Nr. 180 Erster Matt
18L Jahrgang
Dienstag, August 1951
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
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Dr Fnebr. Wilh. Lange, verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Canae; für Feuilleton Dr H TKynot; für den übrigen Teil Ernst Dlumfchein und für de» Anzeigenteil Max Filt«^ iämtlid) in Liehen.
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Die Illustrierte vtehener FamtliendlLUei
Heimat im vslb Die Scholle
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Das Reichskabineii berät den Selbsthilfeplan.
Besprechungen mit Sachverständigen der Wirtschast. - Beschlüsse sind erst Anfang der nächsten Woche zu erwarten.
Berlin, Z.Aug. (121.) Das Rcichskabi- n e 11 setzte am Monlagnachmillag seine bereits am Freitag voriger Woche in Ungriff genommenen Beratungen mit führenden Persönlichkeiten der Wirtschaft fort. An den Besprechungen, die mehrere Stunden dauerten, nahmen außer sämtlichen Kabinettsmitgliedern und dem Reichsbankpräsidenten Dr. Luther noch Geheimrat Schmidt von der J.-G.-Farbenindustrie AG., Geheimrat Bücher vom Reichsverband der Deutschen Industrie, Staatssekretär a. v. Dr. Dernburgals Präsident der Akzept- und Garantiebank, der srühere Reichssinanzminister Dr. hilserding, Geh. Rat Silverberg. sowie profefior warmbold als Landwirtschaftlicher Sachverständiger teil. Die Besprechungen dienten im wesentlichen der Unterrichtung des Reichskabinetts über die Auffassungen der genannten wirtschaslspersönlichkeiten, so dafz es zu irgendwelchen Beschlüssen nicht kam. Die Beratungen, die in den nächsten lagen vom wirtschaftspolitischen Ausschuh de» Kabinetts zusammen mit den Sachverständigen der In Betracht kommenden Wirlschastskreise f a r t g e s e h t werden sollen, gellen der Vorbereitung des wirtschast- lichen Selb st Hilfeplane».
Ueber den Inhalt de» Wirtschaftsprogramms find in der Preffe bereit» Einzelheiten angegeben worden. Bon unterrichteter Seile wird jedvch gewarnt, diese Darstellungen al» richtig hinzunehmen. Bei all' dem könne es sich nur um Bermufungen handeln, die zum Teil sogar falsch sind. Sv wird in einem Berliner Blatt heute abend eine Senkung der INietea angekündigt. Dabei handelt e» sich um eine Kombination, die aus der Annahme entstanden ist, dah da» Problem der hau»- j I n s ft e u c r bei den Beratungen behandelt wird. Ebenso ist e» zum mindesten zweifelhaft, dah die in dem Blatt weiter angekündigten Maßnahmen auf dem Karlellgebiet durchgeführt werden. Richtig dürfte dagegen sein, dah man sich In Kreisen de» Kabinett» in den lehten lagen wieder lebhaft mit der finanziellen Lage der Gemeinden befahl hat, bei denen sich die Entwicklung der letzten Wochen besonder» fühlbar macht. Es ist anzunehmen, dah da» Kabinett schon recht bald zu Beschlüssen kommt, die die Situation der Gemeinden erleichtern. Dabei dürste es allerdings fraglich fein, ob eine solche Erleichterung möglich ist, ohne dah die Gemeinden selbst zu sehr drastischen Bütteln greifen, die nach Ansicht von Kreisen der Reichsregierung einmal auf dem Gebiete der Ausga- benfenkung, zum anderen in der Beräuhe- rung eigener Bermögcnsrocrtc liegen konnten.
Da der Kanzler Mittwoch bereits nach Rom fährt, fo dürfte die zweite Hälfte der Woche in erster Linie weiteren Besprechungen der Res- forts Vorbehalten bleiben. Bis zur Rückkehr Dr. Brünings können eine Reihe von leilfragen immer- hin soweit vorwärts getrieben werden, dah die Beratungen der nächsten Woche dann um so schneller oonftatten gehen.
Am Mittwoch
Homreife des Reichskanzlers.
