Ausgabe 
4.5.1931
 
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ment der Rundfahrt: 1. Schweiz, 2. Gemischte Mann­schaft: 3. Deutschland; 4. Belgien; 5. Italien; 6. Frankreich.

Kurze Gportnotizen.

Deutscher Rugbymeister wurde wieder Odin Hannover, der in Heidelberg den SC. 80 Frankfurt mit 38:0 (6:0) schlug.

*

Durch einen 7:1-(3. l-)6ieg über Tennis- Borussia wurde Hertha BSC. zum 7. Male Ber­liner Fußballmeister. Dem entscheidenden Spiel im Grunewald-Stadion wohnten 35 000 Zuschauer bei.

Bund der Heimatschulfreunde.

Zahlreich waren am Mittwochnachmittag Mit­glieder und Freunde der Einladung des Bun­des der Heimatschulfreunde gefolgt, um im großen Hörsaal der Universität den Dor­trag von Ilnive^itäts-Professor Dr.Guenther (Freiburg i. Br.) zu hören. Lehrer Schwarz (Rudingshain) begrüßte die Versammlung und referierte einleitend über die Bedeutung des Heimatschülgedankens in der heutigen Zeit.

Universitäts-Professor Dr. Guenther sprach sodann über das Thema:Die Heimatnatur, ihr Leben, ihr Wigdssrklang im deutschen Gemüt und in deutscher Kultur, ihre Wirkung auf das Kind". Ein starkes Gefühl für Heimat und Ratur, tiefe Liebe zu Volk und Vaterland sprachen aus den Worten des Vortragenden, der sein Material aus unmittelbaren Erlebnissen schöpfte. Reisen durch Europa, nach Aegypten, Palästina. Mesopotamien, Indien und Brasilien ermöglichten es dem Red­ner, das deutsche Land durch den Vergleich mit fremder Landschaft lebendig, werden zu lassen. Was wir Deutsche heute brauchen, so führte der Vortragende aus, sei eine Idee, die unser ganzes Volk mitzureißen vermöge und die ein einigendes Band um unser Deutschtum innerhalb und außer­halb der Deichsgrenzen schlinge. Die Ratur sei die Urheimat l^s deutschen Volkes, aus der unsere großen Männer ihr Bestes in Kunst. Wissenschaft und Arbeit geschaffen hätten. Die Wiedergeburt unseres Vaterlandes müsse ihre Grundlage in der Ratur haben. In erster Linie sei der Volksschullehrer dazu berufen, die Durch­führung der Heimatgedanken in das Volk zu tragen. Die Bildung des Gemüts dürfe nicht hinter der Vcrstandesbildung zurückstehen. Der Redner zeigte eine neue, tiefere, naturverbun­denere Bildung und dementsprechende Erziehung an. Eine Reihe trefflicher Lichtbilder unterstützte die Ausführungen.

Einweihung der neuen Jugendherberge in Lauterbach.

* Lauterbach, 4. Mai. Unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung fand gestern die Weihe der neuen Iugendherberge in Lauterbach statt. Schon am Abend zuvor herrschte Hochbetrieb im neuen Heim. Eine statt­liche Zahl junger Wanderer hatte sie bis zum letzten Bett belegt. Am Sonntag bewegte sich um 1.30 llfjr ein stattlicher Festzug, der von den Schu­len und Vereinen, sowie einer ganzen Reihe aus­wärtiger Gäste gebildet wurde, durch die Straßen der Stadt zum Schwimmbad, über dem in male­rischer Lage am Hang des Eichküppels die Her­berge liegt. Dort begrüßte Bürgermeister Walz mit warmen Worten die Anwesenden, sprach den Dank der Stadt allen denen aus. die zum Ge­lingen des Werkes beigetragen hatten und über­gab den Schlüssel des Hauses mit herzlichen Wün­schen für das Gedeihen des Heimes dem Der- tteter des Gaues Main-Rhein-Lahn-Fulda. Dr. F l ö r k e (Gießen). Dieser zollte im Ramen des Gaues allen Schaffern am Werk herzliche Worte des Dankes und der Anerkennung und übergab die Herberge in die Obhut der neugegrünbeten Lauterbacher Ortsgruppe, die bereits eine statt­liche Zahl von Mitgliedern zählt und in begei­sterter Arbeit an der Ausgestaltung der Her­berge wirkt. Danach ergriff der Vertreter des Staates, Schulrat H a s s i n g e r, das Wort zur Weiherede, die ausklang in einen eindringlichen Appell an die Iugend, in Ehrfurcht vor der 0%r- gangenheit der Gegenwart zu leben und die Zu­kunft zu gestalten. Er stellte die Forderung zu - einigem Zusammenstehen in der Arbeit am deut­schen Volk auf, wies darauf hin, daß sie bereits in der heutigen gemeinsamen Feier eine Erfül­lung gefunden habe und bat die Iugend, sich die Hände zu reichen und im gemeinsamen Ge­sang dieser Einmütigkeit Ausdruck zu verleihen. Die Feier, die von Darbietungen der drei Lau­terbacher Gesangvereine und der Stadtkapelle um­

