für den Monat Juli fäUiaen Stromgelder noch bis zum 15. September ohne Kosten bezahlt werden können.

Deutsches Turn, und Sportabzei­chen. Am Sonntag, 6. September, ist Gelegenheit gegeben, die Prüfung für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen in Gruppe 5 (Radfahren) abzulegen. Näheres in der heutigen Anzeige.

ee Di e Re i chsba yn -S t r ei fer al- .Polizeibeamte" gekennzeichnet. Von Mitte September ab werden die Streifbediensteten der Reichsbahn im Bereich der DetriebSämter Frankfurt a. M., Hanau, Friedberg, Gieften, Fulda, Limburg und Betzdorf Leib- und Schulter­riemen. sowie Piswlentasche tragen. Sie sollen dadurch mehr als bisher es der Fall war, auch dem Publikum gegenüber als .Polizeibeamter" gekcmnzeichnet teerten. Bisher kam es häufig vor, daß die Streifer vom reisenden Publikum mit AuskunstSbeamten verwechselt tourten. Durch

zunächst die Temperaturen nur wenig, gehen mit dem Drehen der Winde auS Westen

aber

st en all­

gemein zurück. Die Abkühlung wird durch den später folgenden Rückseiteneinfluß mit seiner Kaltlust weiter s ort schreiten.

Aussichten für SarnStag: Wechselnd wolkig, zeitweise Riederschläge, zum Teil geteilter« Hafter Art, leichte Abkühlung, südteestliche bis teestliche Winde.

Aussichten für Sonntag: Weitere Ab­kühlung, noch teechselnd wolkig, aber auch auf« heiternd, einzelne Schauer.

Lufttemperaturen am 3. September: mittags 17,1 Grad Celsius, abends 15 Grad, am 4. September: morgens 14,4 Grad. Maximum 18,2 Grad, Minimum 13,2 Grad. Erdtcmperaturen in 10 cm Tiefe am 3. September: abends 17 Grad.

Ovüfttnfo^ OntiTö. ®naf» Dtdctiu. » wolkig, e MdccMl e Rtgt^ Schnee tttreupeiri * n<t>el "K0rwit'er^)wir>ditillc«O^$de «Heute- Qsi "»»igc« Soojoowejt K uormtjtito «ordwul O'r Heue fliegen mit oem winde. Pie oeiden Stationen Menenden Zah­len gehen die Temperatur an. Pie Linien verbinden Orte mii gleich« tut ntereimvedu umocreehnetc« Luftdruck

Wettervoraussage.

Rur langsam bewegt sich da- neue westlich« Tief in der Zugrichtung seiner Vorläuser nord­östlich weiter, so daft das Kemgebiet noch voll« ständig über England lag. Durch den Einfluß feiner Südseite dürsten uns noch Riederfchläge zugesührt werten welche später, hervorgerufen durch den Lustwecysel, mehr in Schauer Übergeyen und mitunter von Gewittererscheinungen begleitet sein werden. Durch die Südweftluft ändern sich

diese Inanspruchnahme wurde die dienstliche Auf­merksamkeit beeinträchtigt. In den anderen Direk« tionsbezirken ist diese Au-rüstung ter Bahn­polizei schon eingesührt

ee Der AllgemeineDeutscheJrauen« verein halte, rote man uns berichtet, am Diens­tag seine Mitglieder zur Besichtigung der Mädchen- Fortbildung-lchule eingeladen. Frau Rektorin Weitzel und die Lehrerinnen führten die zahl­reich »rfchienenen durch die Hellen, sehr fchonen ÄlaHcnvmincr, bte dem theoretischen Anterricht dienen, durch Walchkrtche und Bügelzimmer nach dem .Herzen" der Schule der Ledrkuche und der Vorratskammer Beide sind durchaus ihrem Zweck entsprechend einfach, aber praktisch und neuzeitlich eingerichtet, so daß die Schülerinnen zu Ordnung und Sauberkeit und zu einer brauchbaren Küchen- fübrung erzogen werden können. Zum L- fammeftc man sich in dem freundlichen Eßzimmer. Gegen entfprechende Bezahlung wurde Kaffee und Kuchen, den die Schülerinnen selbst gebacken hatten, gereicht. Die Vorsitzende. Frau P. Selb, dankt« Frau Weitzel und ihren Damen sür die inter­essante Führung und die liebenswürdige Gast- sreundschalt und wie- aus die große Bedeutung der Schule bin. Untere Rotzeit sordert für jedes junge Mädchen praktischen, hau-wirtschaftlichen Unterricht; denn eS heißt heute mit knappen Mit­teln möglichst vorteilhaft zu wirtschaften. Gesund­heit uno Behagen der Familie sind grohentellH von einer verständigen Hau-Halt-Iührung abhän­gig. Deshalb sollen alle Frauen, und besonders Die Frauenvereine, die Arbeit der Müdchen-Fvrt- bildungSschulen fördern und dafür eintreten, daß sie einheitliche, reichSgefehliche Einrichtung wer­den. Frau Rektorin Weitzel sprach über di« Ziele und Aufgaben ihrer Anstalt und bedauert^ daß die Bezeichnung .Berufsschule" nicht anfäng­lich schon bestanden hat. Sie schilderte die Entwick­lung der hiesigen Schule von dem mehr als be­scheidenen Anfang in der Reustadt an. bis zum Einzug in die vorbildlichen Räume in der 5^irch- ftrafte. Abschließend bat sie die Gäste, nach Mög­lichkeit ihren Einsluft dahin geltend zu machen, daß die Mädchen-Derus-schulen trotz Rotverord­nungen und Vparmaftnahmen arbeit-- und lebens­fähig erhalten werden.

kirchliche Nachrichten.

Israelitisch« Gemeinden.

IsraeNtische Religionsgemeinde. Gottesdienst in der Synagoge (Südanlage). SamStog, 5. Septem­ber. Vorabend 6 45, morgens 8.30, abends 7.10 und 7.50 Uhr.

Die Wetterlage.

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daher wächst täglich die Zahl derer, die da freudig rauchen die Cigarette