Berlin, 3. Aug. (ERB.) wie verlautet, werden Reichskanzler Dr. Brüning und Reichsauhen- minifler Dr. Eurtiu » ihre Reise nach Rom a m kommenden Mittwoch antreten. 3n Begleitung des Reichskanzlers befindet sich der Oberregierungsrat in der Reichskanzlei Dr. p 1 a n f, Reichsauhenminlfter Dr. Lurtius wird begleitet von Cegationsral Thomson. Montag vormittag werden die beiden Minister nach Berlin zurückkehren.
Die Gemeinden in der Finanzkrisis.
Tie Liquidität der Gemeinden und Lparkaffcn.
Berlin, 3. Aug. "(XU.) Dor Reichs- städiebund hat die zuständigen Stellen in Beich und Ländern erneut auf die Notwendigkeit h ngewiesen, die Gemeinden in den Anstrengungen, die Liquidität der Gemeinden und Sparkassen auch in verschärfter Finanzkris^ sicherzustellen, durch sofortige tatkräftige Hilfe zu unterstützen. Jede Stockung des gemeindlichen Zahlungsverkehrs müßte sich unmittelbar auf die Wirtschaft auswirken, weil die deutschen Gemeinden mit 5 Milliarden jährlich ihre Hauptauftra ggeber feien. Dcr Reichsstädtebund fordert gleiche Behandlung der Sparkassen und Danken und demzufolge auch eine den notwendigen Bedürfnissen der Sparkasten angepaßte Z u - we.sung von Geldmitteln durch die Reichsbank. Es zeige sich jetzt, wie berechtigt die Warnungen der Gemeinden vor einer Abdrosselung langfristiger Aus- kandanleihen gewesen seien, die die nvt- tvendigsten Kreditbedürfnisfe der Gemeinden auf
kurzfristige Kredite abgebrängt hat. Den preußischen Gemeinden fei die pünktliche Ablieferung der von ihnen eingezvgenen Staatssteucrn durch einen Erlast deS Ministers des zur besonderen Pflicht gemacht wor
den. Das setze aber voraus, dah ihnen die gerne i n d l i ch e nA n t e i le an den Reichssteuern auch rechtzeitig zur Verfügung ständen. Die Rotwendi gleit rigoroser Sparmahnahmen in Reich. Ländern und Gemeinden wird anerkannt. Trotz aller Spar- mahrrahmen wcrde sich aber in vielen mittleren und kleineren Städten, deren Cinnahmemöglich- keiten in der gegenwärtigen Krisenzeit auster- ordentlich beschränkt seien, eine Katastrophe nicht vermeiden lassen, wenn eine Entlastung der Gemeinden von Ausgaben, die nach allgemeiner Auffassung nicht von ihnen getragen werden könnten. weiter aufgeschoben werde. Hierzu gehörten in erster Linie die Wohlfahrtserwerbs- lofenlaften.
Das Siillhaliekonsoriium.
Tie Aussichten für eine langfristige Anleihe
Paris, 3. Aug (XU.) Am Montag haben weitere Einzelbesprechungen des Bevollmächtigten der Deutschen Dank, Direktor Schlieper. mit den Vertretern der französischen Danken stattgesunden. Der auS den Vertretern der Groh- ban-ken gebildete Ausschuß, der sich mit der französischen 'Beteiligung an den für Deutschland in Aussicht genommenen Stillhalte - kvnsvrtium und anderen banktechnischen Fragen befahl, ist um 16.30 ilfjt zu einer Sitzung zusammengetreten. Direktor Schlieper reift am Dienstag zur Fortführung der Verhandlungen nach London ab.