rahmt und durch einen Prolog verschönt war. fand im Deutschlandlied ihren würdevollen Ab­schluß. An die in jeder Hinsicht gut gelungene Feier schloß sich eine Besichtigung der Herberge an, wobei der mit viel Geschick und gutem Ge­schmack ausgestatteten Herberge allgemein volles Lob zuteil wurde.

Oie Wormser Zusammenstöße vor dem Schnellrichter.

WSR. Worms, 2. Mai. Die Zusammen­stöße am letzten Sonntag endeten gestern vor dem Schnellrichter mit der Verur t eilung von drei KPD.-Leuten. Cs erhielten der Angeklagte Schade wegen Störung eines nicht verbotenen älmzuges, sowie öffentlicher Aufforde­rung zur Gewalttätigkeit drei MonateGe- fängnis, Vogel aus den gleichen Gründen, sowie wegen gefährlicher Körperverletzung auf Grund der gleichen Gesetzesbestimmungen sechs MonateGefängnis, Bott wegen Störung eines nicht verbotenen Umzuges in Tateinheit mit Widerstand gegen die Staatsgewalt vier Mo­nate und eine Woche Gefängnis. Der Angeklagte König wurde mangels Beweises freigesprochen. Gegen Vogel und Bott wurde Haftbefehl erlassen. Vogel will Berufung ein­legen, Schade behält sich die Berufung vor.

Schwere Zuchthausstrafen für Eisenbahnräuber.

WSN. Marburg, 2. Mai. Im Jahre 1927, in den folgenden Jahren und besonders in den letzten Monaten des vorigen Jahres wurden auf der Main- Wefer-Bahn zwischen Kirchhain, Neustadt und Treysa Güterzugwagen erbrochen und Stückgüter daraus entwendet. Erst an­fangs dieses Jahres stieß man gelegentlich der Nach-' forschungen in einer anderen Diebstahlssache zu­fällig auf die Spur der Diebe. Als man die Woh­nung der erwerbslosen Arbeiter Karl und Heinrich Altenbrand in Neustadt (Kr.Kirchhain) nach gestohlener Wäsche durchsuchte, fiel es auf, daß auf einem Schrank eine größere Anzahl Sei­fenft ückc aufgeschichtet waren, die bei der Erwerbslosigkeit der beiden unmöglich gekauft fein konnten. Bald stellte sich heraus, daß die Seife aus einer Sendung herrührte, die aus einem G ü - terzug gestohlen war. Bei einem Freunde der beiden Diebe, dem gleichfalls erwerbslosen Ar­beiter Demske, sand man noch Weizenmehl, Ge­würze usw., die ebenfalls von Eisenbahndiebstählen herrühren. Gestern hatten sich die drei wegen rück­fälliger Diebereien schon mehrfach vorbestrafte Eisenbahnräuber vor dem Marburger erweiterten Schöffengericht zu verantworten. Wegen Hehle­rei mitangeklagt waren die Frauen der Angeklag­ten H. Altenbrand und Demske, die Mutter der Altenbrands und zwei weitere Frauen namens Ort und Söhnke. Die Angeklagten K. Alten- brand und Demske gaben ihre Straftaten jju und behaupteten, aus Not gehandelt zu haben. Sie waren nachts kurz hinter dem Bahnhof Neustadt auf die Güterzüge aufgesprungen, hatten im Fahren die Wagen geöffnet und ihre Beute auf den Bahn­damm geworfen, wo H. Altenbranö'Schmiere stand. Hauptsächlich hatten es die Diebe nach ihrer Angabe auf Lebensmittel abgesehen, doch fielen ihnen auch Kisten mit Wein, Waschartikeln, Stoffen, Motoren­teilen usw. insgesamt im Werte von über 1000 Mk. in die Finger. Der Raub wurde geteilt, ^Sachen, mit denen man nichts anfangen konnte, in einen Sumpf geworfen. Die angeklagten Frauen bestrit­ten, etwas von den Diebstählen gewußt zu haben. Das Urteil lautete wegen schweren Diebstahls für K Altenbrand auf 5 Jahre, B. Demske auf 4 Jahre, H. Altenbrand wegen Begünstigung auf 2 Jahre Zuchthaus und je 3 Jahre Ehrverlust. Wegen Hehlerei erhielten Frau Ort 1 Monat, Frau Söhnke 2 Monate und Frau Altenbrand wegen Begünstigung 3 Monate Gefängnis. Die Mutter Altenbrand und Frau Demske wurden freigesprochen. Die verurteilten Frauen erhielten Bewährungsfrist.