Das führende Pariser Finanz- und Wirtschafts- bTatt, die „Agence Ecvnomique et Financidre" stellt in Tlebereinstimmung mit der Ansicht hiesiger Finanzkreise fest, dah daS am Samstag abgeschlossene französisch-amerikanische Kreditabkommen mit der Dank von England den ersten und wichtigsten Schritt auf dem Wege jueiner langfristigen Anleihe darstelle. Austerdem sei dieser Tag von gröhler Dedeutung. da man ihn als Markstein in den französisch-amerikanischen Finanz- beziehungen bewerten müsse. Die Amerikaner hätten alle zwischen Paris und London vereinbarten Dedingungen als Ganzes und ohne jede Erörterung angenommen. Zu der Kreditoperation zugunsten der Dank von England schreibt das Oeuvre: Frankreich hat England einen Kredit von 3 Milliarden Franks bewilligt. Das ist ganz natürlich, denn England, daS mit Frankreich befreundet ist, befindet sich in Schwierigkeiten, und so hilft ihm Frankreich. WeShalb aber sei England in Schwierigkeiten? Weil es in Deutschland kurzfristige Kredite angelegt habe, und wenn Frankreich ihm nicht zu Hilfe komme. England gezwungen wäre, Deutschland diese Kredite wieder zu entziehen. Auf diese Weise helfe Frankreich indirekt Deutschland. Dagegen wolle das "Blatt keineswegs Einspruch erheben, es wolle aber hervorhcben. mit welcher Leichtigkeit in Frankreich der Gedanke einer indirekten Hilfe für Deutschland ausgenommen worden se»i, während in den Augen des deutschen Volkes England das Verdienst für die Deutschland zuteil werdende Hilfe zukomme.
OerVerwaltungsrat derBFZ.
Tas Lachvcrständigcnkomitce tritt am kommenden LamStag zusammen.
B a f e 1,3. Aug. (WTB.j Der Derwaltungsrat der B3Z. hat in feiner heutigen Sitzung, an der für den Reichsbankprasidenten Dr. Luther Geh. Oberfinanzrat Dr. Bocke, sowie die deutschen Verwaltungsrats» Mitglieder Bankier Melchior und Kommerzienrat R e u s ch teilnahmen, die Vorschläge auf Einberufung des internationalen Sachoer st ändigenkomitees der D3Z. gutge- heißen, dessen Zusammensetzung bereits bekannt ist. Der Verwaltungsrat beschloß, die Mitglieder dieses Komitees aufzufordern, die erste Sitzung am nächsten Samstag, 8. August, in Basel abzuhalten und dem Komitee sein Sekretariat zur Verfügung zu stellen. Das Komitee wird seinen eigenen Vorsitzenden ernennen und seine Arbeitsmethode selbst bestimmen.
Der Derwaltungsrat hat dann die Derichte über die Lage in Oesterreich und Ungarn zur Kenntnis genommen, über deren Inhalt jedoch leitens der Dankleitung nichts mitgeteilt worden ist. Auch wurde der Geschäftsausweis über den Stand der Dank am* 31.3uli 1931 zur Kenntnis genommen. Dieser Ausweis weist eine "Bilanzsumme von 1632 Mill. Schweizer Franken auf, was gegenüber dem letzten Ausweis eine Verringerung von 148 Mitt. Schweizer Franken bedeutet. Diese Verringerung ist bei den Konten der Schatzämter auf die feit dem 1. Juli in der Durchführung deS neuen Planes eingetretenen Veränderungen zu- rückzuführen, bei den Konten der Zentra I b a n le n auf den llmftanb, dah sich einige von ihnen genötigt sahen, Devisen zu verkaufen, um den auf den verschiedenen euro
päischen Plätzen sestgcstcllten Kapttalabziehungen au begegnen. Teil dieser Abziehungen ist durch Reueinlagen der Zentralbanken, auf deren Märkte Kapitalien zurückgeflossen sind, ausgeglichen worden. 51 Prozent der Mittel wurden am 31. 3uli in Form von Sichtguthaben bzw. sofort rediskontierbaren Wechseln gehalten, während die Sichtverbindttchkeiten nur 33 v. H. betrugen.
Amerika finanziert den deutschen Weizenexport.
Berlin. 3. Aug. ERB. Zu den deutsch- amerikanischen Verhandlungen wegen Bewilligung eines Warenkredits erfährt WTB.-Han- delsdienst, dah eS sich nur b"b i Baumwolle und Kupfer um Warenlieferungen handelt, be-i Weizen dagegen in erster Linie um einen Finanzierungskredit für den deutschen Export. Bekanntlich beabsichtigt die Reichsregierung zur Entlastung deS deutschen Ge-
Belgrad, 3. Aug. (112.) 3n der Rachl vom Sonntag zum Blontag ereignete sich in dem Schne11 zug Agram —B elgrad beim Lin- sahren in den Bahnhof Semlln eine Bomben- explosion und zwar in dem direkten wagen diese» Zuges, der von München Über Laibach und Agram nach Belgrad geleitet wird. Durch die Explosion wurde der wagen stark beschädigt. Zwei Personen wurden gelötet und eine Anzahl weiterer Personen schwer verletzt. Bon den Getöteten konnte bisher lediglich das Kind des prosesior» B r u n e 11 i identifiziert werden, da sich die Familie des Professor» in dem Unglückswagen befand. Die Explosion verursachte auch in den beiden Rachbarwagen schwere Schäden. Richt nur die Sitze, sondern auch die Seitenwände wurden zerstört. E» entstand eine furchtbare Panik. Auch die unverletzt gebliebenen Reisenden flüchteten, wobei mehrere in dem Tumult leichte Verletzungen erlitten. Drei Höllen- Maschinen hatte man unter die Wagenfihe verborgen. Das Attentat ist das schwerste der in den letzten Monaten verübten Anschläge.
Die Attentäter hatten vermutlich die Absicht gehabt, die mit Zeitzünder versehenen Höllenmaschinen im Belgrader Batjnof explodieren zu lassen. Unter den Berlehten befinden sich der Baler de» getöteten Kindes, Professor Brunetti, dessen Frau und drei Kinder. An den Löscharbeiten beteiligten sich die Feuerwehren von Semlln und Belgrad. Die Polizei besetzte sofort die Landungsstege und hielt alle Personen zur Ausweisleistung an. Berhastungen wurden jedoch nicht vorgenommen. Bon den Schwerverletzten ist die Frau Brunettis im
Ein Aufruf her Bereinigten Vaterländischen Verbände.
Berlin. 5. Aug. (XU.) Die 'Bereinigten Vaterländische n Verbände Deutschlands erlassen folgenden Aufruf zum Volksentscheid:
»Der preußische Landtag ist aufzulösen! In eurer Hand, preußische Wähler, liegt am 9. August die Entscheidung! Heran an die Wahlurne! Es gilt abzurechnen mit der marxistischen Mißwirtschaft! Ueber Preußen führt der Weg zur Machtergreifung im Reich! Deutschlands Rettung. Deutschlands Schicksal liegt in eurer Hand! Laßt euch nicht beirren durch das Gerede der Gegner des Volksentscheids über die Xeilnahme der Kommunisten. Wir haben sie nicht gebeten! Auch sind die Sozialdemokraten nur die Wegbereiter der Äommuniften. Auf zum deutschen Freiheitskampf am 9. August! Jeder tue seine Pflicht und stimme mit ja! Dann wird der Sieg unser fein!
Präsidium der Vereinigten' Vaterländischen Verbände Deutschlands, Alldeutscher Verband, Altherrenschaft des Deutschen Hochschulringes, Arbeitsgemeinschaft für vaterländische Aufklärung, Bismarck-Gesellschaft, Bund der Grohdeut- schen, Bund für Rationalwirtschaft und Werks- gemeinfchaft. Bund Königin Luise. Deutschbanner Schwarz-Weiß-Rot, Deutsche Adelsgenossenschaft, Deutfche Ausbauyilfe, Deutsche "Bereinigung, Deutscher Defreiungsbund. Deutscher Frauenbund, Deutscher Frauendienst. Deutscher Herold. Deut- scher Hochschulring. Deutscher Offizierbund. Deut-
treidemarkteS innerhalb der ersten Monate des SrntejahreS den Export von Weizen und Soggen zu fördern. DaS Getreide sott un- ter Erteilung von E xportscheinen auSgeführt werden. Die Inhaber der Expvrt- scheine erhalten daS Recht, die gleiche Warenmenge gegen Zahlung eines niedrigen Zollsatzes, wie verlautet zirka 25 blS 30 Mk. je Tonne, zu reimportieren. Bei den gegenwärtig in Deutschland herrschenden Kre» ditverhältnissen wäre der Export stark erschwert, wenn der Getreideexporteur selbst für die volle Preisdifferenz zwischen Inland- und Exportpreisen In Vorlage treten müßte, hier den Reimport vornehmen kann. Die Verhandlungen mit Amerika zielen darauf ab. daß daS Federal Farm Board auf diese Exportscheine Kredi t zu niedrigen Zinssätzen zur Verfügung stellt, wofür bei dem Reimport auch OS - Weizen berücksichtigt werden soll.