Zehnmarkscheine als Kinderspielzeug.

WSO. Marburg, 3. Mai. Im benachbarten Ockershausen fanden Kinder beim Spielen auf der Straße einen größeren Geldbe­trag in Zehnmarkscheinen. Da die Kinder annahmen, es handele sich um Inslations- geld, spielten sie mit den Scheinen und zer­rissen sie zum Teil in Stücke. Die polizei­lichen Ermittlungen nach dem Verlierer des Gel­des sind noch im Gange.

Wirtschaft.

Oie Reichsbahn im März.

Der Güterverkehr auf der Deutschen Reichsbahn war im März gegenüber dem Vormonat zwar saisonmähig belebter, doch blieb er, an der Wagengestellung gemessen, gegen den März des Vorjahres um 16,3 Prozent, gegen März 1929 sogar um 24,8 Prozent und gegen März 1928 um 25,5 Prozent zurück. Der Per­sonenverkehr bewegte sich im März all­mählich aufwärts, erreichte jedoch nicht die Höhe des vorjährigen Märzverkehrs. Der Wettbe­werb des Kraftwagens blieb weiter außerordentlich fühlbar. Insgesamt tourbett im März 1510 überplanmäßige Züge gefahren, gegen 1662 im Vormonat und 1709 im März 1930. Die Betriebseinnahmen stellten sich im März auf 329,43 (Vormonat 281,31) Millionen Mark, wovon auf den Personen- und Gepäckverkehr 91,77, auf den Güterverkehr 209,9 und auf son­stige Einnahmen 27,76 Millionen Mark entfielen. Die Ausgaben aus der Betriebsrechnung {teilten sich auf 284,28 (271,56) Millionen Mark, wozu wieder die Reparationssteuer mit 55 Millionen Mark tritt. Einschließlich des Dienstes der neuen Schuldverschreibungen und Anleihen, sowie der festen Lasten ergeben sich Gesamtausgaben von 348,37 (336,54) Millionen Mark. Im ganzen er­gibt sich seit Beginn des Geschäftsjahres gegen- üä|r 1930 eine Mindereinnahme von rund 173 Millionen Mark.

«DerGroßhandelsindex. Die vom Sta­tistischen Reichsamt für den 29. April berechnete Indexziffer der Großhandelspreise ist mit 113,5 gegenüber der Vorwoche (113,7) um 0,2 v. H. zu­rückgegangen.

* I. -G. - Farbenindustrie AG., Frankfurt a. M. In der am Samstag in Frankfurt a. M. abgehaltenen Aufsichtsrats- Sitzung wurde der Abschluß für das Iahr 1930 vorgelegt. Danach soll der a^f den 3. 3uni einzu- betufenben GV. eine Divibenbe von 12 Prozent (wie in den drei Vorjahren) vorgeschlagen wer­den.

* Hie Dividende des Linoleum- Konzerns. Den Verwaltungen der zum Lino­leum-Konzern gehörenden Werke haben die Bi­lanzen für 1930 Vorgelegen. Den für Ende Mai einzuberufenden Generalversammlungen wird die Verteilung einer Dividende von 5 Prozent, in Vorschlag gebracht.

* Maschinenfabrik Eßlingen. In der AR.-Sihung vom Samstag wurde der Abschluß für bas Geschäftsjahr 1930 vorgelegt, der einen Reingewinn von 131 449 Mark (einschl. Vor­jahresvortrag) zeigt. Der AR. beschloß, der auf den 10. Iuni einzuberufenden Hauptversamm­lung vorzuschlagen, den Gewinn auf neue Rech­nung vorzutragen. Von der Ausschüttung einer Dividende soll abgesehen werden.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 4.Mai. Tendenz: schwach. Die bevorstehenden außenpolitischen Ausnnander- setzungen wegen des deutsch-österreichischen Zoll- vertrages, für die man auf Grund der franzö­sischen Stimmen Befürchtungen hegt, und die außerordentlich angespcmnte Finanzlage des Reiches lösten bei der Börse zu Beginn der neuen Woche eine schwache Haltung aus. Hinzu kamen noch einige Abgaben aus dem Publikum. Dazu kamen einige Dlankoabgaben der Kulisse, zumal auch die Berliner Arbitrage ziemlich Ma­terial hierher legte, dem keine Aufnahmeneigung gegenüberstand. Der feste Schluß der Reuyorke* Samstagbörse blieb ganz ohne Einfluß. Bei dem allgemein kleinen Geschäft ergaben sich daher gegenüber den schon schwachen Sarnstagschluß- kursen -erneut stärkere Abschwächun­gen. IG.-Farben eröffneten trotz der unver­änderten Dividende bei etwas größeren Um- sähen 2 v. H. niedriger, lagen aber im freien Markt stärker angeboten und erneut 1 v. H. schwächer. Scheideanstalt minus 1,5 v. H. Be­sonders schwach lagen einige Elektrowerte, wie Siemens mit minus 4,25, und Schuckert, die 3 v. H. einbühten. Auch die übrigen Elektrowerte gaben meist bis 2 v. H. nach. Bon Kaliaktten waren Salzdetfurth 3 v. H. abgeschwächt, wäh­rend Westeregeln relativ behauptet eröffneten. Am Kunstseidemarkt büßten Aku 2,25 und Obern­berg 1,5 d. Sy ein. Am Montanmarkt verloren Rheinstahl 3,5 v. H. und die übrigen Werte bis 1,5 v. H. Bankaktien lagen behauptet und bis 1 v. H., aber Reichsbank 4 v. H. und Schiffahrts­

werte bis 2,5 v. Sy schwächer, wobei man wieder amerikanische Abgaben beobachtet haben will. Dis 1,5 v. H. niedriger lagen ferner Tietz, Hoch- und Tiefbau, Zellstoff Aschaffenburg, Kar­stadt. Etwas fester eröffneten Wayh & Freytag mit plus 1,5 v. H. Reichsbahnvorzugsaktien be­hauptet. Am Anleihemarkt deutsche Anleihen stär­ker angeboten und bis 0,75 v. H. schwächer. Aus­landrenten ohne Geschäft. Der Pfandbriefmarkt lag ebenfalls schwächer, da auch hier Qlbgabzn des Publikums vorgenommen wurden. Die Rück­gänge betrugen bei Gold- und Liguidationspsand- briefen bis 0,5 v. H., bei Reichsschuldbuchfords- rungen bis zu 1,25 p H. Auch Städteanleihen überwiegend schwächer. Im Verlaufe konnte sich das Kursniveau leicht bessern, doch ging die Stimmung wieder verloren, da zu den Kursen der Kulisse ebenfalls Angebot vorgelegen hat. Die Stimmung war sehr unsicher und das Ge­schäft gering. Am Geldmarkt war die Lage etwas entspannt, so daß der Satz für Tagesgeld auf 5 v. H. ermäßigt wurde. Am Devisenmarkt nannte man Mark gegen Dollar 4,1996, gegen Pfunde 20,4225, London gegen Reuhork 4,8634, gegen Mailand 92,89, gegen Paris 124,43, geKirMadrid 46,70, gegen Schweiz 25,2525, gegen Holland 12,0990.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt am Main, 4. Mai. Auftrieb: Rinder 1346 Stück; darunter Ochsen 314, Dullen 130, Kühe 437, Färsen 385. Kälber 585, Schafe 77, Schweine 6138. Es wurden notiert: Ochsen: voll­fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts, jüngere 4548, ältere 4044; sonstige vollflei­schige, jüngere 3639; Dullen: jüngere, vollflei­schige, höchsten Hchlachtwerts 4043; sonstige voll- fleischige oder ausgemästete 3639. Kühe: jün­gere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 35 bis 38; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 30 bis 34; fleischige 2529. Färsen (Kalbinnen, Iungrin- der): vollfl^ischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 4548; vollfleischige 4044; flei­schige 3639. Kälber: Deste Mast- und Saug­kälber 5863; mittlere Mast- und Saugkälber 50 bis 57; geringe Kälber 4249. Schweine: Doll- fleischige Schweine von zirka 240 bis 300 Pfd. Lebendgewicht 4042; desgl. von zirka 200 bis 240 Pfd. Lebendgewicht 4143; desgl. von zirka 160 bis 200 Pfd. Lebendgewicht 4043; fleischige Schweine von zirka 120 bis 160 Pfd. Lebendge­wicht 4042. Marktverkauf: Rinder ruhig, Heber» stand. Schweine bei schleppendem Geschäft ge­räumt. Kälber und Schafe ruhig, ausverkauft.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 4. Mai. Tendenz: Brot­getreide unsicher, sonst fest. Der Frankfurter Pro­duktenmarkt lag zu Beginn der neuen Woche ziem­lich still. Das Geschäft bewegte sich in engen Gren­zen, Umsätze kamen nur vereinzelt zustande. Die Maßnahmen der Regierung hinsichtlich der Weizen­einfuhr verursachten starke Zurückhaltung. Das An­gebot blieb recht gering. Die Preise lagen für Brot­getreide eher schwächer, während die übrigen Preise im ganzen weiter feste Tendenz hatten. Besonders für Hafer bestand infolge der Zollerhöhung starke Nachfrage, auch Kleie hatte weiterhin feste Haltung. Am Kartoffelmarkt ist die Tendenz wieder ruhig, die Preise haben eine Ermäßigung erfahren. Kartoffeln (Industrie) hiesiger Gegend kosteten bei Waggon- bezug 4 Mark pro Zentner. Es wurden notiert: Weizen 305 Mark, Roggen 217,50, Hafer (inlänbi- scher) 217,50 bis 220, Weizenmehl (süddeutsches, Spe- zial 0) 43,50 bis 44,50, Roggenmehl 30,50 bis 32,50, Weizenkleie 13,25, Roggenkleie 13,75, Erbsen (je nach Qualität für Speisezwecke 30 bis 36, Linsen (je nach Qualität für Speisezwecke) 27 bis 65, Heu (süd­deutsches, gut, gesund, trocken) 6,25, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) -3,80, Weizen- und Rog- genftrobjgebünbelt) 3,70, Treber (getrocknet) 10,75 bis 11 Mark.