Der Plan der amerikanischen Regierung, größere Mengen Baumwolle auS der Hand deS FarmamteS gegen einen zweijährigen Kredit an Deutschland zu liefern, wird in ‘Bremer Baumwollkreisen mit außerordentlicher Skepsis ausgenommen. Man ist der Ansicht, daß die besonderen Bedingungen, die an den Plan geknüpft sein sollen, gefahrbringend sind und sich letzten Ende- gegen die Interefseni der deutschen Volkswirtschaft auSwirken wer dem
Belgrader Krankenhaus ge fl o r b e n. Die Persönlichkeit des drillen Toten, eines Herrn mittleren Alters, konnte bisher noch nicht feftgeftellt werden.
3m Zusammen Hang mit dieser Explosion haben die südslawischen Behörden eine Bersügung angekündigt, nach der ausländische Eisenbahnwagen nicht mehr nach Südslawien hineingelassen werden sollen. Die Ursache für diese Maßnahme liegt darin, dah die Behörden nach ihren bisherigen Erhebungen zu dem Ergebnis gekommen sind, dah derartige Bombenanschläge auf Eisenbahnzüge immer in solchen Magen erfolgen, die di r e k I aus den, Ausland kommen. Auherdem sind noch Mahnahmen getroffen worden, um den Sicherheitsdienst entsprechend pi verschärfen.
Heuer kommunistischer Bahnfrevel in (Siebenbürgen.
Budapest. 3. Aug. (WTB.) Wie der »Pester Lloyd" aus Bukarest erfährt, ist abermals ein von kommunistischer Seite geplanter frevelhafter Anschlag auf einen Gisenbahnzug vereitel t worden. In Siebenbürgen, in der Rähe der Station Marosvasarhely. entdeckte ein Bahnwärter, dah die Gleise vom Bahnkörper in einer Länge von 50 Meter entfernt und in den parallel laufenden Graben geworfen worden waren. Die Erhebungen ergaben, daß daS Attentat von Kommunisten gegen den Schnellzug Bukarest — Galatz geplant war. 30 Perloncn wurden verhaftet, unter ihnen auch der Führer des SchnettzugeS Bukarest —Ezemowih. Das Attentat gehört zu der Serie von Anschlägen, die im Zusammenhang mit dem roten 1. August in den letzten Tagen verübt worden touren.
scher Ostmarkenverein. Deutscher Wehrverein, Deutschvrden, Flottenbund deutscher Frauen, Germanenhort, Gesellschaft .Deutscher Freiheit", Rationaler Klub ^Berlin, Rationalklub von 1919 Hamburg, Rationalverband Deutscher Offiziere, Reulandbewegung. Preußenbund, Reichsbund vaterländischer Arbeiter- und Werkvereine, Reichsverband Deutscher Klein- und Straßenbahner Reichsbund Deutscher Angestellten-Berufsverbände, Reichs verband Deutscher Hausund Privatlehrerinnen. Bund Deutscher Lokomotivführer. Reichsbund ehern. Kadetten. ReichS- landarbeiterbund. Reichsofttzierbund, Großdeutscher Baltikumverband, Ring nationaler Frauen, Verband Deutscher Kriegsveteranen."
Oie Siaaispariei
zum Volksentscheid.
Berlin, 3. Aug. (TU.) Die preußische Land- tagsfraktion der Deutschen Staatspartei veröffentlicht einen Aufruf zum Volksentscheid über die Auflösung des preußischen Landtags, in dem es u. a, heißt:
.^itfer Hugenberg und der Stahlhelm marschieren Arm in Arm mit den kommunistischen Moskowitern gegen die durch ein starkes Preußen gewährleistete Ruhe und Ordnung. Niemals können sie eine gemeinsame Regierung bilden. Was sie unternehmen, ist nichts anderes, als der Versuch, den Staat zu unterhöhlen und in dieser Zeit der Weltentscheidungen bei uns alles zum Zusammenbruch z» bringen. Die heutige Not, die im Urgrunde auf bet verlorenen Krieg zurückgeht, ist darüber hinaus aber
Schweres Bombenattentai im Schnellzug München-Belgrad. Explosion im deutschen OurchgangSwagen auf dem Bahnhof Semlin. Drei Todesopfer deS'AnschlagS.
Oer Volksentscheid in Preußen.