Frankfurter Eiermarkt.

Frankfurt a. M.. 2. Mai. Eine (Belebung des Geschäftes trat nicht ein, doch erhält sich beim Handel die Hoffnung auf einen besseren Absatz, zumal sich geringe Anzeichen zu »Konservierungs- zwecken bemerkbar machten. Die Preise haben in­dessen erneut kleine Rückgänge erfahren. Die Allgemeintendenz ist zwar.ruhig, aber stetig. Es notierten in Pf. per Stück: ital. 8,5 bis 9, bul- gar. 7,25 bis 7,50, jugoslaw. 6,75 bis 7,25, rumän. 6,75 bis 7,25, russ. 6,50 bis 7, holl. 7,25 bis 10, dän. 7,25 bis 10,50, belg. 8,25 bis 8,75, schles. 7 bis 7,50, baher. 7,50 bis 7,75, Dt. Frischeier 6,50 bis 9.

Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse.

Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. Reichsbankdiskont 5 o. H-. Lombardzinsfuß 6 v. H.

.frranhun a. Mt.

Berlin

.trantfun a. Ml.

Berlin

(5a/. uft» Iure

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Schluß-1 für« |

Anfang« Äure

Schluß«! lurd |

I«i!hr« Kurs

Schluß-^ lurs ,

Ansang- Kurs

Datum

2.5.

4.5.

2.5.

4.5.

Dalum

2.5.

4.5.

2.5.

4.5.

6% Deutsche Reicheatuethe

Hamburg-Amerika 'Batet ... 7

57,75

55,5

58,25

56,1

von 1927

84,75

85,1

Hamburg-Südam Dampfschiff. 8

/

7% $cutf(fie Reichsanleihe

Hama Dampiicktfi . 10

von 1929 .......

100

100,1

Norddeuticker Llovd.....8

58,65

58,9

57,5

Deutsche Anl.-Ablöi.-Schuld mit

Allgemeine DeutlckeCreditanÜ. 10

Sluilol. 9icd)len .....

56,5

55,75

56,4

56,2

Barmer Bankverein 10

ohne Auriof.-Reckte . -

5,6

5,1

5,7

5,3

Berliner Handelsgesellschaft 18

121

120,25

120

R% Heil, yolla'infl! von 1929

Gommer»- und Privat-Bank . 11

109

108

108,75

108,25

("riidtablb 102%)

96

95,75

Darmstädter und Ranonalbant 12

131,5

-

132,25

132,25

Lberh-jlcn Provinz - Anleihe mit

Deutsche Bant und

Aueloi -Rechten

55-9

_

Tisconio-Gefellschaft, ... 10

104

104

104

Scuiidic flomm. Gammclobl.

Dresdner Bank......10

104,5

104

104

104

Anleihe Serie 1

56

56,1

Reicksbant........12

146

142

146,5

145

8% Kranit k>»p.-Donl Goldvle XIII uttlüiiDbar dir 1934

101,5

_

A.E.G. . ..........8

102,5

101,75

102,5

101,75

7% ilranlf t'uu.-tianf Aoldvfe

Bergmann.........9

8b

unfuiiobot bis 1032

97,5

_

_

LIellr LieferungSgeiellfchafk. 10

114

116,75

113,25

<y2% Rbeimicke Hnp.-Banf

Licht und Uralt......10

117,5

117

117,5

117,25

ßiqu. WolDpfe.

91,1

_

Helten & Guilleaume ... 74

83,75

82

79,13

8% l<r. L'aubcWanbbriefanftalt,

Hesellschau für Elektrische

Pfandbriefe 91.18

8% Pr Landeeptan briefanstalt.

100,5

. _________

100,5

_

Unternehmungen .... 10

121,5

120

121,25

120,75

Hamburger Elelrrizitältz-Werke 10

Rheinische Elektrizität .... 9

117,75

7% Pr Lande ^anvbrielanstalt.

Sckleiiiche Elektrizität. ... 10

Pfandbriefe R tl

97

_

_

idiudett & (So.......11

137,5

134,5

136,75

134

V.S.W abg. Bortiiegs-Obiigatto-

Siemens & Halske.....16

166

166,75

163,75

167,75

neu. rückzahlbar 1932

-

___

i'abmcyer&Go.......10

125,5

125,5

4% Oellerretchifche Goldrente . .

22,4

Buderus..... . . 6

47

46,5

45,13

4,20% Lelterreichische Silberrente

Deutsche Erd 51 ....... 6

71

70,4

70

4% Ocltcrreickiicke Einheitliche

Essener Steinkohle ......8

Rente <

77

76,75

76,75

4% Ungarische Goldrente . -

18,65

18,9

Harpcner . .. - 0

66

65,75

65

4% Unflariidie Staaisrente v 1910

16

15,9

Hoelck Elfen........6¥i

61,5

4V,% des«!, von 1913

16,5

Jife Bergbau...... 10

175

175,75

1% Unparildic Lronenrente

Klückncrwcrke ...... 7

64

62,75

63,9

l% Tiirtiicke Zollanleibe von 1911

3,9

4

Köln-Neucssen. . ......1

4% Tbrliick- Bagoadbahn-Anl

- 4,05

Mannesmann-Röhre» .... 7

73,5

/ 3,9

73

Serie 1

4

Maitslelver Bergbau .... 7

34

34,25

33,5

4% oeefll Serie II

4

4,1

Obericklei. Eiienbcvarf .... 5

6% Rumäniicke vereinh. Rente

8,25

| Obcrfchlef. Kolswerke.....7

75,75

74,65

von 1903

| Phönix Bergbau......6%

58,5

163,5

57,5

57,5

57,13

iyt% Rumänische vereinh Rente

15,2

Rheinische Braunkohlen . . 1(

160

163,9

162

von 1913 .........

t% Rumänische vereinh. Rente

15

1 Rheinstahl ........(

78,5

77

78,25

78

6,725

6,85

6,3

I Riebed Montan ...... 7,2

Frankfurt a. 2J1.

Berlin

Banknoten.

Schluß-1 fürs |

1-Lhr- fiurd

Schluß« Iure

Anfang« Kurs

Berlin, 2 .Mai Amerikanische Noten.....

Belgische Noten ......

$änlid« Noten .......

Englische Noten .......

Französische Noten ....... Holländische Noten.......

Italienische Noten........

Norwegische Noten.......

Deursch-Oesterreich, I 1OO Schilling Rumänische Noten.......

Schwedische Noten.......

Schweizer Noten........

Spanische Noten........

T'chechoilowalische Noten.....

Ungarische Noten .....

Devifenmarkl Berlin

Geld 4,181 58,10 112,05 20,365 16,365 168,26 22,01 112,03 58,83 2,485 112,18 80,64 43,61 12,398 73,02

Frankfurt

Drlef

4,201

58,34

112,49 20,445

16,425 168,94

22,09 112,47

59,07 2,505

112,62 80,96

43.79

12,458 73,32

a. 2H.

Dalum

M.

4.5.

2.5.

4.5.

Bereinigte Stahlwerke.....

Olavi Minen .... 16*1»

Kaliwerke Aschersleben ... 10

Kaliwerke Westeregeln ... 10

Kaliwerke Salzdetfurth ... 15

I. Narben-Industrte ... 12

Dnnamit Nobel.......6

SckeideanstaU........9

Goldlckmtdt ....... .5

RüigerSwerke........ 6

Metallgeielllckafk.......8

Philipp Holzmann......7

Hementwerk Heidelberg . . 10

Cementwerl Karlstadt. ... 10 ®at)6 & Prteotao . . , . . 8

SckulthetS Patzenhofer ... 15

Cftroede ...... . 12

Aku ........ 18

Lemberg.........U

Zelllloff Waldhof .... 18'/,

Zellstoff Aschaffenburg ... 12

Eharlottenburger Wasser ... 8

Dessauer Mas ..... 9

Daimler Motoren . ..... 0

Deutsche Linoleum ......

Maschinenbau A.-V. ..... 0

Rat. Automobil ...... 0

Orenktein & Koppel.....6

Leonhard Tietz .. 10

Nranktuner Maschine» .... 4

©rinnet ...... 6

HeoiigenNaedt .......0

Iungvan».........6

Leckwerke..........8

Mainkraftweric Höchst a. M.. . 8

Miag..........10

-Gebr. Roeder ....... 10

Voigt« Haesfner......9

Süddeutsche 3udet .... 10

54

29

143 146,5 223,5

145,5

132,5 46,25

52,25

68

99,25

78,5

86,5

30,5

81,75

95

94

81,25

30

83,5

109

37

68,5

126

<O CD -*4

| | | | | | | | | | | 3 1 1 1 1 1 1 1 5i 1 '«Sil Sill £l ! § ! L.SI 1 1

53,25

28,5

144

147

222,5

145

44,13

51,65

68

98z

32

152,25

81,4

94,5

89,5

83,9

127,25

30,13

82,13

50

109

245

15,13

37

126,75

52

28,25

143

146

217

144,25

50,75

99

153

81,0

93,25

90,75

126,75

29,75

81,25

108

243

AmN.-Nokt. Buen.-AireS Brff.-Antw Cbriftiania. ItopcnbaQcn Giottbolm - HeliingiorS. Italien. . . London. - . Weunort .. Poris.... Schwei, .. Spanien Japan - Wo de Jan. Wien in D-- Ceft abflcit. Prag . - BeUrad . . Buoapelk. . But arten . Lissabon Danzig . Konst utta. Athenx Lanava Uru ULY. Latrv . .

2. Mai

4. Mai

Amtliche c^eid I

168,65

V, 343 58,345 112,29 112,28 112,38 10,557 21,965 20,401

4,195 16,383

80,80 43,26

2,073 0,300

59,02 12,426

7,378 73,155

3,040 18,85

81,58 1,784

5,439 4,193 2,722 20,92

Notierung

Brief

168,99

1,347

58,465

112,51

112,50

112,60

10,577

22,005

20,441

4,203

16,433

80,96

43,34

2,077

0,302

59,14

12,446

7,392

73,295

3,046

18,89

81,74

1,789

5,449

4,201

2,733

20,96

Amtliche Geld

168,66 1,339

58,34

112,30

112,31

112,42

10,558

21,96

20,404

4,1955

16,395

80,78

43,33 2,073 0,300

59,025

12,428

7,376 73,14

3,037

18,85

81,58

1,784

5,44 4,193 2,727

20,91

Notierung 25ric

169,00

1,343

58,46

112,52

112,53

112,64

10,578

22,00

20,444

4,2035

16,435

80,94

43,41

2,077

0,302

59,145

12,441

7,390

73,28

3.043

18,89

81,74

1,789

5,45

4,201

2,733

20,95